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Full text of "Goethe über seine Dichtungen. Versuch einer Sammlung aller Äusserungen des ..."

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GOETHE 

UEBER SEINE DICHTUNGEN. 



VERSUCH EINER SAMMLUNG ALLER 

AEUSSERUNGEN DES DICHTERS 

UEBER SEINE POETISCHEN 

WERKE 

VOH 

DR. HANS GERHARD GRAF. 

ZWEITER THEIL: 
DIE DRAMATISCHEN DICHTUNGEN. 

VIERTER BAND. 
(DES GANZEN WERKES SECHSTER BAND.) 



FRANKFURT A/M. 

LITERARISCH* ANSTALT 

ROTTEN £ LC-BNINd 

1908. 



Der Nachdruck einzelner Abschnitte dieses Werkes 
ist ausdrücklich untersagt. 



Druck von 0»car Brandstetter in Leipzig. 



Inhalts- Verzeichnis^ 



Seit« 

L Vorwort VII 

IL Bibliographisches VQI 

IIL Goethes Äußerungen über: 

60. Paläophron und Neoterpe, Nr. 3483—3534 . 1—20 

61. Pandora, Nr. 3635—3690 21—57 

62. Prolog zu dem Lustspiel »Medon* von Clodius, 

Nr. 3691 58. 59 

63. Prolog zu den neusten Offenbarungen Gottes, 

Nr. 3691a— 3700p 60—65 

[Prologe s. unter: Theaterreden.] 

64. Prometheus, 1^. 070« 

65. Die Befreiung d. Prometheus,/ 

66. Proserpina, Nr. 3726— 3765 q. 84—112 

[Puppenspiel s. Neueröffnetes moralisch -poli- 
tisches P.] 

67. Requiem dem frohsten Manne des Jahrhunderts, 

Nr. 3766 113.114 

68. Romeo und Julie, Nr. 3767—3768 115 

69. Ruth, Nr. 3768a— 3770 116. 117 

70. Satyros oder der vergötterte Waldteufel, Nr. 
3771—37841 118—122 

71. Scherz, List und Rache, Nr. 3785— 3850 a . 123—168 

72. Schillers Todtenfeier, Nr. 3851—3866 .... 169—177 

73. Selima, Nr. 3866a— 3867 b 178 

. 74. Sie kommt nicht ! Nr. 3868—3872 179—185 

75. Sokrates, tfr. 387Ä— 3874 a 186. 187 

76. Sposa rapita (La), Nr. 3875 188 

77. Stella, Nr. 3875 a— 3941 v 189—209 

78—91. Theaterreden, Nr. 3942—4103 210—286 

78 (1). 1791, Prolog, IUI 7, Nr. 8042—80561 . . . 210—215 

70 (2). 1701, Prolog, Octoberl, Nr. 8066 k— 8056o. 215 — 216 

80 (8). 1701,BpUog,Dacember31,Kr.8066p— 8067e. 216—218 

81 (4). 1702, EpUog, Juni 11, Nr. 8057 f— m . . . 218—219 

82 (5). 1708, Prolog, October 15, Nr. 3057 n—« .. 219—220 



18 



,, ^ -r.r* s~\ 



IV INHALTSVERZEICHNIS. 

88 (6). 1704, Prolog, October 7, Nr. 8967 t— y .. 220 — 222 

84 (7). 1800, Epilog, October 28, Nr. 8058—8090 . 222 

86 (8). 1808, Prolog, September 26, Nr. 8061—8062. 222 — 224 

86 (0). 1806, Epilog zur .Glocke', Nr. 8062«— 8008m. 224 — 236 

87 (10). 1807, Prolog für Leipzig, Nr. 8004—8008 . 237—239 

88 (11). 1811, Prolog für Halle, Nr. 8000—1000 . . 239—244 
80 (18). 1818, Epilog tu ,Egiex', Nr. 4010—4082 . . 245 — 262 

00 (18). 1821, Prolog für Berlin, Nr. 4088— 4008 r . 262—279 

01 (14). 1828, Prolog «u ,Hans Sachs', Nr. 4004—4108. 279—286 

92. Thronfolger Pharaos (Der), Nr. 4104— 4105 b. 287 

93. Torquato Tasso, Nr. 4106—4322 288—362 

94. Tragödie aus der Zeit Karls des Großen, Nr. 

4323— 4325a 363—365 

95. Triumph der Empfindsamkeit (Der), Nr. 4326 

—4351z 366—377 

96. Tugendspiegel (Der), Nr. 4352— 4356b . . . 378—380 

97. ungleichen Hausgenossen (Die), Nr. 4357-437 6a. 381—387 

98. Unglück der Jaoobis (Das), Nr. 4377— 4381 e. 388—391 

99. Vögel (Die), Nr. 4382— 4428m 392—408 

100. Vorspiel zu Eröffnung des Weimarischen The- 
aters am 19. September 1807, Nr. 4429— 4452 n. 409—419 

101 a. Was wir bringen (Lauch- \ 

stadt, 1802) I _ 

101b. Was wir bringen (Halle, Nr. 4453-4531m. 420-445 

18H) J 

102. Wette (Die), Nr. 4532— 4545a 446—450 

103. Ynkle und Jariko, Nr. 4546 451 

[Zauberflöte, zweiter Theil s. unter: Anhang II: 

2. Schikaneder.] 

104. Anhang I. Namenlose dramatische Pläne; 
Motive; Unbestimmtes ; Allgemeines, Nr. 4546 a 

—4626 462—482 

105—108. Anhang IL Fortsetzung von und Antheil 
an dramatischen Diohtungen Anderer, Nr. 

4627—4699 483—518 

Lavater : Abraham und Isaak, Nr. 4627 . 483 — 184 

Werner : Wand», Nr. 4628 484 

106 (1). Iffland : Nachspiel sn den ,Hagestolien', 

Nr. 4620-4650 484 — 492 

106 (2). 8dükaneder:DerZaaberflöteswdterTheil, 

Nr. 4651— 4682p 493 — 505 

107 (8. A). Schiller : WaQenatein, Prolog und Lager, 

Nr. 4688-4602 505—514 

106 (3. B). Schiller : Demetriw, Nr. 4603-4600 . . 514—518 



INHALTS-VERZEICHNISS. 



Tabelle I: Übersieht der dramatischen Dichtungen 

nach den Jahren ihrer Entstehung . 519—522 
♦Tabelle II : Übersicht der Vertheilung der dramati- 
schen Dichtungen in Goethes Schriften 
und Werken 523—524 

Register 525—711 



* (In den Erläuterungen in Band I— IV ist statt „Tabelle m" Oberall 
„Tabelle ü" zu lesen. — Als Tabelle n sollte eine Übenicht der dramatischen 
Dichtungen nach deren Vorm gegeben werden, wie es für die epischen Dich- 
tungen auf der Epos I, XXm befindlichen Tabelle geschehen ist. Erat im 
Verlauf der Arbeit trat die Unausfflhrbarkeit einer solchen Tabelle für die 
dramatischen Dichtungen su Tage.) 



Nicht lange nach dem Erscheinen van Band 6 (auegegeben 
im März 1907) entschloß die Verlags- Anstalt sich dankenswerther 
Weise zur Drucklegung des gegenwärtigen sechsten Bandes, mit 
dem der zweite Tbeil des Werkes nunmehr in Tier Binden als ein 
in sich geschlossenes Ganzes vorliegt. 

Die Fortführung des Werkes, zeitweilig in Frage gestellt, ist 
in zahlreichen Fach Zeitschriften und Tagesblättern als eine Not- 
wendigkeit bezeichnet und Band 6 mit Freude begrüßt worden. 
Möge auch dieser sechst« Band willkommen geheißen werden und 
sich der Anerkennung der Gelehrten, wie der Liebhaber erfreuen 
dürfen; möge er, indem er das Register über die Tier umfang- 
reichen Bände des zweiten Thails und damit, um einen treffenden 
Vergleich Carlyles zu gebrauchen, das Auge des Polyphem enthält, 
dazu helfen, den Verkauf des Werkes zu steigern. 

Der Verfasser aber sieht sich, in Folge der übergroßen, diesem 
•einem geliebten Schmerzenskinde gebrachten peeuniären Opfer, 
leider genöthigt, von ihm Abschied zu nehmen und die Vollendung 
des dritten, die lyrischen Dichtungen behandelnden Theiles, wo 
nicht ganz aufzugeben, so doch bis auf unbestimmte Zeit zu 

Allen denen, die ihn, wie bei den früheren Bänden, so auch 
für diesen sechsten Band mit freundlichen Mittheilungen unter- 
stützt haben, insbesondere der Verwaltung des Goethe- und Schiller- 
Archivs zu Weimar sei hiermit der best« Dank gesagt. 

Weimar, am 22. März 1908. 

Dr. Haus Gerhard Graf. 



Bibliographisches. 

(Außer den in Band I 8. XIII— XXI, Band n 8. VI und Band m S. VII f. an- 
geführten Abkürzungen von Büchertiteln sind in gegenwärtigem Bande noch die 

folgenden eingeführt worden.) 



Baumer = Goethes Satyros eine Studie rar Entstehungsgeschichte von Dr. phil. 
Gertrud Biumer Druck und Verlag von B. G. Teubner in Leipzig 1906. 

Biedermann: Erläuterungen = Erläuterungen roden Tag- und Jahresheften von 
Goethe. Von Woldemar Freiherrn von Biedermann. Leipzig. F. W. v. Bieder- 
mann. 1894. 

Düntser: Stein = Charlotte von Stein, Goethe's Freundin. Ein Lebensbild mit 
Benutzung der Familienpapiere entworfen von Heinrich Düntier. Band 1. 2. 
Stuttgart. Verlag der J. G. Cotta'schen Buchhandlung. 1874. 

Q.-O'Donell = Goethe und Gräfin O'Donell. TJngedruokte Briefe nebst dichte- 
rischen Beilagen hsg. von Dr. Richard Maria Werner . . • Berlin. Verlag 
von Wilhelm Hertz. (Bessersche Buchhandlung.) 1884. 

G.-Voigrt = Goethes Briefe an Christian Gottlob von Voigt. Hsg. von Otto Jahn 
. . . Leipzig Verlag von 8. Hirzel 1888. 

Gotthardi = Weimarische Theaterbilder aus Goethe's Zeit. TJeberliefertes und 
Selbsterlebtes. Von W. G. Gotthardi. . . . Band 1. 2. Jena und Leipzig, 
Hermann Costenoble. 1865. 

Jaoobia Naohlaß = Aus F. H. Jacobi's Nachlaß. Ungedruckte Briefe von und 
an Jacob i und Andere. Nebst ungedruckten Gedichten von Goethe und 
Lenz. Hsg. von Rudolf Zoeppritz. Band 1. 2. Leipzig, Verlag von Wilhelm 
Engelmann. 1809. 

KOnneoke = Goethe. Eine Biographie in Bildnissen. Sonderdruck aus der 
zweiten Auflage von Könneckes Bilderatlas zur Geschichte der deutschen 
NationaUttteratur. ... 2. Annage. Marburg. N. G. Elwert'sche Verlags- 
buchhandlung 1900. 

Leonhard = Aus unserer Zeit in meinem Leben. Von K. C. von Leonhard. 
Band 1. 2. Stuttgart. E. 8chweizerbart'sche Verlagshandlung und Druckerei. 
1864/56. 

Scheidemantel = Zur Entstehungsgeschichte von Goethes Torquato Tasso von 
Eduard Scheidemantel (Programm Nr. 692 des WUhelm-Ernstisohen Gym- 
nasiums in Weimar, 1895/96). Weimar, Druck der Hof-Bucbdruckerei 1896. 

Schalung = Aus SchelUngs Leben. In Briefen. Band 1. 2. Leipzig, Verlag von 
8. Hirzel. 1869/70. 

Vofl = Briefe von Johann Heinrich Voß nebst erläuternden Beilagen hsg. von 
Abraham Voß. Band 1. 2. 8 (1. 2). Halberstadt, bei Carl Brüggemann. 
1829-88. 



Paläophron und Neoterpe. 

(.Alte und Neue Zeit'.) 



Den Schluß der Dichtung vom Jahre 1S0O (Ven 251— SM) lederte Goethe 
iwei Mal. nnd [wir dichtet« er neu: 1. 08 Vena tur die Aufführung Im Weimarer 
S HarUwaMi 190g Muri (Von 251— 318), and: E. lfl Vera* IUr die AuffUu-ung 
In «einem nimo ISIS Februar 8 (Vers 25 1—26«). Diese UmdlclItnngBn sind Im 
Folgenden nie Schlug 11 und Schlau 111 unterschieden von der ureprUngllchen 
Fusnng BcblaB I. 

Handschriften: 1. Zwei Rollenhefte: a. die von Archädämon (später 

a Paläophron genannt) gesprochenen Verse, von Schreiberhand, 

mit Verbesserungen Goethes und kleinen Zusätzen den Grafen 
Brühl; Rollenheft des Grafen, von ihm für die Aufführung 
1800 Ootober 31 benutzt; b. die von Känodamonia (später 
Neoterpe genannt) gesprochenen Verse, von Schreibern and, 

s mit Ausnahme der Verse 1—9, die Graf Brühl selbst ab- 

geschrieben hat; mit Verbesserungen und Zusätzen gleichfalls 
von des Grafen Brühl Hand. Im Besitz des Grafen Karl 
Brüh! zu Seifersdorf. 

2. Vers 1—260 in Abschrift nach Druck 1, mit Schluß H; 

o Quartheft von Schreiberhand, mit Verbesserungen Riemers; 

auf dem Titelblatt oben die Ziffer 49, die Aufschrift .Paläo- 
fron und Neoterpe', darunter die Bemerkung: „Voran, die 
Dedication an die Herzugin Amalia: „Die du der Musen 
reinste Kost pp." Der Schluß ist ganz anders als [der in] 

:5 der Ausgabe letzter Hand, in 12° Bd. 11 und in den frühern 

Ausgaben vorkommende." (Die „Dedication . ." ist das 3, 6f. 
genannte Gedicht [Theaterrede 7], das, von Riemers Hand 
geschrieben, vorn in der Handschrift beiliegt.) Im Goethe- 
und Schiller-Archiv. — Vgl. Handschrift 3. 

3. Vers 262— 318 von Schluß II, Abschrift von Riemers 

Hand, in Handschrift 2 hinten beigelegt; Rest einer ver- 
muthlich zur Druck vorläge für Druck 2 bestimmten Abschrift, 
die unbenutzt blieb, da Goethe sich entschloß, in Druck 2 

Oral, OoeUw Ober >. Dichtungen T. U, B. 4. 1 



PALÄOPHRON UND NEOTERPE. 



[Handschriften: 3.] 

nicht Schluß II, sondern Schluß I aufzunehmen. Im Goethe- 
und Schiller-Archiv. 

4. Schluß III, Abschrift von Eckermanns Hand, mit der 
Überschrift „Schluß von Palaophron und Neoterpe. Auf- 5 
geführt zum Geburtstag der Prinzessin Marie". Statt der 
fehlenden Verse 263—266 steht die Bemerkung : „(Wiederholt 
von Zeile 5 bis 8.)", d. h. von Vers 256 — 268; Vorlage für 
Druck 4. Im Goethe- und Schiller-Archiv. 

Erster Druck: 1801, unter dem Titel ,Paläofron und Neoterpe. 10 
Ein Festspiel zur Feier des 24. Oktobers 1800. von Göihe', im 
,Neujahr8 Taschenbuch von Weimar, auf das Jahr 1801. 
Herausgegeben von Seckendorf. Weimar, gedruckt und ver- 
legt bey den Gebrüdern Gtädicke', S. I — XXXVI, mit der Vor- 
bemerkung (8. Nr. 3491). 15 

(Die bei Hirzel S. 52 angeführte Titel- Auflage dieses Druckes 
kommt für uns nicht in Betracht.) 

Zweiter Druck: 1808, Werke Cotta 1 9, 401—416, mit Schluß I; 
unter dem Titel »Palaeophron und Neoterpe*. 

Dritter Druck: 1816, Werke Cotta» 5, 315—330, mit Schluß I; 20 
Titel wie in Druck 2. 

Vierter Druck: 1827, Werke Cotta 8 4, 214. 215: nur Schluß III; 
mit der Z. 5 f. angeführten Überschrift; statt der fehlenden 
Verse 263 — 266 steht die Bemerkung: „(Wiederholt von 
Zeile 5 bis 6)'*, statt „6" müßte es aber, wie in Handschrift 4, 25 
heißen „8". 

Fünfter Druck: 1828, Werke Cotta 8 11, 235—251, mit Schluß I; 
Titel wie in Druck 2. 

Weimarer Ausgabe: 1894, W. 13 (1), 1—16 (mit Schluß I). 17—20 
Schluß II. 21—22 Schluß III mit der Z. 5f. angeführten 30 
Überschrift; und 1901, W. 13 (2), 141—150. — VgL GJ. 23, 
249 f. 



Übersicht der Aufführungen: 

1. 1800 October 81 bei der Herzogin Anna Amalia in Weimar (mit Schloß I). 

2. 1808 Januar 1 am Hoftheater zn Weimar (mit Schluß II). 35 

3. 1810 Februar 8 in Goethes Haue (mit Schluß III). 



1800 PALÄOPHRON UND NEOTERPE. 3 

1800. 

1 ][October zwischen 16 und 23, Weimar.] 3483 

Und lächelst du der Muse leichtem Sang, 
So hörest du, von hier in wenig* Tagen, 
s Mit etwas Neuem dir das Alte sagen. 8 

«An die Herzogin Amalia. Nach einer kleinen theatralischen 
Vorstellung gesprochen. Den 28. October 1800* [Theaterrede 7], 
Vers 22—24. — W. 13 (1), 168. 

? October 24, Weimar. ,3484 

10 Bisher [seit October 17] theils Farbenlehre, theils ein 

poetischer Beitrag zu der Herzogin Amalia Geburtstag. 4 
Tgb. 2, 310, 27—311, 1. 

? October 27, Weimar. 3485 

Früh im Palais beschäftigt. 6 
15 Tgb. 2» 311, 9. 

] [October zwischen 28 und 30, Weimar.] 3486 

Eine ganz eigentümliche Bewandtniß hatte es mit der 

Aufführung von ,Paläophron und Neoterpe* am Geburt» - 

feste der Herzogin Amalia, 24. October 1800. 6 

20 Ganz kurz vorher war die ,stolze Vasthi' 7 im Salon 

der Herzogin wiederholt gegeben worden, und alle Theil- 

1 — September 24 , Leopold v. Seckendorf an Goethe: bittet um 
einen Beitrag für das von ihm vorbereitete, 2, 12 genannte 
Taschenbuch. 

25 2 Statt „wenig" haben zwei Handschriften „sieben", d. h. von 
der Herzogin-Mutter Geburtstag, 24. October, bis zum 31., als 
dem für die Aufführung von ,P. u. N.' in Aussicht genommenen 
Tage. Da das Gedicht erst am 28. October gesprochen wurde, 
änderte Goethe „sieben" in „wenig". 

so 3 Anspielung auf den ursprünglichen Titel der Dichtung jAlte 
und Neue Zeit' ; vgL 5, 19. 7, 4. 
4 <L h. Arbeit an dem Z. 6 f. genannten, October 16 begonnenen 
Gedicht (Theaterrede 7), vielleicht auch an ,P. u. N.'; vgl. 
GJ. 11, 23. 

35 5 Im sogenannten „Witthumspalais", dem Wohnsitz der Herzogin- 
Mutter Anna Amalia, wo die Aufführung Statt finden sollte** 
6 Vielmehr zu dessen nachträglicher Feier, October 31 (die nem- 
liche Ungenauigkeit läßt Goethe selbst sich 6, 3. 8, 22. 18, 7. 30 
zu Schulden kommen. 

40 7 VgL Nr. 3487. 

1* 



4 PALÄOPHRON UND NEOTERPE. 1800 

] [October zwischen 28 und 80, Weimar.] [3486] 

nehmenden spielten so allerliebst, daß Goethe, von dem 
heitern Eindrucke hingerissen, ihnen allsobald gelobte, 
schnell noch ein neues Stück zu dichten, mit dem sie 
am Geburtstage die geliebte Fürstin überraschen sollten. 5 
Aber bis dahin waren nur noch ganz wenige Tage. Um 
nun die, bei so knapper Frist allerdings schwierige Auf- 
gabe möglichst rasch zu lösen und sowohl sich als die 
Spielenden in begeisterte Stimmung zu versetzen, ergriff 
Goethe folgendes heroische Mittel. Er lud sich bei den 10 
Hofdamen zum Frühstück, und zwar auf Punsch, 
ein, versammelte die Personen, denen er Rollen zu- 
dachte, um sich, und dictirte nun der Fräulein von 
Göchhausen die verschiedenen Rollen in die Feder, 
während er selbst im Zimmer gravitätisch auf- und is 
abschritt. 

Sobald eine Rolle bis auf einen gewissen Punct dictirt 
war, mußte sie sofort memorirt — und sobald die ent- 
sprechende zweite Rolle auf das Papier gebracht war, 
gleich mit dieser zusammen probirt werden, wobei Goethe 20 
aufs lebhafteste antrieb, vorspielte und einwirkte. So 
geschah es denn, daß in zweien Vormittagen [October 
28 und 29, oder 29 und 30] das Stück fertig wurde 1 
und, nach einer Hauptprobe am dritten Tage [October 
30 oder 31], wirklich am 24. [vielmehr 31.] October 25 
aufs trefflichste und zu höchster Freude der Herzogin 
gespielt werden konnte. 

. . . aber beinahe wäre noch im letzten Momente alles 
an Gelbschnabelchen und Naseweis gescheitert, indem 
die dazu angelernten Kinder sich die häßlichen Nasen- 30 
Masken durchaus nicht anhängen lassen wollten, so 
daß Goethe sich genöthiget sah, noch in größter Hast 
ein Paar Kinder vom Theater aufzutreiben und ein- 



1 Nach Nr. 3483—3485 ist es jedoch wahrscheinlich, daß Goethe 
länger an der Dichtung arbeitete (vgl. aber 17, 17). 35 



1800 



PÄLÄOPHRON UND NEOTERPE. 



10 



] [October zwischen 28 und 80, Weimar.] [8486] 

zuexerciren, die denn doch glücklicherweise sich ihrer 
Rollen ganz leidlich entledigten. 

Mit Luise v. Gcchhausen, Henr. v. Wolfskeel, K. F. M. P. 

v. Brühl, K. W. v. Pritsch und J. C. R. Ridel. — Weimars 

Album S. 133 f. (,Die Freundschaftstage der Fräulein v. Goch- 

hausen. Eine Skizze von Cacilie'. — Fehlt in den »Gesprächen'.) 

October 28, Weimar. 3487 

[Früh] Gedicht zum Geburtstage [der Herzogin-Mutter 

Anna Amalia]. 1 . . . Abends bei Durchlaucht der Herzogin 

Mutter, wo ,Vasthi* von Gotter aufgeführt wurde. 9 

Tgb. 2, 311, 14—17. 

October 31, Weimar. 3488 

Mittag bei Durchlaucht der Herzogin Mutter. Abends 

15 Theatralisches Fest daselbst, . . 3 
Tgb. 2, 311, 23f. 
November 3, Weimar. — s. 2, 101, 10. 4 3489 

November 9, Weimar. 3490 

Wollten Sie mir wohl ,Alte und Neue Zeit* zurück- 

20 schicken, . . 5 

An Schiller. — Br. 15, 140, 4f. 



25 



i VgL Nr. 3486. 

2 An die Aufführung des einactigen Lustspiels ,Die stolze Vasthi' 
schloß sich ein Nachspiel (vgl. GJ. 11, 20 — 24) und an dieses 
der Vortrag des 3, 6 f. genannten Gedichts (Theaterrede 7). 

— October 29. 30: Vgl. Nr. 3486. 

3 Erste Aufführung in folgender Rollenbesetzung: 



Personen. 



1800 
October 31. 



1803 
Januar 1. 



1810 
Februar 3. 



30 Neoterpe . . 

Palaophron . 

Griesgram 

Haberecht 

Gelbschnabel 
35 Nasewels . . 

Genius (nur 1803) 



Henr. v. Wolfskeel. 
Graf Brühl. 
K. W. v. Fritech. 
J. C. R. Ridel. 

? 

? 



Jagemann. 
Haide. 

? 

? 

? 

? 
Silie. 



Julia v. Egloffstein. 
Ad. Schopenhauer. 
H. Franke. 

? 

? 

? 



Vgl. 9, 7 f. 18—24 und Nr. 3ö02. 3526. 3527. 
* — November 7: Wieland an die Herzogin-Mutter Anna Amalia 
(Weimars Album S. 97). 
40 * Unbekannte Handschrift, die Goethe wahrscheinlich für die Vor- 
bereitungen zum Druck brauchte. 



6 PALÄOPHRON UND NEOTERPE. 1800 

] [November zwischen 9 und 12, Weimar.] 3491 

Paläophron und Neoterpe. 
Ein Festspiel zur Feier des 24. Octobers 1800. 

Von Goethe. 



Der Herzogin Amalia von Sachsen- Weimar Durchlaucht s 
widmete dieses kleine Stück der Verfasser mit dankbarer 
Verehrung. Er hatte dabei die Absicht, an alte bildende 
Kunst zu erinnern und gleichsam ein bewegliches, belebtes 
plastisches Werk den Zuschauern vor Augen zu stellen. 

In dem ersten Stücke des vierteljährigen Taschen- 10 
buchs, welches Herr von Seckendorf zu Weimar heraus- 
gibt, wird der Text abgedruckt werden. 1 

Hierdurch läßt sich aber nur ein Theil des Ganzen 
dem Publicum vorlegen, indem die Wirkung der voll- 
ständigen Darstellung auf die Gesinnungen und die 15 
Empfänglichkeit gebildeter Zuschauer, auf die Empfin- 
dimg und die persönlichen Vorzüge der spielenden Per- 
sonen, auf gefühlte Recitation, auf Kleidung, Masken 
und mehrere Umstände berechnet war. 

Um jedoch die Einbildungskraft des Lesers einiger- 20 
maßen zu bestimmen, wird eine bedeutende Situation, 
worin beide Hauptfiguren nebst den sie begleitenden 
vier Masken zusammen erscheinen, nächstens, in Kupfer 
gestochen und illuminirt, wahrscheinlich durch den Weg 
der Zeitung für elegante Welt, welche bei Voß und Comp. 25 
in Leipzig angekündigt ist, verbreitet werden. 9 

Ankündigung von Druck 1 in Goethes Zeitschrift »Propy- 
läen* 3 (2), 174f. — W. 40, 261 f. 



1 Vgl 2, 10—14. 

2 Das farbige Kupfer, gestochen von Böttger nach einer Zeichnung so 
Heinrich Meyers (schwarz wiedergegeben WK. 11 (1), 170 und 
bei Könnecke S. 28) erschien 1801 Januar als Titelbild in der 
»Zeitung für die elegante Welt', nebst Erklärung von G. A. Bottiger. 
Die Ankündigung nahm Goethe aus den »Propyläen*, unter Weg- 
lassung von Z. 10 — 12. 20 — 26 und mit kleinen Änderungen des 35 
Wortlautes, in Druck 2. 3 und 6 auf. — Die Original- Aquarelle 
der Costüme von Heinrich Meyer befinden sich im Großherzog- 
lichen Museum zu Weimar. 



1800 PALÄOPHRON UND NEOTERPE. 7 

] [November 15t Jena.] 1 3492 

Goethe ist wieder hier und hat mir [Schlegel] eine 
Kleinigkeit, die er zum Geburtstag der alten Herzogin 
gemacht, ,Alte und neue Zeit', gezeigt. Er hat mich über 
5 die griechischen Namen consultirt und schien mit denen, 
die ich ihm vorschlug, ,Paläophron und Neoterpe' 
zufrieden. 

Mit Friedrich v. Schlegel. — Gespräche 8, 269 f. (Fr. Sohlegel 
an seinen Bruder August Wilhelm, 1800 November 24, an 
10 dem 2, 102,34—36 genannten Ort S. 446 f.) 

November 15, Jena. 3493 

Früh verschiedne Briefe. An . . Frl. von Göch- 
hausen, nebst dem Festspiel mit verändertem Namen 
übersendet. * 
15 Tgb. 2, 312, 26—313, 1. 

November 18, Jena. 3494 

Abends bei Loder. ,Paläophron und Neoterpe'. 8 
Tgb. 2,313, 17 f. 

November 21, Jena. 3495 

20 [Brief] An Hn Regierungs-Assessor von Secken- 
dorf. Abdruck des Festspiels retour gesendet. 4 
Tgb. 2, 314, 4 f. 



1 Vgl. Tgb. 2, 313, 6 und Nr. 3493. 

* VgL Nr. 3492. Außer dem Druckmanusoript für Druck 1, das 
25 PrL v. Göchhausen an v. Seokendorf weitergegeben haben wird, 
sandte Goethe an diesem Tage das Manuscript der Ankündigung 
(Nr. 3491) an die Druckerei, vgl. Tgb. 2, 313, 1—3. 

— November 15: Caroline Herder an Knebel (Knebels Nach- 
laß II 1, 184, wo „September" im Datum Irrthum oder Druck - 

so fehler sein muß). 

3 Wahrscheinlich Vorlesung. 

— - November 20, v. Seckendorf an Goethe: sendet die Correotur- 
bogen zur Durchsicht, bittet um baldige Rückgabe (W. 13 (2), 
144f.). 
»5 * Vgl. Z. 32f. 

— November 22: J. D. Sander an Böttiger (GJ. 15, 285 f.). 



8 PALÄOPHRON UND NEOTERPE. 1800 

November 24, Jena. 3496 

[Brief] An Madame Sander mit dem kleinen Drama. 1 
Tgb. 2, 314, 14 f. 

1801. 

Januar 29, Weimar. 3497 5 

Uebrigens ist es recht schade, daß wir so weit aus- 
einander wohnen; in der Nähe könnte man manche 
Gelegenheit, und wäre es nur zu artigen Kleinigkeiten, 
nutzen. Das kleine Drama, das jetzt in dem Secken- 
dorüschen Taschenbuche steht, nebst einer englischen io 
Übersetzung desselben, von Herrn Mellish,* und dem 
Kupfer, welches mit der Zeitimg für elegante Welt aus- 
gegeben wird, 8 hätte, in eins gefaßt, und splendid ge- 
druckt und mit einigen Scherzen und Galanterien noch 
verziert, einen artigen Artikel gegeben; allein über so is 
was läßt sich nicht correspondiren, weil alles vom Augen- 
blick abhängt, und so muß man es denn zerstreut hin- 
fahren lassen. 

An Cotta. — Br. 15, 170, 18—171, 2. 

Januar 29, Weimar. 3498 20 

[Brief] An Hn Cotta nach Tübingen. . . . Über . . 

[das] Festspiel vom 24. October [Nr. 3497]. 4 
Tgb. 3, 4, 7—9. 



1 Frau Sander hatte um die Handschrift gebeten ; vgl. die Z. 26 und 

7, 36 genannten Briefe. 25 

— December 6: J. D. Sander an Böttiger (GJ. 15, 286). 

— December 10 und 25, Mar. v. Eybenberg an Goethe: bittet 
in beiden Briefen um die Dichtung (SdGG. 18, 119. 123). 

— 1801 Januar 5: Schiller an Körner (Schillers Br. 6, 235). 

2 ,Paläophron and Neoterpe a masque for the festival of the 30 
24th of october 1800. From the german of Goethe, by the 
translator of Goethe's Herrmann and Dorothea, and Schiller's 
Mary Stuart [Joseph Charles Mellish]. Weimar, printed by . 
Gädicke and brothers. 1801', in 4°, mit einer von Mellish ver- 
faßten Introduktion und dem farbigen Kupfer. 35 

a VgL 6, 30—38. 

* — Februar [Anfang]: A. W. v. Schlegel an Goethe (SdGG. 13, 98); 
vgl Nr. 3500. 



1801 PALÄOPHRON UND NEOTERPE. 9 

Februar 18, Weimar. 3499 

[Brief] An Frau Rath Goethe nach Frankfurt, ein 
Kupfer von ,Paläophron und Neoterpe' übersendet. 1 
Tgb. 3, 6, 22—24. 

5 ][Februar 28, Weimar.] 3500 

* Ich freue mich, daß Sie meinem Festspiel einigen 

Beifall gönnen. Der Effect bei der Aufführung hat 

mich selbst überrascht. Ich wünschte wohl einmal etwas 

Ähnliches, mit mehr Personen, für ein größeres Theater 

10 zu- bearbeiten. 8 

An A W. v. SchlegeL — Br. 15, 186, 7—11. 

October 16, Weimar. 3501 

Beiliegenden Kalender nimm freundlich auf, und ge- 
denke mein bei denen Scherzen, die Du von mir darinne 
15 finden wirst.* 

An KnebeL — Br. 15, 268, 1—3. 



— Februar 17, CharL Schiller an Fritz v. Stein: sendet das 
eben erhaltene Kupfer; „Das Costüm der Spielenden war fast 
so. Brühl war ganz so angezogen wie der Alte, nur kein Gold 

20 war an seinem Anzug. Die Wolfskeel war auch ganz weiß, so 
auch die Kinder, und Griesgram und Haberecht waren schwarz 
und braun; . . Die zierliche Gestalt der Wolfskeel hätte Meyer 
billig beibehalten sollen; die weibliche Gestalt und die der Kinder 
sind doch ein wenig zu plump* 4 (Charlotte Schiller 1,460 f.). 

25 1 VgL Z. 27—30. 

2 VgL 8, 37. 

3 — März 7, Goethes Mutter an den Sohn : dankt für das Kupfer 
(vgL Nr. 3499); „. . . Ich laße eine schöne Rahme dazu ver- 
fertigen — ein Glas drüber — und henge es in mein Schläf- 
st) zimmer zum bestandigen Anschauen auf" (Briefe der FR 

Goethe 2, 82). 

— März 16: Schiller an L. v. Seokendorf (Schillers Br. 6, 254). 

— März 20, Schiller an Goethe: über Herders, der Dichtung 
Goethes nachgebildete „Pfuscherei" ,Aeon und Aeonis' (Schillers 

85 Br. 6, 258). 

* ,P. u. N.' und das 3, 6 f. angeführte Gedicht in dem 2, 12—14 
genannten Taschenbuch. 



10 PALAOPHRON UND NEOTERPE. 1802 

1802. 

] [Januar 18 oder Februar 12, Jena.] 3502 

Nach solchen Übungen und Prüfungen war man zu 
Anfange des Jahrhunderts so weit gekommen, daß man 
die Mittel sämmtlich in Händen hatte, um gebundene, 5 
mehr oder weniger maskirte Vorstellungen wagen zu 
können. ,Paläophron und Neoterpe* machten den 
Anfang und der Effect dieser auf einem Privattheater 
geleisteten Darstellung 1 war so glücklich, daß man die 
Aufführung der ,Brüder ( sogleich vorzunehmen wünschte, io 
die aber wegen eintretender Hindernisse bis in den 
Herbst verschoben werden mußte.* 

Aufsatz , Weimarisches Hoftheater' (datirt 1802 Februar 16). 

— W. 40, 76, 13—22. 

1803. u 

Januar 1, Weimar. 3603 

[Vormittags] Probe von ,Palaophron*. . . . Abends Vor- 
stellung. 8 

Tgb. 3, 69, 1 f. 

i VgL 6, 27—37. äo 

* VgL Nr. 3631. 

* Mit Schluß II. Die Rollenbesetzung s. 6, 28—36. Auf dem 
Theaterzettel ist Goethe als Verfasser nicht genannt. Voran 
gingen ,Wallensteins Lager* und ein Clarinetten-Concert Vgl. 
Nr. 3632. 25 

— Aus dem in den Jahren 1801 — 1803 entstandenen, gegen 
Kotzebue gerichteten Spottgedicht »Der neue Aloinous' seien 
hier 2 Strophen (Zweiter Theil, Vers 37—44, W. 6 (1), 168) an- 
geführt, da sie sich möglicherweise mit auf Goethes Einführung 
der antiken Masken in ,P. u. N.' und ,Was wir bringen 4 (1802, so 
Auftritt 19) beziehen: 

„Wie Aloinous behaglich 

Könnt' ich mich auf Rosen betten; 

Doch das Weimar'sche Theater 

Schickt mir mit dem Westwind Kletten. 35 

Und das Unkraut wächs't behende, 
Und aus jedem Distelkopfe 
Seh' ich eine Maske blicken, 
Gräßlich mit behaartem Sohopfe." 

— Januar 19: Vulpius an Nik. Meyer (GJ. 2, 417). 40 



1803 PALAOPHRON UND NEOTERPE. 11 

][Februar oder M&rz? Weimar.] 3504 

Wollte man die vier beikommenden Masken kürzlich 
charakteri8iren, so könnte man sie, der Bequemlich- 
keit halber, nach den vier Temperamenten benennen, 
5 und so würde: 

No. 1 Cholericus, 

2 den Sanguinicus, 

3 den Melancholicus, 

4 den Phlegmaticus 
io vorstellen. 

No. 1 und 3 waren, als ganze Masken, für den Habe- 
recht und Griesgram, in dem Vorspiel ,Paläophron und 

Neoterpe* bestimmt, . . .* 

An ? (Concept) — Br. 16, 441. 

15 Deoember 19, Jena. 3605 

Wenn Sie ,Tarare ( auf den 31. zusammenbringen 

können, so lassen Sie sich ja nicht stören. ,Paläophron 

und Neoterpe' kann recht gut wegbleiben, wenn etwas 

Brillantes an dessen Stelle tritt. 2 
w An Kirms. — Br. 16, 384, 17—20. 

1805. 

Mai 1, Weimar. — s. 1, 63, 30. 3506 

1806. 

Februar 24, Weimar. — s. Nr. 543 (1, 288). 3506a 

25 October 24, Weimar. — s. 1, 136, 30—137, 3. 3506b 

Deoember 9, Weimar. — s. Nr. 222 (1, 139 f.). 3506c 

1807. 

M*™ 13 '} Weimar. — s. Nr. 90. 91 (1, 64f.). 3506d.e 



so 1 — März 26: „Schumann liquidirt für Abschrift der Rollen zu 
«Palaophron und Neoterpe'" (Burkhardt II S. 7). 
* Beides wurde am 31. nicht gegeben, statt dessen ,Die Saalnixe*; 
,Tarare' wurde erst im Februar 1804, ,P. u. N.' überhaupt nicht 
wieder im Hoftheater aufgeführt. 



12 PALÄOPHRON UND NEOTERPE. 1808 

1808. 

August 7, Karlsbad. — s. Nr. 92 (1, 65). 3506 f 

1809. 

][Nach October 10, ?] 3507 

[Zu 1800. — Im ältesten biographischen Schema heisst 5 
es unter] 
1800: . . . ,Paläophron und Neoterpe'? 1 
W. 26, 361, 27. 

1814. 

März 1, Weimar. 3508 io 

Mittag Riemer. Grammatica. ,Paläophron und Neo- 

terpe'. 2 

Tgb. 5, 98, 13—15. 
Mai 4, [Weimar.] — a. Nr. 2946 (3, 386 f.). 3508a 

Juli 18, Weimar. w 3508b 15 

[Früh] Gelegenheits- Gedichte. 8 
Tgb. 5, 119, 7. 
Juli 19, Weimar. 3508 c 

[Früh] Festgedichte. 4 Redaction meiner ersten Bände 
[1—4 der Werke Cotta*]. 20 

Tgb. 5, 119, 10. 
Juli 20, Weimar. 3508 d 

[Früh] Wie gestern. 6 
Tgb. 5, 119, 12. 
][December 26? Weimar.] — s. 1, 8, 14. 3509 25 

1815. 

Februar 20, Weimar. — s. 1, 12, 6. 6 3510 



1 — November 11: In einem Brief an Knebel bezeichnet Goethe 
Voß, den Vater, als „haberechtischen Griesgram", mit unzweifel- 
hafter Anspielung auf die beiden Begleiter seines Paläophron,- so 

2 Gespräch über das Versmaß ? 

3 d. h. Des Epimenides Erwachen, Paläophron und Neoterpe, 
Pandora und Vorspiel 1807 zu einer Gruppe „Festspiele" ver- 
einigt; vgL Nr. 3508c. 3508d, sowie 1, 8, 10—14 und W. 13 (2), 116. 

* VgL Nr. 3508 b. 3508 d. 35 

* VgL Nr. 3508b. 3508c. 

6 — Februar 22: Charl. Schiller an Knebel (Charl. Schiller-Knebel 
S. 178f.). 



1815 PALAOPHRON UND NEOTERPE. 13 

Mai 1, Weimar. — s. 1, 386, 24—387, 3. 3610a 

November 27, 

Deoember 4, \ Weimar. — s. Nr. 2062—2064 (2, 640). 3610 b— d 
December 6, 

s 1816. 

1 September 27, Weimar. 3611 

,Paläophron und Neoterpe* lösen den Conflict des 

Alten und Neuen auf eine heitere Weise, die freilich 

in dieser zerspalteten Welt nicht denkbar ist . .* 
10 An S. Boisseree. — Br. 27, 170, 1—3. 

October 16, Weimar. — s. Nr. 238 (1, 146). 3611a 

October 22, Weimar. — b. Nr. 2014 (2, 623). 3511b 

November 14, Weimar. — s. Nr. 239 (1, 146).» 351 lo 

1819. 

15 'Januar 8, Weimar. 3512 

[Nachmittags] Gräfin [Julia von] Egloffstein und Adele 

Schopenhauer recitirend: ,Paläophron und Neoterpe'.* 

Kam Gräfin Lina [von Egloffstein]. Blieben sämmtlich 

zu Tisch. 
20 Tgb. 7, 3, 20—23. 

Januar 14, Weimar. 3513 

•Über ,Paläophron und Neoterpe* wagte ich nichts 

zu sagen, denn mir war diese hebe kleine Production 

nicht mehr gegenwärtig. Vor wenig Tagen jedoch lasen 

25 mir zwei hübsche, verständige, gelehrige Kinder das 



1 — August 31: S. Boisseree an Goethe (Boisseree 2, 134). 

2 VgL 14, 4—12. 

3 — 1817 Februar: VgL Nr. 3519. 

— 1818 December 12, Graf Brühl an Goethe: fragt an, ob es 
so nicht möglich sei, ,P. u. N.' in Berlin auf die „große Bühne" 
oder auf ein „Gesellschaftstheater" zu bringen (Teichmann 
S. 246); vgl Nr. 3513. 

4 — Januar 4: „Adele Schopenhauer" (Tgb. 7, 2, 9f.); ob dieser 
Besuch sich schon auf die in Nr. 3512 genannte Angelegenheit 

35 bezieht, bleibt dahingestellt.. 

• VgL Z. 24—14, 2. 

• VgL Z. 29-31. 



14 PALÄOPHRON UND NEOTERPE. 1819 

[Januar 14, Weimar.] [3513] 

Werkchen ganz anmuthig wieder vor; 1 dabei macht' 
ich die Bemerkung, daß daran gar nichts weiter zu 
thun sei. Denn dieser Scherz, dessen unschuldigen Ur- 
sprung und heitere Wirkung Sie am besten kennen, 2 & 
gewinnt für den Augenblick etwas Bitteres, da Gelb- 
schnabel und Haberecht, nicht etwa nur innerhalb klein- 
städtischer Phüisterei, sondern in Reichs- und Welt- 
bezirken ihr Wesen treiben und, anstatt einander aus 
dem Wege zu gehen, ein Schutz- und Trutzbündniß io 
mit Einschluß von Naseweis und Griesgram getroffen 
haben. 8 

Sollten Sie also auf irgend einer Privatbühne davon 
Gebrauch machen, so würde ich rathen, das Ganze zu 
lassen, wie es ist, und nur am Ende, da es denn doch i& 
wohl als gelegenheitlich irgend einer verehrten Person 
gebracht wird, die Züge mit wenig Pinselstrichen zu 

verändern. [— 3, 471, 13—24.] 

An den Grafen von BrühL — Br. 31, 59, 1—21. 

Januar 22, Weimar. 3514 20 

[Gegen Abend] Überlegung wegen ,Paläophron und 

Neoterpe'. 4 

Tgb. 7, 8, 26. 

Januar 24, Weimar. 3515 

[Nachmittags] Hofrath Meyer, über ,Paläophron und 25 

Neoterpe* ; . . 
Tgb. 7, 9, 12f. 

Januar 25, Weimar. 3516 

[Vormittags] Kam Hofrath Meyer, ward mit Johlern ö 
die Anstalt zu ,Paläophron' gemacht. 30 

Tgb. 7, 9, 18f. 



1 VgL Nr. 3512. 

* VgL 6, 31. 

« VgL Nr. 3511. 

* VgL Nr. 3517; Entwurf von Schluß HI? 35 

* Tischler Johler, wegen Herrichtung der Bühne in Goethes 
Wohnung; vgl. 15, 8f. 



1819 PALÄOPHBON UND NEOTERPE. 15 

Januar 28, Weimar. 3517 

Da ich nicht das Vergnügen haben kann, meine schönen 
Freundinnen heute Abend zu begrüßen, so will ich nur 
bemerken, was ich mündlich zu eröffnen gedachte: daß 
5 ich wünschte, wir führten ,Paläophron und Neoterpe* 
Mittwoch den 3. Februar in meinem Saale auf zu Ehren 
der Prinzeß Marie und zu Freuden anderer Zuschauer. 
Für Altar, Mäuerchen, Sessel und schickliche Wände- 
verzierung ist gesorgt, 1 nicht weniger für die Masken 
10 der vier stummen Personen. Wegen einiger Proben be- 
reden wir uns noch. Ich hoffe bald wieder präsentabel 
zu sein. 

An die Gräfin Julia v. Egloffstein und Adele Schopenhauer. 
— Br. 31, 71, 4—15. 

# 

15 Januar 31, Weimar. 3518 

Um zwölf Uhr Julie [von Egloffstein] und Adele 

[Schopenhauer] zur Probe. 3 
Tgb. 7, 11, 16f. 

] [Januar Ende bis Februar 3, Weimar.] 3519 

20 Im Februar 1817 [1819] 8 wünschte Goethe meine 

[Frankes] Mitwirkung in ,Paläophron und Neoterpe', 

welches am 7. [3.] in seinem Hause aufgeführt werden 

sollte. . . . Goethe selbst leitete die beiden Proben 4 und 

war dabei von einer außerordentlichen Liebenswürdig- 

25 keit. Er hatte Zeichnungen zur Hand, die genau Maske 

und Costüm jedes Einzelnen angaben. Mich 5 belehrte 

er über Haltung, Gang und Mimik und meinte, im 

Costüm und mit der Maske werde die Sache sich gut 



1 VgL Nr. 3516. 
so * Adele Schopenhauer erzählt ihrem Bruder in einem Briefe, dessen 
Datum ich nicht feststellen konnte: „Er [Goethe] studirte uns 
»Palaophron und Neoterpe* ein, was wir bald darauf in seinem 
Hause gaben" (Düntzer: Abhandlungen 1, 192). 
3 Daß die Zahlen von Jahr und Tag ungenau angegeben sind, 
86 beweisen Nr. 3514—3518. 3520—3525, 
* VgL Nr. 3618. 3520. 
6 Franke stellte den Griesgram dar. 



16 PALÄOPHRON UND NEOTERPE. 1819 

] [Janaar Ende bis Februar 8, Weimar.] [3619] 

machen. Die Vorstellung in Gegenwart mehrerer fürst- 
lichen und vieler andern distinguirten Personen verlief 
günstig. Nach derselben blieben wir Mitwirkenden zum 
Thee. Ich stand bescheiden an der Wand, als mir 5 
Goethe, den ich im Gespräch mit dem Kanzler von Müller 
sah, winkte und mir sagte: „Nun, wir sind zufrieden; 
es war zwar nur eine kleine Rolle, die Ihnen zugetheilt 
worden, aber auch die kleinste bat ihre Wichtigkeit. 
Eigentliche Nebenrollen," fuhr er mehr gegen Müller 10 
gewendet fort, „gibt es nicht, sie sind nothwendige 

Theile eines Ganzen." 

Mit H. Franke und Anderen. — Gespräche 3, 276 f. 
(H. Frankes Aufsatz ,Aus der Goethezeit*, an dem 3, 119, 8 — 10 
genannten Ort S. 281.) 15 

Februar 1, Weimar. 3520 

[Früh] Auf die Aufführung von ,Paläophron und 
Neoterpe* das Nothwendige vorbereitet. Einladung an 
Frau Ober-Hofmeisterin von Hopfgarten. Mit 
Hüttern das Weitere wegen dem kleinen Drama be- 20 
sprochen, das Mäuerchen aufgestellt, anderes besorgt. 

Um 12 Uhr Personal und Statisten. 1 Probe. Verabredung. 
Tgb. 7,11,24—12,4. 

Februar 2, Weimar. 3521 

[Morgens] Kleine Besorgungen für das Festspiel von 25 
morgen. . . . Tapezier Schade wegen der morgenden 

Feier. Requisiten und Kleider vom Theater. 
Tgb. 7, 12, 8f. 11—13. 
Februar 3, Weimar. 3522 

[Vormittags] Vorbereitungen zum Festspiel [Abends] so 

Um sechs Uhr das Festspiel ,Paläophron und Neoterpe* 
zum Geburtstag der Prinzessin Marie. 2 Zahlreiche Ge- 
sellschaft. 

Tgb. 7, 12, 19. 24—26. 



1 VgL Nr. 3519. 35 

8 Mit Schluß HI. Die Rollenbesetzung s. 5, 30—36; vgl Nr. 3519 
und Müller» 8. 26. 



1819 PALÄOPHRON UND NEOTERPE. 17 

Februar 4, Weimar. 3523 

[Vormittags] Erbgroßherzog freundlich wegen gestern. 
Tgb. 7, 13, 4L 
März [Anfang], Weimar. — a. 1, 16, 25. 3524 

6 März 9, Weimar. 3525 

[Nachmittags] Meine Kinder bei der Schopenhauern, 
wo ,Paläophron und Neoterpe*. 
Tgb. 7, 24, 6£. 

1828. 

io ] [Januar zwischen 10 und 10, Weimar.] — 3525 a 

s. Nr. 100 (1, 66). 

Juni 11 (oder 6), Weimar. 3526 

Ist Schubarth fleißig an ,Palaophron und Neoterpe'? 1 

wovon der Namensanklang mir gar sehr willkommen 

15 klingt. Das gleichgenannte Drama war im Jahre 1800 
zum Geburtstage unserer hochgeliebten Herzogin Amalia 
aus dem Stegreif gedichtet und eingelernt, wie es vor- 
schritt. 2 Die Rolle des Alten für Graf Brühl, die der 
Neuen für das allergefälligste ,Wesen geschrieben, das 

20 ich je gekannt habe. Der Graf, vor etlich und zwanzig 
Jahren ab trefflicher Jüngling durch die Maske des 
Bejahrten durchscheinend, und die junge frische Hebe 
paßten sehr gut zusammen, es waren schöne Tage und 
eine glückliche, dem Antiken sich annähernde Vor- 

25 Stellung. Zugleich erschien dieser Versuch als An- 
kündigung der Maskenspiele, die uns mehrere Jahre in 
Bewegung setzten und das Publicum unterhielten. 

Und indem ich nun zu ruhiger Stunde mir solches 
Mittelalter 8 gern wiederhole, so scheinen diese Gebilde 

so abermals wohlthätig auf mich zu wirken. Vielleicht 



1 Titel einer von K. £. Sohubarth herausgegebenen Zeitschrift, 
die seit April 1823 erschien (vgl 2 f 291, 16—32). 

* Vgl Nr. 3486. 

* „solches Mittelalter" hat Goethe eigenhändig geändert aus 
*5 „solche Mittelzeit" (dieses wiederum ist im Conoept von Goethe 

eingesetzt für das ursprünglich diotirte „diese Frühzeit"). 
Orif, Goethe Aber s. Dichtungen T. II, B. 4. 2 



18 PALÄOPHRON UND NEOTERPE. 1823 

[Juni 11 (oder 6), Weimar.] [8526] 

kann ich nächstens zu Gunsten so werther Namens- 
verwandten irgend etwas Nützliches und Erfreuliches 

leisten. 

An Schultz. — Br. 37, 72, 10—73, 3. 5 

][Juli 1, Eger.] 3627 

[Zu 1800.] . . am 24. October, als am Geburtstag der 
Herzogin Amalia, 1 ward im engeren Kreise ,Paläophron 
und Neoterpe* gegeben. Die Aufführung des kleinen 
Stücks durch junge Kunstfreunde 8 war musterhaft zu io 
nennen. Fünf Figuren spielten in Masken, der Dame 
allein war vergönnt, uns in der eigensten Anmuth ihrer 
Gesichtszüge zu ergötzen. 

Diese Darstellung bereitete jene Maskenkomödien vor, 
die in der Folge eine ganz neue Unterhaltung jahrelang is 

gewährten. 3 

Tag- und Jahres-Hefte, 1800. — W. 35, 85, 22—86, 5. 

August zwischen 11 und 21, Marienbad — 3528 

s. 1, 140, 27 f. 

1825. 20 

][? ? Weimar.]* 3529 

,Palaophron und Neoterpe*. 

Maskenverse [Maskenwesen?] in Briefen. 
Eigenhändiger, wieder gestrichener Vermerk auf der Bück- 
seite eines Blattes, das ein Stück des 3, 111, 31 f. genannten 25 
Paralipomenon 5 enthält. — W. 42 (1), 464. 

Januar 12. 13, Weimar. — s. 3, 109, 17. 3530 

April 23, Weimar. — s. 1, 184, 15. 3530a 

][Mai zwischen 10 und 13, Weimar.] 3531 

[Zu 1801.] Am 24. October, als am Jahrstag des so 
ersten Maskenspieles »Paläophron und Neoterpe', 5 



1 Ungenau ausgedrückt, ebenso in Nr. 3531, vgl 3, 37 — 39. 

2 Vgl. 5, 30—33. 

3 Vgl Nr. 3531. 3532. 

4 Auch das Jahr ist zweifelhaft. 35 
* Vgl Z. 32. 



1825 PALAOPHRON UND NEOTERPE. 19 

](Mai zwischen 10 und 18, Weimar.] [8681] 

wurden die ,Brüder* nach Terenz von Einsiedel be- 
arbeitet aufgeführt, . . 1 

Tag- und Jahres Hefte, 1801. — W. 35, 117, 26—118, 1. 

5 ][Mai zwischen 19 und 30, Weimar.] 3532 

[Zu 1803.] Zum neuen Jahre gaben wir ,Paläophron 

undNeoterpe' auf dem öffentlichen Theater. 9 Schon 

war durch die Vorstellung der Terenzischen »Brüder* 

das Publicum an Masken gewöhnt, 8 und nun konnte 

io das eigentliche erste Musterstück seine gute Wirkung 
nicht verfehlen. Der frühere, an die Herzogin Amalie 
gerichtete Schluß ward in's Allgemeinere gewendet, 4 
und die gute Aufnahme dieser Darstellung bereitete den 
besten Humor zu ernsteren Unternehmungen. 

15 Tag- und Jahres-Hefte, 1803. — W. 35, 145, 5—13, 

1826. 

Februar 1, Weimar. — s. 1, 29, 30. 30, 5. 3533 

März 4- 1 

ZT^ : \ Weimar. — s. Nr. 1335. 1336 (2, 325). 3533 a. b 

März 4, ) 

20 März 14, 1 

Weimar. — s. Nr. 1341. 1343. 1355. 3533 c— f 

1358 (2, 328—331). 



März 30, 
April 16, 
April 19, 
Mai 7, Weimar. — s. Nr. 3207 (3, 490 f.). 3533g 



* 1827. 

Januar 27, 
Februar 17, 
Februar 18, 
Februar 19, 
80 Februar 19, Weimar. — s. Nr. 2071 (2, 642). 3533 m 



Weimar. — s. Nr. 247—250 (1, 151). 3533h— 1 



»VgL Nr. 3502. Im ersten Entwurf lautet Nr. 3531: „Am 

Jahrestag von ,Paläophron und Neoterpe' wurden Ein- 

siedels ,Brüder' nach Terenz, das erste öffentliche 

Maskenstück, trefflich vorgestellt" (W. 35,293,13—15). 

85 * Vgl Nr. 3503. 

* Vgl Z. 2 und 10, 10. 18, 14—16. 

* Vgl 1, 3—8. 

2* 



20 PALÄOPHRON U ND NEOTERPE. ^ 1827 

März 12, Weimar. — a. Nr. 251 (1, 161). 3533 n 

März 29, Weimar. — s. Nr. 1470 (2, 388). 3533 o 

März 29, Weimar. — s. Nr. 3208 (3,491). 3533 p 

April 4, Weimar. — s. Nr. 252 (1, 152). 3533 q 

f Prf ! ™ \ Weimar. — a. Nr. 1475. 1478 (2, 390f.). 3533r. s 
April 22, J 

Mai 19, Weimar. — s. Nr. 1484 (2, 395). 3533 t 

t^ !Ü' \ Weimar. — s. Nr. 1494. 1495 (2, 398). 3533 u. v 
Juni 16, J 

August 15, Weimar. — s. Nr. 1513 (2,408). 3533 w 10 

September 18, Weimar. — s. Nr. 64 (1,47 f.). 3533 x 



fr 



} | Weimar. — s. Nr. 66. 67 (1, 48). 3533 y. z 



1828. 

Juni 28, 

October 20, 

October 25, \ i& 

No^ember^l, 1 Weimar. — s. Nr. 2020—2023 (2, 625 f.). 3533a— d 
November 8, J 

1880. 

1 ? September 18, Weimar. 3534 so 

[Früh?] Nebenstehendes: . . . [Sendung] An Hn Julius, 
einen Studirenden aus Berlin, seine Zeichnungen 2 zurück. 
Tgb. 12, 304, 13. 17—19. 



1 — Juli 31, Gustav Julius an Goethe: fragt an, „wie bei der 
Aufführung von ,P. u. N.' am 1. Januar 1803 die Schauspieler 25 
oostümirt gewesen seien" (Tgb. 12, 406). 

* Ob diese eich auf ,P. u. N.' bezogen, ist nicht sicher, doch 
wahrscheinlich. 




Pandora. 

ederkunft*, .Pandon 



Handschrijltn: 1. Reinschrift, voa Riemers Hand, unter dem Titel 
,Pandora's Wiederkunft. Ein Festspiel. 1808'; wahrschein- 

> lieh ans dem Besitz der Erbgroßherzogin Caroline von 

Mecklenburg- Schwerin, geb. Prinzessin Ton Sachsen -Weimar, 

stammend, in der Großherzog liehen Regiertingsbibliothek zu 

Schwerin. 

2. Schema der Fortsetzung, Reinschrift von Goethes Hand, 

io mit der Aufschrift „Pandorens Wiederkunft zweyter Theil. 

C. B. [Carlsbad] d. 18. May 1608"; im Goethe- und Schiller- 
Archiv, (Durch obiges Datum erscheint die Möglichkeit aus- 
geschlossen, daß Goethe das Schema „Zeitein in die Feder 
dictirt" habe, vgl. Hlrzel S. 113); 

li 3. Abschrift der ausführlichen Bühnenanweisung („Der 

Schauplatz") am Eingang der Dichtung; ehemals im Besitz 
des Malers Kaaz, dem Goethe sie „wohl schon 1808 in Karls- 
bad, nicht erst 1809 in Weimar-Jena, gewiß zu einer Land- 
schafts- und Architekturskizze" mitgetheilt hatte (wo jetzt 

» befindlich?). 

4. Abschriften ,.von Phile ro s- Versen und dem kriegerischen 

Hirtensang", von Riemers und Kräuters Hand, „vielleicht 

zn einer Recitation bestimmt" ; im Goethe- und Schiller- Archiv. 

Erster Druck: a. 1808, unter dem Titel .Pandora's Wiederkunft 

*• Ein Festspiel von Goethe', in .Prometheus. Eine Zeitschrift. 

Herausgegeben von Leo v. Seckendorf und Job. Lud. Stoll. 
Wien, in Geist in ger*s Buchhandlung. 1808', und zwar mir 
I. in Heft 1: Vers 1— loa („Lilie, du bist schon dahinl (Er 
entschläft.)-'), mit der Bemerkung „(Die Fortsetzung folgt.)", 

» O. in Heft2: Vera 155—276. 202—402 („Ja doch! ja!"), mit 
der Bemerkung „(Die Fortsetzung folgt.)", was jedoch nicht 
geschah. 



22 PANDORA. 



[Erster Druck.] 

b. 1833, das Schema der Fortsetzung unter dem Titel 
,Pandorens Wiederkunft. Zweiter Theil', im »Programm, 
womit zu dem Frühlings-Examen der Gymnasii zu Hirsch- 
berg 1833 ehrerbietigst einladet Dr. Carl Linge, . . Inhalt. 6 
1. Ueber Goethe's Faust, als Einleitung zu Vortragen darüber. 
Vom Herrn Oberlehrer Dr. K. E. Schubarth. 2. . . . Hirsch- 
berg, gedruckt bei J. S. Landolt', S. 31 f. als <,Epimetrum"; 
in der Vorbemerkung sagt Schubarth: „Für die Aechtheit 
des nachstehenden Entwurfes der Scenen zum zweiten Theil 10 
der ,Pandora<> wie sie der Dichter selbst schematisiert, können 
wir uns verbürgen." 

Zweiter Druck: 1810, Vers 1—1086 (277—291 fehlen) unter dem 
Titel ,Pandora von Goethe. Ein Taschenbuch für das Jahr 
1810. Wien und Triest, in der Geistingerischen Buchhandlung 4 15 
(ohne jede Bemerkung, daß nur ein Theil der ganzen Dichtung 
mitgetheilt wird). Die am Schluß beigehefteten Kupfer 
(„V. Orüner inv. et sc.**) stellen dar: 1. Prometheus mit 
einer Fackel in der Linken, im Hintergrunde hämmernde 
Schmiede vor zwei Höhlen, lodernde Feuer; 2. Epimetheus 20 
sinnend auf seinem Lager sitzend, die im Halbschlummer 
geschaute Pandora neigt sich schwebend über ihn; 3. Epi- 
metheus schützt die vor ihm knieende Epimeleia gegen 
Philero3, der mit hochgeschwungenem Beil auf sie eindringt; 
4. Phileros, dionysisch geschmückt, und Epimeleia, ihn um- 25 
, armend; Eos, über beiden schwebend, im Begriff dem aus 
dem Meere aufsteigenden Helios zu weichen. 

(Der im selben Jahr erschienene Neudruck, mit der Lesart 
„Geistinger'schen", kommt hier nicht Betracht.) 

Dritter Druck: 1817, Werke Cotta* 11, 323—371, Vers 1—1086, 30 
unter dem Titel ,Pandora. Ein Festspiel. Erster Aufzug*. 

Vierter Druck: 1817, Werke Cotta 1 (Ergänzungsband, vgl. 1, 4, 
17—25) 14, 305—353; Titel wie in Druck 3. 

Fünfter Druck: 1830, Werke Cotta 8 40, 371—424, den Schluß der 
Ausgabe letzter Hand bildend; Titel wie in Druck 3. 85 

Sechster Druck: 1836, Werke Q. 1 (2), 574, das Schema unter dem 
Titel ,Pandora. Schema der Fortsetzung 4 . 

Siebenter Druck: 1842, Werke N. 17, 290—293, das Schema; Titel 
wie in Druck 6. 

Weimarer Ausgabe: 1900, W. 50, 295—344 und 450—460; Titel 40 
wie in Druck 3 und 6; voran gehen: Reineke Fuchs, Her- 
mann und Dorothea, AchiUels. — Vgl. GJ. 22, 297. 



1806 PANDORA. 23 

1 1806. 

Juli 27, Karlsbad. 3535 

[Morgens] Frau von Brösigke und Frau von Levetzow 

(Pandora).* 
5 Tgb. 3, 147, 10f. 

Juli 31, Karlsbad. 3536 

Flucht der Pandora. 8 

Tgb. 3, 150, 13. 

1807. 

10 ? Mai 7, Weimar. 3537 

Vielleicht führt uns das gute Glück und ein ver- 
nünftiger Vorsatz bald wieder zusammen, und wir finden 
uns im Stande etwas in Gesellschaft zu arbeiten. 4 
An Zelter. — Br. 10, 322, 14—17. 



15 * Über die Zeit vor 1806 und Goethes Studium von Heynes 
Schrift über den Kasten des Cypselus (nach dem Pausanias, 
Gottingen 1770), die Goethe 1801 Juni 6 (richtiger wohl Juni 3 
oder 4) bis 1802 März 31 aus der Weimarer Bibliothek entlieh, 
vgL Morris 1, 277—270. 

20 * Das eingeklammerte Stichwort scheint zurückzudeuten auf längere 

Beschäftigung mit dem Stoff der Dichtung; vgL, außer Z. 25 f. 

und Nr. 3536, Suphan im GJ. 21, 31, Morris 1, 272, dagegen 

U. v. Wilamowitz-Möliendorff im GJ. 19, 6 * Anm. 2. 

— Juli 28, Goethe an seine Frau: „Gestern begegneten mir 

25 ganz unerwartet Frau von Brösigke und ihre Tochter, . . Frau 
von Levetzow ist reizender und angenehmer als jemals. Ich 
bin eine Stunde mit ihr spazieren gegangen und konnte mich 
kaum von ihr losmachen, so artig war sie, und so viel wußte 
sie zu schwatzen und zu erzählen" (Br. 19, 165, 24—166, 10). Vgl 

so auch Nr. 3663. 

8 Erlebniß mit Frau von Levetzow? oder eilige Abreise derselben? 
vgl Nr. 3535 und Morris 1, 273. 

4 — August 28, Goethe aus Karlsbad an Reinhard: „Indessen hat 
das mir so freundlich verehrte schöne Kästchen [enthaltend eine 
85 kleine Reisebibliothek französischer Olassiker in Sedezausgaben, 
▼gl. Tgb. 3, 240, 8 f.] sioh gegen mioh als eine Pandorenbüchse 
in gutem Sinne verhalten" (Br. 19, 398, 10—12), d. h. als eine 
„Kypeele", vgl Morris 1, 283 Anm. 



24 PANDORA. 1807 

August 30, Karlsbad 3538 

Recht von Herzen sei es Ihnen gedankt, . . daß Sie 
mich so tief in Ihr Wesen, in Ihren Zustand hinein- 
sehen lassen. 1 Es ist wirklich etwas Prometheisches in 
Ihrer Art zu sein, das ich nur anstaunen und verehren 5 
kann. Indessen Sie das kaum zu Ertragende gefaßt 
und gelassen tragen und sich Plane zu künftiger erfreu- 
licher und schaffender Thätigkeit bilden, habe ich mich 
wie ein schon über den Kocyt Abgeschiedener verhalten 

und an dem letheischen Flusse wenigstens genippt. 10 
An Zelter. — Br. 19, 404, 6—15. 

October 25, Weimar. 3539 

Nach Tische Hr Leo von Seckendorf , der mit Dr. Stoll 

von Wien gekommen war. Über das neue Journal, das 

sie herausgeben wollen. 9 15 

Tgb. 3, 288, 19—22. 

October 31, Weimar. 3540 

Nach Tische zu Hause und verschiedenes überlegt; 

unter andern die Wünsche der Wiener betreffend. 8 

Tgb. 3, 290, 28—291, 2. 20 

November 11, zwischen Weimar und Jena. 3541 

Goethe trug mir [Riemer] eines Morgens, den 11. No- 
vember 1807 auf der Reise nach Jena, die ganze Idee 

1 Vgl Zelters Brief vom 6. — 8. August, besonders G. -Zelter 1, 
272—274. 25 

— October 12: Graf Paiffy an Goethe (SdGG. 18, 49, 18-50, 7). 

— October 23: Vgl Tgb. 3, 287, 27 f. 

2 VgL Nr. 3540 und die sachlich zumTheil hierher gehörige Nr. 3661. 

— October 28 und 30: VgL Tgb. 3, 290, 1—4. 15 f. 

3 VgL Nr. 3539. 30 

— In dem von Goethe als Tgb. benutzten Kalender hat 
Riemer auf dem Durohschuß-Blatt nach der letzten October- 
Seite, jedenfalls in Goethes Auftrag folgende Adressen vermerkt : 
„An des Herrn Grafen Ferdinand von Paiffy k. k. Kämmerer 
Hochgeboren. An die Redaction des Prometheus unter Ein- 35 
Schluß An Buchhändler Kummer in Leipzig; auf das Couvert 
kommt der Beisatz: (W. J. Pr.)" f d. h. vermuthlich: Wiener 
Journal Prometheus (Tgb. 3,420); vgl. Nr. 3561. 

— November 6: VgL Tgb. 3, 293, 3. 



1807 PANDORA. 2ö 

[November 11, swisehen Weimar and Jen«.] [8541] 

und Tendenz seines Gedichts [,Pandora'] so umständ- 
lich und ausführlich vor, daß es mir leid that, sie nicht 
auf der Stelle niederschreiben zu können, sowohl um 
5 ihn künftig daran zu erinnern, wenn er davon ab- 
kommen sollte, als auch um die kleinen anmuthigen 
Züge und Ausschmückungen nicht zu verlieren, die 
einen augenblicklich improvisirten Vortrag vor dem mit 

Reflexion und Bedenklichkeit abgefaßten auszeichnen. 
10 Mit Riemer. — Gespräche 2, 191 (Riemer 2, 696). 

? November 14, Jena. 3542 

[Früh] Verschiedenes imaginirt und vorbereitet. 1 
Tgb. 3, 296, 13. 

November 19, Jena. 3643 

is Nach Tische las mir [Riemer] Goethe den Anfang 
von ,Pandorens Wiederkunft' vor. 8 

Mit Riemer. — Riemers Tagebuch (Deutsche Revue 11(1), 67). 
November 19, Jena. 3644 

Meine Arbeiten gehen ganz sachte fort. An einigem, 
w was ich vorbereite, werden auch Sie, verehrte Freundin, 
Theil nehmen können. 

An CharL v. Stein. — Br. 19, 461, 13—16. 
November 19, Jena. 3646 

[Früh] ... an dem Vorspiel »Pandorens Wiederkunft*. 
« Tgb. 3, 297, 24f. 

November 20, Jena. 3646 

[Früh] ,Pandorens Wiederkunft*. 
Tgb. 3, 298, 6. 
November 21, Jena. 3647 

so [Früh] ,Pandorens Wiederkunft*. Phileros. 
Tgb. 3, 298, 18. 
November 23, Jena. 3648 

[Früh] ,Pandorens Wiederkunft*. 
Tgb. 3, 299, 3. 

3* i VgL JEpoe 1, 363, 34—364, 27. 

— November 17: Vgl. Tgb. 3, 297, lOf. 
9 Vgl Nr. 3646 und Riemer 2, 696. 



26 PANDORA. 1807 

November 27, Jena. 3649 

[Früh] An ,Pandorens Wiederkunft'. 1 
Tgb. 3, 301, 4. 
November 28, Jena. 3550 

[Früh] »Pandoras Wiederkunft*. 5 

Tgb. 3, 301, 21. 
November 29, Jena. 3551 

[Früh] ,Pandoras Wiederkunft'. 2 
Tgb. 3, 302, 3. 
November 30, Jena. 3552 10 

[Früh] ,Pandoras Wiederkunft*. 
Tgb. 3, 302, 9. 

December 1, Jena. 3553 

[Früh] ,Pandora8 Wiederkunft*. 

Tgb. 3, 302, 19. 15 

December 2, Jena. 3554 

[Früh] ,Pandoras Wiederkunft'. 8 
Tgb. 3, 303, 3. 
December 5, Jena. 3555 

[Früh] ,Pandora8 Wiederkunft*. 20 

Tgb. 3, 304, 6. 
December 8, Jena. 3556 

[Früh] ,Pandoras Wiederkunft*. Ersten Abschnitt 

[Vers 1 — 154] durchgegangen. 4 

Tgb. 3, 305, 9f. 25 

December 11, Jena. 3557 

[Früh] Verschiedenes durchgedacht. »Wiederkunft der 

Pandora*. ... 

Tgb. 3, 306, 11 f. 

1 — November 27: Vulpius an Nik. Meyer (GJ. 4, 332). 30 

2 „Vom 29. [November] an schrieb ich [Riemer] mehrere Tage 
hinter einander an dem, was er jedesmal fertig hatte und mir 
dictirte. Doch gerieten diese Morgenbeschäftigungen bald in 
Stocken, da» vom 2. December an, Zaoharias Werner ein neues 
Interesse in die Jenaischen Cirkel brachte und duroh die Vor- 35 
lesung seiner Sonette, Romanzen und Dramen auch Goethen 
zu gleichen und ähnlichen Produotionen anregte' 4 (Riemer 2, 596). 

» Vgl. Z. 33—37. 

* — December 10: K. Bertuch an Böttiger (GJ. 10, 152). 



1807 PANDORA. 27 

[Deoember 12, Jena.] 3558 

1 Die Hoffnung verspricht er sich noch unter dem 

griechischen Namen Elpore glücklich auszumalen. 
Mit EnebeL — Knebel-Henriette S. 318 f. 

5 ? December 12, Jena. 3550 

[Früh] Überlegung verschiedener zunächst zu fördern- 
der Dinge. 

Tgb. 3, 306, 241 

? December 13, Jena. 3560 

io [Früh] Mit kleinen poetischen Dingen und sonstigen 

Betrachtungen beschäftigt. 9 
Tgb. 3, 307, 3 f. 

Deoember 16, Jena. 3561 

[Früh] Briefe, nebenstehende. . . . An Hn Grafen 

" Pal ff y, k. k. Kämmerer in Wien, einschließlich der 

Anfang der ,Pandoras Wiederkunft' [Vers 1 — 154] an 

die Redactoren des »Prometheus'. 8 
Tgb. 3, 308, 10. 13—16. 

December 17, Jena. 3562 

20 Abends um Sechs zu Frommann, wo Seebeck und sie 
war. Anfang [Vers 1 — 154] der ,Pandora* vorgelesen. 4 
Tgb. 3, 308, 27 f. 

1 Die Vorlesung, von der Knebel seiner Schwester am 15. De- 
cember schreibt, fand nach Düntzer: Erläuterungen 17, 67 am 
*5 12. Statt, unter dem Goethes Tgb. weder ihrer noch überhaupt 
Knebels gedenkt (dagegen Deoember 11: „Um 5 Uhr zu Knebel", 
Tgb. 3, 306, 161); Knebel schreibt: „Goethe hat mir kürzlich 
einen einsamen Abend geschenkt, wobei er mir ein neues Gedicht 
von ihm, das er wahrscheinlich erst hier angefangen, ,Pandorens 
90 Wiederkunft', vorgelesen hat. . . . [Folgt die obige Äußerung 
Goethes.] . . . 

Habe indeß die Güte und laß Dir von diesen guten Geheim- 
nissen noch niohts vermerken, und bitte auch die liebe Prinzeß 
[Caroline] darum" (Knebel-Henriette S. 318 f.). 
S5 a _ December IS; Vgl Z. 231 
» VgL 24, 31—38. 

4 Gleichzeitig Riemers Tagebuch: „Abends mit Goethe zu From- 
mann. Las Goethe seine ,Pandora' vor, . ." (Deutsche Revue 
11(1)67.) 
*o — December 17: Knebel an seine Schwester (Knebel- Henriette 

S. 320). — Adam Müller an Goethe (GJ. 9, 48). 



28 PANDORA. 1807 

December 22, Weimar. 3563 

[Früh] ,Pandoras Wiederkunft*. [Vor Mittag] Bei 

Durchlaucht der Prinzeß [Caroline]: über Werner und 

seine Werke. 1 

Tgb. 3, 309, 22f. s 

1808. 

Januar 3, Weimar. 3564 

[Früh] An ,Pandorens Wiederkunft' geschrieben. 
Tgb. 3, 312, 11. 
Januar 4, Weimar. 3565 10 

[Früh] An »Pandoras Wiederkunft'. 9 
Tgb. 3, 312, 19. 
Januar 8, Weimar. 3566 

[Früh] , Wiederkunft der Pandora*. 

Tgb. 3, 313, 10. 15 

Januar 11, Weimar. 3567 

Ich habe mich in allerlei Arbeiten versenkt, . . 
An F. H. Jacobi. — Br. 20, 5, 3f. 
? Januar 11, Weimar. 3568 

[Früh] Lange im Bette. Das Nächste durchdacht. 3 20 
Tgb. 3, 314, 3. 
Februar 15, Weimar. 3569 

[Früh] ,Pandorens Wiederkehr* zweite Abtheilung 

[Ver 155— ? ] für Wien. 

Tgb. 3, 318, 6. 25 

1 Auch Vorlesung von Vers 1 — 154, vgl Z. 29 f. 

— December 23, Henr. v. Knebel an den Bruder: „Goethe 
kam gestern Vormittag zu uns [Prinzessin Caroline] und war 
sehr liebenswürdig. Er las uns einen kleinen Anfang seiner 
,Pandora' vor, der uns außerordentlich interessirt" (Knebel- so 
Henriette S. 321). — L. v. Seckendorf an Goethe (SdGG. 18, 
51, 4—15). 

— December 30: Vulpius an Nik. Meyer (GJ. 4, 333). 

— Sachlich gehört zu 1807 und 1808 Nr. 3661. 

2 — Januar 5: K. Bertuch an Böttiger (GJ. 10, 152). ss 
8 — Januar 25: Knebel an J. P. F. Richter (K. T. Gaedertz: 

Bei Goethe zu Gaste, Leipzig Georg Wigand 1900, S. 228 f.). 

— Januar 31: A. W. Schlegel an Goethe (SdGG. 13, 173). 

— Februar 6, Geistinger an Goethe: bittet dringend um die 
Fortsetzung (SdGG. 18, 351); vgl Nr. 3571. 40 



1808 PANDORA. 29 



Februar 16, Weimar. 3570 

[Früh] ,Pandorens Wiederkehr'. 1 
Tgb. 3, 318, 12. 
Februar 17, Weimar. 3571 

5 [Früh] . . Absendung des 2. Manuscripts von ,Pan- 
doras Wiederkunft*. [Brief an] Geistinger in Wien, 
»Pandoras' zweite Sendung [Vers 155 — ? ]. * 
Tgb. 3, 318, 16—18. 

Februar 19, Weimar. 3572 

io [Früh] Die ersten drei Aushängebogen von »Prome- 
theus*. 8 

Tgb. 3, 318, 23. 
Februar 22, Weimar. 3573 

Mittags allein. Über das Weitere von ,Pandoras Wie- 
15 derkunft*. 4 

Tgb. 3, 319, 3 f. 
März 10, Weimar. 3574 

Beistehende Briefe. . . . An Hn Geistinger in Wien, 
dritte Portiunkel [Vers ? —402] von »Pandoras Wie- 
20 derkunft*. 6 

Tgb. 3, 322, 10. 12f. 

1 Gleichzeitig Riemers Tagebuch: „Früh eine zweite Sendung von 
,Pandorens Wiederkunft* abgeschrieben" (Deutsche Revue 
11 (4), 22). 
25 2 Gleichzeitig Riemers Tagebuch: „Bei Goethe. Briefe und Ab- 
sendung des 2. Manuscripts zum »Prometheus* " (Deutsche Revue 
11 (4), 22); vgl 28, 39t 
3 Darin Druck 1 von Vers 1—154. In der von Stoil verfaßten 
„Einleitung" der neuen Zeitschrift heißt es: „. . allerdings 
30 scheint der Zeitpunct einer neugepflügten Welt — nicht mit 
ihrem leise hinwandelnden Friedenspflug, mit der ungestümen 
Lanze Bellonens aufgerissen, der fruchtbarste zu sein, jene herr- 
liche Pflanze des Himmels: rein menschliche Sohönheit, 
auf Erden gedeihen zu machen". 
35 * Zu ergänzen ist etwa: „nachgedacht" oder „mit Riemer ge- 
sprochen". 
— März 9: Riemer an Frommann (Riemer-Frommann S. 114). 
6 — März 12, Riemer an Frommann: „Sie erhalten . ., nebst 
schönen Grüßen von Goethe das erste Heft des «Prometheus' 
40 wegen der folgenden Aufsatze; . ." (Riemer-Frommann S. 115.) 



30 PANDORA. 1808 

März 19, Jena. 3576 

[Nachmittags] Verschiedene Besuche; auch bei Knebel, 
dem ich »Pandorens Wiederkunft' vorlas. 
Tgb. 3, 323, 19—21. 

März 22, Weimar. 3576 5 

Goethe . . kam gestern [März 22] zu uns [Prin- 
cessin Caroline] . . Aber die ,Pandora' hatte er nicht 
bei sich, sondern will sie in acht Tagen bringen. 1 

Mit Henriette v. KnebeL — Knebel-Henriette S. 331 (Brief 
an Knebel, März 23). 10 

März 29, Weimar. 3577 

[Vor Mittag] . . zur Prinzeß Caroline. - 
Tgb. 3, 325, 15 f. 

? April 20, Weimar. 3578 

[Früh] Verschiedenes Bevorstehendes durchgedacht. is 
Tgb. 3, 329, 10. 

April 24, Jena. 3579 

Früh erwacht. ,Pandoras Wiederkunft*. . . . [Nach- 
mittags] In' s Paradies mit Meyer. Pandorisches und 
andres. 8 20 

Tgb. 3,330,5. 9 f. 

April 25, Jena. 3580 

[Früh] ,Pandora«. 
Tgb. 3, 330, 12. 

April 26, Jena. 3581 25 

Mir geht es ganz gut. Ich habe schon etwas ge- 
arbeitet, worüber ich mich freue, weil dießmal die 

Pause gar zu lang war. 

An s. Frau. — Br. 20, 51, 1—3. 



* VgL Z. 34 f. 30 

— März 22, Knebel an Goethe: Wirkung von Goethes Vor- 
lesung auf ihn (G. -Knebel 1, 323); vgl. Nr. 3575. 

2 Vorlesung, vgl. Z. 8. 34 f. 

— März 30, Henr. v. Knebel an den Bruder: über die Vor- 
lesung am 29. (Knebel-Henriette S. 331.) 35 

— April 18: Reinhard an Goethe (G. -Reinhard S. 25 f.). 
8 Vgl. Epos 1, 3W, 30-34. 



1808 PANDORA. 31 



April 26, Jena. 3582 

Ich habe einiges gearbeitet. 
An 8. Frau. — Br. 20, 61, 18t 

April 26, Jena. 3583 

6 [Früh] ,Pandora*. 
Tgb. 3, 330, 18. 

April 27, Jena. 3584 

[Vormittags] ,Pandora'. . . . Nach Tische mit Meyer. 
Ausbildung, Gewahrwerden verschiedner Motive und 
10 ihrer Behandlung. 1 

Tgb. 3, 330, 24—27. 

April 28 (?), Jena. 2 3585 

. . da Du uns [Knebels] noch etwas aus dem ,Pro- 

metheus' oder vielmehr der ,Pandora* vorzulesen ver- 

15 sprechen hast, so möchten wir Dich doch bitten, uns 

noch einen halben Tag — aber vom Mittag an — zu 

schenken. Du brächtest selbst Dir ein paar werthe 

Gaste mit und erhöhest uns das Fest des angehenden 

Mai. s 
20 Mit Knebel und dessen Frau. — G. -Knebel 1, 325 (Knebel 

an Goethe, 1808 April 30). 

April 28, Jena. 3586 

[Früh] ,Pandora*. Andre Schemata. 4 
Tgb. 3, 331, 1. 

ö April 29, Jena. 3587 

An meiner ,Pandora* habe ich etwas gearbeitet und 

will sehen, ob's möglich ist, eh' ich weggehe, den Wienern 



1 Auf die «Wahlverwandtschaften 4 bezüglich? 

2 Das Versprechen, an das Knebel Goethen hier mahnt, wird 
so dieser wahrscheinlich am 28. Abends gegeben haben, als er sich 

bei Knebels (nach der Epos 2, 895, 19 f. genannten Vorlesung) 
verabschiedete. 
* Goethe konnte Knebels Wunsch nicht erfüllen, nahm am 30. 
Abends von ihm Abschied (vgl. Tgb. 3, 331, 14) und reiste Mai 1 
u nach Weimar zurück; vgL auoh Nr. 3591. 
4 Zu den »Wahlverwandtschaften* oder »Wilhelm Meisters Wander- 
jahren 1 . 






32 PANDORA. lg08 

[April 29, Jena.] [8687J 

eine Sendung auszufertigen, woran mir in mehr als 
Einem Sinne viel gelegen ist. . . . 

Ich will noch einige Tage zusehen, wie es mit meiner 

Arbeit geht. * 

An s. Frau. — Br. 20, 53, 6—10. 19f. 

April 29, Jena. 3588 

Indem ich vermelde, daß es mir gelungen ist, das 
Fandorische Wesen und Unwesen einigermaßen fort- 
zuschieben, so ersuche ich Sie, mir das Schema zu io 
sechsfüßigen Trochäen, wie sie die Alten gebraucht, 
durch die Boten zu senden. Ich habe das Unglück der- 
gleichen immer zu vergessen. Auch wünschte ich, daß 
Sie sich für Karlsbad mit .altem und neuem Prosodischen 
rüsteten, theils zu theoretischen, theils zu praktischen 15 
Zwecken. 

An Riemer. — Br. 20, 54, 7—15. 

April 29, Jena. 3589 

[Früh] ,Pandora'. Mittag zu Hause. Die Motive der 

,Pandora' durchgesprochen. 1 20 

Tgb. 3, 331, 8f. 

Mai 1, Weimar. 3590 

Mittags allein [Goethe und Riemer] zu Tische. Über 

,Pandora', die Motive, 30 an der Zahl, subdividirt 90, 

und dergleichen. 9 25 

Mit Riemer. — Riemers Tagebuch (Deutsche Revue 11 (4), 25). 



1 Mit H. Meyer. 

2 „. . obschon Goethe am 1. Mai dreißig Motive specificirte, 
welche subdividirt neunzig geben würden, so verzögerte sich 
doch die Ausführung in der Badezeit durch Abhaltungen aller 30 
Art, nicht wenig aber auch durch die antiken Sylbenmaße, welche 
Goethe auf seine Weise zu versuchen sich gemuthet fühlte, ohne 
daß sie ihm so geläufig gewesen wären, wie die Anmuth des 
Gedichts verlangte" (Riemer 2, 597); vgl. Nr. 3595. 

— Mai 3 t Knebel an Goethe: bittet um die Zeitschrift ,Pro- 35 
metheus' (G. -Knebel 1, 325); vgl Nr. 3591. 3592. 



1 



1808 PANDORA. 33 

][Mai 3 oder 4, Weimar.] 3591 

Du erhältst hierbei den Prometheus', 1 theile ihn den 

Freunden mit, doch sorge, daß ich ihn gewiß heut über 

acht Tage wiederkriege: denn ich möchte ihn doch mit 

5 nach Karlsbad nehmen. . . . 

Ich will sorgen, daß du das dritte Stück ,Prometheus' 
auch nach meiner Abreise erhältst. Sende es nur gleich 
an Vulpius, den Übersender, zurück. Auch in diesem 
nimm die näher schreitende ,Pandora' freundlich auf. 8 
io Es ist ein herzliebes 8 Kind, das ich gut auszustatten 
gedenke. 

An Knebel. — Br. 20, 68, 14—18. 59, 4—9. 
Mai 4, Weimar. 3592 

[Brief] An Hn von Knebel nach Jena, die zwei 
15 eisten Stücke des »Prometheus* [Nr. 3591]. 
Tgb. 3, 332, 18t 
Mai 12, Pößneok. 3593 

[Früh] Um */** Uhr von Weimar weggefahren. . . . 
[Nachmittags] Gegen halb fünf Uhr in Fößneck, . . 
20 Im goldenen Löwen logirt. Die Scene zwischen Pro- 
metheus und Epünetheus, die Schilderung der Fandora, 
vollendet und vorgelesen. 4 
Tgb. 3, 334, Iß. 22. 24—26. 
Mai 13, Hol — s. 2, 166, 2f. 3593a 

25 Mai 16, Karlsbad 3594 

Nach Tische an ,Pandorens Wiederkunft'. 5 
Tgb. 3. 336, 18 f. 
Mai 17, Karlsbad. 3595 

[Vormittags] An ,Fandorens Wiederkunft*. . . . Abends 
so den Ghotekschen Weg.* Über Metamorphose und deren 

1 VgL Nr. 3592. 

2 Heft 3 der Zeitschrift brachte jedoch nichts von der Fortsetzung. 

3 VgL 37, 33—36 und Biedermann: Erläuterungen S. 114. 

4 Gleichzeitig Riemers Tagebuch: „In Pößneok . . Arbeitete Goethe 
86 an der ,Pandora* und las mir die Scene von Pandorens Schil- 
derung [Vers 597—678] vor" (Deutsche Revue 11 (4), 26). 

* Ebenso Riemers Tagebuch (Deutsche Revue 11 (4), 26). 
8 Vgl. 34, 8 f. 
Grtf, Goethe über i. Dichtungen T. n, B. 4. 3 



34 PANDORA. 1808 

[Mai 17, Karlsbad.] [3595] 

Sinn; Systole und Diastole des Weltgeistes, aus jener 
geht die Specification hervor, aus dieser das Fortgehn 
in's Unendliche. Abends zu Hause. Die Choriamben 
und den Jonicus a minori [mit Riemer] besprochen. 1 5 
Tgb. 3, 336, 23 f. 26—337, lf. 
Mai 17, Karlsbad. 3596 

Nach Tische metra für Goethe. Abends mit ihm den 
Chotekschen Weg. Über ,Pandora': über Systole und 
Diastole des Weltgeistes. „Jene gibt die Specification, 10 
diese das Unendliche. In der Natur sei das Unmög- 
liche, daß nichts nicht werde: das Leben sei gleich da." 
Aus der ,Pandora' das Soldatenlied [Vers 900—939] 
mitgetheilt. 2 

Mit Riemer. — Riemers Tagebuch (Deutsche Revue 11 (4), 15 
27. — Gespräche 2, 211). 
Mai 18, Karlsbad. 3597 

Früh . . An ,Pandorens Wiederkunft'. 8 . . . [Nach- 
mittags] An der ,Pandora'. 4 

Tgb. 3, 337, 4f. 7. 20 

Mai 19, Karlsbad. 3598 

[Morgens] Zu Hause an der ,Pandora'. . . . Nach 

Tische ,Pandora*. 

Tgb. 3, 337, 15. 18. 
Mai 20, Karlsbad. 3599 25 

Früh am Schloßbrunnen. Hernach an der ,Pandora'. 5 

. . . Nach Tische ,Pandora*. 
Tgb. 3, 337, 24—26. 

1 VgL 32, 31—34. 

2 VgL Nr. 3595. 30 

— Mai 17: Caroline Herder an Knebel (Knebels Naohlaß II 

2, 105). 
8 Niederschrift des von diesem Tage datirten eigenhändigen Schemas 

des Zweiten Theils? vgl. 21, 9—14. 
4 Gleichzeitig Riemers Tagebuch: „Nach Tische . . »Pandora*. 35 

Wieder metrisch durchgegangen und metra aufgezeichnet 44 

(Deutsche Revue 11 (4), 27). 
6 Gleichzeitig Riemers Tagebuch: „Früh das Ende des 1. Acts 

der »Pandora 444 (Deutsche Revue 11 (4), 27). 



1808 PANDORA. 35 



Mai 21, Karlsbad. 3600 

[Morgens] »Pandora*. 
Tgb. 3, 338, 5. 

Mai 22, Karlsbad. 3001 

5 [Morgens] ,Pandora*. 
Tgb. 3, 338, 14. 

Mai 23, Karlsbad. 3602 

[Früh] Pandorens Abschied. 1 
Tgb. 3, 338, 20t 

10 Mai 24, Karlsbad. 3603 

[Vormittags] Das gestrige Pensum von ,Pandora' 
dictirt. 

Tgb. 3, 338, 27 f. 

Mai 25, Karlsbad. 3604 

15 [Vormittags] Die neuen Scenen in der ,Pandora* durch- 
gegangen im Metrischen. 
Tgb. 3, 339, 61 

Mai 26, Karlsbad. 3605 

[Vormittags] ,Pandorens Wiederkunft* und einige ge- 
20 zeichnete landschaftliche Stellen überlegt. Hermanns 
Metrik.» 

Tgb. 3, 339, 13—15. 
Mai 27, Karlsbad. 3606 

[Vormittags] Abschluß des ersten Theils von ,Pandorens 
25 Wiederkunft*. Verschiedenes Rhythmische [mit Riemer] 
besprochen. 

Tgb. 3, 339, 23—25. 
Mai 28, Karlsbad. 3607 

[Früh] Am Schloßbrunnen. Auf dem Ghotekschen 
so Weg. Vorzüglich noch ,Pandora\ Das Gleiche noch zu 
Hause fortgesetzt. 

Tgb. 3, 339, 28—340, 2. 



1 Etwa Vers 761—780? 

* VgL Epos 1, 99, 24 — 26. In dem von Riemer geschriebenen 
35 Verzeiohniß „Inhalt des Ersten Kastens" (den Goethe mit nach 
Karlsbad nahm) sind außer Hermanns Werk genannt: Vossens 
«Zeitmessung 4 und Moritzens »Prosodie* (vgl; Tgb. 3, 420),- 

3* 



36 PANDORA. 1808 

Mai 29, Karlsbad. 3608 

[Vormittags] An ,Pandorens Wiederkunft 4 einiges recti- 

ficirt. 1 

Tgb. 3, 340, 161 
Juni 13, Karlsbad. 3609 5 

Abschluß der ,Pandora'.* 
Tgb. 3, 346, 13. 
Juni 15, Karlsbad. 3610 

[Vormittags] Briefe und Absendungen bereitet. . . . 

An Dr Stoll nach Wien, »Pandorens Wiederkunft* bis io 

zum Abschied der Eos [Vers ? —1086]. 
Tgb. 3,347, 18f. 21t 
Juni 22, Karlsbad. 3611 

Sind Ihnen die beiden ersten Hefte des Wiener ,Pro- 
metheus' zur Hand gekommen, so haben Sie ja auch 15 
wohl meiner Pandora einen günstigen Blick geschenkt. 
Im fünften oder sechsten Stück 8 werden Sie dieses 

hübsche Kind näher kennen lernen. 
An Zelter. — Br. 20, 86, 9—14. 
Juni 22, Karlsbad. 3612 20 

Da Ihnen der Wiener »Prometheus* in die Hände 
kommt, so darf ich Ihnen wohl meine Pandora nicht 
empfehlen. Sie ist mir eine liebe Tochter, die ich 
wunderlich auszustatten gedrungen bin. 4 

An K. F. v. Reinhard. — Br. 20, 94, 19—22. 25 

1 Vgl Epos Nr. 647 (1, 365). 

— Juni 8, Stoll an Goethe: „. . . Die letzte Sendung der 
»Pandora 4 haben wir noch zurück behalten, um dem Publicum 
denn ein Mehreres mit einmal zu geben** (SdGG. 18, 52, 8 — 15. 
53, 11—13. 18—20). so 

— Juni 9, L. v. Seckendorf an Goethe: „Die 3. Soene aus 
,Pandoras Wiederkunft* ist noch nicht abgedruckt, da ich 
gern dem allgemeinen Wunsche des hiesigen Publicums nach* 
geben und es nicht zu sehr vereinzeln möchte. loh wage daher 
die Bitte um baldige Fortsetzung . .<< (SdGG. 18,56, 16—22.) 35 
VgL Nr. 3610. 

* — Juni 14: Charl. Schiller an Goethe (GJ. 4, 257). 
8 Vgl. Z. 27—35. 

4 „gedrungen bin" hat Goethe im Concept eigenhändig eingesetzt 
für das ursprüngliche „gedenke". 40 



1808 PANDO RA. 37 

Juni 26, Karlsbad. 3613 

[Abends] Um sieben -Uhr zu Frau von Eybenberg. 
,Pandoren8 Wiederkunft* gelesen. 1 

Tgb. 3, 363, 2—4. 
6 ][Juni Ende oder Juli 1, Karlsbad.] 3614 

[Im Juli] Agenda . . . »Pandora* nach Weimar. 2 . . . 
Notizcatender 1808. — Tgb. 3, 42L 
Juli 2, Karlsbad. 3615 

Gearbeitet habe ich indessen manches. Zuvörderst 

w brachte ich das Pandorische Drama wenigstens zu einem 

gewissen Hauptabschnitt. Ich hoffe, die Wiener sollen 

diesen Theil bald gedruckt umhersenden. Vielleicht 

kommt es Dir auch früher als Manuscript in die Hände. 8 

An KnebeL — Br. 20, 106, 14-19. 

15 Juli 2, Karlsbad. 3616 

Da ich eben Gelegenheit finde, ein Packet wegzusenden, 
so schicke ich ,Pandorens Wiederkunft 4 bis zu einem 
Abschnitte. 4 Eigentlich sollte dieser Theil ,Pandorens 
Abschied' heißen; und wenn es mir so viel Mühe macht, 
so sie wieder herbei zu holen, als es mir machte, sie fort- 
zuschaffen, so weiß ich nicht, wann wir sie wieder 
sehen werden. 

Communiciren Sie dieses Bändchen unserer lieben 
Prinzeß [Caroline] mit meinen besten Empfehlungen. 
£5 Ich freue mich schon wieder auf die Zeit, da ich der- 
gleichen werde vorlesen und anderes mittheilen können. 
An CharL v. Stein. — Br. 20, 109, 8—18. 

1 — Juni 30, Stoll an Goethe: über den Empfang der letzten 
Sendung (vgL Nr. 3610) und über Mißhelligkeiten mit dem Ver- 
so leger der Zeitschrift »Prometheus*, Geistinger (SdGG. 18, 57, 
4—58,19); vgL Nr. 3619. 

* VgL Nr. 3616. 3617. 

— Juli J, Riemer an Frommann: „Die ,Pandora< ist bis zur 

Hälfte dem »Prometheus* zugeführt [vgL Nr. 3610], und Sie 

35 werden sich für das schöne Kind gar besonders noch interessiren" 

(Riemer- Frommann S. 123) ; Hindeutung auf Wilhelmine Herzlieb ? 

VgL 33, 10. 

* Von Weimar aus duroh Knebels Schwester, vgL Z. 23 f. 

* Bis Vers 1086. 



38 PANDORA. 1808 

Juli 3, Karlsbad. 3617 

[Vormittags] Briefe . . An Frau von Stein, mit 

,Pandorens Wiederkunft* [Nr. 3616]; . .* 
Tgb. 3, 356, 20 f. 

August 2, Karlsbad. 3618 & 

[Morgen*,] Um zehn Uhr zu den Curländerinnen.« 
[Vorgelesen] ,Pandorens Wiederkehr* 1. Theil. Effecte 
der einzelnen Stellen. 3 
Tgb. 3, 367, 5—7. 
August 3, Karlsbad. — s. Nr. 1088 (2, 169). 3618a 10 

? August 3, | Karlsbad . _ 8# Nr# 1089# 109 o (2, 1691). 3618 b. c 
? August 12, J ' 

August 12, Karlsbad. 3619 

Seckendorfen will ich schreiben. Er und Stoll 

machen ein schlechtes Zugpaar aus. 4 Ich fürchte, der is 

Prometheus' sehe Karren bleibt darüber stecken. 
An Mar. v. Eybenberg. — Br. 20, 139, 12—15. 

August 16, Karlsbad. 3620 

Haben Sie Dank, daß Sie meine scheidende Pandora 
so gut aufgenommen. Ich wünsche der Wiederkehrenden 20 
zu seiner Zeit dasselbe Glück. Daß Sie einzelne Stellen 
ausgezeichnet, hat mir viel Vergnügen gemacht. Das 
Ganze kann nur auf den Leser gleichsam geheimnißvoll 
wirken. Er fühlt diese Wirkung im Ganzen, ohne sie 
deutlich aussprechen zu können, aber sein Behagen und 25 



1 — Juli 12, Zach. Werner an Goethe: hält Epimetheus für sein 
„Portrat" (SdGG. 14, 11). 

— Juli 13, Zelter an Goethe: hat angefangen zu componiren, 
bittet dringend um schnelle Mittheilung der Fortsetzung. „Es 
ist eine Pein, sich solche Dinge wie Erbsen in den Topf zahlen 30 
zu lassen" (G. -Zelter 1, 323). 

— ][Juli 2. Hälfte:] CharL v. Stein an ihren Sohn Fritz 
(Düntzer: Stein 2, 291 f.). 

2 FrL von Knabenau, Hofdame der Herzogin von Curland, nebst 
den FrL Stock und Bounecke (vgl. Tgb. 3, 446). 35 

* VgL Nr. 3620. 

4 Als gemeinsame Herausgeber der Zeitschrift »Prometheus*, vgl 
37, 29f. 



1808 PANDORA. 39 

[August 16, Karlsbad.] [3620] 

Mißbehagen, seine Theilnahme oder Abneigung entspringt 
daher. Das Einzelne hingegen, was er sich auswählen 
mag, gehört eigentlich sein und ist dasjenige, was ihm 

5 persönlich convenirt. Daher der Künstler, dem freilich 
um die Form und um den Sinn des Ganzen zu thun 
sein muß, doch auch sehr zufrieden sein kann, wenn 
die einzelnen Theile, auf die er eigentlich den Fleiß 
verwendet, mit Bequemlichkeit und Vergnügen auf- 

10 genommen werden. 1 

An Chart, v. Stein. — Br. 20, 140, 14—141, 4. 

August 19, Karlsbad. 3621 

Betrachtet man es recht genau, so kleidet ein freund- 
liches Ja eine liebenswürdige Elpore nicht allein, son- 
is dem wirklich jedermann, und das Nein ist ein ver- 
drießliches Wort, bei dessen Aussprache man noth wendig 
das Gesicht verzerren muß. 8 

An Dor. v. Knabenau. — Br. 20, 166, 8 — 12. 

September 14, Jena. 3622 

so Abends zu Knebel. Über mancherlei litterarische 

Neuigkeiten, . . ,Pandora', Silbenmaße u. s. w. 3 
Tgb. 3, 386, 13—16. 



1 Vgl 38, 7 f. 

— ] August 18, Riemer an Heinrich Voß: „Goethe . . ist den 
25 Sommer über auf mancherlei Weise thätig gewesen. Die Pandora 

wird nun wohl bald wiederkehren" (GJ. 11, 269). 

2 VgL Vers 347—402. 

3 — September 24, L. v. Seckendorf an Goethe: ,.. . ich bin jetzt 
in Streit mit ihm [dem Verleger Geistinger] über die noch nicht 

so abgedruckte Fortsetzung der , Pandora*. Geistinger behauptet, 
sie bezahlt zu haben, and will das Ganze auf eigne Rechnung 
abdruoken lassen . . ." (SdGG. 18, 62, 12-23.) 

— October 3, Geistinger an Goethe: sendet Heft 5 und 6 des 
»Prometheus*, bittet um Zusendung dessen, was ihm [an Druck- 
st handschrift] nooh zukomme (SdGG. 18, 352). 

— October IS, L. v. Seckendorf an Goethe: „Geistinger macht 
noch Ansprüche auf den Best des Manuscripta der »Pandora'. 



40 PANDORA. 1808 

November 8, Weimar. 3623 

E. Hochw. auf verschiedene Anfragen zu antworten 
verschob ich immer, weil ich einige Hefte des ,Pro- 
metheus' zu erhalten hoffte. Diese sind nun zwar an- 
gelangt, 1 allein ich finde die Fortsetzung der ,Pandora c s 
nicht darin, welche doch dieser Zeitschrift ganz be- 
sonders gewidmet war. Freilich konnte nichts Schlimmeres 
begegnen als die Entzweiung der Redacteurs, wenn die 
Redaction und der Verleger nicht ganz einig sind. Ich 
wünsche gar sehr, daß Sie ein so schönes und in manchem io 
Sinn bedeutendes Institut möchten erhalten können. 
Was mich betrifft, so kann ich keinen sonderlichen Bei- 
stand zusagen: denn ich bin durch so mancherlei Er- 
eignisse in meinen Arbeiten dergestalt gestört worden 
und zurückgekommen, daß ich kaum weiß, wo ich zu- 15 
erst wieder anknüpfen soll. 

An L. v. Seckendorf. — Br. 20, 207, 14—208, 5. 

December 26, Weimar. 3624 

Abends bei Wolzogen. Vorlesung von ,Pandorens 
Wiederkunft* zur Hälfte. 20 

Tgb. 3, 407, 27—408, 1. 

1809. 

][Nach October 10, ?] 3626 

[Zu 1807. 1808. — Im ältesten biographischen Schema 
heißt es unter] 25 

1807: . . . ,Pandorens Wiederkunft* . . . 
1808: . . . »Pandorens Wiederkunft* . . . 

Karlsbad. ,Pandora' . . . 
W. 26,363,30. 34 f. 364,1. 



Dieß habe ich nicht geduldet Ieh bin bereit, ihn für das, was so 
er echon bezahlt hat, zu entschädigen, sobald die Fortsetzung 
des .Prometheus 4 [als dessen neuer Verleger Cotta in Aussieht 
genommen war] zu Stande kommt; wenigstens habe ich darauf 
bestanden, Ihre Entscheidung abzuwarten 4 ' (SdGG. 18, 64, 5 — 11). 
1 Vgl. 39, 33 f. 35 



1810 PANDORA. 41 

1 1810. 

Mai 11, Jena. 3626 

Begegnen Sie ,Pandoren', die, wie ich höre, ihre Reise 
von Wien nach Leipzig macht, 1 so erzeigen Sie sich 
& diesem geliebten Kinde freundlich. 

An CharL y. Stein. — Br. 21, 291, 1—3. 

?Juli 15, Karlsbad. 3627 

Mittags Zelter zu Tische; musikalisches und rhyth- 
misches Interesse. 1 
10 Tgb. 4, 140, 9f. 

Juli 16, Karlsbad. 3628 

[Vormittags] Kam Zelter. Blieb derselbe zu Tische. 
Über »Prometheus*. 8 
Tgb. 4, 140. 14 f. 

15 Juli 18, Karlsbad. 3629 

[Vormittags] Zelter. Mit ihm über »Prometheus*. 4 

Derselbe zu Tisch. 
Tgb. 4, 140, 26 f. 

][Juli 19, Karlsbad] 3630 

20 Ein kleines Heft von mir, unter dem Titel: ,Pandora, 
ein Taschenbuch', ist in Wien gedruckt worden. Eigent- 
lich ist es der erste Theil eines wunderlichen Dramas. 
Mögen und können Sie sich hineinlesen, so werden Sie 
es nicht ganz umsonst gethan haben. 

ss An Sartorius. — Br. 21, 354, 14—18. 

Juli 22, Karlsbad. 3631 

In Wien ist ein kleines Heft von mir, unter dem 

Titel: ,Pandora, ein Taschenbuch', gedruckt worden. 



1 Druck 2, der vom Verlagsort jetzt zur Messe nach Leipzig ge- 
io schickt wurde. 

* Wahrscheinlich kam schon hier Zelters Composition der ,P.' 
zur Sprache, wie am 16. und 18. 

* Diese Bezeichnung für ,Pandora' (auch in Nr. 3629 und 3657) 
erklart sich wohl daraus, daß Zelter sich zunächst mit der Com- 

tf poeition der ersten Prometheus-Scene beschäftigen mochte (Ge- 
sänge der Schmiede und Hirten). 

* VgL Z. 33— 3a 



42 PANDORA. 1810 



[Juli 22, Karlsbad.] [8631] 

Eigentlich ist es nur ein Theil eines Dramas von wunder- 
barem Inhalt und seltsamer Form. Ich empfehle es 
Ihnen. Vielleicht kostet es einige Mühe sich hinein 

zu lesen, die aber nicht ganz ohne Frucht bleiben wird. 1 & 
An K. F. v. Reinhard. — Br. 21, 365, 7—13. 

August 8, Teplitz. 3632 

[Vormittags] . . zu Zelter, der seine Gompositionen 
aus der ,Pandora' spielte. . . . Abends zu Hause mit 
Zelter. Musikalische und politische Unterhaltung. 8 io 
Tgb. 4, 146, 2f. 6—8. 

August 20, Teplitz. 3633 

[Vormittags] Bei Zelter. ,Pandora'. 8 
Tgb. 4, 148, 16. 

August 29, Teplitz. 3634 15 

[Brief] An Prof. Zelter nach Berlin, ,Pandora'. 4 
Tgb. 4, 150, 18 f. 

September 3, Teplitz. 3635 

Mittag bei Frau von Berg. Die lyrischen Stellen aus 
,Pandora* gelesen. 6 20 

Tgb. 4, 151, 8—10. 



1 — Juli 28, Zelter von Prag aus an Goethe: über seine Arbeit 
an der Composition (G. -Zelter 1,411 f.). 

— August 3: Reinhard an Goethe (G. -Reinhard S. 91). 

8 — August 10: Knebel an Goethe (G. -Knebel 2, 13). 25 

3 Zelter arbeitete zur Zeit unter Anderem an der Composition 
von Vers 789—812 (vgL G. -Zelter 1, 453). 

— August 25, Zelter an Goethe: bittet, ihm seine in Teplitz 
hegen gelassene ,Pandora' baldigst nachzusenden (G. -Zelter 1, 414) ; 
vgl Nr. 3634. 3639. 3657, sowie 50, 23—26. 30 

* VgL Z. 28f. 

6 Auch am IL, 14. und 15. vermerkt Goethe Vorlesungen, aber 
nicht deren Gegenstände (Tgb. 4, 152, 24. 153, 12. 17) ; daß sich 
unter ihnen ,P.' befunden hat, beweist 48, 5—9 (vgL auch 
Chronik dWGV. Band 14 Nr. 9 S. 17 f.), wahrscheinlich fand 35 
diese Vorlesung September 15 Statt, unter dem Goethes Tage- 
buch nur vermerkt: ,,. . bei Fürstin Solms, um l Uhr vor- 
gelesen, . ." (Tgb. 4, 153, 16f.), vgL 43, 23—25. Goethe überließ 



1810 PANDORA. 43 

October 31, Weimar. 3636 

Als ich [Riemer] Goethe zur Fortsetzung der ,Pan- 

dora' ermunterte, 1 sagte er: Wenn er seine Schätze 

heben wolle, so versänken sie immer wieder zurück, 

s und er sähe die glühenden Kohlen gar nicht mehr, die 

sich ihm verlöschten. 

• Mit Riemer. — Gespräche 2, 336 (Briefe von und an Goethe 
S. 338). 

November 18, Weimar. 3637 

io Lassen Sie mich doch bald wissen, wie es der ,Pan- 

dora' ergeht, oder was Sie sonst zu bearbeiten sich 

vorgenommen. 2 

An Zelter. — Br. 21, 418, £— 5. 

1811. 

15 Januar 22, Weimar. 3638 

Daß meine ,Pandora' in Ihnen den Wunsch erregt 
hat, sich wieder einmal mit mir zu unterhalten, freut 
mich sehr. Ich erinnerte mich dabei eines schmeicheln- 
den Vorwurfs, den mir einst ein Jugendfreund 8 machte, 

so indem er sagte: Das, was Du lebst, ist besser, als 



der Fürstin das bei der Vorlesung benutzte Exemplar von 
Druck 2. 

— September 15, Riemers Tagebuch: „Holte mich Goethe ab 
zur Prinzeß Solms, . . . Trug sie mir auf, Goethe zur Fort- 

25 setzung der ,Pandora' zu reizen, . •" (Deutsche Revue 12 (4), 44.) 
— Frau v. Levetzow (vgl Nr. 3535. 3536) hat „als dazu be- 
sonders berechtigt" brieflich Goethen einmal zur Fortsetzung 
der ,P.' aufgefordert (wann? vgL GJ. 8, 166 f.). 

— September 16, Riemers Tagebuch: „Goethe hat in der 
30 ,Pandora' die Naturschreie (les cries de nalvre) getroffen, die 

auch gleich anerkannt und verstanden werden 44 (Deutsche Revue 
12 (4) 44). 

1 VgL Z. 23—25. 

2 — December 17 (nicht 19), Reinhard an Goethe: habe ,Pandora' 
35 (Druck 2) erhalten, „allein, ich weiß nicht, durch welches Ver- 
sehen des Buchdruckers, nur die vier ersten Bogen" (G. -Rein- 
hard S. 99) ; vgl Nr. 3638. 

»Merck (?). 



44 PANDORA. 1811 

[Januar 22, Weimar.] [MSB] 

was Du schreibst; und es sollte mir lieb sein, wenn 
es noch so wäre. Jenes Werkchen ist freilich etwas 
lakonisch zusammengearbeitet; aber nicht des Buch- 
händlers, sondern meine Schuld ist es, daß Sie nur s 
vier Bogen davon erhalten haben: denn die übrigen 
sind noch nicht gedruckt, ja noch nicht einmal ge- 
schrieben. 1 

An t F. v. Reinhard. — Br. 22, 21, 5—16. 
Februar 28, Weimar. 3639 10 

Daß die gute »Pandora* etwas zaudern würde, wenn 
sie wieder nach Hause käme, * glaubte ich vorauszusehen. 
Das Leben in Teplitz war zu dieser Arbeit gar zu 
günstig, 8 und Ihr Sinnen und Trachten darauf so an- 
haltend und aus dem Ganzen, daß eine Unterbrechung is 
nothwendig auch eine Pause hervorbringen mußte. Doch 
lassen Sie es nur gut sein; es ist schon so viel daran 
gethan, daß das Übrige, bei gelegener Zeit, wohl von 

selbst hervortreten wird. 4 

An Zelter. — Br. 22, 47, 18—26. 20 

April 3, Weimar. 3640 

[Früh] ,Pandora'. 5 
Tgb. 4, 195, 18. 
April 17, Weimar. 3641 

Zum Schlüsse will ich nicht vergessen, Sie auf eine 25 
kleine Arbeit von mir, ,Pandora', aufmerksam zu machen. 

1 — Februar 16, Zelter an Goethe: An der Composition sei seit- 
her „so viel als gar nichts geschehen" (G. -Zelter 1, 424). 

* Vgl 42, 28f. und Nr. 3634. 

3 Vgl Nr. 3632. 3633. so 

* — März 21: Gerning an Goethe (Knebels Nachlaß II 2, 121 f. 
und GJ. 6, 120). 

6 Nahm Goethe, etwa veranlaßt durch die bevorstehende Reise 
des Ehepaares Wolff nach Berlin (vgl. Nr. 3641), die Dichtung 
wieder einmal vor und verfaßte bei dieser Gelegenheit die Strophe 85 
des dritten Hirten, Vers 277 — 291 ? (Düntzer erzählt in seinen 
Erläuterungen 17, 73: „In Weimar bemächtigten sich der Schau- 
spieler Wolff und dessen Gattin des Stüokes und trugen es zu 
Goethes Freude vor", wo und wann? Vgl 45, 3 — 5.) 



1811 PANDORA. 45 



[April 17, Weimar.] [8041] 

Es ist ein etwas abstruses Werkchen, welches durch 

mündlichen Vortrag gehoben werden muß. Herr Wolff 

und seine Frau werden sich ein Vergnügen daraus 

s machen, Sie einen Abend damit zu unterhalten. 1 
An Sara v. Grotthaß. — Br. 22, 76, 18—24. 

Juni 25, Karlsbad. — 8. Nr. 1129 (2, 102).* 3642 

Juni 26, Karlsbad. 3643 

So möge Ihnen denn auch auf irgend eine Weise 

io belohnt werden, was Sie an der ,Pandora c thun. Wenn 
ich den Antheil hätte voraus sehen können, den Sie 
an dieser Arbeit nehmen, so hatte ich den Gegenstand 
anders behandelt und ihm das Refractäre, was er jetzt 
für die Musik und für die Vorstellung hat, zu benehmen 

15 gesucht. Nun ist es aber nicht anders. Fahren Sie 
fort, wie es Ihnen gemüthlich ist, und ich will sehen, 
ob ich an die Ausführung des zweiten Theils kommen 
kann. Ausgedacht und schematisirt ist alles. Allein 
die Gestalten selbst sind mir etwas in die Ferne ge- 

20 treten, und ich verwundre mich wohl gar über die 
titanischen Gestalten, wenn ich in den Fall komme, 
wie mir gestern geschah, 4 etwas daraus vorzulesen. 

... Im August erwarten wir die Niederkunft der 
Hoheit; im September Ifflands und im October Brizzis 

& Wiederkunft. Leider komme ich mir in allen diesen 
Fällen wie eine Doppelherme vor, von welcher die eine 
Maske dem Prometheus, die andre dem Epimetheus 



1 Sie reisten April 18 ab, um in Leipzig und Berlin aufzutreten; 
vgl 44, 37—39. 
» * — Mai 23, Zelter an Goethe: beriohtet über die Fortschritte seiner 
Composition; von dem, was er vor zwei Jahren in Musik gesetzt 
habe (vgL Nr. 3627—3633), könne er „nichts gebrauchen"; fragt 
an: „wie die Erscheinung der Eos auf dem Theater vor sich 
geht" (G.-Zelter 1, 453); vgl Nr. 3643. 
w » Vgl. Z. 20—22. 
* VgL 2, 192, 12f. 



46 PANDORA. 1811 

[Janl 26, Karlsbad.] [8648] 

ähnlicht, und von welchen keiner, 1 wegen des ewigen 
Vor und Nach, im Augenblick zum Lächeln kommen kann. 
An Zelter. — Br. 22, 117, 20—118, 9. 19—26. 

December 30, Weimar. 3644 5 

Darf ich nun noch eine Bitte hinzufügen, die aus 

dem Epimetheischen Wunsche entspringt, das vergangene 

Werthe so viel ab nur möglich festzuhalten. 9 

An die Prinzessin von Solms-Braunfels. — Br. 22, 234, 
10—13. io 

1812. 

Juli 21, Teplitz. 3645 

[Vormittags] In dem Gartensaale vorgelesen 8 aus 
,Pandora', der ,Neue Pausias'. 4 

Tgb. 4, 304, 27 f. 15 

November 12, Jena. — s. 1, 8, 22. 3646 

1813. 

März 10, Weimar. — s. Nr. 11 (1, 11).* 3646a 

1814. 

April 4, Weimar. — s. Nr. 3387 (3, 560). 3647 20 

Mai 8, Weimar. — s. Nr. 3467 (3,591). 3647 a 

Mai 22, Berka. — s. 1, 305, 22—24. 3648 

Juli 18,] 

Juli 19, | Weimar. — s. Nr. 3508 b— 3508 d. 3648 a— c 

Juli 20, J 

][December 26? Weimar.] — s. 1, 8, 12. 3649 



25 



1 Vgl Br. 22, 438. 

8 Goethe bat um Beitrage für seine Autographen-Sammlung. Die 

Anspielung auf Epimetheus dürfte dadurch veranlaßt sein, daß 

die Adressaten in ihrem (nicht bekannten) Schreiben von ,P.' 30 

gesprochen hatte ; vgL 42, 37—43, 25. 
3 Vor der Kaiserin Maria Ludovica von Oesterreioh (vgl. SdGG. 

17, 43, 15—17, Charlotte Schiller 3, 335). 
* —7 Octcber 21: Charl. Schiller an Goethe (GJ. 4, 275). 
6 —/ [November 27:] Goethe an J. A. F. John (Br. 24, 48, 35 

16-49,5). 



1815 PANDORA. 47 

1815. 

Februar 20, Weimar. — s. 1, 13, 17. 1 3660 

December 6, Weimar. — 8. Nr. 16 (1, 13 f.). 3660a 

1816. 

5 ][Augu8t 2. Hälfte, Tennstedt.] 3651 

An Cotta. 
1. Meiner Werke [Cotta 4 ] eilfter Theil. 

2 

Eigenhändiges Schema zu Nr. 3652. — Br. 27, 403. 
io September 2, Tennstedt 3652 

. . erlauben Sie, daß ich das, was uns zunächst an- 
geht, punctweis berühre. 
I. Meiner Werke [Cotta*] eilfter Band 2 folgt 

hierbei, . . . 
15 An Cotta. — Br. 27, 160, 3—6. 

December [6 oder] 10, Weimar. — s. 1, 92, 9f. 3653 

1817. 

April 17, Jena, — s. 3, 98, 27 f. 3654 

April 28, Jena. — ß. Nr. 1189 (2, 241). 3654 a 

so 1818. 

][0ctober 4 oder 5, Weimar.] — s. 48, 10—13. 3655 

][0ctober 13, Weimar.] — s. Nr. 1199 (2,248f.). 3656a 

1810. 

März [Anfang], Weimar. — s. 1, 16, 30.* 3656 

u 1820. 

Juli 9. Jena. 3657 

Meinen vorigen Brief hab' ich mit einer Geschichte 4 

geendigt, diesen will ich mit einer andern anfangen. 

Du erinnerst Dich vielleicht, daß mein »Prometheus* 5 



so 1 — October 24: Knebel an Goethe (G. -Knebel 2, 175). 

* Darin die Vorlage zu Druck 3. 

8 — December 11: Seebeck an Goethe (Naturw. Corraspondenz 
2, 330) ; vgl Nr. 4587. 

* 8. Epos Nr. 1609 (2, 944). 

35 * Vielmehr »Pandora« (vgl 41, 33—36). 



48 PANDORA. 1820 

[Juli », Jena.] [8667] 

zuerst in Wien in Taschenformat herauskam ; ich hegte 
ihn damals, als wir in Teplitz beisammen waren, noch 
im treuen Sinne, und Du nahmst gleichen Theil daran. 1 
Die Herzogin von Cumberland, von einer schweren s 
Krankheit genesend, wünschte einiges vorgetragen, und 
ich nahm eben diesen »Prometheus* als das Liebste und 
Nächste, sie hatte große Freude dran, und das Exemplar 
in Taschenformat überließ ich ihr. 9 

Nun, bei unserem letzten Zusammentreffen, * sprach 10 
sie von jener Zeit und von dem Gedicht und wünschte 
sich ein so kleines Exemplar für eine Freundin, das 
ich denn freilich selbst nicht mehr hatte. Nun bin 
ich so glücklich gewesen, ein solches verlornes Schäfchen 
in Karlsbad wiederzufinden, 4 bestimmte es ihr sogleich, is 
muß es nun aber erst binden lassen, daß es durch die 
schönsten aller Hände durchzugehen einigermaßen würdig 
sei. Da sie Dir von mir so oft gesprochen, 6 so dächt 9 
ich, es wäre artig, wenn ich es durch Dich an sie ge- 
langen ließe. Sage nichts davon, melde mir aber Deine 20 
Sinnes- und Willensweise. 



Vorstehendes hegt schon lange bei mir; . . indessen 
ist das oben gemeldete Büchlein fertig gebunden, und ich 
schick' es geradezu, Du wirst es schon zu bestellen wissen. 6 
An Zelter. — Br. 33, 105, 21—107, 3. 25 



1 Vgl Nr. 3632—3634. 

* Vgl 42, 32—43, 26. 

* In Weimar, 1818 Ootober 4 oder 5 (vgl. Tgb. 6, 249, 23 f. 
28—260, 2). 

4 Etwa 1820 Mai 26, im Laden des Buchhändlers Cuno in Karls- so 
bad? (vgL Tgb. 6, 177, 26 f.) 

* VgL G. -Zelter 3, 94 f. 100. 

6 Das Exemplar enthielt eine eigenhändige Widmung Goethes ; 
die Herzogin schenkte es nicht jener Freundin (vgL Z. 12), 
sondern behielt es selbst; vgL G. -Zelter 3, 123. 127 f. M 

— Juli 21 und 29: Zelter an Goethe (G. -Zelter 3, 123. 127 f.). 



1820 PANDORA. 49 



Juli 9, Jena. 3658 

[Früh?] Nebenstehende Expeditionen ausgefertigt: 
. . . [Brief] An Zelter nach Berlin, inliegend ,Pandora* 
für die Herzogin von Cumberland [Nr. 3657]. l 

5 Tgb. 7,193,28. 194, 7 f. 

Ootober 26, Jena. 3659 

Nun aber ersuche ich Dich um Deine Compositum 
zu dem famosen Bekenntniß der Epimeleia! 2 Pro- 
metheus' taucht gerade wieder einmal in Weimar auf; 3 
10 man erfreute sich an dem Gedanken, daß Du Dich 
einmal damit abgegeben habest. Itzt ersuche ich nur 
um gedachtes Einzelne; magst Du mehr senden, so 
wird es auch freundlichst willkommen sein. 4 
An Zelter. — Br. 33, 322, 20—323, 2. 

i* 1821. 

Februar 18, Weimar. 3660 

[Epos Nr. 1691 (2, 962).] 

Dieses ist denn doch das höchst Beizende eines sonst 
bedenklichen Autor-Lebens, daß man seinen Freunden 
20 schweigt und indessen eine große Conversation mit ihnen 
nach allen Weltgegenden hin bereitet. 

Der Musiker ist in demselben Fall, er muß sich aber 
anders benehmen wie gewisse Freunde, die weder die 



1 — September 24 — 28, Jena: Sohubarth soll nach Düntzer (Er- 
25 läuterungen 17, 76) bei seinem Besuch in Jena von Goethe das 

„Zeltern in die Feder dictirte" Schema des Zweiten Theils er- 
halten haben; daß dieß nicht der Fall gewesen sein kann, be- 
weist der 2, 282, 27 — 39 mitgetheilte Brief Schubarths an Goethe. 
„Erst nach seinem [Goethes] Tode muß Schubarth sich, wohl 
so durch Eckermann, eine Abschrift des Schemas verschafft haben" 
(Erich Schmidt, W. öO, 456). 

2 Vers 491—568; vgL Nr. 3660. 

3 Wie ist das zu verstehen? (An Goethes Drama »Prometheus* 
darf man doch wohl nicht denken, vgl Nr. 3715. 3716.) 

35 * — November 18: Charl. Schiller an Knebel (Charl. Schiller- 
Knebel S. 511). 
Qr&f, Goethe Aber 8. Dichtungen T. II, B. 4. 4 



50 PANDORA. 1821 

[Februar 18, Weimar.] [8660] 

Reuetöne zarter Magdalenen, * noch den Appell an das 
allgemeine Weltgenie * ihren stillen Abwesenden zu Oute 
kommen lassen. 8 

An Zelter. — Br. 34, 130, 7—15. 5 

1828. 

] [Januar zwischen 9 und 23, Weimar.] 3661 

[Zu 1807 und 1808.] 4 Als das wichtigste Unternehmen 6 
bemerke ich jedoch, daß ich ,Pandorens Wieder- 
kunft' zu bearbeiten anfing. Ich that es zwei jungen 10 
Männern, vieljährigen Freunden, zu Liebe, Leo von 
Seckendorf und Dr. Stoll; beide von litterarischem 
Bestreben, dachten einen Musenalmanach in Wien heraus 
zu fördern; er sollte den Titel »Pandora* führen, 6 und 
da der mythologische Punct, wo Prometheus auftritt, 15 
mir immer gegenwärtig und zur belebten Fixidee ge- 
worden, 7 so griff ich ein, nicht ohne die ernstlichsten 
Intentionen, wie ein jeder sich überzeugen wird, der 
das Stück, so weit es vorliegt, aufmerksam betrachten mag. 



i Vera 491—568, vgL Nr. 3659. 20 

2 Die gleichfalls erbetene Composition des Gedichts ,Veni Creator 
Spiritus 4 . 

3 — Februar 24, Zelter an Goethe: könne das Gewünschte (vgl. 
Nr. 3659. 3660) nicht senden, das in Teplitz Componirte (vgL 
Nr. 3632—3634) erscheine ihm alles „kalt und gleichgültig«*, 25 
müsse es neu machen (G.-Zelter 3, 174). 

— 1822 Januar 27—31: Schubarth an Goethe (2, 282, 27—39). 
* Vgl. Epos 1, 464, 33—36, 

6 Im Vergleich zu den unmittelbar vorher genannten, weniger 
wichtigen beiden Dichtungen (s. Nr. 3998). 30 

6 Vielmehr den Titel »Prometheus* ; die irrige Bezeichnung „Musen- 
almanach" statt „Zeitschrift" beruht auf Verwechselung mit 
Druck 2, der als »Taschenbuch für das Jahr 1810* erschien; 
übrigens vgL Nr. 3539. 

7 Statt „gegenwärtig — geworden" hat eine der Handschriften: 35 
„lebendig und zu einer immerfort belebten fixen Idee geworden". 



1823 PANDORA. 51 

H Januar swtochen und 28, Weimar.] [8061] 

,Pandoras Wiederkunft 1 war schematisirt, und die 
Ausführung geschah nach und nach. Nur der erste 
Theil ward fertig, zeigt aber schon, wie absichtlich 
s dieses Werk unternommen und fortgeführt worden. 

,Pandora' sowohl als die »Wahlverwandtschaften* drücken 
das schmerzliche Gefühl der Entbehrung aus, und 
konnten also neben einander gar wohl gedeihen. ,Pan- 
dorens' erster Theil 1 gelangte zu rechter Zeit gegen 
10 Ende des Jahrs [1807] nach Wien; das Schema der 
Wahlverwandtschaften' war weit gediehen, 2 und manche 
Vorarbeiten theilweise vollbracht. 

Tag- und Jahres-Hefte, 1807. — W. 36, 26, 23—27, 6. 
27—28, 2. 10—16. 

15 August zwischen 11 und 21, Marienbad. — s. 1, 150, 8. 3662 

[September 1. Hälfte, Böhmen.] 3663 

Mir ist das All, ich bin mir selbst verloren, 
Der ich noch erst den Göttern Liebling war; 
Sie prüften mich, verliehen 8 mir Pandoren, 
so So reich an Gütern, reicher an Gefahr; 

Sie drängten mich zum gabeseligen Munde, 
Sie trennen mich, und richten mich zu Grunde. 
(Marienbader) Elegie, Vers 133—138. — W. 3, 26. 

October 21, Weimar. 3664 

** Ich [Eckermann] war diesen Abend bei Goethe. Wir 
sprachen über die ,Pandora'. Ich fragte ihn, ob man 
diese Dichtung wohl als ein Ganzes ansehen könne, 
oder ob noch etwas Weiteres davon existire. Er sagte, 
es sei weiter nichts vorhanden, 4 er habe es nicht weiter 



» 1 Vielmehr nur die ersten 154 Verse, vgl Nr. 3561. 

* Vgl, dagegen Epos Nr. 647 (1, 365) und Epos 1, 464, 33—36. 

3 Ursprünglich „sie sandten 4 *. 

4 d. h. ausgeführt (wegen des Schemas zum zweiten Theil vgl 
21, 9—14. 34, 18. 33 f.). 

4* 



52 PANDORA. 1823 

lOctober 21, Weimar.] [8664] 

gemacht, und zwar deßwegen nicht, weil der Zuschnitt 
des ersten Theiles so groß geworden, daß er spater 
einen zweiten nicht habe durchführen können. Auch 
wäre das Geschriebene recht gut als ein Ganzes zu 5 
betrachten, weßhalb er sich auch dabei beruhiget habe. 

Ich sagte ihm, daß ich bei dieser schweren Dichtung 
erst nach und nach zum Veratändniß durchgedrungen, 
nachdem ich sie so oft gelesen, daß ich sie nun fast 
auswendig wisse. Darüber lächelte Goethe. „Das glaube io 
ich wohl," sagte er, „es ist alles als wie in einander 
gekeilt." 

Ich sagte ihm, daß ich wegen dieses Gedichts nicht 
ganz mit Schubarth zufrieden, der darin alles das ver- 
einigt finden wolle, was im ,Werther*, , Wilhelm Meister*, is 
,Faust' und , Wahlverwandtschaften' einzeln ausgesprochen 
sei, * wodurch doch die Sache sehr unfaßlich und schwer 
werde. 

„Schubarth", sagte Goethe, „geht oft ein wenig tief; 
doch ist er sehr tüchtig, es ist bei ihm alles prägnant." * 20 
Mit Eckermann. — Gespräche 4, 295 f. (Eckermann 1, 45). 

1825. 

Januar 12. 13, Weimar. — s. 3, 111, 10. 3665 

Juni 18, Weimar. 3666 

E. W. halten sich überzeugt, daß ich das Geschäft «s 
des Grammatikers in seinem ganzen Umfang zu schätzen 
weiß, und daß ich mir gern erst von ihm die Erlaubniß 
erbitte, als Poet mich einiger Freiheiten bedienen zu 
dürfen. Haben Sie die Gefälligkeit, Ihre Bemühungen, 
die mir so sehr zu Gute kommen, weiter fortzusetzen, 8 so 



1 Vgl die Epos 1, 467, 14—39 angeführte Stelle aus Schubarths 
Werk ,Zur Beurtheilung Goethes*. 

2 Vgl 2, 249, 4—9. 

3 Goethe sendet mit diesem Briefe die in Nr. 3667 genannten 
Bände zur Durchsicht (wegen letzterer vgl 1, 29, 31 — 35). 35 



1825 PANDORA. 53 

[Juni 18, Weimar.] [8606] 

und so werden wir uns zu rechter Zeit mit Freuden 
am Ziele sehen. 

An Göttiing. — Br. 39, 230, 9—17. 

5 Juni 18, Weimar. 3667 

[Brief an] Hn Prof. Göttiing dahin [nach Jena], 

elften und zwölften Band meiner Werke [Cotta*; 

Nr. 3666]. 1 

Tgb. 10, 70, 3 f. 

io 1826. 

Februar 1, Weimar. — s. 1, 31, 15. 3668 

Mai 18, Weimar. 3669 

[Nachmittags] Dr Eckermann, . . Sein Verfahren mit 
den jungen Engländern und ihrem Führer. 2 Mit dem 
« letztern liest er die ,Pandora' und behauptet mit ihm 
durchzukommen. 

Tgb. 10, 193, 9—13. 

1827. 

Februar 21, Weimar. 3670 

20 [Früh] Revision des zwölften Bandes 8 meiner Werke 
[Cotta 8 ] vorgenommen. 
Tgb. ll,24,3f. 

Juni 6, Weimar. — s. Nr. 60 (1, 46). 3670a 

Juni 21, Weimar. 3671 

25 [Vor Mittag] Einiges am zwölften Bande 4 der neuen 

Ausgabe meiner Werke [Cotta 8 ]. 
Tgb. ll,74,4f. 

JuT 31 Weimar - ~" 8 - Nr - 6L 62 t 1 » 47 )' 3671a * b 

so 1828. 

April 5, Weimar. — 8. Nr. 2096 (3, 16). 3671c 



1 — Juli 12, Göttiing an Goethe: sendet Band 11. 12 der Werke 
Cotta* durchgesehen zurück (vgL Nr. 3666. 3667). 

* Cromie? (vgL Tgb. 10, 189, 20). 

35 ' Spater Band 40; vgl 1, 29, 38—30, 34. 31, 15. 

* VgL Z. 35. 



54 PANDORA. 1829 

1820. 

October 17, Weimar. 3672 

[Morgens] Auf die zwei letzten Lieferungen [Band 
31—40 der Werke Cotta 8 ] Bezügliches. 

Tgb. 12, 140, 28—141, 1. & 

October 18, Weimar. 3673 

[Vormittags] . . Vorarbeiten zu der achten Lieferung 

[Band 36—40 Cotta 8 ]. Mittag Dr Eckennann. Wurde 

diese Angelegenheit durchgesprochen und demselben das 

Nöthige mitgetheilt. 10 

Tgb. 12, 141, 10—13. 

October 25, Weimar. 3674 

Mittag Dr Eckermann. Manches über die letzten 

Sendungen [Band 31 — 40 der Werke Cotta 8 ] verhandelt. 
Tgb. 12, 144, 14f. is 

November 1, Weimar. 3675 

Das Manuscript . . der achten [Lieferung: Band 36 — 40 

der Werke Cotta 8 ] ist so gut wie beisammen, und so 

wäre denn Ostern das Ziel erreicht, welches zu erleben 

kaum hoffen durfte. 20 

An Zelter. — G. -Zelter 5, 300. 

November 1, Weimar. 3676 

Mittag Dr Eckermann. Manches wegen der nächsten 

Sendung [Band 36 — 40 der Werke Cotta 8 ] besprochen. 

Tgb. 12, 147, 15 f. 25 

1830. 

Februar 10, Weimar. — s. 2, 637, 9—12. 3677 

März 7, Weimar. 3678 

[Früh] Einiges auf die letzte Lieferung [Band 36 — 40 

Werke Cotta 8 ] Bezügliche. . . . Mittag Dr Eckermann, so 

Mit demselben das Notwendigste wegen der letzten 

Sendung besprochen. 

Tgb. 12, 207, 26. 208, 7—9. 

Man 10, Weimar. 3679 

[Morgens?] Nebenstehendes: [Sendung an] Hn Factors» 
Reichel nach Augsburg, die sechste Lieferung [Band 



1830 PANDORA. 66 

[Are 10, Weimar.] [3670] 

26—30 Werke Cotta 8 ] revidirt, 1 der vierzigste Band 
[Werke Cotta*] im Original. 

Tgb. 12, 209, 26—28. 

5 März 11, Weimar. 3679a 

Zur Entschuldigung* möge dienen: daß die letzte 
Lieferung meiner Werke [Cotta 8 Band 36 — 40] zu Ostern 
in den Druck gebracht werden soll; . . 

An Reinhard. — Q. -Reinhard S. 318. 

10 Juni 4, Weimar. 3680 

[Nachmittags] Hr Canzler von Müller. . . . Anderes* 
bezüglich auf die neuste Lieferung [Band 36 — 40] meiner 
Werke [Cotta 8 ]. 8 

Tgb. 12, 262, 3£. 6f. 

15 September 28, Weimar. 3681 

[Abends? Sendung an] Hn Factor Reichet . . vierzigsten 

Band [der Werke Cotta 8 ] zur Octav- Ausgabe, Augsburg. 
Tgb. 12, 310, 6 f. 

December 29, Weimar. 3682 

20 [Vor Mittag] Kam die letzte Lieferung meiner Werke 
[Cotta 8 Band 36— 40] an in Sedez. 

Tgb. 12, 361, 28—362, 1. 

1881. 

Januar 4, Weimar. 3683 

t& . . in einiger Zeit folgt die letzte Sendung meiner 
Werke [Cotta 3 Band 36 — 40], die ich nicht zu erleben 
glaubte. Möge darin auch einiges, Neuere und Ältere, 
den edlen wohlwollenden Geistern anmuthig und ge- 
fallig sein, 
so An den Grafen Sternberg. — G. -Sternberg 217, 11 — 14. 

Januar 27, Weimar. 3684 

[Früh] Die letzte Sendung meiner Werke [Cotta * 
Band 36 — 40] war vom Buchbinder gekommen. Mein 



1 Für die Oetav- Ausgabe. 
36 * Langen brieflichen Schweigens, 

8 — August 8: S. Boiaserle an Goethe (Boisseree 2, 637). 



56 PANDORA. 1831 

[Januar 27, Weimar.] [8684] 

Exemplar complettirt und rubricirt. Andere ausgetheilt 
an die Freunde. . . . Die 40 Bände der Sedez- Ausgabe 
in einer Reihe vor mir aufgestellt zu sehen, machte 
mir ein dankbar anerkennendes Vergnügen. Ich hatte * 
das zu erleben nicht gehofft. 
Tgb. 13, 18, 3—5. 22—25. 

][Etwa zwischen Februar und Mai, Weimar.] 3685 

Chorgesang, zur That aufregend. Wäre mit dem 

Kriegerschritt von ,Pandora' und »Helena 1 zu riva- io 

lisiren. * 

Aus Paralipomenon 179 zu Faust, Theil II Act IV. — 
W. 15 (2), 238, 18—20. 

März 17, Weimar. 3686 

[Vor Mittag.] Kam die letzte Sendung der Octav- 1& 
ausgäbe meiner Werke [Cotta 8 Band 36 — 40]. 
Tgb. 13, 47, 7 f. 

März 19, Weimar. 3687 

Nebenstehende Expeditionen: Hn Reiche 1 nach Augs- 
burg, Anzeige von der Ankunft des Schlusses der 20 

Octavausgabe [Werke Cotta 8 Band 36—40].* 
Tgb. 13,48,9—11. 

Mai 11, Weimar. 3688 

[Vormittags] Die Ankunft der letzten Lieferung meiner 

Werke [Cotta 8 Band 36 — 40] in Octav angekündigt. 25 
Tgb. 13, 76, 4—6. 

Juni 2, Weimar. 3689 

... Sie erhalten also: 8 

1. ... 2. Die letzte Sendung meiner Werke [Cotta 8 
Band 36 — 40]; lassen Sie sich zu dem schon Bekannten 30 
freundlich hinführen. Ich habe mit einer poetischen 



1 Diese Bemerkung hatte richtiger nach Nr. 1881 (2, 563) ihre 
Stelle gefunden. 

2 Vgl. Nr. 3686. 3688. 

3 Vgl Tgb. 13, 83, 13—15. 84, 24f. 94, 22i 85 



1831 PANDORA. 57 

[Juni 2, Weimar,] [8*89] 

Masse geschlossen, weil denn doch die Poesie das glück- 
liche Asyl der Menschheit bleiben wird, . . 
An Carlyle. — G. -Carlyle S. 142 f. 
5 Juni 7, Weimar. — 8. Nr. 260 (1, 156f.). 3689a 

1882. 

Januar 14, Weimar. 3690 

Nebenstehendes expedirt: . . . An Hn Grafen Rein- 
hard nach Dresden, die fünf letzten Bandchen [36 — 40] 
10 meiner Werke [Cotta 8 ]. 

Tgb. 13, 206, 10. 14—16. 




Prolog 

zu dem Lustspiel ,Medon* von Clodius. 



Handschriften: sind nicht bekannt. 
Drucke: sind nicht vorhanden. 

1811. 5 

] [Zwischen Februar Ende und 1812 Juni.] 3691 

[Zu 1767 August Ende, Leipzig.] Dieses Gedicht 1 
stand lange Zeit unter so vielen anderen, welche die 
Wände jener Zimmer 9 verunzierten, ohne bemerkt zu 
werden, und wir, die wir uns genugsam daran ergötzt 10 
hatten, vergaßen es ganz und gar über anderen Dingen. 
Geraume Zeit hernach trat Clodius mit seinem ,Medon' 
hervor, 8 dessen Weisheit, Großmuth und Tugend wir 
unendlich lächerlich fanden, so sehr auch die erste Vor- 
stellung des Stücks beklatscht wurde. Ich machte gleich i& 
Abends, als wir zusammen in unser Weinhaus 4 kamen, 
einen Prolog in Knittelversen, wo Arlekin mit zwei 
großen Säcken auftritt, sie an beide Seiten des Pro- 
8ceniums stellt und nach verschiedenen vorläufigen 
Spaßen den Zuschauern vertraut, daß in den beiden 20 



1 Goethes Gedicht an den Kuchenbäcker Hendel, mit dem er die 
Dichtweise seines Lehren, des Universitats-Professors Clodius, 
verspottet hatte (vgL Biedermann: G. -Leipzig 1, 79 — 84). 

2 Im Hause von Hendels Kuchengarten in Reudnitz bei Leipzig. 

8 >Medon oder die Bache des Weisen', Lustspiel in 3 Aufzügen; 25 
erste Aufführung 1767 August 24 (vgL Biedermann GF. 3, 77 
und M. Herrmann GJ. 11, 192 f.); vgL Nr. 4354. 

* Die von Kathchen Schönkopfs Eltern geführte Weinhandlung 
im Brühl 



1811 PROLOG. 59 

][SwlKhca Ftbnwt Rada und 1812 Juni.] [MB1] 

Säcken moralisch-ästhetischer Sand befindlich sei, den 
ihnen die Schauspieler sehr häufig in die Augen werfen 
würden. Der eine sei nemlich mit Wohlthaten gefüllt, 

s die nicht« kosteten, und der andere mit prächtig aus- 
gedrückten Gesinnungen, die nichts hinter sich hätten. 
Er entfernte sich ungern und kam einige Mal wieder, 
ermahnte die Zuschauer ernstlich, sich an seine Warnung 
zu kehren und die Augen zuzumachen, erinnerte sie, 

io wie er immer ihr Freund gewesen und es gut mit ihnen 
gemeint, und was dergleichen Dinge mehr waren. Dieser 
Prolog wurde auf der Stelle von Freund Hörn im Zimmer 
gespielt, doch blieb der Spaß ganz unter uns; es ward 
nicht einmal eine Abschrift genommen, und das Papier 

is verlor sich bald. Hörn jedoch, der den Arlekin ganz 
artig vorgestellt hatte, ließ sich's einfallen, mein Gedicht 
an Hendel um mehrere Verse zu erweitern, und es zu- 
nächst auf den ,Medon' zu beziehen. 

Dichtung und Wahrheit, Theil 2, Buch 7. — W. 27, 141, 

» 3-142,6. 



Prolog 

zu den neusten Offenbarungen Gottes. 



Handschriften: Das Ganze, in drei Auftritte eingetheüt, unter dem 
Titel .Prolog zu den neuesten Offenbarungen Gottes, ver- 
teutaeht durch Dr. Carl Friedrich Bahrdt, Giessen 1774'; 5 
es ist »die Möglichkeit, daß Goethes Manuseript direct oder 
mittelbar zu Grunde liegt, mindestens nicht ausgeschlossen" 
(G. Roethe, W. 16, 418). Aus dem Nachlaß Georg Kestners 
in Dresden stammend, in der Universität«- Bibliothek zu 
Leipzig; (Abgedruckt von W. v. Biedermann im GJ, 4, 10 . 
341—343.) 

Erster Druck: 1774, unter dem Titel .Prolog zu den neusten Offen- 
barungen Gottes verdeutscht durch Dr. Carl Friedrich Bahrdt. 
Giemen 1774', VII Seiten klein 8°, in Antiqua gedruckt; die 
Eintheilung in Auftritte fehlt, wie in allen Drucken. (Es IS 
gibt zwei nur in geringfügigen Kleinigkeiten von einander 
verschiedene Drucke.) 

— Die beiden Nachdrucke im Most (1770) und bei Himburg 
(1779) kommen für uns nicht in Betracht. 

Zweiter Druck: 1789, Schriften 8,91—98; Titel wie in Druck 1. SO 
Wegen der Stellung vgl. 1, 426, 14—19. 

Dritter Druck: 1808, Werke Cotta > 8, 291—295; Titel wie in Druck 1 
(im Inhal ta- Verzeichnis ,Bahrdt'). 

Vierter Druck: 1817, Werke Cotta* 9, 337—341 ; das Übrige wie 
in Druck 3. £5 



Weimarer Ausgabe: 1894, W. 16, 105—110 und 417—419. 



1779 PROLOG ZU DEN NEUSTEN OFFENBARUNGEN. 61 



Mai 14, [Weimar.] — ß. Nr. 2089 (3, 10). 3691a 

][Mai 2. Hälfte oder Juni, Weimar?] — 3691b 

s. Nr. 2090 (3, 11). 

6 1786. 

?][Juni 28, Weimar.] — 8. 1, 104, 17. 3691c 

Juli 6, Weimar. — s. Nr. 146 (1, 104). 3691 d 

SwtembOT 2! 1 Karißblld - — * Nr * 147 ' 148 (1 > 106£ )* 3691e - £ 

10 Deoember 16, Rom. — 8. Nr. 150 (1, 106). 3691g 

1787. 

][Januar 13, Rom.] — s. Nr. 383 (1,207). 3691h 

Februar 2,1 ^^ _ ^ Nr lß ^ 1[ß 36gii fc 
Februar 6,J 

16 ][Februar vor 16, Rom.] — 8. Nr. 164 (1, 107 f.). 36911 

Februar 20, Rom. — s. Nr. 155 (1, 108 f.). 3691m 

Mai [29], Neapel. — s. Nr. 166 (1, 109f.). * 3691 n 
Juni 8, | 

August 11, \ Rom. — s. Nr. 157—159 (1, 110f.). 3691 o—q 

so August 15, j 

October 1, Frascati. — s. Nr. 164 (1, 112). 3691 r 

Ootober 5, Albano. — 8. Nr. 165 (1, 112). 3691s 

October 24, Rom. — s. Nr. 166 (1, 113). 3691t 



1 — ?1774 Februar 19, Lavater an Röderer: „Hier Goethes Drama 

25 zurück . ." (»Johann Gottfried Röderer, von Straßburg, und 

seine Freunde. Biographische Mittheilungen nebst Briefen an 

ihn . . Hs. von August Stöber. Zweite Auflage . . . Colmar, 

Im Verlag von E. Barth, Buchhändler. 1874* S. 77.) 

— 1774 [Februar oder März:] Lavater an Goethe (SdGG. 
W 16, 22, 17—20). 

— 1774 März 6: J. H. Voß an Brückner (Voß 1, 157); s. unter 
«Unglück der Jacobis' ugD. 

— J [1774 März 14:] Höpfner an Nicolai (GJ. 8, 126). 

— 1774 Mai Mitte, Frankfurt: H. L. Wagner lernt, nach 
» Desceltes (Most S. 8 f.), „auf Goethes Stube« Druck 1 kennen. 

— 1774 Deoember 28: Bodmer an Meister (GJ. 5, 190). 



62 PROLOG Zu DEN NEUSTEN OFFENBARUNGEN. 1788 

1788. 

Januar 25, Rom. — 8. 1, 110, 16—18. 3601a 

Februar 0, Rom. — s. 1, 120, 26 f. 3691 v 

Februar 0, Rom. — s. Nr. 184 (1, 121 f.). 3691 w 

wT 17 f RonL ~" 8 * Nr * 876, 876 f 2 ' 40 — 46 >- 3601 x.y 

März 21, Rom. — 8. 1, 125, 22—24. 3601z 

April 5, Rom. — 8. Nr. 807 (1.428). 1 3601a 

September 22, [Weimar.] — s. Nr. 814 (1, 430). 3691 £ 

September 24, 1 Weimar _ ^ Nr 81ß gl6 (1 430f y mi d 

September 28, J 

October 1, Weimar. — s. Nr. 2733 (3, 286). 3601 « 

October 0, Weimar. — 8. Nr. 817 (1,431 f.). 3601 f 

October 24, [Weimar.] — s. Nr. 2735 (3,286). 3601 17 

October 25, 

Deoember 8, 

Deoember 15, 

Deoember 27, 

December 27, 



10 



15 



Weimar. — 8. Nr. 818—822 ( 1, 432—434). 3601 0— f* 



1789. 20 

] [Januar Ende, Weimar.] — s. Nr. 823 (1,434). 3691k 

Februar 2 } Weimftr ' "~ 8 ' Nr ' 824 ' 826 t 1 ' 434) * 3691f - ° 

März 2, Weimar. — 8. Nr. 827 (1,436). 3601* 

April 17, Weimar. — s. Nr. 828 (1,436). 3691p 25 

Juni 22, Weimar. — 8. Nr. 4211. 3601 

1791. 

Juli 4, Weimar. — s. Nr. 201 (l, 130f.). 3601t 

1805. 

Mai 1, Weimar. — s. 1, 63, 251 3602 so 

September 30, Weimar. — s. Nr. 1046 (2, 117 f.). 3602a 

1806. 

Februar 24, Weimar. — s. Nr. 1048 (2, HO). 3602b 

Februar 24, Weimar. — 8. Nr. 543 (1, 288). 3602c 



1 — ? August 9: s. 3, 285, 32—34. *5 



1806 PROLOG Zu DEN NEUSTEN OFFENBARUNGEN. 63 



Februar 27, Weimar. — s. Nr. 3459 (3, 589). 1 
Man 1, 1 

TMarz 8, l Weimar. — s. Nr. 830—832 (1,436 f.). 
April 27, J 
s August 18, Jena. — s. 1, 135, 8—10. 
August 19, Jena. — s. 1, 136, 17—19. 
Ootober 24, Weimar. — s. 1, 136, 27 f. 
Ootober 26, Weimar. — s. 1, 137, 30 f. 
October 27, Weimar. — s. 1, 139, 2—8. 

io 1807. 

August 30, Karlsbad. — 8. Nr. 224 (1, 140). 

1808. 

August 7, Karlsbad. — s. Nr. 92 (1, 65). 

1812. 

is November 12, Jena. — s. 1, 9, 18. 

1813. 

][ April, Weimar, Mai, Juni, Teplitz.] — 

s. 1,191,34—192,2. 

1814. 

20 ] [April 10, Weimar, oder Mai 14, Berka.] — 

s. Nr. 2582 (3, 21 4 f.). 

1815. 

Februar 20, Weimar. — s. 1, 12, 31. 
HApril, oder 1816 Juli Mitte, Weimar.] — 
25 s. 1, 142, 7—15. 

1816. 

Weimar. — s. Nr. 841—843 (1, 440). 

so Juni 3, Weimar. — s. Nr. 1172 (2,223). 
][December 20? Weimar.] — s. Nr. 844 (1, 440). 

1817. 

April 28, Jena. — s. Nr. 1189 (2, 241). 




3692 d 
3692 e— g 

3692h 
3692 i 

3692 k 
36921 

3692 m 



3692 n 



3692 o 



3693 



3694 



3694a 



3695 
3695 a 



3695 b— d 

3695 e 
3695 f 

3695 g 



1 Durchsicht für Druck 3. 



64 PROLOG Zu DEN NEUSTEN OFFENBARUNGEN. 1819 

1819. 

] [Februar 14, Weimar.] — s. 1, 146, 16—147, 5. 3696 

März [Anfang], Weimar. — s. 1, 16, 10 f. 3697 

1821. 

September 1, Eger. 3698 6 

Eger finde völlig, wie ich erwartete. Ich wohne in dem 
langen Zimmer, wo ich so oft abtrat, 1 die Fenster gehen 
auf das munterste Local, wo den ganzen Tag etwas 
vorgeht. Obgleich ein Gasthof, ist es doch meist ruhig, 
wenn nicht über mir einquartirte, reisende Studenten 10 
mich an den alten Vers erinnerten: 

Es ist ein Besuch auf allen Vieren! 
Gott behüt! 's ist der Tritt von Thieren.* 
An seinen Sohn. — Br. 35, 65, 12—19. 

1828. is 

] [Januar zwischen 10 und 19, Weimar.] — 3698 a 

s. Nr. 100 (1, 66). 
][Juli zwischen 19 und 22, Marienbad.] — 3698 b 

s. Nr. 36 (1, 26). 

1825. 20 

Januar 12. 13, Weimar. — s. 3, 110, 19. 3699 

Mai 28, Weimar. — s. Nr. 38 (1,29). 3699a 

1826. 

Februar 1, Weimar. — s. 1, 30, 24. 3700 

1827. 25 

Januar 27, 
Februar 17, 

Februar 18, i Weimar __ B Nr 247—252(1, 151 f.). 3700a— f 

Jfebruar 19, 

März 12, so 

April 4, 



1 Im ersten Stock des Gasthofs „Zur goldenen Sonne", mit Blick 
auf den Marktplatz und die malerische Häusergruppe, das 
„Stöckl" genannt. 

2 Vers 7. 8 („Es" statt „Das"). 35 



1828 PROLOG ZU DEN NEUSTEN OFFENBARUNGEN. 



Juni 28, 

Oetober 20, [Weimar. — a. Nr. 66—68 (1,48t). 

November 8,J 

i 1829. 

Februar 9, Weimar. — s. Nr. 69 (1, 49). 3700k 

Februar 14, Weimar. — a. Nr. 740 (1,408). 37001 

Juni 7. Weimar. — a. Nr. 260 (1, 1661). 3700m 

November 8, Weimar. — a. Nr. 339 (1. 187). 3700 n 



» 1S31. 

September 16, Weimar. — a. Nr. 848 (1,442). öiwo 

][naeh September 16, Weimar.] — a. Nr. 849 (l,442f.). 3700p 



3700 o 



(Ulf. Ooettw fltxc ■- Dichtungen T 



Prometheus. 
Die Befreiung des Prometheus. 



Den Flu iu einer dramatischen Dichtung ,Der nefeeealte Prometheus*, Ton 
dam KJemer In seinen Mlttbellungen Z, SSS spricht, mit Hinweis auf 74, 20—82 
und Nr. 8710, scheint Goethe niemals gefallt iu haben; der Behauptung Riemers: 5 
„der ante Monolog ■ saunt dem Chor dar Nereiden, die Ihn [den gefesselten 
Prometheus] In seiner Einsamkeit besuchen und bedauern", sei „baralta fertig" 
gewesen, ratiü eine Verwechselung iu Grunde liegen mit den »uRgefuhrteo Stellen 
des ,Betralten' oder, wla W. v. Humboldt aagt, .Geloaten Prometheus'. Vgl. 
besonders QJ. », 77—80 und Dantier: Zur Goetheforschung S. 141. — (Als Ich 10 
seiner Zeit den Stoff mm It. Tbrll dieses Warltea ordnete, war mir die eben 
angedeutete Sachlage noch nicht ganz klar. Ich beabsichtigte daher, die drei 
Dichtungen: Prometheus, Der gefesselte Prometheus, Der befreite Prometheus 
In Einem Abschnitt iiwninincn au behandeln. Sali es richtiger gewesen wtre, die, Be- 
freiung den Prometheus', dem Grundaati der alphabetischen Anordnung gemiß, lü 
in Bund 1 iwischan die , Aufgeregten' und ,DeisaaaI' EU stellen, erkannte Ich 
leider erst, als der Druck schon iu weit vorgeschritten war, ale das ich den 



I. Prometheus, 

Handschriften: I. Act I und II, unter dem Titel .Prometheus', so 
alte eigenhändige Niederschrift; aus dem Nachlaß CharL 
v. Steins, im Besitz der Uni verai täte- und Landes -Bibliothek 
zu Strasburg, Signatur: L. Genn. 459, (Zuerst abgedruckt 
von Erich Schmidt im GJ. 1, 293—313.) 

2. Act I und II, unter dem Titel .Prometheus, aus der S5 
alten Mythologie' (es fehlen die Verse 108. 109. 133), Ab- 
schrift von J. R. Lernt; auf der ersten Seite oben von Goethes 
Hand der Vermerk: „Abschrift von Lensens Hand" (vgL 
Nr. 371S). Im Goethe- und Schiller- Arohiv. 

3. Act I und IT, utate/ dem Titel .Prometheus', Abschrift so 
des Fräuleins v. Göchhansen; auf der ersten Seite oben von 
Goethes Hand der Vermerk: „Abschrift von Frl. JÖchhausens 
Hand". Im Goethe- und Schiller- Archiv. 

4. Act I und II, unter dem Titel .Prometheus' (T), Ab- 
schrift des Fräuleins v. Göohhauaen, in dem von Erioh st 



PROMETHEUS. «7 



[Handschriften 4.] 

Schmidt in Faust Ia (vgl. 2, 4, 26—30, Fünfter Abdruck 
S. IX) beschriebenen Sammelbande. 

5. Act I— HI, unter dem Titel »Prometheus. Dramatisches 
5 Fragment. 1773% Abschrift von Schreiberhand; der Titel, 

von Riemers Hand, und Act m sind nachträglich hinzugefügt; 
mit einem Bleistiftzusatz Goethes (nach Vers 480: „nochmals 
eine") und Verbesserungen Riemers in Act I und II; ur- 
sprünglich als Nr. 6 der Druckvorlage für Band 4 der Werke 
10 Cotta 8 angehörig, aus dieser aber vor 1826 März 4 wieder 

entfernt. VgL W. 13(2), 10Sf., wonach es wahrscheinlich die 
von Wetterstrand übersandte Abschrift nach Handschrift 2 
ist (vgl. 78, 39—79, 23). Im Goethe- und Schiller- Archiv. 

6. Act I — III, Titel wie in Handschrift 5, von Schreiber- 
15 hand; Druokvorlage für die Octav- Ausgabe der Werke Cotta 5 . 

Im Besitz der Cottaschen Verlagsbuchhandlung. 

7. Vers 424 — 480, die Ode als Eingangsmonolog von Act III 
(vgL 79, 16 f.), unter dem Titel »Prometheus', von Goethes 
Hand; aus Mercks Nachlaß, in der Universitäts-Bibliothek 

20 zu Leipzig (Faosimile bei Könnecke S. 11 f.). 

8. Abschrift der Ode »Prometheus* (vgl. Handschrift 7), 
von Goethes Hand, in einer Gedichtsammlung „aus der 
ersten Weimarischen Zeit", Blatt 8 und 9 (nach ,An Schwager 
Kronos', vor »Ganymed*). Im Goethe- und Schiller- Archiv. 

25 9. Abschrift der Ode »Prometheus' (vgl. Handschrift 7)» 

von Goethes Hand, in der „Zweiten Sammlung" der für 
Band 8 der Schriften bestimmten Gedichte, S. 111 — 113 (nach 
, Adler und Taube', vor »Ganymed'). Im Goethe- und 
Schiller- Archiv. 

so Erster Druck: 1. 1785, die Ode (vgl. Handschrift 7), ohne Über- 
schrift in der 70, 7 — 9 genannten Schrift von F. H. Jacobi. 
2. 1830, Act I— III, Werke Cotta 8 33, 241—264, unter dem 
Titel »Prometheus. Dramatisches Fragment. 1773*. 

Zweiter Druck: 1789, die Ode (vgl. Handschrift 7), unter dem 
86 Titel »Prometheus*, Schriften 8, 207—209, in der Abtheilung 

„Vermischte Gedichte. Zweite Sammlung", nach »Adler und 
Taube', vor ,Ganymed*. 

Dritter Druck: 1806, die Ode (vgl. Handschrift 7), Werke Cotta 1 
1, 133—135, in der Abtheilung „Vermischte Gedichte"; Titel 
*o und Stellung wie in Druck 2. 

Vierter Druck: 1815, Werke Cotta 8 2, 72—74; alles Übrige wie in 
Druck 3. 

5* 



68 PROMETHEUS. 1773 

Fünfter Druck: 1827, Werke Cotta» 2,79—81; alles Übrige wie 
in Druck 3. 

Weimarer Ausgabe: 1. 1888, W. 2, 76— 78 und 312 f.: die Ode; 
2. 1897, W. 39, 193—215 and 433—440: Act I— HI, Titel 
wie in Druck 1 (2); wegen der Stellung vgl. 2, 4, 33 — 36. & 

IL Die Befreiung des Prometheus. 

(,Der befreite Prometheus', ,Der gelöste Prometheus'.) 
Handschriften: Drei Bruchstücke von zusammen 23 Versen (davon 
gehören 17 zu einem Chor der Nereiden [OkeanidenT], ohne 
Überschrift und Bezeichnung der Personen; erste flüchtige io 
eigenhändige Niederschrift auf einem Blatte Conceptpapier. 
Im Goethe- und Schiller-Archiv. 

(Ganz neuerdings ist noch ein bisher unbekannter Vers 
aufgetaucht in CaroL v. Humboldts Brief an ihren Mann 
vom 5. April 1797, s. 73,33.) 15 

Erster Druck: 1888, unter dem Titel .Bruchstücke aus Goethes 

Befreiung des Prometheus', GJ. 9, 3 f. 
Weimarer Ausgabe: 1892, W. 11,331—334 und 441 f., unter dem 
Titel ,Die Befreiung des Prometheus. Bruchstück. Aus dem 
Nachlaß*; wegen der Stellung vgl. 1, 98, 25—29. so 



1778. 

?][Juni Mitte, Prankfurt.] — s. Nr. 850 (2, 13). 3700 q 

?][Juli Mitte? Prankfurt.] — s. Epos Nr. 912 (2, 497 f.). 1 3700r 

October [10 oder 11], Prankfurt 3701 

Er scheint mit ausnehmender Leichtigkeit zu arbeiten, zs 
Jetzo arbeitet er an einem Drama, »Prometheus' ge- 
nannt, wovon er mir [Schönborn] zwei Acte vorgelesen 
hat, worin ganz vortreffliche, aus der tiefen Natur ge- 
hobne Stellen sind ; (ich urtheile, wie es mir beim ersten 
Vorlesen vorkam). so 

Mit G. F. E. v. Schönborn. — Gespräche 10, 4 (an dem 
3, 2, 6—10 genannten Ort, S. VI). 

? October 18, Frankfurt. — s. Nr. 110 (1,71 f.). 3701a 

?] [November zwischen 10 und 18, Frankfurt.] — 3701b 

s. Nr. 111 (1, 72). ss 

?]December 25, [Frankfurt.] — s. Nr. 112 (1,72). 3701c 



1 Vgl Drama 2, 13, 36—39 und Baumer S. 46. — Sachlich gehört 
zu 1773. 1774: Nr. 3711. 



1774 PROMETHEUS. 69 

1774. 

1 ? Juni 28, zwischen Frankfurt und Wiesbaden. — s. 1, 73, 10. 3701 d 
TJuni 29, Ems. — s. Nr. 2724 (3,283). 3701 e 

?][Juli Anfang, Prankfurt.] — s. Nr. 272Ö (3, 283).* 3701 f 

s 1775. 

?][März 7, Prankfurt] 3702 

Hier etwas 8 gegen das Ubeischickte. 
An Merck. — Br. 2, 240, 10. 
?][April 15? Frankfurt.] 3703 

10 Hier ist »Prometheus* — 4 

An Johanna Fahimer. — Br. 2, 257, 5. 
April [2. Hälfte? Prankfurt.] — s. Nr. 3884.« 3704 

1 — Juni 1:2, 14, 22 ist «Prometheus* zu streichen, da Nr. 851 

sich (im Hinblick auf Nr. 3701) nicht auf ihn beziehen kann. 

is * — November 6: F. H. Jacobi an Goethe: „. . da hast Du 

Deinen »Prometheus* zurück*', es sei ihm unmöglich, Goethen 

zu sagen, „wie sehr*' das Drama ihn gefreut habe (G. -Jacobi S. 44). 

— 1775 Januar 2. Hälfte: Goethe an die Gräfin Auguste zu 
Stolberg (Br. 2,230, 11—14); vgL dazu GJ. 1,201. 

so * Nach Merck I S. 25 die Ode (vgl. 67, 17—20) ; vgL dagegen 
Düntzer: Erläuterungen 26, 80 f. 
4 Wahrscheinlich auf H. L. Wagners »Prometheus, Deukalion und 
seine Recensenten' zu beziehen (wie auch im Register der 
Br. 7,464 geschehen); vgl. aber G.-Fahlmer S. 70, wonach die 
zs Ode, und Düntzer: Erläuterungen 26, 81, wonach die zwei Acte 
des Dramas gemeint sein sollen. 
* — September 8: Heinse an Gleim (Wilhelm Heinse Sämmtliche 
Werke Heg. von Carl Schüddekopf 9, 254 f.). 

— 1776: In H. L. Wagners Übersetzung von Meroiers »Neuem 
» Versuch über die Schauspielkunst (Leipzig 1776) wird 8. 293 in 

einer Anmerkung Wagners folgende Bemerkung von J. R. Lenz 
mitgetheilt: „Ich habe den Torso eines »Prometheus' von Goethe 
gelesen, das vielleicht das Größte war, was er schrieb; ich 
zweifle aber, daß er ihn darf drucken lassen, so lang das deutsche 
*5 Publicum moralische Abhandlungen und Gedichte zu ver- 
mischen schwach genug ist"; vgL Biedermann GF. 1, 83 f. 

— 1780 Juli 6: F. H. Jacobi legt die Ode Lessingen in Wolfen- 
büttel vor; vgL 70,24—71,21. 

— 1783 December 30, Goethe an F. H. Jacobi: „Wir haben 
40 uns mit Dir und Lessing unterhalten" (Br. 6, 231, 7), Leetüre der 

Handschrift des 70, 24—71, 21 angeführten Gesprächs; vgL 71, 101 



70 PROMETHEUS. 1786 

1785. 

September 11, Weimar. 3705 

Du sendest mir Deinen »Spinoza*. Die historische 

Form kleidet das Werkchen gut. 1 
Ob Du aber wohl gethan hast, mein Gedicht [,Das * 

Göttliche'] mit meinem Namen vorauf zu setzen, damit 

1 Jacobis Schrift ,Ueber die Lehre des Spinoza in Briefen an den 
Herrn Moses Mendelssohn. Aog poi nov oxco. Breslau, bey GottL 
Löwe. 1785'; der Name des Verfassers findet sich nicht auf 
dem Titelblatt, sondern nur am Schluß des vom 28. August 1785 10 
datirten Vorberichts. Zwischen diesen und das erste Blatt des 
Textes sind 2 unbezifferte Blätter eingeklebt, enthaltend die Ode 
,Das Göttliche', ohne Titel, am Schluß der Name des Verfassers 
„Goethe"; zwischen Seite 48 und 49 auf 2 unbezifferten Blattern 
die Ode »Prometheus', unter diesem Titel, aber anonym, mit 15 
der Anmerkung Jacobis: „Wer es mir verdenkt, daß ich dieses 
Gedicht, welches als Beleg hier kaum entbehrlich war, mit der 
dabei gebrauchten Vorsicht einrücke, der muß dem Übersetzer 
der zwei Gespräche ,Der klagende Jupiter' und »Der beschämte 
Jupiter' in Luoians Schriften [Wieland?] noch weit stärkere 20 
Vorwürfe machen. Und welchem unter den Lesern dieser Schrift 
sind die Werke eines Hume, eines Diderot, das Systeme de Ja 
ruUurt, und eine Menge anderer dieser Gattung unbekannt?" 
Im Text (S. 11 f.) erzählt Jacobi, wie er am 5. Juli 1780 in 
Wolfenbüttel eingetroffen sei, um Lessing persönlich kennen zu 25 
lernen; am 6. habe er ihm aus seiner Brieftasche einiges vor- 
gelegt. „Beim Zurückgeben fragte er, ob ich nicht noch mehr 
hätte, das er lesen dürfte. Doch! sagte ich . . hier ist noch 
ein Gedicht; — Sie haben so manches Arge miß gegeben, so 
mögen Sie auch wohl einmal eins nehmen. .... [Nach diesen 30 
vier Puncten folgt ein *) und dazu am Fuß der Seite die An- 
merkung: „S. das Gedicht am Ende des Briefes", d. h. zwischen 
Seite 48 und 49, vgL 71, 22—35. Über das Gespräch mit 
Lessing berichtet Jacobi weiter:] „Lessing. (Nachdem er das 
Gedicht gelesen und indem er mir's zurück gab) Ich habe kein 36 
Ärgerniß genommen; ich habe das schon lange aus der ersten 
Hand. Ich. Sie kennen das Gedicht? Lessing. Das Ge- 
dicht haV ich nie gelesen; aber ich find' es gut. Ich. In 
seiner Art, ich auch, sonst hätte ich es Ihnen nicht gezeigt. 
Lessing. Ich mein' es anders . . Der Gesichtspunct, aus 40 
welchem das Gedicht genommen ist, das ist mein eigener Gesichts- 
punct . . Die orthodoxen Begriffe von der Gottheit sind nicht mehr 



1785 PROMETHEUS. TL 

[8eptomber 11, Weimar.] [8705] 

man ja bei dem noch ärgerlichem »Prometheus' mit 
Fingern auf mich deute, das mache mit dem Geiste 
aus, der Dich es geheißen hat. Herder findet lustig, 
* daß ich bei dieser Gelegenheit mit Lessing auf Einen 
Scheiterhaufen zu sitzen komme. 

An P. H. Jacobi. — Br. 7, 92, 20—93, 4. 

September 11, Weimar. 3706 

Jacobi macht mir einen tollen Streich. In seinem 
io Gespräche mit Lessing kommt doch das Gedicht ,Pro- 
metheus' vor; 1 jetzt, da er seine Götterlehre drucken 
läßt, setzt er das andre Gedicht: „Edel sei der 
Mensch!" mit meinem Namen voraus, damit ja jeder- 
mann sehe, daß »Prometheus* von mir ist. 9 Wie Du 
15 aus beiliegendem Werklein sehen kannst. 
An Charl. v. Stein. — Br. 7, 95, 1—7. 



für mich; ich kann sie nicht genießen. 'Ev xai Ilav I Ich weiß 
nichts Anders. Dahin geht auch dieß Gedicht; und ich muß 
bekennen, es gefallt mir sehr. Ich. Da wären Sie ja mit 
20 Spinoza ziemlich einverstanden. Lessing. Wenn ich mich 
nach jemand nennen soll, so weiß ich keinen andern." 

Nach Düntzer (Erläuterungen 17, 15) lag dem Werk ein Carton- 
Blatt bei, auf welchem der Wortlaut von Seite 11/12 nochmals 
gedruckt, aber die oben (70, 30 — 33) mitgetheilte Anmerkung 
25 durch folgende ersetzt war: „Dieses in sehr hartem Ausdruck 
gegen alle Vorsicht gerichtete Gedicht kann aus guten Ursachen 
hier nicht mitgetheilt werden." Dieser Carton sollte, für den 
Fall, daß die Censur an dem Gedicht »Prometheus* Anstoß nähme, 
nach dessen Entfernung und nach Herausnahme von Seite 11/12 
so zwischen Seite 10 und 13 eingeklebt werden. (Ein Exemplar 
mit diesem Carton habe ich nicht gesehen; bei Goedeke 4,273 
Nr. 11 ist über diesen Sachverhalt nichts gesagt.) 

In der 1789 erschienenen „neuen vermehrten" Ausgabe seines 
Werkes S. 19—21 druckt Jacobi an der 70, 30—33 angeführten 
35 Stelle statt der Anmerkung die Ode selbst ab. 

Vgl Nr. 3706—3708 und die sachlich hierher gehörigen Stellen 
76, 31—77, 11. 78, 21 f. 79, 16—80, 4. 
1 Vgl 70, 24—33. 
* VgL Nr. 3705. 3707. 3708. 



72 PROMETHEUS. 1785 

September 26, Weimar. 3707 

Es war die Absicht meines letzten Briefes 1 nicht, 
Dich in Verlegenheit zu setzen, oder Dir eine Art von 
Vorwurf zu machen; wir wollen die Sache nun gehn 
lassen und die Folgen erwarten. Das Beste wäre ge- 6 
wesen, Du hättest pure den ,Prometheus' drucken lassen, 
ohne Note und ohne das Blatt, wo Du eine besorg- 
liche Confiscation reizest ; alsdann hättest Du auch wohl 
das erste Gedicht [,Das Göttliche'] ohne meinen Namen 
drucken mögen u. s. w. 2 Nun aber, da es geschehen, mag 10 

denn die Legion ausfahren und die Schweine ersäufen. 8 
An F. H. Jacobi. — Br. 7, 101, 15—24. 
November 18, Weimar. 3708 

Jacobis metaphysisches Unwesen über Spinoza, wo er 
mich leider auch compromittirt, wirst Du gesehen haben. 4 i& 
An KnebeL — Br. 7, 126, 28—127, 2. 

1786. 

[Juni 28, Weimar.] — s. 1, 103, 3— 6.* 3708a 

1795. 

] [April Anfang, Jena.] 3709 20 

Goethe ist schon seit 14 Tagen hier und erscheint 
jeden Abend pünctlich, wo dann allerlei durchgesprochen 
wird. Er ist jetzt- mit einem Trauerspiel im alt- 
griechischen Geschmack beschäftigt: der Inhalt ist die 

Befreiung des Prometheus.* 25 

Mit Schiller. — Schillers Br. 4, 163 (An Körner 1795 
April 10. — Fehlt in den »Gesprächen*). 

* Nr. 3705. 

* Vgl. 70, 11—23. 

3 — October 9: F. H. Jacobi an Goethe (G.-Jacobi S. 91). so 

— November 17: F. H. Jacobi an Hamann (Jacobis Nach- 
laß 1, 76). 

4 Vgl. Nr. 3705—3707. 

5 — f 1788 Januar 10, Rom: Vgl. Italienische Reise ugD. (W. 32, 

212, 7 f.) 36 

6 — April 28, Friedrich Schlegel an seinen Bruder: „Goethe 

arbeitet an einem »Befreiten Prometheus* " (an dem 2, 102, 34 — 36 
genannten Ort S. 215). 



1797 PROMETHEUS. 73 



1797. 

M April 7, Weimar. 3709 a 

Gestern Abend [April 7] hat er viel von Dir [Caroline 

von Humboldt] gesprochen. . . . Besonders ist ihm auch 

& die Sicherheit und Feinheit Deines Tacts und der reine 
und echte Sinn für's Altertum aufgefallen. 2 Vorzüglich 
hat er sich über diesen letzteren verbreitet und viel 
darüber gesprochen, wie er Dir angeboren sein müsse, 
da Deine erste Bildung doch gewiß modern gewesen 

10 wäre. Er wünscht sehr, einmal etwas von Dir zu 
sehen. Ich habe ihn auf den ,Prometheus' vertröstet. 8 

1 — März 23. 27. 29: Wegen der Beschäftigung mit Aeschylos 
vgl. Tgb. 2, 62. 11. 23f. 63, 5. 11. 

— April 2: W. v. Humboldt in Weimar, vgL Z. 15 f. 

16 — April 3, W. v. Humboldt an seine Frau von Erfurt aus: 
„loh schicke Dir hier eine Abschrift eines angefangenen Chores 
aus Goethes , Gelöstem Prometheus', ein Gespräch der Okeaniden 
mit Prometheus. Es ist äußerst unvollendet noch und an 
einigen Orten nicht einmal verständlich/ Auch sind das Blut, 

20 die Wäsche usw. unangenehme Bilder; dennoch dachte ich, 
würde es Dir Freude machen. Man sieht ungefähr, wie Goethes 
Brouillons aussehen, und einzelne Bilder, wie das vom Zu- 
schließen der Wunde, sind doch merkwürdig, wenn ich sie auch 
nicht gerade schön nennen möchte. Auch den Schwamm des 

ts Meeres gelinde Geburt zu nennen, wird Dir sicherlich gefallen. 
Goethe hat es mir mitgegeben, um ihm ein passendes Sylben- 
maß dazu aufzufinden" (»Wilhelm und Caroline von Humboldt 
in ihren Briefen. Hsg. von Anna von Sydow', Berlin 1907» 2, 29). 

— April 5, Caroline v. Humboldt an ihren Mann : „Der Chor 
so hat mich s*hr gefreut. Die erste und zweite Strophe finde ich 

unendlich schön und antik. Das undeutliche Wort muß noth- 
wendig schwingt heißen, und dann hat es den schönsten Sinn. 
Sehr schön finde ich „und die Kräfte werden sich eilig ergreifen". 
Aber das Folgende gefällt mir nicht. Das Gleichniß ist nicht 
» im Sinn der Alten" (an dem Z. 27 f. genannten Ort 2, 34). 

— April 5—9: W. v. Humboldt in Weimar, vgl. Nr. 3709 a. 
1 Vermuthlich wurde das Gespräch durch das Z. 29—35 mitgetheilte 

Urtheil von Humboldts Frau über den Chor der Okeaniden 
veranlaßt Vgl. 74, 2f. 
«o s Die Übersetzung des «Prometheus* von Aeschylos durch Caroline 
von Humboldt (in Tegel befindlich). 



74 PROMETHEUS. 1797 

[? April 7, Weimar.] [8709a] 

Caroline [v. Wolzogen] hat er als ein Gegenstück zum 

Sinn für's Antike, als durchaus modern aufgestellt. 1 
Mit W. v. Humboldt. — An dem 73, 27 f. genannten Ort 
S. 40 (W. v. Humboldt an 8. Frau, 1797 April 8). 5 

Juni 21, Weimar. 3710 

Den Chor aus »Prometheus' finde ich nicht, auch kann 
ich mich nicht erinnern, daß ich ihn von Humboldt 
wieder erhalten habe, deßwegen ich auch glaubte, das 
Gedicht sei schon in Ihren Händen. Auf alle Fälle hat 10 
ihn Frau von Humboldt abgeschrieben, und er wird 

also leicht von Dresden zu haben sein. 2 
An Schüler. — Br. 12, 163, 8—14. 

1810. 

? Juni 27, Karlsbad. — s. 1, 80, 6—8. 3710 a 15 

1813. 

][März 26. 27, Weimar.] 3711 

[Zu 1773. 1774 und 1785.] Das gemeine Menschen- 
schicksal, an welchem wir alle zu tragen haben, muß 

1 — April 14, Schiller an Goethe: ,,[W. v.] Humbollt sagt mir 20 
von einem Chor aus Ihrem »Prometheus', den er mitgebracht 
habe, hat mir ihn aber noch nicht geschickt" (Schillers Br. 5, 177). 

— Juni 18, Schiller an Goethe: „Vergessen Sie doch nicht, 
mir den Chor aus »Prometheus* zu schicken" (Schillers Br. 5, 202); 
für Schillers »Musenalmanach* ? VgL Z. 20—22. 28 f. 25 

2 Wohin Frau v. Humboldt Anfang Juni übergesiedelt war; vgl. 
Z. 30—34. W. v. Humboldt war zur Zeit in Berlin. 

— Juli 21, Schiller an Goethe: „Den Chor aus »Prometheus* 
bitte nicht zu vergessen** (Schillers Br. 5,226); vgl. Z. 20—26. 

— December 25, Fr. v. Hardenberg an A. W. Schlegel: „Bei 30 
Körners [in Dresden] bin ich gewesen . . . [Gespräche über] 
Schiller und Goethe. Letzterer soll einen »Prometheus* auf dem 
Ambos haben. Einen herrlichen Gesang der Okeaniden haben 
sie gehört'* (»Novalis Briefwechsel mit Friedrich und August 
Wilhelm, Charlotte und Caroline Sohlegel. Hsg. von Dr. J. M. Baich. 35 
Mainz, Verlag von Franz Kirchheim. 1880', S. 44); vgLZ.llf. 26. 

— December 26, Fr. v. Hardenberg an Fr. Schlegel: „Goethe 
hat einen »Prometheus' vor — und den ,Faust'" (an dem 
Z. 34—36 genannten Ort S. 49); vgL Z. 30—34. 



1813 PROMETHEUS. 75 

J[MIrx 26. 27, Weimar.] [8711] 

denjenigen am schwersten aufliegen, deren Geisteskräfte 
sich früher und breiter entwickeln. Wir mögen unter 
dem Schutz von Eltern und Verwandten emporkommen, 

s wir mögen uns an Geschwister und Freunde anlehnen, 
durch Bekannte unterhalten, durch geliebte Personen 
beglückt werden, so ist doch immer das Final, daß 
der Mensch auf sich zurückgewiesen wird, und es scheint, 
es habe sogar die Gottheit sich so zu dem Menschen 

io gestellt, daß sie dessen Ehrfurcht, Zutrauen und Liebe 
nicht immer, wenigstens nicht gerade im dringenden 
Augenblick, erwidern kann. Ich hatte jung genug gar 
oft erfahren, daß in den hülfsbedürftigsten Momenten 
uns zugerufen wird: Arzt, hilf dir selber! 1 und wie oft 

is hatte ich nicht schmerzlich ausseufzen müssen: ich trete 
die Kelter allein. 9 Indem ich mich also nach Bestätigung 
der Selbstständigkeit umsah, fand ich als die sicherste 
Base derselben mein productives Talent. Es verließ 
mich seit einigen Jahren keinen Augenblick; was ich 

20 wachend am Tage gewahr wurde, bildete sich sogar 
öfters Nachts in regelmäßige Träume, und wie ich die 
Augen aufthat, erschien mir entweder ein wunderliches 
neues Ganze oder der Theil eines schon Vorhandenen. 
Gewöhnlich schrieb ich alles zur frühsten Tageszeit; 

25 aber auch Abends, ja tief in die Nacht, wenn Wein 
und Geselligkeit die Lebensgeister erhöhten, konnte man 
von mir fordern, was man wollte ; es kam nur auf eine 
Gelegenheit an, die einigen Charakter hatte, so war ich 
bereit und fertig. Wie ich nun über diese Naturgabe 

30 nachdachte und fand, daß sie mir ganz eigen angehöre 
und durch nichts Fremdes weder begünstigt noch ge- 
hindert werden könne, so mochte ich gern hierauf mein 
ganzes Dasein in Gedanken gründen. Diese Vorstellung 
verwandelte sich in ein Bild, die alte mythologische 

35 i Lukas 4, 23. 
* Jesaiae 63, 3. 



76 PROMETHEUS. 1813 

][M&n 26. 27, Weimar.] [8711] 

Figur des Prometheus fiel mir auf, der, abgesondert 
von den Göttern, von seiner Werkstätte aus eine Welt 
bevölkerte. Ich fühlte recht gut, daß sich etwas Bedeuten- 
des nur produciren lasse, wenn man sich isolire. Meine s 
Sachen, die so viel Beifall gefunden hatten, waren 
Kinder der Einsamkeit; und seitdem ich zu der Welt 
in einem breitern Verhältniß stand, fehlte es nicht an 
Kraft und Lust der Erfindung, aber die Ausführung 
stockte, weil ich weder in Prosa noch in Versen eigent- 10 
lieh einen Stil hatte, und bei einer jeden neuen Arbeit, 
je nachdem der Gegenstand war, immer wieder von 
vorne tasten und versuchen mußte. Indem ich nun 
hierbei die Hülfe der Menschen abzulehnen, ja aus- 
zuschließen hatte, so sonderte ich mich, nach Pro- 16 
metheischer Weise, auch von den Göttern ab, um so 
natürlicher, als bei meinem Charakter und meiner Denk- 
weise Eine Gesinnung jederzeit die übrigen verschlang 
und abstieß. 

Die Fabel des Prometheus ward in mir lebendig. 20 
Das alte Titanengewand schnitt ich mir nach meinem 
Wüchse zu und fing, ohne weiter nachgedacht zu haben, 
ein Stück zu schreiben an, worin das Mißverhältniß 
dargestellt ist, in welches Prometheus zu dem Zeus 
und den neuen Göttern geräth, indem er auf eigne 26 
Hand Menschen bildet, sie durch Gunst der Minerva 
belebt, und eine dritte Dynastie stiftet. Und wirklich 
hatten die jetzt regierenden Götter sich zu beschweren 
völlig Ursache, weil man sie als unrechtmäßig zwischen 
die Titanen und Menschen eingeschobene Wesen be- so 
trachten konnte. Zu dieser seltsamen Composition gehört 
als Monolog jenes Gedicht, 1 das in der deutschen Litte- 



1 VgL 79, 16 f. Zu der Frage, wie weit Goethes Angabe hier der 
Wirklichkeit entspricht, vgL besonders Schmidt 2, 141 f., Biel- 
schowsky 1, 510, Biedermann GF. 1, 85—93, Düntzer: Erläute- 35 
rangen 17, 14 — 16. 



1813 PROMETHEUS. 77 

][Mlrx 26. 27, Weimar.] [8711] 

ratur bedeutend geworden, weil, dadurch veranlaßt, 
Lessing über wichtige Puncte des Denkens und Emp- 
findens sich gegen Jacobi erklärte. 1 Es diente zum 

& Zündkraut einer Explosion, welche die geheimsten Ver- 
hältnisse würdiger Männer aufdeckte und zur Sprache 
brachte: Verhältnisse, die ihnen selbst unbewußt, in 
einer sonst höchstaufgeklärten Gesellschaft schlummerten. 
Der Riß war so gewaltsam, daß wir darüber, bei ein« 

io tretenden Zufälligkeiten, einen unserer würdigsten Männer, 
Mendelssohn, verloren. 9 

Ob man nun wohl, wie auch geschehn, bei diesem 
Gegenstande philosophische, ja religiöse Betrachtungen 
anstellen kann, so gehört er doch ganz eigentlich der 

15 Poesie. Die Titanen sind die Folie des Polytheismus, 
so wie man als Folie des Monotheismus den Teufel 
betrachten kann; doch ist dieser, so wie der einzige 
Gott, dem er entgegensteht, keine poetische Figur. 
Der Satan Miltons, brav genug gezeichnet, bleibt immer 

zo in dem Nachtheil der Subalternität, indem er die herr- 
liche Schöpfung eines oberen Wesens zu zerstören sucht, 
Prometheus hingegen im Vortheil, der, zum Trutz 
höherer Wesen, zu schaffen und zu bilden vermag. 
Auch ist es ein schöner, der Poesie zusagender Gedanke, 

25 die Menschen nicht durch den obersten Weltherrscher, 
sondern durch eine Mittelfigur hervorbringen zu lassen, 
die aber doch, als Abkömmling der ältesten Dynastie, 
hierzu würdig und wichtig genug ist; wie denn über- 
haupt die griechische Mythologie einen unerschöpflichen 

so Reichthum göttlicher und menschlicher Symbole dar- 
bietet. 

Der titanisch-gigantische, himmelstürmende Sinn jedoch 
verlieh meiner Dichtungsart keinen Stoff. Eher ziemte 
sich mir, darzustellen jenes friedliche, plastische, allen- 

w * VgL 70, 24—71, 21. 
* VgL 80, 2-4. 



78 PROMETHEUS. 1813 

][Min 26. 27, Weimar.] [8711] 

falls duldende Widerstreben, das die Obergewalt an- 
erkannt, aber sich ihr gleichsetzen möchte. [ — Nr. 2677 
(3, 212).] 

Dichtung und Wahrheit Theil 3 Buch 15. — W. 28, 310, 5 
18—314, 8. 
März 26, Weimar. 3712 

[Früh] Biographika, der ,Ewige Jude* und »Prometheus* 

[s. Nr. 3711]. 

Tgb. 5, 27, 4. io 

März 27, Weimar. — s. Nr. 2872 (3, 3ö0). 3713 

][April 4, Weimar, und später.] — s. l,267,2f. 3713a 

][Mai 19, Teplitz.] — s. 3,89,4— ll. 1 3713 b 

1819. 

][Februar 14, Weimar.] — s. 1, 146, 16—147, 11. 3713c 15 

«Juni 5, Weimar. 3714 

Es ist sehr freundlich von Herrn Dr. Wetterstrand, 
daß er von dem verirrten Dichtwerke Nachricht gibt. 8 
Allerdings ist dieses Drama von mir, unvollendet wie 
so vieles Andere. Nur zwei Acte können es sein; der 20 
Monolog »Prometheus*, der durch Jacobis Unvorsichtigkeit 
so vielen Lärm machte, 4 gehörte eigentlich hieher, kann 
aber nicht in dem Manuscript stehen, welches sich bei 
Lenz gefunden. 

Will der livländische Freund mir das Document über- 25 
senden, so werd' ich es dankbar erkennen und unter 
die Paralipomena legen, deren Erscheinung künftigen 
Tagen vorbehalten ist. 5 

.An Seebeck. — Br. 31, 169, 18—170, 8 (nach dem Concept 
gedruckt, vgl. G. -Seebeck S. 133f.). 30 

1 — 1814 Juni 25: CharL v. Kalb an Goethe (GJ. 13, 69). 

2 — Juni 1, Seebeck an Goethe: sendet einen Brief Wetterstrands 
an ihn, nebst einer Abschrift vom Anfang des Dramas, die 
Wetterstrand nach der im Nachlaß von J. R. Lenz gefundenen 
Abschrift von Act I und II gemacht hatte; erbietet sich, eine 35 
Abschrift des Ganzen zu besorgen (Br. 31, 361 zu Brief 170). 

» Statt „gibt" steht G.-Seebeck S. 134 „bringt". 

*VgL 77,2—11. 80,2—13. 

* — December 11, Seebeck an Goethe: sendet eine Abschrift des 



1819 PROMETHEUS. 79 

Deoember 30, Weimar. 3715 

E. W. haben mich nach einer langen Pause durch 
Brief und Sendung 1 wieder einmal gar freundlich be- 
grüßt; nehmen Sie dafür meinen besten Dank. . . . 

s Der ,Prometheu8' nimmt sich wunderlich genug aus; 
ich getraute mich kaum, ihn drucken zu lassen, so 
modern -sansculottisch sind seine Gesinnungen;* wie 
wunderlich dieß Alles seit so viel Jahren in den Geistern 
hin- und widerwogt! 8 

10 An Seebeok. — Br. 32, 132, 17—20. 134, 16—20 (nach dem 

Concept gedruckt, vgl G. -Seebeok S. 136). 

1820. 

Mai 11, Karlsbad. 3716 

Wunderlich genug, daß jener, von mir selbst auf- 
15 gegebene und vergessene »Prometheus* grade jetzt wieder 
aufthaut. 4 Der bekannte Monolog, der in meinen Ge- 
dichten steht, sollte den dritten Act eröffnen. 6 Du er- 



Dramas, die Wetterstrand nach seiner eigenen von Lenzens 
Copie genommenen Abschrift hatte anfertigen lassen; „Ob auch 

20 das Originalmanuscript [d. h. Lenzens Abschrift, vgl. 66, 26 f.], 
worum ich gebeten hatte, überliefert werden wird, steht nun 
zu erwarten"; empfiehlt baldige Veröffentlichung (Naturw. 
Correspondenz 2, 329—331 und G. -Seebeck S. 134 f.); vgl. 67, 
4—13 und Nr. 4587. 

25 i Vgl 78, 39—79, 23. 

* Vgl 80, 4—13. 

' — 1820 April 19, Zelter an Goethe: habe sich den «Prometheus' 
[das Drama] abgeschrieben (G. -Zelter 3, 79); daß diese Abschrift 
durch Seebecks Vermittelung ermöglicht wurde, scheint mir viel 

so wahrscheinlicher (vgl 80, 32 f.), als daß Goethe selbst, wie Kuno 

Fischer in G. -Seebeck S. 137 behauptet, Zeltern seine Abschrift 

mitgetheilt habe. 

4 Da sowohl das von Goethe sorgfaltig durchcorrigirte Concept, 

als auch die Reinschrift des Briefes „aufthaut" hat und dieses 

tt Wort einen vortrefflichen Sinn gibt, hielt ioh mich nicht für 
berechtigt, statt dessen „auftaucht" zu setzen, wie in der Weimarer 
Ausgabe (nach Riemers Vorgang, G. -Zelter 3, 86) gesohehen ist. 

* Vgl 67, 17 f. 



80 PROMETHEUS. 1820 

[Mal 11, Karlsbad.] [8710 

innerst Dich wohl kaum, daß der gute Mendelssohn an 
den Folgen einer voreiligen Publication desselben gestorben 
ist. 1 Lasset ja 8 das Manuscript nicht zu offenbar 
werden, 8 damit es nicht im Druck erscheine. Es käme & 
unserer revolutionären Jugend als Evangelium recht 
willkommen, und die hohen Gommissionen zu Berlin 
und Mainz möchten zu meinen Jünglingsgrillen* ein 
sträflich Gesicht machen. Merkwürdig ist es jedoch, 
daß dieses widerspenstige Feuer schon fünfzig Jahre unter 10 
poetischer Asche fortglimmt, bis es zuletzt, real 6 ent- 
zündliche Materialien ergreifend, in verderbliche Flammen 

auszubrechen droht. [— Nr. 1212 (2,263f.).] e 
An Zelter. — Br. 33,27,21—28, 11. 

T October 26, Jena. — s. 49, 8 f. 3717 15 

November 19, Weimar. 3718 

Gegen Abend Sendung von Reval. 7 
Tgb. 7, 260, 15f. 

i Vgl 77,9—11. 

8 „ja" im Concept von Goethe eigenhändig hinzugefügt. to 

* Vgl. 79, 6—9. 

4 „Jünglingsgrillen" im Concept von Goethe eigenhändig geändert 

aus „Jünglingspossen" 
6 „real" im Concept von Goethe eigenhändig hinzugefügt 

6 — Mai 21, Zelter an Goethe: er habe die Abschrift noch nicht 25 
aus den Händen gegeben, höre aber überall und mit Goethes eigenem 
Verdacht davon reden und stehe für nichts ein (G -Zelter 3, 96). 
Daß weitere Abschriften sich verbreiteten, beweist Z. 29 — 36. 

■ — August 6, Jena, Gries an B. R. Abeken (ungedruckt): „loh 
habe eine ungedruckte Jugendarbeit Goethes, die aber zu lang so 
ist, als daß ich sie jetzt abschreiben könnte; und fremden Händen 
darf ich sie nicht anvertrauen'*; Gries hatte sich das Drama 
bei Seebeck in Berlin mit dessen Erlaubniß abgeschrieben und 
erlaubte seinerseits Ende October 1820 seinem Freunde Abeken 
seine Abschrift zu oopiren. S6 

— August 24, Wetterstrand an Goethe: über den Nachlaß 
von J. R. Lenz und die in ihm befindliche Abschrift des Dramas 
(Tgb. 7,328); vgl Nr. 3714. 3716. 3718. 

7 Darunter die 66, 26—29 genannte Handschrift, von Wetterstrand 
überschickt; vgl. 79, 19—22 und Tgb. 7, 328. 40 



1822 PROMETHEUS. 81 

1822. 

][Mai 2, Weimar.] — s. 2, 284, 14. 3718a 

Mai 2, Weimar. — s. 2,284,281 3718b 

][Mai zwischen 6 und 19, Weimar.] — s. 2, 285, 17. 1 3719 

s 1828. 

] [Januar zwischen 9 und 23, Weimar.] — ß. 50, 15—17. 3720 

1826. 

Februar 1, Weimar. — s. 1, 3J, 16—21. 3720a 

Februar 22? Weimar. 3721 

10 »Prometheus, Fragment 1773'. 8 

Inhaltsverzeichniß zu Band 4 der Werke Cotta 8 . — 
W. 13 (2), 109. 

Juni 18, Weimar. — s. Nr. 1391 (2, 340). 3721a 

1827. 

15 März 29, Weimar. 3722 

Die erste Lieferung der Taschenausgabe 
von Goethes Werken [Cotta 8 ], 
bestehend in fünf Bänden kleinerer Gedichte, erscheint 
zu Ostern versprochenermaßen. . . . Übrigens soll Liefe- 
so rang nach Lieferung in den angekündigten Terminen 
erfolgen, wobei man sich vorbehält, manches, von dem 
bis jetzt keine Kenntniß gegeben worden, nach und 

nach eingeschaltet mitzutheilen. . . . 8 

Anzeige auf S. 4 des Umschlags von Kunst und Alter« 
u thum 6 (1). — W. 41 (2), 298, 1—4. 13—17. 

April 3, Weimar. 3722 a 

Zugleich sei denn alles gebilligt, was Sie sonst für 

nöthig und schicklich gehalten haben ; 4 der eingeschaltete 



1 Das eingeklammerte „doppelt" bezieht sich wahrscheinlich auf 
so die beiden, 66, 25 — 29 und 67, 4 — 13 genannten, in Goethes 
Besitz befindlichen Handschriften. 
* Vgl W. 13 (2), 108f. 

1 — März 29: Reichel an Goethe (Br. 42 Lesarten zu S. 117 Z. 8); 
vgl Nr. 3722 a. 
35 * Bei der Drucklegung von Band 4 der Werke Cotta 8 . 

Gr&f, Goethe Aber s. Dichtungen T. II, B. 4. 6 



82 PROMETHEUS. 1827 

[April 3, Weimar.] [8722a] 

Titel: Prolog, 1 .. der ausgestrichene Titel: Prome- 
theus, 8 welches Stück in der Folge an schicklichem 

Orte 8 nachgebracht wird. 

An ReioheL — Br. 42, 117, 6—11. 5 

1828. 

April 5, Weimar. — a. Nr. 2096 (3, 16). 3722b 

1829. 

Februar 10, Weimar. — s. 2, 480. 12f. 3722c 

November 8, Weimar. — s. Nr. 339 (1, 187). 3722d 10 

? November 10, Weimar. 3723 

[Abends?] Prof. Riemer, interessante Verhandlung über 

ein altes Drama 4 und Sonstiges. 
Tgb. 12,151,241 

November 12, Weimar. 3724 15 

[Vormittags] John hatte das Fragment »Prometheus* 

abgeschrieben. 6 

Tgb. 12, 152, 13 f. 

November 14, Weimar. — s. Nr. 2097 (3, 16). e 3724a 



1830. 20 

Januar 17,] 

s. Nr. 2098—2101 (3, 171). 3724b— e 



Januar 17,1 



Juni 6, . 
Juni 9, J 

Juni 23, Weimar. — s. Nr. 2102 (3, 18). 7 3724f 25 



1 Einschaltung des Unter-Titels .Prolog* in Druck 2 von Masken- 
zug 14 (Werke Cotta 8 4, 15), der in der Druckvorlage irrthüm- 
lieh nicht angegeben war. 

2 Im Inhaltsverzeichniß zu Band 4 der Werke Cotta* (vgl Nr. 3721). 

3 VgL 1, 31, 18—21. 27—30. so 
* VgL Nr. 3724. 

5 Wahrscheinlich Vorlage für Druck 1. 

Ä — November 19: Reichel an Goethe (vgL W. 40,447). 

7 — Juni 29: VgL Nr. 3725. 



1890 



PROMETHEUS. 



83 



TJuni 30, Weimar. 3725 

[Vor Mittag] Jugendliche Fragmente, 1 gestern durch 
Prof. Riemer zur Sprache gebracht. Das Wahre, aber 
unentwickelt, so daß man es für Irrthum ansprechen 
5 könnte. 2 

Tgb. 12, 285, 23—28. 
Jufi 8, 
Juli 7, 
Jufi 8, 
10 Juli 10, 
Juli 18, 
Juli 18, Weimar. — s. Nr. 2108 (3, 19).' 



Weimar. — s. Nr. 2103—2107 (3, 18 f.). 



3725 a— e 



3725 f 



1 Beziehung ungewiß, doch knüpfte das Gesprach vermuthlich an 
Band 33 der Werke Cotta» an (vgl 3, 18, 35—37). 
16 * — Juni Ende oder Juli Anfang: VgL 3, 18, 35—37. 
* — Juli 29: Reichel an Goethe (vgl. W. 40, 448). 




0< 



Proserpina. 



I. Erste Fassung: in Prosa. 
Handschriften: s. unter .Triumph der Empfindsamkeit' L 
Erster Druck: 1778, kein Exemplar bekannt Nach Burkhardt 
(Die Grenzboten 1873 Nr. 27 S. 11 Anm. •): 1 Bogen in 8», 6 
„wurde in nur 300 Exemplaren auf Blank enb arger Fürsten - 
hut- und Postschreibpapier gedruckt. Nur 12 Exemplare 
erhielten ihre bessere Ausstattung auf großem holländischen 
Papier", hergestellt (fertig 1778 Januar 28) in Glustngs 
Druckerei zu Weimar als Textbuch für die erste Aufführung, in 
Zweiter Druck: 1778, unter dem Titel .Proserpina, ein Monodrama', 
in der Zeitschrift .Der Teutache Herkur vom Jahr 1778', 
Erstes Vierteljahr, Februar, 8. 97—103, als Nummer I ; unter- 
zeichnet: G. 

— Die beiden Nachdrucke von 1778 in der .Ldtteratur- IS 
und Theater-Zeitung' (vgl. W. 17,321} und 1779 in Hamburgs 
Ausgabe von ,J. W. Goethena Schriften' 4, 145— 152 kommen 
für uns nicht in Betracht. 

— 1779 erschienen oomponirt zwei Stellen: „0 du hörst 
mich" bis „Ich an deinem Himmel wieder mich ergetze!" 20 
und „Laß dich genießen" bis „Labend! labend]' 1 (W. 17, 

45, 20—25. 46. 15—30) in dem Heft .Volks- und andere 
Lieder, mit Begleitung des Forte piano, in Musik gesetzt 
von Siegmnnd Freyherrn von Seokendorff. Zweyte Sammlung. 
Weimar, bey Karl Ludolff Hoffmann. 1770', S. 12—14, 2a 
mit der Bemerkung „Aus GÖthens Monodrama Proserpina" 
(W. 17,322; nicht verglichen). 
Weimarer Ausgabt: 1894. s. unter .Triumph d. E.* I. Druck 1. 

IL Zweite Fassung: in Versen. 

Handschriften: s. unter .Triumph d. E." IL so 

Erster Druck: 1787 1 , rr . l j w . tt t* i.n 

* •. n , i<»u>r 8 - unter .Triumph d. E.' IL Druck 1. 2. 

Zweiter Druck: 1808/ r 



1776 PROSERPINA. 85 

Dritter Druck: 1815, unter dem Titel »Proserpina. Melodram von 
Goethe, Musik von Eberwein. Weimar, zur Feyer des zweiten 
Februar's 1815% 16 Seiten; Textbuch für die Aufführung 
1815 Februar 4. 
5 — Im April-Heft 1815 des .Journals für Literatur, Kunst, 

Luxus und Mode* Band 30 erschien S. 232—241 („durch 
Vergünstigung des Verfassers , ebenda S. 227) ein Abdruck 
des Textes, am Schluß des Aufsatzes ,Theater-Aufführung 
des Trauerspiels Zenobia, nach Calderon, und des Melo- 
10 drama Proserpina, neu motivirt von Göthe' (Verfasser 

Riemer?). 
Vierter Druck: 1817 1 . _. ujt^tt^uo,« 

Fünfter Druck: 1828 T mtm ' Tnumph A E " tt DrU ° k 3 ' 4 
Weimarer Ausgabe: 1894, s. unter »Triumph d. E.' II. 



15 Übersicht der Aufführungen. 

I. im Herzoglichen Liebhaber-Theater: 

1. 1778 Januar 30 (im Triumph d. E.). 

2. 1778 Februar 10? (im Triumph d. £.)• 

3. 1779 Juni 10 in Ettereburg. 

20 EL im Hof-Theater unter Goethes Leitung: 



1. 1815 Februar 4, als Melodrama. 

2. 1815 Februar 6, „ 



3. [1815] März 6, als Melodrama. 

4. [1815] Juni 12, „ 



1776. 

1 ? Mai 26, [Weimar, Gartenhäuschen.] 3726 

25 Ich wohne in tiefer Trauer über einem Gedicht, das 
ich für Gluck auf den Tod seiner Nichte machen will. 8 
An CharL v. Stein. — Br. 3, 71, 16—18. 



1 Wegen der von Erich Schmidt zuerst ausgesprochenen Vermuthung : 
Goethe sei zur ,Proserpina' angeregt worden durch Glucks brief- 

80 hohe Bitte an Wieland um ein zur Composition geeignetes 
Trauergedicht auf den im April 1776 erfolgten frühen Tod seiner 
Nichte und Pflegetochter Marianne („Nanette"), vgl. Viertel- 
jahrschrift für Literaturgeschichte 1, 27—52, Schmidt 2, 148 
—166, Cotta JA. 7, 372 und die G. -Stein 1, 489 Anm. 1 zu 

85 S. 36 angeführte Litteratur, sowie unten 86, 8 — 33. 

— Mai 16: Vgl. Cotta JA. 7, 372 Anm. 

— [Mai vor 25:] Vgl Z. 

* — [Mai Ende, Juni, Juli vor 13:] Vgl Z. 

— Juli 13, [so in dem mir vorliegenden Exemplar des 86, 34 



86 PROSERPINA. 1777 

1777. 

1 ][ZwiBohen September 12 und November, Weimar.] 3727 

Andrason. . . . Wie ich in meinen Schloßhof hinein 
trete, ihr Kinder, höre ich oben ein Gebrause, ein 
Getöse, Rufen, hohles Anschlagen und eine Wirthschaft s 

genannten Werkes, weder „18.", wie G. -Stein 1, 489, noch „19.", 
wie Vierteljahrschrift für Literaturgeschichte 1, 30, noch auch 
„14.", wie Grimm S. 269 steht], Wieland an Gluck: „. . . etwas 
hervorzubringen, das des entflohenen Engels und Ihres Schmerzes 
und Ihres Genius würdig wäre, das könnt' ich nicht, und werd' 10 
es niemals können. Außer Klopstock konnte das nur Goethe. 
Und zu dem nahm ich. auch meine Zuflucht, zeigte ihm Ihren 
Brief; und schon den folgenden Tag fand ich ihn von einer 
großen Idee erfüllt, die in seiner Seele arbeitete. Ich sah sie 
entstehen und freute mich unendlich auf die völlige Ausführung, 15 
so schwer ioh diese auch fand; denn was ist Goethe unmög- 
lich? Ich sah, daß er mit Liebe über ihr brütete; nur etliche 
ruhige, einsame Tage, so würde, was er mich in seiner Seele 
sehen ließ, auf dem Papier gestanden sein: aber das Schicksal 
gönnte ihm und Urnen diesen Trost nicht. Seine hiesige Lage so 
wurde um selbige Zeit immer unruhvoller, seine Wirksamkeit 
auf ganz andere Dinge gezogen, und nun, . . ist beinahe alle 
Hoffnung dahin, daß er das angefangene Werk so bald werde 
vollenden können. Er selbst hat zwar weder den Willen, noch 
die Hoffnung aufgegeben; ich weiß, daß er von Zeit zu Zeit 25 
ernstlich damit umgeht ; aber in einem Verhältniß, wo er nicht 
von einem einzigen Tage Meister ist, was laßt sich da ver- 
sprechen? Indessen . . immer hoffte ich, . . entweder das 
ganze Stück, welches Goethe dem Andenken Ihrer liebens- 
würdigen Nichte heiligen wollte, oder doch wenigstens einen so 
Theil desselben schicken zu können. Goethe selbst hoffte immer 
und vertröstete mich: ich bin auch gewiß, so wie ich den herr- 
lichen Sterblichen kenne, daß es noch zu Stande kommen wird" 
(»Auswahl denkwürdiger Briefe von C. M. Wieland 4 , Wien 1815, 
1, 31öf.). 35 

— August 7: Gluck an Wieland (Vierteljahrschrift für Lite- 
raturgeschichte 1, 31 f., Schmidt 2, 152). 

1 — Januar 17 und Juni 8: Vgl Schmidt 2, 153. 

— September— December: In dem während dieser Zeit ent- 
standenen »Triumph der Empfindsamkeit 4 finden sich zwei Stellen 40 
über „Monodramata" (ActI, W. 17, 11, 19—12, 21. 330, 12—331, 17, 
und Act H, W. 17, 23, 21—24, 19), die Goethe nur deßhalb an- 



1777 PROSERPINA. 87 

][Zwtochea September 12 und November, Weimar.] [8727] 

durch einander, daß ich nicht anders dachte, als der 
wilde Jäger sei bei mir eingezogen. Ich gehe hinauf; 
es wird immer ärger; die Stimmen werden unvernehm- 

5 licher und hohler, je näher ich komme; nur meine Frau 
höre ich schreien und rufen, als wenn sie unsinnig ge- 
worden wäre. Ganz verwundert tret' ich in den Saal. Ich 
finde ihn finster wie eine Höhle, ganz zur Hölle decorirt, 
und mein Weib fährt mir in ungeheurer Leidenschaft und 

io mit entsetzlichem Fluchen auf den Hals, tractirt mich 
als Pluto, als Scheusal, und flieht endlich vor mir, daß 
ich eben wie versteint dastehe und kein Wort hervor- 
zubringen weiß. 
Mana. Aber um Gottes Willen, was war ihr denn? 

is Andrason. Wie ich's beim Licht besah, war's ein 
Monodrama! 
Heia. Das muß doch ganz curios sein. 

,Der Triumph der Empfindsamkeit', Act V. — W. 17, 59, 
20—60, 11. 

*o 1778. 

7 Januar 17. Weimar. — s. Nr. 4332. 1 3727 a 

[Januar 31?], Weimar. — s. Nr. 4333. 3727 b 

Februar 10, Weimar. — s. Nr. 4334.« 3727 c 

brachte, um auf das in den »Triumph d. E.« eingefügte Mono- 

25 drama »Proserpina* vorzubereiten; sie waren hier jedoch nicht 

aufzunehmen, da sie mit der Proserpina-Dichtung als solcher 

gar nichts zu thun haben. Andere verhalt es sich mit der in 

Nr. 3727 mitgetheilten Stelle aus Act V, in der über »Proserpina ' 

„freventlich" (vgl 2, 641, 11 f.) gespottet wird. Auch die Schluß- 

so verse des von Aakalaphus gesprochenen Prologs zu Act IV 

(W. 17, 39, 8—30) sind hier nachzulesen. 

1 — Januar 18—29: s. Nr. 4333. 

— Januar 28: Vgl. 84, 9. 

— Januar 30: Erste Aufführung, s. Nr. 4332 (Erl). 4333. — 
s& Sachlich gehört hierher: 2, 641, 11—16. 

1 — Februar 16: Kranz an Goethes Mutter (Frau Rath S. 106). 
März 18, [Weimar.] — s. Nr. 4335. 1 3727 d 

1 — März 20: Goethes Mutter an Lavater (Briefe der FRGoethe 
1,26). 



88 PROSERPINA. 1779 

1779. 

Mai 14, [Weimar.] — b. Nr. 2089 (3, 10). 3727e 

Juni 10, Weimar (Gartenhäuschen). 1 3728 

Der } M6decin mcdgre lui c [von Moliöre] und ,Pro- 

serpina' in Ettersburg [aufgeführt]. s 
Tgb. 1, 86, 12f. 

1780. 

7 Januar 1, Darmstadt. 3729 
. . Dienstag [Januar 4, sind wir 2 ] wieder hier, wo 

die Erbprinzeß 3 das Melodrama geben wird. 4 10 
An CharL v. Stein. — Br. 4, 158, 24f. 

1786. 

Juni 15, [Ilmenau.] — s. Nr. 4338. 3729 a 

Juni 16, Ilmenau. — s. Nr. 4339. 3729 b 

][Juni 28, Weimar.] — s. 1, 104, 6. 3729c 15 

Juli 6, Weimar. — s. Nr. 146 (1, 104).* 3729d 

August 27, [Karlsbad.] — s. Nr. 277 (1, 165). 3729e 

] August 30, [Karlsbad.] — s. Nr. 278 (1, 165). 3729f 

September 1, [Karlsbad.] — s. Nr. 279 (1, 165). 3729g 

September 2, j Karlßba<L _ 8 j 10ß «^ ^^ 37291u . 20 

September 2, J 

][September 2, Karlsbad.] — s. Nr. 281 (1, 16öf.). 3729k 

December 2, Rom. — s. 3, 185, 2—5. 3730 

December 16, Rom. — s. Nr. 150 (1, 106). 3730a 



1 Das Datum im Tagebuch stimmt überein mit dem Vermerk 25 
des Fourierbuches 1779 Juni 10: „Komödie in Ettersburg' 4 ; 
nach Tgb. 1, 358 wäre „10" in „17" zu ändern, aber nach dem 
Fourierbuoh war Juni 17 gar keine Komödie in Ettersburg. 
Vgl Goethes Tagebüoher S. 155 und Die Grenzboten 1873 
Nr. 27 S. 13. so 

8 Goethe und der Herzog Karl August. 

8 Luise von Hessen-Dannstadt. 

4 Nach dem Register Br. 7, 476 ist die Beziehung auf , Proserpina' 
sicher, nach Briefe vdH. 2, 1 wahrscheinlich. 

— Januar 4: VgL Z. 9. 35 

— 1784 October 13: F. H. Jacobi an Goethe (G.-Jaoobi S. 77). 

5 — Juli 14: VgL »Triumph der Empfindsamkeit' unter 1787 
Februar 20 (Nr. 4340 p ErL). 



1787 PROSERPINA. 89 



1787. 

Januar 13, Rom. — a. Nr. 2511 (3, 188). 3730 b 

Januar 25, Rom. — a. Nr. 284 (1, 166). 3730o 

Februar 17, Rom. — a. 3, 191, 7t 3730d 

5 ] Februar 17, [Rom.] — a. Nr. 287 (1, 166). 3730e 

Februar 20, Rom. — s. 1, 108, 19 f. 109, 12—26. 3730£ 

Februar 20. Rom. — a. Nr. 289 (1, 167). 1 3730g 

] Februar 24, [Rom.] — a. Nr. 290 (1, 167). 3730h 

März 16, Caaerta. — a. 3, 194, 171 3730i 

10 Mai 25, Neapel — a. Nr. 291 (1, 168). 3730k 

JuU 14, Rom. — a. Nr. 292 (1, 168). 37301 

August 14, Rom. 3731 

Und sagen [Sie] mir auch ein freundlich Wort über 
den vierten Theil [der »Schriften*], wenn er ankommt. 
15 An Kayaer. — Br. 8, 246, 6f. 

Auguat 15, Rom. — a. Nr. 169 (1, Ulf.). 2 3731a 

sT^ter 22,' }**»*• — 8 - Nr - m 296 (*' 168£ 0- 3731b - c 

September 28, Fraacati. — a. Nr. 296 (1, 169). 3731 d 

20 October 1, Fraacati. — s. Nr. 164 (1, 112). 3731 e 

October 6, Albano. — a. Nr. 165 (1, 112). 3731 f 

October 24, Rom. — a. Nr. 166 (1, 113). 3731g 

][October 27, Rom.] — a. Nr. 297 (1, 169f.). 3731h 

October 27, Rom. — a. Nr. 298 (1, 170). 3731 i 

«5 October [29?], Rom. — a. Nr. 299 (1, 170). 3731k 

1788. 

Januar 26, Rom. — a. 1, 119, 8—10. 37311 

Februar 9, Rom. — s. 1, 121,20—24. 3731m 

1789. 

so Juni 22, Weimar. — a. Nr. 4211. 3731 n 

1791. 

Juli 4, Weimar. — a. Nr. 201 (1, 130 f.). 3731 o 

1797. 

Auguat 21, Frankfurt — a. Nr. 206 (1, 133).» 3731p 

*5 * — Februar 20: Vgl »Triumph der Empfindsamkeit* Nr. 4340p Erl. 
2 — August 31: Knebel an seine Schwester (Knebel-Henriette 

S. 63 t). 
' — 1801 Januar 31: Sarah v. Grotthua an Goethe (GJ. 14, 121). 



90 PROSERPINA 1806 



1805. 

Mai 1, Weimar. — s. 1, 63, 17. 3732 

1806. 

Februar 24, Weimar. — s. Nr. 543 (1, 288). 3732a 

Ootober 26, Weimar. — 8. 1, 138, 5. 3733 5 

October 27, 1 Weimar _ N 218 220 (1, 138f.). 3733a. b 

Deeember 8, / 

Deoember 9, Weimar. — 8. 1, 139, 28-140, 3. 3734 

1807. 

Janaar 23, Weimar. — s. Nr. 223 (1, 140). 3734 a 10 

1808. 

August 7, Karlsbad. — s. Nr. 92 (1,65). 3734 b 

1809. 

][nach Ootober 10, T] — s. 1,244, 23 £. 3735 

1812. i» 

November 12, Jena. — s. 1, 10, 3. 3736 

1813. 

][November 29 oder Deeember 18, Weimar.] — 3736a 

s. Nr. 2012 (2, 622). 

1814. to 

[Januar, Februar oder März Anfang, Weimar.] 3737 

Im Jahr 1814 bat ich [Eberwein] auf [Pins Alexander] 
Wolffs Anregung Goethe, mir zu erlauben, sein Mono- 
dram »Proserpina' zu componiren. . . . 

In früherer Zeit hatte [Siegmund] von Seckendorff ts 
,Proserpina' in Musik gesetzt, 1 die jedoch nach Goethes 
Äußerung nicht mehr zeitgemäß sein werde, da die Musik 
seit jener Zeit so große Fortschritte gemacht habe. 
Die Freundlichkeit, womit er mir mein Gesuch gewährte, 
überzeugte mich, daß es ihm erwünscht kam, ,Proser- so 



1 Vgl 84, 19—27. 



1814 PROSERPINA. 91 

[Januar, Februar oder Min Anfang, Weimar.] [3737] 

pina* in jugendlicher Frische dem Publicum vorzuführen. 
Mit der Versicherung, wie er sich freuen werde, wenn 

mir mein Unternehmen gelange, entließ er mich. 1 

5 Mit Karl Eberwein. — »Erinnerungen eines Weimarischen 

Musikers von Karl Eberwein' im »Weimarer Sonntags-Blatt' 

1856, S. 226 (90, 22—24 auch Gespräche 3, 132). 

][ April 10, Weimar oder Mai 14, Berka.] — s. 3, 214, 3 f. 3737 a 

[Mai zwischen 14 und 28, Berka.] 3738 

io [Nr. 3737. — ] . . In wenig Wochen schon, am 4. April, 

schrieb ich [Eberwein] die Ouvertüre als Schlußstein 

des Ganzen. Nach Vollendung derselben ritt ich nach 

Berka an der lim, wo eben Goethe im Edelhof sein 

Hauptquartier aufgeschlagen hatte. Mit Vergnügen ver- 

i* nahm er die Lösung meiner Aufgabe und bestimmte 

einen andern Tag, an dem ich mich mit der Partitur 

zu einer Probe bei ihm einfinden möchte. [ — Nr. 3739.] 
Mit Karl Eberwein. — Gespräche 3, 132 f. (an dem Z. 5—7 
genannten Ort S. 226). 
so [Mai 29? Berka.] 8 3739 

Mit ,Proserpina' an dem von Goethe bestimmten Tage 
in Berka angelangt, ließ er sich wegen dringender Ge- 
schäfte entschuldigen, daß er mich [Eberwein] nicht 
sogleich empfangen könne. Ich möchte indeß pro- 
2* meniren und mich zum Mittagessen wieder bei ihm ein- 
finden. 

Der Geheimrath war allein. Die Geheimräthin diver- 
tirte sich mit der Ulrich in der Residenz. Die beliebten 



1 Vgl. Nr. 3738. 3739. 

so — Januar: Nach Genast 1, 236 soll Amalia Wolff die Rolle 
der Proserpina „länger als ein Jahr", also seit Januar 1814, 
anter Goethes „unmittelbarer Leitung" studirt haben (vgl. auch 
Wolff S. 83). 

2 Die auf Nr. 3740 beruhende Datirung ist deßhalb zweifelhaft, 
35 weil Eberwein nach Z. 23 f. 27 mit Goethe Mittags allein war, 

dem Tgb. 5, 109, 24 — 26 widerspricht ; auoh nennt Eberwein seine 
Frau nicht, die nach Nr. 3740 mit in Berka gewesen zu sein 
scheint, falls daselbst nicht (wie wahrscheinlich) zu lesen ist: 
„Eberweins ,Proserpina < ". 



92 PROSERPINA. 1814 

[Mai 29? Berka.] [8789] 

Ilmforellen und Spargel, nach den Regeln englischer 
Kochkunst zubereitet, zierten das Mahl. Es befremdete 
mich, daß der Geheimrath seine Lieblingsspeisen nicht 
mit dem bekannten Wohlbehagen genoß. Die Mit- * 
theilungen über die Wirksamkeit des Theaters, und 
was sich sonst seit seiner Entfernung in Weimar er- 
eignet, gewannen ihm höchstens ein beifälliges Lächeln 
ab. Einige Fragen, die er leicht hin an mich richtete, 
wurden ebenso von mir beantwortet. Meine Gedanken io 
beschäftigten sich allein mit , Proserpina'. So saßen 
wir, jeder auf eigne Weise in sich versunken, wie es 
Künstlern in solcher Situation zu geschehen pflegt, als 
sich der Geheimrath erhob. Er führte mich in ein 
anderes Gemach, wo ein Pianoforte mich erwartete. 15 
Einen Sessel, den ich ihm anbot, lehnte er ab. Groß 
und erhaben stellte er sich mir zur Seite, blickte in 
die Partitur und half mir während der Ouvertüre beim 
Umwenden der Blätter. Hierauf declamirte der vier 1 
undsechzigjährige 2 Dichter ,Proserpina* mit einer ge- 20 
waltigen Tiefe der Empfindung, so daß es mir bald 
warm, bald kalt wurde. Wenn er an geeigneter Stelle 
in Leidenschaft gerieth, mußte ich, noch nicht die Hälfte 
seiner Jahre zählend, mich zusammen nehmen, damit 
er mich, den Componisten, nicht überflügele. Der Unter- 25 
schied der Jahre hielt ihn nicht ab, mir entgegen zu 
kommen, nachzugeben und gefällig zu sein. Bei so 
inniger Vereinigung der Poesie mit der Musik konnte 
der Erfolg für mich nicht zweifelhaft sein. Am Schluß 
erklärte sich der Meister mit der Behandlung seines so 
Gedichts, sowie der Musik vollständig einverstanden. 
,Proserpina c , fügte er hinzu, wolle er in einer Weise in 

Scene setzen, wie man noch nichts Ähnliches gesehen habe. 
Mit Karl Eberwein. — Gespräche 3, 133 f. (an dem 91, 6 — 7 
Ort S. 226 f.). 35 



1 Goethe war 65, Eberwein 28 Jahre alt. 



1814 PROSERPINA. 93 

Mai 29, Berka. 3740 

[Nach Mittag] Eberweins. »Proserpina*. 1 
Tgb. 5, 109, 24f. 

[Juni 6? Berka.] 2 3741 

s Goethe rühmte die Musik Eberweins zur »Proserpina* 8 
und erwartete viel Gutes von der Aufführung dieses 
Monodrams. 

Mit Anton und Eduard Genast und Oels. — Genast 1, 199 
(fehlt in den Gesprächen). 

10 ][December Ende, oder 1815 Januar 2, Weimar.] 4 3742 

. . Goethe mit Hofrath Meyer trat ein. Während der 

Probe ließen jene Meister die Künstlerin [Amalia Wollt] 

gewähren. Nach Beendigung derselben machte Meyer 



1 VgL Nr. 3739. 
15 * VgL Tgb. 5, 111, 6, wonach nicht Moltke, wie Genast erzahlt, 
sondern Oels mit Genasts nach Berka gekommen war. 
» VgL Nr. 3737—3740. 

4 Goethe kehrte 1814 December 20 von einem mehrwöchigen 
Aufenthalt in Jena nach Weimar zurück, sein Tagebuch erwähnt 
so Ende December weder .Proserpina* noch Eberwein; dieser je- 
doch erzählt: „Gegen Ende genannten Jahres [1814] begannen, 
in Hofrath Meyers Gegenwart, die Qavierproben der «Proserpina* 
in Goethes Saale, welchen die kolossalen Büsten Jupiters und 
der Minerva, . . schmückten. In der geistreichen Madame Wolff 
£5 hatte Proserpina eine würdige Repräsentantin gefunden. Diese 
. . und ich waren Goethes Erscheinen gewärtig; sie vertraute 
mir, wie sie sich noch über die Ausführung ihrer Aufgabe im 
Unklaren befinde. „Sie wissen", knüpfte sie an, „wie Goethe 
ist. Er wirft eine Idee hin, jedoch mehr andeutend, als voll- 
30 ständig erklärend. Schließlich murmelt er noch etwas Bezüg- 
liches, das die Unsicherheit, in der man sich befindet, noch ver- 
größert. Er will, daß man durch eigenes Nachdenken seine 
Gedanken ergründe und individuell reproduoire. Von der Größe 
und Originalität derselben in einen fieberhaften Zustand ver- 
sa setzt, flieht die Ruhe. Glücklich, wem es nach Anstrengung 
seiner geistigen Kräfte gelingt, sich Goethes Ideen zu bemeistern. 
Durch andauerndes Studium bei Tag und Nacht hoffe ich in 
Betreff der Proserpina seinem Wunsche entsprechen zu können, 
bin aber dessen nicht gewiß" (an dem 91, 5 — 7 genannten Ort 
40 S. 227); hieran schließt sich unmittelbar Nr. 3742. — Das Datum 



94 PROSERPINA. 1814 

] [Deoember Ende, oder 1815 Januar 2, Weimar.] [8742] 

sie auf einige Stellungen aufmerksam, die wohl graciös 
wären, aber nicht antik. Er zeigte ihr, wie sie ihr Spiel 
zu verbessern habe. Goethe sprach sich im Allgemeinen 
über die Leistung der Wolfi sehr befriedigt aus. Das s 
Wenige, bemerkte er, was noch zu wünschen sei, werde 
sich finden, sobald sie auf das Theater käme; hier sei 
der Raum zu beschränkt. 

Der Wolff bange Sorge verwandelte sich nun in aus- 
gelassene Freude und Lust. In dieser Stimmung wen- 10 
dete sie sich zu dem im Saale befindlichen Jupiter und 
machte ihm mit übertriebenem Pathos Vorwürfe, daß 
er Proserpinas Leiden und Klagen mit angehört, ohne 
auch nur eine Miene zu verziehen. Goethe und Meyer 
führten diesen Scherz in einer Weise fort, daß, wenn is 
Jupiter in Person gegenwärtig gewesen wäre, er uns 
sicher mit Donner und Blitz in die Flucht geschlagen 

hätte. 1 

Mit Amalia Wolff, Karl Eberwein und EL Meyer. — An 
dem 91, 5—7 genannten Ort S. 227 f. (Fehlt in den (Jeeprächen.) 20 

1815. 

Januar 2, Weimar. 3743 

[Nachmittags] Mme Wolff. Eberwein. ,Proserpina'. 2 

Tgb. 5, 146, 8. 
Januar 6, Weimar. 3744 25 

[Gegen Abend] Quartett-Probe von »Proserpina* im 
Theaterzimmer. 
Tgb. 5, 146, 17 f. 

1815 Januar 2 (93, 10) beruht auf Nr. 3743; nach Nr. 3763 

begann das Studium der Rolle mit Amalia Wolff schon 1814, 30 

vgl auch die 91, 30—33 genannten Stellen. 
1 — Deeember 31: „Instrumentalstimmen zu ,Proserpina' von 

Eberwein, [geschrieben von] Müller, die Chorstimmen (v. 

28. März [?]) von Eylenstein" (Burkhardt II S. 10). 
— Sachlich gehört th eilweise zu Ende 1814 wahrscheinlich 35 

Nr. 3763. 
1 Vgl. Nr. 3742. H. Meyer, dessen Anwesenheit bei der Probe 

Eberwein berichtet, nennt Goethes Tagebuch als Mittagsgast. 



1815 PROSERPINA. 95 

Januar 22, Weimar. 3745 

[Nachmittags] Mme Wolff, Probe der »Proserpina*. 
Tgb. 5, 148, 15 t 

Januar 23, [Weimar.] 3746 

ß ,Proserpina% von Eberwein, die Du kennst, wird den 

3. Februar 1 gegeben; wir haben diesem Werklein noch 

wunderlich eingeheizt, daß es als Luftballon steigen und 

zuletzt noch als Feuerwerk zerplatzen kann. 
An Zelter. — Br. 25, 169, 16—20. 

10 Januar 29, Weimar. — s. 114,4—6. 3746 a 

Februar 3, Weimar. 3747 

[Gegen Abend] Hauptprobe ,ProserpinaV 2 
Tgb. 5, 149, 19 f. 

1 Vgl. dagegen Z. 12. 15. 

15 * — Februar 4: Erste Aufführung des Melodrams am Weimarer 
Hoftheater, gespielt von Amalia Wolff; vorher gingen Kotze- 
bues Lustspiel »Zwei Nichten für Eine* und ein vom Hofmusicus 
Götze gespieltes Violin -Concert von Kreuzer. Vgl die sachlich 
hierher gehörigen Nr. 3763. 3764, sowie Genast 1, 236 f., und 

20 den 91, 5 — 7 genannten Aufsatz S. 226 — 232 Gries, der der 
Aufführung beiwohnte, schreibt über sie an B. R. Abeken, 
Februar 7 (ungedruckt): „Die »Proserpina' war eine ganz einzige 
Vorstellung. Ich habe gar nicht geglaubt, daß ein so verwerf- 
liches Genre, wie das Melodram doch eigentlich ist, einen solchen 

26 Eindruck machen könnte. Aber die Wolff hat auch in dieser 
Rolle sich selbst übertroffen. Sie gab eine rein plastische Dar- 
stellung, wie man jetzt zu sagen pflegt. Anfangs mißfiel es 
mir, daß sie ihre ganze Garderobe mit in die Hölle gebracht 
hatte; denn nicht weniger als drei Shawls hatte sie um und 

so an sich, die sie an den Bäumen und Büschen umher auf- 
hing, und wovon sie, nach Maßgabe des Textes, bei den maje- 
stätischen Stellen den purpurnen, bei den tragischen den dunkel- 
farbigen, bei den heitern den himmelblauen gebrauchte [vgl 
102, 21—103, 18]. Das alles läßt freilich ein wenig abeicht lieh ; 

35 aber davon abgesehen — wie herrlich wußte sie diese Gewänder 
zu gebrauchen! Jede ihrer Stellungen war im höchsten Grade 
malerisch ; ich glaube nicht, daß die Hendel [-Schütz] es besser 
gemacht hätte. Einen äußerst überraschenden Eindruck machte 
es, als bei der Stelle [W. 17, 49, 6 f.]: 

«0 Weh mir! ich fühle schon 

Die verhaßten Umarmungen! 



96 PROSERPINA. 1815 

Februar 6, Weimar. 3748 

[Abends] ,Proserpina* wiederholt. 1 
Tgb. 6, 149, 23. 

Februar 20, Weimar. — s. 1, 13, 11. 3749 

][März oder April, Weimar.] — s. 2,211,8—14.« 3760 5 

März 11, Weimar. 3761 

Die ,Proserpina' gib Knebeln: 8 es ist zwar immer 

noch die alte, die er kennt, und die neue Musik, so wie 

die Gebärden können wir mit Worten nicht überliefern. 

An s. Frau. — Br. 26, 232, 3—6. 10 

] [April, oder 1816 Juli Mitte, Weimar.] — 3761a 

8. 1, 141, 32—142, 6. 

April 13. Weimar. 3762 

Kann ich dem dortigen [Berliner] Theater etwas An- 
genehmes und Förderliches erweisen, so werde ich es is 
mit Freuden thun. Wie ich denn noch schließlich der 



der hintere Vorhang aufging, und nun das ganze Höllenreich 
in seiner finstern Pracht sich zeigte. In einer Höhle saßen 
die drei Parzen. Auf dem Felsen darüber der Höllenkönig in 
seiner ganzen Majestät. Umher, auf dem Gestein zwischen den 20 
Felsstücken waren die übrigen Bewohner des Tartarus in ihren 
bekannten Beschäftigungen gruppirt. Da war Lrion, Tantalus, 
die Danaiden u. s. w., alle unbeweglich, wie versteinert. Dieß 
gab ein ganz einziges Bild. Die Musik, von dem Weimarischen 
Eberwein, ist höchst vortrefflich. Höchst erschütternd war die 25 
fast choralmäßige Begleitung zu dem furchtbaren Unser! der 
Parzen." 

1 Zweite Aufführung des Melodrams am Weimarer Hoftheater; 
vorher die Oper ,Das Geheimniß' von Solie (Vulpius). 

— Februar 7: Gries an B. R. Abeken, s. 95, 20—96, 27. so 

— Februar 8: GharL Schiller an Knebel (Charl. Schiller-Knebel 
S. 175). 

2 — März 4: Charl. Schiller an Knebel: Lob der Aufführung 
(GharL Schiller-Knebel S. 186). 

— März 6: Dritte Aufführung des Melodrams am Weimarer 35 
Hoftheater; vorher Sonnleithners Lustspiel ,Der Botaniker 4 . 

— März 7: Knebel an Charl. Schiller (Charlotte Schiller 3, 358). 
— Knebel an Goethe: wünscht , Proserpina* „in ihrem neuen 
Staate" zu sehen (Br. 25, 391 zu 232, 4) ; vgl Nr. 3761. 

8 Exemplar von Druck 3; vgl Z. 38 f. 40 



1815 PROSERPINA. 97 

[April 13, Weimar.] [8762] 

,Proserpina' erwähne, deren Partitur 1 man nach Berlin 
verlangt hat. Sobald mir möglich ist, sende ich einen 
kleinen Aufsatz, 9 wie es eigentlich mit der Wieder- 
5 belebung dieses kleinen Stücks gemeint sei, und wo- 
durch dasselbe auf unserm Theater eine so günstige 
Wirkung hervorgebracht hat, wobei ich nicht verfehlen 
werde anzuzeigen, durch welche Mittel auf andern größern 
Theatern diese Wirkung nicht nur erreicht, sondern 

io gesteigert werden könne. 8 

An J. A. C. Levezow. — Br. 26, 261, 19—262, 2. 

Mai 1, Weimar. 3753 

Ich höre, daß ,Proserpina c nach Berlin verlangt worden, 

und bitte, einem Aufsatz im neusten Stück des Ber- 

i* tuchischen Mode- Journals 4 einige Aufmerksamkeit zu 

schenken. Wird jedoch mit Ernst an die Aufführung 

gedacht, so erbiete mich zu einer nähern Erklärung, 6 

wie es eigentlich mit der neuen Verkörperung dieses 

abgeschiedenen Theatergeistes 6 gemeint sei. Das Gelingen 

*> der Vorstellung hängt von gar manchen Bedingungen ab. 

An d. Grafen K. F. M. P. v. Brühl. — Br. 26, 293, 10- 18. 

][Mai 6, Weimar.] 3764 

Proserpina. 

Melodram von Goethe. Musik von Eberwein. 
£5 Weimar, Mai 1816. 

Daß dieses nun bald vierzigjährige, in den letzten 
Tagen 7 wieder aufgefrischte Monodrama bei der Vor- 



1 Von Karl Eberwein. 

* Den Z. 14 f. und 86, 8 — 11 genannten Aufsatz? oder Vordeutung 
30 auf den geplanten eigenen Aufsatz Nr. 3764? 

8 — April 16: Zelter an Goethe (G. -Zelter 2, 166). 

* VgL 86,6—11. 

6 „einer . . Erklärung 4 ' von Goethe im Conoept eingesetzt für 
„einem kleinen Aufsatze" (nemlich Nr. 3764). 

»5 • Die Worte „der" bis „Theatergeistes" von Goethe im Concept 
geändert aus „dieser Wiederbelebung eines abgeschiedenen 
Theaterversuchs". Vgl 98, 12. 

7 Vgl. 96, 16. 96, 2. 28. 36. 

Grlf. Goethe über s. Dichtungen T. II, B. 4. 7 



98 PROSERPINA. 1815 

][Mai 6, Weimar.] [S764] 

Stellung günstig aufgenommen worden, haben schon 
einige Tagesblätter 1 freundlichst angezeigt. In einem 
beliebten Journal * findet man die ganze kleine Dichtung, - 
deren sich wohl schwerlich viele erinnern möchten, wieder 6 
abgedruckt, so wie eine hinreichende Entwickelung hin- 
zugefügt dessen, was bei der Vorstellung eigentlich zur 
Erscheinung gekommen und eine gute Wirkung hervor- 
gebracht. 

Gegenwärtig aber ist die Absicht, auf die Grundsatze 10 
aufmerksam zu machen, nach denen man bei Wieder- 
belebung dieser abgeschiedenen Production 8 verfahren, 
welches eben dieselben sind, zu denen wir uns schon 
früher bekannt, und die uns so viele Jahre her geleitet, 
daß man nemlich theils erhalten, theils wieder hervor- 15 
heben solle, was uns das Theater der Vorzeit anbietet. 
Dieses kann nur geschehen, wenn man die Gegenwart 
wohl bedenkt und sich nach ihrem Sinn und ihren 
Forderungen richtet. Eigentlich aber ist der jetzige 
Aufsatz für Directionen geschrieben, welche die Partitur 20 
. dieses Stücks verlangt haben 4 oder verlangen könnten, 
damit dieselben sich in den Stand gesetzt sehen, auch 
auf ihrer Bühne denselben, ja vielleicht noch höhern 
Effect hervorzubringen. 

Und so nehme denn nach Anleitung des gedachten 25 
Journals der Inhalt hier vor allem Andern seine Stelle, 
damit der Begriff des Ganzen auf die leichteste und 

entschiedenste Weise klar werde. 

* Journal für Literatur, [Kunst,] Luxus und Mode. 1816. 
Nr. 4 S. 226 [vielmehr S. 232]. 30 

1 Welche? (Das ,Morgenblatt für gebildete Stände* und die »Zeitung 
für die elegante Welt 4 hatten keine Anzeige gebracht.) 

2 VgL 86, 6—8. 

3 VgL 97, 19. 

4 Unter ihnen Berlin (vgl 97, 2f. 13), vermuthlich auoh Wen, 35 
wohin nach Eberweins Angabe (an dem 91, 6 — 7 genannten Ort 

S. 244) wie nach Berlin Abschriften der Partitur gelangt sind, 
ohne daß Aufführungen zu Stande gekommen wären. 



1815 PROSERPINA. 99 

][M«i 6, Weimar.] [8754] 

1 „Proserpina tritt auf als Königin der Unterwelt, 
als Flutos geraubte Gattin, noch ganz im ersten Schrecken 
über das Begegniß; ermattet vom Umherirren in der 

* wüsten Öde des Orcus, hält sie ihren Fuß an, den Zu- 
stand zu übersehen, in dem sie sich befindet. Ein Rück- 
blick in den unlängst verlornen läßt sie noch einmal 
die unschuldige Wonne desselben fühlen. Sie entladet 
sich des lästigen Schmucks der ihr verhaßten Frauen- 

10 und Königswürde. 2 Sie ist wieder das reizende, lieb- 
liche, mit Blumen spielende Götterkind, wie sie es unter 
ihren Gespielinnen war; der ganze idyllische Zustand 
tritt mit ihrer Nymphengestalt uns vor Augen, in welcher 
de die Liebe des Gottes reizte und ihn zum Raube 

w begeisterte. Unglücklich, seine Gattin zu sein, unglück- 
lich, über Schatten zu herrschen, deren Leiden sie nicht 
abhelfen, deren Freuden sie nicht theilen kann, wendet 
sie ihr bedrängtes Herz zu ihrer göttlichen Mutter, zu 
Vater Zeus, der die Verhängnisse, wenn auch nicht auf- 

20 hebt, doch zu lenken vermag; Hoffnung scheint sich 
zu ihr herabzuneigen und ihr den Ausgang zum Licht 
zu eröffnen. Ihr erheiterter Blick entdeckt zuerst die 
Spuren einer höhern Vegetation. Die Erscheinung ihrer 
Lieblingsfrucht, ein Granatbaum, versetzt ihren Geist 

» wieder in jene glücklichen Regionen der Oberwelt, die 
sie verlassen. Die freundliche Frucht ist ihr ein Vor- 
bote himmlischer Gärten. Sie kann sich nicht enthalten, 
von dieser Lieblingsfrucht zu genießen, die sie an alle 
verlass'ne Freuden erinnert. Weh der Getäuschten! 

» Was ihr als Unterpfand der Befreiimg erschien, urplötz- 
lich wirkt es als magische Verschreibung, die sie un- 
auflöslich dem Orcus verhaftet. Sie fühlt die plötzliche 
Entscheidung in ihrem Innersten. Angst, Verzweiflung, 
der Huldigungsgruß der Parzen, alles steigert sie wieder 

35 i Z. 2—100, 7 aus dem 85, 8—11. 97, 14 f. genannten Aufsatz. 
Ä VgL 96, 29t 

7* 



100 PROSERPINA. 1815 

][Mal 6, Weimar.] [3764] 

« 

in den Zustand der Königin, den sie abgelegt glaubte: 
sie ist die Königin der Schatten, unwiderruflich ist sie 
es ; sie ist die Gattin des Verhaßten, nicht in Liebe, in 
ewigem Haß mit ihm verbunden. Und in dieser Ge- s 
sinnung nimmt sie von seinem Throne den unwilligen 
Besitz." 

Die verschiedenen Elemente nun, aus welchen die 
erneute Darstellung auf erbaut worden, sind folgende: 
1. Decoration, 2. Recitation und Declamation, 3. körper- 10 
liehe Bewegung, 4. Mitwirkung der Kleidung, 5. Musik, 
und zwar a. indem sie die Rede begleitet, b. indem sie 
zu malerischen Bewegungen auffordert, c. indem sie den 
Chor melodisch eintreten läßt. Alles dieses wird 6. durch 
ein Tableau geschlossen und vollendet. i* 

Da wir voraussetzen dürfen, daß diejenigen, welche 
dieser Gegenstand interessirt, den oben erwähnten kurzen 
Aufsatz zu lesen nicht verschmähen werden, enthalten 
wir uns aller Wiederholung des dort Gesagten, um die 
Bedeutimg der verschiedenen Puncte in der Kürze mög- *o 
liehst klar zu machen. 

1. Bei der Decoration, welche immer dieselbe bleibt, 
war beabsichtigt, die Gegenden des Schattenreiches nicht 
sowohl öde als verödet darzustellen. In einer ernsten 
Landschaft Poussinischen Stils 1 sah man Ueberreste ts 
alter Gebäude, zerstörte Burgen, zerbrochene Aquäducte, 
verfallende Brücken, Fels, Wald und Busch, völlig der 
Na£ur überlassen, alles Menschenwerk der Natur wieder- 
gegeben. 

Man wollte daran erinnern, daß der Orcus der Alten so 
hauptsächlich dadurch bezeichnet war, daß die Ab- 
geschiedenen sich vergebens abmühten, und es daher 
ganz schicklich sein möchte, die Schatten der Heroen, 



1 Auch zu ,Pandora< heißt es: „Der Schauplatz wird im großen 
Stil nach Pouseinisoher Weise gedacht" (W. 50, 297). s& 



' - - * . ■ ; ♦ 

: ■ . - *- - 



1815 PROSERPINA. 101 



J[Mai «, Weimar.] [8754t] 

Herrscher und Völker an dem Verfall ihrer größten 
Werke das Vergebliche menschlicher Bemühungen er- 
blicken zu lassen, damit sie, den Danaiden gleich, das- 

5 jenige immerfort wieder aufzubauen versuchten, was 
ihnen jedesmal unter den Händen zusammenfällt. 

Diese Idee war auf dem Weimarischen Theater mehr 
angedeutet als ausgeführt, und hier wäre es, wo größere 
Bühnen unter sich wetteifern und eine bedeutende, dem 

io Auge zugleich höchst erfreuliche Decoration aufstellen 
könnten. 

Deutschland besaß einen Künstler, Franz Eobell, 1 
welcher sich mit Ausführung dieses Gedankens gern und 
oft beschäftigte. Wir finden landschaftliche Zeichnungen 

15 von ihm, wo Ruine und Trümmer aller Art ausgesäet 
oder, wenn man will, zusammengestellt sind, vielleicht 
allzu reichlich; aber eben deßwegen könnten diese Zeich- 
nungen geschmackreichen Künstlern zum Stoff und zu- 
gleich zum Anlaß dienen, die hier geforderte Decoration 

20 für ihre Theater glücklich auszubilden. 

Sehr schicklich und angenehm würde dabei sein, wenn 
ein Theil der Scene eine verödete Villa vorstellte, wo- 
durch der geforderte Granatbaum und die erwähnten 
Blumen motivirt und mit dem Übrigen nothwendig ver- 
sa bunden würden. Geistreiche Künstler fänden in dieser 
Aufgabe eine angenehme Unterhaltimg, wie denn z. B. 
etwas erfreulich Bedeutendes entstehen müßte, wenn in 
Berlin unter Anleitung einer so einsichtigen als thätigen 
Generalintendanz die Herren Schinkel und Lütke sich 

so zu diesem Endzweck verbinden wollten, indem die Talente 
des Landschaftmalers und Architekten vereinigt an- 
gesprochen werden. Auch würde man in Stuttgart das 
dort wahrscheinlich noch befindliche Gemälde des zu 
früh abgeschiedenen Kaaz zu Rathe ziehen können, 

u welches sich den Preis verdiente, als die dortigen Kunst- 

1 Vgl Br. 5, 12, 5—10. 8, 59, 14. 



102 PROSERPINA. 1815 



3 [Mai 0, Weimar.] [3754] 

freunde eine der hier verlangten Decoration ziemlich 
ähnliche Landschaft als Aufgabe den deutschen Künstlern 
vorlegten.* Dadurch würde bei dieser Gelegenheit ein 
schon beinahe vergessenes Bestreben deutscher Kunst- ß 
hebe und Kunstförderung wieder vor die Augen des 
Publicums gebracht: denn nicht allein was auf dem 
Theater, sondern auch was von Seiten der bildenden 
Kunst geleistet worden, wäre wieder zu beleben und 
zu benutzen. io 

2. Daß nun auf einem solchen Schauplatz Recitation 
und Declamation sich musterhaft hervorthun müsse, 
bedarf wohl keiner weitern Ausführung; wie denn bei 
uns deßhalb nichts zu wünschen übrig bleibt. So wie 
denn auch i& 

3. die körperliche Bewegung der Darstellenden 
in größter Mannichfaltigkeit sich einer jeden Stelle eigen- 
tümlich anschloß, und 

4. die Kleidung entschieden mitwirkte; wobei wir 
folgende Bemerkung machen. Proserpina tritt auf als 20 
Königin der Unterwelt; prächtige über einander gefaltete 
Mäntel, Schleier und Diadem bezeichnen sie ; aber kaum 
findet sie sich allein, so kommt ihr das Nymphenleben 
wieder in den Sinn, in das Thal von Enna 1 glaubt sie 
sich versetzt, sie entäußert sich alles Schmucks und 2s 
steht auf einmal blumenbekränzt wieder als Nymphe 
da. Daß nun dieses Entäußern der faltenreichen Ge- 
wänder zu den schönsten mannichfaltigsten Gestaltungen 
Anlaß gebe, daß der Contrast einer königlichen Figur 

* Siehe Morgenblatt, Jahrgang 1810, Nr. 257. 30 



1 Vgl die Italienische Reise, Sioilien, Castro Giovanni 29. April 
1787: „Das alte Enna empfing uns sehr unfreundlich: . . . Wir 
thaten ein feierliohes Gelübde, nie wieder nach einem mytho- 
logischen Namen unser Wegeziel zu richten" (W. 31, 178, 6t 
12—14), und Ovids Darstellung des Raubes der Proserpina im s& 
Thal von Enna, Metamorphosen 5, 385 — 408. 



1815 PROSERPINA. 103 



][Mai 0, Weimar.] [3754] 

mit einer daraus sich entwickelnden Nymphengestalt 
anmuthig überraschend Bei, wird niemanden entgehen 
und jede geschickte Schauspielerin reizen, sich auf diese 

s Weise darzustellen. 

Die Nymphe jedoch wird bald aus ihrer Täuschung 
gerissen; sie fühlt ihren abgesonderten kläglichen Zu- 
stand, ergreift eins der Gewänder, mit welchem sie den 
größten Theil der Vorstellung über ihre Bewegungen 

10 begleitet, sich bald darein verhüllt, sich bald daraus 
wieder entwindet und zu gar mannichfaltigem panto- 
mimischem Ausdruck, den Worten gemäß, zu benutzen 
weiß. 
Auch dieser Theil war bei unserer Vorstellung voll- 

i& kommen ; bewegliche Zierlichkeit der Gestalt und Kleidung 
flössen in eins zusammen, so daß der Zuschauer, weder 
in der Gegenwart noch in der Erinnerung, eins von dem 
andern abzusondern wußte, noch weiß. Eine jede deutsche 
Künstlerin, welche sich fühlt, wird diese Aufgabe zu 

20 lösen für angenehme Pflicht halten. 

5. Nunmehr aber ist es Zeit, der Musik zu gedenken, 
welche hier ganz eigentlich als der See anzusehen ist, 
worauf jener künstlerisch ausgeschmückte Nachen ge- 
tragen wird, als die günstige Luft, welche die Segel 

25 gelind, aber genugsam erfüllt und der steuernden Schifferin 
bei allen Bewegungen nach jeder Richtung willig ge- 
horcht. 

Die Symphonie eröffnet eben diesen weiten musi- 
kalischen Raum, und die nahen und fernen Begrän- 

30 zungen desselben sind lieblich ahnungsvoll ausgeschmückt. 
Die melodramatische Behandlung hat das große Verdienst, 
mit weiser Sparsamkeit ausgeführt zu sein, indem sie 
der Schauspielerin gerade so viel Zeit gewährt, um die 
Gebärden der mannichfaltigen Uebergänge bedeutend 

35 auszudrücken, die Rede jedoch im schicklichen Moment 
ohne Aufenthalt wieder zu ergreifen, wodurch der eigent- 



104 PROSERPINA. 1815 

3 [Mal 6, Weimar.] [3754] 

lieh mimisch-tanzartige Theil mit dem poetisch-rheto- 
rischen verschmolzen, und einer durch den andern ge- 
steigert wird. 

Eine geforderte und um desto willkommenere Wirkung 6 
thut das Chor der Parzen, welches mit Gesang eintritt und 
das ganze recitativartig gehaltne Melodram rhythmisch- 
melodisch abrundet: denn es ist nicht zu läugnen, daß 
die melodramatische Behandlung sich zuletzt in Gesang 
auflösen und dadurch erst volle Befriedigung ge- 10 
währen muß. 

6. Wie sich nun dieser Chorgesang zur Declamation 
und melodramatischen Begleitimg verhielt, ebenso ver- 
hielt sich zu der an einer einzelnen Gestalt in's Un- 
endliche vermannichfaltigten Bewegung das unbewegte 16 
Table au des Schlusses. Indem nemlich Proserpina in 
der wiederholten Huldigimg der Parzen ihr unwider- 
rufliches Schicksal erkennt und, die Annäherung ihres 
Gemahls ahnend, unter den heftigsten Gebärden in 
Verwünschungen ausbricht, eröffnet sich der Hintergrund, 20 
wo man das Schattenreich erblickt, erstarrt zum Gemälde, 
und auch sie, die Königin, zugleich erstarrend als Theil 
des Bildes. 

Das Schattenreich war also gedacht und angeordnet: 
In der Mitte eine schwach beleuchtete Höhle, die drei 25 
Parzen umschließend, ihrer Beschäftigung gemäß von 
verschiedenem Alter und Kleidung, die jüngste spinnend, 
die mittlere den Faden ausziehend und die älteste mit 
der Schere bewaffnet. Die erste emsig, die zweite froh, 
die dritte nachdenkend. Diese Höhle dient zum Fuß- so 
gestelle des Doppelthrons, auf welchem Pluto seinen 
Platz ausfüllt, die Stelle jedoch zu seiner Rechten leer 
gesehen wird. Ihm linker Hand, auf der Nachtseite, 
erblickt man unten zwischen Wasserstürzen und herab- 
hängenden Fruchtzweigen, bis an den Gürtel in schäumen- ss 
den Wellen, den alten Tantalus, über ihm Ixion, 



1815 PROSERPINA. 105 

][M*i 6, Weimar.] [8764] 

welcher das ihn aus einer Höhle fortreißende Rad auf- 
halten will, gleichfalls halbe Figur; oben auf dem Gipfel 
des Felsens Sisyphus, ganze Figur, sich anstrengend, 

5 den auf der Kippe schwebenden Steinblock hinüber zu 
werfen. 

Auf der lichten Gegenseite waren die Seligen vor- 
gestellt. Und wie nun Laster und Verbrechen eigent- 
lich am Individuum kleben und solches zu Grunde 

10 richten, alles Gute und Tugendhafte dagegen uns in das 
Allgemeine zieht, so hatte man hier keine besonders 
benannten Gestalten aufgeführt, sondern nur das all- 
gemein Wonnevolle dargestellt. Wenn auf der Schatten- 
seite die Verdammniß auch dadurch bezeichnet war, 

16 daß jener namhaften Heroen jeder allein litt, sprach 
sich hier dagegen die Seligkeit dadurch aus, daß allen 
ein geselliger Genuß bereitet war. 

Eine Mutter, von vielen Kindern umgeben, zierte den 
würdigen Grund, worauf der frohbegrünte elysische 

co Hügel empor stieg. Ueber ihr eilte den Berg hinab 
eine Gattin dem herankommenden Gatten entgegen; 
ganz oben in einem Falmenlusthain, hinter welchem die 
Sonne aufging, Freunde und Liebende in vertraulichem 
Wandeln. Sie wurden durch kleine Kinder vorgestellt, 

26 welche gar malerisch f ernten. Den Farbenkreis hatte 
der Künstler über das Ganze vertheilt, wie es den 
Gruppen und der Licht- und Schattenseite zukam. Denke 
man sich nun Proserpina im königlichen Schmuck, 
zwischen der kinderreichen Mutter und den Parzen, 

so hinanstaunend zu ihrem leeren Thron, so wird man das 
Bild vollendet haben. 

Die löbliche Gewohnheit, das Bild nach einer kurzen 
Verdeckung zum zweiten Male zu zeigen, benutzte man 
zum Abschluß. Ein niederfallender Vorhang hatte auch 

86 Proserpina mit zugedeckt ; sie benutzte die kurze Zwischen- 
zeit, sich auf den Thronsitz zu begeben, und als der 



106 PROSERPINA. 1815 

] [Mal 6, Weimar.] [8754] 

Vorhang wieder aufstieg, sah man sie neben ihrem 
Gemahl, einigermaßen abgewendet, sitzen und sie, die 
Bewegliche, unter den Schatten erstarrt. Chorgesang 
mit Musikbegleitung dauerte bis zu Ende. & 

Die Beschreibung des Gemäldes gibt zu erkennen, 
daß wir dem beschränkten Raum unserer Bühne gemäß 
mit einer löblichen lakonischen Symbolik verfahren, 
wodurch alle Figuren und Gruppen deutlich hervor- 
leuchteten, welches bei solchen Darstellungen höchst io 
nöthig ist, weil dem Auge nur wenig Zeit gegeben wird, 
sie zu fassen. 

Wie wir nun Anfangs den Architekten und Landschaft- 
maler zu Hülfe gerufen, so werden Bildhauer und Maler 
nun eine dankbare Aufgabe zu lösen eingeladen. Den 16 
Raum größerer Theater benutzend, können sie ein un- 
geheures, mannichfaltiges und dennoch aus einander 
tretendes faßliches Gemälde darstellen. Die Grundzüge 
sind gegeben; wobei wir gestehen, daß wir uns nur 
mit Mühe enthielten, mehrere Gebilde, welche theils die *> 
Mythologie, theils das Gemüth aufdrang, anzubringen 
und einzuschalten. 

Und so wären denn die Mittel klar aus einander gelegt, 
deren man sich bedient hat und noch bedienen kann, 
um mit geringem Aufwand bedeutenden Effect hervor- 2* 
zubringen. 

Das deutsche Theater besitzt viele kleine komische 
Stücke, welche jedermann gern wiederholt sieht; schwerer 
und seltner sind kurzgefaßte Tragödien. Von den Melo- 
dramen, denen der edle Inhalt am besten ziemt, werden so 
»Pygmalion* 1 und ,Ariadne' 2 noch manchmal vor- 
gestellt; die Zahl derselben zu vermehren, dürfte daher 
als ein Verdienst angesehen werden. Das gegenwärtige 

1 Von J. J. Rousseau, mit Musik von Benda, vgL WH. 22, 269. 
8 ,Ariadne auf Naxos', Duodrama von J. C. Brandes, mit Musik » 
von Benda. 



1815 PROSERPINA. 107 

][Mä1 6, Weimar.] [8754] 

kleine Stück, welches sich in idyllischen, heroischen, 
leidenschaftlichen, tragischen Motiven immer abwechselnd 
um sich selbst herumdreht, konnte 1 seiner Art nach 

5 Gelegenheit geben, manche Mittel, welche seit seiner 
Entstehung die deutsche darstellende Kunst erworben, 
ihm zu Gunsten anzuwenden. Die landschaftliche Kunst 
hat sich in diesen letzten Zeiten von der bloßen Aus- 
und Ansicht wirklicher Gegenstände (veduta) zur höhern, 

io ideellen Darstellung erhoben. Die Verehrung Poussins 
wird allgemeiner, und gerade dieser Künstler ist es, 
welcher dem Decorateur im landschaftlichen und archi- 
tektonischen Fache die herrlichsten Motive darbietet. 
Becitation und Declamation haben sich auch gesteigert 

15 und werden immer in's Höhere reichen können, wenn 
sie nur dabei mit dem einen Fuße den Boden der Natur 
und Wahrheit zu berühren verstehen. Schöne, an- 
ständige körperliche Bewegung, an die Würde der Plastik, 
an die Lebendigkeit der Malerei erinnernd, haben eine 

20 Kunstgattung für sich begründet, welche ohne Theil- 

nahme der Gewänder nicht gedacht werden kann, und 

deren Einfluß sich gleichfalls schon auf die Tragödie 

erstreckt. 

Eben so ist es mit den Tableaux, mit jener Nach- 

25 bildung eines gemalten Bildes durch wirkliche Personen. 
Sie fingen in Klöstern, bei Krippchen, Hirten und Drei- 
Königen an und wurden zuletzt ein gleichfalls für sich 
bestehender Kunstzweig, der manchen Liebhaber reizt 
und beschäftigt, * auch sich einzeln schon auf dem Theater 

30 verbreitet hat. Ein solches Bild, nicht einem andern 
Bilde nachgeahmt, sondern zu diesem Zweck erfunden, 
welches bei festlichen Gelegenheiten bei uns mehrmals 



1 Der Zusammenhang fordert doch wohl „könnte" (wie WK. 30, 
789 eingesetzt ist). 
85 * VgL »Die Wahlverwandtschaften* Theil II Capitel 5. 6, und 
Böttiger 2, 310 f. 



I 



108 PROSERPINA. 1815 



][Mai 6, Weimar.] [8764] 

geschehen, hat man hier angebracht und an das Stück 
dergestalt geschlossen, daß dieses dadurch seine Vollen- 
dung erlangt. 

Auch darf man wohl zuletzt noch die Mäßigkeit des s 
Componisten rühmen, welcher sich nicht selbst zu hören, 
sondern mit keuscher Sparsamkeit die Vorstellung zu 

fördern und zu tragen suchte. 

Aufsatz im ,Morgenblatt< 1815 Juni 8, Nr. 136. — W. 40, 
106—118. 10 

Mai 6, Weimar. 3755 

[Früh] Dictirt. »Proserpina*. 1 
Tgb. 5, 160, 7. 

][Mai 17, Weimar.]* 3756 

Meine ,Proserpina< habe ich zum Trager von allem i& 
gemacht, was die neuere Zeit an Kunst und Kunst- 
stücken gefunden und begünstigt hat: 1. Heroische, 
landschaftliche Decoration, 2. gesteigerte Recitation und 
Declamation, 3. Hamiltonisch-Hendelische Gebärden, 8 
4. Kleiderwechslung, 5. Mantelspiel und sogar 6. ein 20 
Tableau zum Schluß, das Reich des Pluto vorstellend, 
und das alles begleitet von der Musik, die Du kennst, welche 
diesem übermäßigen Augenschmaus zu willkommener 
Würze dient. Es ward mit vielem Beifall aufgenommen 
und wird bei Anwesenheit fremder Herrschaften zum 2& 
brauchbaren Musterstückchen dienen dessen, was wir 
vermögen. 4 

1 Den für das Morgenblatt bestimmten Aufsatz Nr. 3754. 

8 Daß dieser Theil des Briefes schon Ende April oder Anfang 

Mai (7. ?) geschrieben sein muß, ist mir erst nachträglich klar so 

geworden, vgl Erl. zu Nr. 3980. 

* Zu Lady Hamilton (Emma Harte) vgl besonders Italienische 
Reise, Caserta 16. März (W. 31,54, 16—55, 15); wegen Frau 
Hendel-Schütz vgl. Tag- und Jahree-Hefte 181Q (W. 36, 68, 
22—26). 35 

* Daß derartige Aufführungen in der Folge nicht Statt fanden, 
hing jedenfalls zusammen mit dem Abgang Amalia Wolfis vom 
Weimarer Hoftheater im Frühling 1816, 



1815 PROSERPINA. 109 

][Ma1 17, Weimar.] [8766] 

[1,389,14—19.] 

Nicht weniger werde ich von der Aufführung der ,P ro- 
se rpi na' Rechenschaft geben, 1 und dasjenige, was ich 
6 oben nur kurz ausgesprochen, umständlicher darthun, 
damit eine gleiche, ja eine erhöhte Vorstellung dieses 
kleinen Stücks auf mehreren Theatern Statt haben könne. 
An Zelter. — Br. 25, 328, 21—329, 8. 330, 1—6. 

Mai 20, Weimar. 3757 

io Im Begriff nach Wiesbaden abzugehen, verfehle ich 
nicht, . . ein in meinem letzten Briefe angedeutetes Ver- 
sprechen 2 zu erfüllen. 

Es geht nemlich mit der fahrenden Post eine kleine 

Rolle ab, worauf ich jenen Aufsatz über ,Proserpina <8 

16 gewickelt habe, welchen jedoch zu secretiren bitte, bis 

er im ,Morgenblatt< erscheint, für welches er bestimmt ist. 

Zugleich finden Sie auf derselben Rolle eine Zeichnung, 

wie wir das Reich des Pluto dargestellt, weches denn 

freilich auf einem großen Theater vollständiger, be- 

to deutender und herrlicher erscheinen kann. 

An d. Grafen K. F. M. P. v. Brühl — Br. 25, 340, 22—341, 11. 

Mai 20, Weimar. 3758 

Rolle und Brief [an] Graf Brühl: ,Proserpina c 

[Nr. 3757]. 
Z5 Tgb. 5,162, 2f. 

Mai 28, Wiesbaden. 3759 

[Früh] Briefe. [An] Dr Cotta, Stuttgart, ,Proser- 
pina'. 4 

Tgb. 5, 163, 12. 



w i In dem Aufsatz Nr. 3754. 
2 VgL 97, 16—19. 
» Nr. 3764. 
4 Den für das Morgenblatt bestimmten Aufsatz Nr. 3754. 

— Juni 8: Datum der Nummer des Morgenblattes, in der 
ss Nr. 3754 erschien. 

— Juni 12: Vierte Aufführung des Me'odrams am Weimarer 
Hoftheater; vorher Mehuls Oper ,Je toller, je besser*. 



1 



110 



PROSERPINA. 



1815 



Juni 15, Wiesbaden. — s. 1, 390 f 18— 21. 1 



3760 



«3,/ 



1816. 

Weimar. — s. Nr. 17. 18 (1, 14). 

- s. 2, 223, 6. 

- s. Nr. 4346. 

- s. Nr. 2383 (3, 141). 

- s. Nr. 26 (1, 15). 

- s. Nr. 2384 (3, 142). 

- s. Nr. 27 (1, 15). 



Mai 
Mai 

Juni 3, Weimar. 
Juni 10, Weimar. 
Juni 26, Weimar. 
Juli 4, Weimar. - 
Juli 8, Weimar. - 
Juli 8, Weimar. - 



3760 a. b. 

3760o 6 
3760d 
3760e 
3760 f 
3760g 
3760h 10 



1817. 

April 28, Jena. — s. Nr. 1189 (2, 241). 



3760i 



] [Februar 14, Weimar.] 
März [Anfang], Weimar. 



1819. 

s. 2, 641, 11—16. 
s. 1, 16, 13. 



3761 
3762 is 



1828. 

][???] 3763 

[Zu (1814 Ende? und) 1815 Januar, Februar 4.] 2 
Das Monodram ,Proserpina' wurde, nach Eberweins 
Composition, mit Madame WolS eingelernt, und eine 20 
kurze, aber höchst bedeutende Vorstellung vorbereitet, 
in welcher Becitation, Declamation, Mimik und edel- 
bewegte plastische Darstellung wetteiferten, und zuletzt 



1 Vgl. 1, 390, 22 — 20 ; über dem Anfang des Proserpina- Aufsatzes 
steht als Motto: 26 

„ Liebling der Pomonel 

O Apfel Proserpinens, die mit Lost 

Und Wollast deine goldnen Körner 

Im Reich des Höllengottes aß, 

Doch weder allen Nektar ferner, SO 

Noch den Olymp vergaß. 

Nach Ramler." 

2 Goethe hat, veranlaßt durch Riemers Bemerkung: »Proserpina* 
gehöre in's Jahr 1815, in einer Handschrift der Tag- und Jahree- 
Hefte an den Rand geschrieben: „Diese Stelle käme zu 85 
Anfang 1815" (W. 36,409); vgl aber 93,21—23, wonach die 
Proben wahrscheinlich doch schon 1814 begannen. Übrigens 
vgl. 111,25—27. 



1823 PROSERPINA. 111 

][???] [3763] 

ein großes Tableau, Plutos Reich vorstellend und 

das Ganze krönend, einen sehr günstigen Eindruck 

hinterließ. 
6 Tag- und Jahres-Hefte, 1814. — W. 36, 89, 6—12. 

] [Januar zwischen 10 und 19, Weimar.] — 3763 a 

s. Nr. 100 (1, 66). 

Februar [vor 17], Weimar. — s. Nr. 101 (1,66). 3763 b 

][Juli 17. 19, Marienbad.] 3764 

io [Zu 1815.] * Das Monodram ,Proserpina* ward bei 

uns mit Eberweins Compositum glücklich dargestellt; 9 

,Epimenides', für Berlin gearbeitet; 8 zu Schillers und 

Ifflandß Andenken gemeinschaftlich mit Peucer ein kleines 

Stück [»Nachspiel zu Ifflands Hagestolzen', s. Anhang II] 

16 geschrieben. 

Tag- und Jahres-Hefte, 1815. — W. 36, 100, 19—23. 

][Juli zwischen 19 und 22, Marienbad.] — 3764a 

s. Nr. 36 (1, 26). 

August zwischen 11 und 21, Marienbad. — s. 1, 149, 18. 4 3765 

20 1825. 

Januar 12. 13, Weimar. — s. 3, 110, 31. 3765 a 

Mai 28, Weimar. — s. Nr. 38 (1, 29). 3765b 

1826. 

Februar 1, Weimar. — s. 1, 31, 3f. 3766c 



25 1 In einer Handschrift der Tag- und Jahres-Hefte die Rand- 
bemerkung Eckermanns: „Hieher die ausführlich» Stelle von 
1814", d. h. Nr. 3763, vgL 110, 33—37. 

2 VgL 95, 15. 96, 2. 36. 109, 36. 

8 Diese Angabe ist nicht „falsch", wie Düntzer WK. 25, 64 be- 
so hauptet, aber undeutlich ; die Arbeit an »Epimenides' fallt 1814, 
die Aufführung (hinter „Epimenides" ist doch wohl aus dem 
Vorhergehenden zu ergänzen: „ward glücklich dargestellt") fand 
Statt in Berlin 1815 März 30, in Weimar 1816 Februar 7 (vgL 
1,402,2t). 

35 * Merkwürdiger Weise nennt Goethe hier ,Proserpina' für sich 
allein und als „Mdodrame", ohne den .Triumph d. E.' anzuführen. 



PBOSEBPINA. 1827 

1827. 

Weimar. — s. Nr. 58—62 (1, 46— 47).» 3766d— h 



Mai 3, 

Juni 30, 

Juli 3, 

September 1 

September 18, } Weimar. — b. Nr. 63—66 (1,47t). 3766i— 1 

September 21, 



-17.) 

r 18, \V 
f 21,j 



Juni 28, 

October 20, \ Weimar. — s. Nr. 66—68 (1, 481). 

November 8, I 



Februar 9, Weimar. — s. Nr. 69 (1,49). 3766p ü 

Februar 17, Weimar. — s. Nr. 109 (1, 70). 3766n 



1 — August 23: „Das Geapräch kam auf die Sängerin Sontag . . 
Er sprach . . Sie besitze ein wahrhaft charakteristisches Profil, 
eigensinnige Selbstständigkeit und grandiose Feethaltung an 
Ideen ausdrückend, fast proaerpinenartig; aber nur einmal, bei 10 
einer raschen Wendung des Gesichts, als sie etwas widersprechen 
eu müssen glaubte, sei dieses Profil hervorgetreten" (Gespräche 
6,174; Hüller S. 160). 



Requiem dem frohsten Hanne des Jahrhunderts. 

Handschriften: 1. Flüchtige Niederschrift von Goethes Hand; im 
Goethe- and Schüler- Archiv. 
2. Abschrift von Schrei berhiuid, Vorlage für Druck I ; im 
S Goethe- und Schiller-Archiv. 

Erster Druck; 1836, Werke Q. 1 (1), fiOf., unter dem Titel .Requiem, 
dem frohsten Manne des Jahrhunderts, dem Fürsten von Ligne. 
Gest. den 14. Deo. 1814, (Fragment)', in der Abtheilung 
„Cantaten" zwischen ,Die erste Walpurgisnacht' und .Zelters 
10 siebzigster Geburtstag gefeiert . . am 11. Deoember 1828'. 

Zweiter Druck: 1842, Werke N. 16, 49—64. Titel wie in Druck 1, 
in der Gruppe „An Personen", zwischen den Gedichten 
, Feier der Gebnrtsstunde dea Erbprinzen Carl Friedrich . .' 
und ,An Mademoiselle Oeser zu Leipzig'. 
is Weimarer Ausgabe: 1894, W. 16,383—389 und 566-56B, unter 
dem Titel , Requiem dem frohsten Manne des Jahrhunderts'; 
am Schluß, nach .Des Epimenides Erwachen'. 



1815. 

'Januar 29, Weimar. 3766 

) Der biographische Versuch über Prinz Ligne ist sehr 
glücklich ger&then und setzt eine schöne Übersicht des 
Weltwesens voraus. Ich habe mich dadurch aufs wunder- 
barste angeregt gefunden und sogleich angefangen, unserm 

1 — Januar 16: Der Herzog Karl August sendet von Wien aus 
an Goethe die vom Grafen Moritz O'Donell verfaßte .Bio- 
graphische Skizze des Fürsten Karl Lamoral von Ligne' 
(G.-0'Donell S. 185—192); Fürst Ligne war 1814 December 13 
(nicht 14, vgl. Z. 8) gestorben. Vgl Z. 20-22. 
— Januar 24: „Pr. [Prinoe] de Ligne Leben" (Tgb. 8, 148, 24); 
i vgl Z. 20—22. 24—28. 

n t. rr. b. t. 8 



114 REQUIEM DEM FROHSTEN MANNE. 1815 

] [luiu SS, Weimar.) [IMS] 

abgeschiednen Freunde ein Requiem zu dichten, wovon 
einsweilen der Eingang beiliegt. 1 Ich bin schon weit 
hinein,* und wäre wohl schon fertig, wenn nicht die 
Bewegung der festlichen Tage* meine geringe Thätigkeit s 
für das Mächst« in Anspruch nähme. Ich hoffe aber 
bis zur Hälfte Februars das Ganze zu Stande zu bringen 
und werde es dann sogleich an Graf [Moritz] O'Donell 
senden. 1 

An d. Herzog Karl Angnat — Br. 26, 176, 23-177, 10. 10 

1 Diese Abschrift ist nicht bekannt; 

1 Die Worte „bin" bis „hinein" hat Goethe im Conoept selbst 
eingefügt. 

' Darunter die Proben rur .Proaerpina', vgL Nr. 3746—8747. 

* Beides geschah nicht. Im Conoept folgen nach „senden" noch lfi 
die wieder gestrichenen Worte: „mit einigen Bemerkungen, die 
vielleicht dem Componisten, wenn er eich finden sollte". 



Romeo and Jolle. 



BatuUcftriften: sind nicht bekannt 
Drucke: sind nicht vorhanden. 



1767. 

s October 17, Leipzig. 376? 

Ich habe einen Plan zu einem neuen .Romeo' 1 ge- 
macht, weil mir Weißens seiner 1 beim Durchlesen gar 
nicht gefallen hat; Gott bewahre einen für der Idee ihn 
auszuführen. 
10 Un si penible ouvrage 

Jamais d'un ecolier ne jut Vaprentissage 
und ich bin, dem Himmel sei Dank, noch ecolier per 
omnes casus. 

An Behriach. — Br. 1,122,25—123,4. 
is October 24, Leipzig. 376S 

Ich habe durch mein undeutliches Schieiben den Miß- 
verstand verursacht, daß du Roman für Romeo 8 ge- 
lesen hast. Ja, mein weither Kritikus, ich bin so frei 
gewesen, einen neuen Plan zu ,Romeo und Julie' zu 
m machen, der mir besser scheint als W. [C. F. Weiße] 
seiner, doch das in parenthesi, unter uns. Es wäre ein 
verfluchter Stolz, wenn ich's laut sagte. 
An Behriach. — Br. 1, 124, 3—9. 

i J. Minor glaubt hieraus ach ließen zu dürfen, Goethe habe der 
sä Dichtung den Titel ,Der neue Romeo* geben vollen, und be- 
merkt dazu: „(dieser Titel nach der Nouvtllt Heloite)", vgl. 
Zeitschrift für Allgemeine Geschichte, . . 1886, Heft IX, S. 665. 
' , Romeo und Julie, ein bürgerliches Trauerspiel in fünf Auf- 
zügen' von Christian Felix Weiß«, in Leipzig 1767 Mai 6 zum 
so ersten Mal aufgeführt (vgl. Geepräohe 6, 267 f.). 
3 VgL 2. 6. 



Handschriften: sind nicht bekannt 
Drucke: sind nicht vorhanden. 



1767. 




Hai 11, Leipzig. — s. Nr. 73 (1,52). 
October 12, Leipzig. — s. Nr. 74 (1, 53). 


3768a * 
3768 b 


ISO». 




][Nach October 10, T] — s. Nr. 75 (1,53). 


3768 c 



1812. 

][Mära, April, Weimar, Jena, oder Hai, Juni, Karlsball.] 3768d 10 
— s. Nr. 76(1,63). 

1818. 

][Ende oder 1810 Anfang, Weimar.] 3768 

Beispiels willen . . gedenken wir des Buches Ruth, 
welches bei seinem hoben Zweck, einem Könige von is 
Israel anständige, interessante Voreltern zu verschaffen, 
zugleich als das lieblichste kleine Ganze betrachtet 
werden kann, das uns eplach und idyllisch überliefert 
worden ist. 

Eben so 1 hat das Buch Ruth seinen unbezwinglichen to 
Reiz über manchen wackern Mann schon ausgeübt, daß 
er dem Wahn sich hingab, das in seinem Lakonismus 
unschätzbar dargestellte Ereigniß könne durch eine aus- 

> Wie das Hohe Lied. 



1818 RUTH. 117 

][Endo oder 1810 Anfang, Weimar.] [8769] 

führliche, paraphrastische Behandlung noch einigermaßen 

gewinnen. 1 

Und so dürfte Buch für Buch das Buch aller Bücher 

& darthun, daß es uns deßhalb gegeben sei, damit wir 

uns daran, wie an einer zweiten Welt, versuchen, uns 

daran verirren, aufklären und ausbilden mögen. 

Noten und Abhandlungen zu besserem Verstandniß des 
West-östlichen Divans: Hebräer. — W. 7, 7, 19—8, 2. 9, 1—11. 

io 1824. 

«März 8, Weimar. 3770 

Das Büchlein Ruth wirkt auf alle poetisch produc- 

tiven Geister klapperschlangenartig; man enthält sich 

nicht einer Bearbeitung, Paraphrase, Erweiterung dieses, 

15 freilich sehr liebenswürdigen, aber uns doch sehr ferne 

liegenden Stoffs. 

An Zelter. — Br. 38, 68, 20—24. 



1 Hiernach scheint es fast, als sei Goethes ,Ruth* nicht eine 
dramatische, sondern eine epische Dichtung gewesen (vgL aber 

20 1, 52, 36—37). 

2 — Februar 8, Zelter an Goethe: kündigt die epische Dichtung 
»Ruth* von Streckfuß an; „Er ist durch Dich selbst [vgL 
Nr. 3769] angeregt, das Buch Ruth in vier metrische Gesänge 
zu bringen, . ." (G. -Zelter 3, 398.) 




Satyros oder der vergötterte Waldteufel. 

Handsckri/len : 1. Das Ganze, Abschrift (ies Fräuleins Luise v. Goch - 
hausen, in dem von Erich Schmidt Faust Ia S. IX be- 
schriebenen Sammelbande; im Goethe- and Schi Her- Archiv. 

2. Das Genie, Abschrift von Schreiberhand, aus dem Besitz s 
F. II. Jaoobis (vgl Nr. 3770. 3776); im Goethe- und Schiller 

(Eine Abschrift von Handschrift 2 ans dem Besitze 
W. v. Maltzahns wurde 1891 in Berlin durch das Antiquariat 
von Albert Cohn versteigert, vgl. GJ. 12,283 und W. 16,414; 10 
wo befindet sie sich jetzt T) 

Erster Druck: 1817, Werke Cotta» 9,307—336, unter dem Titel 
.Satyros oder der vergötterte Waldteufel. Drama. 1770'; 
wegen der Anordnung des Titels im Inhalts- VerzeichniQ dieses 
Bandes vgl. 1, 426, 26-30. i& 

Zweiter Druck: 1817, Werke Cotta J (Ergänzungsband, vgl. 1, 4, 
17—25) 14, 187—216; Titel wie in Druck 1. 

Dritter Druck: 1828, Werke Cotta' 13, 76— 10S; Titel wie in 
Druck 1. VgL 1, 426, 26—30. 

Weimarer Aufgabe: 1894, W. 16, 75—104 und 414—416. *o 



][M»i Anfang, Frankfurt.] — s. Nr. 4378.» 3771 

T Mai 28, Frankfurt 3772 

Scliönborn in einem Briefe aus Algier, den ich gestern 

empfangen habe, schreibt mir: „Klopstock wird Sie u 

durch Boie um einige Ihrer Arbeiten ersuchen lassen.." 



1 Sachlich gehört in die Zeit der Entstehung (1773 Sommer): 

1,439,25—29; vgl auch Nr. 1212 (2, 263t). 
* — ?Mai 17: Heinse an Gleim (GJ. 1,86). 



1774 SATYROS. 119 

[?Mai 28, Frankfurt.] [8772] 

Und warum soll ich Klopstocken nicht schreiben, ihm 
selbst schicken, was es auch sei, und was für einen 
Äntheil er auch dran nehmen kann ! Soll ich den Leben - 
6 den nicht anreden, zu dessen Grabe ich wallfahrten 
würde? Hier haben Sie also ein Stück, 1 das wohl nie 
gedruckt werden wird, das ich bitte mir gerade zurück- 
zusenden. [— Nr. 261 (1, 159).] 

An Klopetock. — Br. 2, 162, 11—20. 
10 ?] Juni 1, [Frankfurt] 3772a 

Ich habe Klopstocken geschrieben und ihm zugleich 

was geschickt, * brauchen wir Mittler, um uns zu com- 
municiren? 8 

An G. F. B. Schönborn. — Br. 2, 171, 15—17. 

15 ? Juni 27, Prankfurt. — 8. Nr. 804 (1,427). 3772 b 

?][October Mitte, Frankfurt.] — s. Nr. 852 (2, 15). 3772o 

November [15, Frankfurt.] 3773 

Schicken Sie mir doch den ,Satyros'. 4 

An J. L. Böckmann. — Br. 2, 204, 4L 

20 1777. 

October 30, Weimar (Gartenhauschen). 3774 

2j. aß im Garten bei mir. Kamen Crone [Corona Schröter] 

und Mine [Wilhelmine Probst]. jSatyros* gelesen. 5 
Tgb. 1, 52, 16 f. 

26 * Nach G. v. Loeper (WH. 22, 387), Erich Schmidt (W. 38, 421) 
und E. y. d. Hellen (Briefe vdH. 1, 167) sicher das »Unglück 
der Jacobis', nach W. Scherer (GJ. 1, 108) vielleicht »Satyros*, 
den Klopetock dann vermuthlich auf seiner Reise nach Süd- 
deutschland mitgenommen und „schließlich bei Beckmann cur 

so Auslieferung" zurückgelassen habe (vgl Nr. 3773). Dagegen, 
daß hier »Das Unglück der Jacobis' gemeint sei, scheinen mir 
die auf diese Diohtung bezüglichen Worte zu sprechen: „ . . soll 
auch nie aus meinen Händen kommen" (3, 8, 23 f.) und: „. . nie- 
mand mehr in der Welt soll es auch zu hören und zu sehen 

86 bekommen*« (in Nr. 4378); dafür nur allenfalls die unter Nr. 4378 
ErL mitgetheilte Stelle aus Voßens Brief an Miller (1774 April 4). 
Vgl. Nr. 3772 a. 

* VgL Nr. 3772. 

* — fJuni 23: Zimmermann an Lavater (GJ. 25,217). 
40 * VgL Z. 27—30. 

6 VgL Düntzer: Abhandlungen 2, 208 Anm. *. 



120 SATYROS. 1807 

1807. 

November 3, Weimar. 3775 

[Morgens] Waren Savignys angekommen und brachten 

ein Packet von [Friedrich Heinrich] Jacobi, worin der 

,Satyros* befindlich. 1 » 

Tgb. 3, 291, 22—24. 

1808. 

Januar 11, Weimar. 3776 

Ich habe von Dir, . . diese Zeit her so mancherlei 
Gutes erhalten, daß ich Dir schon lange dafür hätte 10 
danken sollen. . . . 

Mit dem ,Satyros' hast Du mir viel Freude gemacht. 2 

Dieses Document der göttlichen Frechheit unserer Jugend- 

jahre hielt ich für ganz verloren. Ich wollte es einmal 

aus dem Gedächtniß wieder herstellen ; aber ich brachte is 

es nicht mehr zusammen. 

An F. H. Jacobi. — Br. 20, 4, 23—5, 1. 6, 24—28. 
December 29, Weimar. 3777 

Gegen Abend zu Frau von Wolzogen, wo Frau von 

Schiller und Herr [Wilhelm] von Humboldt waren. Vor- 20 

lesung des ,Satyros', kleiner Gedichte und Sonette. 
Tgb. 3, 408, 19—22. 

1810. 

August 22, Teplitz. 3778 

[Abends] Mit Zelter und Riemer. »Satyros*. 25 

Tgb. 4, 149, 5f. 

1812. 

November 12, Jena. — s. 1,9, 16 t 3779 

1813. 

Januar 5, Weimar. 3780 80 

Mittags unter uns. Nach Tische ,Satyros< und kleine 

Gedichte gelesen. 
Tgb. 5, 2, 18f. 

1 Die 118, 5f. genannte Handschrift; vgl Nr. 3776 und W. 16, 414. 
* Vgl Nr. 3775. 85 



1813 



SATYROS. 



121 



März 10. Weimar. — s. Nr. 11 (1, 11). 3780 a 
][April, Weimar, Mai, Juni, Teplitz.] — s. 1, 439, 26—29. 3781 

] [April, Weimar, Mai, Juni, Teplitz.] — 3781a 

b. Nr. 343 (1, 190—192). 

5 ?] [April 4, Weimar, und spater.] — s. 1,207,2. 3781b 

1814. 

Mai 8, Weimar. — s. Nr. 3467 (3, 591). 3781 o 



1815. 




] [Januar 7, Weimar.] — s. Nr. 13 (1, 11). 


3781 d 


10 Januar 16, Weimar. — s. Nr. 14 (1, 11). 


3781 e 


Februar 20, Weimar. — s. Nr. 3468 (3, 591). 


3781 f 


Februar 20, Weimar. — s. 1, 12, 30. 


3782 


December 6, Weimar. — s. Nr. 16' (1, 13t). 


3782 a 



1816. 

15 März 25, 
April 19, Weimar. — s. Nr. 841—843 (1, 440). 
Mai 11, J 

Juni 3, Weimar. — s. Nr. 1172 (2,223). 

] [December 20? Weimar.] — s. Nr. 844 (1,440). 

20 1817. 

April 17, Jena. — s. 3. 98, 23. 

April 28, Jena. — s. Nr. 1189 (2, 241). 

1819. 

] [Februar 14, Weimar.] — a. 1, 146, 16—147, 2. 

25 1830. 

Mai 11, Karlsbad. — s. Nr. 1212 (2,2631.).* 

1828. 

][Juli zwischen 19 und 22, Marienbad.] — 

s. Nr. 36 (1, 26)." 

so 1825. 

Mai 28, Weimar. — s. Nr. 38 (1, 29). 

1827. 

September 18, Weimar. — s. Nr. 64 (1,47 f.). 

1 — Mai 21: Zelter an Goethe (G. -Zelter 3, 95). 
ss » — Juli 1: Zelter an Goethe (G. -Zelter 3, 438). 



3782 b— d 

3782 e 
3782 f 



3783 
3783 a 



3783 b 



3784 



3784 a 



3784 b 



3784o 



Juni 28, 

Ootober 20, J. Weimar. — h. Nr. 66-68 (1, 48f.). 
November 8,J 



Februar 9, Weimar. — a. Nr. 69 (1, 49). 3784g 

Februar 14, Weimar. — s. Nr. 740 (1, 408). 3784b 

T November 8, Weimar. — a. Nr. 339 (1, 187). 3784 i 



September 16, Weimar. _ e. Nr. 848 (1,442). 3784k 10 

}[D«oh September 16, Weimar.] — a. Nr. 849 (1,442t). 37841 



Scherz, List und Rache. 

Handtt&riftai: 1. Das Ganze, unter dem Titel .Scherz, List und 
Rache. Ein Singspiel 1785—1787', Abschrift von Schreiber- 
hand (die Jahreszahlen fremder Zusatz); zwei Blätter (00 
5 und 51), von Schreiberhand, nachträglich eingeheftet, auf 

ihnen ein Wort von fremder (oder Goethes!) Hand hinzu- 
gefügt (vgl W. 12, 374 zu Z. 1072). Früher im Besitz Kaysera, 
jetzt Eigenthum der Musikgesellsohaft zu Zürich. 

2. Act I und II, Kaysers Partitur; in Goethes Bibliothek. 
li 3. Act I, Abschrift von Kaysers Partitur; in Goethes 

Bibliothek. 

— Eine von einem anbekannten Bearbeiter herrührende 
Handschrift .Saherz, List und Koche, ein Singspiel in einem 
Aufzuge, naoh Goethe bearbeitet', mit Kürzungen und Auf- 

is lösung des Dialogs in Prosa, befindet sich im Goethe- und 

Schiller- Archiv. 
Enter Druck: 1790, Schriften 7, 226—320. (Die hier nach Vers 870 
offenbar nur durch Versehen ausgefallenen, in allen folgen- 
den Drucken fehlenden fünf Verse der Handschrift, W. 12, 377, 

io sind zuerst von Otto Pniower, Cotta JA. 8, 130, mit Recht 

wieder eingesetzt worden.) 

Der selbe Druck erschien auch aelbutatändig, ohne die 
Bogennorm „Goethe's W. 7. Bd.", unter dem Titel .Scherz, 
List und Rache. Ein Singspiel. Von Goethe. Achte Aus- 

U gäbe. Leipzig, bey Georg Joachim Göschen, 1790'. 

— Der 1791 in Gösohens unrechtmäßiger vierbändiger 
Ausgabe von .Goethe's Schriften' 4, 173 — 248 veranstaltete, 
ungenaue Abdruck diente als Vorlage für Druck 2. 

Zweiter Druck: 1807, Werke Cotta» 7,247—311. 
30 Dritt* Druck: 1816, Werke Cotta' 8, 247—311. 
Vierter Druck: 1828, Werke Cotta* 11. 121—190. 
Weimarer Autgabe.: 1892, W. 12,117—180 und 372—378; wegen 
der Stellung vgl. 2,609,21—26. — Vgl GJ. 14,312. 



124 SCHERZ, LIST UND RACHE. 1784 

1784. 

? Juni 24, Eisenach. 3785 

*. . wie angenehm wäre es mir, wenn Sie das Ver- 
langen mit zurück 2 brächten, ein Werk, es sei von 
welcher Art es wolle, zu unternehmen ; wie gerne würde s 
ich, was ich könnte, dazu beitragen. Es wird sich da- 
von reden lassen, und wenn ich gleich jetzt in un- 
poetischen Umständen bin, so wird doch dieser schlafende 

Genius wieder zu wecken sein. 8 

An Kayser. — Br. 6, 314, 15—21. 10 

?Juni 28, Eisenach. 3786 

4 Daß Sie die muntre Oper lieben und sich nach Arbeit 
sehnen, freut mich beides recht sehr. 

Ich bin immer für die Opera buffa der Italiener und 
wünschte wohl, einmal mit Ihnen ein Werkchen dieser is 
Art zu Stande zu bringen. 

Sobald ich nach Hause komme, werde ich Ihnen meine 
Gedanken weitläufiger schreiben. Geben Sie mir die 
Ihrigen dagegen. Ich habe seit letztem Winter ein 
Dutzend der besten Productionen dieser Gattung, von 20 
einer zwar mittelmäßigen Truppe, gehört. 5 Ich habe 
mir mancherlei dabei gedacht und recht gewünscht, 
daß Sie in dieses Fach einzugehen Lust und Muth 
hätten. Leben, Bewegung mit Empfindung gewürzt, alle 
Arten Leidenschaften finden da ihren Schauplatz. Be- 25 
sonders erfreut mich die Delicatesse und Grazie, womit 
der Componist gleichsam als ein himmlisches Wesen 
über der irdischen Natur des Dichters schwebt. 



1 Ob Goethe in Nr. 3785. 3786 schon ,Sch., L. u. R.« im Auge 
hat, ist nioht sicher, seheint mir aber im Hinblick auf Nr. 3787 so 
und besonders auf 145,21 wahrscheinlich. 

* Aus Süd-Italien; vgl 143, 11—13. 

8 — Sachlich gehört in die Zeit der Entstehung: Nr. 3845. 

* Vgl Z. 29-31. 

5 Unter BeUomo; „die Starke seiner Leute liegt in Operetten, 35 
besonders italienischen, die sie uns nach teutschen Übersetzungen 
. . sehr genießbar vortragen" (Wieland an Merck, 1784 Januar 5, 
Merck U S. 230). 



1784 SCHERZ, LIST UND RACHE. 125 

[Jon! 28, Ebenach.] [3786] 

. . . Ich kann nicht weiter fortfahren, doch will ich 
gern, wenn Sie es hören mögen, meine Meinung aus- 
kramen und dagegen vernehmen, von welcher Seite Sie 
5 es gefaßt haben. 

An Kayser. — Br. 6, 317, 12—318, 7. 
August 14, Zellerfeld. 3787 

Die Operette ist auch 1 bald fertig, daran mache ich 
eine Arie oder ein Stück Dialog, wenn ich sonst gar 
io zu nichts tauge. 

An Chart v. Stein. — Br. 6, 387, 11—13. 
December 15, [Weimar.] 3788 

Mich hat der December (ließmal weniger als sonst 
geplagt. Doch hab' ich nichts als Geschäfte bei Seite 
ifi gebracht. Eine Operette in Zwischenstunden, das ist ^ 

alles. - 

An Knebel — Br. 6,408, 11—14. 

][Ende des Jahres, Weimar.] 3789 

Ihren Brief, wodurch Sie mir Nachricht von Ihrer 

20 Rückkunft nach Zürich geben, hätte ich lange beant- 
wortet und Ihnen zur vollendeten Eeise 2 Glück ge- 
wünscht, wenn ich nicht gehofft hätte, Ihnen zugleich 
einen Versuch einer kleinen Operette mit zu schicken, 
die ich angefangen habe, um einen deutschen Compo- 

2* nisten der italienischen Manier näher zu bringen. Man 
kann durch ein Beispiel immer viel mehr sagen als im 
Allgemeinen. Noch habe ich aber gegenwärtig mit dem 
Werkchen, so klein es ist, nicht fertig werden können, 
denn ich bin seit Anfang Juli wenig zu Hause gewesen, 

so und es hat sich mancherlei über einander gehäuft. 
In Braunschweig habe ich einige sehr schöne Ope- 
retten gehört und hoffe auch Partituren derselben zu 
erhalten. Sobald sie ankommen, will ich sie Ihnen zu- 
schicken, und vielleicht kann ich auch die Oper >Fra 






\ 



36 i Das unmittelbar Vorhergehende s. Epos 1, 53, 21 f. 
* Vgl. 124, 4. 32. 143, 12. 



s 



r 



126 SCHERZ, LIST UND RACHE. 1784 

] [Ende des Jahres, Weimar.] [3780] 

due lüiganti' 1 verschaffen. Ich wünsche gar sehr, daß 
wir einmal etwas zusammen arbeiten könnten, und eben 
deßwegen werde ich mich eilen, wo möglich die kleine 
Oper fertig zu machen; nicht daß Sie gerade diese * 
componiren sollen, sondern damit wir sehen, in wie ferne 
wir in Geschmack und Grundsätzen überein stimmen. 
An Kayser. — Br. 18, 21, 23—22, 22. 

1785. 

Februar 1, [Weimar.] 3790 io 

Gehst Du heute Abend mit zum Herzog? Die kleine 
Schwägerin 9 möchte gerne bei der Vorlesung sein. Ginge 

es wohl an? Könntest Du die Herzogin darüber fragen? 8 
An Chart v. Stein. — Br. 7, 9, 18—10, 3. 
April 25, Weimar. 3791 16 

Ich freue mich, daß Sie an dem kleinen Singspiel 
eine Art von italienischer Gestalt gefunden haben; geben 
Sie ihr nun den Geist, damit sie lebe und wandle. 

Die Jitiganti' 1 habe ich leider noch nicht; sobald sie 
kommen, sollen sie auch wieder an Sie fort. Vielleicht *o 
kann ich Ihnen auch die neuste Oper von Paesiello 
Jl re Teodoro' bald nachschicken. 6 

Sie thun sehr wohl, solche Muster sich vor die Seele 
zu stellen ; ein Anders ist nachahmen, ein Anders nach 
Meistern, die gewisse Formen des Vortrags durchstudirt ** 
haben, sich bilden. 



1 ,Fra i due litiganti il terzo gode' von Giambattista Lorenzi, 
componirt von Astavista, Paesiello und Sarti ; vgL Z. 19. 130, 7. 
W. 30, 223, 18 und WH. 24, 692. 

* Sophie v. Schardt so 

* — Februar 7, Knebels Tagebuch: „Beim Herzog [Karl August], 
Goethens Singstück »Scherz, List und Bache*. Herzogin Luise 
da" (Br. 7, 298). 

— April 4: Goethe an Kayser nach Zürich (unbekannt, vgL 
Br. 7, 346). 8» 

4 VgL Z. 2. 27. 130, 7. 

* VgL 130, 8. 133, 29. 135, 13 und 1, 21, 33—35. 



1785 SCHERZ, UST UND RACHE. 127 

[April 25, Weimar.] [8791] 

Ich erwarte nun Ihre Fragen, um nichts überflüssig 
zu schreiben. 
Auf Ihre erste und vorläufige Folgendes. 
s Ich habe im Recitativ weder den Reim gesucht, noch 
gemieden. Deßwegen ist es meist ohne Reim, manch- 
mal aber kommen gereimte Stellen in demselben vor, 
besonders wo der Dialog bedeutender wird, wo er zur 
Arie übergeht, da denn der Reimanklang dem Ohre 
io schmeichelt. Weiter ist keine Absicht dabei, und ge- 
dachte Stellen bleiben deßwegen immer Recitativ, der 
Componist mag sie nachher trocken oder begleitet aus- 
führen. Eben so zeichnet sich, was nach meiner Ab- 
sicht melodischer Gesang sein sollte, durch den Rhythmus 
16 aus, wobei dem Componisten frei bleibt, bei einigen 
Arien zu verweilen und sie völlig auszubilden, andre 
nur als Cavatinen pp. vorübergehen zu lassen, wie es 
der Charakter der Worte und der Handlung erfordert. 
Sollten Sie aber da, wo ich Recitativ habe, eine Arie 
20 und, wo ich Arie habe, ein Recitativ schicklicher finden, 
so müßten Sie mir es erst schreiben, damit die Stelle 
gehörig verändert würde. 

Überhaupt wünschte ich, daß Sie mir von Zeit zu 
Zeit schrieben, wie Sie das Stück zu behandlen ge- 
26 dächten, besonders wenn Sie es einmal im Ganzen über- 
legt und wegen kluger Vertheilung des musikalischen 
Interesse sich einen Plan gemacht haben. 

So sind z. E., obgleich das Stück auf Handlung und 
Bewegung gerichtet ist, an schicklichen Orten dem Gesang 
30 die schuldigen Opfer gebracht. Wie die Arien: 

Hinüber, hinüber! pp. 1 
Sie im tiefen Schlaf zu stören, p. 2 
kannst du noch Erbarmen, p. 8 

1 Act HI Vers 718—729. 
86 * Act IV Vers 1000—1007. 
» Act IV Vers 1089—1094. 



128 SCHERZ, LIST UND RACHE. 1786 

[April 26, Weimar.] [3791] 

Eben so steht der Gesang: Nacht o holde! zu Anfang 
des vierten Actes als das, in den letzten Acten der 
italienischen Stücke beliebte und hergebrachte, Haupt- 
Duett da, u. s. w., und tausend solcher Absichten von * 
Anfang bis zu Ende, die Sie alle wohl ausstudiren werden. 
Muße nehmen Sie sich, so viel Sie wollen. Könnte 
das Stück künftigen Januar l aufgeführt werden, so wäre 
es artig; ist's nicht, so ist auch nichts verloren. Von 
der Prosodie und anderm nächstens. Leben Sie recht io 

wohl und schreiben bald. 

An Kayser. — Br. 7, 47, 10—49, 11. 

][Juni 14, Ilmenau.] 3792 

Hier schicke ich einen Brief von Kaysern, der gute 

Hoffnung gibt. 9 i* 

An CharL v. Stein. — Br. 7, 67, lf. 
Juni 20, Weimar. 3793 

Wenn meine zutrauliche Hoffnung auf Sie hätte ver- 
mehrt werden können, so würde es durch Ihren letzten 
Brief 8 geschehen sein. Glück zu! daß Sie gleich an's so 
Werk gehn und mir den ersten Act vorausschicken 
wollen. Immer ist es besser, versuchen, ab viel reden ; 
in den Grundsätzen sind wir einig, die Ausführung ist 
Sache des Genies und hängt noch überdieß von Humor 
und Glück ab. 25 

Da unsre kleine Theaterwelt sehr im Schwanken ist, 
kann ich nicht bestimmt sagen, wie es mit der Auf- 
führung werden wird, und Ihre sorgfältige Nachfrage 
wegen der weiblichen Stimme kann ich nicht beant- 
worten. Nur so viel. «0 

Als ich das Stück schrieb, hatte ich nicht allein den 
engen Weimarischen Horizont im Auge, sondern den 
ganzen deutschen, der doch noch beschränkt genug ist. 

1 Januar 30 (Geburtstag der Herzogin Luise)? 

1 Für das Gelingen der Compositum; vgL Z. 18—20. » 

* VgL Nr. 3792. 



1786 SCHERZ, LIST UND RACHE. 129 



[Juni 20, Weimar.] [3703] 

Die drei Rollen, wie sie stehen, verlangen gute, nicht 
außerordentliche Schauspieler; eben so wollte ich, daß 
Sie den Gesang bearbeiteten, für gute, nicht außer- 
s ordentliche Sanger. 

Discant, Tenor und Baß, und was in dem natürlichen 
Umfang dieser Stimmen von einem Künstler zu erwarten 
ist, der ein glückliches Organ, einige Methode und Übung 
hat. Ich weiß, daß auch dieß bei uns schon rar ist, 
io und daß die Sangvögel sich nach reichlicherem Futter 
in's Ausland ziehen, das ich ihnen auch keineswegs 
verdenke. 

Folgen Sie übrigens Ihrem Herzen und Gemüthe. 
Gehen Sie der Poesie nach wie ein Waldwasser den 
is Felsraumen, Ritzen, Vorsprüngen und Abfällen und 
machen die Cascade erst lebendig. 

Denken Sie sich alles als Pantomime, als Handlung, 
eben als wenn Sie ohne Worte mehr thun müßten, als 
Worte thun können. 
20 Die Alten sagten: saltare comoediam. Hier soll eigent- 
lich 8aUatio sein. Eine anhaltend gefällige, melodische 
Bewegung von Schalkheit zu Leidenschaft, von Leiden- 
schaft zu Schalkheit. 
Bange macht mir, daß es für drei Personen beinahe 
25 zu viel Arbeit ist. 1 Ich habe mich bemüht, jedem Raum 
zum Ausruhen zu verschaffen; nehmen Sie darauf mit 
Bedacht. 

Wenn Sie sich bei jeder Scene die theatralische Hand- 
lung lebhaft denken, werden Sie noch manches finden, 
so was mit Worten nicht ausgedruckt ist. So kann sich 
Scapine z. E. in der Scene, wo sie für todt liegt, ihre 
Stellung sehr erleichtern und zugleich die Situation 
komischer machen, wenn sie sich manchmal hinter dem 
Rücken des Alten aufhebt, ihn ausspottet, ihrem Manne 
35 zuwinkt, daß er ja den Handel nicht zu wohlfeil schließen 

1 Vgl 145, 12. 161, 6f. 166, 22f. 
Graf, Goethe Aber s. Dichtungen T. II, B. 4. 9 



130 SCHERZ, LTST UND RACHE. 1786 

[Juni 20, Weimar.] [3793] 

solle. Wie der Alte Miene macht umzukehren, fällt sie 
zurück. Wenn dieses in die Musik eingepaßt wird, und 
die Instrumente auch Scapinens Gebärden begleiten, so 
entsteht ein Terzett, das viele Beize haben kann. 5 

Leben Sie wohl und erfreuen mich balde. . . . 

Die ylüiganti" 1 sind noch nicht da, es verdrießt mich 
sehr. Den ,re Teodoro'* haben wir, er ist über allen 
Ausdruck schön. 3 

An Kayser. — Br. 7, 68, 1—70, 4. 8—10. 10 

?][???] 3794 

4 Hier sende ich die Verse . . Besorgen Sie gefällig 
das Unterlegen und die Abschriften. Letztere wünschte 
ich eher zu sehen, als sie denen Sängern hingegeben 
werden, damit diese nicht, wie es so oft geschieht, falsch is 
einlernen. 

An T — Br. 7, 262, 11—15. 
] September 8, [Weimar.] 3795 

Die Musik der Operette 5 wird ausgeschrieben, ich bin 
recht neugierig, sie im Ganzen zu hören. 6 to 

An CharL v. Stein. — Br. 7, 90, 5f. 
September 25, [Weimar.] 3796 

Man hat mich gestern dazu gebracht, daß ich meine 
Operette vorgelesen habe, und das hat sie 7 sehr unter- 

1 VgL 126, 2. 19. 25 

2 VgL 126, 22. 133, 29. 135, 13. 

3 — August 8: „Vogel liquidirt für Abschrift von »Scherz, Iist 
und Rache«" (Burkhardt II S. 4). 

4 Daß diese Zeilen, deren Datum und Adressat unbekannt, sich 
auf ,Sch., L. u. R.< beziehen (wie nach Br. 7, 339 unter Hinweis so 
auf Z. 19 und 135, 4 möglich sein soll), scheint mir unwahr- 
scheinlich wegen des Ausdrucks „Unterlegen" (Z. 13) ; den Text 
hatte Kayser in seiner Goethen übersandten Compositum sicher- 
lich schon selbst untergelegt 

6 Act L 35 

6 — September 24: Goethe liest das Singspiel der Fürstin Gallitzin 
und ihren Begleitern, Hemsterhuys und v. Fürstenberg (vielleicht 
auch Sprickmann) vor, vgL Z. 23—131, 3. 

7 Die Z. 36—38 Genannten. 



1785 SCHERZ, LIST UND RACHE. 131 



[September 25, Weimar.] [8796] 

halten. Es sind wirklich alle drei sehr interessante 
Menschen. . . . 

Der Anfang des zweiten Acts ist componirt an- 
* gekommen. Er ist gar gut gerathen. 1 Mit voller Musik 
habe ich den ersten noch nicht hören können. 
An CharL v. Stein. — Br. 7, 100, 7—10. 24—101, 2. 

? October 3, Weimar. 3797 

. . ehstens schicke ich etwas Lustiges. 
10 An seine Mutter. — Br. 7, 105, 19 f. 

October 28, Weimar. 3798 

Wenn es so fort geht, mein lieber Kayser, daß das 

Letzte 3 immer das Angenehmste bleibt, so können Autor 

und Publicum mit der Gradation sehr wohl zufrieden 

« sein. Ich kann Sie versichern, daß die Arie: „Ein armes 

Mädchen" p. 3 ganz trefflich ist und einen allgemeinen 

Beifall erhalten hat, und diese Entröe der Schönen, 

also recht wie es sein soll, bei der Aufführung viel 

Aufmerksamkeit und Freude erregen wird. Das Monolog 

20 des Doctors 4 gefällt auch sehr, und ich habe zum Ganzen 

das beste Zutrauen. 

Den ersten Act habe ich nun einmal mit den In« 

strumenten gehört. Es war von mehr als Einer Seite 

nur unvollkommne Probe, und doch hat es mir sehr 

26 wohl behagt. Es ist kein Tact, den ich nicht mit 

schicklicher Action ausfüllen wollte, es geht mir eher 

an einigen Orten zu geschwind. Doch dem ist leicht 

zu helfen. 

Das Recitativ, soweit ich es beurtheilen kann, finde 

m ich sorgfältig declamirt; ich muß nun einmal einige 

Stunden dazu widmen, um es am Ciavier mit einem 



i Vgl Z. 22—25. 

2 In diesem Fall Act II Anfang, vgL Z. 4 f. 
8 Act II Vers 402—409. 
w * Act II Vers 260—323. 

9* 



132 SCHERZ, LIST UND RACHE. 1786 

[October 28, Weimar.] [8708] 

Sänger durchzugehn. Unsre Acteurs haben nur fast 
keinen Augenblick Zeit, weil sie immer neue Stücken 
geben sollen. 

Wären Sie nur gegenwärtig. Es sollte alles ganz * 
anders gehn. 

Bei der Stelle: „Viel Böses zu erzählen" 1 pp. hatten 
Sie ganz recht, die Gewalt auf : Böses zulegen. Folgen 
Sie nur ungescheut Ihrem Gefühle. Mit Verlangen er- 
warte ich das Weitere, werde indessen von vorne herein 8 10 
das Stück fleißig studiren, mein Urtheil sammeln und, 
wenn ich das Ganze übersehen kann, es ausführlich 
schreiben. Wenn gethan ist, läßt sich reden. 

Vorerst habe ich nur wenigen etwas hören lassen; 
ist es einmal so weit, daß die Proben besser gehn, 15 
dann will ich mich mit Vertrauten 8 hinein setzen und 
recht aufpassen. 

. . . Erfreuen Sie mich balde mit etwas Fernerm und 
glauben, daß Ihre Compositum das beste Ingrediens 
meiner Winterfreuden werden kann. ... 20 

Alle mir zugeschickte Veränderungen 4 sind nach- 
gebracht. 

An Kayser. — Br. 7, 111, 17—113, 10. 12f. 

November 5, Weimar. 3790 

Wie^steht es mit der teutschen Operette, die, wie ich 25 
höre, der Wiener Stadtrath unternehmen wird? Ich 
kenne einen jungen wackern Musicum [Kayser], dem 
ich eine Gelegenheit wünschte, sich bekannt zu machen. 6 
Ist die Entreprise schon im Gange? Und könnte man 
eine Operette bei ihr unterbringen? Wenn ich nur erst so 



1 Act I Vers 30. 
1 Vgl. 2, 007, 32—34. 

3 Vgl. 133, 26. 34—36. 135, 27. 

4 Was den Text betrifft, vgl 127, 19—22. 

* Vgl 133, 9-13. 35 



1786 SCHERZ, LIST UND RACHE. 133 

[November 5, Weimar.] [8799] 

im Allgemeinen unterrichtet wäre, wollte ich alsdann 
nähere Auskunft geben. 1 

An C. B. v. Isenflamm. — Br. 7, 114, 1 — 8. 

5 November 18, Weimar. 3800 

Schreibe mir doch auch vom Münchener Theater aus- 
führlich, besonders von der Operette. Erkundige Dich 
nach dem Entrepreneur oder der Direction, und ob es 
Leute sind, die etwas anwenden können. Ich möchte 

10 gar gerne meine letzte Operette, die Eayser recht brav 
componirt, irgendwo unterbringen, um dem jungen 
Künstler ein Stück Geld zu verschaffen und ihn in der 
teutschen Welt bekannt zu machen. 2 
An Knebel — Br. 7, 126, 7—14. 

15 November 28, Weimar. 3801 

Ich habe Ihnen mit der letzten Post über Ihr Werk 
und meine Absichten nur eilig geschrieben, 8 damit Sie 
einsweilen weiter drüber nachdenken möchten. 
Jetzo kann ich Ihnen etwas mehr sagen. Ihren zweiten 

so Act hab' ich nunmehr mit drei Stimmen am Claviere, 
wiewohl noch sehr unvollkommen, gehört und habe sehr 
großes Vergnügen daran gehabt. Sie verfolgen Ihren 
Weg, wie Sie ihn angetreten haben, und sind auf die 
schönste Weise im Steigen; lassen Sie es bis zu Ende 

25 so fort gehn. Was mich bei der Aufführung sonder- 
lich gefreut hat, war der Beifall einiger Kenner, die 



1 VgL 135, 10. 136, 13. 144, 6. 

— ] [November Mitte,] Goethe an Charl. v. Stein: „Die Her- 
zogin-Mutter hat die Partitur des ,Re Teodoro* wieder ein- 

30 getauscht und mir geschenkt. Ich schicke sie Kaysera" (Br. 7 
125,3—5); vgl. 126,22. 130,8. 135,13. 
* VgL 132, 27 f. Wegen München vgL 136, 13—17 und Nr. 3807. 

— November vor 28: Ciavierprobe von Act II erste Hälfte, in 
Gegenwart „einiger Kenner" (vgL Z. 26), unter diesen wahr- 
st Bcheinlich Herder und dessen Frau, vielleicht auch F. H. v. Ein- 

siedel (vgL 137,23. 138,32. 34. 139,81). 
3 VgL Nr. 3798. 



134 SCHERZ, LIST UND RACHE. 1786 

[November 28, Weimar.] [8801] 

ihr beiwohnten, und die über die Maßen mit der Arbeit 
zufrieden waren. 

Es ist auch die Sache des Recitativs entschieden wor- 
den. Die Sänger hatten sich bisher beschwert, daß 5 
solche ungewöhnliche und nicht leicht zu treffende Aus- 
weichungen darinne vorkämen. Es ward aber aus- 
gemacht, daß, da man deutlich sehe, der Componist 
habe nicht aus Eigensinn oder Grille, sondern absicht- 
lich, um der natürlichen Declamation näher zu kommen, 10 
dergleichen Übergänge beliebt, so hätten sie sich alle 
mögliche Mühe zu geben, diese Schwierigkeiten zu über- 
winden und den Ausdruck recht angelegen sein zu 
lassen. Bei welchem Bescheid es verblieben. 

Die Arie Gern in 1 stillen pp. ist allerliebst und n 
gefällt gewiß allgemein — Genug, wir sind durchaus 
zufrieden und erfreut. 

Nur frisch gewagt, 

Nur unverzagt, 

Es ist fürtrefflich gut gegangen. 9 20 

Da es physisch unmöglich ist, daß nach dem Tanze 
die Arie Gern in 8 stillen p. da Capo wiederholt 
werden könne, so werden Sie die Güte haben, nur ganz 
kurz den Geist der Arie auszuziehen und die vier Zeilen 
nur einmal wiederholen zu lassen, da denn der Doctor 25 
einfallen kann: „Nun, nun bei diesem sanften Paroxys- 
mus" 4 pp. 



1 Statt „in" hat die Handschrift hier und Z. 22 „im", daß 
das nur Schreibfehler sein kann, beweist die richtige Schreibung 
„in" 136, 10; gemeint ist die Arie Scapinens „Gern in stillen 80 
Melancholien", Act II Vera 466—490. 

* Act II Vera 601. 602 lauten in der Handschrift: 

„Nur unverzagt! 
Es ist fürtrefflich gut gegangen." 
3 VgL Z. 28-31. 35 

* Act II Vera 491. 



1785 SCHERZ, LIST UND RACHE. 135 

[November 28, Weimar.] [3801] 

Das Stück Arbeit, das Sie zurückgelegt haben, ist 
groß, aber es beweist, daß Sie mit dem Übrigen auch 
zu Stande kommen werden. Es wird nun ausgeschrieben 
ß und durchprobirt, versucht und beurtheilt werden. Die 
Musici, höre ich, sprechen auch hinter meinem Bücken 
Gute davon. 

Könnten wir nur, wenn es fertig ist, persönlich drüber 
conferiren! 
io Ich warte mit Verlangen auf Antwort von Wien. 1 
. . . Schreiben Sie mir bald und schicken wieder ein 
Stück, sobald Sie können. 

Wie freue ich mich, wenn Sie den ,re Teodor'* er- 
halten. . . . 
u Übrigens sind Sie mit keinem Termine genirt, arbeiten 

Sie mit Muße, ich denke indeß an etwas Neues. 8 
An Kayser. — Br. 7, 128, 11—130, 13. 

?] November 29, [Weimar.] 3802 

Ich kann Dich nicht begleiten. Ich bin im Dictiren 

20 begriffen und muß noch vor Tische damit fertig werden. 4 

An CharL v. Stern. — Br. 7, 130, 16f. 

December 4, [Weimar.] 3803 

Ich möchte Ihnen, lieber Kayser, recht oft und viel 
sagen, wie sehr uns Ihre Composition Vergnügen macht. 

** Ich gehe sie nun mit den Sängern durch, und es gehn 
ihnen auch Lichter auf, sie haben Freude daran und 
bemühen sich um den Ausdruck. Mit Freunden 5 über- 
lege ich das Werk, und wenn es ganz fertig ist, sollen 
Sie eine ausführliche Recension nach unsrer Art davon 

so erhalten. 



1 VgL Nr. 3799 und 136, 13. 144, 6. 

* VgL 126, 22. 130, 8. 133, 29. 148, 26. 

* Das Singspiel »Die ungleichen Hausgenossen'; vgl Nr. 4357. 4359. 
4 Goethe arbeitete vermuthlich „an den Stimmen der Operette 

85 oder Amtlichem" (E. von der Hellen, Br. 7, 316, mit Hinweis 
auf Z. 4 f.)- 

* VgL 132, 16. 133, 26. 34—36. 



136 SCHERZ, LIST UND RACHE. 1786 

[Deoember 4, Weimar.] [S803] 

Das Terzett 1 ist sehr brav und die letzte Arie herz- 
lich artig. Die Übergange aus dem Recitativ zur Arie 
haben Sie recht glücklich behandelt. Der Einfall bei 
Zaudre nicht, die Zeit vergeht 9 p. ist launig und s 
unerwartet, u. s. w. 

Fahren Sie ja recht fleißig fort und schicken mir 
sobald als möglich etwas. 

Die Arie Ach, was soll ich dann gestehen 8 ist 
gut behandelt und Nur in stillen 4 p. wird immer an- io 
genehmer, je öfter man's hört, man wird die Melodie 
nicht wieder los. Leben Sie wohl! Wir müssen nun 
auf alle teutsche Opern-Theater Anschläge machen. Von 
München hab' ich Nachricht, 5 dort sind sie im mora- 
lischen Geschmack ; das ist der schlimmste für den is 
Künstler und der glücklichste für den Pfuscher. Man 
kann ihnen doch auch etwas nach dem Gaumen brauen 

Weiß Frau Schultheß etwas von unserm Unternehmen? 6 
An Kayser. — Br. 7, 136, 6—137, 5. 7 f. 
] [Deoember 22, Weimar.] 3804 20 

Ich . . bitte Dich, um halb vier Uhr bei mir zu sein, 

. . die Musici nebst Herders werden sich zur genannten 

Stunde einfinden. 7 

An Charl v. Stein. — Br. 7, 142, 11—14. 
Deoember 22 und 23, [Weimar.] 3805 « 

[22.] Aus dem Vorigen 8 sehen Sie, inwiefern ich wagen 

darf, über den Theil Ihrer Arbeit zu urtheilen, den 



1 Act II Vers 649—680; vgL 140, 8. 

» Act II Vers 429. 

8 Aot II Vers 438: „Ach! was soll ich denn gestehen ?" Die Arie so 

beginnt mit Vers 431: .,Ach! wie soll [später: sollt'] ioh das 

gestehen ?•' 

* Act H Vers 487 (vgl. 134, 16. 22. 148, 6). 

* VgL Nr. 3800. 3807. 

* VgL 141, 19f. s* 

7 Wahrscheinlich Probe von Act II (vgL 137,21—23). 

8 d. h. aus dem (nicht bekannten, einen Bogen oder ein Blatt 
füllenden) Anfang des Briefes (vgL Br. 7, 319). 



1786 SCHERZ, LIST UND RACHE. 137 

[Deccmber 22 und 23, Weimar.] [8805] 

ich so unvollkommen kenne. Und gewiß, es ist innre 
Überzeugung, wenn ich neuerdings erst ein Kunstwerk 
zu mir sprechen und es gleichsam ausreden lasse. Eine 

ß originelle Arbeit muß sich erst selbst den Weg zu Aug', 

Ohr und Herzen bahnen, den sie gehn will ; wenn man 

sie und sich übereilt, kommt man in Gefahr, in Beifall 

oder Tadel zu straucheln. 

Neulich ward die ,Entführung aus dem Serail', 

io componirt von Mozart, gegeben. 1 Jedermann erklärte 
sich für die Musik. Das erste Mal spielten sie es mittel- 
mäßig, der Text 8 selbst ist sehr schlecht, und auch die 
Musik wollte mir nicht ein. Das zweite Mal wurde es 
schlecht gespielt, und ich ging gar heraus. Doch das 

15 Stück erhielt sich, und jedermann lobte die Musik. 
Als sie es zum fünften Mal gaben, ging ich wieder 
hinein. Sie agirten und sangen besser als jemals, ich 
abstrahirte vom Text und begreife nun die Differenz 
meines Urtheils und des Eindrucks auf's Publicum und 

20 weiß, woran ich bin. 8 

Über Ihren zweiten Act ist nur Eine Stimme, man 
wünscht nichts Anders und nichts Bessere. 4 Möchten 
Sie hören, was Herder darüber sagt, der mir unter allen 
nahen Musikfreunden der wertheste und zuverlässigste 

« ist, auch verschaff* ich Ihnen seine Gedanken schrift- 
lich, wenn er einst das Ganze gehört hat. Er kann 
Ihnen mehr sagen als ich, er ist eine musikalischere 
Natur als ich. 
Der erste Act ist ihm und andern problematischer, 

so er hat ihn aber auch nur einmal gehört. 

Lassen Sie mich über den ersten Act ausführlicher 
sein, ob ich gleich dieses alles lieber bis zuletzt, wenn 



1 December 8? (vgl. WH. 24, 887). 

2 Von C. F. Bretzner. 
S5 » Vgl dagegen 161, 18 f. 

* Vgl 131, 15—21. 133, 19—134, 3. 16f. 



138 SCHERZ, LIST UND RACHE. 1785 

[Deoember 22 und 28, Weimar.] [3806] 

alles fertig, aufgeschoben hätte, um Sie in Ihrem Auf • 
fluge nicht durch Rückblicke zu irren. Da Sie aber 
mein Zurückhalten übler deuten, so sag' ich meine 
Meinung. 5 

Der erste Act ist, wie Sie ihn ganz recht benennen, 
Prolog; ich habe ihn, soviel mir möglich war, in Action 
gebracht, Sie sind dieser Handlung bescheiden gefolgt, 
Sie haben ihn, wie Sie sagen, und mich dünkt mit 
Recht, leicht behandelt, er soll nur gefällig, leicht, io 
vorübergehend, unterrichtend sein. Ich für meine Person 
bin auch überzeugt, daß er im Ganzen gut und zweck- 
mäßig ist, und daß er an Ort und Stelle den rechten 
Effect thun wird. Lassen Sie eine gefallende Actrice 
ihre Waaren ausbieten, mit Eifer die Exposition vor- ift 
tragen, drohen pp., Scapin mit echter Laune vom 
Krüppel zum lüsternen Eh'mann, vom Krüppel zum 
Doctor übergehn, sein Abenteuer nicht erzählen, son- 
dern agiren, die Beschreibung der Stube und der Gestelle 
recht bedenklich machen und das fröhliche Duettchen 1 *> 
dieses Vorspiel krönen, ich müßte das Theater nicht 
kennen, wenn es nicht Effect machte, Ihre Musik nicht 
Effect machte, eben weil sie hier nichts will, sondern 
nur den Geschmack, die Laune, das Geschicke der 
schelmischen Eh'leute begleitet. Von der Arie: Arm» 
und elend 2 finden Sie in der Beilage mehr. 

Alle diese Wirkung wird aber in Camera sehr ge- 
schwächt, wo man kommt, um zu hören. Wo man 
nicht schaut pp. Dazu kommt noch mein detestabler 
Scapin, und daß die Steinhart nicht ganz bequem die so 
Höhe erreicht, so mäßig sie auch ist. 

Herder hat sich deßwegen den ersten Act noch einmal 
verlangt, und ich werde ihn nächstens wiederholen. 

Wieland, den ich bei solchen Proben nicht gerne 

1 Act I Vera 220—269. a* 

* Aot I Vera 97—126; vgl 141, 26. 142, 6. 



1785 SCHERZ, LIST UND RACHE. 139 

[December 22 und 23, Weimar.] [8805] 

sähe, 1 kam zufällig dazu. Der erste Act wollte ihm nicht 
zu Halse. Beim zweiten kam er, ohne daß ein Mensch 
ein Wort sagte, so zurück, daß er ganz und gar aufs 

5 höchste davon eingenommen ward. Auch von ihm 
sollen Sie, wenn das Werk fertig ist, ein schriftlich 
Wort haben. 

Sonst hat niemand Bedeutendes außer Herrn von Ein- 
siedel die Musik gehört; auch er fand, wie ich, den 

io ersten Act gefällig und angenehm, wenn auch in einem 
andern Geschmack wie den zweiten, den er höchlich 
preist. 2 

Die Musici gelten bei mir am wenigsten. Es ist nichts 
beschränkter als ein mittelmäßiger Artiste. Besonders 

15 ein Musicus, der nur ausführen sollte und verführt wird, 
selbst zu componiren; doch sind sie das nächste Publi- 
cum und nicht zu verachten. 

Möchte ich doch durch alles dieses Sie beruhigt und 
Sie näher zu mir herüber gebracht haben. Da wir mehr 

20 mit einander arbeiten werden, ist mir sehr daran ge- 
legen, daß es mit Freiheit des Gemüths und offner 
Übereinstimmung geschehe. 

Noch eins, ich sehe aus Ihrem Briefe, wie auch aus 
einigen vorigen, daß Sie manches Allgemeine, was ich 

25 einmische, auf Ihre Arbeit anwenden und es als Winke 
ansehen, die ich geben will. Ich erkläre aber feierlich 
hiermit für immer: daß ich, was ich allgemein sage, 
nicht auf Ihre Arbeit angewendet haben will; wenn 
ich etwas darüber zu sagen habe, versprech' ich, es 

so grade zu sagen. 

So weiß ich zum Exempel nicht, bei welcher Gelegen- 
heit ich von Übereilung der Handlung gesprochen habe. 3 
In Ihrer Composition ist mir nichts zu geschwind noch 



1 „sehe"? 
85 * Die Worte „den" bis „preist" hat Goethe nachträglich hinzu- 
gefügt. » Vgl. 131, 26f. 



\ 



140 SCHERZ, LIST UND RACHE. 1785 

fDecember 22 und 23, Weimar.] [3805] 

zu langsam; das einzige Duett: Aus dem Becher 1 
gefällt mir am besten, wenn ich es Andante gracioso 
vortragen lasse. Das pedantisch Einladende des Doctors, 
Scapinens dankbare Weigerungen nehmen sich mir da s 
am besten aus. Auch liebt man das Duett so sehr, 
daß man sich gerne dabei verweilt. 

Das Terzett 9 macht großen Effect und wird noch 
größern machen, wenn die Handlung, das Durcheinander- 
rennen, Stille-8tehn, Pausiren, Aushalten der Gebärden 10 
dazu kommt. Morgen 8 werde ich endlich das Ganze 
zusammen hören. Ein gutes Waldhorn kommt wie ge- 
rufen aus Paris. 4 

[23.] Nachdem ich ausführlich genug gewesen, fange 
ich doch- noch ein neues Blatt an. i& 

Sein Sie nun auch so bald als möglich mir mit Ihren 
Anmerkungen zur Hand, das lyrische Drama selbst be- 
treffend. Denn ich arbeite immer fort, und je eher 
Sie mir Ihre Ideen mittheilen, desto eher kann ich 
sie nutzen. so 

Sie sehen an unserm Stücke, wo ich hinaus will. Sie 
können, wenn Sie es mit ,Erwin', mit ,Claudinen' zu- 
sammen halten, sehen und urtheilen, wie ich zugeruckt 
bin, und wie ich über diese Art Kunstwerke denke. 
Auch bei diesem letzten habe ich wieder gelernt, und £* 
ich wünschte sehr, von Ihnen auch hierüber zu hören. 

Ich habe schon wieder eine neue [Operette] zu sieben 
Personen angefangen [,Die ungleichen Hausgenossen']; 
also thun Sie bald dazu, eh' ich fortfahre. In dieser 
werde ich auch für die Rührung sorgen, welche die so 
Darstellung der Zärtlichkeit so leicht erregt, und wornach 
das gemeine Publicum so sehr sich sehnt. Es ist auch 



1 Act H Vers 511—518; vgl 147, 23—25. 

• VgL 136, 2. 28. 

» VgL Hl, 23. ss 

4 Waldhomist Hey, vgl 142, 4 f. und Karl August-Knebel S. 60. 



1785 SCHERZ, LIST UND RACHE. 141 

[December 22 und 28, Weimar.] [3805] 

natürlich, jeder Laffe und Läffin sind einmal zärtlich 
gewesen, und an diesen Saiten ist leicht klimpern; um 
höhere Leidenschaften und Geist, Laune, Geschmack 

5 mit zu empfinden, muß man ihrer auch fähig sein, sie 
auch besitzen. 

Meine sieben Personen und ihr Wesen durch einander 
unterhalten mich manchmal, besonders wenn ich zu 
Pferde Tagereisen machen muß und unterwegs nichts 

10 Klügers zu denken habe. 1 Einigen geschmackvollen 

Personen 8 habe ich den Plan vorgelegt, und ich kann 

Beifall hoffen. Jetzt, da ich Ihre Probe habe, macht 

mir das lyrische Theater mehr Muth. 

Könnte ich nur um Ihrentwillen meine Sprache zur 

i* italienischen umschauen, damit ich Sie schneller in's große 

Publicum brachte. Indessen was nicht zu ändern ist! 

Behalten Sie nur guten Muth und sein Sie überzeugt, 

daß Sie mir große Freude machen. 

Mich vergnügt sehr, daß Sie Frau Schultheß, wie sie 

*o mir schreibt, Theil an unserm Werke nehmen lassen.* 
Ich habe es heimlich gewünscht, doch sagte ich nichts 
davon, weil ich Ihr Verhältniß zu Ihr nicht kannte. . . . 
. . . Heut Abend ist Probe. Hierbei kommt die Ver- 
besserung einiger Stellen im vierten Acte. Über die 

23 Arie Arm und elend 4 nächstens, ich will sie heute 
noch einmal hören. Adieu. Schreiben Sie mir balde. 5 
An Kayser. — Br. 7, 142, 18—148, 16. 



1 Vgl Nr. 4367. 4369. 

2 CharL v. Stein und Herders? 
30 * Vgl 136, 18 

* Vgl. 138, 26t. 36. 142, 6. 

& - December 23: Probe von Act I. II, vgl. 140, 11 f. 142, 2f. 

— December 24: „Ambrosius liquidirt für 160 Bogen Abschrift 
von der Oper für alle Instrumente" ( Burkhard t II S. 4). 

** — December 26: Herzog Karl August an Knebel (Karl August 
-Knebel S. 60). 

— December 27: Vgl 151 ? 36—37. 



142 SCHERZ, LIST UND RACHE. 1785 

December 28, [Weimar.] 3806 

Nunmehr, lieber Kayser, habe ich die beiden Acte 
[I. II] mit Musik gehört 1 und freue mich derselben 
recht sehr; das neue Waldhorn, das sich Stärke und 
Delicatesse in Paris geholt hat, 8 merkte man gar eigen, s 

Die Arie Arm und elend 8 ruckt auch zu; ich habe 
bemerkt, daß mir alles, was Scapin ab Bettler singt, 
recht ist, nur des Doctors Person scheint mir nicht gut 
ausgedruckt; ich bin deß wegen mit Herdern zugleich 
auf den Gedanken gekommen, es ab Duett einmal pro- io 
bieren zu lassen. Höchst wahrscheinlich liegt's am 
Sänger. Herder sagte: es sei höchst unwahrscheinlich, 
daß der Componist, der den Doctor selbst so launisch 
eingeführt, ihn in seinem Repräsentanten verfehlt 
haben sollte. is 

Denn gewiß, an der Rolle des Doctors ist nichts zu 
erinnern. 

Herder würde mich sehr schelten, wenn er wüßte, daß 
ich Ihnen das alles schriebe, er verlangt ausdrücklich, daß 
ich Sie nicht stören solle. Sie glauben nicht, wie sehr 20 
ihn die Musik immer mehr und mehr einnimmt. 

Es geht auch jedermann so ; Sie können zufrieden sein. 
Ich bin es sehr und freue mich auf die folgenden Acte 
[III. IV]. Ist mir doch, wie ich hoffte, Ihre Composition 
eine der besten Freuden des Winters geworden. 4 Ihre «$ 
Accompagnements sind sehr glücklich und entspringen 
so innerlich aus der Melodie wie die Melodie aus dem 
Gedichte, daß alles zum schönsten Ganzen wird. Ich 
schreibe Ihnen das nur flüchtig und hoffe, bald von 
Ihnen zu hören. Leben Sie wohl und freuen Sie sich so 
der Freude, die Sie machen. 

An Kayser. — Br. 7, 160, 15—161, 27. 



1 Vgl 141, 32. 

* Vgl. 140, 12 f. 36. 

* Vgl 138, 26 f. 36. 141, 26. 35 

* Vgl. 132, 19f. 



1785 SCHERZ, LIST UND RACHE. 143 

] December 30, [Weimar.] 3807 

Deine Beschreibung vom Münchner Publico in Ab- 
sicht auf's Theater versetzt mich in's Schauspielhaus; 
leider ist auch da für meine Absicht wenig zu thun, 
* doch gebe ich nicht alle Hoffnung auf. 1 

Meine Sache ist diese, die ich Dir an's Herz lege; 
überdenke sie und schreibe mir Deine Gedanken. 

Kayser in Zürch hat mich von Jugend auf interessirt; 
sein stilles zurückhaltendes Wesen hat mich gehindert, 

io ihn früher in die Welt zu bringen, das, wie ich nun- 
mehr sehe, sehr glücklich war. Ich merkte aus seinen 
Briefen, die er auf seiner italienischen Reis* schrieb, 
daß er den Geist der komischen Oper wohl gefaßt hatte, 
ich machte das bekannte Stück [,Scherz, List und Bache'], 

u und er ist nun drüber. Nun ist leider das deutsche 
lyrische Theater überall erbärmlich; wer singen und 
spielen kann, zieht sich zum italienischen und das mit 
Recht. Du glaubst selbst, es sei in München für unser 
Stück nichts zu thun. Das schadete aber im Grunde 

a> nichts, man kann ein anders [,Die ungleichen Haus- 
genossen*] machen. 

Was sagst Du aber dazu? Wenn das Stück fertig 
wäre, wollte ich ihn nach München schicken, er sollte 
dort vor Kennern und Liebhabern nur in Concerten 

*& einzelne Arien ohne Prätension produciren, da er selbst 
ein trefflicher Clavierspieler ist, sich hören lassen, ohne 
den Virtuosen zu machen, ohne sich bezahlen zu lassen; 
sollte sich empfehlen, den Geschmack des Publici stu- 
diren, mir seine Gedanken schreiben, und ich könnte 

so ihm alsdann, wenn ich besonders durch Deine Be- 
merkungen, was dort gefällt, was von Ernst und Scherz 
am meisten Effect macht, genugsam unterrichtet wäre, 
ein Stück [,Die ungleichen Hausgenossen'] machen, das 
gewiß wirken sollte. 



w i Vgl. Nr. 3800 und 136, 14. 



144 SCHERZ, LIST UND RACHE. 1785 

][December 30, Weimar.] [3807] 

Überdenke es und laß es mit Endzweck Deines dortigen 
Bleibens sein. Ich communicire Dir meinen Plan, lese 
dir das Stück, und Du mußt in die Seele des Münchner 
Publicums votiren. s 

Ein Ähnliches habe ich auf Wien mit ihm vor, 1 er 

kann und wird sich poussiren. 

An Knebel. — Br. 7, 152, 19—164, 5. 

1786. 

Januar 23, Weimar. 3808 10 

Sie haben mir meinen langen Brief, 8 dergleichen, wie 
ich wohl sagen darf, seit Jahren nicht geschrieben, 
durch Ihre Antwort reichlich vergolten und bewegen 
mich abermals ausführlich zu sein. Ihre Bemerkungen 
zeugen von Ihrem Nachdenken über die Sache, von i* 
Ihrer Kunstgewissenhaftigkeit und gutem Geschmack. 
Hier, was ich zu erwidern habe. 

Den ersten Act, dächt' ich, ließen wir nun, wie und 
wo er ist, bis Sie mit dem ganzen Stücke durch sind, 
es selbst als ein Ganzes übersehen; hernach wollen wir «© 
weiter drüber reden, und Sie werden ohne viel reden 
das Beste thun. 

Ganz recht sagen Sie von meinem Stücke, daß es 
gewissermaßen componirt sei, man kann in eben dem 
Sinne sagen, daß es auch gespielt sei. Wenn Sie bei 2* 
dem Gleichnisse bleiben wollen: Die Zeichnung ist be- 
stimmt, aber das ganze Helldunkel, in so fern es nicht 
auch schon in der Zeichnung liegt, die Farbengebung 
bleibt dem Componisten. Eis ist wahr, er kann in die 
Breite nicht ausweichen, aber die Höhe bleibt ihm bis in so 



1 Vgl Nr. 3799 und 135, 10. 136, 13. 

2 — Januar 1: „Ambrosius liquidirt für den 2. Act der Oper 44 
(Burkhardt II S. 4). 

— Januar 22, Goethe an Charl. v. Stein: „Hier . . Kaysera 
Brief und meine Antwort [Nr. 3808]" (Br. 7, 162, 5f.). 86 

» Nr. 3805. 



1786 SCHERZ, LIST UND RACHE. 146 

[Januar 23, Weimar.] [8808] 

den dritten Himmel; 1 wie hoch haben Sie sich über den 
Gemeinplatz der Melodien und Melancholien, des Wasser- 
falls und der Nachtigall 8 erhoben. Ich habe das Stück 

5 in Absicht auf Sie gemacht, Sie verstehn mich und 
übertreffen meine Erwartungen; mein nächstes [,Die un- 
gleichen Hausgenossen'] ist wieder für Sie, wenn Sie's 
wollen, wir werden uns schon besser verstehn, und sonst 
habe ich mit niemand für's erste zu schaffen. 

10 Die andre Bemerkung ist leider eben so richtig, daß 

das Stück für ein musikalisch Drama zu angezogen, 

zu angestrengt ist. Zu viel Arbeit für drei Personen. 8 

Dazu kann ich nun nichts sagen, als daß ich keins 

wieder machen werde (ob ich gleich ein allerliebstes 

15 Sujet zu 3 Personen noch habe, das fast noch reicher 
und toller ab dieses ist). 

Jede Erfindung hat etwas Willkürliches. Mein höchster 
Begriff vom Drama ist rastlose Handlung; ich dachte 
mir das Sujet, fing an und sah zu spät, daß es zum 

so musikalischen Drama zu überdrängt war; ich sann auf 
Mittel und ließ es über ein halb Jahr liegen. Endlich 
endigt' ich's, und so ist's nun. 

Es ist ein Bravourstück; haben wir keine Acteurs 
dafür, so mögen sie sich daran und dazu bilden. 

w Es ist wahr, der Sänger will physisch mehr Ruhe 
haben; zu laufen, zu springen, zu gesticuliren, sich zu 
balgen und zu singen, so etwas geht wohl in einem 
Final, aber durchaus, fühl' ich wohl, ist's zu toll. Das 
nächste [,Die ungleichen Hausgenossen'] ist in allem 

30 Sinne sedater. 

Ihre Erinnerungen wegen des Rhythmus kamen zur 
rechten Zeit. Ich will Ihnen auch darüber meine Ge- 
schichte erzählen. 



1 Vgl. Morris 1, 332f. 
M 2 In der Composition der Arie Act II Vera 465 — 468. 
8 VgL 129, 24f. 161, 6f. 166, 22f. 
Grlf, Goethe über s. Dichtungen T. n, B. 4. 10 



146 SCHERZ, LIST UND RACHE. 1786 

[Januar 28, Weimar.] [8808] 

Ich kenne die Gesetze wohl, und Sie werden sie meist 
bei gefälligen Arien, bei Duetts, wo die Personen über- 
einstimmen oder wenig von einander in Gesinnungen 
und Handlungen abweichen, beobachtet finden. Ich & 
weiß auch, daß die Italiener niemals vom eingeleiteten 
fließenden Rhythmus abweichen, und daß vielleicht 
eben darum ihre Melodien so schöne Bewegungen haben. 
Allein ich bin als Dichter die ewigen Jamben, Tro- 
chäen und Daktylen mit ihren wenigen Maßen und io 
Verschränkungen so müde geworden, daß ich mit Willen 
und Vorsatz davon abgewichen bin. Vorzüglich hat 
mich Gluckens Composition dazu verleitet. Wenn ich 
unter seine Melodien statt eines französischen * Textes 
einen deutschen unterlegte, so müßte ich den Rhythmus u 
brechen, den der Franzose glaubte sehr fließend gemacht 
zu haben; Gluck aber hatte wegen der Zweifelhaftig- 
keit der französischen Quantität wirklich Längen und 
Kürzen nach Beheben verlegt und vorsätzlich ein andres 
Sylbenmaß eingeleitet, als das war, dem er nach dem 20 
Sohlender hätte folgen sollen. Ferner waren mir seine 
Compositionen der Elopstockischen Gedichte, die er in 
einen musikalischen Rhythmus gezaubert hatte, merk- 
würdig. Ich fing also an, den fließenden Gang der 
Arie, wo Leidenschaft eintrat, zu unterbrechen, oder 25 
vielmehr ich dachte ihn zu heben, zu verstärken, welches 
auch gewiß geschieht, wenn ich nur zu lesen, zu decla- 
miren brauche. Eben so in Duetten, wo die Gesinnungen 
abweichen, wo Streit ist, wo nur vorübergehende Hand- 
lungen sind, den Parallelismus zu vernachlässigen, oder so 
vielmehr ihn mit Fleiß zu zerstören; und wie es geht, 
wenn man einmal auf einem Wege oder Abwege ist, 
man hält nicht immer Maß. 

Noch mehr hat mich auf meinem Gange bestärkt, 
daß der Musicus selbst dadurch auf Schönheiten ge- s* 

1 Goethe schreibt hier und Z. 18 wie öfters „franzosohen". 



1786 SCHERZ, LEST UND RACHE. 147 

[Januar 23, Weimar.] [3808] 

leitet wird, wie der Bach die lieblichste Krümme durch 
einen entgegenstehenden Fels gewinnt. Und haben Sie 
nicht selbst Recitativstellen auf eine unerwartet glück- 
s liehe Weise in rhythmischen Gang gebracht? 

Doch es ist genug, daß Sie es erinnern, daß es Ihnen 
hinderlich ist, und ich will mich wenigstens in Acht 
nehmen; und ob ich gleich nicht ganz davon lassen kann, 
so will ich Ihnen in polchen Fällen eine doppelte Les- 
io art zuschicken, und wenn ich es ja versäumen sollte, 
auf Ihre Erinnerung jeder Zeit nachbringen. 

Überhaupt wollen wir an der nächsten [,Die ungleichen 
Hausgenossen'] nicht eher zu componiren anfangen, bis 
wir über das Stück einige Briefe gewechselt; beim ersten 
15 war's gut, zu thun und nicht zu reden. 

Wie wünscht' ich Ihnen überhaupt den Plan der neuen 
Oper vorlegen zu können; im Modell kann man noch 
rucken und drucken; wenn der Stein zugehauen ist, 
nicht Hand und Fuß mehr wenden. Eigensinnig bin 
*> ich gar nicht, das wissen Sie, ehe zu leichtsinnig in 
diesen Dingen. 

Lassen Sie mich noch einiges sagen, was hierher ein- 
schlägt. Meistermäßig haben Sie das Duett: Aus dem 
Becher 1 behandelt und auf das glücklichste den Pa- 
tt rallelismus der Worte genutzt, und es ist mir schon 
auf das Duett: Nimm, o nimm 3 zum voraus wohl, 
wo Sie gewiß das Ihrige gethan haben. Meine Idee 
dabei war, daß der Act auslaufen sollte, und indem 
beide Scapinen auf dem Rollsessel hineinschieben, dieses 
» Final mit dem: „Stille! stille! fort! fort!" 3 gleichsam 
verklingen sollte, damit das Final des ganzen Stücks 
desto brillanter vorsteche, und überhaupt jeder Act anders 
endige. Die Trompeten und Pauken nehmen sich herr- 

1 VgL 140, 2—7. 33. 
w * Act III Vers 889—941 ; vgl 153, 29 f. 

* Act III Yen 940. 941: „Stille, stille/Bringe sie fort!" 

10* 



148 SCHERZ, LIST UND RACHE. 1786 

[Januar 28, Weimar.] [8808] 

lieh am Ende des zweiten, und alle Weiber freuen sich 
über das: wir haben ihn und singen gefangen, ge- 
fangen 1 Chorus mit. Neulich haben wir in der Ordnung 
die Arie Gern in stillen 9 nach dem Tanze dal segno s 
wiederholt, wo sie sich herrlich und befriedigend aus- 
nimmt. Überhaupt wird jedermann jedesmal die Musik 
lieber, und unsre Proben sind für uns indessen gut, 
die wir nicht Partituren lesen und uns wie der glück- 
liche Componist eine Oper im Kopfe aufführen können. 10 
Ob ich gleich nie ohne heimlichen Ärger noch eine Probe 
verlassen habe. 

Daß Scapin im vierten Acte gewissermaßen sich der 
Zärtlichkeit nähert, werden Sie schon leiten und führen. 
Der Musicus kann alles, das Höchste und Tiefste kann, is 
darf und muß er verbinden, und bloß in dieser Über- 
zeugung habe ich mein Proteus-artiges Eh'paar ein- 
führen können und wollte noch tolleres Zeug wagen, 
wenn wir rechte Sänger, Acteurs und ein großes Publi- 
cum vor uns hätten. Die Stelle im ersten Acte: Ich so 
sah ihn an, 8 pp. nimmt sich recht gut aus. 4 

... Es kommt nur drauf an, wenn unser erstes Stück 
fertig ist, daß wir uns ein Publicum suchen, damit alles 
lebendig werde und auch etwas eintrage. 

Die Leichtigkeit, die Sie am ,re Teodora* 6 rühmen, 2* 
gibt sich bloß durch die lebendige Übung; sie fehlt mir 
selbst noch bei meinen Arbeiten. Der Einsame möchte 
gern das Werk in sich vollkommen haben und erschwert 
sich's selbst; wer für Menschen arbeitet, sieht, daß eine 
relative Vollkommenheit wirkender ist und bequemer 30 



1 Act II Vers 603. 604. 

* Act n Vers 465—490; vgl. 134, 15. 22. 136, 10. 
» Vers 126—138. 

* Hier folgen Nr. 766 (1, 418) und 144 (1, 101 f.). 

* Vgl, 126, 22. 130, 8. 133, 29. 135, 13. 153, 24f. 35 



1786 SCHERZ, LIST UND RACHE. 149 

[Januar 23, Weimar.] [3808] 

hervorgebracht wird; dieser Begriff leitet ihn, und seine 
Werke werden wirklich vollkommner, indem sie mehr 
lebendige Folge haben. 

5 Leben Sie wohl und schicken und schreiben balde. . . . 

Wegen der Prosodie lassen Sie sich nicht bange sein; 

was einer schreiben kann, wissen wir alle, und das 

Feinere hangt mehr vom Geschmack ab als von irgend 

einer Regel, wie in jeder lebendigen Kunst. 

10 An Kayser. — Br. 7, 163, 4—168, 4. 169, 5—23. 

Januar 26, Gotha. — s. Nr. 4365. 3808 a 

?] [.Februar zwischen 6 und 12? Weimar.] — s. Nr. 4562a. 3808b 
Februar 19, Weimar. 3809 

Deux actes de mon opera sont composes par un homme 

15 de genie, d'ailleurs solitaire et inconnu, mais qui ne 

fait que revenir de l'Italie. Je serois curieux de scavoir 

ce que diroit ma bonne amie de cette composition. 

Surement il y a des airs qui ne devroit etre chantes 

que par Vous. J'attends avec impatience le troisieme 

so Acte dont la moitie devroit deja etre arrivee. 1 

An die Gräfin Christine v. Brühl. — Br. 7, 181, 4—11. 

Februar 28, Weimar. 3810 

Wenn wir uns noch eine Zeit lang wechselsweise er- 
klären, so werden wir uns gewiß verstehen und ver- 
25 einigen. Mir sind die Meinungen eines Künstlers, der 
das Mechanische seiner Kunst verstehet, immer höchst 
wichtig, und ich setze sie über alles. Es kommt nicht 
darauf an, was man mit dem einmal gegebenen Organe 
machen will, sondern was man machen kann. 
30 Sie werden in der Folge sehen, in wie fern Sie mich 
bekehrt haben, und je mehr wir zusammen arbeiten, 
je übereinstimmender werden wir wirken. 

Lassen Sie uns jetzt vor allen Dingen die erste Oper 

[,Scherz, List und Bache'] endigen, Sie sollen alsdenn 

^ einige Stücke und eine Übersicht von der zweiten [,Die 



1 Vgl. löO, 14f. 



150 SCHERZ, LIST UND RACHE. 1786 

[Februar 28, Weimar.] [8810} 

ungleichen Hausgenossen'] erhalten, und auch nach Be- 
lieben sogleich daran anfangen. Sodann bin ich bereit, 
auch zu einer ernsthaften Oper zu helfen, über deren 
Manier wir uns zum voraus vergleichen müssen. Wir & 
werden am besten thun, dem Faßpfad des Metastas 
zu folgen, ein erhabenes rührendes Sujet zu wählen, 
nicht über sechs Personen zu steigen, weder allzu 
große Pracht noch Decorationen zu verlangen, für Chöre 
zu sorgen und so weiter. Das alles wird sich finden, i© 
wenn wir der Sache näher kommen und uns durch die 
Opera buffa erst mit und an einander gebildet haben. 

[Nr. 2152 (3, 47 f.).] 

Der Anfang des dritten Acts ist endlich auch an- 
gekommen. 1 Ich bin höchst neugierig, ihn zu hören, i» 
ich habe ihn mir noch nicht einmal können am Ciavier 
vortragen lassen. Daß Sie die höchste Baserei unserer 
Heldin in den Kahn gestellet und die Überfahrt über 
den Kocyt* gleichsam mit stürmender Hand geschehen 
lassen, dagegen die Arie, wo sie den Missethäter vor 20 
Plutos Thron schleppt, 8 auf einen flehenden Vortrag 
angelegt und also dadurch den Gang des Dichters um- 
gekehrt haben, mögen Sie verantworten, oder vielmehr 
wird Ihre Ausführung rechtfertigen. Was Sie übrigens 
in dem der Partitur beigelegten Blatte empfehlen, will 2* 
ich bestens besorgen und Ihnen zur Zeit von allem 
bestimmte Nachricht geben. 

Zu der Pantomime nach der Arie: In eurem finstern 
Hause 8 hätte ich Folgendes zu erinnern und zu rathen. 

Scapine fällt ohnmächtig in den Sessel, der Doctor so 
bleibt ihr zu Füßen hegen; endlich springt er auf, ist 
ängstlich, sie scheint sich zu erholen, er stehet ihr bei, 
läuft hin und wieder, bringt ihr zu riechen, sie fällt 

1 Vgl 149, 19 f. 

* Act in Vera 718—729. 86 

» Aot III Vers 787—797. 



1786 SCHERZ, LIST UND RACHE. 151 

[Februar 28, Weimar.] [8810] 

v 

wieder in Gebärden des Schmerzens und stößt von Zeit 
zu Zeit Seufzer und ängstliche Laute aus. 
So wünschte ich, daß Sie die gedachte Stelle in dem 

5 geschriebenen Exemplar der Oper erst corrigirten. 

Dieses stumme Spiel kann, wenn es nöthig ist, wieder- 
holt werden, und sollten Sie es nicht in verschiedenen 
Theilen mit Reprisen setzen können ? wie es bei Balletten 
geschiehet, so daß es alsdenn von dem Acteur und der 

10 Actrice abhinge, ob sie die Pantomime verlängern oder 
abkürzen wollen. 

Zuletzt, wo sie in die Töne des Schmerzens ausbricht, 
kann ja der Doctor mit dem folgenden Gesang ein- 
fallen, und es dadurch zu einer Art von Duett werden. 

15 Scapin läßt sich dann von außen hören, sie klagt 
und jammert auch noch, wenn dieser hereintritt, und 
ich denke, es soll keinen Übeln Effect thun, wenn Sie 
die Interjectionen „ach! weh! weh mir! o Schmerz!" 
u. s. w. in den übrigen Gesang gleichsam hineinsäen. 

20 Ich schicke Ihnen hier eine Arie des vierten Acts, 
wie ich sie verändert habe. 1 Vielleicht finden Sie solche 
jetzt rhythmischer, und ich hätte große Lust, einige 
andere auch auf diese Weise zu behandeln unxT sie da- 
durch Ihrem Wunsche näher zu bringen. Hätten Sie 

ss überhaupt noch etwas über den vierten Act zu sagen, 
so war' es noch Zeit. 

Ich habe diesen Brief dictirt, weil ich nicht wohl bin 

und keine Lust zu schreiben habe und Sie doch nicht 

so lange wollte warten lassen. 

. . . Leben Sie wohl, . . und arbeiten fleißig fort.* 
An Kayser. — Br. 7, 184, 22—185, 23. 186, 3—188, 5. 

1 Vera 1013—1019; die ursprüngliche kürzere Fassung s. W. 12, 377. 
* Hier folgen die Z. 33 genannten Verse. • 

35 3 — April 10: „Ambrosras liquidirt für 121 Bogen und zwar 
118 Bogen 3. Act, 3 Bogen Arien, 6 Stück (vom 27. December 
1786)" (Burkhardt II S. 4). 



152 SCHERZ, LIST UND RACHE. 1786 

April 14, Weimar. 3811 

Eine neue komische Oper von mir, die jetzo com- 

ponirt wird, macht mir viel Freude. Es wird mit der- 

selben ein Gomponiste hervortreten, dergleichen sich 

nicht viele im Stillen 1 bilden. * 

An F. H. Jacobi. — Br. 7, 206, 1—4. 
Mai 5, Ilmenau. 3812 

Ich habe nun den ganzen vierten [dritten?] 9 Act und 
wünschte, ich könnte Ihnen alles Gute sagen, was ich 
darüber denke. Auch bei dem Schlüsse hat Ihnen der io 
gute Geist beigestanden, und ich muß mich in Geduld 
fassen, daß ich ihn nicht so bald mit allen Instrumenten 
hören kann; es wird mir gewiß die größte Freude sein, 
wenn er einmal ganz vor meiner Seele erscheinen wird. 

Ich sehe schon, wie bewegt mein Sommer sein wird, u 
Der Gedanke, den ich letzthin äußerte, 8 daß ich Ihnen 
zu Ende Juni Partitur und Stimmen zurückschicken 
wollte, trifft mit Ihrem Wunsche zusammen. Vom Juni 
an werd' ich nicht zu Hause sein, und wir können vor 
der Hand die Abschrift sparen. Vielleicht verändern so 
Sie eins und das andre, und ich erhalte eine reine 
Abschrift oder mein corrigirt Exemplar zurück. Nun 
aber was diese Veränderungen betrifft, diese müssen 
Ihre Sache bleiben. Sie verstehen Ihr Handwerk, was 
soll und kann man Ihnen einreden und Sie meistern; 25 
wenn Sie fertig sind, sehen Sie Ihre Arbeit noch einmal 
an und geben Sie sich auch noch Rechenschaft vom 
Ganzen; dann sehen Sie, wie ein großes Publicum es 
aufnimmt. 

Der Dichter eines musikalischen Stückes, wie er es so 
dem Componisten hingibt, muß es ansehn wie einen 

— April 14: Goethe an Kayser nach Zürich (unbekannt, vgL 
Br. 7, 347). 

i Vgl. 143,9. 164, 11 f. 

* Goethe schreibt irrthümlich „fünften", nach E. von der Hellen « 
ist statt dessen zu lesen „vierter"; sollte aber nicht vielmehr 
„dritter" zu lesen sein? vgl. 164, 20. 166, 4f. 166, 4—6. 

8 In dem Z. 32 genannten, unbekannten Brief? 



1786 SCHERZ, LIST UND RACHE. 163 

[Mal 6, Ilmenau.] [8812] 

Sohn oder Zögling, den er eines neuen Herren Diensten 
widmet. Es fragt sich nicht mehr, was Vater oder 
Lehrer aus dem Knaben machen wollen, sondern wozu 

6 ihn sein Gebieter bilden will; glücklich, wenn er das 
Handwerk besser versteht als die ersten Erzieher. 

Was ich übrigens an dieser unserer ersten gemein- 
samen Arbeit gelernt habe, wird das zweite Stück [,Die 
ungleichen Hausgenossen'] zeigen, das ich ausarbeite, 

io und auch bei diesem wird wieder zu lernen sein und 
so immer weiter. 

Was Sie von dem Gange der Oper sagen, finde ich 
sehr gut. Die Momente sollen nicht so rasch wie im 
andern Schauspiele folgen, der Schritt muß schleichender, 

16 ja an vielen Orten zurückgehalten sein. Die Italiener 
haben die größten Effecte mit einzelnen Situationen 
gemacht, die nur so zur Noth am allgemeinen Faden 
des Plans hängen. Man verlangt nicht vom Flecke, 
weil das Ganze nicht interessirt, weil einem an jedem 

20 besondern Platze wohl wird. Doch hat auch das seine 
Unbequemlichkeiten, unter andern ist diese Manier an 
dem völligen Discredit des dritten Acts schuld. Kluge 
Köpfe der neuern Zeit haben dagegen gearbeitet, wie 
der Verfasser der ,Filo8ofi ignoranti* und des ,Äe Teo- 

25 doro € pp. 1 Auch davon mag das neue Stück [,Die un- 
gleichen Hausgenossen'] zeugen und mag uns Gelegen- 
heit geben, unsre Begriffe mehr zu entwickeln. 

Die Arie: Seht die Blässe 8 wird wohl eine meiner 
Favoriten werden. Mit dem Duett 8 bin ich gar sehr 

so zufrieden, das Rondeau* ist allerliebst, pp. 

Gewiß, ich bin Ihnen recht viel Dank schuldig, an 
einem glücklichen Ende zweifle ich nicht und wünsche 



1 Paesiello ; vgl 148, 25. 
8 Act IH Vera 867—871. 
35 » Act IH Vers 889—941 ? vgl 147, 26—27. 
4 Act IV Vera 946—965? 



154 SCHERZ, LIST UND RACHE. 1786 

[Mai 5, Ilmenau.] [8812] 

nur eine glückliche Aufführung. Ihre Gedanken über 
meine Vorschlage, das Stück zu produciren, erwarte ich 
und habe noch so tausenderlei zu sagen. Wenn nur 
das Schreiben nicht so eine halbe Sache wäre. Acht & 
Tage Gegenwart würde ein schöner Genuß, ein schöner 
Vortheil sein. Hätt' ich die italienische Sprache in 
meiner Gewalt wie die unglückliche teutsche, ich lüde 
Sie gleich zu einer Reise jenseits der Alpen ein, 1 und 
wir wollten gewiß Glück machen. Leben Sie wohl, Sie io 
einziger aus meiner Jugend Überbliebner, in unglaub- 
licher Stille Herangewachsner. . . . 

Warum habe ich von dem Terzett 2 nichts gesagt? 
Was hilft aber alles namentliche Hererzählen, auch hab' 
ich es so gut wie gar nicht gehört. 8 15 

An Kayser. — Br. 7, 215, 1—217, 18. 
November 25, [Rom]. 3813 

Schreiben Sie mir nun, wie es mit unserm Werke 

steht? Ob Sie die Partitur 4 empfangen haben? Ob 

Sie etwas ändern ? Ob der vierte Act fertig ist ? 5 Und 20 

wann Sie glauben, daß wir das Stück in's Publicum 

geben können? Damit ich meine Maßregeln darnach 

nehmen und auch aus der Ferne alles leiten könne. 
An Kayser. — Br. 8, 69, 14—20. 



1 Vgl Nr. 4365 (Schluß). 25 

* Act III Vers 828—833? 

* — Mai 19: „Ambrosius liquidirt für 78 Bogen zum 3. Act 4 ' 
(Burkhardt II S. 4). 

— Juli 3: Goethe an Kayser (unbekannt, vgl Br. 7, 348); 
wenn die Postsendungsliste als Ort „Frankfurt" (statt „Zürich«) so 
angibt, so liegt entweder ein Irrthum vor, oder aber Goethe 
ließ den Brief von Frankfurt aus weiter befördern (durch Kaysers 
Vater? vgl. Br. 8,2,16—18. 18,14—16); wegen des muthmaß- 
lichen Inhalts vgl 152, 16—18. 
4 Vgl. Z. 29 und 152, 16—18. 35 

6 Könnte Goethe so fragen, wenn 152, 8 wirklich „vierter 44 
(nicht, wie ich vermuthe: „dritter") zu lesen ist? VgL auch 
155,4. 30—32. 166,4—6. 28—31. 



1787 SCHERZ, LIST UND RACHE. 166 

1787, 

][Januar 13, Rom.] 3814 

Kayser in Zürch hat Partitur geschickt und zwar 

den ersten Act der Oper umgearbeitet und den Anfang 

5 des vierten; 1 eröffne das Packet und laß beide Acte 

durch Ambrosius sorgfältig in Stimmen ausschreiben. 3 

Eben so verfahre mit dem zweiten Act, wenn ihn 

Kayser schickt. Die erste Abschrift der Stimmen, die 

wir machen ließen, 8 wird dadurch unbrauchbar. Es ist 

10 aber eine Kleinigkeit gegen den Gewinn an Kunst, den 

der Gomponist bei dieser Umarbeitung gemacht. 

An Seidel — Br. 8, 126, 6—14. 

Januar 13, Rom. 3816 

Erstlich denn von unsrem Werke. 

w Wann Sie enden könnten, habe ich nur gefragt, 4 
um etwa wegen dessen Publication besorgt sein zu 
können; da Sie noch so fleißig daran sind und so 
manches Gute daran thun, so sprechen wir uns vielleicht, 
noch eh' Sie ganz fertig sind, denn ich rechne sehr, 

*o Sie auf meiner Rückreise zu besuchen. 

Wie sehr freut mich, daß Sie das Stück wieder durch- 
gearbeitet; nur auf diese Weise gelangt man zu einer 
Fertigkeit. Lassen Sie uns weder an Zeit, Mühe und 
Kosten denken, sie sind wohl angewendet, wenn wir 

** eine höhere Stufe ersteigen. Ich habe nach Weimar 
geschrieben, daß man den ersten und den vierten Act 
in Stimmen soll ausschreiben lassen; 6 sollten Sie mit 
dem zweiten Acte fertig werden, so schicken Sie ihn 
nur an Seideln, daß er auch diesen ausschreiben läßt; 



80 l Da man das „umgearbeitet" nicht mit auf den „Anfang des 
vierten" beziehen kann, beweist auch diese Stelle gegen die 
Lesung „vierten" 162,8. 

2 Vgl 167, 30f. 161,32t 36 f. 162, 31 f. 

3 Quittungen über sie scheinen nicht mehr vorhanden (vgL aber 
S5 144, 32). 

* VgL 164, 20—23. 

* VgL Nr. 3814. 



166 SCHERZ, LIST UND RACHE. 1787 



] [Januar 13, Born.] [8815] 

so wird mir eine Freude vorbereitet, daß ich um so 

lieber nach Hause gehe. 

Schreiben Sie mir doch auch bald Ihre Gedanken 

über den vierten Act, daß ich dazu Ja und Amen * 

sage. 1 

An Kayser. — Br. 8, 128, 6—25. 

Februar 6, Rom. 3816 

Man hat mir endlich . . Ihren ersten Brief von Hause 
hierher geschickt, und ich habe über dessen Inhalt nur io 
noch dieß zu sagen. 8 

Das Duett: Es stellet sich die Freude, pp. 8 hatte 
ich mir bloß als einen kurzen Gesang gedacht, der die 
Melodie des Schlusses des ersten Acts: Ich lade dich 
zur Freude, pp. 4 wiederbringen sollte. Es thut einen 15 
gar artigen Effect, wenn eine Anfangs-Melodie beim 
Schlüsse wiederkommt und gleichsam die Erfüllung einer 
Prophezeiung hereinführt. Es sei Ihnen übrigens ganz 
überlassen, wie Sie es behandlen wollen, 6 und wie es 
sich zum Übrigen schickt, werden Sie am besten be- 20 
urtheilen können. 

Ich freue mich auf alles, was Sie an den ersten Acten 
gethan haben, * und recht herzlich auf den Tag, da Sie 
mir die Operette am Claviere vortragen werden. Denn 
es müßte mich eine große Noth und Gewalt ergreifen, 25 
wenn ich ohne Sie zu sehen wieder nach Deutschland 
zurück gehen sollte. 



1 Auch dieß scheint mir für die 152, 35 — 37 ausgesprochene Ver- 
muthung zu zeugen. In dem Z. 9 genannten Briefe scheint 
Kayser seine Gedanken über Act IV geäußert zu haben, worauf 30 
Goethe Februar 6 antwortet (vgl. Z. 12—21). 

* Vgl Z. 29f. 

8 Act IV Vera 1173—1176. 

4 Vers 256—259 in der ursprünglichen Fassung. 

* Kayser hatte es also noch nicht behandelt, vgL Z. 28 — 31. 35 

* Vgl. 155, 27 f. 



1787 SCHERZ, LIST UND RACHE. 167 

[Februar 0, Born.] [3810] 

Arbeiten Sie fleißig fort! wenn es mit Ihrer Arbeit 

zu Ende geht, wollen wir an eine Ankündigung denken. 1 
An Kayser. — Br. 8, 174, 9— 175, 6. 

6 Juli 14, Rom. 3817 

Schreiben Sie mir doch aufs baldigste: wie es mit 
unsrem Werke steht, und was Sie noch auf dem Herzen 
hatten. 2 

An Kayser. — Br. 8, 238, 1—3. 

10 August 14, Rom. 3818 

Über unsre Oper, und wie wir sie nun sachte in's 
Publicum leiten müssen, schreib' ich nächstens und 
schicke eine Art Ankündigung, zu der Sie das Ihrige 
dazuthun sollen; hernach mag etwa Göschen, wenn er 
is sich einzulassen Lust hat, 8 Gevatterstelle vertreten, 
daß wir mit dem Mechanischen der Ausgabe, sie ge- 
schehe nun, wie sie wolle, nichts zu thun haben. 

Was Sie mir von unserm Werke sagen, kann ich so 
sehr fühlen und freue mich unendlich drauf, es in seiner 
so jetzigen Kraft zu begegnen. 

An Kayser. — Br. 8, 243, 19—26. 244, 24—26. 

August 15, Rom. 3819 

Ehstens werde ich Ihnen wegen einer andern An- 
gelegenheit schreiben und mir Ihren Rath ausbitten. 
25 Es ist eine komische Oper von mir, eine neue, die nicht 
in den »Schriften* begriffen ist, sehr glücklich componirt 
worden; ich wünschte die Partitur davon in's Publicum 
zu bringen, auf eine Weise, daß der Gomponiste, der 



i Vgl Z. 13. 
so — April 5: „ Ambrosius liquidirt für Abschrift von 88 Bogen 

Noten des 1. Actes" (Burkhardt II S. 4); vgl. 155, 5f. 
2 Statt „hatten" vermuthet E. von der Hellen „hätten" als 

beabsichtigt. 
* Vgl Nr. 3819. 3821. 



158 SCHERZ, LIST UND RACHE. 1787 

[August 15, Born.] [3810] 

viel Zeit und Mühe darauf verwendet, einigen Vortheil 

daraus ziehen könnte. Doch davon nächstens mehr. 1 
An Göschen. — Br. 8, 247, 26—248, 5. 

September 11, Rom. — s. 1, 112, 11 f. 3820 5 

][October 27, Rom.] 3821 

Was die von meinem Freunde [Kayser] componirte 
Oper betrifft, so kommt mir's nicht darauf an, sie in 
die vier letzten Bände [5 — 8 der Schriften] mit auf- 
zunehmen, obgleich das Publicum kein Recht darauf io 
hat, es auch wohl so genau nicht nehmen möchte, da 
ich anderthalb Jahre Arbeit mehr liefre, als ich ver- 
sprochen habe. Die Endigung, Umänderung und Aus- 
arbeitung der Stücke, die ich nur versprach, wie sie 
da lagen, hat mich unschätzbare Augenblicke gekostet, is 
und ich kann Sie aufrichtig versichern, wenn ich auf 
den Gewinnst gesehen und meine Schriften nach der 
Anzeige hingegeben hätte, so könnte ich jetzt bequem 
vier andre Bände fertig haben; so mancherlei ist an- 
gefangen, das sich mir zum Fertigmachen gleichsam 20 
aufdringt. 

Wegen Ausgabe der Partitur 2 danke ich für Ihre 
Bereitwilligkeit. Ich werde die Sache mit dem Com- 
ponisten durchsprechen, den ich in wenig Tagen hier 
zu sehen hoffe. Er wird mir das nun vollendete Stück 25 
vorspielen, und unsre Absicht ist, sogleich an eine größre 
Arbeit 8 zu gehen. 

An Göschen. — Br. 8, 278, 23—279, 14. 
October 27, Rom. — 8. 1, 113, 16—20. 3822 

Ootober 27, Rom. 3823 so 

. . ich bin wieder wohl und vergnügt in Rom, wo 
ich Kaysern erwarte, der mit seiner Partitur unterwegs 



» VgL Nr. 3821. 
* VgL Nr. 3819. 

8 Den ,Groß-Cophta« (nach 3, 129, 13 wolle man eine Verweisung ss 
auf obige Stelle nachtragen). 



1787 SCHERZ, LIST UND RACHE. 159 



[October 27, Rom.] [8823] 

ist, Du kannst Dir denken, welch ein Fest das werden 
wird. 1 

An Seidel. — Br. 8,281, 13—16. 

5 October 27, Rom. 3824 

[Nr. 2349 (3, 129). — ] Wenigstens sollen gleich 

italienische Worte unter die vornehmsten Stücke seiner 

jetzigen Partitur gelegt und solche auf diese Weise in 

Concerten hier aufgeführt werden. 4 Man wird sehen, 

io was sie für Effect machen, und wenn sie hier aushalten, 

ist mir weiter nicht bange. 8 

An Bertuch. — Br. 8, 284, 3- 12. 

][November ? Rom ?] — s. 1, 216, 17—19. 3825 

][November ? Rom ?] 4 3826 

15 Leider . . war ich mit Freund Kayser seit geraumer 

Zeit schon 5 in einem Unternehmen befangen, das nach 

und nach immer bedenklicher und weniger ausführbar 

schien. 

•Man vergegenwärtige sich jene sehr unschuldige Zeit 

20 des deutschen Opernwesens, wo noch ein einfaches 



i Vgl 1, 113, 16—20 und Nr. 3827. 
2 Vgl 143, 24—144, 7. 

9 — November, Anfang: Kayser kommt in Rom an und bringt 
die Partitur mit, vgl Nr. 3827, sowie 1, 114, 26—30. 
25 * Vgl Epos 2, 557, 29—558, 29 und das Datum 1828 Mai 8 in 
W. 32, 405 zu 147, 8. 
* Vgl Nr. 3785. 

«Statt Z. 19 bis 160, 14 („schickte«*) liest eine Handschrift: 
„Aus dem «Anschauen von Intermezzos, wo mit wenigen 
30 Personen viel geleistet wird, wo eine leicht vorübergehende 
Musik an einem lustigen, vielleicht auch frevelhaften Faden 
hinlauft, war das Singspiel ,Scherz, List und Rache' schon vor 
geraumer Zeit entstanden; ich hatte solches an Kaysern nach 
Zürch geschickt" ( W. 32, 403). Ferner ist folgende ältere Fassung 
35 zu vergleichen: 

„Von der Entstehung des eben erwähnten Singspiels »Scherz, 
List und Rache* ist hier wohl Einiges nach zu bringen, da sich 
solches, ob es gleich nie auf das Theater gelangen können, der 
Aufmerksamkeit mancher Freunde theatralischer Lyrik zu er- 



160 SCHERZ, UST UND RACHE. 1787 



] [November ? Born ?] [882Ö] 

Intermezzo, wie die ,Serva Padrona' von Pergolese, Ein- 
gang und Beifall fand. Damals nun producirte sich 
ein deutscher Buffo Namens Berger, mit einer hübschen, 
stattlichen, gewandten Frau, welche in deutschen Städten & 
und Ortschaften, mit geringer Verkleidung und schwacher 
Musik, im Zimmer, mancherlei heitere aufregende Vor- 
stellungen gaben, die denn freilich immer auf Betrug 
und Beschämung eines alten verliebten Gecken aus- 
laufen mochten. 10 

Ich hatte mir zu ihnen eine dritte mittlere, leicht 
zu besetzende Stimme gedacht, und so war denn schon 
vor Jahren das Singspiel ,Scherz, List und Rache* ent- 
standen, das ich an Kaysern nach Zürich schickte, 
welcher aber, als ein ernster gewissenhafter Mann, das 15 



freuen gehabt. Man vergegenwärtige sich, daß es in einer noch 
sehr unschuldigen Zeit des deutsohen Opernwesens veranlaßt 
worden. Damals fand noch ein einfaches Intermezzo, wie die 
»Serva Padrona' von Pergolese, Eingang und BeifalL In jener 
Zeit nun producirte sich ein deutscher Buffo Namens Berger, 20 
mit einer hübschen, stattlichen, gewandten Frau, in deutschen 
Städten und Ortschaften. Mit geringer Verkleidung und schwacher 
Musik gaben sie im Zimmer mancherlei heitere aufregende Vor- 
stellungen, die denn freilich immer auf Betrug und Beschämung 
eines alten verliebten Gecken auslaufen mochten. Ich dachte mir 25 
eine dritte, mittlere, leicht zu findende Stimme hinzu ; und so 
entstand jenes Stück, einfach angelegt, zuletzt aber allzu sehr 
erweitert, und aus dem leichten Intermezz in eine sich immer mehr 
ausdehnende Opernform übergehend. Die früheren jugendlichen 
Verbindungen standen damals noch in voller Blüthe: Christoph so 
Kayser, der mit Klingern und andern sich treulich herangebildet 
hatte, hielt sich in Zürch auf als Musiklehrer. Die Oper, wie sie 
entstand, wurde mitgetheilt, und er, anstatt die musikalische Be- 
arbeitung zusammenzuziehen, läßt sich durch die poetische Anlage 
verleiten und bearbeitet die Arien in Opernstil. Die ersten Acte 36 
seiner Bearbeitung gelangen nach Weimar; ich suche durch die 
Bellomosche Gesellschaft eine Probe zu arrangiren [vgL 141,23. 32], 
welohe aber keine Folgen hat; worauf ich nach Italien gehe, 
und er mir später dahin folgt" (W. 32, 404). 



1787 • SCHERZ, LIST UND RACHE. 161 



] [November ? Born ?] [8826] 

Werk zu redlich angriff und zu ausführlich behandelte. 
Ich selbst war ja schon über das Maß des Intermezzo 
hinausgegangen, und das kleinlich scheinende Sujet hatte 

5 sich in so viel Singstücke entfaltet, daß selbst bei einer 
vorübergehenden sparsamen Musik drei Personen kaum 
mit der Darstellung wären zu Ende gekommen. 1 Nun 
hatte Kayser die Arien ausführlich nach altem Schnitt 
behandelt und man darf sagen, stellenweise glücklich 

10 genug, wie nicht ohne Anmuth des Ganzen. 

Allein wie und wo sollte das zur Erscheinung kommen? 
Unglücklicher Weise litt es, nach frühern Mäßigkeits- 
principien, an einer Stimmenmagerkeit; es stieg nicht 
weiter als bis zum Terzett, und man hätte zuletzt die 

15 Theriaksbüchsen des Doctors gern beleben mögen, um 
ein Chor zu gewinnen. Alles unser Bemühen daher, 
uns im Einfachen und Beschränkten abzuschließen, ging 
verloren, als Mozart auftrat. ,Die Entführung aus dem 
Serail 4 schlug alles nieder, 2 und es ist auf dem Theater 

20 von unserm so sorgsam gearbeiteten Stück niemals die 
Rede gewesen. 8 

Italienische Reise, Zweiter römischer Aufenthalt (Bericht, 
November). — W. 32, 144, 6—145, 18. 

November 17, Rom. 3827 

25 Kayser aus Zürch ist hier 4 und hat die Partitur unsrer 

Oper mitgebracht, ich habe viel Genuß an ihm und 

seiner Arbeit. 5 

An den Herzog Karl August. — Br. 8, 292, 26—28. 

1 Vgl. 129, 24 f. 146, 12. 166, 22f. 
so * Vgl dagegen 137, 9—20. 

8 — November 10: VgL 3,217, 11 f. 219, 15f. 

— November 16: „Ambrosius liquidirt für 197 Bogen von 
Kaysers Musik, 3. Act, Sing- und Instrumentalstimmen" (Burk- 
hardt II S. 4). 

w * VgL 164, 9f. 21. 31 und 1, 114, 26—30. 3, 217, 8—12. 219, 13—17. 
6 — December 19: „Ambrosius liquidirt für 149 Bogen von Kaysers 
Musik [Act II], Sing- und Instrumentalstimmen" (Burkhardt 
H S. 4). 

— [December:] Goethe an Seidel (unbekannt, vgL Nr. 3828). 

Giif, Qoethe Aber s. Dichtungen T. II, B. 4. 11 



162 SCHERZ, LIST UND RACHE. • 1788 

1788. 

Januar 5, Rom. 3828 

Ich schrieb Dir neulich, Du solltest die Stimmen zu 
Kaysers Oper nach Zürch schicken. 1 Wir haben unsere 
Gesinnungen geändert, behalte sie nur bei Dir. 2 & 

An Seidel. — Br. 8, 321, 2—1 

1789. 

[vor Juni 24, Weimar ?] — s. 2, 48, 9.» 3829 

August 27, | Weimar _ 8 3 31g u{ oj 3829ft b 

September 9, ) io 

Ootober 18, Weimar. 3830 

Über die Oper bin ich mit Ihnen gleicher Meinung. 

Wie das Werk jetzt hegt, geht die ungeheure Arbeit 

verloren. Sie haben daran gelernt und werden beim 

Umarbeiten wieder lernen. Vielleicht ließe man gar die u 

Recitation weg, und die prosaischen Deutschen möchten 

den sanglosen Dialog declamiren, wie sie könnten. Es 

wäre mir um so angenehmer, als ich das Stück auf 

Ostern in dem siebenten Band meiner »Schriften* will 

drucken lassen. 4 Man könnte zugleich die Anzeige thun 20 

und, wenn Sie diesen Winter fleißig sind, bald damit 

hervorrücken. 

An Kayser. — • Br. 9, 157, 14—24. 

November 5, Weimar. — s. 2, 60, 4—9.* 3830a 

De^mter 14 } Weimar - ~ *• Nr ' 888 ' 889 < 2 ' öl >' 3830b - c * 

1790. 

? Januar 23, [Weimar.] — s. Nr. 892 (2, 52). 3830 d 

März 3, Weimar. — s. 2, 52, 22—30. 3831 



1 Brief unbekannt ; vgl 161, 39. so 

8 — Februar 11: „Ambrosius liquidirt für Abschrift von 170 Bogen 

Musik [Aot IV] für alle Instrumente" (Burkhardt II S. 4). 
3 Vermuthlioh hatte Goethe sich jetzt entschlossen, das SingBpiel 

in Band 7 seiner »Schriften 4 aufzunehmen (vgl Z. 18 — 20 und 

158, 7 — 10), und so würde der Eintrag in die Agenda sich auf 86 

die Durchsicht für den Druck beziehen. 
* Vgl Z. 33f. 158, 7—10. 
6 — November 10: s. 3, 271, 36t 



1790 



SCHERZ, LIST UND RACHE. 



163 



März 3, Weimar. — s. Nr. 896 (2,53). 3831a 

März 3, [Weimar.] — 8. Nr. 2693 (3,271). 3831b 

März 3, [Weimar.] 3832 

[Brief nach] Zürich [an] Kayser wegen der Oper 
5 Abdruck. 1 

Briefverzeichniß 1790. — Br. 9, 393, 28. 

Juni 21, [Weimar.] — s. Nr. 897 (2, 53). 3832a 

Juli 1, Weimar. — s. Nr. 898 (2, 53). 3832 b 



1791. 

10 T März 10, Weimar. — s. Nr. 900 (2, 54). 
Juli 4, Weimar. — s. Nr. 201 (1, 130f.). 

1802. 

] [Januar 18? Jena.] — s. 1, 7, 8. 

1805. 

15 Mai 1, Weimar. — s. 1, 63, 13. 

1806. 

Februar 24, Weimar. — s. Nr. 643 (1, 288). 
Juni 20, Jena. — s. Nr. 209 (1, 134). 

?Juli 17,1 
20 ? Juli 29, \ Karlsbad. — s. Nr. 210—212 (1, 134f.). 
?Juli 31, 

August 18, Jena. — s. Nr. 213 (1, 135). 
August 19, Jena. — s. 1, 136, 14. 

!^ P 1 tem !** r % \ Weimar. - s. Nr. 215. 216 (1, 136f.). 
u October 24, / ' 

October 26, Weimar. — s. 1, 137, 28. 
October 27, 
October 28, 
Deoember 8, 
so December 8, 
Deoember 9, 

1807. 

Januar 23, Weimar. — s. Nr. 223 (1, 140). 
August 30, Karlsbad. — s. Nr. 224 (1, 140). 

äs 1808. 

August 7, Karlsbad. — s. Nr. 92 (1, 65). 



:1 

8, Weimar. — s. Nr. 218—222 (1, 138— 



3832o 
3832d 



3833 

3834 

3834a 
3834 b 

3834o— e 

3834 f 
3835 

3835 a. b 

3836 



140), 3836 



3836 f 
3836g 

3836h 



1 Nicht bekannt; vgl 2, 52, 24. 



11" 



164 SCHERZ, LIST UND RACHE. 1812 

1812. 

November 12, Jena. — s. 1, 9, 7. 3837 

1814. 

] [April 10, Weimar oder Mai 14, Berka.] — 3837 a 

s. 3, 214, 3—8. 5 

Mai 4, Weimar. 3838 

Mit Gelegenheit sende ich eine Partitur, die jenen 
Christoph Kayser zum Verfasser hat, von dem Du einige 
Dinge kennst, besonders eine Weihnachtscantate; er war 
mit mir in Italien 1 und lebt noch ein abstruses Leben 10 
in Zürich, und ich wünschte, Dein Urtheil über seine 
Art und Weise recht ausführlich zu hören. Was ich 
senden werde, ist die Ouvertüre und der erste Act von 
,Scherz, List und Rache', das er ganz componirt hat. 
Ich gedenke sein jetzt, da ich meine italienische Reise 15 
bearbeite, 2 und möchte gern auch über seine Kunst im 
Klaren sein, wie ich es bin über seine Studien und 

seinen Charakter. 8 

An Zelter. — Br. 24, 244, 1—12. 

][Juni 1. Hälfte, Berka.] 3839 20 

[1787.] November: Kaysers Ankunft 4 . . . ,Claudine', 

,Erwin'. Ankunft [der Handschrift 
von] ,Egmont* in Weimar. ,Scherz, 
List und Rache'. . . . Kaysers 
Charakter. 25 

Schema (Paralipomenon 29) zur Italienischen Reise: 2. Rö- 
mischer Aufenthalt. — W. 32, 463, 14—18. 

][Juni 1. Hälfte, Berka.] 3840 

[1787.] November: Einwirkung der italienischen Oper. 

,Erwin und Elmire*. ,Claudine von 30 
VillaBella*. Kayser istangekommen. 

1 Vgl 161, 25. Die Worte „er" bis „Italien" hat Goethe im 
Concept eingesetzt für „und mehrere Musikalien". 

2 VgL Nr. 3839—3841. 

» VgL Z. 24t 35 

— Mai 15: Zelter an Goethe (G.-Zelter 2, 117f.). 
* VgL Nr. 3827. 



I 



1814 SCHERZ, LEST UND RACHE. 165 

][Joni 1. H&lfto, Berka.] [8840] 

Musik. Fortgesetzte Behandlung 
von ,Scherz, List und Rache'. 1 
Symphonie und Zwischenspiele zu 
5 ,Egmont*. . . . 

[1788.] Februar: . . . ,Claudine* und ,Erwin' gehen 

ab. ,Tasso' kommt zur Sprache. . . . 

Schema (Paralipomenon 30) zur Italienischen Reise: 2. Rö- 
mischer Aufenthalt. — W. 32,464,4—7. 16 f. 
10 ][Juni 1. Hälfte, Berka.] 3841 

[1787.] Juni: 

. . . Trauerspiel ,Egmont'. . . . 
Juli: . . . ,Egmont*. . . . ,Egmont' rückt 

zu 

15 August : ... ,Egmont' ist vollendet 

September: . . . ,Egmont' eigentlich zum Ab- 
senden abgeschlossen. . . . ,Erwin 
und Elmire*. . . . Ankunft der 
ersten Bände [1 — 4] der Göschen- 
20 sehen Ausgabe [der »Schriften']. . . . 

October: . . . Erwartung wie ,Egmont' an- 
gekommen, und wie er aufge- 
nommen worden. . . . 
November: ,Claudine von Villa Bella*. Günstige 
es Erwiderung ,Egmonts*. . . . Musik. 

,Scherz, List und Rache*. 

December: Einzelnes an ,Egmont' 

getadelt. . . . 

[1788.] Februar: . . . Kayser fährt fort an, Egmont' 

so zu componiren 

März : ... Die drei letzten Bände [6 — 8 

der ,Schriften'] überdacht. ,Faust* 
und ,Tasso' kommen zur Sprache. . . . 

Schema (Paralipomenon 32) zur Italienischen Reise: 2. Rö- 
85 mischer Aufenthalt — W. 32, 465, 25—467, 26. 

1 Vgl Nr. 3827. 



166 SCHERZ, LIST UND RACHE. 1814 

][Juni 1. Hälfte, Berka.] — s. 3,217, 11 f. 1 3842 

][Juni, Berka oder spater, Weimar.] — s. 3, 219, 15—17.* 3843 

1815. 

Februar 20, Weimar. — s. 1, 12, 20. 3844 

1816. & 

Februar 13, Weimar. — s. 1, 180, 29. 3844 a 

März 11, \ 

i^™ 5 11' \ Weimar. — s. Nr. 235—238 (1, 145). 3844b— e 

März 25, I 

Ootober 15, j io 

October 22, Weimar. — s. Nr. 2014 (2, 623). 3844 f 

November 14, Weimar. — a. Nr. 239 (1, 145). 3844g 

1819. 

] [Februar 14, Weimar.] 3845 

[Zu 1784 bis 1788.] Wer die kleine Oper: ,Scherz, u 
List und Rache' mit Nachdenken lesen mag, wird 
finden, daß dazu mehr Aufwand als billig gemacht 
worden. Sie beschäftigte mich lange Zeit; ein dunkler 
Begriff des Intermezzo 8 verführte mich, und zugleich 
die Lust, mit Sparsamkeit und Kargheit in einem engen a> 
Kreise viel zu wirken. Dadurch häuften sich aber die 
Musikstücke dergestalt, daß drei Personen sie nicht zu 
leisten vermögen. 4 Sodann hat der freche Betrug, wo- 
durch ein geiziger Pedant mystificirt wird, für einen 
rechtlichen Deutschen keinen Reiz, wenn Italiener und ss 
Franzosen sich daran wohl ergötzen möchten; bei uns 
aber kann die Kunst den Mangel des Gemüths nicht 
leicht entschuldigen. Noch einen Grundfehler hat das 
Singspiel, daß drei Personen gleichsam eingesperrt, ohne 
die Möglichkeit eines Chors, 5 dem Componisten seine so 
Kunst zu entwickeln und den Zuhörer zu ergötzen, 



* VgL 3, 219, 15 f. 
•Vgl 3,217, 11 f. 

* VgL 159, 29. 160, 2. 18. 28. 161, 3. 

* VgL 129, 24 f. 145, 12. 161, 6 f. ss 

* VgL 161, 14—16. 



1819 SCHERZ, LIST UND RACHE. 167 

][7ebnuur 14, Weimar.] [8845] 

nicht genügsame Gelegenheit geben. Dessen ungeachtet 
hat mir mein Landsmann Kayser, in Zürich sich auf- 
haltend, durch seine Composition manchen Genuß ver- 
6 schafft, viel zu denken gegeben und ein gutes Jugend - 
verhaltniß, 1 welches sich nachher in Rom erneuerte, - 
immerfort lebendig erhalten. 

Tag- und Jahres-Hefte, Bis 1786. — W. 36, 8, 26—9, 21. 
März [Anfang], Weimar. — s. 1, 16, 15 f. 3846 

io 1822. 

][Marz zwischen 12 und 16, Weimar.] — 3847 

s. 1, 20, 33—36. 

1828. 

] [Januar zwischen 10 und 19, Weimar.] — 3847 a 

15 s. Nr. 100 (1, 66). 

1825. 

Janaar 12. 13, Weimar. — s. 3, 110, 9. 3848 

JJ*! I' } Weimar. — s. Nr. 244. 24Ö (1, 160). 3848 a. b 

20 1826. 

Februar 1, Weimar. — s. 1, 30, 18 f. 3849 

1827. 

Januar 27, 
Februar 17, 
26 Februar 18, 
Februar 19, 
März 12, 
April 4, 
September 18, Weimar. — s. Nr. 64 (1,47 f.). 3849g 

so 1828. 

Juni 28, Weimar. — s. Nr. 66 (1,48).' 3849 h 



Weimar. — s. Nr. 247—262 (1, 151 f.). 3849a— f 



1 Vgl. 143, 8. 164, 11. 
* VgL Nr. 3827. 

3 — October 8: Ludwig Heck liest das Singspiel in Weimar bei 

86 Johanna Schopenhauer vor (vgl Soret S. 57 und »Johanna 

Schopenhauer. Briefe an Karl von Holtei', Leipzig 1870, S. 33). 



SCHERZ, LIST UND RÄCHE. 



\ Weimar. — b. Nr. 2020-2023 (1, 626f.). 3849k— 



Ootober 20, Weimar. — s. Nr. 67 (1,48). 

Ootober 26, 1 

October 

November 1, J 

November 8, J s 

1820. 
April 6, Weimar. — s. 1, 164, 6—11. 3849 o 

Mai 1, Weimar. 3860 

*,Scherz, List und Bache'. 1 

Agenda von 1829 Mai 1. — Tgb. 13, 246, 9. 10 

1830. 

Deoember 17, Weimar. — 8. Nr. 269 (1,166).* 3850a 

» VgL Z. 14—22. 

* — Unter den in Eckennanns Nachlaß befindlichen, Goethe be- 
treffenden Papieren, du deren Rückgabe Goethes Enkel Wolf- is 
gang 1862 Ootober 18 den Sohn Eokermanns bat, befand sich 
auch „ .Scherz , List und Rache' betreffend 1 Blatt von 
SchuohardtaHand" (Eckennanna Nachlaß 1,264 unter IV, 2); 
das Blatt wurde mit anderen Papieren an Goethes Enkel zurück- 
gegeben (vgl. Eckennanna Nachlaß 1,266); wo befindet es sich so 
heute? Vielleicht steht Nr. 3850 mit dem Inhalt des Blattes in 
Zusammenhang. 



Schillers Todienleier. 



Vu Morris hat Mine Überseogong: diB der .Epilog iu Schiller» Glocke' ein 
Theil von .Schillerl Todtnnlnier' and iwu „du ciuiig ausgeführt* Stllck" dieser 
Dichtung kI, aasfalirllcb in begründen versucht {Morris 1, SIS— SM); er nimmt 

5 Sn: der , Epilog ni Schillers Glocke' sei du, vu Goethe In der 170, B— ge- 
nannten Handschrift „Epilog dee Vaterlands" nennt, liegen die» Ansicht 
scheint mir besondere der Umstand ru sprechen, den Goethe du Vaterland 
nicht selbst bitte sagen lassen können; 

„O möge doch den hell'gen, letsten Willen 

Dm Vaterland vernehmen nnd erfüllen!" 

nie ea am Schluß der ersten Fassung d« .Epilogs' helBt (vgl. W. 18, 4(6, wo 
die Lesart der Werke Cottn 1 8, SM „heiligen", statt „bell'gen", nachiutragen 
Ist). DemgemaS Ist der .Epilog' von uns nicht alsTheJl Ton .Schillers Todten- 
leter 1 , sondern unter den Tbeaterreden behandelt worden (s. TheaUrrede 9). 

t I. Erster, scroSer Plan. 

Handschriften: 1. Kurzes Gesumm t-Schema von Goethes Hand, 
mit einer die Folge der Auftritte (oder die Gruppirnng auf 
der Bühne T) versinnlichenden, eigenhändigen Zeichnung 
(Weimarer Ausgabe II 3 ). Das von Goethe benutzte Blatt 
o enthält auf der vorderen, d. h. auf der zuerst benutzten Seite 

„Berechnungen des Theatercassirers zu der Lauchs tadter Auf- 
führung des ,Götz v. B.', Sonnabend den 3. August 1606." 
Im Goethe- und Schiller- Archiv. 

2. Personen -Verzeichnis und ausführliches Soenarium mit 

s vereinzelten Bemerkungen über den Inhalt, sowie mehreren 

ausgeführten Versen und Vers-Reihen (Weimarer Ausgabe 

//"); von Goethes Hand. Im Goethe- und Schiller- Archiv. 

Erster Druck: 1894, W. 16, 561—569; wegen der Stellung vgl. 

1, 94, 24-28. 

io 11. Zweiter, verkürzter Plan. 

Handeckrißen: 1. Kurzes Gesammt -Schema, nebst ausgeführterem 
Schema über den Inhalt von dessen drei ersten Zeilen, von 
Goethes Hand (Weimarer Ausgabe H l ). Im Goethe- und 
Schi 11er- Archiv. 



170 SCHILLERS TODTENFEIER. 1805 

[II. Zweiter, verkürzter Plan. Handschriften.] 

2. Das selbe Schema, mit einigen Abweichungen im Wort- 
laut, von Goethe für Zelter, bei dessen Anwesenheit in 
Lauohstadt 1805 August 10 — 12, niedergeschrieben; von Zelter 
1808 an David Friedländer in Berlin geschenkt (vgl 176, 221), 5 
jetzt im Besitz des Geh. Justizrathes Lessing in Berlin. 
Erster Druck: 1. Handschrift 1: 1894, W. 16, 562; 2. Handschrift 2: 
[1871] unvollständig in WH. 11 (1), 237 Anm. *, dann, voll- 
standig, 1894 in Bernhard Suphans Aufsatz ,Zum zehnten 
November. „Sohiller's Todtenfeyer" Ein dramatischer Ent- 10 
wurf Goethe's', Deutsche Rundschau November-Heft S. 278. 



1805. 

Juni 1, Weimar. 3851 

Auf Ihre Anfrage, werthester Herr Cotta, ob man 
nicht unserm Schiller ein Trauerdenkmal auf dem deut- 1& 
sehen Theater setzen sollte, kann ich gegenwärtig nur 
so viel sagen, daß ich auf mannichfaltige Weise dazu 
aufgefodert bin. Nach meiner Überzeugung soll die 
Kunst, wenn sie sich mit dem Schmerz verbindet, den- 
selben nur aufregen, um ihn zu mildern und in höhere 20 
tröstliche Gefühle aufzulösen; und ich werde in diesem 
Sinne weniger das, was wir verloren haben, als das, 
was uns übrig bleibt, darzustellen suchen. 

Mein Plan ist gemacht, und ich hoffe ihn nächstens 
auszuführen; doch wüßte ich keinen Termin zu be- £5 
stimmen. Gelingt es mir, eine der Aufgabe nicht ganz 
unwürdige Arbeit hervorzubringen, so bin ich wohl ge- 
neigt, solche auch andern Theatern abzulassen, und 
würde zu diesem Zweck Manuscript und Partitur Ihnen 
mit Vergnügen zustellen. Ich wünsche bald mehr sagen so 
zu können, . . 

An Cotta. — Br. 19, 7, 11—8, 3. 
Juni 1, Weimar. 3852 

Seit der Zeit, daß ich Ihnen nicht geschrieben habe, 1 
sind mir wenig gute Tage geworden. Ich dachte mich 36 
selbst zu verlieren, und verliere nun einen Freund und 

1 Januar 29. 



1806 SCHILLERS TODTENFEIER. 171 

[Juni 1, Weimar.] [8862] 

in demselben die Hälfte meines Daseins. Eigentlich 
sollte ich eine neue Lebensweise anfangen; aber dazu 
ist in meinen Jahren auch kein Weg mehr. Ich sehe 
s also jetzt nur jeden Tag unmittelbar vor mich hin 
und thue das Nächste, ohne an eine weitre Folge zu 
denken. 

Da indessen die Menschen aus jedem Verlust und 
Unglück sich wieder einen Spaß herauszubilden suchen, 

io so geht man mich von Seiten unsres Theaters und 
von mehrern Seiten 1 dringend an, das Andenken des 
Abgeschiedenen auf der Bühne zu feiern. Ich mag 
hierüber weiter nichts sagen, als daß ich dazu nicht 
abgeneigt bin und jetzt nur bei Ihnen anfragen möchte, 

15 ob Sie mir dabei behülflich sein wollen, und zwar zu- 
erst, ob Sie mir Ihre Motette Der Mensch lebt und 
bestehet, wovon mir die musikalische Zeitung Nr. 27 
Nachricht gibt, gefällig mittheilen und noch einiges 
Andre in feierlichem Stile entweder componiren oder 

so componirte Musikstücke, deren Charakter ich Ihnen an- 
geben würde, zu Unterlegung schicklicher Worte aus- 
suchen und überlassen wollten. Sobald ich hierüber 
Ihre nähere Gesinnung weiß, so erfahren Sie das Weitere. 

. . . Wäre es nicht möglich, daß Sie Ende Juli nach 

25 Lauchstädt kämen, um daselbst jene oben gedachte 

Arbeit einzuleiten und ausführen zu helfen ? Bedenken 

Sie das und sprechen mir nur von der Möglichkeit, die 

Mittel wollen wir alsdann auch schon bedenken. 8 

An Zelter. — Br. 19, 8, 7—9, 7. 21—26. 



so i VgL Nr. 3861. 

2 — Juni & — 11, Zelter an Goethe: Zweifelt, ob von dem Über- 
sendeten (vgL 172,28 — 30) etwas für den Zweck zu brauohen 
sei; „ich will mich zusammennehmen und leisten, was ich kann'* 
(G.-Zelter 1, 167f. 170f.); vgL Nr. 3863. 



172 SCHILLERS TODTENFEIER. 1805 

Juni 19, Weimar. 3863 

Für die baldige Übersendung der erbetenen Musik 1 
sei Ihnen der beste Dank gesagt. Ich will suchen, sie 
bald möglichst, so gut es immer gehen will, zu hören. 
Übrigens bin ich mit Ihnen überzeugt, daß man bei 5 
dieser Gelegenheit nicht flicken, sondern etwas aus dem 
Ganzen schneiden sollte. Ich habe nur leider nie das 
Glück gehabt, neben mir einen tüchtigen Tonkünstler 
zu besitzen, mit dem ich gemeinschaftlich gearbeitet 
hätte ; und daher habe ich mich immer in solchen 10 
Fällen an das Stoppeln und Zusammensetzen halten 
müssen, und so schwebte mir das auch bei der gegen- 
wärtigen Gelegenheit wieder vor. 

Sie sollen aber nun bald möglichst wenigstens zuerst 
mein Schema erfahren und mir Ihre Gedanken darüber is 
eröffnen. Sowohl Vorsatz aber als Arbeit bleibt unter 
uns, bis wir fertig sind und getrost auftreten können. 

Iffland hat auf jede Weise Recht, 2 den pathologischen 
Antheil des Fublicums für seine Zwecke zu benutzen. 
Wenn die Deutschen nicht real gerührt sind, so sind 20 
sie ideal schwer zu rühren. Setzt er seine Reihe der 
Vorstellungen durch, und führt er sie am Ende zu einer 
tüchtigen Benefiz -Vorstellung für die Unterlassenen 
Kinder, so soll er gerühmt werden. 

Das Frankfurter Absurdum 8 lege ich bei. Man setzt 25 
in die Zeitung: er [Schiller] sei nicht reich gestorben, 
habe vier Kinder hinterlassen, und gewährt dem lieben 



1 Außer der 171, 16f. genannten Motette hatte Zelter den Anfang 
seines Mai 21 zu Schillers Andenken in der Singakademie zu Berlin 
aufgeführten »Requiem' Übersand t so 

* Mit der Aufführung Schillerscher Dramen zu des Dichters Ge- 
dächtniß. 

8 Nr. 92 des Frankfurter Journals von Juni 10, worin es in Bezug 
auf die Gedachtnißfeier im Theater heißt: „Die Würde des 
Gegenstandes erheischt einen freien Eintritt" (vgl Br. 19, 494); 35 
vgl auoh den 170, 9 — 11 genannten Aufsatz S. 277. 



1805 SCHILLERS TODTENFEIER. 173 

[Juni 10 t Weimar.] [8858] 

Publicum einen freien Eintritt zu einer Todtenfeier! 
Pfaffen und Mönche wissen die Todtenfeier ihrer Heiligen 
besser zum Vortheil der Lebenden zu benutzen. Das 

5 tiefe Gefühl des Verlustes gehört den Freunden als ein 
Vorrecht. Die Herren Frankfurter, die sonst nichts als 
das Geld zu schätzen wissen, hätten besser gethan, ihren 
Antheil realiter auszudrucken, da sie, unter uns gesagt, 
dem lebenden Trefflichen, der es sich sauer genug werden 

10 ließ, niemals ein Manuscript honorirt haben, sondern immer 
warteten, bis sie das gedruckte Stück für 12 Groschen haben 
konnten. Verzeihen Sie mir, daß ich so weitläuftig bin. 
Ich könnte es noch mehr sein, wenn ich sagen wollte, 
was über diesen Gegenstand alles zu sagen ist. 1 

15 An Zelter. — Br. 19, 18, 20—19, 12. 26-20, 21. 

][Juli 6, Lauchstadt.] — s. Nr. 2213 (3,64). 3853 a 

Juli 22, Lauchstadt. — s. 3, 64, 7 f. 3854 

Juli 22, Lauchstadt. 3855 

Ich wollte, Sie hätten Lust und Muth, wenn Sie 
so Gegenwärtiges erhalten, sich aufzumachen und nach 
Lauchstädt zu kommen. . . . Mit Hin- und Wieder- 
schreiben ist nichts gethan. Ich bleibe wohl noch drei 
Wochen, doch müßten Sie bald kommen, daß auch 
etwas geschehen könnte. 9 Nicht mehr! Die Antwort 
£5 hoffentlich aus Ihrem Munde. 

An Zelter. — Br. 19, 27, 19—21. 24-28, 4. 

August 4, Lauchstädt. 3856 

Sodann 8 hoffe ich, das andre Gedicht [,Schillers Todten- 
feier*], wenigstens ein Schema, zu senden, das alsdann 



80 i — Juli 2, Zelter an Goethe in zwei Briefen: erwartet baldigst 
das Schema (G. -Zelter 1, 175). 
* An der für Schiller geplanten Todtenfeier; vgl 172, 14 — 17. 
3 Im Vorhergehenden bittet Goethe Zeltern um einige Musik für 
die theatralische Aufführung von Schillers ,Lied von der Glocke*. 
35 Seines zur Zeit schon fertigen »Epilogs* (vgl. Nr. 3964) gedenkt 
er bei dieser Gelegenheit nicht. 



174 SCHILLERS TODTENFEIER. 1805 

[Augwt 4, Laachst&dt.] [S8M] 

zum 10. November, zur Feier des Geburtstags unseres 

Freundes, könnte gegeben werden. Mehreres nächstens. 1 
An Zelter. — Br. 19, 31, 7—10. 

Augast 28, Lauchstadt. 3867 ft 

leb habe vorgezogen, meinen Geburtstag hier im Stillen 
zu begehen, um mich bald möglichst zu einigen Arbeiten 
zu sammeln. 

An seine Frau. — Br. 19,46, 11—13. 
August 29, Lauohstadt. 3858 10 

Übrigens mag es ganz zweckmäßig sein, bis die poe- 
tische Stimmung eintritt, sich im Reiche der Ideen auf- 
zuhalten. 8 

An F. A. Wolf. — Br. 19, 62, 8—10. 
August 30, Lauohstadt. 3859 15 

In Hoffnung, selbst thätig zu sein, habe ich gar keine 
Bücher mitgenommen ; da sich aber der Genius, wie ich 
merke, erwarten läßt, so bitte ich um einige unter- 
haltende Bücher, besonders um Reise- und Lebens- 
beschreibungen. . . . 8 20 
An F. A. Wolf. — Br. 19, 53, 5—9. 
September 1, Lauohstadt. 3860 
Hier bin ich nun wieder ganz allein, . . und suche 
das unter uns Verabredete nach und nach hervorzu- 
locken. 25 



1 — August 5: Riemer an Frommann: „Auf den Sonnabend 
[August 10] wird Schillers »Glocke* gegeben, cL h. dramatisch 
aufgeführt. . . . und (dieß unter uns) in der Folge bei einer 
andern Gelegenheit, die sich bald ereignet [November 10, Schillers 
Geburtstag] ein anderes eigenes Stück zu Schillers Ehrengedacht- so 
niß" (Riemer-Frommann S. 73 f.). 

— August 10—12: Zelter besucht Goethen in Lauohstadt, 
Verhandlungen wegen »Schillers Todtenfeier*, Goethe schreibt 
für Zeltern das 170, 2—6 genannte Schema nieder; vgL Nr. 3860. 

— Sachlich gehört in diese Zeit: 3, 112, 10—14. as 
* Beschäftigung mit Plotinos; vgL 175, 2f. und GJ. 27,35. 78. 

— August 29: F. A. Wolf an Goethe (GJ. 27, 35). 
9 — September 1: F. A. Wolf an Goethe (GJ. 27, 36). 



1806 SCHILLERS TODTENPEIER. 175 

[September 1, Laachast&dt.] [8860] 

Zu diesem Zwecke dienet wohl ein altes Werk, 1 das 
mir fast zufällig in die Hände gekommen ist. . . . 
Schreiben und schicken Sie bald nach Weimar! 
6 An Zelter. — Br. 19, 64, 6. 8—11. 17. 

] [September 17 Lauchstadt.] 3861 

Der Keim jener unternommnen Arbeit fängt an zu 

quellen und sich zu ramificiren, diese ersten organischen 

Operationen deuten aber schon auf ein weitläufiges 

10 Werk. Wir müssen erwarten, was die innere 

bietet. 

An F. A. Wolf. — Br. 19, 57, 16—19. 

September 6, Lauohstadt. 3862 

Das Schema zu meiner Arbeit ist recht umständlich 

15 ausgedacht, zur Ausführung wollte sich die Quelle nicht 

eröffnen. 2 

An F. A. Wolf. — Br. 19, 59, 28—60, 2. 

? November 18, Weimar. 3863 

Am 9. November, als am Tage, an welchem wir 

so Schillers auch auf unserm Theater gedenken wollten, 8 

nahmen des russischen Kaisers Majestät bei uns mit 

,Wallensteins Lager* vorlieb. Sobald Sie uns Ihre Arbeit 

freundlich zusenden, soll das Versäumte nachgeholt 

werden. 4 
26 An Zelter. — Br. 19, 74, 24—75, 4. 



1 Plotinos; vgL Nr. 3858. 

* — September 10: F. A. Wolf an Goethe (GJ. 27, 37). 

— October 12: VgL Nr. 3967, die sich naoh dem Register 
Br. 30, 205 und naoh Morris 1, 340 auf den Plan (II) zu .Schillers 
so Todtenfeier' beziehen soll 

* Möglicher Weise denkt Goethe hierbei auoh seines verkürzten 
Planes (vgL 176, 6f.), während Z. 22—24 sich wohl nur auf 
die Aufführung des »Liedes von der Glocke* mit Musik von 
Zelter bezieht (vgl. 176, 61). 

36 * Wenn Goethe am Schluß des Briefes schreibt: „Von dem, was 
ich sonst im Stillen thue und treibe, sollen Ihnen die Resultate 
auoh zunächst einige Freude machen" (Br. 19, 75, 16—18), so 



176 SCHILLERS TODTENFEIER. 1806 

1806. 

1 Januar 5, Weimar. 3864 

Meine schönen Lauchstädter Vorsätze sind freilich 
sehr in' s Stocken und Stecken geraten, woran der 
musicalische Freund [Zelter] wohl die größte Schuld 5 
hat. Ich habe die , Glocke' hier noch nicht einmal auf- 
geführt, geschweige jenes Besprochene. 8 Vielleicht ge- 
lingt es für Lauchstädt: denn es ist wohl billig, das 
Andenken eines solches Freundes mehr als einmal zu 

feiern. 8 io 

An F. A. Wolf. — Br. 19, 92, 12—19. 

1820. 

Mai [nach 12], Karlsbad. 3865 

. . zu mir [v. Conta] sagte er im Mai 1820 in Karlsbad : 
„Man hat mich getadelt, daß ich nichts gethan habe, 15 



bezieht sioh das wohl auf die Arbeiten für die Ausgabe der 
Werke Cotta 1 ; Beziehung auf »Schillers T.', die im Register 
Br. 30, 205 (mit ?) vermuthet wird, scheint mir schon durch 
das Wort „sonst" ausgeschlossen. 

1 — Januar 1: F. A. Wolf an Goethe (GJ. 27, 40). 20 

* Vgl. Nr. 3863. 

3 — 1808 October 27, Zelter an David Friedlander: „Unterdessen 
sende ich das anfolgende Blatt [die 170, 2 — 6 genannte Hand- 
sohrift]. Es enthält eine Anordnung zu einer Gedächtnißfeier 
für den Freund Schiller . . Goethe schrieb dieß Blatt vor drei 25 
Jahren in Lauchstädt [vgl 174, 32 — 34], in meiner Gegenwart, 
als eine bloße Notiz für mich, indem ich zu diesem Werke den 
musicalischen Theil besorgen sollte. 

Ich hatte mich schon in die Arbeit hineingethan. Was Goethe 
gemacht hatte, weiß ich nicht, doch dieser ward recht gefähr- so 
lieh krank [?]. 

Das Vaterland, welches (beiher gesagt) in dem Stücke eine 
große breite Figur geben sollte, kam endlich dahin, wo es eben 
ist ; es mußte . . von Katz' und Hunden fressen sehen, was es 
seinen Helden und seinen Weisen nicht hatte gönnen wollen; 35 
so zerschlug sich die Sache, die nun wohl, wenigstens auf diese 
Art, nicht in Erfüllung gehen wird" (an dem 170, 9 — 11 ge- 
nannten Ort S. 278). 



1820 SCHÜjLERS T0DTKNKK1ER. 177 

[Mal |nch 1IJ, IukUd-l [J8«J] 

um Schillen Tod za feiern. Was sollte ich denn thuii?" 
— and mit verstärkter Stimme fügte er hinzu: „Ich 
war vernichtet". 1 
S Mit t. Oonta. — G.-Cont» S. 240 (ans einem Briefe Contaa 

an! geschrieben bald nach Goethes Tode). 



][Joni 2, Weimar.] — a. 3, 112, 10—14. 386« 

* Nach einer andern Niederschrift Contaa lauteten die Worte: 
10 „Man hat mich vielfältig getadelt, dafl ich nicht auf uawnn 
Theater, wie es anderwärts geschah, eine Todtenfeier veran- 
staltete. Wie konnte ich das! ich war ja vernichtet !" (G.-Ccuta 



* tba t. TU maai T. II, B. ( 



Handschriften: sind nicht bekannt. 
Drucke: sind nicht vorhanden. 

1767. 

Mai II, Leipzig. — s. Nr. 73 (1. 02). 
October 12, Leipzig. — b. Nr. 74 (1,53). 

1809. 

][Naoh Ootober 10, I] — s. Nr. 75 (1, 53). 



][März, April, Weimar, Jena, oder Mai, Juni, Karlsbad.] 
— 8. Nr. 76(1,53). 



Sie kommt nicht! 



Hand*chriften: sind nicht bekannt. 
Drucke: sind nicht vorbanden. 



'1808. 

5 [August T Karlsbad] 

,Sie kommt nicht'.* 

Notiicalender von 1808. — Tgb. 3, 422. 

1816. 

][! T T]* 

io [Zu 1775.] . . . [Luis] Geburtetag. Dorthin ( 
Gedicht. . . . 



. . . Vereiteltes Geburtstagsfest in Offenbach, 
einen glücklichen Einfall wieder hergestellt. . . . 



. . . Geburtstag, vorbereitet in OfEenbach. Schilderung 
der T teilnehmenden. Nachricht, Abends vorher, sie 
komme nicht. Drama mit diesem Titel. Ich folge dem 
Gedicht. Es trifft ein. Man lacht, man tröstet sich; 
man lebt in Hoffnung. 4 

Schemata zu .Dichtung und Wahrheit' Buch 17. — W. 29, 

209, lOf. 212, 371 216, 16—20. 

1 — J775: Sachlich gehört hierher Nr. 3869. 3870. 

1 Eigenhändiger Vermerk Goethea auf dem Titelblatt des Monats 

August in einem Notizcalender von 1808; vgl. Epos Nr. 1478 

(2,897). 
■ Vgl 1, 142, 27—30. 
4 Hierzu hat Goethe am Bande bemerkt: „Ist ausgeführt"; vgl. 

die Ausführung Nr. 3870. 

12* 



180 SIE KOMMT NICHT! 1810 



1819. 

][Februar 14, Weimar.] — s. 1, 146, 12—15. 3869a 

1821. 

][October 26, Jena.] 3870 

[Zu 1775 April Ende oder Mai Anfang.] Nun . . wird 5 
man erwarten, daß Luis Geburtstag, welcher den 23. Juni 
1775 sich zum siebenzehnten Mal wiederholte, besonders 
sollte gefeiert werden. 1 Sie hatte versprochen, am Mittag 
nach Offenbach zu kommen, und ich muß gestehen, 
daß die Freunde mit glücklicher Übereinkunft von diesem 10 
Feste alle herkömmlichen Verzierungsphrasen abgelehnt 
und sich nur allein mit Herzlichkeiten, die ihrer würdig 
wären, zu Empfang und Unterhaltung vorbereitet hatten. 
Mit solchen angenehmen Pflichten beschäftigt, sah ich 
die Sonne untergehen, die einen folgenden heitern Tag is 
verkündigte und unserm Fest ihre frohe glänzende Gegen- 
wart versprach, als Lilis Bruder George, der sich nicht 
verstellen konnte, ziemlich ungebärdig in's Zimmer trat 
und ohne Schonung zu erkennen gab, daß unser mor- 
gendes Fest gestört sei ; er wisse selbst weder wie noch 20 
wodurch; aber die Schwester lasse sagen, daß es ihr 
völlig unmöglich sei, morgen Mittag nach Offenbach zu 
kommen und an dem ihr zugedachten Feste Theil zu 
nehmen; erst gegen Abend hoffe sie ihre Ankunft be- 
wirken zu können. Nun fühle und wisse sie recht gut, 25 
wie unangenehm es mir und unsern Freunden fallen 
müsse, bitte mich aber so herzlich dringend, als sie 
könne, etwas zu erfinden, wodurch das Unangenehme 
dieser Nachricht, die sie mir überlasse hinaus zu melden, 
gemildert, ja versöhnt werde; sie wolle mir's zum aller- so 
besten danken. 



1 Da Goethe an diesem Tage nicht in Frankfurt, sondern in der 
Schweiz war, muß 181, 21 ein anderes Datum gestanden, die 
Feier und Goethes Dichtung eine andere Veranlassung gehabt 
haben; vgL G. v. Loeper in WH. 23, 163f., Düntzer: Frauen- 36 
bilder S. 287 f. und R. M. Meyer in Cotta JA. 26, 290. 



1821 SIE KOMMT NICHT! 181 

HOctober 26, Jena.] (8870] 

Ich schwieg einen Augenblick, hatte mich auch so- 
gleich gefaßt und wie durch himmlische Eingebung 
gefunden, was zu thun war. Eile, rief ich, George! 

& sag' ihr, sie solle sich ganz beruhigen, möglich machen, 
daß sie gegen Abend komme; ich verspräche: gerade 
dieses Unheil solle zum Fest werden! Der Knabe war 
neugierig und wünschte zu wissen wie ? dieß wurde ihm 
standhaft verweigert, ob er gleich alle Künste und 

io Gewalt zu Hülfe rief, (üe ein Bruder unserer Geliebten 
auszuüben sich anmaßt. 

Kaum war er weg, so ging ich mit sonderbarer Selbst- 
gefälligkeit in meiner Stube auf und ab, und mit dem 
frohen freien Gefühl, daß hier Gelegenheit sei, mich als 

15 ihren Diener auf eine glänzende Weise zu zeigen, heftete 
ich mehrere Bogen mit schöner Seide, wie es dem 
Gelegenheitsgedicht ziemt, zusammen und eilte, den 
Titel zu schreiben: 

„Sie kommt nicht!" 

20 „ein jammervolles Familienstück, welches, geklagt sei 

es Gott, den 23. Juni 1775 1 in Offenbach am Main 

auf das allernatürlichste wird aufgeführt werden. Die 

Handlung dauert vom Morgen bis auf n Abend." 

Da von diesem Scherze weder Concept noch Abschrift 

26 vorhanden, habe ich mich oft darnach erkundigt, aber 
nie etwas davon wieder erfahren können; ich muß daher 
es wieder auf's neue zusammendichten, welches im All- 
gemeinen nicht schwer fällt. 
Der Schauplatz ist d'Orviües Haus und Garten in 

30 Offenbach; die Handlung eröffnet sich durch die Dome- 
stiken, wobei jedes genau seine Rolle spielt und die 
Anstalten zum Fest vollkommen deutlich werden. Die 
Kinder mischen sich drein, nach dem Leben gebildet; 
dann der Herr, die Frau mit eigentümlichen Thätig- 



s* l Vgl 180, 32—36. 



182 SIE KOMMT NICHT! 1821 

][October 26, Jen*.] [3870] 

keiten und Einwirkungen; dann kommt, indem alles 
sich in einer gewissen hastigen Geschäftigkeit durch 
einander treibt, der unermüdliche Nachbar Componist 
Hans Andre ; er setzt sich an den Flügel und ruft alles 5 
zusammen, sein eben fertig gewordenes Festlied anzu- 
hören und durchzuprobiren. Das ganze Haus zieht er 
heran, aber alles macht sich wieder fort, dringenden 
Geschäften nachzugehen; eins wird vom andern ab- 
gerufen, eins bedarf des andern, und die Dazwischen- io 
kunft des Gärtners macht aufmerksam auf die Garten- 
und Wasser-Scenen; Kränze, Banderolen mit Inschriften 
zierlichster Art, nichts ist vergessen. 

Als man sich nun eben um die erfreulichsten Gegen- 
stände versammelt, tritt ein Bote herein, der, als eine 15 
Art von lustigem Hin- und Wiederträger, berechtigt 
war, auch eine Charakterrolle mitzuspielen, und der 
durch manches allzu gute Trinkgeld wohl ungefähr 
merken konnte, was für Verhältnisse obwalteten. Er 
thut sich auf sein Packet etwas zu Gute, hofft ein 20 
Glas Wein und Semmelbrod, und übergibt nun, nach 
einigem schalkhaftem Weigern, die Depesche. Dem 
Hausherrn sinken die Arme, die Papiere fallen zu Boden, 
er ruft: Laßt mich zum Tisch! laßt mich zur Commode, 
damit ich nur streichen kann. 25 

Das geistreiche Zusammensein lebelustiger Menschen 
zeichnet sich vor allem aus durch eine Sprach- und 
Gebärden-Symbolik. Es entsteht eine Art Gauneridiom, 
welches, indem es die Eingeweihten höchst glücklich 
macht, den Fremden unbemerkt bleibt oder, bemerkt, 30 
verdrießlich wird. 

Es gehörte zu Luis anmuthigsten Eigenheiten eine, 
die hier durch Wort und Gebärde als Streichen aus- 
gedrückt ist, und welche Statt fand, wenn etwas Anstößiges 
gesagt oder gesprochen wurde, besonders indem man bei 35 
Tische saß oder in der Nähe von einer Fläche sich befand. 



1821 SIE KOMMT NICHT! 183 



][October 26, Jena.] [8870] 

Es hatte dieses seinen Ursprung von einer unendlich 
lieblichen Unart, die sie einmal begangen, als ein Fremder, 
bei Tafel neben ihr sitzend, etwas Unziemliches vor- 

& brachte. Ohne das holde Gesicht zu verändern, strich 
sie mit ihrer rechten Hand gar lieblich über das Tisch- 
tuch weg und schob alles, was sie mit dieser sanften 
Bewegung erreichte, gelassen auf den Boden. Ich weiß 
nicht was alles, Messer, Gabel, Brod, Salzfaß, auch 

io etwas zum Gebrauch ihres Nachbars gehörig: es war 
jedermann erschreckt; die Bedienten liefen zu, niemand 
wußte, was das heißen sollte, als die Umsichtigen, die 
sich erfreuten, daß sie eine Unschicklichkeit auf eine 
so zierliche Weise erwidert und ausgelöscht. 

15 Hier war nun also ein Symbol gefunden für das Ab- 
lehnen eines Widerwärtigen, was doch manchmal in 
tüchtiger, braver, schätzenswerther, wohlgesinnter, aber 
nicht durch und durch gebildeter Gesellschaft vorzu- 
kommen pflegt. Die Bewegung mit der rechten Hand 

20 als ablehnend erlaubten wir uns alle; das wirkliche 
Streichen der Gegenstände hatte sie selbst in der Folge 
sich nur mäßig und mit Geschmack erlaubt. 

Wenn der Dichter nun also dem Hausherrn diese 
Begierde zu streichen, eine uns zur Natur gewordene 

25 Gewohnheit, als Mimik aufgibt, so sieht man das Be- 
deutende, das Effectvolle; denn indem er alles von allen 
Flächen herunter zu streichen droht, so hält ihn alles 
ab; man sucht ihn zu beruhigen, bis er sich endlich 
ganz ermattet in den Sessel wirft. 

so „Was ist begegnet?" ruft man aus. „Ist sie krank? 
Ist jemand gestorben?" Les't! les't! ruft d'Orvüle, 
dort liegt's auf der Erde. Die Depesche wird 
aufgehoben, man lies't, man ruft: „Sie kommt 
nicht!" 

35 Der große Schreck hatte auf einen größern vorbereitet; 
— aber sie war doch wohl! — es war ihr nichts be- 



184 SIE KOMMT NICHT! 1821 

HOctober 26, Jona.] [8870] 

gegnet! Niemand von der Familie hatte Schaden ge- 
nommen; Hoffnung blieb auf den Abend. 

Andr6, der indessen immerfort musicirt hatte, kam 
doch endlich auch herbei gelaufen, tröstete und suchte & 
sich zu trösten. Pfarrer Ewald und seine Gattin 1 traten 
gleichfalls charakteristisch ein, mit Verdruß und Verstand, 
mit unwilligem Entbehren und gemäßigtem Zurechtlegen. 
Alles ging aber noch bunt durch einander, bis der 
musterhaft ruhige Onkel Bernard endlich herankommt, io 
ein gutes Frühstück, ein löblich Mittagsfest erwartend, 
und der Einzige ist, der die Sache aus dem rechten 
Gesichtspuncte ansieht, beschwichtigende, vernünftige 
Reden äußert und alles in's Gleiche bringt, völlig wie 
in der griechischen Tragödie ein Gott die Verworren- 1» 
heiten der größten Helden mit wenigen Worten auf- 
zulösen weiß. 

Dieß alles ward während eines Theiles der Nacht mit 
laufender Feder niedergeschrieben und einem Boten über- 
geben, der am nächsten Morgen Punct zehn Uhr mit 20 
der Depesche in Offenbach einzutreffen unterrichtet war.* 

Den hellsten Morgen erblickend wacht' ich auf, mit 
Vorsatz und Einrichtung, genau Mittags gleichfalls in 
Offenbach anzulangen. 

Ich ward empfangen mit dem wunderlichsten Gharivari 2* 
von Entgegnungen; das gestörte Fest verlautete kaum; 
sie schalten und schimpften, daß ich sie so gut getroffen 
hätte. Die Dienerschaft war zufrieden, mit der Herr- 
schaft auf gleichem Theater aufgetreten zu sein; nur 
die Kinder, als die entschiedensten unbestechbarsten so 
Realisten, versicherten hartnäckig: so hätten sie nicht 



1 Vielmehr Braut ; die Hochzeit fand erst im September 1775 Statt 
8 Dieser Absatz lautete ursprünglich: „Der Bote war schon be- 
stellt, der seine Bolle dießmal und doppelt zu spielen hatte, 
alles war fertig, die Nacht war Null, und er sollte genau Morgens 3$ 
um 10 Uhr eintreffen" (W. 29, 221). 



1821 SIE KOMMT NICHT! 185 

] [October £0, Jeu.] [3870] 

gesprochen, und es sei überhaupt alles ganz anders ge- 
wesen, als wie es hier geschrieben stünde. Ich be- 
schwichtigte sie mit einigen Vorgaben des Nachtisches, 
s und sie hatten mich wie immer heb. Ein fröhliches 
Mittagsmahl, eine Mäßigung aller Feierlichkeiten gab 
uns die Stimmung, Lili ohne Prunk, aber vielleicht um 
desto lieblicher zu empfangen. Sie kam und ward von 
heitern, ja lustigen Gesichtern bewülkommt, beinah 
o betroffen, daß ihr Außenbleiben so viel Heiterkeit er- 
laube. Man erzählte ihr alles, man trug ihr alles vor, 
und sie, nach ihrer lieben und süßen Art, dankte mir, 
wie sie allein nur könnt«. 

Dichtimg und Wahrheit Theil 4 Bach 17. — W. 29, 49, 
& 24—56,2. 
October 26, Jena. 3871 

Nachmittag am vierten Band [Dichtung und Wahrheit]. 
. . . Dictirt Luis Geburtstag [Nr. 3870]. 1 
Tgb. 8,129,3. 5 f. 



][Juli zwischen 6 und 11, Marienbad.} 3872 

[Zu 1821.] Sonderbar genug ergriff mich im Vorüber- 
gehen der Trieb, am vierten Bande von .Wahrheit und 
Dichtung* zu arbeiten; . . Besonders ward ein angenehmes 
a Abenteuer von Lilis Geburtstag mit Neigung hervor- 
gehoben, 1 . . 

Tag- und Jahres-Hefte, 1821. — W. 36, 188, 11—13. 16—17. 

1 Tgl. die sachlich hierher gehörige Nr. 3872. 
1 Sine Handschrift hat statt dessen: „Das Abenteuer von Lilis 
«) Geburtstag ward geschrieben". Vgl Nr. 3870. 3871. 



Sokrates. 

Handschriften: sind nicht bekannt 
Drucke: Hind nicht vorhanden. 

»im. 

][Ende des Jahres, Frankfurt.] 3873 t 

[Nr. 2112 (3, 25i.).] 

Jetzo studir' ich Leben und Tod eines andern Helden, 
und dialogisii'B in meinem Gehirn. Noch ist'e nur dunkle 
Ahndung. Den Sokrates, den philosophischen Helden- 
geist, die „Eroberungswuth aller Lügen und Laster, be- m 
sonders derer, die keine scheinen wollen", oder vielmehr 
den göttlichen Beruf zum Lehrer der Menschen, die 

1 — Vor 1765 Herbat: Für die Zeit vor Goethes Übersiedelung 
nach Leipzig ist folgende Stelle aus .Dichtung and Wahrheit' 
Buch 6 beaohtenswerth: „Sokrates galt mir für einen trefflichen is 
weisen Mann, der wohl, im Leben und Tod, sich mit Christo 
vergleichen lasse. Seine Schüler hingegen schienen mir große 
Ähnlichkeit mit den Aposteln zu haben, die sich nach des 
Meisters Tode sogleich entzweiten und offenbar jeder nur eine 
beschränkte Sinnesart für das Rechte erkannte" (W. 27, 12, 20 
10 — 16). Vgl. auch die Stelle über Sokrates in den Labore* 
juvenile», WH. 21, 239. 

— 1770 oder 1771 1. Hälfte: In der zweiten Hälfte des 1, 71, 
5 — 9 genannten Notizenheftes {.Ephemeridea') findet eich ein 
Auszug aus Moses Mendelssohns ,Phädon oder über die Unsterb- ZS 
lichkeit der Seele' (1767 ersohienen) mit vergleichenden Be- 
merkungen über Piatons .Phädon' (Briefe und Aufsätze S. 89—94, 
W. 37, 102, 4—106, 28). 



1771 SOKRATES. 187 

] [Endo des Jahres, Frankfurt.] [8873] 

egovoiav des ßteravoeiTe, * die Menge, die gafft, die Wenigen, 
denen Ohren sind zu hören, das pharisäische Philister- 
thum der Meliten und Anyten, 2 die Ursache nicht, die 

* Verhältnisse nur der Gravitation und endlichen Über- 
gewichts der Nichtswürdigkeit. Ich brauche Zeit, das 
zum Gefühl zu entwickeln. Und dann weiß ich doch 
nicht, ob ich von der Seite mit Aesopen und Lafontaine 
verwandt bin, wo sie nach Hamann mit dem Genius 

io des Sokrates sympathisiren; ob ich mich von dem Dienste 
des Götzenbildes, das Plato bemalt und verguldet, dem 
Xenophon räuchert, zu der wahren Religion hinauf- 
schwingen kann, der statt des Heiligen ein großer 
Mensch erscheint, den ich nur mit Liebenthusiasmus 

15 an meine Brust drücke, und rufe: Mein Freund und 

mein Bruder! Und das mit Zuversicht zu einem großen 

Menschen sagen zu dürfen! — War 9 ich einen Tag und 

eine Nacht Alkibiades, und dann wollt' ich sterben! — 
An Herder. — Br. 2, 11, 16—12, 10. 

20 1772. 

][Juli Mitte, Wetzlar.] 3874 

Seit ich nichts von Euch gehört habe, sind die Griechen 

mein einzig Studium. Zuerst schränkt' ich mich auf 

den Homer ein, dann um den Sokrates forscht' ich in 

25 Xenophon und Plato. Da gingen mir die Augen über 

meine Unwürdigkeit erst auf, . . 
An Herder. — Br. 2, 16, 13—17. 

1813. 

][Mai 19, Teplitz.] — s. 3, 89, 4—11. 3874a 



so * VgL Evangelium Matthäi 3, 2. 

8 Melito8 und Anytos, die gegen Sokrates die Anklage erhoben. 



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La Sposa rapita. 



Handschriften: sind nicht bekannt. 
Drucke: sind nicht vorhanden. 



1766. 

September 27, Leipzig. 3875 5 

II y avoit un temps, ou je me melois k lire et a 
ecrire de l'italien, j'avois quelque connoissance de cette 
langue, 1 j'appris bien de paroles, un petit peu de la 
syntaxe, et rien de plus. Malgre cela, je chiffonnois 
tantot une lettre, tantot un air. J'avois compo&6 l'opera 10 
comique ,La Sposa rapita*, et bien d'autres choses. Mais 

... je brulai mes papiers . . . 2 

An seine Schwester. — Br. 1, 68, 7 — 18. 



1 Vgl. Diohtung und Wahrheit Buch 1 (W. 26, 46, 24—47, 2). 

8 Vgl E. Mentzel in der »Festschrift zu Goethes 150. Geburtstags- 15 

feier dargebracht vom Freien Deutschen Hochstift', Frankfurt 

a, M. 1899, S. 157. 




Stella. 

L Erst« Fassung: als „Schauspiel für Liebende". 

Handschriften: 1. Das Ganze, von der Hand Philipp Seidels, mit 
eigenhändigen Verbesserungen Goethes; von diesem an F.' H. 
6 Jacobi geschenkt (vgl 102, 22f.). Im Besitz der König* 

liehen Hof- und Staats- Bibliothek eu Münohen. 

2. Eine Stelle ans Act I, eigenhändig, in dem 3,158,211 
genannten Notizheft aus der Zeit des ersten römischen Aufent- 
haltes ; nur die Worte „Meine Tochter" bis „sonst geht's 
10 nicht" (W. 11,132,18—26) sind zu entziffern ; vgl W. 32,435, 

sowie unten Nr. 3898. 3900 und 3, 183, 10-12. 
Erster Druck: 1776, unter dem Titel .Stella Ein Schauspiel für 
Liebende in fünf Akten von J. W. Gotha. Berlin 1776. bey 
August Myliua, Buchhändler in der Brüderstraße'. 
is (Das unter Nr. 3888 genannte Exemplar befindet sich in 

der GroBherzoglichen Bibliothek zu Weimar.) 

Ton den drei Nachdrucken in Himburgs Ausgaben von 
J. W. Goethens Schriften' diente der dritte, in der 3. Auf- 
lage von 1770, als Vorlage für Druck 2 {vgl. Bernays 
» 8. 38—42). 

Zvtiler Druck: 1787, Schriften 4, 1—102, unter dem Titel .Stella. 
Ein Schauspiel für Liebende'. 

Das dem Bande zugehörige Titelkupfer, unterzeichnet 
„Hechau deL Goyaer sc.", stellt sine Scene aus Act IV dar: 
>* Stella und Fernando im Garten, sie sucht ihn, der im Begriff 

ist zu entfliehen, mit Gewalt zu halten; auf der Kupfer- 
Vignette des Titelblattes, unterzeichnet ,,D. Chodowicki del. 
F. Grögory so.", ist die SohluBgruppe dargestellt: Fernando 
und Stella umarmen einander, hinter ihnen, nur wenig sieht- 
30 bar, Cäcilie, beide zugleich umarmend (ist die stark komische 

Wirkung dieser Darstellung vom Künstler beabsichtig tT). 
Dritter Druck: 1807, Werke Cotta» 5, 307— 374; Titel wie in Druck 2, 



I 



190 



STELLA. 



1774 



[I. Ente Fassung: als „Schauspiel fttr Liebende".] 

Weimarer Ausgabe: 1892, W. 11, 407—416, in die „Lesarten" auf- 
gelöst. 

II. Zweite Fassung: als Trauerspiel. 

Handschriften: sind nicht bekannt. 6 

Erster Druck: 1816, Werke Cotta* 6, 307—379, unter dem Titel: 

»Stella. Ein Trauerspiel*. 
Zweiter Druck: 1827, Werke Cotta 8 10,126—196; Titel wie in 

Druck 1. 
Weimarer Ausgabe: 1892, W. 11,125—196 und 406—416; wegen 10 

der Stellung vgl 1, 98, 2ö— 29. — Vgl GJ. 13, 265f. 



Übersicht der Aufführungen (Fassung II) 
unter Goethes Theater-Leitung: 



1. 1800 Januar 15 in Weimar. 

2. „ Mai 24 in Weimar. 

3. „ August 4 in Lanchst&dt. 

4. 1807 Januar 5 in Weimar. 

5. „ Januar 20 in Weimar. 

6. „ Juni 12 in Leipzig. 

7. .. Juli 18 in Lauchst&dt. 



»» 



8. [1807] August 24 in Leipsig. 
0. „ December 16 in Weimar. 

10. 1808 Februar 20 in Weimar. 

11. „ Juli 18 in Lauohstidt. 

12. „ October 26 in Weimar. 
18. 1810 Mars 14 in Weimar. 
14, 1815 Januar 4 in Weimar. 



15 



20 



1774. 

? December 11. 12, Frankfurt, oder 13. 14, Mainz. 

s. 3, 42, 5 f. 
T December 23, Frankfurt. — s. Nr. 351 (1, 198). 



3875 a 
3875 b 



3875 c 
3875 d 



1775. 25 

T Januar 13, Frankfurt. — s. 2, 17,91 
T][Februar zwischen 10 und 12, Frankfurt.] — 

s. 1,413,8—11. 
Februar 13, Frankfurt. 3876 

. . nun gibt's noch einen [Goethe], . . der immer in so 
sich lebend, strebend und arbeitend, bald die unschul- 
digen Gefühle der Jugend in kleinen Gedichten, das 
kräftige Gewürze des Lebens in mancherlei Dramas, * . . 



1 Außer an »Stella 4 ist etwa an ,Erwin und Elmire' und »Faust* 
zu denken; vgl. 191, 21 f. 3* 

— Philipp Seidels »Buch meines Lebens': „1775. . . .- Goethe 
dichtet die .Stella«, die er mir dictirt" (W. 38, 420). 



1775 STELLA. 191 

[Februar 13, Frankfurt.] [8876] 

nach seiner Maße auszudrücken sucht, weder rechts 
noch links fragt: was von dem gehalten werde, was er 
machte? weil er arbeitend immer gleich eine Stufe höher 
6 steigt, . . 

An d. Gräfin Auguste zu Stolberg. — Br. 2, 233, 16. 20—23. 
234,1—4. 

Februar 17, Frankfurt. — s. Nr. 749 (1,414). 3876 a 

][Marz 5, Frankfurt.] 3877 

io Morgen oder übermorgen gewiß kommt »Stella*, . .* 
An Johanna Fahimer. — Br. 2, 239, lOf. 

][Marz 6, Frankfurt.] 3878 

Hier sind die ersten Bogen der , Stella*. Wenn es Sie 
unterhält, so schreiben Sie sie ab, Fritzen [Jacobi] wird 
i& dieß Stück von Ihrer Hand gewiß zehnmal lieber. 9 

Zu promeniren ist heut nichts, doch komm' ich ein 

wenig und lese die Folge. 

An Johanna Fahimer. — Br. 2, 239, 20—240, 4. 

März [7, Offenbach.] 3879 

20 Heut war der Tag wunderbar. Habe gezeichnet — 

eine Scene 8 geschrieben. wenn ich jetzt nicht Dramas 4 

schriebe, ich ging' zu Grund. Bald schick' ich Ihnen 

eins geschrieben — Könnt' ich gegen Ihnen über sitzen 

und es selbst in Ihr Herz würken, — Liebe, nur daß 

25 es Ihnen nicht aus Händen kommt. Ich mag das nicht 

drucken lassen, denn ich will, wenn Gott will, künftig 

meine Frauen und Kinder in ein Eckelchen begraben 

oder etabliren, ohne es dem Publico auf die Nase zu 

hängen. Ich bin das Ausgraben und Seciren meines 

so armen Werthers so satt. [ — Epos 2, 523, 10— 524, 8.] 

An dL Grafin Auguste zu Stolberg. — Br. 2, 242, 6—16. 



— Sachlich gehört in die Zeit der Entstehung: 1, 143, 16 f. 
146, 8—10. 
1 Die Handschrift; vgL Nr. 3878. 
86 * VgL 192, lOf. 

3 An »Stella«, vgL 2, 18, 18—21. 

4 Neben »Stella* ist an »Erwin und Elmire' und ,Faußt* zu denken. 



192 STELLA. 1775 

][März zwischen 10 und 10, Offenbach.] 3880 

Liebe Tante, ich wußte, was ,Stella< Ihrem Herzen 
sein würde. Ich bin müde, über das Schicksal unsres 
Geschlechts von Menschen zu klagen; aber ich will 
sie darstellen, sie sollen sich erkennen, wo möglich, wie 6 
ich sie erkannt habe, und sollen wo nicht beruhigter, 
doch stärker in der Unruhe sein. 

. . . Haben Sie das Verlangen zum fünften Act über- 
wunden? Ich wollt', Sie hätten einen dazu gemacht. 
Adieu. »Stella* ist schon Ihre, wird durch das Schreiben 1 10 

immer Ihrer, was wird Fritz [Jacobi] eine Freude haben! 
An Johanna Fahimer. — Br. 2, 244, 1—14. 

? März 15, Frankfurt. 3881 

Eh'stens kriegen Sie wieder was, das ich Ihrem Herzen 

empfehle. « 

An Sophie v. La Roche. — Br. 2, 245, 8 f. 

März 21, [Frankfurt] 3882 

. . daß Du meine »Stella' so lieb hast, thut mir sehr 
wohl; mein Herz und Sinn ist jetzt so ganz wo anders 
hingewandt, daß mein eigen Fleisch und Blut mir fast 20 
gleichgültig ist. Sagen kann ich Dir nichts — denn 
was läßt sich sagen? ... ich erwarte ,Stella (S und dann 

kriegst gleich das andre Exemplar. 8 

An F. H. Jacobi. — Br. 2, 246, 18—22. 247, 6f. 

T April 14, Frankfurt. — s. Nr. 136 (1, 99). 3882 a 26 

] [April, Frankfurt.] 3883 

Sie sind recht lieb — ich hab' meine Antwort an 

Fritz [Jacobi] zurück gehalten, denn sie war wirklich 

mystisch. Doch thut's das Klare und Treffende 

auch nicht, das ist Wasser und keine Taufe. Wer da- so 



1 Durch das Absohreiben, vgl Z. 22 und Nr. 3878. 

2 Die von Johanna Fahimer besorgte Abschrift ? vgl Z. 10 1 und 
Nr. 3878, dagegen Düntzer: Abhandlungen 2,298. 

* — März 25 [so ist statt „Mai" zu lesen nach Düntzer: Er- 
läuterungen 8, 85 Anm. **]: F. H. Jacobi an Goethe (G. -Jacobi S5 
S. 60). 



1776 STELLA. 193 

] [April, Frankfurt.] [8883] 

von trinkt, den wird's wieder dürsten — Also lassen 
Sie's gut sein. Wild könnt' ich wohl über Fritzen 
werden, bös nie. 1 
6 An Johanna Fahimer. — Br. 2, 256, 20—257, 4. 

April [2. Hälfte? Frankfurt.] 3884 

8 Du Menschenkind — steht nicht geschrieben: so ihr 
glaubtet, hättet ihr das ewige Leben! und Du wähntest 
manchmal, der Sinn dieser Worte sei in Deiner Seele 

10 aufgegangen. Sei's nun — geringer kann ich's nicht 
thun — Deine Liebe wag' ich dran — sonst war' ich 
der heiligen Thränen nicht werth, die Du in Cöln an 
mein Herz weintest. — Lieber Fritz, besinne Dich — 
es ist nicht ,Stella', nicht ,Prometheus' — besinne Dich, 

15 und noch einmal: gib mir ,Steüa' zurück! — Wenn 
Du wüßtest, wie ich sie liebe, und um Deinetwillen 

liebe! — — und das muß ich Dir all so ruhig 

schreiben um Deines Unglaubens Willen, der ich lieber 

mein Herz ergösse — 8 
20 An F. H. JacobL — Br. 3, 327, 1—13. 

August 1, [Frankfurt] 3885 

Daß Sie meine »Stella' so lieb haben, ist mir unend- 
lich werth, lassen Sie sich sie von Fritz [Jacobi] geben. 
Es ist nicht ein Stück für jedermann. 
25 An Sophie v. La Roche. — Br. 2, 271, 22-24. 

August [3? Offenbach.] 3886 

Schick »Stella* gleich an Lenz. Oder laß Passavant 

dafür sorgen. 4 

An Lavater. — Br. 2, 277, 1 f. 

so 1 Vgl Düntzer: Abhandlungen 2, 299. 

* Das Folgende ist uns nur als Citat in Jacobis Brief an Goethe 

von 1779 September 15 erhalten (G. -Jacobi S. 54). 
» — Mai [?] 25; Vgl 192, 34—36. 

— Juli 16—19: Miller an J. H. Voß (Max Rieger: Klinger in 
35 der Sturm- und Drang-Periode S. 82). 

4 — October 24, Mylius an Merck: will „die Probe machen" und 
gegen ein Honorar von 20 Thalern ,SteuV in Verlag nehmen, 
„um mit diesem allerdings seltenen Genie und fruchtbaren 
Schriftsteller in Bekanntschaft zu kommen" (Merck II S. 531). 
Grftf, Goethe Aber s. Dichtungen T. II, B. 4. 13 



194 STELLA. 1775 

?] Ootober 26, [Frankfurt.] 3887 

. . ich schwöre Dir bei meinem Herzen! wenn das 

nicht Eindergelall und Gerassel ist, der , Werther' und all 

das Gezeug! Gegen das innre Zeugniß meiner Seele! — * 
An F. L. zu Stolberg. — Br. 2, 303, 11—14. 5 

1776. 

] [Januar 2. Hälfte, Weimar.] 3888 

An Lili. 

Im holden Thal, auf schneebedeckten Höhen 

War stets dein Bild mir nah; 10 

Ich sah's um mich in lichten Wolken wehen, 

Im Herzen war mir's da. 

Empfinde hier, wie mit allmächtigem Triebe 

Ein Herz das andre zieht, 

Und daß vergebens Liebe 16 

Vor Liebe flieht. 
Widmung in ein Exemplar von Druck 1 der ersten Fassung 
(Gedichte, Nachlaß: An Personen). — W. 4,204. 

Januar 29, [Weimar.] 3889 

Meine ,Stella ( ist ankommen gedruckt, sollst auch ein 20 
Exemplar haben. 

An Charl. v. Stein. — Br. 3, 26, 8—10. 

] [Januar 30? Weimar.] 3890 

. . einen guten Morgen, und »Stella*. 2 

An Charl. v. Stein. — Br. 3, 25, 14 f. 25 

Februar 2, Weimar. 3891 

Hier was, 8 süßer Junge, das Dir soll Liebes- und 
Lebens-Wärme in den Schnee bringen. Lies, laß Dir 
wohl werden. 4 

An G. A. Bürger. — Br. 3, 27, 13—16. so 



1 — December 28: Nicolai an Merck (Merck I S. 79—81). 

2 Vgl. Nr. 3889. Auch an Auguste zu Stolberg wird Goethe jetzt 
oder bald darauf ein Exemplar gesandt haben, vgl Nr. 3894. 

3 Exemplar von Druck 1 der ersten Fassung. 

* — Februar 16: Goethes Mutter an J. G. Zimmermann (Briefe 35 
der FRGoethe 1, 8). 



1776 STELLA. 195 

?][März zwischen 4 und 6, Weimar.] 3892 

Ich weiß kein Wort von! Geben Sie sie auch nicht, 
war's auch nur darum, weil das Exemplar nicht ge- 
bunden ist. 1 
6 An CJharL v. Stein. — Br. 3, 36, 7—9. 

März 25, Leipzig. 3893 

Stellas Monolog. 9 
Tgb. 1,11,7 t 
April 10, [Weimar.] 3894 

io Krank, Gustchen! dem Tode nah! Gerettet, liebster 

Engel, und das mir alles auf einmal — zu einer Zeit, 

wo ich immer dachte, warum schreibt Gustchen nicht ? 

Ist sie nicht mehr wie sonst, hat ihr »Stella' nicht 

gezeugt, daß ich ihr alter 3 bin, obschon ich nicht 

15 schreibe, . . . 4 

An d. Gräfin Auguste zu Stolberg. — Br. 3, 49, 19—50, 1. 

1777. 

] [Herbst? Weimar?] 3895 

b Andrason (zu Lato). Gib her. »Thomas Imgarten' ! 
20 ,Adelstan und Röschen'! ,Allwills Papiere'! 



— Februar 18: v. Byern an Knebel (Knebels Nachlaß II 1, 63). 

— Februar 28: v. Warnsdorff an Knebel (Knebels Nach- 
laß II 1, 55). 

1 Das in Nr. 3889. 3890 genannte Exemplar von Druok 1? Vgl 
25 G. -Stein 1, 483 Anm. 3 zu S. 25. 

— März 11: Wieland an Merck (Merck II S. 55). 

— JfMärz Mitte:] Merck an Wieland (Merck II S. 61 f.). 

— März 22: Bodmer an Sulzer (GJ. 5, 200 f.). 

2 Wahrscheinlich der Act V eröffnende; Goethen von Corona 
so Schröter vorgetragen? Vgl. Düntzer: Erläuterungen 8, 89 f. und 

Goethes Tagebücher S. 14f., sowie Br. 3, 45, 19—46, 1. 

8 „alter" hat Goethe aus „Alter" geändert. 

* — [Juni:] Lenz an Frau v. Oberkirch (Joh. Froitzheim: Lenz 
und Goethe S. 108 f.). 
85 — Juni 21: Salzmann an Lenz (an dem 2, 633, 24 — 26 ge- 
nannten Ort S. 29). 

— Juni 29 und Juli 8: Bodmer an Schinz (GJ. 5, 203). 

— 1776— 1783: Wegen einer unwahrscheinlichen Aufführung 
auf dem Liebhaber-Theater in Weimar vgl. Nr. 3938. 

40 ß VgL die Erläuterung Epos 2, 533, 40—534, 39. 

13* 



1786 



STELLA. 



197 



Deoember 2, Born. 3900 

[3, 185, 2—5.] 

Nur in der »Stella' (ist mir eingefallen) hab' ich eine 
Stelle verändert 1 und eine andre, die sich darauf be- 
5 zieht, vielleicht nicht; auf einem beiliegenden Blatt 
sag' ich mehr davon und setze auf allen Fall eine 
Correctur hinzu, die Du einschieben wirst, wenn's 
nöthig ist. 

An Herder (und dessen Frau). — Br. 8, 77, 1 — 6. 
10 Deoember 16, Born. — s. Nr. 160 (1, 106). 3900a 



1787. 

«Januar 13, Rom. — s. Nr. 2511 (3, 188). » 

Januar 25, Rom. — s. Nr. 284 (1, 166). 

Februar 17, Rom. — s. 3, 191, 7f. 
15 ]Februar 17, [Rom.] — s. Nr. 287 (1, 166). 

Februar 20, Rom. — s. 1, 108, 19 f. 109, 12—26. 

Februar 20, Rom. — s. Nr. 289 (1, 167). 

] Februar 24, [Rom.] — s. Nr. 290 (1, 167). 

März 16, Caserta. — s. 3, 194, 16—18. 
20 Mai 25, Neapel. — s. Nr. 291 (1, 168). 

Juli 14, Rom. — s. Nr. 292 (1, 168). 

August 14, Rom. — s. Nr. 3731. 

August 15, Rom. — s. 1, 111, 14 — 20. 

Septembei 
25 Septembei 

September 28, FraseatL — s. Nr. 296 (1, 169). 

October 1, Frascati. — s. Nr. 164 (1, 112). 

October 5, Albano. — s. Nr. 165 (1, 112). 

October 24, Rom. — s. Nr. 166 (1, 113). 
so ][October 27, Rom.] — s. Nr. 297 (1, 169f.). 

October 27, Rom. — s. Nr. 298 (1, 170). 

October [29?], Rom. — s. Nr. 299 (1, 170). 



3900 b 
3900o 
3900d 
3900 e 

3900 f 
3900g 
3900h 

39001 
3900k 

39001 

3900 m 

3900 n 



* ü' 1 Rom. — s. Nr. 294. 295 (1, 168f.). 3900o, p 
>r 22, J y ' 



3900 q 
3900r 
3900s 
3900 t 
3900 u 
3900 v 
3900 w 



1 VgL 189, 7—11 und Nr. 3898. 

8 — Januar 5, Philipp Seidel an Göschen : meldet, daß die Druck- 
85 vorläge für Band 4 der »Schriften« bereit liege (WH. 24, 735 
Anm. 1). 
8 — Januar 18: Philipp Seidel sendet das Z. 34 f. Genannte an 
Goschen ab (WH. 24, 735 Anm. 1). 
— Januar 21, Göschen an Bertuch: meldet den Empfang des 
40 Z. 34 f. Genannten (GJ. 2, 401 )< 



198 STELLA. 1788 



1788. 

Januar 25, Rom. — s. 1, 119, 8—10. 3900x 

Februar 9, Rom. — s. 1, 121, 20—24. 3900y 

1789. 

Juni 22, Weimar. — s. Nr. 4211. 3900 z 6 

1791. 

Juli 4, Weimar. — s. Nr. 201 (1, 130f.). 3900« 

1797. 

August 21, Frankfurt. — s. Nr. 206 (1, 133). 1 3900/? 

1805. io 

Mai 1, Weimar. — s. 1, 63, 4. 3901 

1806. 

Januar 12, Weimar. 3902 

[Nachmittags oder Abends] Leseprobe von ,Stella*. 
Tgb. 3, 114, 20. u 

Januar 13, Weimar. 3903 

[Früh] Letzte Scenen von »Stella*.* 
Tgb. 3, 114, 23. 
Januar 14, Weimar. 3904 

Abends Probe »Stella*. 20 

Tgb. 3, 114, 28. 



1 — 1803 Mai 25: „Sohumann liquidirt für Rollen zu »Stella 4 
(für das Theater)" (Burkhardt II S. 8). 

— 1805 Anfang: In diese Zeit soll nach Düntzer (Erläute- 
rungen 8, 93) Schillers Theaterbearbeitung der »Stella* fallen 25 
(vgL 203, 14 — 24). Düntzer gibt für seine Vermuthung keine 
Gründe an; ich möchte glauben, daß die Bearbeitung weiter 
zurück liegt, etwa 1803, und daß mit ihr die Anfertigung neuer 
Rollenhefte für das Theater im Jahre 1803 (vgL Z. 22 t) zu- 
sammenhangt. Kamen vielleicht die 204, 2 — 6 genannten Zweifel 80 
auch noch mit Schiller zur Sprache? Schillers Bearbeitung 
scheint sich nicht erhalten zu haben (jedenfalls befindet sie sich 
nicht im Archiv des Großherzoglichen Hoftheaters zu Weimar). 

8 Da kaum anzunehmen ist, daß die Umarbeitung des Schlusses 
zum „Trauerspiel" erst jetzt, zwei Tage vor der Aufführung, *5 
erfolgt sei, handelt es sich hier wohl um eine Probe. 



1806 



STELLA. 



199 



Januar 15, Weimar. 

Abends »Stella' zum ersten Male. 1 
Tgb. 3, 115, 3. 
Januar [nach 15], Weimar. 



3905 



3906 



Neulich [Januar 15] wurde seine alte »Stella' gegeben; 

er bat aus dem Drama eine Tragödie gemacht. Es 

fand aber keinen Beifall. Fernando erschießt sich, und 

mit dem Betrüger kann man kein Mitleid haben. Besser 

wäre es gewesen, er hatte [nur] 9 Stella sterben lassen; 

doch nahm er mir's [Charlotte v. Stein] sehr übel, als 

ich dieß tadelte. 

Mit Gharl. v. Stein. — Gespräche 9 (1), 105 (Briefe an 
Friedrich v. Stein, S. 170: Gharl. v. Stein an ihren Sohn, 
1806 März 5). 
15 Februar 24, Weimar. — s. Nr. 543 (1, 288). 8 3906a 



10 



1 In folgender Besetzung: 



Personen. 


1806 
Januar 15. 


1810 
Mftrz 14. 


1815 
Januar 4. 


Stella 

Postmeisterin . . . 


Wolff. 

Sllie. 

Halde. 

Corona Becker. 

Graff. 

Brand. 

Sophie Teller. 

Luise Beck. 

Unzelmann. 

Lortzing. 


Wolff. 

Jagemann. 

Oels. 

Sophie Teller. 

Graff. 

Lortzing. 

Luise Beck. 

* 

Eduard Genast. 

TJnzelmann. 

Lortzing. 


Wolff. 

Jagemann. 

Oels. 

Luise Beck. 

Graff. 

Lortzing. 

liariane Becker. 

Louis Oels. 

Uschmann. 

Eduard Genast. 



SO 



S5 



40 



VgL Nr. 3906, sowie Z. 36—40 und die sachlich hierher ge- 
hörende Nr. 3919. 3935. 

8 Daß hier „nur" einzuschalten ist, beweist der Schluß der 
IL Fassung und die unten Z. 39 f. angeführte, auf die selbe 
Vorstellung sich beziehende Brief stelle; vgL Biedermann GF. I 
S. 24, wonach die bei Bielschowsky 1, 509 f. vertretene Ansicht 
nicht haltbar erscheint. 

8 — März 28, Gries an Hufeland : „ . . die interessanteste und 
fast die einzige interessante Vorstellung diesen Winter war 
Goethes »Stella*, nach einer, wie mir scheint, nicht sehr vor- 
teilhaften Veränderung. Denken Sie nur: Fernando erschießt 
sich und die arme Stella vergiftet sich am Ende. . . ." (Diez- 
mann: Aus Weimars Glanzzeit S. 25); vgl. Z. 8 — 11. 31 — 35. 



? Juli 17, ) 
?Juli 29, i: 



10 



200 STELLA. 1806 

Mai 24, Weimar. 3907 

Abend [im Theater] »Stella*. 1 
Tgb. 3, 129, 6. 
Juni 20, Jena. — s. Nr. 209 (1, 134). 3907a 

Karlsbad. — s. Nr. 210—212 (1, 134t). 3907b— d 
? Juli 31, j 

August 18, Jena. — s. Nr. 213 (1, 135). 3907e 

August 19, Jena. — s. 1, 136, 5. 3908 

TSeptember 2, 1 Weimar _ s Nr 21ß 216 (1 136f j 3Q0S &. b 

October 24, J 

October 26, Weimar. — s. 1, 137, 18. 3909 

October 27, 

October 28 

December 8, \ Weimar. — s. Nr. 218—222 (1, 138—140). 3909a— e 15 

December 8, 

December 9, 

1807. 

? [Januar 2, Weimar.] — s. Nr. 454 (1, 239). 3909f 

Januar 5, Weimar. 3910 20 

[Abends] Vorstellung von ,Stella'. 2 
Tgb. 3, 185, 16. 
Januar 23, Weimar. — s. Nr. 223 (1, 140). 3910a 

Januar 29, Weimar. 3911 

Abends [im Theater] »Stella 4 . 8 » 

Tgb. 3, 190, 16f. 
März 27, Weimar. — s. Nr. 455 (1, 240). 3911a 

April 3, Weimar. — s. 3, 66, 16— 19. 4 3911b 



, VYUIXUCU. — O. A, J.OJ, lOi 

:1 

8, \ Weimar. — s. Nr. 218—222 (1, 



1 Die Besetzung der Bollen wahrscheinlich wie Januar 15 (vgL 
199, 19 — 28) ; in der Sammlung der Großherzoglichen Bibliothek so 
zu Weimar fehlt der betreffende Zettel und ist ersetzt durch 
den der Aufführung von 1806 August 4 in Lauchstädt, bei der 
die Besetzung die selbe war wie 1806 Januar 15. 

8 Theaterzettel fehlt in der Sammlung der Großherzoglichen Biblio- 
thek zu Weimar. 35 

8 Rollenbesetzung wie 1806 Januar 15, s. 199, 19—28. 

— März 6: Heinrich Schmidt an Goethe (SdGG. 18,26,16); 
vgl Nr. 456—468 (1, 240). 

4 — April 9: Heinrich Schmidt an Goethe (SdGG. 18, 30, 16—18). 

— April 25: „Rötsch liquidirt für Abschrift: »Stella* * ." 40 
(Burkhardt II S. 8), für Wien bestimmt, vgL 1, 240, 10, 



1807 



STELLA« 



201 



Weimar. — b. Nr. 456—468 (1, 240). 1 



3912—3914 



Mai 3, 
Mai 4, 
Mai 4, 

Juli 27, Karlsbad. — s. Nr. 2226 (3, 67).« 3914 a 

5 August 30, Karlsbad — 8. Nr. 224 (1, 140). 3914b 

Se^tembe^r 2l' } Weimar - "" *• Nr ' m * 461 <*' 241f )' 3öl4a d 
September 29, Weimar. — s. Nr. 462 (1, 242). 3914 e 



1808. 

10 Februar 20, Weimar. 

Abends ward ,Stella' gegeben. 8 
Tgb. 3, 318, 28. 
August 7, Karlsbad. — s. Nr. 92 (1, 65). 
October 16, Weimar. — s. 1, 243, 10. 4 



3915 



3915 a 
3916 



20 



25 



16 * — Mai 30: Heinrich Schmidt an Goethe (SdGG. 18, 36, 11—13. 
37, 6—10). 

— Juni 12: 1. Aufführung durch die Weimarer Schauspieler 
in Leipzig; die Besetzung der Bollen wie 1806 Januar 15 (nur: 
Fernando-Oels, Postmeisterin-Elsermann. Vgl G.-Bochlitz S. 49). 
In der 1, 242, 18 f. genannten Zeitschrift 3 (2), 423 heißt es über 
den Schluß der Aufführung: „Man blieb mehrere Minuten in 
Schwermuth versunken auf seinem Stuhle sitzen, und nur das 
Wiederhinaufrollen des vordem Vorhanges erinnerte an das 
Aufstehen " VgL auch [Beinhold]: Saat von Göthe gesäet 
dem Tage der Garben zu reifen (Weimar und Leipzig 1808) 
S. 155—157. 

— Juli 4 9 Bochlitz an Goethe: über die 1. Aufführung in 
Leipzig (G.-Bochlitz S. 49).: 

8 — August 24: 2. Aufführung durch die Weimarer Schauspieler 
in Leipzig, die Bollenbesetzung wie Z. 18 f.; wegen plötzlicher 
Erkrankung von Amalia Wolff (Stella) konnten Act IV und V 
nicht gegeben werden. VgL G.-Bochlitz S. 64. 

— August 30, Bochlitz an Goethe: über die 2. Aufführung 
in Leipzig (G. -Bochlitz S. 64). 

*& * Die Bollenbesetzung wahrscheinlich wie Z. 18 f. angegeben (der 
Theaterzettel dieses Tages in der Sammlung der Großherzog- 
lichen Bibliothek zu Weimar zeigt »Maria Stuart* an). 

* VgL Nr. 3917. 



30 



1812 STELLA. 203 

1813. 

] [April 4, Weimar, und später.] — s. 1,257,2. 3922 a 

1814. 

] [April 10, Weimar, oder Mai 14, Berka.] — 3922 b 

5 s. 3, 214, 10—12. 

November 1, Weimar. 3923 

Zu expediren: . . . *Theater »Stella*. 1 

Agenda 1814. — Tgb. 5, 304, 14. 32. 

1815. 

10 Januar 4, Weimar. 3924 

[Abends im Theater] ,Stella'. 2 
Tgb. 5, 146, 12. 
] [Februar zwischen 3 und 21, Weimar.] 8 3925 

. . . wenden wir uns zu »Stella* , welche Schillern 
is gleichfalls 4 ihre Erscheinung auf dem Theater verdankt. 
Da das Stück an sich selbst schon einen regelmäßigen 
ruhigen Gang hat, so ließ er es in allen seinen Theilen 
bestehen, verkürzte nur hier und da den Dialog, be- 
sonders wo er aus dem Dramatischen in's Idyllische 
so und Elegische überzugehen schien. Denn wie in einem 
Stück zu viel geschehen kann, so kann auch darin zu 
viel Empfundnes ausgesprochen werden. Und so ließ 
sich Schiller durch manche angenehme Stelle nicht ver- 
führen, sondern strich sie weg. Sehr gut besetzt, ward 
25 das Stück den 15. Januar 1806 zum ersten Mal gegeben 6 
und sodann wiederholt; allein bei aufmerksamer Be- 

1 Steht der Vermerk im Zusammenhang mit der näohsten Vor- 
stellung? vgl Nr. 3924. 

2 Die Bollenbesetzung s. 199, 19—28; vgL 204, 11—13. 
80 » VgL 1, 263, 34-37. 

4 Wie ,Egmont', von dem Goethe im unmittelbar Vorhergehenden 

spricht, vgL Nr. 495 (1, 263—266). 
6 VgL Nr. 3905. 3906 und 199, 36—40. Auffallend ist, daß Goethe 

den zwischen Schillers Bearbeitung und die erste Aufführung 
W fallenden Tod des Freundes gar nicht erwähnt. 

6 1806 Mai 24; das Folgende beruht auf Irrthum, da nach 199, 6. 

38—40 feststeht, daß das Stück schon bei der ersten Aufführung, 

1806 Januar 15, mit dem tragischen Schluß gegeben wurde. 



204 STELLA. 1815 

] [Februar zwischen 3 und 21, Weimar.] [8925] 

trachtung kam zur Sprache, daß nach unsern Sitten, 
die ganz eigentlich auf Monogamie gegründet sind, das 
Verhältniß eines Mannes zu zwei Frauen, besonders wie 
es hier zur Erscheinung kommt, nicht zu vermitteln 5 
sei und sich daher vollkommen zur Tragödie qualificire. 
Fruchtlos blieb deßhalb jener Versuch der verständigen 
Cäcilie, das Mißverhältniß in's Gleiche zu bringen. 
Das Stück nahm eine tragische Wendung und endigte 
auf eine Weise, die das Gefühl befriedigt und die Rührung 10 
erhöht. Gegenwärtig ist das Stück ganz vollkommen 
besetzt, so daß nichts zu wünschen übrig bleibt, und 
erhielt daher das letzte Mal 1 ungetheilten Beifall. 

2 Doch würde eine solche allgemeine Versicherung 
Schaubühnen, welche dieses Stück aufzuführen gedachten, 15 
von weiter keinem Nutzen sein, deßwegen wir über 
das Einzelne die nöthigen Bemerkungen hinzufügen. 

Die Bolle des Fernando wird jeder nicht gar zu 
junge Mann, der Helden- und erste Liebhaberrollen zu 
spielen berufen ist, gern übernehmen und die leiden- 20 
schaftliche Verlegenheit, in die er sich gesetzt sieht, 
mit mannichfaltiger Steigerung auszudrücken suchen. 

Die Besetzung der Frauenzimmerrollen ist schon schwie- 
riger; es sind deren fünf, von abgestuften, sorgfältig 
unterschiednen Charakteren. Die Schauspielerin, welche 25 
die Bolle der Stella übernimmt, muß uns eine un- 
zerstörliche Neigung, ihre heiße Liebe, ihren glühenden 
Enthusiasmus nicht allein darstellen, sie muß uns ihre 
Gefühle mittheilen, uns mit sich fortreißen. 

Cäcilie wird das anfänglich schwach und gedruckt so 
Scheinende bald hinter sich lassen und als eine freie 
Gemüths- und Verstandsheldin vor uns im größten 
Glanz erscheinen. 

Lucie soll einen Charakter vorstellen, der sich in 

1 1815 Januar 4, vgl Nr. 3924. 85 

* Alles Folgende ist nachträglicher Zusatz Goethes. 



1815 STELLA. 205 

] [Februar zwischen 8 und 21, Weimar.] [8026] 

einem behaglichen Leben frei gebildet hat und den 
äußern Druck, der auf sie eindringt, nicht empfindet, 
ja abstößt. Keine Spur von Naseweisheit oder Dünkel 
s darf erscheinen. 

Die Postmeisterin ist keine zänkische Alte, sie ist 
eine junge, heitere, thätige Wittwe, die nur wieder 
heirathen möchte, um besser gehorcht zu sein. 

Ännchen. 1 Es ist zu wünschen, daß dieses ein kleines 
10 Kind sei; in dem Munde eines solchen, wenn es deut- 
lich spricht, nimmt sich die Entschiedenheit dessen, 
was es zu sagen hat, sehr gut aus. Kann man diese 
Figuren dergestalt abstufen, so wird die Tragödie ihre 
Wirkung nicht verfehlen. 
15 Der erste Act, der das äußere Leben vorstellt, muß 
außerordentlich gut eingelernt sein, und selbst die un- 
bedeutendsten Handlungen sollen ein gewisses ästhetisches 
Geschick verrathen, wie denn auch das zweimal er- 
tönende Posthorn kunstmäßig eine angenehme Wirkung 
20 thun sollte. 

So ist denn auch der Verwalter keineswegs durch 
einen geringen Acteur zu besetzen, sondern ein vor- 
züglicher Schauspieler, der die Rolle der ernst zärtlichen 
Alten spielt, zu diesem Liebesdienst einzuladen. 

25 Bedenkt man die unglaublichen Vortheile, die der 
Componist hat, der alle seine Wünsche und Absichten 
mit tausend Worten und Zeichen in die Partitur ein- 
schließen und sie jedem Kunstausübenden verständlich 
machen kann, so wird man dem dramatischen Dichter 

so auch verzeihen, wenn er das, was er zum Gelingen 

seiner Arbeit für unumgänglich nöthig hält, den Direc- 

tionen und Regien an's Herz zu legen trachtet. 

Aufsatz: Über das deutsche Theater. — W. 40, 94, 
6—97, 2. 



*5 i Im Stück durchweg „Annchen". 



206 



STELLA. 



1815 



Februar 20, Weimar. — s. 1, 12, 9. 1 
März 21» Weimar. 

[Vormittags] »Stella* corrigirt. 2 
Tgb. 5, 163, 20. 

März 22, Weimar. 

[Vormittags] »Stella*. 3 

Tgb. 5, 153, 22. 

][April, oder 1816 Juli Mitte, Weimar.] — 

s. Nr. 231 (1,141 f.). 

November 27, Weimar. — s. Nr. 314 (1, 179). 

December 25, Weimar. — s. 1, 180, 4. 



3926 
3927 



3928 6 



3928a 

3928b 10 
3928o 



1816. 



][???] — s. 1, 143, 16f. 
Januar 8, ' 



3929 



Januar 8, 




IS 


Januar 10, 






Februar 13, 


Weimar. — s. Nr. 317—323 (1, 180f.). 


3929 a— g 


Februar 22, 






Februar 22, 






Februar 26, J 


20 


October 15, Weimar. — s. Nr. 238 (1, 146). 


3929h 


October 22, Weimar. — s. Nr. 2014 (2, 623). 


39291 


November 14, Weimar. — s. Nr. 239 (1, 145). 


3929k 


1817. 




April 17, Jena. — s. 3, 99, .4— 9. 4 


3930 25 


?][Mai 13. 22, Jena.] — s. 3, 230, 8—11.« 


3930a 


1819. 




] [Februar 14, Weimar.] — s. 1, 146, 8—10. 


3931 


März [Anfai 


ig]» Weimar. — s. 1, 16, 9. e 


3932 



1 — Februar 22: CharL Schiller an Knebel (CharL Schiller- so 
Knebel S. 179). 

2 Durchsicht für Druck 1 der n. Fassung, ebenso in Nr. 3928. 
» VgL Z. 32. 

4 — Mai 10, Küstner an Goethe: s. 3, 99, 26—29. 

* VgL Riemer 2, 340 Anm. * 35 

• — Juni 14: Rochlitz an Goethe (G.-Rochlitz S. 210). 



1821 STELLA. 207 

1821. 

][???] 3933 

Der freudige Werther, Stella dann 

In Criminal- Verhören, 1 



6 Gedichte (Nachlaß): Invectiven. — W. 5 (1), 187, 5 f. 

September 23, Jena. 3934 

. . haben Sie Dank, daß Sie meine Todten 9 wieder 
erwecken wollen; denn dieses Wunder gelingt der Schau- 
spielkunst mehr als irgend einer andern; deßhalb denn 
10 auch auf jene griesgrämigen Pädagogen 8 keineswegs 
zu achten ist; der wahre Schauspieler hat einen zu 
großen Vorsprung, als daß ihn solche Grillenfänger so 

bald einholen sollten. 4 

An P. A. Wolff. — Br. 35, 95, 5—11. 

15 1822. 

März [Mitte?], Weimar. — s. Nr. 31 (1, 24). 3934a 

1828. 

] [Januar zwischen 10 und 19, Weimar.] 3935 

[Zu 1806.] . . ward . . aufgeführt . . »Stella*, zum 
20 ersten Mal mit tragischer Katastrophe. 5 

Tag- und Jahres-Hefte, 1806. — W. 35, 246, 9—12. 

i Vgl Epos 2, 988, 28—32. 

— September 5, Zelter an Goethe: über die eben erfolgte 
Aufführung der IL Fassung in Berlin, Bedenken gegen den 

£6 neuen Schluß (Q. -Zelter 3, 190) ; vgl Z. 35—37. 

— September 10, P. A. Wolff an Goethe : über die Aufführung 
der EL Fassung in Berlin (wiederholt September 9), deren 
Zettel er beifügt (Br. 35,332 zu Brief 65); vgl Nr. 3934. 

* »Stellas vgl. Z. 26—28. 

so 3 In der pädagogischen Provinz von »Wilhelm Meistere Wander- 
jahren« (Fassung I Capitel 13, Fassung II Buch 2 Capitel 9 [8 in 
der Weimarer Ausgabe W. 25 (1), 19, 10—22, 7]). 
4 — [Herbst:] K. 0. v. Leonhard erzahlt von seinem Besuch bei 
Goethe in Jena : „Vieles wußte ioh zu erzählen, hatte der Fragen 

86 gar viele zu beantworten. Die Berliner Theater kamen zur 
Sprache. loh pries die Darstellung der »Stella* als muster- 
haft . ." (Leonhard 2, 33, vgL ebenda 2, 20). Vgl. Z. 23— 27* 

• VgL Nr. 3905. 3919. 



208 STELLA. 1823 

] [Januar zwischen 10 und 19, Weimar.] — 3935a 

b. Nr. 100 (1, 66). 

August zwischen 11 und 21, Marienbad. — s. 1, 149, 5. 3936 

October 11, Weimar. 3937 

Er sprach . , über ,Stella', deren früherer Schluß * 
durchaus keiner gewesen, nicht consequent, nicht halt- 
bar, 1 eigentlich nur ein Niederfallen des Vorhangs. 
Mit Fr. v. Müller. — Gespräche 4, 289 (Müller S. 84). 

Deoember 15, Weimar. 3938 

„Der nachmalige Staatsrath Kotzebue machte [auf dem io 
Liebhaber-Theater] in ,Stella* den Postillon."* 

Mit Fr. v. Müller. — Gespräche 4, 332 (Müller S. 95). 

1825. 

Januar 12. 13, Weimar. — s. 3, 109, 26. 3939 

April 23, Weimar. — s. Nr. 332 (1, 184). 3939a 15 

1826. 

Februar 1, Weimar. — s. 1, 30, 10. 3940 

][Mai 8? Weimar.] — s. Nr. 40 (1, 32). 3940a 

Mai 12, } 

S" ™ 1 Weimar. — s. Nr. 41—44 (1, 32f.). 3940b— * *° 

Mai 26, I 

Mai 29, J 

][Mai 31— August 6, Weimar.] — s. 1, 35, 15. 3941 

Mai 31, 1 

Juni 2, 

Juni 3, 

Juni 4, \ Weimar. — s. Nr. 46—52 (l,43f.). 3941a— g 

Juni 10, 

Juni 16, 

Juli 5, 

][Juli 18. 19, Weimar.] — s. Nr. 63 (1,44). 3941h 

Juli 18, \ 

Alf 1 tl | Weimar * — *• Nr - 64_ 67 < 1 » 46 )- 3941 i-m 

August 6, J *5 



26 



80 



1 VgL 204, 2—6. 

8 Von einer Aufführung auf dem Liebhaber-Theater ist sonst nichts 
bekannt; vielleicht Verwechselung mit Kotzebues Darstellung 
des Briefträgers in den , Geschwistern'? VgL 2,632,40. 



1827 



STELLA. 



209 



Weimar. — s. Nr. 247— 2ö2 (1, lölf.). 3941n— s 



1827. 

Januar 27, 

Februar 17, 

Februar 18, 
6 Februar 19, 

März 12, 

April 4, 

Mai 3, Weimar. — s. Nr. 59 (1, 45 f.). 

Ootober 24, 
10 Ootober 25 



^ | Weimar. — s. Nr. 254. 255 (1, 152). 



3941t 
3941 tl v 




Grtf, Goethe über t. Dichtungen T. II, B. 4. 



14 



Theaterreden. 

(Prologe und Epiloge.) 

1. Proioc, 1791 Mal 7. 

Handschriften: Abschrift von Schreiberhand, mit eigenhändigen 
Verbesserungen Goethe», Überschrift .Prolog, gesprochen den & 
7. Mai 1791'; an erster Stell» in einer Handachrift, die, 
Theaterrede 1—6 enthaltend, als Vorlage für den Druck in 
Band 7 der .Neuen Schriften' diente und die Überschrift 
trägt .Theaterreden, gehalten zu Weimar'. (Bleistiftbemer- 
knngen Riemers aus späterer Zeit, wahrscheinlich von Ende lo 
1806, die sich in dieser Sammelbandachrift finden, blieben 
ohne Einfluß auf den Text.) Im Goethe- und Schiller- Archiv. 

Erster Druck: 1791, in der .Deutschen Monatsschrift. 1791. Juni. 
Berlin, bei Friedrich Vieweg dem älteren', S. 183f., unter 
dem Titel .Prolog. Gesprochen bei Eröffnung des neuen is 
Theaters. Weimar den 7. Mai 1791', unterzeichnet „Göthe". 
(Nachgedruckt: 1791 in den .Annalen des Theaters', Berlin, 
Fr. Maurer. 1791 Heft S S. 84 f. ; 1792 im .Theater-Kalender 
auf das Jahr 1792*, Gotha. C. W. Ettinger. S. 18f.) 

Zweiter Druck: 1800, Neue Schriften 7, 359—361, unter dem Titel 20 
.Prolog. Gesprochen den 7. Mai 1791', als erstes Gedicht 
in der Gruppe .Theaterreden, gehalten zu Weimar'. 

(Band 7 der .Neuen Schriften' gab Unger gleichzeitig unter 
dem Titel .Göthe's neueste Gedichte' heraus.) 

Dritter Druck: 1808, Werke Cotta 1 9, 419f.;das Übrige wie in Drucks. » 

Vierter Druck: 1816, Werke Cotta 1 5, 426 f. ; das Übrige wie inDruok 2. 

Fünfter Druck: 1817, Werke Cotta» (Ergänzungsband, vgL 1, 4, 
17—26) 14, 26f. ; das Übrige wie in Druck 2. 

Sechster Druck: 1828, Werke Cotta» 11,3611; dss Übrige wie in 
Druck 2. M 

[Primärer Ausgabe: 1894, W. 13(1), 155f. und 1901. W. 13 (2), 224, 
als erstes Gedicht in der Gruppe .Theaterreden'; 



1791 THEATERREDE 1. 211 



1791. 

*Mai 9 9 [Weimar.] 3942 

[Brief nach] Berlin [an K. Ph.] Moritz, ,Prolog'.* 

Briefverzeichniß 1791. — Br. 9, 396, 8. 
* Mai 13, [Weimar.] 3943 

[Brief nach] Gotha [an S. P. L. v.] Franckenberg, Varia, 

,Prolog', . . 

Briefverzeichniß 1791. — Br. 9, 396, 11. 

Mai 24, Weimar. 3944 

io Einen , Prolog', den ich vorausschickte, 8 lege ich bei. 
Denn obgleich eine solche Gelegenheitsrede gewöhnlich 
nicht sehr interessant sein kann, so habe ich doch den 
Vortheil nicht aus den Händen lassen wollen, dem 
Publico und den Acteurs zu seiner Zeit ein Wort sagen 
15 zu können. 

An F. L. Schröder. — Br. 9, 262, 9—14. 

Juni 1, Weimar. 3945 

In dem deutschen Museum, 4 das zu Berlin heraus- 
kömmt, wirst Du einige von meinen neusten Gedichten 
20 sehen können. 5 

An F. H. JaeobL — Br. 9, 270, 8—10. 
Juni 4, Weimar. 3946 

In der deutschen Monatschrift, welche zu Berlin 

herauskömmt, werden Sie einiges von mir finden. 6 
26 An C. G. Körner. — Br. 9, 272, 16 f. 

1793. 

April 27, Weimar. 3947 

Herrn Vieweg dem älteren sendete ich meist durch 

Herrn Hofrath Moritz 7 einige poetische Aufsätze für 

30 ! — Mai 7: Das Hoftheater zu Weimar wird eröffnet mit der 
von Domaratius gesprochenen Theaterrede 1 und Ifflands Sitten- 
gemalde ,Die Jäger*. 

* Die Druckvorlage ; vgL Nr. 3947. 
» VgL Z. 30f. 

85 * .Deutsche Monatsschrift', vgL 210, 13—16 und Nr. 3946. 3947. 
5 Darunter Theaterrede L 

• VgL 210, 13—16 und Nr. 3946. 3947. 
7 VgL Nr. 3942. 

14* 



1800 THEATERREDE 1. 213 

April 10, Weimar. 3051 

Hierbei folgt der Schluß des Manuscripts, * wobei ich 
nur einiges anmerke. 
Die Folia zeigen, wie die drei Abtheilungen 9 nach 
6 einander folgen. 

Jede Abtheilung erhält einen Schmutztitel. 

Der ich recht wohl zu leben und die Aushängebogen 

bald zu sehen wünsche. 

An ünger. — Br. 15, 55, 1—5. 13 f. 
10 August 12, Weimar. 3952 

Hiebei folgt auch ein Exemplar meiner Gedichte, 8 
für Ihre liebe Frau; sie soll es aber nicht binden lassen, 
bis ich darüber gesprochen, denn die Runzeln im , Wallen- 
stein', welche Sie Herrn Frommann und seiner Maschine 
ift Schuld geben, kommen vom Binden her und lassen sich 

vermeiden, wie ich angeben will. 4 
An Schüler. — Br. 15, 97, 19—24. 

1805. 

Mai 1, Weimar. — s. 1, 63, 19. 29 f.* 3953 

20 1806. 

Februar 24, Weimar. — ß. Nr. 643 (1, 288). 3953a 

October 24, Weimar. — s. 1, 136, 30—137, 3. 3953b 

December 9, Weimar. — s. 1, 140, 2. 3953 o 

1807. 

26 Marz 13, | Weimftr _ ß Nr ^ 91 (1 u{) 3^3^ e 

Mai 7, J 

1808. 

August 7, Karlsbad — s. Nr. 92 (1, 65). 3953 f 

1 Für Band 7 der ,Neuen Schriften', darunter die 210, 4 — 12 ge- 
80 nannte Handschrift der Theaterreden 1 — 6. 

1 1. Weissagungen des Batris. 2. Vier Jahreszeiten, 3. Theaterreden. 

8 Band 7 der »Neuen Schriften 4 . 

4 Die übrigen auf Band 7 der ,Neuen Schriften* bezüglichen 
Stellen s. in Theil m (die Lyrischen Dichtungen): Br. 15, 111, 
36 15f. 137, 20—22. 16, 51, 21—24. 

6 Nr. 3953— 3953 f. beziehen sich auf Theaterrede 1—6. 



1827 



THEATERREDE 1. 2. 



215 



Februar 19, Weimar. 3956 

[Früh] Revidirte den 6. Band 1 meiner Werke [Cotta 8 ], 

besonders ,Was wir bringen* und die »Prologen*. . . . 

Die Absendung der nächsten Sammlung 8 durchgedacht. 

ß Tgb. 11,23, 11 f. 17—19. 

März 12, 1 ^ 

A ril £ I Weimar - ~ * Nr - 26L 262 ( l > 151t )' 

September 18, Weimar. — s. 1, 47, 17—20. 48, 3—5. 3956c 



3956 a. b 



10 Sw20,} Weimftr - 

October 25, 

Ootober 25, 

November 1, 
15 November 8, 



1828. 

8. Nr. 66. 67 (1, 48). 



3956d.e 



Weimar. — ß. Nr. 2020-2023 (2, 6251). 3956f— i 



20 



2. Prolog, 1791 October 1. 

Handschriften: 1. Eigenhändige Niederschrift, Überschrift »Prolog'; 
im Goethe- und Schiller-Archiv. 

2. Abschrift von Schreiberhand, mit eigenhändigen Ver- 
besserungen Goethes, Überschrift »Prolog, gesprochen den 
1. October 1791' ; an zweiter Stelle in der 210, 4 — 12 genannten 
Handschrift. (Wegen einer später überklebten Abschrift von 
Vers 31—40 vgL W. 13 (2), 223. 225.) 

Erster Druck: 1792, im »Theater-Kalender auf das Jahr 1792', 
25 Gotha, C. W. Ettinger, S. 346t, unter dem Titel »Prolog. 

Von Madame Gatto gesprochen den 1. October 1791. auf 
dem Hoftheater zu Weimar', unterzeichnet „G .- . ." 

Zweiter Druck: 1800, Neue Schriften 7, 362—364, unter dem Titel 
,Prolog. Gesprochen den 1. October 1791', ab zweites Gedicht 
in der Gruppe ,Theaterreden, gehalten zu Weimar 4 . (Vgl, 
210, 23 f.) 

Dritter Druck: 1808, Werke Cotta 1 9,421t; das Übrige wie in 
Druck 2. 



30 



1 In der ursprünglichen Eintheilung (s. 1,30,2 — 8); sein Inhalt 
86 wurde spater endgültig in Band 7 und 11 vertheilt 

* Band 6—10 in der ursprünglichen Eintheilung (s. 1, 30, 2—28). 



216 THEATERREDE 2. 3. 1799 

[2. Prolog, 1701 October 1.] 

Vierter Druck: 1816, Werke Cotta* 5,427 t; das Übrige wie in 

Druck 2. 
Fünfter Druck: 1817, Werke Cotta 8 (Ergänzungsband, vgL 1, 4, 

17—25) 14, 27 f.; das Übrige wie in Druck 2. 6 

Sechster Druck: 1828, Werke Cotta 3 11,3531; das Übrige wie in 

Druck 2. 
Weimarer Ausgabe: 1894, W. 13 (1), 157 f. und 1901, W. 13 (2), 225, 

als zweites Gedicht in der Gruppe »Theaterreden*. 



^OO. io 

August 9, Weimar. — s. Nr. 3948. 3956k 

1800. 

März 24, [Weimar.] — s. Nr. 3949. 39561 

April 2, \ 

April 10, i Weimar. — s. Nr. 3950—3952.« 3956m— 6 15 



August 12, J 



3. Epilog, 1791 December 31. 

Handschriften: 1. Niederschrift des Fräuleins L. v. Göchhausen, 
nach Goethes Dictat, Vers 51. 52 (Schluß) von Goethe selbst 
hinzugefügt, ebenso die Überschrift »Epilog gesprochen von so 
MslL Neumann d. 31. Deo. 1791* ; von Goethe durch verbessert. 
Im Goethe- und Schiller-Archiv. 

2. Abschrift von Schreiberhand, mit eigenhändigen Ver- 
besserungen Goethes, Überschrift »Epilog, gesprochen von 
Demoiselle Neumann, in der Mitte von vielen Kindern, den 25 
letzten December 1792* (irrig statt 1791), dieser falschen 
Jahreszahl entsprechend an vierter, statt dritter, Stelle in 
der 210, 4 — 12 genannten Handsohrift. 

Erster Druck: 1792, in der »Deutschen Monatsschrift. 1792. März. 
Berlin, bei Friedrich Vieweg dem älteren', S. 251 f., unter so 
dem Titel «Epilog gesprochen von Mademoiselle Neumann. 
Weimar den 31. December 1791', unterzeichnet „Göthe". 

1 — 1791 October 1: Theaterrede 2 wird, zur Eröffnung der Winter- 
spielzeit, von Frau Gatto gesprochen; es folgt das Schauspiel 
»Die Strelitzen' von Babo. 86 

* — 1806—1828: Wegen dieser Jahre vgl den Text zu Theater- 
rede 1 (Nr. 3953— 3956 i). 



1793 THEATERREDE 3. 217 

[8. Epilog, 1701 Deoember 31.] 

Zweiter Druck: 1800, Neue Schriften 7, 369—372, unter dem Titel 

»Epilog. Gesprochen von Demoiselle Neumann, in der Mitte 

von vielen Kindern. Den letzten Deoember 1792* (statt 

6 1791), ab viertes (statt drittes) Gedicht in der Gruppe 

»Theaterreden, gehalten zu Weimar". (Vgl 210, 23 f.) 

Dritter Druck: 1808, Werke Cotta 1 9, 425 f.; das Übrige wie in 
Druck 2. 

Vierter Druck: 1816, Werke Cotta 8 5, 431 f.; das Übrige wie in 
io Druck 2. 

Fünfter Druck: 1817, Werke Cotta 1 (Ergänzungsband, vgl 1, 4, 
17—26) 14, 31 f. ; das Übrige wie in Druck 2. 

Sechster Druck: 1828, Werke Cotta 8 11, 357—369; das Übrige wie 
in Druck 2. 

16 Weimarer Ausgabe: 1894, W. 13 (1), 159 f. und 1901, W. 13 (2), 
226 f., mit berichtigter Jahreszahl, als drittes Gedicht in 
der Gruppe »Theaterreden'. 



April 27, Weimar. — s. Nr. 3947. 3966p 

so 1798. 

][Juni 12. 13, Jena.] 3957 

wie sprach ich so gerne zum Volk die rührenden Reden, 
Die du, voller Gehalt, kindlichen Lippen vertraut! 2 
Elegie ,Euphrosyne' Vers 99. 100. — W. 1, 284. 



u x — 1791 Deoember 31: Theaterrede 3 wird zum Jahresschluß von 
Christiane Neumann gesprochen, vorher die Oper ,Die Eifer- 
sucht auf der Probe* von Anfossi. 

8 Nach G. v. Loeper (Gedichte GvL. 1,427) und Düntzer: Er- 
läuterungen 24, 184 Anm. *** sollen die „Reden" eich all- 

so gemein auf die von Christiane Neumann dargestellten drama- 
tischen Bollen beziehen. Abgesehen davon, daß es gesuoht 
wäre, die 1, 231, 27—30 genannten Bollen und andere als „Beden" 
zu bezeichnen, und davon, daß Goethe das dramatische Taleat 
der Schauspielerin in den auf ihre Darstellung des „Arthur" 

85 bezüglichen Versen der Elegie und in Vers 101. 102 feiert, so 
scheint mir der Ausdruck „zum Volk", d. h. zum Publicum, 
keinen Zweifel zu lassen, daß unter den „Beden" gerade die 



1793 THEATERREDE 4. 5. 219 

April 27, Weimar. — s. Nr, 3947, 3967 f 

1798. 

][Juni 12. 13, Jena.] — s. Nr. 3967. 3967 g 

6 1799. 

August 9, Weimar. — s. Nr. 3948. 3967 h 

1800. 

März 24, [Weimar.] — s. Nr. 3949. 3967 i 

April 2, 1 
10 April 10, l Weimar. — s. Nr. 3960—3962.* 3967k— m 

August 12, 1 



5. Prolog, 1793 October 15. 

Handschriften: Absohrift von Schreiberhand, mit eigenhändigen 
Verbesserungen Goethes, Überschrift »Prolog zu dem Schau- 
16 spiel Der Krieg, von Goldoni. gesprochen den 16. October 

1793«, an fünfter Stelle in der 210, 4—12 genannten Hand- 
schrift. 

Erster Druck: 1793, im »Journal des Luxus und der Moden', No- 
vember, S. 681; ohne Titel und Verfassernamen. 

20 Zweiter Druck: 1800, Neue Schriften 7, 373—376, unter dem Titel 
,Prolog zu dem Schauspiel der Krieg, von Goldoni. Ge- 
sprochen von Madame Becker, geb. Neumann. Den 16. Oc- 
tober 1793% als fünftes Gedicht der Gruppe »Theaterreden, 
gehalten zu Weimar 4 . (Vgl 210, 23 f.) 

25 Dritter Druck: 1808, Werke Cotta 1 9, 427 f.; das Übrige wie in 
Druck 2. 



1 — 1792 Juni 11: Theaterrede 4 wird zum Schluß der Spielzeit 
in Weimar gesprochen (vorher Jüngers Lustspiel ,Das Ehepaar 
aus der Provinz*) ; nach Burkhardt I S. 6 wurde der Epilog von 
so Christiane Neumann gesprochen (Theaterzettel fehlt in der 
Sammlung der Großherzoglichen Bibliothek zu Weimar), nach 
der 218, 13 genannten Abschrift soll ihn Frau Mattstedt ge- 
sprochen haben. 
* _ 1806—1828: Wegen dieser Jahre vgl den Text zu Theater- 
85 rede 1 (Nr. 3953—39561). 



y 



220 THEATERREDE 5. 6. 1798 

[5. Prolog, 1703 October 15.] 

Vierter Druck: 1816, Werke Cotta* 5.433 t; das Übrige wie in 
Druck 2. 

Fünfter Druck: 1817, Werke Cotta 1 (Ergänzungsband, vgl 1, 4, 
17—25) 14, 33f ; das Übrige wie in Druck 2. 5 

Sechster Druck: 1828, Werke Cotta 8 11, 360—362; das Übrige wie 
in Druck 2. 

Weimarer Ausgabe: 1894, W. 13(1), 163t und 1901, W. 13 (2), 
227 t, als fünftes Gedicht in der Gruppe »Theaterreden'. 



*1798. 10 

][Juni 12. 13, Jena.] — s. Nr. 3957. 3957n 

1709. 

August 9, Weimar. — s. Nr. 3948. 3957 o 

1800. 

März 24, [Weimar.] — s. Nr. 3949. 3957 p 16 
April 2, 1 

April 10, l Weimar. — s. Nr. 3950—3952.» 3957 q— s 
August 12, 1 



6* Prolor, 1794 October 7. 

Handschriften: 1. Eigenhändige Niederschrift, ohne Überschrift; 20 
aus Franz Liszts Nachlaß, im Goethe- und Schiller-Archiv. 
2. Abschrift von Schreiberhand, mit eigenhändigen Ver- 
besserungen Goethes, Überschrift »Prolog zum Lustspiel [ !] A 1 1 e 
und neue Zeit, von Inland. Gesprochen von Madame 
Becker, geb. Neumann, im Charakter des Jakob. Den 6. [!] 26 
October 1794', an sechster (letzter) Stelle in der 210, 4—12 
genannten Handschrift 



1 — 1793 October 15: Theaterrede 5 wird von Christiane Becker, 
geb. Neumann, gesprochen, es folgt Goldonis Lustspiel ,Der 
Krieg 1 ; beides hatte ursprünglich die Winterspielzeit eröffnen 80 
sollen (am 10., vgl Tgb. 2, 31, 3). Auf dem Theaterzettel ist 
Goethe als Verfasser des Prologs nicht genannt. 

1 — 1805—1828: Wegen dieser Jahre vgL den Text zu Theater- 
rede 1 (Nr. 3953— 3956i). 



1798 THEATERREDE 6. 221 

[6. Prolog, 1794 October 7.] 

Erster Druck: 1795, im »Musen- Almanach für das Jahr 1796. 
Herausgegeben von Schiller. Neustrelitz, bei dem Hofbuch- 
händler Michaelis' S. 141 — 143, unter dem Titel »Prolog zu 
5 dem Schauspiele: Alte und neue Zeit bei der Wiedereröfnung 

des Weimarischen Theaters 1794% unterzeichnet „Göthe" 
(zwischen Schillers Gedichten „Die Ideale 4 und ,Der Kauf- 
mann 4 ). 

Zweiter Druck: 1800, Neue Schriften 7, 377—380, unter dem 220, 

10 23 — 26 angeführten Titel, ab sechstes (letztes) Gedicht der 

Gruppe »Theaterreden, gehalten zu Weimar 4 . (Vgl 210, 23 f.) 

Dritter Druck: 1808, Werke Cotta 1 9, 429 f.; das Übrige wie in 
Druck 2. 

Vierter Druck: 1816, Werke Cotta 8 5, 435 f.; das Übrige wie in 
16 Druck 2. 

Fünfter Druck: 1817, Werke Cotta 1 (Ergänzungsband, vgL 1, 4, 
17—25) 14, 35 t ; das Übrige wie in Druck 2. 

Sechster Druck: 1828, Werke Cotta 8 11, 363—365; das Übrige wie 
in Druck 2. 

20 Weimarer Ausgabe: 1894, W. 13(1), 166 f. und 1901, W. 13 (2), 
228 f., als sechstes Gedicht in der Gruppe ,Theaterreden 4 . 



][Juni 12. 13, Jena.] - s. Nr. 3957. 3957t 

1799. 

25 August 9, Weimar. — s. Nr. 3948. 3957 u 

1800. 

März 24, [Weimar.] - s. Nr. 3949. 3957 v 



1 — 1794 October 7: Theaterrede 6 wird, zur Eröffnung der 

Weimarer Winterspielzeit, von Christiane Becker, geb. Neumann, 

30 gesprochen, es folgt Inlands Schauspiel »Alte und neue Zeit'; auf 

dem Theaterzettel ist Goethe als Verfasser des Prologs nicht 

genannt. 

— 1794 December 20: „Schumann liquidirt f ür . .- ; 1 Bogen 
»Prolog 4 . . " (Burkhardt II S. 6), wahrscheinlich Theaterrede 6, 

36 etwa als Manuscript für Druck 1 bestimmt? 

— 1795 Mai und Juni 11: VgL Br. 10, 261, 15f. 266, lOf. 

— 1796 Januar 20: VgL Br. 11, 6, 8—10. 



1802 THEATERREDE 8. 223 

[8> Prolog, 1802 September 26.] 

2. Eigenhändige Änderung von Vers 60. 61 unter den bei 
,Was wir bringen' I unter Handschrift 2 genannten flüch- 
tigen Entwürfen. 
5 3. Eigenhändige Änderung von Vers 60. 61 in einem 

Exemplar von Druck 3, das als Vorlage für Druck 4 diente. 
Im Archiv der Cottaschen Verlags-Buchhandlung in Stuttgart 

Erster Druck: 1802, am Schluß des ersten Drucks von »Was wir 
bringen. Vorspiel, bey Eröffnung des neuen Schauspielhauses 
10 zu Lauchstadt. Von Göthe. Tübingen, in der J. G. Gotta- 

schen Buchhandlung. 1802% S. 77—80, unter dem Titel 
»Prolog, bey Wiederholung des Vorspiels in Weimar*. 

Zweiter Druck: 1808, Werke Cotta 1 9, 374—376, nach ,Was wir 
bringen* I, Titel wie in Druck 1. 

15 Dritter Druck: 1816, Werke Cotta 2 5, 398—400; das Übrige wie 
in Druck 2. 

Vierter Druck: 1828, Werke Cotta 8 11,322—324; das Übrige wie 
in Druck 2. 

Weimarer Ausgabe: 1894, W. 13 (1), 89—91 und 1901, W. 13 (2), 
20 164 — 166; das Übrige wie in Druck 2. 



1802. 

1 September 28, Weimar. 3961 

Zugleich sende ich einen ,Prolog', 9 der bei Wieder- 
holung des Vorspiels [,Was wir bringen* I] in Weimar 
25 gehalten worden, um denselben am Ende des gedachten 
Vorspiels mit abdrucken zu lassen. 
Ferner finden Sie eine Anzeige für die »Allgemeine 

Zeitung* . . 8 

An Cotta. — Br. 16, 122, 23—123, 4. 



30 i — September 25: Theaterrede 8 wird, zur Eröffnung der Winter- 
spielzeit in Weimar, von Becker gesprochen ; auf dem Theater- 
zettel ist Goethe als Verfasser nicht genannt; es folgte: 1.- das 
Lustspiel ,Die Versuchung', nach dem Französischen, von 
F. L. W. Meyer, 2. Anetten mit Guitarrebegleitung, vorgetragen 

35 von Ehlers, 3. ,Was wir bringen* L 

* Vorlage für Druok 1. 

* s. Nr. 4477 



224 THEATERREDE 8. 9. 1802 

September 28, Weimar. 3982 

[Sendung und Brief] An Hn Cotta [Nr. 3961], .Prolog* 
nnd Anzeicft in die .Allgemeine Zeituiur'. 1 



1806 THEATERREDE 9. 225 

[9. Epilog su Schillers »Glocke*. Erster Druck. 2.] 

1810 Mai 25, Nr. 125, im Anschluß an eine Beschreibung 
von „Schillers Gedachtnißfeier in Weimar" 1810 Mai 9. 
3. 1816, die neugedichteten Strophen 6 und 13 im Ab- 
5 druck der endgültigen Fassung des ganzen Gedichts, an 

dem Z. 10 — 15 genannten Ort. 

Zweiter Druck: 1808, Werke Cotta 1 8, 351—356, die 224, 7 ge- 
nannten 10 Strophen, unter dem Titel »Epilog zu Schillers 
Glocke 4 ; vor Strophe 1 die Z. 20 f. genannten Verse. 

10 Dritter (für Strophe 6. 12 und 13 zweiter) Druck: 1816, das Ganze, 
13 Strophen, in der endgültigen Fassung, unter dem Titel 
«Epilog zu Schillers Glocke. Wiederholt und erneut bey der 
Vorstellung am 10. May 1815% im »Morgenblatt für gebildete 
Stande* 1816 März 13, Nr. 63; vor Strophe 1 die Z. 20 f. 

15 genannten Verse. 

Vierter Druck: 1817, Werke Cotta* 9,395—401; das Übrige wie 
in Druck 3. 

Fünfter Druck: 1817, Werke Cotta 1 (Ergänzungsband, vgL 1, 4, 
17—25) 14, 217—223, unter dem Z. 12f. genannten Titel, 
20 unter diesem (nicht vor Strophe 1) die Verse: „Freude . . 

Geläute!" (vgl 224, 29f.) 

Sechster Druck: 1828, Werke Cotta 8 13, 167—173; das Übrige wie 
in Druck 5. 

Weimarer Ausgabe: 1894, W. 16, 163—168 und 433—435; das 
25 Übrige wie in Druck 5. 



Theaterrede 9 wurde gesprochen: 

4. [1806] Juli 26 in Lauchsttdt. 

5. 1810 Mal 9 in Weimar. 

6. 1815 Mai 10 In Weimar. 



1. 1805 August 10 in Lauchst&dfc. 

2. „ August 19 in Lauchstadt. 
8. 1806 Mai 10 in Weimar. 



so 1805. 

Juli 22, Lauchstädt. — s. 3, 64, 7 t 3962 a 

Juli 22, Lauchstadt. 3963 

.......... |_JNr. ooOö.J 

Ich gedenke, in dieser Zeit die Schillerische , Glocke* 

85 dramatisch aufzuführen; was könnte das nicht durch 

Ihre Beihülfe werden! Kommen Sie ja! 

An Zelter. — Br. 19, 28, 6—8. 

Graf, Goethe aber s. Dichtungen T. II, B. 4. 15 



j 



226 THEATERREDE 9. 1805 

Juli 31, Lauohstädt. 3964 

Ein so eben entstandenes Gedicht 1 sende eilig für den 

Damen-Calender. Ich wünsche, daß es, gerade wie es 

geschrieben ist, auf vier Blätter abgedruckt und, wie man 

es mit Dedicationen zu thun pflegt, dem Calender vor- 5 

gesetzt werde. 2 

An Cotta. — Br. 19, 28, 9—13. 

] [August Anfang, Lauchstadt] — s. 3, 543, 21— 25. 8 3965 

August 12, Lauohstädt. — s. Nr. 2215 (3, 64). 3965 a 

August 12, Lauohstädt. 3966 10 

Mein Brief vom 31. Juli 4 wird Ihnen den ,Epilog* 
gebracht haben. . . . 

Die dramatische Aufführung der ,61ocke ( hat sehr 
gute Wirkung gethan und durchaus die Erwartung des 
Publicums übertroffen. 6 is 

An Cotta. — Br. 19, 41, 19—24. 



1 Die 224, 7 genannten 10 Strophen. 

* Das geschah, vgL 224, 18—22 und Schiller-Cotta S. 514 Anm. 2. 

* — August 4: VgL Goethe an Zelter (Br. 19, 30, 5—31, 6). 

— August 8: F. A. Wolf an Goethe (GJ. 27, 34). 20 

— August [9]: Vgl. Goethe an den Herzog Karl August 
(Br. 19, 35, 27—36, 5). 

— August 10: Gedachtnißfeier für Schiller im Lauohstadter 
Theater durch Aufführung von: 1. »Maria Stuart* Aot IH — V, 

2. Schillers ,Lied von der Glocke*, 3. Goethes Epilog, gesprochen 25 
von Amalia Wolff. Der Theaterzettel bemerkt : „Schillers Lied 
von der Glocke, zu dessen Andenken dramatisch aufgeführt: 
mit einem Epilog von Goethe. Die sammtlichen Weimarisohen 
Hofschauspieler nehmen Theil an der Feier. Der Schauplatz 
des Gießers Werkstatt". VgL Genast 1, 158, Wolff S. 32 f. Daß so 
Genaste Angabe: »Maria Stuart 4 habe den Schluß der Feier ge- 
bildet, unrichtig ist (der selbe Fehler bei Burkhardt I S. 56), 
beweist der Theaterzettel, mit dem Wolffs Bericht übereinstimmt. 

— August 12: Vgl. Goethe an Charl. v. Stein und an J. H. 
Meyer (Br. 19, 37, 11—15. 39, 4—7). ss 

* s. Nr. 3964. 

* VgL Z. 39— 227,21. 

— August 14, Riemer an Frommann: über die Aufführung 
der »Glocke*; „Der Beifall und die Rührung zeigten sich durch 



1805 THEATERREDE 9. 227 

October 12, Jena. 3967 

Vor allen Dingen ersuche ich Sie um eine gefallige 
Anzeige, wie weit Sie mit der Musik zur , Glocke* ge- 
kommen. Ich mochte sie auf die alte Weise 1 nicht 

5 geben, weil man durch eine erste Aufführung ein Stück 
für immer constituirt, und das Publicum nachher auch 
selbst das Bessere nicht aufnehmen mag. Indessen ist 
freilich die Zeit vergangen, und der, Prolog" erscheint 
wahrscheinlich eher gedruckt, als ich ihn bei uns reci- 

10 tiren lasse. Indessen hat auch das so viel nicht zu 

sagen, wenn es nur nicht gar zu spät wird. Sagen Sie 

mir daher doch bald, was ich zu hoffen habe? 8 
An Zelter. — Br. 19, 68, 6—17. 
November 18, Weimar. — s. Nr. 3864. 3967 a 

15 1806. 

♦Februar 24, Weimar. 3968 

An den Damen-Calender will ich denken. Vielleicht 
bring 9 ich wieder irgend so etwas zum Eingange wie 
vor dem Jahre. 5 
20 An Cotta. — Br. 19, 106, 26—28. 

eine außerordentliche Stille am Schloß des Ganzen" (Riemer- 
Frommann S. 75). 

— August 19: Im Lauchstädter Theater werden aufgeführt: 
1. ,Der Parasit*, in Schillers Bearbeitung, 2. das »Lied von der 

25 Glocke 4 , 3. Goethes Epilog, gesprochen von Amalia Wolff. Nach 
Burkhardt I S. 56 (wo die Reihenfolge, wie unter August 10, 
unrichtig angegeben ist) folgte auf den Epilog noch ein „Lied" ( ?). 
Auf dem Theaterzettel heißt es: „Zum Beschluß Auf Verlangen 
Schillers Lied von der Glocke mit einem Epilog von Goethe, 

so von sammtlichen Weimarischen Hofschauspielern dramatisch 
aufgeführt. Der Schauplatz des Gießers Werkstatt." 

— September 28: Unter diesem Tage verzeichnet Cottas Honorar- 
Conto für Goethe: „8 Seiten Damen-Calender für 1806. . . . 
Rth. 18. 8" (Schiller-Cotta S. 691); vgl 224, 19—21. 

35 * Wie in Lauchstadt, vgl Z. 23. 28—31. 

8 Wegen der auffallenden Bezeichnung der Theaterrede 9 als 
„Prolog", statt „Epilog" (ich halte für keineswegs ausgeschlossen, 
daß ein Dictir-, oder Hör-Fehler vorliegt) vgl. Morris 1, 340. 
8 — October 22: Kirms an Böttiger (GJ. 6, 434 f.). 
40 * — Januar 5: VgL Goethe an Zeiter (Br. 19, 94, 6—16). 

5 d. h. 1805, vgL Nr. 3964; daß Goethe hier Theaterrede 9 meint, 
beweist auch der Ausdruck „zum Eingänge", vgL 226, 4 — 6. 
(Im Register Br. 30, 193 fehlt die Stelle.) 

15* 



228 



THEATERREDE 9. 



1806 



Februar 24, Weimar. — s. Nr. 543 (1, 288). 

März 1, ] 

TMarz 8, | Weimar. — s. Nr. 830—832 (1,436 t). 

April 27, j 

Mai 10, Weimar. 

[Abends] Vorstellung von der flocke'. 1 
Tgb. 3, 127, 26f. 

August 18, Jena. — 8. 1, 135, 8 — 10. 
August 19, Jena. — s. 1, 136, 17—19. 
October 24, Weimar. — s. 1, 136, 27 f. 
Ootober 26, Weimar. — s. 1, 137, 30f. 
October 27, Weimar. — s. 1, 139, 2—8. 



3968 a 
3968 b— d 

3969 6 



3969a 
3969 b 
3969c 10 
3969d 
3969e 



August 30, Karlsbad. 
December 16, Jena. — 



1807. 

— s. Nr. 224 (1, 140). 
s. Nr. 225 (1, 140). 



3969 f 
3969g 15 



1808. 

August 7, Karlsbad. — s. Nr. 92 (1, 65). 



3969h 



1810. 

April 10, Jena, 3970 

Zum neunten Mai, als zu Schillers Todestag, der 20 
gerade auf einen Mittwoch fällt, wünschte ich ein 
Oedächtnißfest. In vier oder fünf Abtheilungen würden 
Scenen aus , Wallenstein' , der ,Jungfrau von Orleans', 
der ,Braut von Messina', ,Maria Stuart' und ,Tell' ge- 
geben. Die »Glocke* machte den Schluß. Meine früheren 25 
Stanzen, denen ich noch einige zufügen würde, 2 würden 
zuletzt recitirt. Ich wünschte hierüber Herrn Genasts 



1 Vorher ging ,Wallensteins Tod* Aot II— IV, den Schluß büdete 
Theaterrede 9, gesprochen von Amalia Wolff, und (nach Burk- 
hardt I S. 59) ein „Chorgesang" (von Zelter componirtT). VgL 30 
Genast 1, 159 f. 

— Juli 26: In Lauchstadt werden aufgeführt: 1. Goethes 
,Iphigenie auf Tauris', 2. das ,Lied von der Glocke', 3. Theater- 
rede 9, gesprochen von Amalia Wolff. 

* VgL Nr. 3971. 3972. »6 



1810 THEATERREDE 9. 229 

[April 10, Jena.] [8070] 

Gedanken und nähere Vorschläge zu vernehmen. Es 

kann eine vortreffliche Repräsentation werden, die sehr 

viel Menschen anzieht und erfreut. 
5 An d. Hoftheater-Commission. — Br. 21, 226, 13—24. 

April 22, Jena. 3971 

[Früh] An den Stanzen. 1 
Tgb. 4, 112, 1. 

April 23, Jena. 3972 

io Früh an den Stanzen. 9 
Tgb. 4, 112, 9. 

Mai 11, Jena. 3973 

[Nachmittags] Cotta. Mit demselben das Nöthige be- 
sprochen. 8 
16 Tgb. 4, 117, 24 f. 

Mai 15, Jena. 3974 

[Früh Brief] An die Redaction des ,Morgen- 
blattes' nach Stuttgart mit den Stanzen. 4 
Tgb. 4,118,27—119,1. 

so 1812. 

November 12, Jena. — s. 1,9, 27 f. 3975 

1813. 

Juni 26 und 27, Teplitz. 3976 

Kupferstecher Müller erinnert bei mir eine Unter- 

25 schrift unter das von Jagemann gezeichnete Schillersche 

Todtenbild. Die Sache verhält sich folgender Maßen: 



1 Strophe 11 umgearbeitet, Strophe 12 neu, vgl. 224, 13 — 17, sowie 
Nr. 3972. 

2 Vgl Nr. 3971. 

so — Mai 10: Gedächtnisfeier für Schiller in Weimar, es wurden 
aufgeführt: 1. Scenen aus der »Jungfrau von Orleans', »Wilhelm 
Teil', , Braut von Messina' (vgl Nr. 3970 und Genast 1, 175), 
2. das ,Lied von der Glocke', 3. Theaterrede 9 (Strophe 11 ver- 
ändert, Strophe 12 neu, vgl. Z. 27 f.), gesprochen von Amalia 

«6 Wolff ; vgl GJ. 28, 245. 

* Wegen des 224, 31—225, 3 genannten Druckes; vgl Nr. 3974. 

* VgL Nr. 3973. 



230 THEATERREDE 9. 1813 

[Juni 26 und 27, Teplits.] [3976 

Ich wollte dazu die beiden letzten Stanzen aus dem 
»Epilog zu der Glocke* geben; allein nicht so, wie sie 
gedruckt sind, 1 sondern wie sie Madame Wolff bei 
Wiederholung der Vorstellung gesprochen hat. 2 Nun * 
findet sich aber die beliebte Veränderung, die mehr 
in's Allgemeine ging und diese Rede etwas grandioser 
schloß, weder unter meinen Papieren noch beim Theater. 
Um den guten Müller zu befriedigen, möchte ich folgen- 
den Vorschlag thun. Du sagtest Riemern die Sache, "> 
er sähe die beiden Stanzen an und spräche mit Ma- 
dame Wolff. Vielleicht findet sie die Veränderung noch 
in ihrem Oedächtniß. Wäre das nicht, so gab 9 Riemer 
dem Schlüsse wohl selbst noch einen Schwung: denn, 
wie er hier steht, so bezieht er sich auf das, was das " 
Publicum für Schillers Kinder thun sollte, welches jetzt 
weder Zweck noch Bedeutung mehr bat. 

[Juni 27.] So eben fällt mir der Schluß ein von jenen 
Stanzen zu Schillers Andenken. 

Denn was dem Mann das Leben 20 

{wird I 
„ > ganz die Nachwelt geben. 

Ersuche Riemer und Madame Wolff nun das Beste zu 
fernerer Ergänzung zu thun. 8 

An seinen Sohn. — Br. 23, 388, 14—389, 6. 14—19. ts 

1 d. h. Strophe 10 und 11 (ursprünglich 9 und 10) in der ersten 
Fassung in Druck 1. 

2 1810 Mai 9, Strophe 11 (verändert) und 12, deren Schluß Goethe 
unten, Z. 20 f., angibt; daß diese beiden Strophen inzwischen 
schon gedruckt waren (vgl 224, 31 f.), war Goethen im Augen- so 
blick nicht gegenwärtig. 

3 Ist der Müllersohe Stich nach Jagemanns Kreidezeichnung mit 
den Versen aus dem »Epilog* erschienen? 

— 1814 März 28: Zelter an Goethe (G. -Zelter 2, 106). 

— 1814 October 22: Goethe unterhalt sioh mit K. C. v/Leon- 35 
hard in Hanau über eine daselbst gewünschte Aulführung von 
Schillers »Glocke', vgl. Leonhard 1, 447, Gespräche 3, 164, sowie 
unten Nr. 3977. 3978. 



1815 THEATERREDE 9. 231 

1815. 

Januar 11, Weimar. 3977 

Die Abschrift der dramatisirten , Glocke', nebst An- 
leitung zur Vorstellung, x werden Sie gefälligst erwägen, 
s Man denkt auf den deutschen Theatern zu Ifflands 
Geburtstag im April Vorstellungen zu seinem Andenken 
zu geben. 8 Meine Absicht ist, Schillers Andenken an 
gleichem Tage zu erneuern, und dieß kann gar schicklich 
durch die »Glocke* geschehen. Vielleicht veranstalten Die- 

10 selben in Hanau etwas Ähnliches. 8 

An K. C. v. Leonhard. — Br. 25, 146, 15—22. 

Januar 14, Weimar. 3978 

Auf Verlangen werde gern auch wegen dem Arrange- 
ment des Theaters und wegen des ,Epilogs' das Nähere 

16 mittheilen. 4 

An K. C. v. Leonhard. — Br. 25, 151, 10—12. 
Februar 20, Weimar. — b. 1, 13, 7f. 3979 

][ April Ende oder Mai Anfang, Weimar.] 6 3980 

[1,389,14—19.—] 

20 Sodann bring* ich die Feier zu Ifflands und Schillers 

1 Beides legte Goethe seinem Briefe von Januar 14 bei (vgl. 

Nr. 3978 und Br. 25, 147, 17—151, 12). 
8 Vgl Anhang II : 1. Iffland. 

* Vgl Z. 25 f. und 230, 35—37. 

26 * Vgl. Nr. 3977. Die Aufführung kam nicht zu Stande (vgl. 
Leonhard 1, 458 Anm.). 

* Das fehlende Datum ist in Br. 25, 328 mit „17. Mai" ergänzt; 
daß dieees Datum aber nur für den Schluß des Briefes gelten 
kann (und für die Absendung, vgl Tgb. 5, 161, 7 f.)» daß &Ues 

30 vor dem Trenn-Strich Stehende, d. h. der weitaus größte Theil 
des Briefes, schon Ende April oder Anfang Mai verfaßt sein 
muß, beweisen 1. die Worte „Als ich diese Blätter gleich nach 
Empfang Deines lieben Briefs anfing" (Br. 25, 333, 19 f.) : der hier 
gemeinte Brief Zelters, dessen letzte Absätze von April 22 datirt 

35 sind, kam April 29 in Weimar an (vgl Tgb. 5, 159, 4 f.); 2. die 
Worte „auf den 10. Mai angeordnet" (232, 2). Vielleicht ist 
das „gleich nach Empfang'* nicht streng wörtlich zu nehmen 
und der hier in Bede stehende Theil des Briefes Mai 7 ent- 
standen (vgL Nr. 3981). Hiernach ist das Datum 1, 389, 1 zu 

40 ändern. 



232 THEATERREDE 9. 1815 

] [April Ende oder Mai Anfang, Weimar.] [3980] 

Andenken, wie sie bei uns auf den 10. Mai angeordnet 
ist, zur Sprache. 1 

An Zelter. — Br. 25, 329, 26—28. 

Mai 7, Weimar. 3981 5 

[Sendung?] An Zelter. »Glocke*, Supplement. 3 
Tgb. 5, 160, 9. 

Mai 9, Weimar. 3982 

[Nachmittags?] Probe der , Glocke*. 

Tgb. 5, 160, 14. 10 

Mai 10, Weimar. 3983 

[Abends] Aufführung zu Schillers und Ifflands An- 
denken. 8 

Tgb. 5, 160, 15. 
][Mai zwischen 10 and 20, Weimar.] 4 3984 15 

Weimar, den 10. Mai 1815. 
In diesen letzten Wochen erinnerte man sich all- 
gemein zweier abgeschiedenen vortrefflichen Männer, 



1 In den unter Nr. 3984 und Nr. 4639 mitgetheilten Aufsätzen. 

2 Die neu gedichteten Strophen 6 und 13? Die Deutung des Ver- 20 
merks ist schwierig; vielleicht sind die Worte „An Zelter 4 ' auf 
den Mai 17 abgesandten Brief zu beziehen (wie es Carl Alt, 
Br. 25, 425 gethan hat), in dem aber vom »Epilog zur Glocke* 
gar keine Bede ist; dann stünden die Worte „, Glocke', Supple- 
ment" in gar keinem Zusammenhang mit „An Zelter" und 26 
könnten etwa auf die Arbeit an Strophe 6 und 13 bezogen 
werden. Übrigens vgL 231, 36—39. 

3 Und zwar 1. Inlands Lustspiel »Die Hagestolzen* Act IV und V, 
2. Peucer- Goethes Nachspiel dazu, 3. das ,Iied von der Glocke', 

4. Theaterrede 9 (mit den neu gedichteten Strophen 6 und 13), so 
gesprochen von Amalia Wolff. Vgl. Nr. 3984, ferner Genast 
1, 238, Wolff S. 85. 
* Der Aufsatz soll nach W. 40, 410 und WK. 30, 790 schon Mai 4 
entstanden sein, offenbar weil Goethe unter diesem Datum in 
seinem Tagebuche vermerkt: „Karlen dictirt bezüglich aufs 35 
Nachspiel zu den »Hagestolzen', für's »Morgenblatt'" (Tgb. 5, 
159, 23 f.); dieser Vermerk muß sich jedoch auf den in Nr. 4639 
mitgetheilten Aufsatz Ȇber die Entstehung des Festspiels zu 
Ifflands Andenken' beziehen, da Goethe unmöglich am 4. schon 
als geschehen beschreiben kann, was erst am 10. Statt fand. 40 



1815 THEATERREDE 9. 233 



] [Mai zwischen 10 and 20, Weimar.] [3084] 

welchen das deutsche Theater unendlich viel verdankt, 
deren bedeutende Verdienste noch dadurch erhöht werden, 
daß sie von Jugend auf in dem besten Vernehmen eine 
6 Kunst gefördert, zu der sie geboren waren. Bemerk- 
lich ist hierbei, daß der Geburtstag des einen nicht 
weit von dem Todestag des andern falle, welcher Um- 
stand zu jener gemeinsamen Erinnerung Anlaß gab. 
If f land war am 26. April geboren, welchen Tag das 
io deutsche Theater würdig gefeiert hat; Schiller hin- 
gegen entzog sich am 9. Mai der Welt und seinen 
Freunden. An Einem Tage 1 daher ward auf dem Groß- 
herzoglichen Weimarischen Theater das Andenken beider 
Männer dramatisch erneuert, und zwar geschah es 
16 folgender Maßen. 

Die beiden letzten Acte der »Hagestolzen* wurden 
aufgeführt; . . . 

Der Schluß des letzten Actes ging unmittelbar in ein 
Nachspiel* über, welches, in Versen gesprochen, so- 
so gleich den Ton etwas höher nehmen durfte, obgleich 
die Zusammenspielenden nicht eigentlich aus ihrem Cha- 
rakter heraustraten. Die in dem Stücke selbst ob- 
waltenden Mißverhaltnisse kamen auf eine läßliche Weise 
wieder zur Sprache und wurden freundlich beschwich- 
£* tigt, so daß zuletzt Margaretha, ihre Persönlichkeit 
nicht ganz verläugnend, in einen Epilog höhern Stils 
übergehen konnte, welcher, den Zweck des Ganzen näher 
bezeichnend, die Verdienste jenes vortrefflichen Mannes 
mit würdiger Erhebung einigermaßen aussprach, 
»o Hierauf ward Schillers ,G locke* nach der schon früher 
beliebten Einrichtung vorgestellt. . . . 

Die Glocke schwebt so hoch, daß die Muse anständig 
unter ihr hervortreten kann, worauf denn der bekannte 



1 Mai 10, vgl 232, 16 und Nr. 3983. 
3* * Vgl Anhang II: 1. Iffland. 



234 THEATERREDE 9. 1815 

][Mai zwischen 10 and 20, Weimar.] [3984] 

Epilog*, revidirt und mit verändertem Schlüsse, * vor- 
getragen und dadurch auch dieser Vorstellung zu dem 
ewig werthen Verfasser eine unmittelbare Beziehung 
gegeben ward. Madame Wolff recitirte diese Schluß- 5 
rede zur allgemeinsten Bewunderung, so wie Madame 
Lortzing in jenem Nachspiel sich den verdientesten 
Beifall erwarb. Man hat die Absicht, beide genannte Stücke 
zwischen jenen bezeichneten Tagen jährlich aufzuführen. - 

* Goethes Werke [Cotta 1 ], Band 8 Seite 361. 10 

Aufsatz: Zu Schillers und Inlands Andenken. — W. 40, 
119, 2—120, 19. 121, 13—24. 

Juni 10, Wiesbaden. 3985 

[Nachmittags] Epilog zur ,Glocke* revidirt. 8 

Tgb. 5, 166, 21 f. 15 

Juni 16, Wiesbaden. — s. 1, 391, 16. 3986 

Juni 16, Wiesbaden. 3987 

[Früh] Briefe dictirt. AnDrCotta, Stuttgart. Brief 

[s. Nr. 690 (l,390f.)]: 1. . . 3a. »Schillers und Ifflands 

Andenken'; 4 b. Nachspiel zu den ,Hagestolzen'. ...20 

[Nachmittags] Briefe expedirt. 
Tgb. 6, 166, 14—16. 18. 

1816. 

Februar 26, Weimar. 3988 

Für das ,Morgenblatt ( sende hiebei . . einen etwas 2s 
verspäteten Nachtrag zu der Anzeige des Festspiels zu 
Ifflands Andenken, 6 der jedoch auch gegenwärtig 
nicht ohne Interesse ist, fernerden ,Epilog zu Schillers 
Glocke', der um zwei neuer Stanzen Willen 1 * wohl aber- 
mals die Aufmerksamkeit des Publicums verdienen wird. 30 
An Cotta. — Br. 26, 273, 8. 10—10. 



1 Vgl 226, 10 f. 232, 30. 

4 Dieser Vorsatz kam nicht zur Ausführung. 

3 Für den 226, 10—16 genannten Druck? 

* s. Nr. 3984. 35 

* Nr. 4639 als Nachtrag zu Nr. 3984. 

6 Strophe 6 und 13 für den 226, 10—16 genannten Druck. 



1816 THEATERREDE 9. 235 



März 25, 1 

April 19, [ Weimar. — 8. Nr. 841—843 (1, 440). 3988a— o 

Mai 11, j 

Juni 3, Weimar. — s. Nr. 1172 (2, 223). 3988d 

s 1817. 

]März 24, Jena. 3989 

Das Schillerische Gartenhaus betreffend. 



Schiller baute in die linke Ecke seines Gartens ein 
kleines Häuschen, 1 wo zu einem einzigen Zimmer im 
10 ersten Stock eine frei stehende Treppe führte. Diese 
ist so wie die allzu tief liegenden unteren Schwellen 
verfault, diese wären höher neu einzuziehen, die Treppe 
in das Gebäude zu verlegen und das Ganze so herzu- 
stellen, daß man zu dem obern Zimmer gelangen und 
is Fremde dahin führen könne. 

Diese wallfahrten häufig hierher, und meine Absicht 
ist, den hergestellten Raum nicht leer zu lassen, sondern 
des trefflichen Freundes Büste daselbst aufzustellen, 
an den Wänden in Glas und Rahmen ein bedeutendes 
20 Blatt seiner eigenen Handschrift, nicht weniger eine kalli- 
graphische Tafel, meinen ,Epilog zur Glocke* enthaltend. 

Hiezu wünscht' ich nur einen Stuhl, einen kleinen 

Tisch, dessen er sich bedient. Villeicht Tintenfaß, Feder 

oder irgend eine Reliquie. 

25 Alles sollte, so viel es der Raum gestattet, anständig 

und zierlich aufgestellt werden, den Wunsch Einheimischer 

und Fremder zu erfüllen und diese Freundespflicht gegen 

ihn zu beobachten.* 

An C. G. v. Voigt. — Br. 28, 34, 1—23. 



so 1 „Nun schmückt er sich die schöne Gartenzinne" (Theaterrede 9 
Vers 33). Vgl die Wiedergabe von Goethes Handzeichnung in 
SdGG. Band 3 Blatt 13, ferner W. 49(1), 341,5—24 und die 
Bückseite des Umschlags von »Thomas Carlyle Leben Schillers, 
aus dem Englischen; eingeleitet durch Goethe* (Frankfurt am 

35 Main, 1830). 

2 Diese fromme Pflicht wurde nicht erfüllt. 



236 



THEATERREDE 9. 



1817 



April 17, Jena. — s. 3, 98, 24. 

April 28, Jena. — s. Nr. 1189 (2, 241). 

1820. 

Mai [nach 12], Karlsbad. — 8. Nr. 3865. 

1822. 

Mai 2, Weimar. — b. Nr. 1240 (2, 284). 

][Mai zwischen 6 und 19, Weimar.] — s. 2, 285, 15 f. 1 

1828. 

] [Januar zwischen 10 und 19, Weimar.] — 

s. Nr. 100 (1, 66). 

][Juli zwischen 19 und 22, Marienbad.] — 

s. Nr. 36 (1, 26). 

1825. 

Januar 12. 13, Weimar. — s. 3, 110, 26 f. 
Mai 28, Weimar. — s. Nr. 38 (1, 29). 
][Juni 2, Weimar.] — s. 3, 112, 10—14. 

1826. 

Februar 1, Weimar. — s. 1, 30, 27. 

1827. 

Januar 27, Weimar. — s. 1, 151, 6 — 11. 

Februar 17/ 

Februar 18, 

Februar 19, 

März 12, 

April 4, 

September 18, Weimar. — s. 1, 47» 17—20. 48, 3—5. 



3990 
3990 a 



3990 b 



3990 o 
399L 



3991a 



3991b 



10 



3992 
3992a 15 
3992b 



3993 



3993a 20 



Weimar. — s. Nr. 248—252 (1, 151 f.). 3993b— f 



25 



3993g 



1828. 

Juni 28, 

October 20, Weimar. — s. Nr. 66—68 (1,48 f.). 
November 8, 

1829. 

Februar 9, Weimar. — s. Nr. 69 (1, 49). 
Februar 14, Weimar. — s. Nr. 740 (1, 408). 



3993 h— k 



30 



39931 
3993 m 



1 Was ist mit den „Stanzen aus dem Stegreif" gemeint? 



1807 THEATERREDE 10. 237 

10. Prolog» 1807 Mal 24, Leipzig. 

Handschriften: sind nicht bekannt 

Erster Druck: 1807, in der »Zeitung für die elegante Welt 4 Nr. 84, 

Mai 26, unter dem Titel »Prolog von Göthe, gesprochen von 
5 Madame Wolf. Bei Eröffnung der Darstellungen des Weimar - 

schen Hoftheaters in Leipzig den 24sten May'. 
Zweiter Druck: 1816, Werke Cotta« 5, 437 f., unter dem Titel 

»Prolog. Bey Eröffnung der Darstellungen des Weimarisohen 

Hoftheaters in Leipzig den 24. May 1807. Gesprochen von 
10 Madame Woiff', als siebentes Gedicht in der irrthümlich noch 

aufrecht erhaltenen Gruppe , Theaterreden, gehalten zu 

Weimar*. 
Dritter Druck: 1817, Werke Cotta 1 (Ergänzungsband, vgl 1,4, 

17—25) 14, 37 f. ; das Übrige wie in Druck 2. 
15 Vierter Druck: 1828, Werke Cotta* 11, 366—368; das Übrige wie 

in Druck 2. 
Weimarer Ausgabe: 1894, W. 13(1), 169-171 und 1901» W. 13 (2), 

230, als achtes Gedicht in der Gruppe »Theaterreden'. 



1807. 

20 *Mai 11, Weimar. 3994 

[Früh] ,Prolog* für Leipzig dictirt.* 
Tgb. 3, 209, 1. 
Mai 12, Weimar. 3995 

Einen Prolog habe ich nach Ihren Wünschen 8 auch 

26 mitgegeben. Wollten Sie die Gefälligkeit haben, ihn 

durchzusehen und zu beurtheilen, ob er am Platz paßt, 

welches man in der Entfernung nicht so gut empfinden 

kann. 

Ich wünsche, daß alles gut gehen möge, 4 und daß 
30 E. W. zuletzt mit Zufriedenheit das Amt eines Epi- 

1 — ] [Etwa April Mitte,] Rochlitz an Goethe: empfiehlt die Ab- 
fassung eines Prologs zur Eröffnung des Gastspiels der Wei- 
marischen Hofschauspieler in Leipzig (SdGG. 6, 286). 
9 An Riemer? dessen Tagebuch gleichzeitig vermerkt: „Prolog 
36 für Leipzig geschrieben" (Deutsche Revue 11 (1), 63). 
— Sachlich gehört hierher: Nr. 3998. 

3 VgL Z. 31—33. 

4 Bei dem auf mehrere Wochen berechneten Gastspiel der Weimarer 
Hofschauspieler in Leipzig. 



238 THEATERREDE 10. 1807 

[Mai 12, Weimar.] , [SMS] 

logisten übernehmen möchten. Denn wenn man einen 
Prolog noch allenfalls in der Ferne schreiben kann, so 
darf der Epilog nur aus einer unmittelbaren Nähe ent- 
springen. 5 
An Rochlitz. — Br. 19, 330, 21—26. 331, 23—28. 

Mai 12, Weimar. 3996 

[Früh] Der ,Prolog* abgeschrieben. . . . Nach Tische 

Madame Wolff den ,Prolog c gelehrt. 

Tgb. 3,209,5. 8f. 10 

Mai 15, Weimar. 3997 

Nach Tische Madame Wolff. Wiederholung des Leip- 
ziger Prologs'. 1 
Tgb. 3, 209, 22f. 

Juni 2, Karlsbad. — s. Nr. 2567 (3,209). 3997 a 15 

Juli 27, Karlsbad. — s. 3, 67, 10—12. 3997 b 

1813. 

März 10, Weimar. — s. Nr. 11 (1, 11).* 3997c 

1828. 

] [Januar zwischen 9 und 23, Weimar.] 3998 £0 

[Zu 1807.] Auch als Dichter wollte ich für die Bühne 
nicht unthätig bleiben. Ich schrieb einen Prolog für 
Leipzig [Theaterrede 10], 8 wo unsere Schauspieler eine 
Zeit lang auftreten sollten; ferner einen Prolog [»Vor- 
spiel*] zum neunzehnten September, um die Wieder- 2s 



1 — Mai 24: Mit Theaterrede 10, gesprochen von Amalia Wolff, 
wird das Gastspiel der Weimarischen Hofschauspieler in Leipzig 
eröffnet (der Theaterzettel nennt Goethe als Verfasser des Pro- 
logs) ; es folgt Schillers ,Don Carlos«. Vgl Genast 1, 164, Wolff 

S. 43 f. und besonders G. -Rochlitz S. 41 f. so 

— Mai 30: Rochlitz an Goethe (G.-Rochlitz S. 41 f.). 

2 Bezieht sioh auf Theaterrede 10—12. 

— 1814—1817: Wegen dieser Jahre s. den Text zu Theater- 
rede 1 (Nr. 3953 g— 3953 q). 

* Vgl. Nr. 3994. 35 



1823 THEATERREDE 10. 11. 239 

3 [Januar zwischen und 28, Weimar.) [3096] 

Vereinigung der Fürstlichen Familie nach jener wider- 
wärtigen Trennung zu feiern. 1 

Tag- und Jahres-Hefte, 1807. — W. 36, 26, 17—22. 



5 11. Prolog, 1811 August 6, Halle. 

Handschriften: Vers 88 — 127, eigenhändige Niederschrift, mit Ver- 
besserungen von Goethes und Riemers Hand und mit Resten 
von Ziffern, betreffend die Versvertheilung auf die Seiten 
einer Abschrift (vgl 240, 29. 34. 241, 8. IL). Im Goethe- 
10 und Schiller-Archiv. 

Erster Druck: [1811] Einzeldruck in Antiqua, unter dem Titel 
,Prohg. Hatte, den 6. August 181V, vier unbezifferte Seiten 
groß 4°, ohne Namen, Ort und Jahr [Jena 1811]. 

— Mit dem Abdruck im ,Morgenblatt für gebildete Stände' 
15 1813 März 12, Nr. 61, hat Goethe nichts zu thun; vgl die 

W. 13 (2), 231 mitgetheilte Anmerkung der Redaotion des 
Blattes. 
Zweiter Druck: 1816, Werke Cotta« 5, 439— 443, unter dem Titel 
»Prolog. Halle, den 6. August 1811% als achtes Gedicht in 
20 der irrthümlich noch aufrecht erhaltenen Gruppe »Theater- 

reden, gehalten zu Weimar'. 
Dritter Druck: 1817, Werke Cotta 1 (Ergänzungsband, vgl 1, 4, 

17—25) 14, 39—43; das Übrige wie in Druok 2. 
Vierier Druck: 1828, Werke Cotta 8 11, 369—373; das Übrige wie 
26 in Druck 2. 

Weimarer Auegabe: 1894, W. 13 (1), 172—176 und 1901, W. 13 (2), 
230 — 234, ab neuntes Gedicht in der Gruppe »Theaterreden*. 



1811. 

Juni 14, Karlsbad. 3999 

30 [Früh] ,Prolog* für Halle. 
Tgb. 4, 212, 5. 
Juli 17, Jena. 4000 

[Vormittags] Fortsetzung des »Prologs' für Halle. 

Tgb. 4, 220, 25. 



35 * Vgl. Nr. 4429—4437. 

— 1825—1828: Wegen dieser Jahre s. den Text zu Theater- 
rede 1 (Nr. 3954— 3956i). 



240 THEATERREDE IL 1811 

][Juli 22 oder kurz vorher, Jena.] 4001 

Bemerkungen 
zu dem ^Prolog* für Halle. 

Die Kleidung der Schauspielerin, die ihn spricht, soll, 
wie sie sich selbst ankündigt, einen sehr heitern Gha- s 
rakter haben. Sie kündigt sich an, daß sie eine Blumen- 
krone auf dem Haupt hat. Den Blumenstab denke ich 
mir als einen Thyrsus, an dem verschiedene Kränze 
stufenweise sich bewegen. Wir haben dergleichen schon 
mehr gehabt; io 

An der Seite des Manuscripts 1 ist mit rother Tinte 
einiges angegeben, was die Declamation leiten und be- 
stärken kann. 

Die Action kann sehr mannichfaltig sein, und es kommt 
alles besonders auf die Richtung an, in welcher die i* 
einzelnen Theile des Prologs gesprochen werden; welches 
bloß von den Umständen abhängt und der Einsicht der 
Schauspielerin im Augenblick überlassen bleibt. 

Die drei ersten Seiten [Vers 1 — 52] gehen direct an's 
Publicum. Ob aber nicht einzelne Theile, dahin oder *o 
dorthin gesprochen, mehrere Wirkung thun, dieß ist 
eben die Sache des Gefühls und der Einsicht. 

Von der vierten Seite an, vom Verse [53] „Entwallet 
nicht der Erde dort etc." löst sich die Vortragende 
vom Publicum ab, sie spricht für sich, sie stellt nur ** 
dar und hat mit den Menschen, die ihr zuhören, nichts 
zu thun. Dieses gilt auch für die fünfte Seite [Vers 
70—87]. 

Von der sechsten Seite [Vers 88] an geht sie mit 
Klugheit wieder zu den Zuschauern über und wendet »o 
sich mit Schicklichkeit gegen die Badedirection, wo 
diese auch ihre Stelle haben mag, ohne daß es allzu 
direct sei und ein Aufsehen errege. 

Bei der SteUe Seite 6* [Vers 104] „Nun wend' ich 

1 Nicht bekannt 241, 28—31. 35 

* Statt „6- hat die Handschrift irrthümlich „4". 



1811 THEATERREDE 11. 241 

* 

] [Juli 22 oder kurz vorher, Jen».] [4001] 

mich an alle etc." wird sie klüglich aufpassen, wo die 
meisten Badegaste auf einen Klumpen zusammen, be- 
sonders die Wohlwollenden, wahrscheinlich im Parterre, 

6 sitzen. An diese wendet sie den ganzen Spaß; und 
wenn einige besonders geneigte darunter sind, so kann 
er seine Wirkung nicht verfehlen. 

Der letzte Übergang Seite 7 [Vers 123] „Nicht viele 
Worte mach 9 ich mehr etc." ist der künstlichste, daß 

10 er zugleich bei seiner Ironie eine Art von ernsthaftem 
Anschein gewinne, und der Schluß [Vers 125 — 127] „So 
laßt mich enden etc." wieder eine gewisse Würde und 
etwas Respectirendes erhalte: denn es ist die Absicht, 
daß sich die Sprechende gegen den Präfecten und gegen 

iß den Maire mit einer angenehmen Verbeugung 1 hin- 
wende, zuletzt aber das ganze Publicum nochmals be- 
grüße; worauf denn der Vorhang fallen wird. 2 
W. 13 (2), 232f. 

Juli 22, Jena, 4002 

20 Was Lauchstädt betrifft, so werden Sie daselbst thun, 
was nothwendig und schicklich ist. Es ist zu hoffen, 
daß Halle auch uns zum Vortheil gereichen wird, weil 
wir zu dem Vortheil der Dortigen beitragen, und solche 
Verhältnisse, wo beide gewinnen, immer die besten sind. 
25 Ich schicke auch deßwegen einen ,Prolog', den ich mir 
in meinen gegenwärtigen Zeiten und Umständen gleich- 
sam abgespart habe. Ich hoffe, daß er seine gute 
Wirkung thun soll. Neben dem Gedicht selbst und im 
Context desselben sind mit rother Tinte Bemerkungen 
so gemacht, 3 welche die Schauspielerin im eigenen Nach- 
denken über den Vortrag bestärken können. Denn frei- 
lich läßt sich sehr wenig schreiben über das, was lebt 



1 Nach „Verbeugung" folgt, gestrichen: „gleichsam im Vorüber- 
gehen". 
35 2 VgL243,9. 21 f. 
8 Vgl. 240,11t 
Gr&f, Goethe Ober t. Dichtungen T. II» B. 4. 16 



242 THEATERREDE 11. 1811 

[Juli 22, Jena.] [4002] 

oder belebt werden muß. 1 — Soviel ich übersehen kann, 
sind alle Verhältnisse in dieser kleinen Rede berück- 
sichtigt; aber ich ersuche Sie, das Manuscript geheim 
zu halten und niemand, unter welcher Bedingung es s 
auch sei, eine Abschrift zu gestatten. Da jedoch nicht 
leicht jemand beim ersten Mal Hören das Einzelne faßt 
und man nachher Abschriften verlangen und machen 
wird, diese aber immer sehr incorrect und unschick- 
lich ausfallen: so habe ich mich entschlossen, den ,Pro- 10 
log' hier abdrucken zu lassen 8 und Ihnen eine genüg- 
same Anzahl Exemplare zuzusenden, die hoffentlich noch 
vor Ihrem förmlichen Einzug nach Halle eintreffen 
sollen. 

. . . melden Sie mir den Tag, wann Sie in Halle den i* 
,Prolog' geben werden und was für ein Stück dazu. 
An A. Genast. — ßr. 22, 132, 7—133, 7. 21—23. 

Juli 22, Jena. 4003 

Wegen des ,Prologs', den Ihre liebe Frau, die ich 
schönstens grüße, in Halle nach ihrer Art und Kunst 20 
glücklich recitiren wird, und welcher mit dem Gegen- 
wärtigen an Herrn Genast abgeht, 8 habe ich nichts 
mehr zu sagen, indem er theils schon selbst klar 
genug ist, theils aber auch durch gewisse Bemer- 
kungen, sowohl in Worten als Zeichen, 4 einige Nach- 25 
hülfe mit sich führt. Ich brauche nicht zu sagen, 
daß unsere gute Wolff, wenn sie diesen Monolog von 
einiger Breite für sich durchstudirt, alle Gelegenheit 
finden wird, die durch die Natur ihr gegebenen und 

1 Nach „muß" folgt, gestrichen: „Ich lege auch deßhalb noch 30 
ein besondres Blättchen bei, um meine Absicht, vielleicht mehr 
als nöthig ist, auszusprechen" ; diese Bemerkungen (s. Nr. 4001) 
legte Goethe dem Briefe an Wolff bei, vgl. 243,20—22. 

* Vgl Nr. 4005, sowie 239, 11—13. 

* Vgl Nr. 4002 und 243, 19f. 35 

* Vgl 240, 11—13. 241, 28—31. 



1811 THEATERREDE 11. 243 

[Juli 22, Jena.] [4003] 

durch die Übung erworbenen Mittel auch hier anzu- 
wenden und zu gebrauchen. Ich wünsche nichts, als 
daß sie große Gelassenheit und Ruhe haben möge, alles 
5 gehörig zu entwicklen: denn leider spricht sich so etwas 
nur einmal, und um desto richtiger und stärker soll 
man es ausprägen. 

Indem dieses geschrieben ist, so kommt mir denn 
doch die Lust, noch einige Bemerkungen 1 aufzusetzen. 
10 Ich wünschte, sie läse solche erst, wenn sie sich selbst 
schon den ,Prolog' durchgedacht und auf ihre eigene 
Weise vergegenwärtigt hat. Mit Worten aus der Ferne 
läßt sich in solchen Dingen selten das Rechte wirken. 
An P. A. Wolff. — Br. 22, 134, 10—136, 9. 
15 Juli 22, Jena. 4004 

[Früh] Schluß des ,Prologs' für Halle. Bearbeitung 
und Abschrift desselben. . . . [Nachmittags] . . den 
,Prolog* noch weiter bearbeitet und die nöthigen Ex- 
peditionen besorgt. An Hn Genast nach Lauchstädt 
20 den ,Prolog< [s. Nr. 4002]. An Hn Wolf f [s. Nr. 4003], 
einige Anmerkungen wegen der Declamation des ,Prologs' 
[s. Nr. 4001], durch einen Expressen. 2 
Tgb. 4, 222, 8 f. 12—17. 
Juli 25, Jena. 4005 

25 [Früh] Den »Prolog* in die Druckerei gesendet. 
Tgb. 4, 223, 1. 
Juli 26, Jena. 4006 

[Früh] Correctur des ,Prologs'. 8 
Tgb. 4, 223, 10. 

so 1 Nr. 4001. 

2 — Juli zwischen 23 und 26, Jena: Goethe liest Knebeln den 
»Prolog* vor (vgl. 244, 27—30). 

3 Druck 1. 

— August 6: Theaterrede 11 wird, zur Einweihung des neuen 
35 Theaters in Halle and zur Eröffnung des Gastspiels der Wei- 
marischen Hof Schauspieler, von Amalia Wolf? gesprochen; es folgt 
,Egmont«. Vgl. 244, 3 f., Wolff S. 70 und die sachlich hierher 
gehörige Nr. 4009. 

16* 



244 THEATERREDE 11. 1811 

August 6, Weimar. 4007 

Ich lege das Neuste vom Jahr bei, einen Prolog', 1 
der heute uTHalle bei dem Antritt unserer Schauspieler- 
gesellschaft daselbst gehalten wird, 2 

An Sara v. Grotthuß. — Br. 22, 141, 6—8. 5 

August 6, Weimar. 4008 

[Vormittags] Nebenstehenden Brief: An Frau von 
Grotthuß [s. Nr. 4007] nach Teplitz (mit einem »Pro- 
log 4 für Halle). 8 

Tgb. 4, 226, 1—3. 10 

1813. 

März 10, Weimar. — s. Nr. 11 (1, 11).* 4008a 

1825. 

Januar 12. 13, Weimar. — s. 3, 109, 16. 22. 4008 b 

April 23, Weimar. — s. Nr. 332 (1, 184). 4008 o u 

][Mai 4, Weimar.] 4009 

[Zu 1811.] Das neuerbaute Schauspielhaus zu Halle 

verlieh die sämmtlichen Vortheile der Lauchstadter 

Bühne; die Einweihung desselben gab Gelegenheit zu 

einem »Prolog* , welchem freundliche Theilnahme zu so 

Theil ward. 6 

Tag- und Jahres-Hefte, 1811. — W. 36, 64, 6—10. 



1 Exemplar von Druck 1; vgl. Nr. 4008, sowie 243, 34—38. 

2 Vgl. 243, 34—38. 

* — August 12: Sara v. Grotthuß an Goethe (GJ. 4, 269). 25 

— August 14: Knebel an s. Schwester (Knebel-Henriette S. 559). 

— August 17, Knebel an Goethe: „Deinen »Prolog* [Druck 1] 
habe ich durch Herrn Riemer erhalten . . Er . . hat mir bei 
der Durchlesung noch mehr gefallen, als selbst bei Deinem 
Vortrag. ..." (G. -Knebel 2,42); vgL 243, 31 f. so 

4 — 1814 — 1817: Wegen dieser Jahre vgl den Text zu Theater- 
rede 1 (Nr. 3953g— 3953 q). 
6 VgL 243, 34-38. 

— 1826—1828: Wegen dieser Jahre s. den Text zu Theater- 
rede 1 (Nr. 3955—3956i). 36 



1813 THEATERREDE 12. 245 

— ■ 

12. Epilog, 1813 November 13. 

Zu »Graf von Essex* von Dyk. 

Diese Dichtung (kein Epilog, sondern ein Monolog, der das Werk eines 
anderen Verfassers ergänzend abschließt, und deshalb von Recht« wegen in 
5 Anhang n gehörig) wird hier behandelt, well Goethe sie unter seine .Theater- 
reden' aufgenommen hat. 

Handschriften: sind nicht bekannt. 

Erster Druck: 1815, im »Taschenbuch für Damen auf das Jahr 
1815. Tübingen, in der J. G. Cotta' sehen Buchhandlung* 
io S. 7 — 13, unter dem Titel »Epilog zum Trauerspiele Essex 

im Charakter der Königin', unterzeichnet „Goethe". 

Zweiter Druck: 1816, Werke Cotta 1 5, 444—448, Titel wie in 
Druck 1, als neuntes und letztes Gedicht in der irrthüm- 
lich noch aufrecht erhaltenen Gruppe »Theaterreden, gehalten 
15 zu Weimar*. 

Dritter Druck: 1817, Werke Cotta 1 (Ergänzungsband, vgl 1, 4, 
17—25) 14, 44—48; das Übrige wie in Druck 2. 

Vierter Druck: 1828, Werke Cotta» 11,374—378; das Übrige wie 
in Druck 2. 

20 Weimarer Ausgabe: 1894, W. 13(1), 177—181 und 1901, W. 13(2), 
234, Titel wie in Druck 1, als zehntes Gedicht in der Gruppe 
»Theaterreden 1 . 

Theaterrede 12 wurde gesprochen: 

1. 1813 November 18 in Weimar. 
26 2. 1814 Juni' 30 in Halle. 



1813. 

october 17, Weimar. 4010 

[Abends] »Epilog 4 zu ,Essex'. 
Tgb. 5, 79, 4. 



80 * — September Ende oder October Anfang: Das fünfactige Trauer- 
spiel »Graf Essex 4 , nach dem Engtischen des Banks, von Johann 
Gottfried Dyk (Leipzig 1777), neu bearbeitet: »Graf von Essex* 
(Leipzig 1786), war unter Goethes Theaterleitung bis dahin vier 
Mal aufgeführt worden (1791 und 1792). Jetzt sollte das Stück 

35 October 23 wieder aufgeführt werden (vgl 247, 19), Amalia 
Wolff, die Darstellerin der Königin Elisabeth, bat Goethen um 
einen „bedeutenderen Schluß*' (vgl 247, 8. 250, 15). Wegen des 
Tages, an dem dieß etwa geschah, vgl September 23, October 1. 12 
in Tgb. 5, 76, 4. 77, 1. 78, 16. 



246 THEATERREDE 12. 1813 

October 18, Weimar. 4011 

[Morgens] Geschichte, Essex und Elisabeth, ,Epilog' 

fortgesetzt. . . . [Abends] ,Epilog'. Englische Geschichte. 1 

Tgb. 5,79,6 t 9 f. 

October 19, Weimar. 4012 5 

[Früh] »Epilog*. ... [Nachmittags?] »Epilog«. Leti: 

Geschichte Elisabeths. 2 
Tgb. 5, 79, 12 f. 

October 20, Weimar. 4013 

[Früh] »Epilog 1 . . . . [Nachts] Den »Epilog« geendet. 3 io 

Tgb. 5. 79, 14. 16 f. 
October 21, Weimar. 4014 

[Abends] Den »Epilog' mit Riemer durchgegangen. 4 
Tgb. 5, 79, 23 f. 

November 3, Weimar. 4015 15 

[Vormittags] Mme WolS, »Epilog* probirt. . . . [Nach- 
mittag] Frau v. Stein. »Epilog*. 5 
Tgb. 5, 82, 3—5. 
November 4, Weimar. 4016 

Zu einiger Unterhaltung in die Ferne lege ich Bei- 20 
kommendes 6 zurecht» um es Ihnen, mein Verehrtester, 



1 Vgl Z. 6f. 24-34. 247, 9f. 250, 16—18 und die sachlich hierher 
gehörende Nr. 4031, sowie 3, 339, 13—15. 

2 „Greg. Leti, Historia di Elisabetta Regine d'Inghilterra, Amster- 
dam 1693. Für den »Epilog« aus der [Großherzoglichen] Biblio- 25 
thek [zu Weimar] entliehen am 19. October. Zum gleichen 
Zweck entlieh Goethe am selben Tag: Le Comte d'Essex Hi- 
stoire angloise, Paris 1678, 2 Bande. Pantheon berühmter und 
merkwürdiger Frauen, Leipzig 1809» 2. Theil, darin S. 23 ff.: 
Elisabeth Königin von England. Sammlung von merkwürdigen so 
Lebensbeschreibungen größtenteils aus der britannischen Bio- 
graphie übersetzt und herausgegeben von S. J. Baumgarten, 
Halle 1754, 2. Theil, darin S. 283 ff.: Lebensbeschreibung Roberts 
Devereux, Grafens von Essex" (Tgb. 5,339); vgl. Z. 2 f. 22 f. 

3 Vgl 247, 21 f. 250, 21. 252, 8. 35 

4 — October 26. 27: Goethe will W. v. Humboldt bei dessen kurzem 
Aufenthalt in Weimar den »Epilog* vorlesen, kommt aber nicht 
dazu (vgl 247, 23—27). 

6 Vorlesung? 

6 Unbekannte Abschrift. 40 



1813 THEATERREDE 12. 247 

[NoTember 4, Weimar.] [4016] 

nachzusenden; es entstand ganz zufällig. Unsere Schau- 
spieler übernahmen das alte, zwar interessante, aber 
schlecht geschriebene Stück JEssex' 1 zu spielen; die 
5 Rolle der Königin ist nicht die glücklichste, besonders 
aber hat sie das Stück auf eine sehr schwache und 
elende Weise zu schließen. Die Schauspielerin [Amalia 
Wolff] bat mich um einen bedeutenderen Schluß, und 
indem ich mir das Stück und die Geschichte der Königin 

10 Elisabeth vergegenwärtigte, * begegnete es mir, daß ich, 

statt eines kurzen Monologs, einen langen Epilog schrieb, 8 

der, wie Sie sehen, ricochetweise einen großen Baum 

durchläuft, bis er endlich wirklich an's Ende gelangt. 

Die Engländer lieben solche Epiloge, die Deutschen 

15 aber wollen gerührt und nicht verständiget nach Hause 
gehen; möchten diese Reime die doppelte Wirkung thun! 4 
Vielleicht hätte ich aber doch Ihnen diese Arbeit 
nicht gesendet, wenn sie nicht auch deßwegen merk- 
würdig wäre, weil das Stück Sonnabend den 23. October 

so gegeben werden sollte, und ich den Epilog den 17. 
Abends angefangen und den 20. in der Nacht geendigt 
habe. 6 Die ominösen Stellen darin 6 haben mich nach- 
her selbst in Verwunderung gesetzt. Ich war im Begriff, 
als ich das Glück hatte, Sie bei mir zu sehen, 7 Ihnen 

25 diese und andere neue Productionen vorzulesen, unser 
interessanteres Gespräch brachte sie mir aber aus dem 
Sinn. 

An W. v. Humboldt — Br. 24,24, 11— 25, 15. 
November 4, Weimar. — s. Nr. 2837 (3, 330 f.). 4017 



30 * VgL 245, 30—37. 

* VgL 246, 3. 6f. 24—34. 
» Vgl. Nr. 4010—4013. 

4 Die Worte „möchten" bis „thun!" von Goethe im Conoept 
geändert aus „vielleicht thun diese Reime die doppelte Wirkung*'. 
35 * VgL Nr. 4010—4013. 4029, sowie 250, 20—22. 252, 8. 

• VgL 250, 22f. 251, 10—13. 246, 36—38. 
7 VgL 246, 36—38. 



248 THEATERREDE 12. 1813 

November 10, Weimar. 4018 

[Vormittags] Mme Wolff, »Epilog*. 1 
Tgb. 5, 83, 3. 

November 13, Weimar. 4019 

[Abends im Theater] ,Essex*. »Epilog*.* s 

Tgb. 5, 83, 21. 

December 3, Weimar. 8 4020 

Während andrer Gespräche kam der Meister auch auf 
seinen . . Elisabeths-Epilog zum ,Essex' und sagte: 
„Den kann unser Gast [Fouque] noch nie vernommen 10 
haben, und ich fühle mich gestimmt, ihn zu sprechen." 
. . . Goethe sprach seine Dichtung wie ein donnernder 

Jupiter aus, . . . 4 

Mit de La-Motte-Fouque* (bei Johanna Schopenhauer). — 
Gespräche 3, 112 f. (an dem 1, 269, 33— 35 genannten Ort 8. 28.) 15 

December 11, Weimar. 4021 

Den Epilog zu ,Essex' sende ich hier mit dem Wunsch, 
daß er nicht abgeschrieben werde und nicht aus Deiner 
Hand komme, wenn Du ihn auch vorlesen magst; da- 
rin will ich Deinen guten Humor nicht beschranken. 6 so 
An Knebel. — Br. 24, 62, 19—23. 

December 20, Weimar. 4022 

Nächstens etwas Aelteres 6 und noch etwas Neueres. 7 
An d. Gräfin Jos. O'Donell. — Br. 24, 68, 4f. 



1 Sprechprobe. 25 

8 Der Theaterzettel kündigt das 245, 30 — 32 genannte Trauerspiel 
an, dann folgt die Bemerkung: „Hierauf: Ein Epilog von Goethe. 
Im Charakter der Königin gesprochen von Madame Wolff." Vgl 
Wolff S. 79. 
8 Vgl. 1, 259, 32—260, 35. 80 

4 — December 10, Knebel an Goethe : bittet um den »Epilog 4 

(G. -Knebel 2, 117); vgl Nr. 4021. 
6 — December 13, Knebel an Goethe: Begeistertes Lob des »Epi- 
logs* (G. -Knebel 2, 119); vgL Nr. 4023. 

6 Exemplar des Epos 1, 81, 19 — 21 genannten Druckes von »Her- 3S 
mann und Dorothea 4 . 

7 Abschrift des ,Epilogs', vgl. Nr. 4024 und A. Sauer in Sd GG. 
17, 328. 



1813 THEATERREDE 12. 249 

Deoember 23, Weimar. 4023 

Du hast mich, mein theuerster Freund, durch die 
reine und ernstliche Theilnahme an meinem »Epilog* 
sehr erfreut. 1 Die selbstständige Poesie muß in diesem 
5 Augenblick verzweifeln, da nichts als stofiartige Wir- 
kungen verlangt werden und dieser Zustand noch lange 
genug dauern mag. Es wird lange werden, bis man 
wieder einmal ein Kunstwerk an sich betrachtet. 
An Knebel — Br. 24, 69, 7—14. 

io 1814. 

Januar 8, Weimar. 4024 

Wäre meine Canzlei wie sonst bestellt, so erhielten 
Sie, theuerste Freundin, zwei Abschriften des ,Epilogs', 
nun muß ich aber diese Bemühung Ihren lieben Finger - 
16 chen überlassen. Sodann haben Sie wohl die Güte 
unsrer Wiener Freundin 9 einige Worte zu Erklärung 
der ersten zehen Verse zu sagen. 8 

An d. Grafin Const. v. Fritsch? — Br. 24, 96, 1—6. 

Februar 14, Weimar. 4025 

20 . . sodann habe ich in Weimar, die bedeutenden Tage 
hindurch, Sorge, Furcht, Angst, Schrecken und Leiden 
mit so viel Anderen getheilt, nicht ohne eine gewisse 
innere Thätigkeit, denn es ist mir inzwischen manche 
Production gelungen. 4 
25 An 8. Boisseree. — Br. 24, 148, 8—12. 

T] [Februar 28, Weimar.] 4026 

Es soll mich freuen, wenn Sie mich ganz wieder- 
finden und erkennen. Allerlei poetische und andere 



1 VgL248,33f. 
so * Gräfin O' Doneil, vgl A Sauer in SdGG. 17, 328. 

8 Vers 1 — 10 knüpft unmittelbar an das Trauerspiel ,Graf von 
Eesex' an. 

— Januar 12: „Webers Abschrift . . »Epilog zu Essex«, drei- 
mal (erst am 7. Mai liquidirt)" ( Burkhard t II S. 10). 
35 4 Vgl Nr. 2837 (3, 330 f.), außer dem dort Genannten Arbeit an 
»Dichtung und Wahrheit'. 



1819 THEATERREDE 12. 251 

1819. 

März [Anfang], Weimar. — 8.1, 16, 34. 4028 

1834. 

][Februar nach 26, Weimar.] 4029 

5 . . mir besonders war dieses Tagebuch 1 von großer 
Bedeutung, indem ich gerade in denselbigen Stunden 
noch in ahnungsvoller Sicherheit, umgeben von einer 
ängstlichen Stille, meinen gewöhnlichen Geschäften nach- 
ging oder vielmehr im Theatergeschäft den ,Epilog zu 
10 Essex' schrieb,* in welchem die merkwürdigen pro- 
phetischen Worte vorkommen: 

Der Mensch erfahrt, er sei auch wer er mag, 
Ein letztes Gluck und einen letzten Tag! 8 

Aufsatz: Für Freunde der Tonkunst von Friedrich Roch- 
15 litz. Erster Band. Leipzig 1824. — W. 41 (2), 118, 11—19. 

1825. 

Januar 12. 13, Weimar. — ß. 3, 109, 16. 22. 4029 a 

April 23, Weimar. — s. Nr. 332 (1, 184). 4029 b 

][? ? T] — s. 3, 339, 13—15.* 4030 

20][? ? ?] 4031 

[Zu 1813 October.] Hier muß ich noch einer Eigen- 
tümlichkeit meiner Handlungsweise gedenken. Wie sich 
in der politischen Welt irgend ein ungeheures Bedroh- 
liches hervorthat, so warf ich mich eigensinnig auf das 
25 Entfernteste. Dahin ist denn zu rechnen, daß ich von 



1 Der Aufsatz »Tage der Gefahr 4 von Roohlitz, zuerst in dessen 
»Neuen Erzählungen« (Leipzig und Züilichau 1816) 2, 149—364, 
vgl. G. -Roohlitz S. 267. 
* Vgl Nr. 4010—4013, sowie 260, 20—22. 252, 8. 
so » Vers 63. 64; vgl. 247, 22f. 260, 22f. 

4 Statt des dort mitgetheilten Satzes heißt es in einer älteren 
Fassung: 

„Bei meiner Rückkunft [von Karlsbad? 1813 August 19 

(vgl 262, 2), von Ilmenau? September 2] nach einer langen 

36 Abwesenheit schrieb ich den »Epilog zum Essex'; die Schlacht 

von Leipzig verzögerte die Aufführung des Stücks, . ." (W. 36, 407). 

VgL 247, 19f. und Nr. 4010—4013. 4031. 



252 THEATERREDE 12. 13. 1825 

][???] [40tl] 

meiner Rückkehr aus Karlsbad an 1 mich mit ernst- 
lichstem Studium dem chinesischen Reich widmete, und 
dazwischen, eine nothgedrungene unerfreuliche Auf- 
führung des ,Essex' im Auge, der Schauspielerin Wolff & 
zu liebe und um ihre fatale Rolle zuletzt noch einiger- 
maßen glänzend zu machen, den »Epilog zu Essex' 

schrieb, gerade an dem Tage der Schlacht von Leipzig. 4 
Tag- und Jahres-Hefte, 1813. — W. 36, 85, 20—86, 3. 

1828. io 

»März 2, Weimar. — s. 2,436,8—11.* 4032 



13. Prolog, 1821 Mal 26, Berlin. 

Handschriften: 1. Schema des Ganzen, von Schreiberhand, unter 
dem Titel ,Prolog zu Eröffnung des neuen Berliner Theaters', 
datirt 1821 April 27 (vgl Nr. 4035), mit eigenhändigen Ver- 15 
besserungen Goethes. Im Goethe- und Schiller-Archiv, in 
einer (auch Handschrift 2 und 3 enthaltenden) Mappe mit 
der Aufschrift ,Zur Eröffnung des neuen Berliner Theaters 
im May 1821«. 

2. Vers 1—239, Concept, eigenhändig (Vers 1—225) und so 
von Schreiberhand (Vers 226 — 239), ohne Titel, mit eigen- 
händigen Verbesserungen, Änderungen (letztere zum Theil 
auf übergeklebten Zetteln) und Verweisungsbuchstaben, die 
sich auf die unter Nr. 4041 mitgetheilten „Bemerkungen" 
beziehen. Im Goethe- und Schiller- Archiv, vgL Z. 17 (Wei- 25 

marer Ausgabe H 1 ). 

., » 

i Vgl. 251, 33. 

* VgL Nr. 4010—4013. 

— 1826. 1827: Wegen dieser Jahre s. den Text zu Theater- 
rede 1 (Nr. 3955— 3956 c). so 

— 1827 Mai 28: Vgl. den Schluß der Erläuterung zu Nr. 4315. 

3 — März 1: Aufführung des 245, 30—32 genannten Stücks im 
Weimarer Hoftheater, mit dem von Frau Seidel gesprochenen 
Epilog, der jedoch auf dem Theater-Zettel nicht genannt ist; 
vgl. 2, 436, 8—11. 35 

4 — Juni 28— November 8: Wegen dieser Zeit s. den Text zu 
Theaterrede 1 (Nr. 3956 d— 3956 i). 



THEATERBEDE 13. 263 



[13. Prolog 1821 Mai 26, Berlin. Handschriften.] 

3. Das Ganze, von Schreiberhand, ohne Titel» mit eigen- 
händigen Verbesserungen und Änderungen; Vers 1 — 113 aus 
Handschrift 8 entnommen, vgl W. 13 (2), 191 f. Im Goethe- 

5 und Schiller- Archiv, vgl 252, 17 (Weimarer Ausgabe H s ). 

— Außer den hier unter 1 — 3 genannten Handschriften 
enthalt die 262, 17 — 19 erwähnte Mappe noch, von Schreiber- 
hand: a. die 252, 24 genannten »Bemerkungen sich auf den 
Prolog überhaupt besonders aber auf beykommenden Anfang 
10 beziehend 4 ' (s. Nr. 4041) und die 263, 22 genannten »Be- 

merkungen ; Zur zweiten Sendung, am 5» May* (Weimarer 
Ausgabe h 1 ); b. die Bühnenanweisungen, wie sie in den 
Drucken stehen (Weimarer Ausgabe h 4 ), 

4. Vers 1 — 205, Abschrift von Schreiberhand. Früher in 
15 Berlin (?), jetzt im Goethe- und Schiller- Arohiv (Weimarer 

Ausgabe H*). 

Zu dieser Handschrift gehört eine mit ihr gleichartige 
Abschrift der 252, 24 genannten »Bemerkungen* (Weimarer 
Ausgabe h z ). 

20 5, Das Ganze, Abschrift von Schreiberhand, jedenfalls 

genommen nach der nicht bekannten, von Goethe in vier 
Abschnitten 1821 Mai 3. 5. 9 und 12 nach Berlin gesandten 
Abschrift; ohne Titel, Vers 177 — 205 in doppelter Aus- 
fertigung; wegen des Umschlags, der eigentlich nicht zu 

25 dieser, sondern zu Handschrift 6 gehört, vgL Z. 30—38. Im 

Besitz des Grafen Karl Brühl auf S3ifersdorf (Weimarer 
Ausgabe H s ). 

6. Das Ganze in der 267, 2 — 22 beschriebenen verkürzten 
Fassung, ohne Bühnenanweisungen, Abschrift von Schreiber- 

so hand; auf dem zugehörigen Umschlag, der jetzt als solcher 

der Handschrift 5 dient, von Schreiberhand : „Das Schau- 
spiel in Königlicher Tracht mit Diadem und Purpurmantel 
erscheint und spricht nachfolgende Bede, gewissermaßen im 
prophetischen Geiste, alle Arten der Darstellung beschreibend, 

35 welche künftig auf der neuen Bühne erscheinen werden. — 

Decoration eine Säulenhalle im antiken StiL — Die Rede 
wird gesprochen von Madame Stich", darunter eigenhändige 
Namensunterschrift des. Grafen Brühl. Im Besitz des Grafen 
Karl Brühl auf Seifersdorf (Weimarer Ausgabe Hy). 

40 7. Das Ganze in der 267, 2 — 22 beschriebenen verkürzten 

Fassung, wie Handschrift 6, ohne Bühnenanweisungen, Ab- 
schrift von Schreiberhand, mit der Aufschrift: „Das Schau- 
spiel — personifizirt — erscheint und spricht nachfolgende 



254 THEATERREDE 13. 1820 

[18. Prolog, 1821 Mai 26, Berlin. Handschriften. 7.] 

Rede"» darunter von Brühls Hand „Goethe 1821". Im Besitz 
des Grafen Karl Brühl auf Seifersdorf (Weimarer Ausgabe H*). 
8. Das Ganze, Abschrift von Schreiberhand, unter dem 
Titel »Prolog zu Eröffnung des Berliner Theaters im May 1821% 5 
Vers 240—283 vor Vers 1—239 (Vers 1—113 in einer ur- 
sprünglich zu dieser Handschrift gehörigen älteren Abschrift 
jetzt in Handschrift 3, vgl. W. 13(2), 191 f. ), Vers 65— 67 
auf übergeklebtem Zettel ; mit Verbesserungen von Goethes, 
Riemers und Göttlings Hand ; Vorlage für Druck 2, in dem io 
Heft „Dramatisches", das als Vorlage für den Druck dieser 
Gruppe in Band 4 der Werke Cotta 8 diente. Im Goethe - 
und Schiller- Archiv (Weimarer Ausgabe £T 4 ). VgL Nr. 4093. 

Erster Druck: 1823, in ,Kunst und Alterthum< 4(1), 1—18, in 
Antiqua gedruokt, Titel wie Z. 5. 15 

(Der schon 1821 erschienene Abdruck größerer Bruchstücke 
in Friedrich Försters anonymem Aufsatz «Eröffnung und 
Weihe des neuen Theaters zu Berlin* in der »Neuen Berliner 
Monatsschrift für Philosophie, Geschichte, Literatur und 
Kunst*, Berlin 1821, 2, 79—88, bleibt hier unberücksichtigt, 20 
da Goethe mit ihm nichts zu thun hat; vgl 274, 7 f.). 

Zweiter Druck: 1827, Werke Cotta» 4, 195—207; Titel wie Z. 5. 

Weimarer Ausgabe: 1894, W. 13(1), 116—126 und 1901, W. 13(2), 
178—206, Titel wie Z. 5; wegen der Stellung vgL 3, 23, 
26—30. — VgL GJ. 23, 252. 26 



Theaterrede 13 wurde gesprochen: 

1. 1821 Mai 26 

2. „ Mai 29 
8. „ Mai 30 > in Berlin. 

4. „ Juni 1 I SO 

5. „ Juni 8 



1820. 

1 August 15, Jena. 4033 

Nachts . . ausgesonnen, wie das neue Berliner Theater 
eröffnet werden könne. 2 »5 

Tgb. 7,209, 11. 13f. 

1 — Mai [25]: Zelter an Goethe (G.-Zelter 3, 101). 

8 Daß Goethe diese, wohl durch den Z. 37 genannten Brief 
Zelters zuerst angeregte Überlegung gerade jetzt vornahm, ge- 
schah vermuthlich, weil er am folgenden Tage Besuch aus 40 
Berlin erwartete, darunter auch Schinkel, den Erbauer des 
neuen Schauspielhauses (vgl Tgb. 7, 209, 22 f. 25—27). 



1821 THEATERREDE 13. 255 

1821. 

1 April 26, Weimar. 4034 

[Abends] Brief vom Grafen Brühl, einen Prolog zu 

Eröffnung des Schauspielhauses verlangt. 
s Tgb. 8, 46, 11—13. 

April 27, Weimar. 4035 

[Früh] Schema zum ,Prolog* für Berlin. Concept des 
Briefs an Grafen Brühl [s. Nr. 4038]. Weitere Über- 
legung dieses Geschäftes. Einiges an der Ausführung 
10 gearbeitet. 2 . . . [Nachmittags] Betrachtung über den 

,Prolog'. 

Tgb. 8, 46, 14—18. 

April 28, Weimar. 4036 

[Früh] Fortgefahren am ,Prolog*. . . . »Prolog* fort- 
15 gesetzt. . . . Nach Tisch den ,Prolog* gefördert. 8 
Tgb, 8, 46, 21, 47, 1. 3. 
April 29, Weimar. 4037 

Zum frühsten den ,Prolog', die zweite Abtheilung 
[Vers 114 — 176] fortgesetzt. 4 . . . Umgeschriebener Brief 
20 an Graf Brühl [s. Nr. 4038]. . . . [Nachmittags] Im 
Garten. Den »Prolog* bedacht. 

Tgb. 8, 47, 9f. 14—17. 
April 30, Weimar. 4038 

Ihr werthestes Schreiben 5 . . hätte mich beinahe er- 
26 schreckt; es fand mich zwischen mehreren, durch' s Früh- 
jahr aufgeschlossenen Mineralien-Schranken, eben in 



1 — April 24, Graf Brühl an Goethe : theilt mit, das neue Schau- 
spielhaus zu Berlin solle Mai 24 mit Goethes Jphigenie' und 
dem auf diese folgenden Ballet ,Die Rosenfee' eröffnet werden, 
so bittet um einen Prolog, den Frau Stich sprechen solle (Teich- 
mann S. 2511); vgl Z. 3 f. 24 f. und den sachlich hierher gehören- 
den Anfang von Nr. 4092 und Nr. 4092 b. 

* Vers 1—92 ( ?). 

3 Vers 108 — 125 (?). An diesem Tage beendet Goethe auch seine 
85 Antwort an Brühl im ersten Concept (s. die verworfene Stelle 
256, 21—36). 

* Vers 126—141. 146—155 (?). 
s VgL Z. 3 f. 27—30. 



266 THEATERREDE 13. 1821 

[April 80, Weimar.] [4088] 

Betrachtung von Pflanzenresten der Urwelt; 1 von da 
ist denn freilich, als aus der düstersten Kohlenregion, 
ein weiter, kühner 2 Schritt bis zu dem Berliner Pracht- 
gebäude und allem, was man daselbst leistet und er- & 
wartet. 

Weil man sich aber in solchen bedenklich überraschen- 
den Fällen, zu Ermuthigung und Stärkung, mit wich- 
tigen Personen der Vorzeit zu vergleichen pflegt, so 
• dachte ich allsobald an Cincinnatus, welcher, aufgerufen, 10 
ohne Zaudern vom ländlichen Herde sich wieder in 
das Welt- und Kriegsgetümmel hinauswagte. 

Die Ehre und Freude, die Sie mir erweisen, läßt mich 
keine verneinende Antwort finden; ich 3 habe die Sache 
sogleich überdacht, und Sie erhalten nächstens, was i* 
bei mir entstehen wollte. 4 Da bei Ihrem Theater alles 
möglich ist, so werden Sie mir einige nicht allzu kühne 
Forderungen verzeihen. Grüßen Sie Madame Stich zum 



1 Vgl Tgb. 8,43, 17—19. 44, 4 f. 12—14. 23 f. 

2 „kühner" von Goethe im Conoept nachträglich hinzugefügt. 20 

3 Statt der Worte „ich" bis „empfehlend" (257, 8) hat das 
erste Concept mit dem Datum April 28 folgenden Schluß; 

„Sie erhalten daher sobald als möglich das, was Sie wünschen ; 
ob es ausfallt, wie Sie es wünschen, werden die nächsten Tage 
lehren. 25 

Meine Absicht ist, in Madame Stich das Schauspiel, die 
Schauspielkunst, die Muse, die Beherrscherin des vielseitigen 
Dramas auftreten zu lassen und ihrem Vortrag so viel Mannich- 
faltigkeit zu geben, daß er für dramatisch gelten kann. Daher 
wird sich diese schöne Dame, die ich vorläufig zum freundlichsten so 
grüße, so würdig und heiter, wie es ihr nur belieben mag, 
herausputzen, und mich lassen die Bilder Ihrer köstlichen Co- 
8tumea voraussehen, daß etwas höchst Erfreuliches zum Vor- 
schein kommen wird. 

Mehr nicht für dießmaL — Glück und Heil zu Ihrem großen 35 
einzigen Unternehmen" (Br. 34, 378). 

4 Die Worte „was" bis „wollte" von Goethe im Concept geändert 
aus „was ich bei mir festsetzen mußte". 



1821 THEATERREDE 13. 257 

[April SO, Weimar.] [4038] 

allerschönsten; das Gute, was ich von ihr höre und denke, 
verlangt, daß ich etwas angebe ihrer Ausführung würdig. 
Mehr sag' ich dießmal nicht. Jedoch sende nächstens 
6 die Übersicht des Ganzen 1 und den Anfang der Aus- 
führung. Das fortdauernde Vertrauen dankbar aner- 
kennend, mich zu fernerer freundlicher Mitwirkung 
schönstens empfehlend. 

An den Grafen BrühL — Br. 34, 212, 14—213, 23. 
10 April 30, Weimar. 4039 

[Früh] Die zweite Abtheilung des »Prologs* [Vers 114 
bis 176] zu Stande gebracht. 2 Mundum desselben. Da- 
rauf bezügliche Bemerkungen. 8 . . . Am ,Prolog* ferner 
redigirt. . . . [Abends? Brief an] Hn Grafen von 
15 Brühl [s. Nr. 4038]. Zusage wegen des ,Prologs*. 

Tgb. 8, 47, 20—24. 48, 1 f. 
Mai 1, Weimar. 4040 

[Morgens] ,Prolog< für Berlin weiter mundirt und ein- 
gerichtet. Die Bemerkungen dazu nochmals durchdictirt. 4 
20 Die erste Abtheilung [Vers 1 — 113] . . an Riemer. . . . 

[Nachmittags] Am ,Prolog* weiter geschrieben. 5 
Tgb. 8, 48, 6— 9. 12. 
Mai 2, Weimar. 4041 

Bemerkungen, 
25 sich auf den »Prolog* überhaupt, 

besonders aber auf beikommenden 
Anfang beziehend. 

I. 

a. 6 Decoration, prächtiger Saal oder Vorhalle im 

so antiken Stil. 



* Nr. 4041. 

» Vers 142—145 (T). 156—176. 93—107 (diese letzteren später 
umgestellt, vgl W. 13 (2), 181. 196). 

* Diese erste Fassung der (Bemerkungen* ist nicht bekannt (vgl 
S5 Z. 19). 

* Die in Nr. 4041 mitgetheilte zweite Fassung. 

* Vers 187—205 (?); vgl W. 13(2), 180. 

* Wegen der Bedeutung der Buchstaben a — i (und k — s in Nr. 4047) 
vgL A. Fresenius in W. 13 (2), 181—183. 

Gr&f, Goethe Aber s. Dichtungen T. II, B. 4. 17 



1821 THEATERREDE 13. 259 

[Mal 2, Weimar.] [4041] 

sie einen Augenblick verweilt und ihre Kleidung ver- 
ändert. 

Die Musik wird lebhafter, kräftiger, heftiger und be- 
s sanftigt sieh wieder; die Schauspielerin tritt hervor, 
den Thyrsus in der Hand, das Panther-Fell um die 
Schultern, das Haupt mit Epheu bekränzt. 

In der nun folgenden ganz lyrischen Stelle exponirt 
sie die Oper nach ihren Haupteigenschaften, sie steigert 
10 den Vortrag vom Lieblichsten in's Fürchterlichste und 
wendet sich wieder in's Lieblichste. 

Wollte man diesen ganzen mittlem Theil mit Musik 

begleiten, ja mit Gesang durchweben und schließen, so 

wäre es gewiß zum großen Vortheil, und die treffliche 

15 Schauspielerin fände Gelegenheit, auch ihr musikalisches 

Talent zu bethätigen. 

ni. 

Die Bühne verwandelt sich in einen Lust- und Zier- 
garten; dieß kann auch in Gegenwart der Dame ge- 

20 schehen, ja auf ihren Wink, da sie sich als Zauberin 
und Herrin dieser Bezirke darstellt. 

Ein Tanz von Sylphen und Undinen tritt ein; sie 
sind kurz vorher angekündigt. 
Unter Ziergarten versteh' ich hier einen, mehr im 

25 geregelten architektonischen als freien Natursinn an- 
gelegten Lustort und würde rathen, einen vom Ende 
des 16. Jahrhunderts als Muster zu wählen, wo die 
Absicht zu entschiedener, galantgeselliger Lust offenbar 
in die Augen fällt. Ein solcher würde künftig immer- 

80 fort bei allen Ritterstücken gar erfreulich dienen. In 

vielen Kupferwerken finden sich dergleichen, doch in 

Paul Brills Monats-Bildern stellt das Blatt Mai-Juni 

einen solchen dar, welchen Herr Geh. Ober-Bau-Rath 

Schinkel zu gegenwärtigem Zweck gar herrlich zurichten 

35 würde. 

17* 



1821 THEATERREDE 13. 261 



[Mai 2, Weimar.] 4042] 

ich lieber, was mir im Sinne schwebt, zu weiterer Prüfung 
hingeben. 
Wie ich denn jede Art von Wunsch und Forderung, 
& wie sie mir zukommt, sogleich beachten und eiligst 
fördern werde; glücklicherweise trifft mich dieses un- 
erwartete angenehme Geschäft in einem ganz freien 
Augenblick. 

An den Grafen Brühl — Br. 34, 214, 16— 215, 11. 
10 Mai 2, Weimar. 4043 

[Früh] Vorbereitete Sendung nach Berlin für morgen. 

. . . Fortgesetzte Bemühungen am »Prolog*. 1 . . . Abends 

Prof. Riemer. Hofrath Meyer. Die erste Abtheilung 

des ,Prologs c [Vers 1 — 113] durchgegangen. 
15 Tgb. 8, 48, 21 f. 24f. 49, 1—3. 

Mai 3, Weimar. 4044 

[Früh?] Nebenstehende Expeditionen: An Grafen 
Brühl in Berlin, [Brief, s. Nr. 4042, und] erste Ab- 
theilung des »Prologs* [Vers 1 — 113]* und der Anmer- 
20 kungen [s. Nri 4041]. 8 
Tgb. 8, 49, 7—10. 
Mai 4, Weimar. 4045 

Empfangen Sie Beikommendes 4 freundlich und be- 
suchen mich diesen Abend zu einer kritischen Session ; 5 . . . 
25 Die zweite Abtheilung des ,Prologs' wünschte morgen 

fortzuschicken.. 

An Riemer. — Br. 34, 216, 14 f. 19 f. 
Mai 4, Weimar. 4046 

Abends Hofrath Meyer und Prof. Riemer. Die Sen- 
80 düng nach Berlin, . . durchgesprochen. 6 
Tgb. 8, 60, 6—8. 



* Vers 206—211 (?)< vgl. W. 13 (2), 180. 

8 Diese Abschrift ist nicht bekannt (vgl. W. 13 (2), 186). 

* — Mai 3: Graf Brühl an Goethe (Eingegangene Briefe 1821, 
35 1401); vgL Tgb. 8, 342 zu S. 62 Z. 16f., sowie unten 263, 32 f. 

* Die 262, 2 f. 263,21 genannte Abtheilung II (Vers 114—176). 

* Vgl. Nr. 4046. 

6 Die zweite Sendung, vgL Nr. 4046. 4047. 



THEATERBEDE 13. 



1821 THEATERREDE 13. 263 

[Mal 5, Weimar.] [4047] 

Sendungen (die erste ging den 3. Mai ab) 1 zum aller- 
schönsten ersuchend, . . . 

Zur zweiten Sendung, am 5. Mai. 
5 jfc. 9 Das Theater verwandelt sich wie angezeigt. 
I. Sie tritt bacchisch gekleidet hervor, 
m. Das Theater verfinstert sich, 
n. Ein rother Schein überzieht das Theater, 
o. Es wird wieder Tag. Ich gebe zu bedenken, ob 
10 man nicht gleich hier wollte den Ziergarten eintreten 
lassen; alsdann wäre es nicht unschicklich bei 
p. die Sylphen, bei 

q. die Undinen erscheinen zu lassen; bei 
r. geht sie ab und macht dem Ballet Platz, bei 
15 *. kehrt sie wieder, heiter und zierlich gekleidet. 

An den Grafen Brühl —262, 2—263, 3: Br. 34, 217, 1—218, 3 ; 
Z. 4—15: W. 13 (2), 2051 (Teichmann S. 256.) 

Mai 5, Weimar. 4048 

[Früh?] Nebenstehende Expeditionen: [Brief an] Hn 

20 Grafen Brühl, Excellenz, nach Berlin [s. Nr. 4047], 

die zweite Abtheilung des ,Prologs* [Vers 114 — 176] 8 

und einige Bemerkungen. 4 
Tgb. 8, 50, 9— 12. 

Mai 6, Weimar. 4049 

26 [Früh] Prolog für Berlin. 5 
Tgb. 8, 50, 21. 



* VgL Nr. 4044. 

* VgL 257, 38f. 

3 Diese Abschrift ist nicht bekannt; wegen des außer Abtheilung II 
80 noch Übersandten vgl 262, 3. 28. 

* s. Z. 4—15. 

— [Mai 5?] Graf Brühl an Goethe (Nachschrift zu dem 
261, 34 f. genannten Briefe), vgL Nr. 4051. 

* Vers 212— 239 b (T), vgl W. 13(2), 184. 199. 

85 — Mai 6, Graf Brühl an Goethe: dringende Einladung, Goethe 
möge zur Einweihung des Schauspielhauses nach Berlin kommen 
(vgl. Br. 34, 384 zu Brief 227). 



1821 THEATERREDE 13. 266 

Mai 9, Weimar. 4054 

[Früh] Abschrift des »Prologs*, so weit er gediehen. 
„ . . [Abends?] An Grafen Brühl [Brief, s. Nr. 4053, 
und] ein Pensum des »Prologs*. 1 
ö Tgb. 8,61,20f. 52, 3f. 

Mai 10, Weimar. 4055 

[Früh] Abschluß des ,Prologs* für Berlin. 9 . . . [Nach- 
mittags] Kam die Aquatinta des Berliner Theaters. 8 

Tgb. 8, 52, 5. 16f. 
10 Mai 11, Weimar. 4050 

[Früh] Brief an Grafen Brühl concipirt [s. Nr. 4057]. 

Denselben mundirt, so wie den Schluß des , Prologs*. 

. . . Das Mundum des »Prologs 4 für mich beendigt. 
Tgb. 8, 52, 20—23. 

15 Mai 12, Weimar. 4057 

Hiebei folgt denn auch der Schluß des »Prologs*. 4 
Möge er und das Ganze genügen; es machte mir viel 
Freude, Ihnen hierinnen dienen zu können. Wie er 
gerathen ist, wüßte ich nicht zu sagen; ich stehe noch 
so zu nahe daran, als daß ich das Ganze überschauen 
könnte. 

Grüßen Sie Madame Stich 6 zum schönsten, welche 
zu sehen ungern entbehre. Auch Wolffs geben Sie ein 
gutes Wort, denn diese sind's doch eigentlich, welche 



26 i Vers 177—239 (?), vgl. W. 13 (2), 184; diese Abschrift ist nicht 
bekannt. 

* Vers 240—283 (vgl. W. 13 (2), 184). 

* Vgl 266, 6f. 

— Mai 10, Graf Brühl an Goethe: bittet „Decorations -Ver- 
30 Wandlung, Musik, Tanz nicht allein zu beschranken, sondern 
so viel als möglich aufzugeben und alles das, was sich vor den 
Augen des Publioums gestalten sollte, durch das Wort geistig 
vorführen zu lassen« (Tgb. 8, 188 f., vgl auch die Br. 34, 387 
abgedruckten Stellen); vgl 266, 24 und Nr. 4060. 
* * Vers 240—283. 

* VgL 266, 30. 256, 18. 26. 262, 24. 278, 13 f. 



1821 THEATERBEDE 13. 267 

[Mal 13, Weimar.] [4060] 

Vom Anfange herein wird gesprochen bis: Der sich 
der Muse treulich zugesellt incl. Das nunmehr 
folgende: Was ruft! pp. fällt weg bis: Alles ist am 
5 Ende gut incl. 1 

Der Übergang geschieht mit wenig veränderten 
Worten also: 

Viel ist, gar viel mit Worten auszurichten« 
Wir zeigen das im Reden wie im Dichten; 

10 Ton und Bewegung aber muß man hören, sehn, 

Sie schildern darf man sich nicht unterstehn. 
Unmittelbar sollt ihr den Reiz empfinden 
An Sang und Tanz, wenn sie sich selbst verkünden. 
An ihnen fühlt man gleioh der Muse Gunst, 

16 Das höchste Ziel pp. 

und so bis zu Ende. 

Eine gesetzte ruhige Recitation möchte etwa eine 

Viertelstunde füllen. 

Nach dieser Abkürzung würde nicht zur Musik rathen, 

20 weil keine lyrische Anforderung in dem Vortrage liegt, 

und so könnte denn alles ohne Theaterveränderung und 

Umkleidung vor sich gehen. 

Secretiren Sie jedoch, mein Werthester, den Theil, 
den wir auslassen, wir können ihn mit Wenigem in ein 
25 artiges kleines Stück verwandeln, das sich alsdenn mit 
aller Bequemlichkeit ausschmücken läßt. 

Sodann würde das, was Sie, wegen allzu lebhaften 
materiellen Forderungen an's Theater, gesagt wünschen, 
in einem eignen Prolog gelegentlich ausführen und sonst 
so noch manches, nach Verlangen, zu dem herrlichen Unter- 
nehmen beitragen. 9 

Der Schluß des Ganzen, welcher gestern, den 12. 
dieses, von hier abgegangen, 8 wird mit Gegenwärtigem 
wohl auch in Ihre Hände kommen; möge sich das 



86 * Vers 108—176. 
1 VgL 273, 10—274, 5. 
8 VgL Nr. 4059. 



268 THEATERBEDE 13. 1821 

[Hai 18, Weimar.] [4060] 

Ganze auch, auf jetzt beliebte Weise, hübsch an ein- 
ander fügen und runden. 

Viele Empfehlungen an Herrn WoLff und an die Theil- 
nehmenden; lassen Sie bald hören, inwiefern Ihnen die s 
Abänderung genügt und behagt. 

An den Grafen Brühl? — Br. 34, 233, 15—235, 5. 
Mai 13, Weimar. 4061 

[Früh] Antwort an den Grafen Brühl [s. Nr. 4060] 
per Estafette, mit den gewünschten Abänderungen des 10 
»Prologs 1 . 1 . . . Estafette an Grafen Brühl früh zehn 
Uhr abgegangen, . . 

Tgb. 8, 53, 23 f. 54,7 t 
Mai 15, Weimar. 4062 

[Vormittags] John fing die reine Abschrift des ,Pro- u 
logs' an. 9 

Tgb. 8, 55, 3f. 
Mai 16, Weimar. 4063 

[Früh] John fuhr am Mundum des »Prologs* fort. 
Tgb. 8, 55, 9. «o 

Mai 17, Weimar. 4064 

[Morgens] Die Abschrift des ,Prologs* revidirt, . . 

Tgb. 8, 55, 22. 
Mai 18, Weimar. 4065 

Möge Beikommendes 8 meiner verehrtesten Fürstin 25 
einige Unterhaltung geben und Ihro Majestät des Königs 
Allerhöchster Gnade mich zu empfehlen nicht unwerth 
scheinen! 4 

An d. Erbgroßherzogin Maria Paulowna.- — Br. 34, 243, 

20—23. so 



1 Vgl 265, 29—34. 

8 Vermuthlich für die Erbgroßherzogin Maria Paulowna (ygL 

Nr. 4063—4065). 
* Abschrift des »Prologs«; vgl. Nr. 4062—4064. 
4 — Mai 18, Erbgroßherzogin Maria Paulowna an Goethe: Dank ss 

für den »Prolog 4 (G. -Maria Paulowna S. 67 f.)* 



1821 THEATERBEDE 13. 269 

Mai 18, Weimar. 4066 

[Abends.] Darauf kamen wir 1 auf seinen Berliner 
»Prolog', den er mir [Müller] jedoch wegen Mangels an 
reinlicher Abschrift 9 nicht zeigen wollte, . . . 
5 Mit Fr. v. Müller. — Gespräche 4, 84 (Müller S. 47). 

Mai 18, Weimar. 4067 

[Morgens?] Nebenstehende Expeditionen : ,Prolog* an 

die Erbgroßherzogin [s. Nr. 4065].* 
Tgb. 8, 56, 1—3. 

10 Mai 30, Weimar. 4068 

. . bitte beikommende Rolle Ihro Kaiserlichen Hoheit 
der Frau Erbgroßherzogin [Maria Paulowna] zu über- 
reichen; sie enthalt, laut Aufschrift, den ,Prolog', für 
Ihro Majestät die Kaiserin Mutter begehrt, und ist 
15 so sorgfaltig gepackt, daß sie gleich zu versenden 
wäre. 4 

An Caroline v. Egloffstein. — Br. 34, 271, 14—18. 



1 Goethe, v, Müller und Riemer. 

2 Hierdurch gewinnt die 268, 32 ausgesprochene Vermuthang an 
£0 Wahrscheinlichkeit. 

» — Mai 25: Wilken an S. Boisseree (Boisseree 1, 391). 

— Mai 26: Theaterrede 13 wird, zur Einweihung des neuen 
Schauspielhauses zu Berlin, von Auguste Stich gesprochen; es 
folgt die Ouvertüre zu Glucks ,Iphigenie in Aulis*, sodann 

26 Goethes Jphigenie auf Tauris' (Iphigenie-Amalia Wolff, Orestes- 
P. A. Wolff) und zum Schluß das Ballet »Die Rosenfee' von 
Herzog Karl von Mecklenburg; vgl. Teichmann S. 142 — 144, 
Wolff S. 150, Nicolovius S. 353 f., G. -Zelter 3, 180; wegen der 
Decoration vgL 273, 28—38. 

so — Mai 29: Erste Wiederholung des Prologs in Berlin, es 

folgt F. L. Schröders Lustspiel »Die unglückliche Ehe durch 

Delikatesse' (2. Theil des Lustspiels ,Der Ring') ; vgl Nicolovius 

S. 365. 

4 — Mai 30: Zweite Wiederholung des Prologs in Berlin, es folgt 

3* Goethes Jphigenie auf Tauris'. 

— [Juni Anfang oder schon Mai Ende] Graf Brühl an Goethe: 
über die Einweihungsfeier Mai 26 (der Brief gelangte nicht an 
seine Adresse, vgL 272, 22—26 und Br. 35, 351). 

— Juni 1: Dritte Wiederholung des Prologs in Berlin. 



270 THEATERBEDE 13. 1821 

Juni 2, Weimar. 4069 

Von beiliegendem ,Prolog', schöne Julie, nehmen Sie 

eine Abschrift, geben sie nicht ans der Hand, erfreuen 

mich bald mit einem glücklichen Vortrag. 1 

An Julie v. Egloffstein. — Br. 34, 276, 1—3. 5 

Juni 4, Weimar. 4070 

Nach Tische Frl. Schopenhauer, den ,Prolog* vor- 
tragend. 9 Sodann Gräfin Julie Egloffstein. 8 

Tgb. 8, 64, 14—16. 

Juni 5, Weimar. 4071 io 

Abends , . Oberbaudirector Coudray, dem ich den 
,Prolog* zu lesen gab. 4 

Tgb. 8,64,24. 27 f. 

Juni 14, Weimar. 4072 

Daß mein , Prolog* Beifall erhielt, freut mich sehr; 5 15 
ich konnte den zutraulichen Antrag nicht ablehnen, ob ich 
schon mit Gelegenheitsgedichten nicht gern in die Ferne 
wirke. Den guten Willen der braven Berliner gegen 
mich weiß ich gewiß zu schätzen ; leider, daß ich nicht 

in Person dafür zu danken im Stande bin; . . so 

An Schultz. — Br. 34, 283, 17—23. 

Juni 15, Weimar. 4073 

Nach Tische Adele Schopenhauer; den ersten Abschnitt 

des ,Prologs* recitirt. 6 

Tgb. 8, 68, 17—19. *s 

Juni 22, Weimar. 4074 

Zu einem ,Prolog' zur Eröffnung des Berliner Schau- 
spielhauses ließ ich mich auch verführen, . . 
An K. F. v. Reinhard, — Br. 34, 297, 14—16. 



1 VgL Nr. 4070. so 

• VgL Nr. 4073. 4077, sowie 276, 27—277, 5. 
» VgL Nr. 4069, sowie unten 276, 27—277, 5. 

4 — Juni 8: Vierte Wiederholung des Prologs in Berlin (vgl* 
G. -Schultz S. 233). 

— Juni 9: Schultz an Goethe (G.-Schultz S. 233); vgl Nr. 4072, 35 

5 Vgl. Z. 35 und 272, 30—273, 3. 276, 15f. 

• VgL Nr. 4070. 4077, sowie 276, 27—277, ö. 



1821 THEATERREDE 13. 271 

Juni 24, Weimar. 4075 

Zu einiger Unterhaltung bei regnigem Wetter 1 nehme 
mir die Freiheit, den ,Prolog' zu Eröffnung des Ber- 
liner Schauspielhauses vorzulegen, mit dem Wunsche, 
6 daß das Dargestellte und Vorgetragene auch Höchst- 
denenselben und Ihrem Kreise einiges Wohlgefallen ab- 
gewinnen möge. 1 

An d. Großherzogin Luise. — Br. 34, 900, 22—301, 3. 
Juni 27, Weimar. 4076 

io [Abends ?] Rolle an Ihro Hoheit die Großherzogin 
mit dem Berliner ,Prolog* [s. Nr. 4075]. 

Tgb. 8, 72, 22—24. 
Juni 30, Weimar. 4077 

Nach Tische Adele [Schopenhauer], wegen den ,Prolog* 
15 recitiren. 8 

Tgb. 8, 73, 24£. 
Juli 5, Weimar. 4078 

[Nachmittags] Oberbaudirector Coudray. Blieb der- 
selbe zum Abendessen. 4 Vorlesung des ,Prologs' und 

20 Erinnerung alter Tiefurther Zeiten. 6 
Tgb. 8, 75, 18—20. 
Juli 17, Weimar. 4079 

. .; ein Ungenannter über den ,Prolog'. e 
Tgb. 8, 79, 2. 

25 1 Die Adressatin befand sich zur Zeit in WilhelmsthaL 
» VgL Nr. 4076 und Z. 30f. 
• VgL Nr. 4070. 4073, sowie 276, 27—277, & 
4 An dem wahrscheinlich auch Goethes Gast, Staatsrath Schultz 
Theil nahm, 
so * — Juli 8, Großherzogin Luise an Goethe: Dank für die Sen- 
dung einer Abschrift (GJ. 23, 41), vgl Nr. 4075. 4076. — Zelter 
an Goethe: über die Aufführung Mai 26 (G. -Zelter 3, 180); vgL 
Nr. 4080. 
6 Da das unmittelbar Vorhergehende (s. Epos Nr. 1780) sich auf 
35 Mittheilungen bezieht, die in der Berliner Zeitschrift ,Der Gesell- 
schafter 4 erschienen waren, so ist die anonyme Äußerung über 
Theaterrede 13 vielleicht am selben Ort zu suchen (Jahrgang 
1821 war mir leider nicht zugänglich). 
— October 6: Graf Brühl an Goethe, mit der 273, 28 f. ge- 
40 nannten Aquarelle (vgL Br. 35, 351, sowie unten 274, 30. 276, 20). 



272 THEATERREDE 13. 1821 

Ootober 14, Jena. 4080 

Das gute Wort, das Du über den ,Prolog' sagst, 1 
erfreut mich sehr; es trifft mit allem zusammen, was 
ich gehört habe und noch höre. Gar sehr dient es zu 
meiner Beruhigung, daß ich, in der stillsten Clause, s 
so weit vom lebendigsten Leben entfernt, das zu pro- 
duciren wußte, was dort in einem höchst bedeutenden 
Momente schicklich und erfreulich war. Ich hoffe, man 
wird nach und nach das Gelegenheitsgedicht ehren lernen, 
an dem die Unwissenden, die sich einbilden, es gäbe io 
ein unabhängiges Gedicht, noch immer nirgeln und 
nisseln. Unter den ,Zahmen Xenien' wirst Du künftig 
finden: 2 

Willst du dich als Dichter beweisen, 

Mußt du nicht Helden noch Hirten preisen; 15 

Hier ist Rhodus! Tanze du Wicht! 

Und der Gelegenheit schaff ein Gedicht! 

An Zelter. — Br. 36, 139, 17—140, 4. 
October 22, Jena. 4061 

Ihr höchst werthes Schreiben, 8 bester Herr und Freund, «> 
war mir sehr erfreuend, da ich seit langer Zeit nichts 
von Ihnen vernommen hatte; denn Herr Joukowski 
gab sein 4 Schreiben an mich nicht ab, . . Wahrschein- 
lich war er mit den kaiserlichen Hoheiten nicht hier 
oder behandelte den Brief, den Sie ihm mitgaben, als ** 
ein allgemeines Empfehlungsschreiben. 

Demohngeachtet aber hat mich von Berlin her seit 
jener Zeit nur Angenehmes berührt, woraus ich auch 
vermuthen konnte, daß Sie mit mir und meinen Be- 
mühungen zufrieden seien. Auch dient es zu größter so 
Beruhigung, daß ich in der stillsten Clause, so weit 
vom lebendigsten Leben entfernt, dasjenige zu produ- 



1 Vgl. den 271, 31 f. genannten Brief. 

* Erst 1824 in ,Kunst und Alterthum« 4 (3), 93. 

8 Vgl 271, 39f. u 

4 & h. den 269, 36—38 genannten Brief Brühls an Goethe. 



1821 THEATERREDE 13. 273 

[October 22, Jen».] [4081] 

ciren wußte, was dort in einem höchst bedeutenden 
Momente schicklich und erfreulich werden sollte. 
Nun versetzen Sie mich durch Ihre allerliebste Sen- 

s düng 1 in den Fall, die bedeutende Localitat, nach deren 
Anschauung ich mich längst gesehnt, im Bilde und 
zugleich den herrlichen Vorder- und Hintergrund, auf 
welchem meine Production sich hervorthat, mit leiblichen 
Augen zu erblicken. 

10 Inwiefern sich jenes vorübergehende und so wohl auf- 
genommene dramatische Erzeugniß [Theaterrede 13] 
perpetuiren oder vielmehr nochmals vorführen lasse, 
darüber hab' ich wohl manchmal nachgedacht, bin aber 
mit mir noch nicht ganz einig; zu näherer Prüfung 

15 setze gegenwärtig nur einen Stein in's Brett. 

Mein Vorschlag wäre: mit sehr gemäßigten Abände- 
rungen ein Vorspiel daraus zu machen, welches jähr- 
lich am Einweihungstage gegeben werden könnte. Da 
nun aber ohnehin die Masse des zu Recitirenden jetzt 

20 schon groß genug ist und sich noch etwas erweitern 
dürfte, so würde ich rathen, die Darstellung unter drei 
Personen zu vertheilen. Recitation, Musik, Gesang und 
Ballet mit Zubehör würden etwa, wie schon angedeutet, 
vorgeführt. Die drei Figuren träten zuletzt im Ein- 

26 klang zusammen, die Darstellung gewänne an Mannich- 
faltigkeit, und eine liebenswürdige Einheit würde zum 
Schluß erzielt werden. 



1 „Ansicht der Bühne des Berliner Theaters bei dessen Eröffnung 
im Jahre 1821. Sorgfältige Aquarelle" (Schuchardt 1, 296 Nr. 743); 

80 vgL 271, 39. 276, 20, sowie Br. 35, 183, 1. 185, 6-8 und H. Meyers 
Beschreibung dieses Blattes in »Kunst und Alterthum' 3(3)» 
182 f., die beginnt: „Es war ein glücklicher Gedanke das, 
zur Eröffnung des prachtvollen neuen Theaters in Berlin, von 
Goethe gedichtete Vorspiel mit einer Decoration zu begleiten, 

85 welche den Prospect von Berlin und eben das neue Theater- 
gebäude selbst den Zuschauern vor die Augen stellte. Das 
Gedicht erlaubte, ja erforderte solches und die Wirkung davon 
muß eben so angenehm als überraschend gewesen sein." 
Grftf, Goethe Ober s. Dichtungen T. n, B. 4. 18 



274 THEATERREDE 13. 1821 

[October 22, Jena.] [4081] 

Indem ich nun auf diesem Wege meinen Gedanken 
nachgehe, so ersuche ich Sie, mir die Ihrigen mit- 
zutheilen; wir hätten Zeit alles zierlich einzurichten, um 
über's Jahr mit einem Neu- Alten zu überraschen. 1 s 

Ist es Ihnen indessen nicht zuwider, so würde ich 
den ,Prolog', wie er ist, den ich in der ,Neuen Berliner 
Monatsschrift' beinahe völlig abgedruckt finde, 8 im 
nächsten Hefte von ,Kunst und Alterthum' einschalten; 8 
auch ein Stillschweigen soll mir als Bejahung gelten. 10 

Mögen Sie beikommendem Blatt 4 Ihre Sanction er- 
theilen, so würde ich zu mancher guten Stunde, welche 
mir durch eine so freundliche Gabe vorbereitet wird, 
dankbar des Gebers gedenken. 

An d. Grafen Brühl. — Br. 36, 163, 1—164. 28. 166, 2£-26. 15 
November 16, Weimar. 4082 

[Morgens] Empfing die hundert Ducaten von Berlin. 6 

. . . An die Königlich Preußische Haupt-Theater- 

casse nach Berlin. 

Tgb. 8, 136, 11. 17 f. 20 

1822. 

• April 24, Weimar. 4083 

[Vormittags] Den Vorrath zum nächsten Stücke von 
,Kunst und Alterthum* [Band 4 Heft 1] durchgesehen ; 7 . . 
Tgb. 8, 189, 11—13. 25 

1 Dieser Plan kam nicht zur Ausführung, eben so wenig wie der 
267, 23—26 genannte. 

• VgL 264, 16—21. 
8 Vgl 264, 14f. 

4 Honorar- Quittung (s. Br. 36,361); Brühl an Goethe: „Da Sie so 
bei andern Gelegenheiten der Theater-Casse erlaubt haben, Ihnen 
ein Honorar für Ihre Dichtungen anzubieten, so habe ich der- 
selben befohlen, Ihnen 100 Stück Ducaten gegen Ihre gefällige 
Quittung auszuzahlen" (Br. 36, 361); vgL Nr. 4082. 

• VgL Z. 30—34. ss 
e — Februar 4: Knebel an Goethe (G.-Knebel 2, 306). 

7 Vgl. Z. 9. 

— Mai 12; VgL Tgb, 8, 196, 24f. 



1822 THEATERREDE 13. 275 

Mai 13, Weimar. 4084 

[Morgens] Abschrift begonnen des Berliner »Prologes*. 1 
Tgb. 8, 196, 7. 

Mai 14, Weimar, 4085 

5 [Morgens] Abschrift des Berliner ,Prologs'. 
Tgb. 8, 196, 12f. 

Mai 17, Weimar. 4086 

[Früh] Abschrift des Berliner »Prologs* geendigt. 
Tgb. 8, 197, 14. 

10 September 3, Weimar. 4086 a 

E. W. erhalten hiebei Manuscript zum nächsten Stücke 
von »Kunst und Alterthum' [Band 4 Heft 1], der »Pro- 
log* für Berlin geht voran. 

An Weaselhöft. — Br. 36, 138, 18—139, 1. 

15 September 4, Weimar. 4087 

[Früh] Nebenstehendes, . .: [Sendung und Brief an] 

Hn Wesselhöf t [s. Nr. 4086a], Manuscript zu ,Kunst 

und Alterthum* [Band 4 Heft 1], Berliner ,Prolog*, . . 

Tgb. 8, 236, 3—5. 

so September 21, Weimar. 4087 a 

[Früh?] Nebenstehendes: [an] Hn Wesselhöf ts 

Druckerei ,Kunst und Alterthum* IV, 1, l. a 
Tgb. 8, 242, 3 f. 

September 24, Weimar. 4088 

£5 [Vormittags angekommen] Revisionsbogen 2 des vierten 
Bandes [Heft 1] von ,Kunst und Alterthum'. 8 
Tgb. 8, 243,1 f. 

September 26, Weimar. 4089 

An . . Wesselhöfts Druckerei ,Kunst und Alter- 
30 thum* IV, 1, zweiter Revisions-Bogen. 4 
Tgb. 8,243,21. 24 f. 



i Für Druck 1; vgL Nr. 4086—4090. 

2 d. h. Bogen 1, durchgesehen ; er umfaßt Vers 1 — 263, nebst der 
auf Vers 263 folgenden Bühnenanweisung. 
35 » Enthaltend Vers 264—283. 
* VgL Z. 26. 35. 

18* 



276 THEATERREDE 13. 1822 

November 19, Weimar. 4090 

An Serenissimum die ersten Aushängebogen von 
.Kunst und Alterthum' [Band 4 Heft l]. 1 
Tgb. 8, 2M, 12—14. 



1823 THEATERREDE 13. 277 



][Juli zwiacheu 5 and 11, Marlenbad.] [4002] 

Schopenhauer, ergötzten sich, den Berliner ,Prolog* vor- 
zutragen, jede nach ihrer Weise, jede die Poesie durch- 
dringend und ihrem Charakter gemäß in liebenswürdiger 
5 Verschiedenheit darstellend. 1 

Tag- und Jahres-Hefte, 1821. — W. 36, 185, 25—186, 7. 
203, 9—13. 205, 14r-21. 

1825. 

Januar 12. 13, Weimar. — s. 3, 109, 8. 4092a 

10 ][Mai oder Juni, Weimar.] 8 4092b 

5. Prolog für Berlin. 
Das Interesse an dem Bau des neuen Berliner Schau- 
spielhauses nach jener unglücklichen Einäscherung war 
allgemein und bei mir vorzüglich. 8 Da ich mit dem 
15 Herrn Generalintendanten seit dessen frühsten Jahren 
in treuer freundschaftlichster Verbindung gelebt, den 
Baumeister Herrn Schinkel und dessen außerordentliches 
Talent zu ehren verstand, ferner mit denen zum Schmuck 



1 VgL Nr. 4069. 4070. 4073. 4077. 

20 2 Wegen der Datirung vgl Epos 1, 69, 27—29. — Goethe wollte 
ursprünglich Band 4 der Werke Cotta 8 eröffnen mit einer 
Gruppe von Dichtungen zu „Festlichen Lebens-Epochen" in 
dramatischer Form (der sodann die inhaltlich verwandte; der 
Form nach verschiedene Gruppe »Inschriften, Denk- und Sende- 

25 Blatter* folgen sollte); es waren: 1. Maskenzug 14, 2. das , Vor- 
spiel' von 1807, 3. das »Finale zu Johann von Paris', 4$ die 
Scene ,Zu Wallensteins Lager 4 , 5. Theaterrede 13; Später löste 
Goethe die Gruppe auf, verwies Nr. 3 — 5 in die auf die Gruppe 
»Inschriften . .' folgende Abtheilung »Dramatisches 1 » Nr. 2 ganz 

80 aus Band 4 weg in Band 11» und eröffnete Band 4 mit Nr. 1 
allein» dem dann sofort die »Inschriften, Denk- und Sende-Blätter' 
folgen. Wie diese Gedichte „Aufklärende Bemerkungen" er- 
halten haben, so sollten ursprünglich solche auch jenen genannten 
5 Dichtungen beigegeben werden; thatsachlich hat nur Nr. 1 

35 (Maskenzug 14) eine „Aufklarende Bemerkung" bekommen 
(s. Nr. 3203); von den Bemerkungen zu Nr. 2 — 5 hat sich nur 
der erste Entwurf erhalten (vgl Nr. 4451b und 4690). 
8 Am 29. Juli 1817 war das alte Theater abgebrannt (vgl,- Goethe 
an Zelter 1817 August 20, Br. 28» 226, 13 f.). 



278 THEATERREDE 13. 1826 

][MM oder /im!, Weimar.] [10Kb] 

vorzüglich berufenen Bildhauern, Herrn Tieck und 
Rauch in anmuthigem Wechselverhältniß war, und durch 



1826 



THEATERREDE 13. 14. 



279 



April 14, Weimar. 4093 e 

Bei den dramatischen Arbeiten ist eben auch eine 
schickliche Abtheilung der größeren Gedichte auf die 
Seiten zu empfehlen. 1 

An Cotta. — Br. 41, 12, 13—16. 

April 16, Weimar. — s. 2, 330, 24f. 4093f 

April 19, Weimar. — s. 2, 331, 10—12. 4093g 

Mai 7, Weimar. — s. Nr. 3207 (3, 490f.). 4093h 



1827. 

10 März 29, Weimar. — s. Nr. 1470 (2, 388). 
März 29, Weimar. — s. Nr. 3208 (3, 491). 
April 2, Weimar. — s. Nr. 1471 (2, 389). 

A^ril 22* } Weimar - — * Nr - 1476 - 1478 < 2 ' 3öof 
15 Mai 19, Weimar. — s. Nr. 1484 (2, 395); 

Juni 16 } Weünar * "" 8 " Nr ' 1494 - 1490 (* 398 )* 
August 15, Weimar. — s. Nr. 1513 (2, 408). 



40931 

4093 k 

40931 

4093 m. n 
4093 o 

4093 p. q 
4093 r 



14. Prolog 1828 Februar 13, Berlin. 

20 Zu »Hans Sachs* von Deinhardstein. 

Handschriften: 1. Vers 1. 2 (beide zweimal untereinander). 10. 4. 
35—40. 43. 44. 47—50, „erste" (? vgL die Daten Z. 25. 28) 
eigenhändige Niederschrift, durchgestrichen (auf der anderen 
Seite des Blattes: Conoept von Goethes Brief an EL F. v. Rein- 

25 hard 1828 Januar 27). Im Goethe- und Schiller-Archiv. 

2. Vers 15—18. 29 — 34. 1. 2, eigenhändige Niederschrift, 
durchgestrichen (auf der andern Seite des Blattes: Conoept 
des Tagebuchs 1828 Januar 24. 25). Im Goethe- und Schiller- 
Archiv. 

30 3. Das Ganze, eigenhändiges Concept, in folgender, von 

der endgültigen Fassung abweichenden Versfolge in 6 Gruppen: 
[I] Vers 15—22, [II] Vers 29—34, [HI] Vers 23—26, [IV] 
Vers 1—14, [V] Vers 27—28, [VI] Vers 35—52; Gruppe I— V 
durch arabische Zahlen am Rande nachträglich in die end- 

35 gültige Reihenfolge gebracht. Im Goethe- und Schiller- Archiv. 



1 VgL Nr. 4093 nebst ErL 



280 THEATERREDE 14. 1828 

[14. Prolog, 1828 Februar 13, Berlin. Handschriften.] 

4. Vier abweichende Lesarten, nach einer jetzt verschollenen 
Handschrift (Schreiberhand, mit eigenhändigen Verbesserangen 
Goethes) von Salomon Hirzel in ein Exemplar des Z. 9 — 12 
genannten Drucks eingetragen. In der Universitats-Biblio- 6 
thek zu Leipzig. 

Drucke: Goethe selbst hat keinen Druck veranlaßt; die Heraus- 
geber des Nachlasses haben den »Prolog* nicht in die Werke 
N. oder Werke Q. aufgenommen. Den Einzel-Druck »Prolog 
von Göthe, gesprochen im König! Schauspielhause vor Dar- 10 
Stellung des dramatischen Gedichts Hans Sachs, in 4 Ab- 
theilungen, von Deinhardstein. Berlin, 1828* veranstaltete 
Graf Brühl ohne Goethes Wissen (vgL 284, 20. 29) ; mit dem 
Abdruck in der «Allgemeinen Theaterzeitung und Unter- 
haltungsblatt. Hsg. von Adolf Bauerle«, Wien 1828 März 11, 16 
Jahrgang 21 Nr. 31, hatte Goethe nichts zu thun. 

Weimarer Ausgabe: 1894, W. 13 (1), 182—184 und 1901, W. 13 (2), 
234 — 238, ab elftes und letztes Gedicht m der Gruppe 
»Theaterreden'. 



1. 1828 Februar 

2. „ Februar 
8. „ Februar 



Theaterrede 14 wurde gesprochen: £0 

Berlin. 



13} 4. [1828] Mar» \ 

W> In Berlin. 6- .. April 9 l in 

21 J 6. „ Juni 9 J 



1828. 

1 Januar 13, Weimar. 4094 25 

[Vormittags] . . schematisirt die Gedichte zum 30. Januar 
[,Die ersten Erzeugnisse der Stotternheimer Saline*], zum 
7. April [?] und für Berlin [Theaterrede 14]. . . . [Nach- 
mittags] Setzte Arbeiten und Betrachtungen fort. 

tgb. 11, 164, 41 10. so 



1 — Januar 10, Graf Brühl an Goethe: bittet, bei der bevor- 
stehenden Auffuhrung von Deinhardsteins dramatischer Dich- 
tung »Hans Sachs 4 in Berlin, an Stelle des ihm nicht gefallenden 
Prologs von Deinhardstein, Goethes Gedicht .Erklärung eines 
alten Holzschnittes vorstellend Hans Sachsens poetische Sendung 4 ss 
als Prolog sprechen lassen zu dürfen; „Auf welche Weise das 
Gedicht, ob ganz, ob hie und da verkürzt, ob abgeändert vor- 
getragen werde, das alles stellt der Schüler dem Meister willig 
und freundlich anheim" (Teichmann S. 264). 



1828 THEATERREDE 14. 281 

Januar 17, Weimar. 4095 

Zum neuen Jahr haben Sie mir, . . ein ganz beson- 
deres Vergnügen durch Ihre werthe Zuschrift 1 verschafft,, 
indem ich daran erkenne, daß Sie, noch meiner in alter 

6 Freundlichkeit gedenkend, sich überzeugt halten, ich 
könne und wolle noch, wie jederzeit, Ihnen irgend etwas 
Dienstlich-Angenehmes erweisen. Da ich nun voraus- 
setzen konnte, daß Sie nach Eenntniß Ihres Pubhcums 
es für schicklich und thunlich hielten, jene meine frühere 

10 belobende Darstellung Hans Sachsens und seiner Ver- 
dienste 2 von Ihrem Theater herab vortragen zu lassen, 
so hab' ich mir bezeichnetes Gedicht mit der größten 
Gemüthsruhe vorgetragen, wie es allenfalls von den 
Beauftragten vor dem Publicum gesprochen werden 

15 könnte. Es dauerte diese Becitation etwa zwölf Minuten, 
welche man, da an dem Gedicht nichts verändert werden 
kann, demselben zu widmen hätte. Allein da das Ge- 
dicht die Beschreibung eines Gemäldes enthält, 8 so wäre 
wohl an einige Einleitung zu denken, damit man nicht 

20 unverständlich durch unerwartetes Eintreten werden 
möge. Dazu kommt noch, daß die ersten Worte oft 
durch Geräusch und sonst unterbrochen und dem Ohr 
entwendet werden. Ich erbiete mich daher, eine kurze 
Einleitung in gleichem Sinn und Stil niederzuschreiben, 

äs worin Vorhaben und Absicht erklärt würden und zu- 
gleich der übrige Vortrag anschaulicher. Und so könnte 
das Ganze ohngefähr in einer Viertelstunde abgethan 
sein, ein Zeitraum, während dessen die Aufmerksamkeit 
der Zuhörer wohl gefesselt würde. Sagen Sie mir hierüber 

»o Ihre, durch Einsicht in die näheren Umstände be- 
stimmtere Meinung. Auch wünscht 9 ich zu erfahren, 



* Vgl 280, 31—39. 

* Das 280, 34 f. genannte Gedicht. (Wegen Goethes Absicht im 
Jahre 1816, zu diesem Gedicht einen »Epilog* zu diohten, vgl. 

36 Theil III unter 1816 Februar 26, Br. 26, 415.) 
8 VgL Otto Pniower in Cotta JA. 9, 434 



282 THEATERREDE 14. 1828 

[Januar 17, Weimar.] [4005] 

wem Sie dieses artige Geschäft übertragen wollen; da 

mir die Eigenschaften des Berliner Theaterpersonals 

wenigstens im Allgemeinen bekannt sind, so war' ich 

dadurch in den Stand gesetzt, einigermaßen gehöriger 5 

in die Ferne zu wirken. 

An <L Grafen BriihL — Teichmann S. 2641 

Januar 19, Weimar. 4096 

[Nachmittags] . . das dem Grafen Brühl . . Zugesagte 

überlegt. 1 io 

Tgb. 11, 167, 11—13. 

Januar 25, Weimar. 4097 

[Früh] Schreiben von Graf Brühl. 8 Den ,Prolog' wieder 
aufgenommen. 

Tgb. ll,169,27f. is 

Januar 26, Weimar. 4098 

Gleich nach dem Abgang meines letzten Briefes, 8 . . 
bedacht 9 ich, was zu thun sein möchte; 4 und da schien 
mir den Umständen ganz angemessen, daß wir einen 
Nürnberger Bürger in seiner alten Tracht auftreten 20 
ließen. Dieß trifft denn glücklicher Weise, da sie alle 
Meistersanger waren, mit Ihrem Vorsätze zusammen, 5 
und also paßt auch wohl die Einleitung, wie ich sie 
indessen schrieb, und wie sie hier sogleich erfolgt. 9 Ich 
darf nicht bemerken, daß der Anfang etwas moderner 25 
ist, damit der Zuhörer nicht gleich von etwas Fremden 
getroffen werde ; sodann geht der Ton in's Ältere hinüber 

1 — Januar 22, Graf Brühl an Goethe: dankt für Goethes An- 
erbieten, bittet um Beschleunigung, zum Spreeher des Prologs 
habe er den „jungen Schauspieler [Eduard] Devrient" gewählt, so 
Costüm „das Kleid vom Minnesänger [Meistersänger? vgL Z. 22]", 
äußert Bedenken gegen Vers 27 des 280, 34 f. genannten Gediohte 
(Teichmann S. 265 f.); vgl Nr. 4098. 

* VgL Z. 28—33. 

* s. Nr. 4095. W 
4 VgL Nr. 4096. 

* VgL Z. 31. 

e Dieses 283, 30 genannte Mundum scheint verschollen zu sein. 



1828 THEATERBEDE 14. 283 

[Januar 20, Weimar.] [4008] 

und wird sich ganz wohl an die Beschreibung des Bildes 1 

anschließen. 

Ich mußte mich sehr zusammen nehmen, um nicht 

5 weitläufig zu werden; denn hier fand sich Stoff zu einem 

selbstständigen Prolog: denn ich durfte nur den Namen 

Nürnberg aussprechen und von den dortzeitigen Kunst- 

und Handwerkstugenden etwas erwähnen, so lag der 

Preis von Berlin an der Hand, wo man jetzt im Hundert- 

io fachen dasjenige leistet, was damals an jenem Orte 

billig sehr hoch bewundert ward und uns immer noch 

mit Ehrfurcht erfüllt. 

Jene berührte Stelle 3 kann gar wohl mit Wenigem 

umgeändert werden, denn es wäre nicht wohl gethan, 

15 wenn wir die Art des sechzehnten Jahrhunderts, in 

. unsrer Zeit als Unart erscheinend, freventlich produciren 

wollten. 8 Man sagte, dächt' ich: 

Ohne mit langer Schleppe zu schwänzen. 

Und so möchte denn das zartere Ohr nicht beleidigt 
20 werden. 

Weiter füge ich nichts hinzu, als daß es mich freut, 
mit diesem Wenigen eilig und zeitig bewiesen zu haben, 
wie angelegen es mir sei, zu zeigen, daß ich immer der 
Alte geblieben. Lägen unsere Kreise näher beisammen 
26 oder griffen gar in einander ein, so würde das öfter 
und bedeutender geschehen können. 

An d. Grafen Brühl — Teiehmann S. 266 f. 
Januar 26, Weimar. 4099 

[Morgens?] Nebenstehendes: [Brief an] Hn Grafen 
so Brühl [s. Nr. 4098], mit dem Mundum des »Prologs*. 4 
Tgb. 11, 170, 23f. 

1 VgL 281, 18. 36. 
* Vers 27, vgl 282, 32. 

8 VgL die von Goethe theils geduldeten, theils veranlaßten Ab- 
35 Bchwäohungen in Faust L Theil bei dessen erster Aufführung 
in Weimar: 2,489—494. 
4 Vgl. 282, 23 f. 38. 



284 THEATERREDE 14. 1828 

Februar 20, 1 Weimar. 4100 

Den besten Dank, . . daß Sie mir Nachricht geben 
von der guten Aufnahme meiner alterthümlich-neuen 
Bestrebungen; 2 ich achte es schon für Verdienst, in 
einem so schweren und bedenklichen Geschäft Ihnen 5 
auch nur Einen heitern Augenblick verschafft zu haben : 
die Zeitungen werden mir schon das Nähere vermelden. 
Nun aber äußre ich den Wunsch, daß Sie mir gefallig 
einige Exemplare Ihres Abdrucks 8 zusenden mögen, da- 
mit ich meine Freunde, für welche diese Sache ein 10 
Geheimniß geblieben, zur Theilnahme heranrufen könne. 4 
An d. Grafen Brühl — Teichmann S. 267. 

März 2, Weimar. 4100 a 

6 [Vormittags] Hr Genast. Antrag von Hn Küstner 
bringend, wegen des ,Prologs'. is 

Tgb. 11, 186, 17f. 

— Februar 13: Theaterrede 14 wird im Schauspielhaus zu 
Berlin von Eduard Devrient gesprochen. 

— Februar 14, Graf Brühl an Goethe: über die am 13. er- 
folgte Auffuhrung und den 280, 9 — 12 genannten Druok, der im 20 
Theater ausgegeben worden sei (Briefe von und -an Goethe 

S. 162f.); vgL Nr. 4100. 

1 VgL Tgb. 11, 181, 17 f. (wonach das Datum in den »Briefen von 
und an Goethe* S. 163 zu berichtigen ist). 

* VgL Nr. 4098. 25 

8 VgL Z. 20 f. 29 f. 280, 9—12. 

4 — Februar [21 oder 22], Zelter an Goethe: habe bei der Auf- 
führung „wie ein Kind geweint«' (G. -Zelter 5, 151). 

— Februar 24, Graf Brühl an Goethe : sendet mehrere Exem- 
plare des 280, 9 — 12 genannten Druckes und bittet um Ent- so 
sohuldigung wegen zweier eigenmächtiger Änderungen im Text 
des Gedichts ,Hans Sachsens poetische Sendung' (Teichmann 

S. 268); vgL Nr. 4101. 
6 Nr. 4100 a. 4100 b und 4101a waren ursprünglich für Anhang I 
zurückgelegt, weU ich nicht zu erkennen vermochte, was für ss 
ein .Prolog« hier gemeint sei (weder im Apparat des Tagebuchs, 
noch in den in Frage kommenden Werken Küstners, Genast», 
Otto Jahns und W. v. Biedermanns finde ich irgend eine An- 
deutung). Da nun aber, wie Herr Professor Georg Witkowski 
mir mitzutheilen die Güte hatte, aus den Zetteln des Leipziger 40 



1828 THEATERREDE 14. 285 

März 5, Weimar. 4100b 

[Morgens] ,Prolog* für Leipzig ward abgeschrieben. 1 
Tgb. 11, 188, 18. 

März 8,» Weimar. 4101 

s Die Stelle in Urem Abdruck Seite 9 Zeile 3 und 4 8 

könnte wohl allenfalls heißen: 

Da seht ihr allerlei Thiergestalten 
Auf Gottes frischer Erde walten. 

Die zwei letzten Zeilen in dem ursprünglichen Gedicht 4 
10 bleiben denn auch billig weg; allein es schnappt als- 
dann gar zu unerwartet ab, und man thäte wohl, noch 

etwas anzufügen, vielleicht wie folgt: 

Wirksame Tugend nie veraltet, 5 



An d. Grafen BrühL — Teichmann S. 269. 



15 Theaters hervorgeht, daß 1828 von März bis Mai (vgl. 286, 26) 
überhaupt nur ein einziger Prolog gesprochen worden ist und 
zwar März 18 der Prolog Deinhardsteins zu seinem Drama 
,Hana Sachs' (vgL 280, 33 f.), so unterliegt es, wie mir scheint, 
keinem Zweifel: daß der auf Küstners Wunsch von Goethe 

20 durch Genast nach Leipzig gesandte »Prolog* unsre Theaterrede 14 
ist. Daß Küstner den von Goethe erbetenen und erhaltenen 
»Prolog* schließlich doch nicht hat sprechen lassen, ist auffallend 
genug, wird aber durch den Leipziger Theaterzettel bewiesen, 
der ausdrücklich ankündigt: „Prolog von Deinhardstein". 

25 Auoh der Umstand, daß Goethes Tagebuch an allen drei 

Stellen „Prolog" schlechthin vermerkt, ohne nähere Bezeichnung, 
was für ein Prolog gemeint sei, spricht für Theaterrede 14, als 
welohe zur Zeit eben erst entstanden und in Berlin aufgeführt 
worden war; am Ende des Jahres, nachdem Monate vergangen, 

so heißt es im Tagebuch ausdrücklich „Prolog zu Hans Sachs" 
(vgL 286, 12. 17). 

1 VgL Nr. 4100 a, 

2 Vgl. Tgb. 11, 190, 13 f. (wonach das Datum in den , Briefen von 
und an Goethe* S. 165 zu berichtigen ist). 

35 * ,Hans Sachsens poetische Sendung* Vers 81. 82, die Graf Brühl 
durch zwei matte Verse ersetzt hatte, um „vielen Menschen, 
namentlich aber dem Könige" keinen Anstoß zu geben (vgl. 
283, 14—17 und W. 16,42öf.). 
* Vers 183. 184 (vgL W. 16, 427). 

40 « Die übrigen 5 Verse s. W. 16, 427, Teiohmann S, 269 und Briefe 



286 THEATERREDE 14. 1828 

Mai 9, Weimar. 4101 & 

[Nachmittags] Hr Genast, dem ich den »Prolog' für 
Leipzig übergab. 1 
Tgb. 11, 191, lf. 
TMai 14, Weimar. 4101b 5 

Mittag Hr Genast und Doctor Eckermann. Ersterer 

erzählte umständlich die letzten Schicksale des Leipziger 

Theaters. 9 

Tgb. 11,218,28—219,3. 
Deoember 2, Weimar. 4102 10 

[Früh] Ansuchen von dem Theater her, um Mittheilung 
des ,Prologs* zu ,Hans Sachs* [von Deinhardstein]. 8 Den- 
selben aufgesucht, auch die nach Berlin mitgetheilten 
Veränderungen 4 nachgebracht. 

Tgb. 11, 309, 10—13. 15 

Deoember 4, Weimar. 4103 

[Früh] »Prolog' zum ,Hans Sachs' [von Deinhardstein] 
abgeschrieben. 5 
Tgb. 11, 310, 10. 

von und an Goethe S. 166. Sind diese Sohluß- Verse bei den 20 
späteren Aufführungen in Berlin gesprochen worden? 

— April 23, Deinhardstein an Goethe: dankt und sendet ein 
Exemplar des 280, 14—16 genannten Drucks (SdGG. 17» 212 f.); 
vgl Tgb. 11, 212, 16f. 

1 VgL Nr. 4100 a. 25 

2 Das Mai 11 geschlossen worden war. Im Hinblick auf Nr. 4100 a. 
4101a ist als sehr wahrscheinlich anzunehmen, daß Genast 
auch erzählt habe, warum Goethes »Prolog 4 nicht gesprochen 
worden war. 

8 VgL Nr. 4103. Deinhardsteins ,Hans Sachs« wurde Tags darauf, so 
Deoember 3, in Weimar zum ersten Mal aufgeführt, der Theater- 
Zettel dieser Vorstellung nennt weder Deinhardsteins eigenen, 
noch Goethes »Prolog«, es ist nach Nr. 4102. 4103 auch nicht 
wahrscheinlich, daß der »Prolog* Goethes Deoember 3 gesprochen 
wurde ; wohl aber mag er bei der Wiederholung 1829 Februar 21 ss 
aufgeführt worden sein, wenn schon der Theater-Zettel auch 
dieser Vorstellung ihn nicht nennt (vgl aber den ähnlichen 
Fall 262, 33 f.). 

4 VgL 283, 17 f. 285, 5—13. 

5 VgL Nr. 4102. 40 

— 1829 Februar 21: VgL Z. 35—38. 

<~&~ 



Der Thronfolger Pharaos. 



Handschriften: sind nicht bekannt. 
Drucke: sind nicht vorhanden. 



1766. 

6 Ootober zwischen 13 und 18, Leipzig! 4104 

J'ai ete tres applaudi, a cause d'uu plan de la Tia- 

gedie ,Der Thronfolger Pharaos'. On me presse pour 

7 mettre la main; mak je ne sauroia, m'7 resoudre. 
An s. Sohwester. — Er. 1, 30, 1—4. 

10 1767. 

Mai 11, Leipzig. 4105 

Der Plan vom .Thronfolger Pharaos' hat viel Tragisches, 

und die Erschlagung der Erstgeburt; in Egypten durch 

den Engel ist das Sujet. Ich wurde Dir ihn schicken, 

ig wenn er so leserlich geschrieben wäre, daß Du ihn de- 

chißriren oder Hörn ihn abschreiben könnte. 

An b. Schwester. — Br. 1, 90, 16—21. 

TOctober 12, Leipzig. — b. Nr. 74 (1,63). 4105a 

1812. 

10 ][März, April, Weimar, Jena, oder Hai, Juni, Karlsbad.] 4106b 
— B. Nr. 76 (1, 63t). 



Torquato Tasso. 

Ton der Enten Fügung, I 
erhalten in haben | von der I 

Handschriften: 1. Das Ganze, unter dem Titel ,'Porqaato Tasso. 
Corrigirtes Manusoript', Abschrift von Schreiberhand, mit 6 
eigenhändigen Verbesserungen, Änderungen und Zusätzen 
Goethes, einzelne von diesen auf nachträglich eingefügten 
Zetteln. (Wegen dea in Aufzug IV Auftritt 1—3 und 
in Aufzug V durchweg auftretenden Namens „B&ttista" 
statt des spateren „Antonio" vgl. Soheidemantel S. 81) — 10 
Handschrift I und 2 sind unter einander gorathen: Aufzog 
I — III von Handschrift 1 liegt jetzt in Handschrift 2, wahrend 
die zu Handschrift 2 gehörigen Aufzüge I— III eich in Hand- 
schuft 1 befinden. 

2. Das Ganze, unter dem Xitel .Torquato Tasso. Ein is 
Schauspiel' (auf der Rückseite des Titelblattes das Personen- 
Verzeiohniß), Reinschrift von der Hand zweier Schreiber 
(vgl. 310, 38f.), mit eigenhändigen Verbesserungen und Ände- 
rungen Goethes, einzelne davon auf übergeklebten Zetteln; 
Vorlage für Druck I, wie die durchlaufenden Druckerei- to 
Vermerke von Göschen» Corrector beweisen. — Vgl Z. 1 1 — 14. 

3. Vers 997—1000 (aus Aufzug DI Auftritt 1 ). eigenhändiger 
Entwurf, unmittelbar darunter Vers 2830—2835 (aus Auf- 
zug V Auftritt 1), eigenhändig, in dem 2, 46, 13 — 16 genannten 
Notizenbeftohen von 1788. ti 

4. Vers 1744—1746. 1771. 1772 (aus Aufzug HI Auftritt 2), 
eigenhändig, in der 3, 124, 22-26 genannten Handschrift 
de» .Grofl-Oophta'. 
Erster Drude: 1790, Schriften 6, 1- -222, unter dem Titel .Torquato 
Tasso. Ein Schauspiel' ; wegen der Kupfer- Vignette auf dem so 
Titelblatt vgL 3. 311, 12—16 und Abeken & 123. 

Der selbe Druck erschien gleichzeitig selbstständig, ohne 
die Bogennorm „Goethe's W. 6. B.", unter dem Titel ,Tor- 



1780 TORQUATO TASSO. 289 

[Enter Druck.] 

quato Tasso. Ein Schauspiel. Von Goethe. Ächte Aufgabe. 
Leipzig, bey Georg Joachim Göschen, 1790*. 
Nioht auf Druck 1, sondern auf dem Nachdruck in Goschens 
5 unrechtmäßiger Tierbändiger Ausgabe von »Goethes Schriften* 

3, 289—446 (1791) beruht Druck 2. — Goschens übrige Einzel- 
drucke von 1790, auch die von 1816 und 1819 kommen für 
uns nicht in Betracht. 
Zweiter Druck: 1808, Werke Cotta 1 6, 95—236 ; Titel wie in Druck 1. 
10 Dritter Druck: 1816, Werke Cotta* 7, 96—236 ; Titel wie in Druck 1. 
Vierter Druck: 1827, Werke Cotta» 9, 99—245; Titel wie in Druck 1. 
Weimarer Ausgabe: 1889, W. 10, 103—244 und 424—438 ; wegen 
der Stellung vgl 3, 159, 18f. — Vgl GJ. 11, 210. 18, 163—173. 



15 



20 





Übersicht der 


Aufführungen 




unter Goethes Theater-Leitung: 


1. 


1807 Februar 10 in Weimar. 


8. 1800 Februar 8 in Weimar. 


2. 


„ Min 21 in Weimar. 


0. 1810 Februar 14 in Weimar. 


8. 


„ Juni 8 in Leipzig. 


10. „ September 24 in Weimar. 


4. 


„ Juli 6 in Lanchstldt. 


11. 1811 Min 20 in Weimar. 


5. 


„ August 4 in Leipzig. 


12. „ November 20 in Weimar. 


0. 


„ September 26 in Weimar. 


18. 1812 Juli 26 in Halle. 


7. 


„ November in Weimar. 


14. 1818 September 22 in Weimar. 



1780. 

1 Marz 30, Weimar (Gartenhauschen). 4106 

26 . . hatt' ich den erfindenden Tag. Anfangs trüblich, 
ich lenkte mich zu Geschäften, bald ward's lebendiger. 
... Zu Mittag nach Tiefurt zu Fuß. Gute Erfindung 
,Tas80*.* . . . um 4 [Uhr] herein. Abends wenig Mo- 
mente sinkender Kraft; darauf Acht zu geben, woher. 
80 Tgb. 1, 113, 16—22. 



1 — März 23: Goethe sendet an Wieland, als Dank für dessen 
»Oberon 4 , einen Lorbeerkranz, „ein Zeichen, das ich Dich bitte 
in seinem primitiven Sinne zu nehmen, da es viel bedeutend 
ist. Empfange aus den Händen der Freundschaft, was Dir 

85 Mitwelt und Nachwelt gern bestätigen wird" (Br. 4, 196, 14—18; 

vgL Br. 4,202, 17 f.); wegen der Schlüsse, die aus dieser Stelle 

möglicher Weise auf die innere Beschäftigung mit Aufzug I 

gezogen werden dürfen, vgl Scheidemantel S. 3 f. 

* Vgl. Z. 31 — 38, wonach der Vermerk vielleicht so zu verstehen 

40 ist, daß Goethe eine gute (Einzel-) Erfindung machte in Bezug 
Oiif , Goethe Ober s. Dichtungen T. U, B. 4. 19 



290 TORQUATO TASSO. 1780 

April 3, Weimar. — s. Nr. 365 (1, 201). 4106a 

? April zwischen 4 und 15, Weimar (Gartenhäusohen). 4107 
. . tändle an einem Dram' oder Roman. 1 
Tgb. 1, 116, 7. 

Mai 14, [Weimar.] — s. 1, 201, 15-202, 2. 4107 a 5 

?][Juli Ende, Weimar.] — s. Nr. 626 (1, 281).« 4107b 

? September 11, Schmalkalden. 4108 

Ich habe jeden Augenblick des Tags genutzt und mir 
noch zuletzt eine Scene aus einem neuen Trauerspiel 
vorgesagt, die ich wohl wieder finden möchte. 8 io 

An CharL v. Stein. — Br. 4, 288, 3—6. 
Ootober [vor 31], Weimar (Gartenhäusohen). 4109 

,Ta8so' angefangen zu schreiben. 4 
Tgb. 1, 125, 5. 
November 1, Weimar (Gartenhäusohen). 4110 15 

Früh ,Tasso'. 5 
Tgb, 1, 125, 9. 
November 12, [Weimar, Gartenhäuschen.] 4111 

Mein erster Act muß heute fertig werden. 

An CharL v. Stein. — Br. 5, 4, 6f. so 

November 13, [Weimar, Gartenhäusohen.] 4112 

. . hier haußen ist es wild und trüb, die Wolken liegen 

der Erde und dem Geiste schwer auf. Doch ist unter 

der Hülle mein erster Act fertig geworden; ich möcht' 

ihn gerne lesen, daß Sie Theil an allem hatten, was » 

mich beschäftigt. 6 

An CharL v. Stein. — Br. 5, 4, 10—14. 



auf den ihn schon einige Zeit beschäftigenden Stoff; vgL auch 
Bielschowsky 1, 449. 

1 VgL Epos 1, 286, 34—287, 19, und Drama 3, 268, 33—36. so 

2 VgL Br. 7, 343 zu Brief 2380 und Q. -Stein 1, 561 Anm. 10 
zu S. 243. 

8 VgL wegen der zweifelhaften Beziehung Briefe vdEL 2, 29 
Anm. zu Z. 12 und Scheidemantel S. 4. 

4 Düntzer vermuthet: nach Ootober 22 (Goethes Tagebücher S. 208, 35 
Erläuterungen 10, 3). 

5 — {November 9 oder 10:] VgL die ErL zu Nr. 4194. 

— November 9—20: s. Nr. 4120. 

6 — November 14: Goethe Mittags bei CharL v. Stein (vgL Br. 

5» 5, 7 — 10), die ihn zur Fortsetzung ermuntert, vgL Nr. 4113. 40 



1780 TORQUATO TASSO. 291 

November 15, [Weimar, Gartenhäuschen.] 4113 

Ihr gütigs Zureden und mein Versprechen haben mich 
heute früh glücklich den zweiten Act anfangen machen. 
Hier ist der erste; mög' er in der Nähe und bei wieder - 
& holtem Lesen seinen Beiz behalten. Lassen Sie ihn nie- 
mand sehen. 

An CharL v. Stein. — Br. 5, 5, 11—16. 

November 16, [Weimar, Gartenhausohen.] 4114 

Wenn Sie erlauben, so komm' ich zu Tische und bring 9 

10 auch etwas mit. 1 

. . . Behalten Sie den [I.] Act, 9 wie Sie wollen; er 

wird mir erst lieb, da Sie ihn lieben. 

An CharL v. Stein. — Br. 6, 6, 21 f. 6, 4f. 

] [November 16, Weimar, Gartenhäuschen.] 3 4115 

15 Ich danke Dir herzlich für Dein freundliches Wort. 4 

Es trifft mich eben beim ,Tasso', an dem ich um desto 

lebhafter arbeite, als mich mein nächstes und, ich möchte 

sagen, einziges Publicum ermuntert. Ich sehne mich 

recht nach der Stunde, in der ich Dir ihn senden kann. 6 

20 ... 1000 Dank für Deinen Antheil. 

An KnebeL — Br. 5, 6, 8—14. 

November 19, [Weimar, Gartenhausohen.] 4116 

Mein Stück ist heute vorgerückt, dessen Ende Sie 
mit keinen freundlichen Erinnerungen zu beschleunigen 
25 gesinnt sind. 

An CharL v. Stein. — Br. 5, 6, 19—21. 



1 Den Anfang von Aufzug II? Vgl. Z. 2 f. 

* Vgl Z. 4 und 292, 20 f. 

* Oder 1789 Februar? Vgl Br. 9, 90, wo der Brief nochmals ab- 
80 gedruckt und, wie mir scheint, ohne zwingenden Grund [1789 

Februar] datirt ist; vgL besonders Z. 17 f. mit Nr. 4113. 
4 Dieses Wort (und also auch Z. 20) bezog sich wohl nicht 
auf ,Tasflo', sondern auf Knebels „Mittlerschaft" in schwierigen 
gesellschaftlichen Verhaltnissen ; vgl Br. 4, 326, 3 — 9, 
35 6 Frau v. Stein, ygL Z. 2. llf. 

* Vgl. Nr. 4122. 

19* 



292 TORQUATO TASSO. 1780 

] [November zw. 19 u. 21, Weimar, Gartenhäuschen.] 1 4117 

16h schreibe an ,Tasso< und kann nichts weiter denken. 
An Luise v. Göchhausen. — Br. 5, 7, 15 f. 

November 20, [Weimar, Gartenhäuschen.] 4118 

Geschrieben ist worden heute früh, wenig, doch stockt's & 

nicht. Behalten Sie den Antheil, den ich oft leider 

einen Augenblick nicht fühle, an dem, was mich angeht, 

und helfen mir leben. Und lassen mir den Glauben, 

daß ich auch etwas zu Ihrer Zufriedenheit beitrage. 

An Charl. v. Stein. — Br. 5, 7, 3—8. 10 

November 21, [Weimar, Gartenhäuschen.] 4119 

Heut früh war ich nicht fleißig. 9 
An CharL v. Stein. — Br. 5, 8, 5. 

November 21, Weimar (Gartenhäuschen). 4120 

[Vom 9.] bis den zwanzigsten immer Schritt vor Schritt i* 
nach Vermögen vorwärts. ... An ,Tasso* morgendlich 

geschrieben. . . . Wenn nichts gehn wollte, gezeichnet. 8 
Tgb. 1, 126, 21—26. 
November 23, [Weimar, Gartenhäuschen.] 4121 

Geben Sie doch Überbringern den 1. Act des ,Tasso' *> 
mit, ich will weiter schreiben lassen. Die erste Scene 
des zweiten Acts ist so ziemlich fertig. 
An CharL v. Stein. — Br. 6, 9, 4— 6< 
] [November 23 oder 24, Weimar, Gartenhäuschen.] 4 4122 

Knebel hat curiose Sachen über den ersten Act ge- » 

sagt. Aber gute. 6 

An Charl. v. Stein. — Br. 6, 8, 11 f. 
November 24, [Weimar, Gartenhäuschen.] 4123 

Heut ist Conseil und war poetischer Rasttag. 

An CharL v. Stein. — Br. 6, 9, 13 f. SO 

1 Vgl. Br. 6, 369 f. und Düntzer: Erläuterungen 10, 6 Anm. * 

2 Daß ,Tasso' gemeint ist, beweist doch wohl Z. 16 — 17. 

8 Zu November 21, wo Knebel Abends mit Anderen bei Goethe 

war, vgL noch Nr. 4122. 
4 VgL G. -Stein 1, 571 Anm. 3 zu S. 272. M 

6 November 21 Abends ? Vgl. Tgb. 1, 126, 2f. und Knebels Tage- 
buoh G. -Stein 1, 671 Anm. 2 zu S. 272. — Daß der Herzog 
Karl August von der dichterischen Bearbeitung des Stoffes ab- 
rieth, bezeugt Goethe selbst (s. 302, 18. 305, 5. 310, 17—20). 



1780 TORQUATO TASSO. 293 

« % 

November 25, [Weimar, Gartenhäuschen.] 4124 

Ich habe etwas geschrieben, um nicht stecken zu 
bleiben. . . gegen Abend möcht' ich wohl Linchen [Caro- 
line v. Uten] und Ihnen die erste Scene des II. Acts lesen. 

6 An CharL v. Stein. — Br. 6, 9, 17—20. 

November 27, [Weimar, Gartenhäuschen.] 4125 

Ich bin fleißig in allem Sinn. 
An Charl. v. Stein. — Br. 5, 10, 3 f. 

November 29, [Weimar, Gartenhäuschen.] 4126 

io Heut ist vor Tag geschrieben worden. 1 
An Charl. v. Stein. — Br. 6, 10, 10. 
? December 8, [Weimar, Gartenhäuschen.] 4127 

Ich habe mich beschäftigt, und mir ist's wohl. 9 
An CharL v. Stein. — Br. 6, 14, 15 f. 

15 ? December 10, [Weimar, Gartenhäuschen.] 4128 

Seit Donnerstag [December 7] Abends, kann ich Sie 

•versichern, bin ich nicht einen Augenblick von Ihnen 

gewichen. 8 Gestern und vorgestern [December 8. 9] 

hab' ich meine Pflicht gethan; aber was ist Pflicht ohne 

20 die Gegenwart der Liebe? 

An CharL v. Stein. — Br. 5, 15, 13—16. * 
? December 18, [Weimar, Gartenhäuschen.] 4129 

Heut will ich recht fleißig sein, um einen guten Abend 
bei Ihnen zu verdienen. 4 
«5 An CharL v. Stein. — Br. 5, 19, 2 f. 

December 31, [Weimar, Gartenhäuschen.] 4130 

Mein ,Tasso' dauert mich selbst, 6 er liegt auf dem 
Pult und sieht mich so freundlich an, aber wie will ich 



1 — December 7: VgL Z. 16—18. — Nach Düntzer: Erläuterungen 
so 10, 6 las Knebel Aufzug I dem Prinzen Constantin vor. 

2 VgL Z. 181; Beziehung zweifelhaft. 

— December 8 und 9: VgL Z. 18 f. 

3 In der Arbeit an Aufzug II ? 

4 Abends Vorlesung bei CharL v. Stein (»Geschwister* und »Tasso*), 
36 s. 2, 633, 36—38. 

* Aus diesem „mioh selbst" möchte man schließen, daß Frau 
v. Stein in ihrem Briefe, für den Goethe am Eingang des 
seinigen dankt, ihrem Bedauern Ausdruck gegeben habe, daß 
die Dichtung in's Stocken gerathen sei. 



294 TORQUATO TASSO. 1780 

[Deoember 31, [Weimar, Gartenhiiuehen.] [41*0] 

zureichen, ich muß auch alle meinen Waizen unter das 

Commißbrod backen. 

An CharL v. Stein. — Br. 5, 29, 5—8. 

/ 

1781. 5 

?] [Januar Mitte? Weimar, Gartenhauschen.] 4131 

Heut ißt Conseil, also bin ich von allen dichtrischen 
und Eisfreuden getrennt. 1 

An CharL v. Stein. — Br. 5, 34, 4f. 

][Marz 25, Weimar, Gartenhäusclien.] 4132 10 

An ,Tasso' wird heut schwerlich gedacht werden.* 
Merken Sie aber nicht, wie die Liebe für Ihren Dichter 
sorgt? Vor Monaten war mir die nächste Scene* un- 
möglich; wie leicht wird mir sie jetzt aus dem Herzen 
fließen. Müßt' ich nur nicht so einen schönen Ruhe- is 
Tag 4 auch mit angeben, um von meinen Schulden los 
zu kommen. 

An CharL v. Stein. — Br. 5, 94, 17—95, 2. 
? April 10, [Weimar, Gartenhauschen.] 4133 

Heut früh will ich spazierend allerlei aussinnen. so 

An CharL v. Stein. — Br. 6, 110, 2f. 
? April 18, [Weimar, Gartenhauschen.] 4134 

Ich will sehn, wie mich die Geister heute behandlen.* 
Ihr guter Geist sei immer bei mir, und die Gegenwart 
des lieben Gesetzes mache mich gut und glücklich. ss 
An CharL v. Stein. — Br. 5, 114, 3—6. 
April 19, [Weimar, Gartenhauschen.] 4135 

Da mich gute Geister in meinem Hause besucht haben, 
bin ich nicht auswärts gegangen, sie aufzufinden. Am 
,Tasso' ist geschrieben, . . *o 

1 — März 11: Vgl. Epos 2, 710, 12—19. 

2 Antwort auf briefliche oder mündliche Mahnung der Adressatin? 
Es jährte sich jetzt, daß Goethe die Dichtung begonnen hatte. 

3 Düntzer denkt an den Monolog Tassos, Aufzug II Auftritt 2 
(Erläuterungen 10, 6). 35 

4 März 25 Sonntag Latare. 
6 VgL Z. 28. 



1781 TORQUATO TASSO. 295 

[April 10 y [Weimar, G*rtenh4aschen.] [4185] 

Da Sie sich alles zueignen wollen, was ,Tasso' sagt, 

so hab' ich heut schon so viel an Sie geschrieben, daß 

ich nicht weiter und nicht drüber kann. 
6 An Charl. v. Stein. — Br. 5, 114, 18—115, 5. 

April 20, [Weimar, Gartenhänschen.] 4136 

Von mir sag' ich Dir nichts, noch vom Morgen. Ich 
habe gleich am ,Tasso ( schreibend Dich angebetet. Meine 
ganze Seele ist bei Dir. . . . Heut will ich fleißig sein. 

10 An CharL v. Stein. — Br. 5, 115, 8—12. 

April 22, [Weimar, Gartenhauschen.] 4137 

Gestern Nacht hatt' ich große Lust meinen Ring wie 

Polykrates in das Wasser zu werfen, * denn ich summirte 

in der stillen Nacht meine Glückseligkeit und fand eine 

15 ungeheure Summe. Ich werde wohl am ,Tasso' schreiben 

können. ... Es ist ein unendlich schöner Tag, . . 

An CharL v. Stein. — Br. 6, 115, 16—22. 

April 23, [Weimar, Gartenhansehen.] 4138 

Diesen Morgen ward mir's so wohl, daß mich ein 

20 Regen zum ,Tasso* weckte. Als Anrufung an Dich ist 

gewiß gut, was ich geschrieben habe. Ob's als Scene 

und an dem Orte gut ist, weiß ich nicht. 
An CharL v. Stein. — Br. 5, 116, 4—7. 
][Mai Anfang, Weimar, Gartenhäuschen.] 4139 

26 Jetzt schreib' ich am ,Tasso'. 

An CharL v. Stein. — Br. 5, 119, 8. 
?Mai 6, [Weimar, Gartenhäuschen.] 4140 

Heute früh war ich fleißig, werde . . Nachmittag, 
wenn ich aufgelegt bin, wieder arbeiten und nicht bei 
so Hof gehn. 

An CharL v. Stein. — Br. 6, 120, 9—11. 
?Mai 7, [Weimar, Gartenhäuschen.] 4141 

Deiner Liebe und der guten Stunden, die Du mir 

gönnst, werth zu sein, will ich mich heute durch Fleiß 

85 und Ordnung bemühen. Ich sehe einen arbeitsamen 

Tag vor mir . . 

An CharL v. Stein. — Br. 5, 120, 16—19. 

* VgL Tgb. 1, 115, 1-4. 



296 TORQUATO TASSO. 1781 

Mai 9, [Weimar, Gartenhäuschen.] 4142 

Heute früh lebt tTasso' in meinem Kopfe und laßt 

sich durch nichts irren. 1 

An CharL v. Stein. — Br. 5, 124, 4—6. 

Juni 5, [Weimar, Gartenhauschen.] 4143 5 

Knebeln magst Du den ,Tasso' senden. 9 
An CharL v. Stein. — Br. 5, 134, 3. 
Juni 22, Weimar (Gartenhäusehen). 4144 

Ich habe der Schultheß den Anfang eines neuen Dramas 
geschickt; 8 lies es auch, wenn Du Zeit findest, und 10 

zeigt mir es sonst niemand. 

An Lavater. — Br. 5, 160, 8—10. 
August 4, Weimar. — s. 3, 170, 19> 4145 

August 23, Weimar (Gartenhäuschen). 4146 

Abends [in] Tiefurt, ,Nathan* und ,Tasso' gegen 15 

einander gelesen. 6 
Tgb. 1, 131, 13 f. 
August 25, Weimar (Gartenhausehen). 4147 

[Vormittags] Der Herzogin Luise den ,Tasso* vorgelesen. 7 
Tgb. 1, 131, 17. 20 

] [August 26? Weimar, Gartenhäuschen.] 8 4148 

Gestern war's recht artig. Die Werthern 9 hat den 

,Tasso' mit recitirt und recht artig. 10 
An CharL v. Stein. — Br. 5, 185, 11 



1 — Juni 1: Vgl Br. 6, 132, 17—22. 26 

* Vgl Nr. 4162. 

— Juni 15: Goethe sendet eine Absohrift von Aufzog I an 
Barbara Schultheß nach Zürich, vgL Nr. 4144 und Br. 5, 392. 

* VgL Z. 27 f. 

4 — August 16 t Lavater an Goethe: über seine Leotüre des „An- so 

fangs" (SdGG. 16, 191, 6—10) ; vgl. Nr. 4144. 
6 Bei der Herzogin-Mutter Anna Amalia. 

6 Lessings »Nathan* hatte Goethe August 21 für sich gelesen (vgL 
Tgb. 1, 131, 9 und Goethes Tagebücher S. 221). VgL auch Nr. 4148. 

7 VgL Nr. 4148. 36 

8 Nach G. -Stein 1, 344 ist der Tag zweifelhaft; wäre August 24 
das Richtige, dann bezöge sich Nr. 4148 auf die Vorlesung in 
Tiefurt (Nr. 4146), wozu der Ausdruck „war's recht artig 4 ' mir 
auch besser zu passen scheint (vgL aber £. v. d. Heilena Grund 
für August 26, Br. 5, 374). 40 

9 Emilie v. Werthern. 

10 — August 30: Tobler an Lavater (SdGG. 16, 359, 27—30). 



1781 TORQUATO TASSO. 297 

November 14, Weimar (Gartenhäuschen). 4149 

Mit dem nächsten Postwagen geht an Bäben [Barbara 
Schultheß] der vollendete zweite Act meines ,Tasso' ab. 1 
Ich wünsche, daß er auch für Dich geschrieben sein möge. 

s Die Unruhe, in der ich lebe, läßt mich nicht über 
dergleichen vergnüglichen Arbeiten bleiben, und so sehe 
ich auch noch nicht den Raum vor mir, die übrigen 
Acte zu enden. Es geht mir übrigens, wie Du wohl 
weißt, daß es den Verschwendern geht, die in dem 

10 Augenblicke, wenn über Mangel an Einnahme, über- 
spannte Ausgaben und Schulden geklagt wird, gleich- 
sam von einem Geiste des Widerspruches außer sich 
gesetzt, sich in neue Verbindungen von Unkosten zu 

stürzen pflegen. 8 
15 An Lavater. — Br. 5. 216, 18—217, 2. 

December 3, Weimar (Gartenhäusohen.) 4150 

Den ,Tasso' werdet Ihr nun haben. 8 
An Lavater. — Br. 5, 229, 24. 

1782. 

20 ][April] 6, Tiefenort. — s. 1, 204, 17. 4151 

Mai 13, Coburg. 4152 

Schicke mir meinen ,Tasso' zurück. 4 
An Knebel — Br. 5, 331, 14. 

1784. 

25 Ootober 23, Weimar. — 8. 3, 175, 23—26. 4153 



* Vgl 296, 27f. 

2 Als Dichter hatte Goethe sieh in „neue Verbindungen" gestürzt 
durch die Inangriffnahme des ,Elpenor', vgl Nr. 527 — 529 
(1, 281 f.). 

so — November 16? : Goethe sendet eine Abschrift von Aufzug II 
an Barbara Schultheß (vgL Z. 2f. und die ohne Adresse über- 
lieferte Packetsendung dieses Tages Br. 5, 392). 

— November 23: Lavater an Goethe (Sd GG. 16, 197, 20). 

3 „Ihr** : Barbara Schultheß und Lavater, vgl. Nr. 4149 und Z. 30 f. 
36 — 1782 Januar 3 und 14: Vgl. 3, 171, 29—36. 

— 1782 April 5: Bodmer an Schinz (s. Epos 2, 684, 32—36). 

* VgL Nr. 4143. 

— ? 1783, Juni 15: Schiller an Reinwald (vgl 1, 204, 31—205, 20). 



298 TORQUATO TASSO. 1786 

1786. 

][Juni 28, Weimar.] — s. 1, 104, 15. 21—26. 4154 

Juli 6, Weimar. — s. 1, 104, 33 f. 1 4154 a 

September 2A Kar]gba(L __ g Nr 147 148 (1 106f#) .s 4154b! 
September 2,j 5 

Deoember 12, 
December 16 



l'j Rom. — s. Nr. 149. 150 (1, 106). 4154 b. o 



1787. 

] [Januar 13, Rom.] — s. Nr. 383 (1,207). 4154 d 

Januar 13, Rom. — s. Nr. 151 (1, 107). 4154 e io 

Januar 20, Rom. — s. 1, 208, 2.* 4155 



1 — Juli Ende — September 8: Sachlich gehört hierher Nr. 2582 
(3, 214 f.). 

8 — October 7, Venedig: Goethe laßt sieh von zwei Schiffern erst 
in der Gondel, dann am Ufer der Giudecca im Mondschein Verse 15 
aus Tasso singen; in seinem Ausgabenbuch, ohne Datum: 
„Qondola la sera 3 Cantar del Tasso 6 flirej" (SdGG. 2, 388) ; 
vgL Tgb. 1, 279, 3—281, 4 und W. 30, 129, 8—131, 15. 32, 345, 1 
—349,4. 

— October 16, Ferrara: „In der großen, schönen, entvölkerten 20 
Stadt, wo Ariost begraben liegt und Tasso unglücklich ward, 
bin ich seit heute früh .... 

Statt Tassos Gefangniß zeigen sie einen Holzstall oder Gewölbe, 
wo er gewiß nicht aufbewahrt worden ist. Es weiß auch kaum 
im Hause mehr jemand, was man will" (Tgb. 1, 298, 15—18. 25 
299, 20—23) ; vgl W. 30, 156, 1—16. 

8 — Februar 2, Rom, Goethe an Chart v. Stein: „Nachher 
machten wir [Goethe und Moritz?] einen großen Spaziergang 
und kamen auch auf St. Onufrio, wo Tasso in einem Winkel 
begraben liegt. Auf der Bibliothek haben sie eine Büste von so 
ihm. Das Gesicht ist von Wachs und soll über seinen Leichnam 
gegossen sein. Es ist nioht ganz soharf und hier und da ver- 
dorben, im Ganzen aber ein trefflicher, zarter, feiner Mensch" 
(Br. 8, 158, 7 — 13); diese Stelle steht, umgearbeitet, in der 
»Italienischen Reise' unter Februar 16, am Schluß heißt es hier: 35 
„Nicht ganz scharf, und hie und da verdorben, deutet es [das 
Gesicht] doch im Ganzen mehr als irgend ein anderes seiner 
Bildnisse auf einen talentvollen, zarten, feinen, in sich ge- 
schlossenen Mann" (W. 30, 272, 1—4). VgL Br. 26,317, 24—318,10 
und SdGG. 5, 44. 40 



1787 TORQUATO TASSO. 299 

Februar 2. 1 _ 

Februar 6 I Rom ' ~" * Nr * 162# 163 (1, 107)# 416öft> b 

][Februar yor 16, Rom.] — b. Nr. 154 (1, 107 f.). 1 4166 o 

Februar 19, Rom. 4166 

& Nun wird an ,Tasso' gearbeitet, der geendigt wer- 
den soll.* 

An EnebeL — Br. 8, 194, 4L 
Februar 19, Rom. 4167 

,Tasso' wird mit auf den Weg 8 genommen, allein von 
io allen, und ich hoffe, er soll zu Eurer Freude vollendet 
werden. 4 

An Chart y. Stein. — Br. 8, 204, 4—6. 

Februar 20, Rom. — s. 1, 108, 22—109, 5.* 4168 

März 16, Caaerta. — s. 3, 194, 12-22. 4169 

15 März 30, (Seefahrt [von Neapel nach Palermo].) 6 4160 

Ich hatte . . dieser herrlichen Ansichten 7 nur Augen- 
blicke genießen können, die Seekrankheit überfiel mich 
bald. Ich begab mich in meine Kammer, wählte die 
horizontale Lage, enthielt mich, außer weißem Brot 

20 und rothem Wein, aller Speisen und Getränke und fühlte 
mich ganz behaglich. Abgeschlossen von der äußern 
Welt, ließ ich die innere walten, und da eine langsame 
Fahrt vorauszusehen war, gab ich mir gleich zu be- 
deutender Unterhaltung ein starkes Pensum auf. Die 

25 zwei ersten Acte des ,Tasso', in poetischer Prosa ge- 
schrieben, hatte ich von allen Papieren allein mit über 
See genommen. 8 Diese beiden Acte, in Absicht auf 
Plan und Gang ungefähr den gegenwärtigen gleich, aber 
schon vor zehn Jahren 9 geschrieben, hatten etwas Weich- 



st) * — Februar 16, Rom: s. Nr. 2671 (3, 268 f.); vgl auch 298,36. 

* VgL 1, 108, 27 und Nr. 4167. 
3 Nach Neapel ; vgl Nr. 4267. 

* VgL Nr. 4267. 

* — Februar 21, Rom: s. Nr. 4267. 
S6 • Vgl. Epos 2, 667, 29—668, 29. 

7 Während der Fahrt zwischen Capri und Ischia. 

* VgL Z. 9f. 

9 Abgerundete Zahl (vgL Nr. 4106). 



300 TORQUATO TASSO. 1787 

[März 30, (Seefahrt von Neapel nach Palermo).] [4140] 

liches, Nebelhaftes, welches sich bald verlor, als ich 
nach neueren Ansichten die Form vorwalten und den 

Rhythmus eintreten ließ. 1 

Italienische Reise, Sicilien (unter obigem Datum). — W. 31, 5 
82, 19—83, 7. 
März 31, (Seefahrt [von Neapel nach Palermo.]) 4161 

. . . Das Meer fing an höher zu gehen, und im Schiffe 

war fast alles krank. 

Ich blieb in meiner gewohnten Lage, * das ganze Stück io 

ward um und um, durch und durch gedacht. 3 

Italienische Reise, Sicilien (unter obigem Datum). — W. 31, 
83, 17—20. 

April 1, (Seefahrt [von Neapel nach Palermo.]) 4162 

Um drei Uhr Morgens heftiger Sturm. Im Schlaf und i* 
Halbtraum setzte ich meine dramatischen Plane fort, 
indessen auf dem Verdeck große Bewegung war. . . . 

. . . Mit Sonnenuntergang wendete der Capitan das 
Schiff wieder dem hohen Meer zu und fuhr nordost- 
wärts, um die Höhe von Palermo zu erreichen. Ich » 
wagte mich manchmal aufs Verdeck, doch ließ ich 
meinen dichterischen Vorsatz nicht aus dem Sinne, und 
ich war des ganzen Stücks so ziemlich Herr geworden. 

Italienische Reise, Sicilien (unter obigem Datum). — 
W. 31, 84, 19—22. 86, 21—27. ** 

April 2, (Seefahrt [von Neapel nach Palermo.]) 4163 

. . früh 8 Uhr fanden wir uns Palermo gegenüber. 
Dieser Morgen erschien für mich höchst erfreulich. Der 
Plan meines Dramas war diese Tage daher, 4 im Wall- 
fischbauch, ziemlich gediehen. 5 so 

Italienische Reise, Sicilien (unter obigem Datum). — W. 31, 
86, 10—14. 

1 Vgl Nr. 4161 — 4163 und die sachlich hierher gehörige Stelle 
3, 216, 7. 8. 

2 Vgl 299, 18—22. 35 

3 Vgl die sachlich hierher gehörige Stelle 3, 216, 7. 8. 

4 „daher" hier auffallend für „hindurch". 
* VgL Nr. 4160—4162. 



1787 TORQUATO TASSO. 301 

Mai [29], Neapel — s. Nr. 156 (1, 1091). 4163 a 

Juni 8, Rom. — s. Nr. 157 (1,110). 4163 b 

August 11, Rom. — 8. 1, 110, 18—111, 7. 4164 

August 11, Rom. — s. 2,39,2. 4165 

5 August 15, Rom. — s. 1, 111, 34 f. 4166 

Ootober 1, Frascati. — s. Nr. 164 (1, 112). 4166a 

Ootober 5, Albano. — s. Nr. 165 (1, 112). 4166b 

Ootober 24, Rom. — s. Nr. 166 (1, 113). 4166c 

][October 27, Rom.] — s. 1,213, 13—16. 4166d 

10 ][October 27, Rom.] — s. 158, 9—16. 4167 

November 3, Rom. — s. 1,113,27—114,5. 4167a 

November 3, Rom. — s. Nr. 870 (2, 39). 4168 

December 8, Rom. — s. 2,39,29—40,2. 4168 a 

1788. 

15 Januar 10, Rom. — s. 1, 117, 8—23. 4169 

Januar 25, Rom. — s. 1, 119,16—18. 4169a 

Februar 1, Rom. 4170 

Dann 1 geht eine neue Noth an, worin mir niemand 

rathen noch helfen kann. ,Tasso' muß umgearbeitet 

20 werden, was da steht, ist zu nichts zu brauchen, ich 

kann weder so endigen,* noch alles wegwerfen. Solche 

Mühe hat Gott den Menschen gegeben! 

[— Nr.2686(3,270f.)] 8 

Italienische Reise, Zweiter römischer Aufenthalt (Corre- 
£5 spondenz, unter obigem Datum). — W. 32, 272, 12—16. 

Februar 9, j ^^ ___ ^ 8 _ 10 ^ fc 
Februar 9, J 

Februar 9, Rom. — s. 1, 122, 8—15. 20—22. 4171 

]Februar 16, Rom. — s. 1, 124, 9—19. 4172 



30 * Nach Vollendung von Band 5 der »Schriften 4 (s. das unmittel- 
bar Vorhergehende 1, 120, 10 f., dort noch unter dem erst in- 
zwischen durch die Weimarer Ausgabe berichtigten Datum : 
Februar 2). 

2 Ah. die Dichtung so fortsetzen und vollenden, wie ihr Anfang 
86 in Aufzug I. II seit 1781 vorlag, vgl den Schluß von Nr. 4267, 
sowie 1, 214, 23—26, ferner Düntzer: Erläuterungen 10, 12 Anm. * 
und besonders Scheidemantel S. 5 Anm. 9. 

8 — Sachlich gehört zu Februar: 3, 217, 23. 219, 22. 279, 8 f. 



302 TORQUATO TASSO. 1788 

März 1, Rom. 4173 

,[2,40,14—41,3.—] 

Auch ist der Plan von ,Tasso' in Ordnung. 1 . . 
[— 2,44,9—13.] 

Italienische Reise, Zweiter römischer Aufenthalt (Corre- 6 
spondenz, unter obigem Datum). — W. 32, 289, 3. 

März 17, Rom. — s. Nr. 876 (2, 45).* 4173 a 

März 21, Rom. — s. 1, 126, 22—24 4173b 

März 28, Rom. 4174 

Ich lese jetzt das Leben des Tasso, das Äbbate Serassi 10 
und zwar recht gut geschrieben hat. 8 Meine Absicht 
ist, meinen Geist mit dem Charakter und den Schick- 
salen dieses Dichters zu füllen, um auf der Reise 4 etwas 
zu haben, das mich beschäftigt. Ich wünsche, das an- 
gefangne Stück, wo nicht zu endigen, doch weit zu i& 
führen, eh' ich zurückkomme. Hätte ich es nicht an- 
gefangen, so würde ich es jetzt nicht wählen, und ich 
erinnre mich wohl noch, daß Sie mir davon abriethen.* 
Indessen wie der Reiz, der mich zu diesem Gegenstande 
führte, aus dem Innersten meiner Natur entstand, so so 
schließt sich auch jetzt die Arbeit, die ich unternehme, 
um es zu endigen, ganz sonderbar an's Ende meiner 
Italienischen Laufbahn, und ich kann nicht wünschen, 
daß es anders sein möge. Wir wollen sehen, was es wird. 
An den Herzog Karl August. — Br. 8, 366, 13—28. 25 



1 Wie der „Plan zu »Faust* " (vgl. das unmittelbar Vorhergehende 
2, 41, 4—44, 8). 
— März 10—Aprü Anfang: VgL Nr. 4176. 

8 — März 20: Barbara Schultheß an Goethe (SdGG. 5, 10, 1—6); 
vgl. 296, 9. 27 t 297, 30 f. so 

8 ,La vita di Torquato Tasso, scritta delT Abate Pierantonio 
Serassi ... In Borna 1785* ; vgl Br. 26, 318, 8—10, ferner Kuno 
Fischer: Goethes Tasso (Goethe-Schriften 3), Heidelberg 1890, 
S. 38 — 40, Scheidemantel S. 6, und die sachlich hierher gehörige 
Stelle aus Nr. 4313. s* 

4 Rückreise nach Weimar über Florenz, Mailand, Nürnberg. 

* VgL 305, 5. 310, 17—20. 



1788 TORQUATO TASSO. 303 



April ö, Rom. — s. Nr. 808 (1, 428). 4174a 

April 5, Rom. 4175 

[1, 428, 7—9. — ] 

Auf der Reise 1 wird ,Tasso' durchgedacht und also 
s auf einer W andrang die Schicksale eines Mannes drama- 
tisirt, dessen ganzes Leben ein Hin- und Herwandern war. 
An Bertuch. — Br. 8, 369, 7—10. 

April 14, Rom. 4176 

Die Verwirrung kann wohl nicht größer werden! In- 
io dem ich nicht abließ, an jenem Fuß fort zu modelliren, 2 
ging mir auf, daß ich nunmehr ,Tasso' unmittelbar an- 
greifen müßte, zu dem sich denn auch meine Gedanken 
hinwendeten, ein willkommener Gefährte zur bevor- 
stehenden Reise. 8 

15 Italienische Reise, Zweiter römischer Aufenthalt (Corre- 

spondenz, unter obigem Datum). — W. 32, 317, 20 — 26. 

Mai 24, Mailand. 4177 

Jetzt bin ich an einer sonderbaren Aufgabe, an ,Tasso'. 
Ich kann und darf nichts darüber sagen. Die ersten 
20 Acte müssen fast ganz aufgeopfert werden. 4 
An Knebel. — Br. 8, 376, 27—377, 2. 

Juli 15, Weimar. — s. Nr. 809 (l,428f.). 4177 a 

Juli 21, Weimar. — s. Nr. 880 (2, 46).* 4178 



1 VgL 302, 36. 
25 2 Diese Arbeit hatte er besonders März 10 — 14 betrieben (vgl 
W. 32, 293, 26—28). 
* VgL 302, 36. 

— April 23: Goethe verläßt Rom, um nach Weimar zurück- 
zukehren; vgl die sachlich hierher gehörige Nr. 4270. 

so — April Ende und Mai Anfang, Florenz: vgL 337, 17 — 21. 

— Mai 17: Angelica Kaufmann an Goethe (SdGG. 5, 19). 

4 VgL 299, 25. 301, 19 und den Schluß von Nr. 4267. — An diesem 
Tage kaufte Goethe sich in Mailand für 3 Lire eine Ausgabe 
des ,Aminta del Tasso* (vgL GJ. 18, 173). 
35 6 — Sachlich gehört in die Zeit nach Goethes Rückkehr aus Italien: 
1, 20, 18 f. 148, 13—15. 

— [Juli Ende]: Reiffenstein an Goethe (SdGG. 5, 44). 



304 TORQUATO TASSO. 1788 

August 12, Weimar. 4179 

yTasso' rückt auch, 1 obgleich langsam; 8 ich habe 

noch immer Zutrauen zu dem Stück. 8 
An CharL v. Stein. — Br. 9, 10, 23t 
? September 1, Weimar. 4179 a s 

. . ich arbeite ganz leise fort. 

An die Herzogin Anna Amalia. — Br. 9, 16, 13. 

September [2 oder 3], Weimar. — s. 1, 430, 12> 4179 b 

September 19, Weimar. — s. Nr. 813 (1, 430). * 4180 

September 22, [Weimar.] 4181 10 

Nun bin ich an ,Tasso', der auch 9 vorrückt. Behalte 

ich Frieden von außen, so gerath auch der. 
An Herder. — Br. 9, 33, 7—9. 
October 1, Weimar. 4182 

Nun bin ich eifrig an ,Tasso', er geht von Statten. 7 is 

Es wird ihm aber doch nicht jemand 8 leicht, wenn er 

fertig ist, die Arbeit ansehn, die er kostet, und man 

soll's auch nicht. 

An Knebel — Br. 9, 36, 17—20. 
October 1, Weimar. 4183 so 

Seit meiner Rückkunft 9 habe ich fleißig an meinen 
0peribu8 gearbeitet und hoffe nun bald über den ,Tasso* 

1 Wie Band 8 der »Schriften* (vgl. das unmittelbar Vorausgehend© 
1. 429, 16—19) ; vgl Nr. 4181— 418a 

2 Vgl 305, 22. 308, 15. ftft 
8 — August 13: Angelioa Kauffmann an Goethe (SdGG. 5, 52). 

* — September 2: VgL 306, 25f. 

— September 7: Goethe fahrt in Gesellschaft von Herden 
Frau, Frau v. Schardt und Charlotte v. Lengefeld (?) von 
Budolstadt im Mondschein nach Kochberg zurück; auf diesem so 
Wege recitirte er „das Gedicht über die Rosenkreuzer [,Die 
Geheimnisse'] und erzählte aus dem ,Tasso'" (Caroline Herder 
an ihren Mann, September 12, Herders Reise nach Italien S. 73, 
Gespräche 1, 95 f.). 

6 „dann" (1, 430, 19) widerspricht nur scheinbar der Nr. 4179. » 

— September 21: Angelica Kauffmann an Goethe (SdGG. 5, 61). 

6 Wie Band 8 der »Schriften« (vgl das Vorhergehende 1,430,23); 
vgL Nr. 4179. 4180. 4182. 4183. 

7 VgL Nr. 4179—4181. 4183. 

8 „jemand" nachträglich über der Zeile, versehentlich vor „leicht". 40 

9 Von Ilmenau, zwischen September 25 und 27 (vgL Br. 9, 36, 11). 



1788 TORQUATO TASSO. 306 



[October 1, Weimar.] (4183] 

das Übergewicht zu kriegen. Es ist einer der sonder- 
barsten Falle, in denen ich gewesen bin, besonders da 
ich nicht allein die Schwierigkeit des Sujets, sondern 
5 auch Ihr Yornrtheil 1 zu überwinden arbeiten muß. Je 
weiter ich komme, desto mehr Hoffnung habe ich, zu 
reüssiren. 

An den Herzog Karl August. — Br. 9, 36, 24—37, 6. 

October 6, Weimar. 4184 

10 Goethe kam . . und hat mir . . . aus dem ,Tasso c 

einige Stellen gelesen. Es ist eine vortreffliche Arbeit, 

eine vortreffliche, würdige Sprache, ein herrlicher Geist, 

der die Charaktere so pracis darstellt. Ich habe nur 

noch wenig gehört, es gefiel mir aber sehr, und es 

15 freute ihn. Er sagte, die Jamben seien noch besser 

als in der Jphigenia'. 

Mit Herders Frau. — Gespräche 1, 105 f. (Caroline Herder 
an ihren Mann 1788 October 6, Herders Reise nach Italien 
8. 1121) 

so October 9, Weimar. — a. 1,432, 7— 10. 4184a 

October 11, Weimar, 4185 

,Tasso' rückt nur langsam.* 
An Knebel — Br. 9,42. IL 

October 25, [Weimar.] 4186 

2& ,Ta8SO' hat einen Stillstand gemacht. 
An KnebeL — Br. 9, 44, 14. 
T October 31, Weimar. 4187 

Ich bin sehr einsam und fleißig. 
An Herder. — Br. 9, 45, 12. 
so T October 31, Weimar. 4188 

Indessen 5 verwahre ich mich gegen Schnee und. Kalte 
und bin fleißig, wie es einem Norden geziemt. 4 

An die Herzogin Anna AmaHa. — Br. 9, 47, 28 — 48, 2. 

i Vgl 302, 18. 310, 17—20. 
36 * Vgl 304, 25. 308, 15. 

* Während der Herzogin Aufenthalt in Italien. 

* — November 1, Angelica Kauffmann an Goethe: „. . . die weit- 
lanffige Hoffnung die Sie mir gehen mir das wexck [»Torquato 
Grit Goethe Aber a. Bftebtangen T. n. B. 4. %0 



306 TORQUATO TASSO. 1788 

Deoember 8, Weimar. 4189 

Goethe kam den Abend ein wenig zu mir [Herders 

Frau]. , . . Moritzens Gegenwart 1 thut ihm sehr gut, 

und er muß so lange hier bei ihm bleiben, bis ,Tasso' 

fertig ist. s 

Mit Herders Frau. — Gespräche 1, 112 (Caroline Herder 

an ihren Mann, 1788 Deoember 12, Herders Reise nach Italien 

S. 189f.). 

Deoember 27» Weimar. 4190 

,Tasso' ist noch immer nicht fertig. Bald darf ich 10 
nicht mehr davon reden, . . Moritz ist nun schon 3 Wochen 

hier und thut uns allen sehr wohl, . .* 
An Herder. — Br. 9, 68, 1—6. 

1789. 

Januar 5? Weimar. 4191 15 

Goethe kam mit Moritz, ging aber bald wieder nach 
Hause; er arbeitet viel am ,Tasso', und Moritz soll 
nicht eher reisen, bis er damit fertig ist. 8 

Mit Herders Frau und K. Ph. Moritz. — Caroline Herder 
an ihren Mann, 1789 Januar 9 (Herders Reise nach Italien 20 
S. 217; fehlt in den »Gesprächen'). 



Tasso'] vorzulesen, ist vor mich ein trost, der Apollo starcke 
Sie doch in diesem guten Vorhaben" (SdGG. 5, 98) ; der Brief, 
in dem Goethe diese Hoffnung ausspricht, ist nicht bekannt 
(die „Postsendungen" 1788 August — Deoember nennen nur Sep- 26 
tember 2 einen Brief an Ang. Kauffmann). 

— November 4: Vogel bescheinigt» 15 Groschen 6 Pfennige 
von Goethe erhalten zu haben für 14 Bogen Reinschrift von 
Aufzug IV und V (GJ. 18, 165); von Aufzug IV enthielt diese 
Abschrift (sie gehört zu der 288, 4 genannten Handschrift 1) so 
zur Zeit nur Auftritt 1 — 3, noch nicht Auftritt 4 und 5, vgl. GJ. 
18, 165—167. 

— December Anfang: K. Ph. Moritz trifft in Weimar ein, 
vgl. Z. 3. 11. 16 und 312, 4 f. 

1 Vgl 1, 224, 26—225, 36, sowie Z. 33i » 

2 Vgl. Z. 33 f. — Am selben Tage: Herder an Goethe (GJ. 8,25); 
doch scheint mir nicht ganz sioher, ob unter „Dein Werk 4 ' 
der ,Tasso* zu verstehen ist. 

3 VgL Z. 4t 33f. 



1789 TORQUATO TASSO. 307 

] [Februar 5, Weimar.] 4192 

Ich habe heute am ,Tasso' Glück gehabt und werde 
nicht aus der Stube gehn. 

An Knebel — Br. 9, 80, 18 f. 

5 Februar 9, Weimar. — s. 1, 435, 10—13. 4193 

][Februar 15, Weimar.] 1 4194 

Ich wollte anfragen, ob Sie diesen Nachmittag zu 

Hause sind? Ich käme von Hof herüber und brachte 

die erste Scene vom ,Tasso' mit. Es scheint mir räth- 

10 lieh zu sein, daß wir uns nach und nach mit diesem Stück 

bekannt machen. Knebeln wollte ich es sagen lassen. 3 

An Charl. v. Stein. — Br. 9, 84, 1—6. 
] [Februar 15. Weimar.]» 4195 

Heut früh ist die erste Scene des ,Tasso' fertig 
is geworden. Ich gehe an Hof und lese sie Euch 4 



— Januar 19, Caroline Herder an ihren Mann: „Goethe ist 
fleißig beim »Tasso' gewesen, wie mir gestern Moritz sagte; er 
ist aber noch nicht damit fertig und pausirt ein wenig" (Herders 
Reise nach Italien S. 228); vgL 306, 17 f. 

20 — Januar 24: Angeliea Kauffmann an Goethe (SdGG. 5, 122); 
vgl 309, 7—9. 

— Januar 27: Vogel bescheinigt, 14 Groschen von Goethe 
erhalten zu haben für 14 Bogen Reinschrift „zum theatralischen 
Stück , Alphonso* ", zu Aufzug II und III gehörig (GJ. 18, 165); 

25 es fehlte nach Scheidemantel (GJ. 18, 168 f.) in dieser zu Hand- 
schrift 1 gehörigen Abschrift wahrscheinlich noch Folgendes: 
Aufzug n Auftritt 1, sowie Aufzug III Auftritt 2 Vers 1740 
bis 1816 und Auftritt 4 Vers 2112 bis Auftritt 5 (vgl 306, 27). 

1 Wegen der Zeitbestimmung der drei undatirten, ihrem Inhalte 
30 nach zusammengehörigen Nrn. 4194—4196 vgl. E. v. d. Hellen 

in Br. 5, 358 f. 9, 346, J. Wähle in G. -Stein 1, 5701 Anm. 5 zu 
S. 270, und Düntzer: Erläuterungen 10, 4 Anm. * Daß Nr. 4194 
nicht 1780 November 9 (oder 10) datirt werden kann, beweist 
am deutlichsten 291, 4—6 und Nr. 4115. — Statt Februar 12, 
35 wie Nr. 4194 und 4195 in der Weimarer Ausgabe datirt sind, 
habe ich mit Rücksicht auf 308, 23—25 Februar 15 datirt 

2 VgL Nr. 4195, sowie 308, 23—25. 
* VgL Z. 29—36. 

4 Statt „euch 44 , das in der Handschrift nicht deutlich zu sein 
40 scheint (vgL Br. 30, 257 zu Brief 2726/27), liest die Weimarer 

20* 



308 TORQUATO TASSO. 1789 

] [Februar 15, Weimar.] [4106] 

diesen Nachmittag bei Frau von Stein, wenn nichts 
hindert. 1 

Ich möchte Euch nun nach und nach mit dem Stück 
bekannt machen und mich mit Euch zum Schluß er- s 
muntern. 2 

An Knebel — Br. 9, 84, 10—16. 

] [Februar 17, Weimar.] 8 4196 

Dein kleiner Bote fand mich schreibend am ,Tasso*. 
Ich bin heute nicht unglücklich an der Arbeit gewesen. . . . 10 
. . . Ich hoffe, Euch bald wieder 4 etwas zu lesen. 5 
An Knebel. — Br. 9, 86, 11 5 f. 

Februar 19, Weimar. 4197 

Ich bin fleißig, leider gibt es aber nicht viel aus. 
,Tasso' wächst wie ein Orangebaum sehr langsam. 9 Daß is 
er nur auch wohlschmeckende Früchte trage. 7 
An d. Herzog Karl August — Br. 9, 86, 21—23. 



Ausgabe „auch"; wäre „auch" richtig, dann müßte man an- 
nehmen, daß Goethe beabsichtigte, die Soene vorher bei Hof 
zu lesen. Vgl aber das „Euch" Z. 11. so 

1 VgL Nr. 4194, sowie Z. 23—26. 

8 d. h. zum „Abschluß" der Arbeit (vgL 309, 2). 

— Februar 16, Knebel an seine Schwester: „Gestern [Fe- 
bruar 15] hat uns Goethe den ersten Aot seines ,Tasso' vor- 
gelesen; er ist vortrefflich" (Knebel-Henriette S. 93); vgL zs 
Nr. 4194. 4195. 

» VgL 307, 29-36. 
* VgL Z. 23-25. 

6 — Februar 18: Herders Frau erhält von Goethe eine Abschrift 
von Aufzug I Auftritt 1; vgL Z. 32—34. so 

6 VgL 304, 2. 305, 22. 

7 — Februar 20, Caroline Herder an ihren Mann : „ . . - Hier . . 
die erste Scene aus ,Tasso'. Ich habe sie vorgestern [Februar 18] 
von Goethe bekommen und sie eilig für Dich abgeschrieben, 
aber nur für Dich allein. Ich bitte Dich um alles, lasse sie 35 
Deinen Reisegefährten nicht sehn, am wenigstens der Göch- 
hausen" (Herders Reise nach Italien S. 252). VgL 310, 10. 311, 18. 

— [Februar?] VgL Nr. 4115. 



1789 TORQUATO TASSO. 309 

März 2, Weimar. 4198 

Vom ,Tasso', der nun seiner Verklärung 1 sich nähert, 

habe ich die erste Scene im Kreis der Freunde publi- 

cirt.* Deine Frau und Knebel haben sie am meisten 

6 genossen und durchgefühlt. Ich habe diesen Prologus 

mit Fleiß dem Werke selbst vorausgeschickt. 

.... Sobald ,Tas80' fertig ist, soll eine Abschrift an 
Angelica [Kaufmann] abgehn. Das mag denn für eine 

Menge Briefe gelten. 8 
10 An Herder. — Br. 9, 94, 4—8. 12—14. 

][März zwischen 16 und 20, Weimar.] 4199 

Ich [Caroline Herder] habe die Fortsetzung von ,Tasso' 

wieder abgeschrieben. 4 Goethe kam dazu; erabsolvirte 

mich hierüber, wie leicht zu denken, und grüßt Dich. 

16 Von diesem Stück sagte er mir im Vertrauen den eigent- 
lichen Sinn. Es ist die Disproportion des Talents 
mit dem Leben. Er freut sich recht über mich, daß 
ich es selbst so gut empfinde. Der Augenblick, da der 
zarte Dichter bekränzt wird, ist mir recht rührend 

20 gewesen; nun ist er eingeweiht zum Leben, Lieben und 
Leiden! — 

Die gute Kalbin [Charlotte v. Kalb], ... Sie nimmt 
Goethens ,Tasso' gar zu speciell auf Goethe, die Herzogin, 
den Herzog und die Steinin; 6 ich habe sie aber ein 

26 wenig darüber berichtigt. Das will ja auch Goethe 
durchaus nicht so gedeutet haben. Der Dichter schildert 
einen ganzen Charakter, wie er ihm in seiner Seele 
erschienen ist; einen solchen ganzen Charakter besitzt 
ja aber ein einzelner Mensch nicht allein. So ist es 



so * d. h. seiner Vollendung, seinem Abschloß; vgl. 308, 5 und 
Scheidemantel 8. 15 — 17. 

* VgL 308, 23—26. 

* — März 14: Herder an seine Frau (Herders Reise nach Italien 
S. 279). 

»5 * VgL 308, 32—37. 

6 VgL 1, 435, 10—13. Da das Folgende offenbar auf Äußerungen 
Goethes gegen Herders Frau beruht, war es mit aufzunehmen. 



310 TORQUATO TASSO. 1789 

3 [Min iwlsohen 16 and 20, Weimar.] [4199] 

mit dem Dichtertalent selbst, so mit der Kunst zu 
leben, die er durch den Herzog oder Antonio darstellt. 
Daß er Züge von seinen Freunden, von den Lebenden 
um sich her nimmt, ist ja recht und noth wendig; da- 6 
durch werden seine Metischen wahr, ohne daß sie eben 
ein ganzer Charakter lebend sein können oder dürfen. 1 

Das Ende der dritten Scene hat mir Goethe so eben 
noch geschickt. Ich habe ihn gefragt, ob Du's der 
Herzogin [Anna Amalia] und Angelica [Kaufmann] lesen 10 
darfst; so antwortete er mir, Du könntest beliebigen 
Gebrauch davon machen. 8 

Mit Herders Frau. — Caroline Herder an ihren Mann, 
1789 März 20 (Herders Reise nach Italien S. 296 f. — 909, 
12—18 auch Gespräche 8,260; das Übrige fehlt daselbst). 16 

April 6, Weimar. 4200 

Ihre Frau Gemahlin sagt mir, daß Sie Freude an 
den ersten Scenen des ,Tasso ( gehabt; 8 dadurch ist ein 
Wunsch, den ich bei dieser gefährlichen Unternehmung 
vorzüglich gehegt, erfüllt, 4 und ich gehe desto muthiger so 
dem Ende entgegen. Ich habe noch drei Scenen zu 
schreiben, die mich wie lose Nymphen zum Besten 



i Vgl. 1, 436, 6—9. 16—18. 

« — März 21: Lips an Goethe, s. 2,4 7, 32—38 und vgl 3, 
317, 38 f. 26 

— März 23: Caroline Herder an ihren Mann (Herders Reise 
nach Italien S. 298 f.). 

— März vor 31: Herzog Karl August, der März 31 Weimar 
verließ, um nach Aschersleben zu reisen, lernt die drei ersten 
Auftritte kennen, vgl. Nr. 4200. so 

— April 5: Vogel beginnt von neuem an der schon 307,22 
genannten Reinschrift zu arbeiten, vgL 319, 24. 28 undGJ. 18, 170 f., 
wonach bis in den Juni hinein abgeschrieben wurde: Aufzug I 
ganz, von Aufzug II und III das 307, 27 f. Genannte. 

8 VgL Z. 28—30. u 

4 VgL 302, 18. 306, 6. 



1789 TORQUATO TASSO. 311 

[April 6, Weimar.] [4200] 

haben, mich bald anlächlen und sich nahe zeigen, dann 
wieder spröde thun und sich entfernen. 1 

Wenn ich vor den Feiertagen 8 die letzte [4.] Scene 

5 des ersten Actes, wo Antonio zu den vier Personen, 

die wir nun kennen, hinzutritt, fertigen könnte, wäre 

ich sehr glücklich. Fast zweifle ich dran. Sobald sie 

geschrieben ist, schicke ich sie. 8 

An den Herzog Karl August. — Br. 9, 102, 5—12. 103, 
10 16—20. 

April 17, Weimar. 4201 

4 Ich bin eben jetzo mit einer Tragödie beschäftigt, 
worin ich die schönsten Lebensmomente und die er- 
greifendsten Schicksalsspiele des herrlichen Torquato 

16 Tasso zusammen zu fassen mich bestrebe. 
An A. v. Klein. — Br. 18, 37, 9—12. 

April 17, Weimar. 4202 

Herder wird Ew. Durchlaucht einige Scenen von 

»Tasso' vorgelegt haben, 5 es kommt hauptsächlich darauf 

20 an, wie sie sich in Rom les^n lassen. Wahrscheinlich 

erhalten Ew. Durchlaucht den Überrest des Stücks, 



1 Unter den „drei Scenen" haben wir wahrscheinlich Aufzug I 
Auftritt 4 (oder Aufzug II Auftritt 1) und Aufzug IV Auf- 
tritt 4. 5 zu verstehen (vgl. Scheidemantel S. 17 f. und GJ. 
26 18, 172t). 

* April 12 Ostersonntag. 

8 — April 7: Herder an seine Frau (Herders Reise nach Italien 
S. 313). 

— Aprü 9: Die Liste der Postsendungen verzeichnet unter 
so diesem Tage einen Brief an K. Ph. Moritz (Br. 9, 388) ; ob dieser 

eine Abschrift der drei ersten Auftritte begleitete, steht dahin 
(vgL 313, 38—41). 

— Aprü 10: Herder an seine Frau (Herders Reise nach Italien 
S. 314). 

S5 * Der Brief ist wahrscheinlich unecht, die Fassung jedenfalls nicht 
von Goethe, vgl. 1, 226, 37—41 und GJ. 10, 267 zu 8, 278. 

* VgL 308, 32—37. 310, 9—12. 312, 27—30. 



312 TORQUATO TASSO. 1789 

[April 17, Weimar.] [4202] 

wenn Sie Sorrent, seinen Geburtsort, aus Ihrem Fenster 
sehen können. . . . 

. . . Moritz hat mir den beschwerlichsten Theil des 
Winters gar freundlich überstehen helfen. 1 s 

An die Herzogin Anna Amalia. — Br. 9, 106, 9—14. 26—28- 

April 23, Weimar. — s. Nr. 2809 (3, 317).* 4202a 

][Mai 8, Weimar.] 4203 

An ,Tasso' muß ich nun, es koste, was es wolle. 8 

An KnebeL — Br. 9, 111, 191 io 

][Mai 10, Weimar.] 4204 

Indessen Sie im Staub und Getümmel Ihre Stunden 
zubringen, 4 . . leben wir ganz still und hängen unsern 
Gedanken unter blühenden Bäumen und bei dem Ge- 
sänge der Nachtigallen nach, . . is 

Ich habe nichts gethan, dessen ich mich rühmen könnte, 
manches, dessen ich mich freuen darf; und so gehn die 
Tage vorbei. Gestern las ich Ihrer Frau Gemahlin den 
,Tasso' vor; sie schien zufrieden. Die fehlenden Scenen 6 
erzählte ich, so gut es möglich war. so 

Wenn ich Arens* nicht erwartete, so hätte ich mich 
von der Welt retirirt, um das Stück fertig zu machen. 

Ihre Frau Gemahlin schien einen Vorschlag zu billigen, 
den ich that: ich wollte im Juni mit dem Prinzen 
[Karl Friedrich] und Kidein auf einige Zeit nach Bei- ** 



1 Vgl 306, 3. 33. 

8 — [Mai zwischen 3 und 8:] Herder liest im Garten der Villa 
d'Este in Tivoli „unter den großen Cypressen" der Herzogin 
Anna Amalia, Luise v. Göchhausen, Angelica Kaufihnann und 
Anderen die drei ersten Auftritte vor (vgl SdGG. 5, 169). so 

3 — Mai 9: Vorlesung bei der Herzogin Luise, vgl Z. 18 — 20; 
Abends Gesprach mit Herders Frau über ,Tasso', vgl 313, 26—30. 

4 Bei den militärischen Übungen in Asohersleben, vgl 310, 28 f. 
6 Vgl. 310, 21—311, 3. 22—26. 

6 Den für den Wiederaufbau des herzoglischen Schlosses aus 86 
Hamburg berufenen Architekten (Goethe schreibt: Arends). 



1789 TORQUATO TASSO. 313 



][M*i 10, Weimar.] [4204] 

vedere ziehen. Es ist ein sehnlicher Wunsch des Kindes, 
dessen Erfüllung ihm wohl thun wird, und ich könnte 
es eine Zeit lang bequem beobachten und doch ohne 
s Zerstreuung manche Dinge vollenden. 1 

An den Herzog Karl August — Br. 9, 114, 8—115, 3. 
Mai 12, Weimar. 4205 

Indessen treibe ich's in meiner Art immer fort und 
hoffe, Ihnen in der Folge auf mehr als Eine Weise 
io Freude zu machen. . . . 

,Tasso< scheint den Beifall Ihrer Frau Gemahlin zu 
haben. 9 Wenn ich ganz fertig wäre, wollt' ich mich 
sehr glücklich schätzen. 

An den Herzog Karl August. — Br. 9, 116, 20—117, 2. 
n ][Mai Mitte, Weimar.] 4206 

Wir leben stille, stille fort. Wenn ich nur irgend 

wüßte, Ihrer Frau Gemahlin Freude zu machen. Es 

hat sie der Fall mehr angegriffen, als sie es merken 

läßt. 8 Ich habe ihr die Abende einigemal etwas gelesen 

20 und eile nun den ,Tasso' zu endigen, da sie das Stück 

zu interessiren scheint. 4 Es geht mir damit, wie es 

einem im Traum zu gehn pflegt, man ist so nahe am 

Gegenstand und kann ihn nicht fassen. 6 

An den Herzog Karl August. — Br. 9, 119, 5 — 12. 

25 ! Dabei denkt Goethe vor allem an ,Tasso' ; vgl. 314, 2. 

— Mai 10, Caroline Herder an ihren Mann: „Gestern hat 
er den ,Tasso' bis auf drei Soenen der Herzogin [Luise] vor- 
gelesen. ... Er kam gestern Abend nooh zu mir, und da wir 
über ,Tasso' fertig waren, über den Du Dich gewiß freuen wirst, 

*o warst Du unser Gespräch" (Gespräche 1, 120, Herders Reise 
nach Italien S. 367). 

* Vgl Z. 20t und 312, 18—20. 

* Im April hatte die Herzogin Luise, während ihr Gemahl ab- 
wesend war, einen Knaben geboren, der bald nach der Geburt 

** wieder gestorben war (vgl Br. 9, 105, 21—23). 

* Vgl Z. 11 f. und 312, 18—20. 

* — Mai 23, Angelica Kaufmann an Goethe: über die 312, 27—30. 
erwähnte Vorlesung (SdGG. 5, 169). — K Ph. Moritz an den 
Herzog Karl August: „Mit der Miß Elisa Gore habe ich noch 

40 den ersten Act von Gothens ,Tasso', den er mir geschickt hat, 
durchgelesen« (Die Grenzboten 1877 S. 518); vgL 311, 30. 314, 27. 



314 TORQUATO TASSO. 1789 

][Mai 29, Belvedere.] 1 4207 

,Tasso' ist so gut als fertig. Noch aber darf ich nicht 
groß tiran.* 

An Herders Frau. — Br. 9, 121, 13—15. 

Juni 8, Weimar. 4208 6 

»Tasso' ist beinahe fertig. Bis ich ihn gedruckt sehe, 
glaub' ich nicht, daß er fertig wird. 

An Charl. v. Stein. — Br. 9, 128, 14—17. 

Juni 8, Weimar. 4209 

Von ,Tasso' kann ich Ihnen den ersten Act, sobald io 
Sie ihn verlangen, 8 die folgenden und das Uebrige des 
sechsten Bandes [der' Schriften], 4 nach und nach, wie 
Sie es brauchen, übersenden. 

Wenn ,Tasso' erst mit deutschen Lettern zu unsrer 
Ausgabe gedruckt ist und, wie ich hoffe, so correct als " 
möglich, will ich ihn nochmals durchgehn, daß Sie 
alsdann eine besondere Ausgabe dieses Stücks mit la- 
teinischen Lettern auf schön Papier veranstalten können. 5 
Es wird besser sein, als wenn man die Jphigenie' 
nehmen wollte, aus mehr als Einer Ursache. 9 *° 

Nur muß der strengste Fleiß auf die Correctur ge- 
wendet werden. Ich habe das böse Beispiel an dem 



1 Wegen Belvedere vgl. 312, 25—313, 5, Nr. 4270 (Schluß) und 
Herders Reise nach Italien S. 303. 

2 — Juni 1: Caroline Herder an ihren Mann (Herders Reise nach ** 
Italien S. 393). 

— Juni 6 9 K. Ph. Moritz an Goethe: ausführlich über den 
Charakter der Dichtung (GJ. 2, 31 3 f.); vgl. 311, 30. 313, 38—41. 

* Vgl Nr. 4211. 

* ,Lila«. »o 

* Vgl 315, 26-32. 316, 5—7. 28 f. 

6 Vgl. 3, 197, 28—198, 29. Göschen hatte Mai 12 an Goethe ge- 
schrieben (dieß hatte schon 3, 198 zwischen Z. 33 und 34 auf- 
genommen werden sollen): „er habe durch Bertuoh gehört, der 
Herzog [Karl August] wünsche einen Druck der ,Iphigenie' mit *6 
lateinischen Lettern und wolle Unger in Berlin damit beauf- 
tragen" (Br. 9, 353 zu Brief 2762 und 2763). 



1789 TORQUATO TASSCX 315 



[Jtml 8, Weimar.] [4200] 

»Römischen Carneval* erlebt, welches durch abscheuliche 
Druckfehler verunstaltet ist. 1 
Leben Sie recht wohl und schicken mir vom ,Tasso' 
s die Bogen immer in triplo* daß ich ein Exemplar recht 
durchgesehen wieder zurückschicken kann. 
An Göschen. — Br. 18, 37, 18—38, 11. 

Juni 15, Weimar. 4210 

,Ta88o' ist nun in der letzten Revision und geht so- 

10 gleich in den Druck über. 8 Ich freue mich, daß er 

Ihnen und Ihrer Gattin ein paar gute Stunden machen 

wird. 4 

An J. F. Reichardt. — Br. 9, 129, 23—26. 

Juni 22, Weimar. 4211 

u Hiermit sende ich die ersten Scenen 5 eines Stücks, 
bei dessen Ausführung ich mich nur um Ein Jahr Arbeit 
verrechnet habe. Was es geworden ist, mag das Publi- 
cum entscheiden. 
Nun empfehle ich die allerstrengste Fürsorge bei den 
20 Correcturen. Die vorigen Bände ^Schriften* Band 1 — 5. 8] 
sind leidlich, doch nicht ohne Mängel; 9 bei diesem Stück 



1 1789 bei Unger in Berlin mit Antiqua gedruckt, vgL Br. 9, 

136, 1—9. 
• VgL 316, 9f. 321, 3. 
25 * VgL Nr. 4211. 

4 — Juni 17, Göschen an Goethe: „Für die Erlaabniß, den 

,Taaso' auf schönes Papier mit lateinischen Lettern von Didot 

in Paris zu drucken, dank' ioh gehorsamst. Da die Lettern 

noch nicht ans Paris angelangt sind und noch mancherlei 

so Vorkehrungen zu dem möglichst schönen Gebrauch derselben 

zu veranstalten sind, so kann ich nicht eher mit diesem Druck 

anfangen als Neujahr 1790. Herr Unger hat schone Lettern 

und gutes Papier, aber sein Druck ist nicht correct und nicht 

acourat [vgL Br. 9, 136, 6 — 9]. Mein Ehrgeiz wird mich spornen, 

» diese Mängel zu vermeiden«« (Br. 9, 354); vgL 316, 5—7. 28 f. 

— Juni 21— Juli 3: VgL 316, 24. 34. 

* Auftritt 1 — 3 von Aufzug L 

• VgL z. B. 1, 169, 27—30. 



316 TORQUATO TASSO. 1789 

[Juni 22, Weimar.] [4211] 

werde ich auch den geringsten Fehler durch einen Garton 
zu verbessern bitten. Bei der höchsten Sorgfalt, die 
ich auf dieses Stück gewendet, wünsche ich auch, daß 
es ganz rein in die Hände des Publicums komme. Wann 6 
Sie das Exemplar mit lateinischen Lettern anfangen 
wollen, ist mir ganz gleich. 1 

. . . Das Manuscript von ,Tasso' folgt nun nach und 
nach. Senden Sie mir ja gleich drei Exemplare der 
abgedruckten Bogen. io 

An Göschen. — Br. 9 t 134, 8—20. 135, 7—9. 

[Vor Juni 24, Weimar ?] — s. 2, 48, 3—5. 4212 

Juni 29, Weimar. 4213 

Hiermit übersende ich den Schluß 9 des ersten Actes. 
Die ersten Scenen werden glücklich angelangt sein. 8 Die w 
Fortsetzung des Manuscripts schicke ich nicht eher, 
als bis Sie solche verlangen; denn ich mag es immer 
gern noch einige Tage länger in den Händen behalten, 
es findet sich immer noch etwas zu retouchiren. Ich 
wiederhole meinen Wunsch, daß aufs strengste und 20 
sorgfältigste corrigirt werde. 4 

An Göschen. — Br. 9, 135, 12—19. 

Juli 4, Weimar. 4214 

Ich habe sie 6 genutzt so gut wie möglich, und ,Tasso' 

steht nun auf dem Puncte, fertig zu werden. Die drei ** 

ersten Acte schicke ich Dir hoffentlich noch diese Woche 9 

und komme vielleicht Sonnabends [Juli 11] mit den 



1 Vgl 314, 17 f. 315, 26—32. Der Druck in Antiqua kam nicht 

zur Ausführung. 
a Auftritt 4. 30 

* Vgl 315, 15. 37. 
4 — Juli I, Göschen an Goethe: bestätigt den Empfang der 

Druokvorlage von Aufzug I (nach Br. 9, 354); vgl Z. 14 und 315, 15. 
6 Die „vergangnen Tage", seit Juni 21 (vgl Br. 9, 364). 
6 In der 288, 4 genannten Handschrift 1» vgl 317, 281 u 



1789 TORQUATO TASSO. 317 

[Juli 4, Weimar.] [4214] 

beiden andern nach. 1 Ohngefähr vier, fünf Tage möchte 
ich bei Dir bleiben und der Zeit genießen, wenn sie 
freundlich ist. In meiner Stille bin ich ganz zufrieden, 
5 [— Nr. 883 (2, 48).] 

An KnebeL — Br. 0, 137, 10—17. 
Juli 5, [Weimar.] 4215 

Von ,Ta88o' sind 3 Acte ganz absolvirt,' die beiden 

letzten noch in der Revision; noch wenige Tage, so 

10 wäre denn auch dieses schwere Jahrwerk vollendet. Ich 

werde mit Bornstädt zufrieden ausrufen: So weit hätten 

wir sie. 8 

An d. Herzog Karl Augast. — Br. 0, 138, 24—139, 3. 

Juli 22, Weimar. 4216 

i* »Tasso' ist fertig 4 und wird gedruckt, wahrscheinlich 

erhalten Ew. Durchlaucht noch das Exemplar in Italien; 6 

ich werde gleich eins an Madame Angelica [Kauffmann] 

abschicken. 6 

An d. Herzogin Anna Amalia. — Br. 0, 142, 7 — 10. 

so August 2, Eisenach. 4217 

Wie sehr mich freuen muß, wenn Dir ,Tasso ( behagt, 

kannst Du denken, da ich mehr, als billig ist, von 

Zeit und Kräften an dieses Stück gewendet habe. Seit 

zwei Tagen darf ich erst sagen, er sei fertig, denn ich 

26 habe noch immer an den letzten zwei Acten zu thun 



i VgL Z. 30. 

* VgL 316, 26f. 

* — Juli 9, Knebels Tagebuch: „, Tasso' von Goethe 44 (Br. 9, 354), 
Aufzug I— m der 288, 4 genannten Handschrift 1 ; vgl 316, 25 f. 

30 — Juli 10 Abends bis Juli 13: Goethe in Jena; vgl 316, 27. 

* VgL dagegen Z. 23 f. 
« VgL SdGG. 5, 187. 

* VgL Nr. 4224. 

— Juli 23 — 31: Goethe reist nach Wilhelmsthal und Eisenach, 
35 nimmt Aufzug IV und V in Handschrift 1 mit; in Eisenach 

Juli 31 wird die Dichtung endlioh „fertig", vgL Z. 23 f. 

— Juli: VgL 319, 25. 34. 

— August 1: Angelica Kauffmann an Goethe (SdGG. 5, 186). 



318 TORQUATO TASSO. 1789 

[August 2, Eitenftch.] [4217] 

gehabt. Laß Dir die drei ersten von Knebeln geben 1 
und von der Frauen vorlesen. Die beiden letzten siehst 
Du schön abgeschrieben, sobald ich nach Weimar komme.* 
An Herder. — Br. 9, 146, 5—13. 5 

August 10, Ruhla. 4218 

Wie sehr freut es mich, daß Du den ,Tasso ( magst. 8 
Die zwei letzten Acte» hoff ich, sollen zu den ersten 
gehören. 4 Dein Beifall ist mir reiche Belohnung für 
die unerlaubte Sorgfalt, mit der ich dieß Stück ge- 10 
arbeitet habe. Nun sind wir frei von aller Leidenschaft, 
solch eine consequente Compositum zu unternehmen. 
Die Fragmenten- Art erotischer Spaße 6 behagt mir besser. 6 
An Herder. — Br. 9, 147, 13—20. 

] [August 18 etwa, Weimar.] 7 4219 15 

Hier indessen die letzten Acte [IV. V] des ,Tasso', 8 
die ich der Frauen zur Vorlesung heut Abend bestens 
empfehle. 

An Herder. — Br. 9, 148, 3—5. 



1 In Handschrift 1, vgl. 316, 25 f. 317, 28 f. ; Knebel war seit Juli 15 20 
wieder in Weimar (Herder seit Juli 9). 

2 — August 2: Göschen sendet die zwei ersten Bogen von Druck 1 
an Goethe (nach Br. 9, 354); vgl Nr. 4220. 

— August zwischen 4 und 9: Herder oder dessen Frau an 
Goethe über Aufzug I — III (unbekannt); vgl Z. 7. 25 

3 Aufzog I— III; vgl. Z. 24 f.* Sandte Goethe die Handschrift, 
nachdem Herder sie zurückgegeben, etwa an den Prinzen August 
von Gotha ? Vgl 320, 26—28. 

4 „d. h. es soll nicht fühlbar sein, daß die einzelnen Theile zu 
so verschiedener Zeit entstanden" (E. v. d. Hellen, Briefe vdH. so 
3, 43 zu Z. 12). 

6 Der „Römischen Elegieen". 

* — August 15: Göschen sendet den dritten Bogen von Druck 1 
an Goethe (nach Br. 9, 354); vgl Nr. 4220. 

7 Vgl. Düntzer: Erläuterungen 10, 27. SS 

8 In der 288, 15 genannten Handschrift 2 (vgL Scheidemantel 
S. 20 Anm. 6 und GJ. 18, 172 Anm. 1). 



1789 TORQUATO TASSO. 319 

August 20, Weimar. 4220 

Nunmehr habe ich drei gedruckte Bogen des ,Tasso' 

erhalten. 1 Senden Sie mir von Zeit zu Zeit auch das 

Manuscript zurück, 9 damit ich nachsehen kann, ob kein 

s Druckfehler geblieben ist. Es wird ja nun wohl mit 

dem Abdruck schneller gehen; denn sonst möchte der 

Band [6 der ,Schriften'] zu Michael [nicht] fertig werden. 

An Göschen. — Br. 9, 148, 8—13. 

August 21, Weimar. 4221 

10 Ich werde Madame Angelica [Kaufmann] ersuchen, 

Ihnen den nächsten Theil [Band 6 der »Schriften'] mit- 

zutheilen, sobald sie solchen erhalt. Sie finden darin 

,Ta880 ( , ein Schauspiel, das ich mit großer Sorgfalt 

gearbeitet habe. 8 
15 An J. H. Meyer. — Br. 9, 160, 21—24. 

August 27» Weimar. 4222 

[Nr. 2811 (3,318). — ] . . . Den abgedruckten Theil 
des Manuscripts habe ich empfangen. 4 
An Göschen. — Br. 18, 39, 3 f. 



20 * Vgl. 318, 22f. 33f. 
* Vgl Nr. 4222. 

8 — August 25: Vogel bescheinigt, von Goethe erhalten zu 
haben: 1 Thaler 20 Groschen für „44 Bogen, an ,Tasso' vom 
5. April bis im Monat Juni", und 21 Groschen für „21 Bogen, 
26 an »Tasso' im Monat Juli und August" (GJ. 18, 165f.). Nach 
Scheidemantels Berechnung umfassen diese Abschriften (GJ. 
18, 171): 
I. April 5 — Juni, 

Aufzug I, 

Aufzug II Auftritt 1, 

Aufzug III Auftritt 2. 4 (zum Theil); vgL 307,27f. 



so zu Handschrift 1 



zu Handschrift 2(^8 J; 

l Aufzug IL 

//. Juli und August, 

35 zu Handschrift 1 Aufzug IV Auftritt 4. 5, 

zu Handschrift afff«^ 

l Aufzug V. 

(Aufzug m in Handschrift 2 ist nicht von Vogel, sondern 

von einer unbekannten Hand geschrieben.) 

40 * VgL Z. 3-Ö. 



320 TORQUATO TASSO. 1789 

September 0, Weimar. — s. 3, 318, 22— 26. 1 4223 

Ootober 18, Weimar. 4224 

jTassos* Druck ist verspätet worden, sonst wäre das 
Stück schon bei Ew. Durchlaucht; 8 ich hoffe, noch 
vor Neujahr damit aufzuwarten. Wo er auch sich Ihnen s 
präsentiren mag, so wünschte ich, daß es zur guten 
Stunde geschehe. 8 

An cL Herzogin Anna Amalia. — Br. 9, 166, 7—11. 

Deoember 14, Weimar. 4225 
[Nr. 889 (2, 51).] io 

,Tasso' ist noch nicht einmal ganz abgedruckt. 4 

An d. Herzogin Anna Amalia. — Br. 9, 168, 11. 

1700. 

Januar 4, Weimar. 4226 

Die Probebogen des sechsten Bandes [der ,Schriften<] is 
sind angekommen ; 5 ich wünschte nun das Manuscript 
zurück und zugleich zu dem dritten Exemplar des 



— ? August 28: Herder an Goethe (GJ. 8, 26). 

— September 7: Herzogin Anna Amalia an Goethe (SdGG. 

6, 187) ; vgL Nr. 4216. 20 

1 — September 24: J. H. Meyer an Goethe (SdGG. 5, 194) ; vgl. 
Nr. 4221. 

— October 10: Angelica Kauffmann an Goethe (SdGG. 5, 196); 
vgL 317, 17 f. 

* VgL Nr. 4216. 26 

8 — November 3, Prinz August von Gotha an Herder: „. . näch- 
stens soll er [Goethe] etwas von mir vernehmen und sein ,Tasso' 
zurück kommen" (GJ. 6, 40) ; vgl. 318, 26—28. 

— November 10: Sophie v. Schardt an C. A. v. Seckendorff 
(GJ. 2ö, 76). »o 

4 VgL Nr. 4224. 

— [December Mitte:] Göschen sendet die noch fehlenden Probe- 
bogen von Druck 1, die Goethe sofort dem Buchbinder über- 
gibt; vgl. Z. 36 f. 

— December 21: Rechnung des Buchbinders Zänker für Goethe 85 
über Einbinden und Heften der Aushängebogen (GJ. 18, 172). 

* VgL Z. 32f. 



1790 TORQUATO TASSO. 321 

[J&no&r 4, Weimar.] [4220] 

,Tasso' die fehlenden Bogen. Die Bogen A, B, C habe 

ich dreimal, die übrigen nur zweimal erhalten. 1 
An Göschen. — Br. 9, 172, 1—6. 

6 ? Januar 23, [Weimar.] — s. Nr. 892 (2,52).* 4226 a 

Februar 28, Weimar. 4227 

,Tasso< haben Sie vielleicht schon. 8 

An J. F. Reiohardt. — Br. 9, 181, 21. 

März 2, Weimar. — s. Nr ; 2813 (3, 319). 4227 a 

10 März 3, Weimar. — s. 2, 53, 2—9. 4227 b 

März 3, Weimar. — s. Nr. 896 (2, 53). 4227 o 

März 3, Weimar. 4228 

Meinen ,Tasso' wirst Du nun wohl haben. 4 

An F. H. Jacobi. — Br. 9, 184, 11. 

i6 1791. 

«Juli 4, Weimar. — s. Nr. 201 (1, 130f.). 4228a 



i VgL 315, 5. 316, 9f. 

— Januar 11: Knebel an seine Soh wester (Knebel-Henriette 
S. 107). 

20 * — Januar 31: Schiller an OharL v. Lengefeld und CaroL 
v. Beulwitz (Schillers Br. 3, 32). 

— Februar 1: Sohiller an Körner (Sohillers Br. 3, 36). 

— Februar 14: Göschen sendet die gebundenen Exemplare 
von Druck 1 an Goethe ab (nach Br. 9, 354). 

26 — Februar 19, Knebel an seine Sohwester: „Hier, . . schicke 

ich Dir »Tasso'. Es ist das erste Exemplar, das ich aus Goethes 

Hand erhalte" (Knebel-Henriette S. 111). 
* — März 1: Goethes Mutter an Fritz v. Stein (Briefe der 

FRGoethe 1,211). 
80 4 — März 14, Schiller an Göschen: bittet um ein Exemplar 

des 288, 32—289, 3 genannten Druckes (Schillers Br. 3, 64). 

— März 16: F. L. zu Stolberg an F. H. Jacobi (Jacobis Nach- 
laß 1, 141). 

— März 24: Schiller an CaroL v. Beulwitz (Schillers Br. 3, 65). 
86 — Juni 11: Reiffenstein an Goethe (s. Epos 2, 567, 22—35). 

6 — März 6, Herder an Knebel: gedenkt einer Vorlesung (durch 
Frau v. Berlepsch?) bei der Herzogin Anna Amalia (Knebels 
Nachlaß I 2, 263). 

— Aprill2 f F.H. Jacobi an Goethe: ürtheil(G. -Jacobi S. 127f.). 

Giif, Goethe Aber f. Dichtungen T. II, B. 4. 21 



322 TORQUATO TASSO. 1800 

1800. 

? September 26, Jena. 4229 

[Brief und Sendung an] Prof. Meyer. ,Tasso' für 

die Princeß. 1 

Tgb. 2,307,4t 6 

1805. 

Mai 1, Weimar. — s. 1, 63, 7. 8 4230 

1806. 

Februar 24, Weimar. — s. Nr. 543 (1,288). 4230 a 

Juni 20, Jena. — s. Nr. 200 (1, 134). 4230b 10 

Juli 11, Karlsbad. 4231 

[Vormittags] Einen Theil des ,Tasso' durchgesehen. 8 
Tgb. 3, 138, 6f. 
?Juli 17,) 

Karlsbad. — s. Nr. 210—212 (1, 1341). 4231a— c lft 



TJuli 29, 

TJuli 31, 

August 18, Jena. — s. Nr. 213 (1, 136). 4231 d 

August 19, Jena. — s. 1, 136, 8. 4232 

S^SST 2> \ Weimar. - s. Nr. 215. 216 (1, 136). 4232a, b _ 
Oetober 24, / \ » / ^ 

Oetober 26, Weimar. — s. 1, 137, 21. 4233 

^!°!* r ™ 1 Weimar. — s. Nr. 218. 219 (1, 138t). 4233a. b 

Oetober 28,J 



— Zwischen 1793 u. 1805: Gesprach mit A. Genast, vgl 323, 15. 

— [1794 Februar Ende:] CharL v. Kalb an Goethe (GJ. 13, 43). 25 

— [1794 September Ende:] Carol. Herder an Goethe (GJ. 8, 32). 

— 1796 December 14: Sara v. Grotthuß an Goethe (GJ. 14, 49). 

— [1797 December 26:] Schiller an Goethe (s. Epos 1, 147, 30). 
1 Fraglich, ob Goethes Dichtung oder ein Werk Tassos. 

— December 8: Goethes Mutter an den Sohn (Briefe der so 
FRGoethe 2, 78). 

— 1802: Henry Crabb Robinson, zur Zeit in Jena, versucht 
eine Übersetzung in „englische Jamben" (vgL Robinson S. 216. 221 ). 

— 1803 August 18: Fichte an Schiller (GJ. 15, 44). 

— 1803 Oetober 4: K. G. y. Brinckmann an Goethe (GJ. 17, 38). 36 

— 1804 März 9, Goethes Mutter an den Sohn: über eine 
Vorlesung mit vertheilten Rollen, bei der sie die Rolle des 
Antonio las (Briefe der FRGoethe 2, 116t). 

* — Juli 30: Zelter an Goethe (G. -Zelter 1, 180 f.). 

8 Für Druck 2. 40 



1806 TORQUATO TASSO. 323 

] [November 12 oder in späterer Zeit, Weimar.] — 4233 o 

s. Nr. 2064(3,207 f.). 

December 8, 1 

December 8, l Weimar. — s. Nr. 220—222 (1, 139). 1 4233 d—f 
5 December 9, J 



1 — December — 1807 Januar: „Nachdem die Gemüther der Sohau- 
spieler wieder etwas beruhigt [in Folge der Kriegsereignisse war 
der Fortbestand des Weimarer Hoftheaters eine Zeit lang in 
Frage gestellt] und durch Kirms' Energie ihre Existenz gesichert 

10 war, beschlossen Oels, Wolff und Becker, die Damen Sihe und 
Wolff, ohne Goethe davon in Kenntniß zu setzen, den »Torquato 
Tasso' unter sich einzustudiren, um den Dichter damit zu über- 
raschen. Sie wollten Kinns auch ein Zeichen ihrer Oekonomie 
geben, und jeder schrieb sioh seine Bolle selbst ab. . » • Früher 

15 hatte ich [Anton Genast] mir erlaubt» Goethe zu fragen, warum 
er den ,Tasso* nicht aufs Repertoire brächte ; er war aber ganz 
gegen dessen Aufführung, und deßhalb enthielt ich mich aller 
Einmischung bei diesem Unternehmen" (Genast 1, 162 f.). Wenn 
Genast dann weiter berichtet, die Genannten hätten Anfang 

20 Februar 1807 Goethe mit dem beendeten Studium des Stüokes 
überrascht und es verstanden, „ihn zu bestimmen, daß er dessen 
Darstellung bewilligte", so ist diese Zeitangabe, wie Nr. 4234 
beweist, nicht genau. — VgL die sachlich hierher gehörige 
Nr. 4277, sowie Wolff S. 40 f., wo es* heißt: „Nach verschiedenen, 

2 * in größter Heimlichkeit abgehaltenen Proben erging an Goethe 
eine Einladung, und man spielte ihm das Stück vor. Goethe, 
mehr besiegt von dem Eifer und der Hingabe seiner „lieben 
Zöglinge" [vgl 340, 11] als von der Wirkung der Aufführung 
überführt, gab endlich doch dem Drängen nach." 

80 — Ferner ist zu beachten folgende Erzählung Gustav Partheys: 
„Goethe hatte Anfang3 geglaubt, daß Wolff der Bolle des Tasso 
nicht gewachsen sei ; dieser hoffte, ihn vom Gegentheile zu über- 
zeugen, und spazierte wohl ein halbes Jahr lang alle Morgen 
mehrere Stunden im Park, den ,Tasso' in der Tasche, so daß 

35 er zuletzt fast das ganze Stück auswendig wußte. Nun bat er 
Goethen, ihm den ,Tasso* vorlesen zu dürfen, und erhielt denn 
auch die unbedingte Erlaubniß zum Spiel Man konnte mithin 
annehmen, in Wolff die Goethesche Idee, so weit dieß möglich 
ist, verkörpert zu sehn" (»Jugenderinnerungen von Gustav Parthey. 

*o Handschrift für Freunde. Neu hsg. . . von Ernst Friedel, ; .« 
(Berlin 1907) 2, 07). 

21* 



324 



TORQUATO TASSO. 



1807 



1807« 

Januar 20, Weimar. 4234 

Um 4 Uhr Leseprobe vom »Tasso*. 1 
Tgb. 3, 188, 16 t 

Januar 23, Weimar. — s. Nr. 223 (1» 140). 4234a * 

Februar 13, Weimar. 4235 

Abends Probe von ,Tasso' im Theater. 
Tgb. 3, 193, 6f. 

Februar 16, Weimar. 4236 

Abends ,Tasso'.* 10 

Tgb. 3, 193, 20. 

] [Februar 17? Weimar.] 3 4236a 

. . Tasso von Wolff und die beiden Eleonoren von 
den Damen Silie und Wolff gewährten einen seltenen 
Genuß. Goethe fragte mich [Reinbeck] am Tage nach 15 
der Aufführung: 4 „Nun, wie hat sich mein Dichter 
gehalten ? u — Er selbst war nicht bei der Darstellung 
gegenwärtig gewesen. — Ich gestand ihm offen, daß 
ich bei der großen Bewunderung im Lesen doch diese 
Wirkung auf der Bühne nicht vermuthet hätte und so 
nur wünschen müßte, ,Tasso' möchte auch immer eine 



1 Vgl 340, 4 ; wegen der mitwirkenden Schauspieler vgl Z. 27 — 31 ■ 
8 Zur Feier des Geburtstages der Erbprinzessin Maria Paulowna; 
in folgender Besetzung: 



Personen. 


1807 
Februar 16. 


1810 
Februar 14. 


1828 
Marx 22. 




Oeli. 


Oels. 


Oels. 


Leonore von Este . . 


Silie. 


Jagemann. 


Jagemann. 


Leonore Sanvltale 


Wolif. 


Wolff. 


Benda. 


Torquato Tasso . . 


Wolff. 


Wolff. 


Durand. 


Antonio Monteoatino 


Becker. 


Halde. 


Halde. 



26 



80 



Vgl. das sachlich hierher Gehörige: Nr. 4277. 4451b und 3, 221, 
9—12, sowie Nr. 4236a. 4237, ferner Genast 1, 163, Wolff S. 411 
und die 325, 21. 23. 23 genannten Briefe. 

3 Die Datirung stützt sieh auf die Angabe Z. 15 f.; im Tgb. 85 
ist Reinbeok am 17. nicht genannt. 

4 VgL Nr. 4236. 



1807 TORQUATO TASSO. 326 

] [Februar 17 T Weimar.] [4286 a] 

so meisterhafte Darstellung erhalten. — Das schien ihm 
nicht zu mißfallen — und er stimmte ein, daß es schwer 
sein möchte, einen zweiten Wolff-Tasso zu finden. 1 
5 Mit Reinbeok. — ,Reise-Plaudereien . .- von Dr. Georg 

Reinbeck, . .< (Stuttgart 1837) 2, 106 f. (Fehlt in den »Ge- 
sprächen'.) 

Februar 25, Weimar. 4237 

Die Vorstellung vom ,Tasso <a hat einen sehr guten 
10 Eindruck gemacht, einen bessern, als ich erwarten konnte. 
Vielleicht haben Dir die Frauenzimmer davon ge- 
schrieben. 8 

An KnebeL — Br. 19, 275, 23—25. 
März 20, Weimar. 4238 

15 Um 4 Uhr Probe von ,Tasso' im Hause. 
Tgb. 3, 199, 23. 

März 21, Weimar. 4239 

Abends »Torquato Tasso'. 4 Ich blieb zu Hause . .* 
Tgb. 3, 200, 2f. 

20 Juli 27, Karlsbad. — s. Nr. 2226 (3, 67).° 4239 a 

1 — Februar 18: Riemer an Frommann (Riemer - Frommann 
S. 90). 

— Februar 22: Vulpius an Nik. Meyer (GJ. 4, 330). 

* Vgl Nr. 4236. 

25 * Darunter sind wohl Knebels Sohwester und Charlotte Schiller zu 
verstehen (vgl. den Z. 28 genannten Brief der ersteren). 

— Februar 27: Knebel an Goethe (G. -Knebel 1, 299). 

— März 4: Henriette v. Knebel an ihren Bruder (Knebel- 
Henriette S. 277 f.)« 

80 4 Die Besetzung der Rollen wie Februar 16 (s. 324, 27—31). 

* — Zwischen Mai 29 und Juli 15: Gespräch Goethes mit K. F. 
v. Reinhard über die Frage, ob die Dichtung sioh zur Auf- 
fuhrung eigne, vgl Z. 40—326, 22. 

— Juli 1: Knebel an Goethe (G. -Knebel 1, 309). 

85 — Juli 4, Roohlitz an Goethe: über die Aufführung in 
Leipzig Juni 3 (G. -Roohlitz S. 49 f.) ; vgL dazu auoh das 201, 24 f. 
genannte Werk S. 132 — 137, ferner den 326, 26 genannten Brief 
von Roohlitz, sowie unten 340, 22. 36. 

* — August 9 9 K. F. v. Reinhard an Goethe: über die Auf- 
40 führung in Leipzig August 4; „loh bitte Ihnen eine voreilige 



326 TORQUATO TASSO. 1807 

August 28, Karlsbad. 4240 

Daß Sie den ,Tasso< in Leipzig gesehen, x ist mir sehr 

erwünscht. Sie haben dadurch ein Resultat gar vieler 

Bemühungen und Anstrengungen kennen lernen; und 

da die dramatische Kunst doch eigentlich nur in's Wasser » 

schreibt, so ist es mir desto tröstlicher, daß sich diese 

Züge in Ihren richtigen Sinn und in Ihr theilnehmendes 

Herz einprägen konnten. 

An K. F. v. Reinhard. — Br. 10, 398, 3—9. 

August 28, Karlsbad. — s. Nr. 459 (1, 2401). 4240a io 

August 90, Karlsbad. — s. Nr. 224 (1, 140).* 4240 b 

September 21, j Weimar _ ^ Nr 4ßQ ^ (1 mv 4S4fyc d 
September 21, J 

September 26, Weimar. 4241 

Abends bei Durchlaucht dem Herzog, der sich besser is 
befand. Allein. Die Damen waren in der Repräsentation 
des »Tasso'.* Später kamen von Seebach und Ziegesar, 
welche die Vorstellung und besonders Wolffens Spiel 
sehr lobten. 4 

Tgb. 3, 279, 16—19. 10 

September 29, Weimar. — s. Nr. 402 (1,242).* 4241a 



Meinung ab, die ioh in Karlsbad [vgL 325, 31 f.] äußerte; ,Tasso' 
hat die Bühne vollkommen und mit dem höchsten Interesse 
ausgefüllt- (G. -Reinhard S. 4 f.); vgl Nr. 4240. 
i Vgl. 326, 39f. zs 

2 — August 30, Rochlitz an Goethe: über die Aufführung in 
Leipzig August 4 (G. -Rochlitz S. 66—58); vgl Nr. 460 (1,241 f.). 
8 Die Besetzung der Bollen wie Februar 16 (s. 324, 27 — 31). Riemers 
Tagebuch vom selben Tage: „Abends im Theater /Tasso': Wolff 
spielte sehr gut. Silie besser wie sonst. Oels besonders im so 
letzten Acte sehr fürstlich und gnadig. Becker recht gut" 
(Deutsche Revue 11 (1), 66). 

4 — September 26: Henriette v. Knebel an ihren Bruder (Knebel- 
Henriette S. 302). 

— September 28: Im Tgb. findet sich der Eintrag, als irrig« 
gestrichen: „Abends [im Theater] ,Tasso', den ich aber nicht 
sah, weil ich bei Durchlaucht dem Herzog war" (Tgb. 3, 443 
zu S. 280 Z. 4) ; vgl Nr. 4241. 

5 — October 14: Riemer an Frommann (Riemer-Frommann S. 103). 



1807 TORQUATO TASSO. 327 

November 9, Weimar. 4242 

Abends [im Theater] ,TassoS wovon ich einen Act sah, 1 
Tgb. 3, 293, 24 f. 

1808. 

5 8 Juli 21, Franzensbad. 4243 

[Vormittags] Silvien [v. Ziegesar] aus dem ,Tasso< vor- 
gelesen. 

Tgb. 3, 363,1 f. 

T August 3, | Karlsbad _ g Nr 108g 108ö (2> 169) 4243^ b 
10 ? August 3, J 

August 7, Karlsbad — s. Nr. 92 (1, 65). 3 4243c 

? August 12, Karlsbad. — s. Nr. 1090 (2, 170).* 4243 d 

][December 18? Weimar.] 6 4244 

Goethe selbst sagte mir [Abeken] damals, er habe 

16 nicht geglaubt, daß der ,Tasso' auf der Bühne eine 

solche Wirkung hervorbringen könne. Das war im 

Jahre 1808.* 

Mit B. R. Abeken. — Abeken S. 237. 



1 Die Besetzung der Rollen wie Februar 16 (s. 324, 27—31). Goethe 
20 hatte Bettina Brentano mit in's Theater genommen, vgl Z. 24 — 29. 

2 — April 27: Vgl Goethe an Johanna Frommann (Br. 20, 52, 8 f.). 

3 — August 9: K. F. v. Reinhard an Goethe (G. -Reinhard S. 37). 
* — Od6ber.2 f Erfurt: s. 3, 209, 36—41. 

— October 25, Bettina Brentano an F. H. Jacobi: „. . eines 

26 Abends hatte er [Goethe, 1807 November 9, vgL Nr. 4242] 
mich in's Theater gebracht, es war ,Tasso'; er ging weg; die 
Vorstellung ward mir langweilig, . . ich ging mit Freude nach 
Haus, weil mir Goethe versprochen, noch eine Stunde mit mir 
su bleiben, allein er ward verhindert, . ." (Jacobis Nachlaß 2, 28.) 

so — November 2 und 16: Riemer an Frommann (Riemer- 
Frommann S. 135. 137). 
6 Die Datirung stützt sioh auf Abekens Angabe Z. 17 und Tgb. 
3, 406, 3 ; ganz sicher erscheint sie mir nicht, denn eine Unter- 
haltung über die Bühnenwirkung legt immerhin die Vermuthung 

86 nahe, daß sie durch eine kurz oder doch nicht allzu lange 
vorher Statt gehabte Aufführung veranlaßt worden sei. Da 
nun 1808 gar keine Aufführung Statt gefunden hat, konnte man 
an 1809 denken, wo Abeken, nachdem , Tasso* Februar 8 gespielt 
worden war (vgl Nr. 4245), März 31 Goethen besuchte (vgl 

40 Tgb. 4, 20, 4f.). 

* Abeken erzählt (vielleicht auf Grund des Obigen) in seinem 



328 TORQUATO TASSO. 1809 

1809. 

1 Februar 8, Weimar. 4245 

Abends [im Theater] ,Tas80'.' 
Tgb. 4, 0, 23 f. 

1810. i s 

• Februar 13, Weimar. 4246 

[Nachmittags?] Probe vom ,Tasso' auf dem Theater- 
zimmer. 

Tgb. 4, 96, 4. 



Werke »Goethe in meinem Leben': „Nichts . . riß mich so hin 10 
als Wolff im ,Tasso' ; ja, ich darf sagen, daß ich Vollkommneres 
auf der Bühne nicht gesehen habe. ... Als ich spater in Gesell- 
schaft einiger Freunde abermals eine Vorstellung des von früherer 
Zeit her mir so an's Herz gewachsenen Schauspiels gesehn, dann 
dem Dichter erzahlte, welohen Eindruck seine Sohöpfung auf 16 
mich und die Freunde gemacht, äußerte er, er selbst habe nicht 
geglaubt, daß ein Schauspiel, in welchem der Gedanke so vor- 
wiege, eine solche Wirkung von der Bühne herab thun könne" 
(Abeken S. 91 f.). Vermuthlich ist hier und oben ein und das 
selbe Gespräch gemeint. Bei den „einigen Freunden" möchte 20 
man zwar gern an Kohlrausch und den Grafen Baudissin denken, 
mit denen Abeken 1809 Mai 23 Goethen besuchte (vgL Gespräche 
8, 307) ; aber dieser Tag ist nicht möglich, da die .Freunde zur 
Aufführung 1809 Februar 8 nocht nicht in Weimar waren. 

1 — Januar 5: Riemer an Frommann (Riemer-Frommann S. 141). 26 

— Januar 20: s. 2, 176, 14—20. 

2 Die Besetzung der Rollen wie 1807 Februar 16 (s. 324, 27—31; 
die Darstellerin der Prinzessin, DUe Silie, inzwischen verheirathet» 
erscheint jetzt als Mme Unzelmann auf dem Theater-Zettel). 

— März 31: VgL 327, 38 f. so 
8 — Februar 3, Herzog Karl August an Goethe: zwei Briefchen 

wegen einer auf Wunsch der 3, 409, 27 — 29 genannten Prinzen 
zu veranstaltenden Aufführung mit Caroline Jagemann als Prin- 
zessin (G.-Karl August 2, 4) ; zwischen beide fallt ein unbekannter 
Brief Goethes an den Herzog in derselben Angelegenheit. 85 

— ] [Februar 3 oder 4:J Riemer an Frommann (Riemer- 
Frommann S. 166). 

— Februar 4: Vielleicht war bei dem in Nr. 2984 (3, 410) 
genannten Gespräch Goethes mit dem Herzog Karl August auch 
von der Tags vorher brieflich für Sonnabend, Februar 10 be- 40 
stimmten Aufführung des ,Tasso' die Rede. 



1810 TORQUATO TASSO. 329 



Februar 14, Weimar. 4247 

Abends in der Vorstellung von »Tasso'. 1 
Tgb. 4, 96, 7. 

Februar 16, Weimar. 4248 

5 ,Tasso* wurde am Mittwoch* in der größten Voll- 
kommenheit auf unserm Theater gegeben, und Goethe 
sagte mir [Henriette v. Knebel] gestern dasselbe, was 
ich auch sagte, daß es Gott versucht wäre, wenn man 
verlangte, daß es noch einmal so gut sollte gegeben 
10 werden. 8 

Mit Henriette v. Knebel — Knebel-Henriette S. 413 (Henr. 
v. Knebel an ihren Bruder Februar 17; fehlt in den »Ge- 
sprächen'). 

][Mai zwischen 22 und 31, Karlsbad.] 4248a 

15 1788 [—1789]. 



Beendigung des ,Tasso'. 

Redaction anderer, zu den letzten Bänden 

[6 — 8 der »Schriften'] bei Göschen 

gehöriger Stücke. 4 



so Ankunft von Moritz. 6 



Antheil desselben an meinem ,Tasso% der 
eben fertig wurde. 



Zeitverderb mit Unterlegung des Textes 
unter Italienische Opern. 6 
25 Biographisches Schema. — GJ. 28, 14. 



— Februar 12: Riemer an Frommann (Riemer- Frommann 
8. 157). 
1 Die Besetzung der Rollen s. 324, 27—31. Vgl Nr. 4248. 

* Februar 14, vgL Nr. 4247. 

so 3 — Aprü 25: Heinrich Voß an Goethe (GJ. 5, 811). 

* VgL Nr. 882 (2, 48). 

# * VgL 306, 3. 11. 16. 33. 312, 4f. 

* VgL Riemer 2, 327 und W. 12, 41 8 f. 



330 TORQUATO TASSO. 1811 



1811. 

»Man 20, Weimar. 4240 

[Abends] Im Theater: ,Ta88o'.' 
Tgb. 4, 102, 101 

November 20, Weimar. 4250 & 

Abends [im Theater] jTasso'. 8 
Tgb. 4, 242, 26. 

Deoember 17, [Weimar.] 4251 

Es ist sehr freundlich von Ihnen, wertheste Freundin, 
daß Sie mir von der glücklichen Aufführung meines 10 



— September 13 und 20: P. A. Wolff an Heinrich Blümner 
(SdGG. 6, 113f.). 

— September 24: Aufführung am Hoftheater zu Weimar, die 
Besetzung der Rollen wie 1810 Februar 14 (s. 324, 27—31); vor- 
her das Lustspiel ,Der Puls* von Babo, in dem Inland gastirte 15 
(Inland wohnte der Tasso- Aufführung bei, vgL den Z. 10 
genannten Brief und das »Journal des Luxus und der Moden' 
1810 November, S. 670). 

— October 4: P. A Wolff an H. Blümner (SdGG. 6, 117). 

1 — Januar 18: „Maok liquidirt für Abschrift des ,Tasso' für's 20 
Theater" (Burkhardt II S. 0) ; wahrscheinlich für Berlin, vgL 
Nr. 4262. 

* Die Besetzung der Rollen wie 1810 Februar 14 (s. 324, 27—31); 
vgl die sachlioh hierher gehörige Nr. 4201. — Am selben Tage: 
CharL v. Stein an Goethe (G. -Stein 2, 418) ; Riemer an Frommann 25 
(Riemer-Frommann S. 181). 

— Juli 1: P. Cornelius an Goethe (s. 2, 100, 22—26). 

» Die Besetzung der Rollen wie 1810 Februar 14 (s. 324, 27—31); 
vgL Tgb. 4, 406 zu S. 244 Z. 8. 0, und die sachlich hierher ge- 
hörige Nr. 4201. so 

— November 25: Erste Aufführung im Hof-Theater zu Berlin, 
mit folgender Besetzung der Rollen : Alphons-Besohort, Leonore 
von Este- Wilhelmine Maaß, Leonore Sanvitale-Frau Bethmann, 
Tasso-Bethmann, Antonio-Lamm (vgL GJ. 1, 342). VgL Nr. 4251. 
4252, Teichmann S. 00, Goethe in den Zeugnissen der Mit- 35 
lebenden (Berlin 1823) S. 216 f., G. -Zelter 2, 8. 

— November 26, Friederike Bethmann an Goethe: über die 
Z. 31 — 36 genannte Aufführung (Eingegangene Briefe 1811, 
Blatt 250) ; vgL Nr. 4251. 



1811 TORQUATO TASSO. 331 

[Deoember 17, Weimar.] [4251] 

,Tasso< selbst Nachricht geben. 1 Wenn Künstler wie 
Sie und Ihre Mitspielenden 9 mit sich selbst zufrieden 
sind, so kann man auch in der Ferne versichert sein, 

5 daß das Werk gut gerathen ist; und wie Sie mir das 
Einzelne genau bezeichnen, kann ich mir schon eher 
vorstellen, auf welche Weise und in welchem Maße es 
gelungen ist. Haben Sie allerseits recht vielen Dank, 
daß Sie dieses theaterscheue Werk hervorgezogen und 

10 in ein günstiges Bühnenlicht gestellt haben. Sie erneuen 
und vermehren dadurch die Verbindlichkeit, die Ihnen 
andere meiner Productionen 8 schon früher schuldig ge- 
worden. 
Herrn Bethmann empfehlen Sie mich bestens. Es ist 

15 mir sehr angenehm, zu denken, daß er, bei seinem Geist 
und seinen Talenten, sich gern mit einer Rolle beschäf- 
tigt hat, die vielleicht unter allen denen, die ich ge- 
schrieben habe, am meisten ausgeführt ist. An der 
feinen, klugen, zarten Leonore habe ich gleichfalls nicht 

so den mindesten Zweifel. . . . 

Vorstehendes war geschrieben, als ich in der Berliner 
Zeitung 4 eine wohlwollende und umständliche Nachricht 
von der Aufführung des ,Tasso' las, die mir als Seiten- 
stück zu Ihrem lieben Briefe viel Vergnügen gemacht hat. 

25 Besonders aber bitte ich Herrn Director Iffland viel- 
mals zu danken, der mir auch darüber durch Frau 
von Heygendorf ein freundliches Wort sagen ließ. Ich 
bin gewiß nicht unempfindlich für die Aufmerksamkeit, 
die man einem Werke erweist, auf das ich ganze Epochen 

so meines frühem Lebens verwendet habe. 

An Friederike Bethmann. — Br. 22, 217, 24—218, 19. 219, 1 — 11. 

i VgL 330, 37 f. 

• Vgl. 330, 32—34. 

• .Egmont', vgL Nr. 440. 441 (1, 231 f.) und Jphigenie', vgl. 
85 Nr. 2660 (3, 2061). 

4 Auf die „Vossische und Haude-Spenersche Zeitung vom 28. Nov* 
1811" wird Br. 22, 469 hingewiesen. 



334 TORQUATO TASSO. 1813 

[Deoember 6, Weimar.] — s. 3, 213, 5. 4256 

1814. 

] [April 10, Weimar oder Mai 14, Berka.] — 4266a 

s. Nr. 2582 (3, 2 14 f.). 

Mai 29, Berka. — s. Nr. 492 (1, 263). 4256b 6 

][Juni 1. Hälfte, Berka.] — 8. 3, 216, 7. 8. 217, 23. 4257 

][Juni 1. Hälfte, Berka.] — s. 3, 572, 20. 25. 573, 2. 4258 

][Juni 1. Hälfte, Berka.] — 8. 165, 7. 4259 

][Juni 1. Hälfte, Berka.] — s. 165, 33. 4260 

][Juni 1. Hälfte, Berka oder 1817 August 20, Weimar.] 4261 10 

1 [Zu 1788.] Abreise von Born. Schmerzen eigner Art. 
Ermannung. Herrliche Welt- Ansicht mit gerühr- 
tem Sinn. ,Tasso' angeknüpft. Ausführlich. Localitat von 

Florenz. Schmerzlicher Faden [?]. Tassos Verbannung. . . . 
Schema (Paralipomenon 34) zur Italienischen Reise: 2. Rö- 16 
mischer Aufenthalt. — W. 32, 469, 14. 19—21. 
][Juni, Berka oder später, Weimar.] — s. 3, 218, 19. 219, 22.* 4262 

1815. 

Januar vor 14, Weimar. 4263 

8 Herr Wolff , ein Schauspieler voll Gefühl, angenehmer so 
Stimme, der den Tasso spielt. 

An K. C. v. Leonhard. — Br. 25, 160, 21 f. 



1 Das Folgende ist der schematisohe Entwurf zu Nr. 4270. 

* — September 12 — 24: Goethe seit 1797 zum ersten Male wieder 
in Frankfurt; da das Theater seiner Vaterstadt diese günstige 26 
Gelegenheit in keiner Weise benutzte, um den Dichter zu feiern, 
verfaßte Willemer aus Rache einen Bericht über eine erdichtete 
glänzende Ehrung Goethes im Frankfurter Theater durch Auf- 
führung des ,Tasso', in dem er schildert, „wie am Schlüsse der 
Vorstellung Herr Werdy die beiden Kränze von den Hermen so 
Virgils und Ariosts genommen und sie unter jauchzenden Hoch- 
rufen der Versammelten dem Dichter überreicht habe ; wie dieser 
darauf, die Kränze in der Hand tragend, freundlich grüßend 
durch die Reihen geschritten sei" (G. -Willemer S. 341). Dieser 
Bericht erschien September 28 im »Morgenblatt 4 und wurde, S6 
obgleich ebenda December 31 von der Redaction als Erdichtung 
eingestanden, lange Zeit als der Wirklichkeit entsprechend an- 
gesehen. 

8 In der 231, 3 f. genannten „Anleitung" zur theatralischen Auf- 
führung von Schillers ,Lied von der Glocke* führt Goethe die 40 



1815 TORQUATO TASSO. 336 

] [Februar zwischen 3 und 21, Weimar.] — s. 3, 221, 9—12. 4264 

Februar 20, Weimar. — s. 1, 12, 12. 4266 

][April S. Hälfte, Weimar, oder 1816 Juli 1. Hälfte, Jena.] 4266 

— s. Nr. 2671 (3, 268f.). 

6 ][April 2. Hälfte, Weimar, oder 1816 Juli 1. Hälfte, Jena.] 4267 

[Zu 1787 Februar 21, Born.] Eins habe ich über mich 

gewonnen, daß ich von meinen poetischen Arbeiten 

nichts mitnehme 1 als ,Tasso' allein; zu ihm habe ich 

die beste Hoffnung. Wüßt' ich nun, was Ihr zu ,Iphi- 

10 genien' sagt, 9 so könnte mir dieß zur Leitung dienen; 
denn es ist doch eine ähnliche Arbeit, der Gegenstand 
fast noch beschränkter als jener, und will im Einzelnen 
noch mehr ausgearbeitet sein; doch weiß ich noch nicht, 
was es werden kann; das Vorhandene muß ich ganz 

15 zerstören; das hat zu lange gelegen, und weder die 

Personen, noch der Plan, noch der Ton haben mit meiner 

jetzigen Ansicht die mindeste Verwandtschaft. 8 

Italienische Reise, Rom (Den 21. Februar [1787]). — W. 
30, 278, 10-21. 

20 1816. 

Februar 13, Weimar. — s. 1,180,29. 4267 a 

Februar 17, Weimar. 4268 

[Morgens] ,Torquato Tasso'. 4 
Tgb. 5, 207, 28—208, 1. 
26 März 11, ] 

März 11, 1 Weimar. — b. Nr. 236—237 (1, 146).* 4268a— o 

März 26, J 

][Juni 21 ? Weimar.] — s. 2, 226, 7. 4269 

October 16, Weimar. — s. Nr. 238 (1, 146).« 4269a 

so Weimarer Sohauspieler an, von denen die einzelnen Theile des 
Gedichts gesprochen worden waren, darunter auch den folgenden. 

1 Nach Neapel, vgL Nr. 4167. 

»Vgl 3, 191, 27 f. 

8 Vgl. 301, 20 f. 303, 19 f. 
85 4 Durchsicht für Druck 3. 

6 — März 28, Goethe an J. G. Schadow: über die 298, 31 ge- 
nannte Wachs-Maske (Br. 26, 317, 24—318, 10); vgl Tgb. 6, 218, 
26—28. 

6 _ October 20: Zelter an Goethe (G. -Zelter 2, 323). 



336 TORQUATO TASSO. 1816 

October 22, Weimar. — s. Nr. 2014 (2 9 623). 4269b 

November 14, Weimar. — s. Nr. 239 (1, 145). 4269 o 

1817. 

][Mai 13. 22, Jena.] — s. Nr. 2699 (3, 229—231). 4269 d 

August 31, Weimar. 1 4270 6 

[Zu 1788 April 22. 23, Born.] Bei meinem Abschied 
aus Born empfand ich Schmerzen einer eignen Art. 
Diese Hauptstadt der Welt, deren Bürger man eine Zeit 
lang gewesen, ohne Hoffnung der Bückkehr zu verlassen, 
gibt ein Gefühl, das sich durch Worte nicht überliefern 10 
laßt. Niemand vermag es zu theilen, als wer es emp- 
funden. Ich wiederholte mir in diesem Augenblicke immer 
und immer Ovids Elegie, die er dichtete, als die Er- 
innerung eines ähnlichen Schicksals ihn bis an's Ende 
der bewohnten Welt verfolgte. 9 Jene Distichen wälzen is 
sich zwischen meinen Empfindungen immer auf und ab. 

Cum subit illius tristissima noctis imago, 

Quae mihi supremum tempus in Urbe fuit; 

Cum repeto noctem, qua tot mihi oara reliqui; 

Labitur ex oculis nunc quoque gutta meis.* 20 



1 Vgl Tgb. 6, 100, 22 f. (daselbst „Mai" irrthümlich statt „April", 
ebenso 338, 5). — Das Folgende, die Ausfährung des unter 
Nr. 4261 mitgetheilten Schemas und „das älteste Stück der Be- 
arbeitung des zweiten Römischen Aufenthalts" (W. 32, 427), 
wurde von Goethe nioht in die erste Ausgabe seines „Zweiten 26 
Römischen Aufenthalts" (Werke Cotta» Band 29, 1829) auf- 
genommen, sondern erst nach seinem Tode in Werke Q. 2 (2), 
447 veröffentlicht. 

2 Vgl Br. 9, 67, 4—7. 

* Trißtium liber I elegia 3, 1 — 4 (es folgen noch 6 Verse) ; dieses so 
Citat aus Ovid bildet den Schluß der Z. 25 f. genannten Aus- 
gabe, ihm voran stellte Goethe die von Riemer besorgte Über- 
setzung, in der Vers 1 — 4 lauten: 
„Wandelt von jener Nacht mir das traurige Bild vor die Seele, 

Welche die letzte für mich ward in der Römischen Stadt, 86 
Wiederhol' ich die Nacht, wo des Themen so viel mir zurückblieb, 
Gleitet vom Auge mir noch jetzt eine Thrane herab." 



1817 TORQUATO TASSO. 337 

[August 31, Weimar.] [4270] 

Nicht lange jedoch konnte ich mir jenen fremden Aus- 
druck eigner Empfindung wiederholen, als ich genöthigt 
war, ihn meiner Persönlichkeit, meiner Lage im be- 

s sondersten anzueignen. Angebildet wurden jene Leiden 
den meinigen, und auf der Reise beschäftigte mich dieses 
innere Thun manchen Tag und Nacht. Doch scheute 
ich mich auch nur eine Zeile zu schreiben, aus Furcht, 
der zarte Duft inniger Schmerzen möchte verschwinden. 

10 Ich mochte beinah nichts ansehen, um mich in dieser 
süßen Qual nicht stören zu lassen. Doch gar bald drang 
sich mir auf, wie herrlich die Ansicht der Welt sei, 
wenn wir sie mit gerührtem Sinne betrachten. Ich er- 
mannte mich zu einer freieren poetischen Thatigkeit; 

15 der Gedanke an ,Tasso' ward angeknüpft, und ich be- 
arbeitete die Stellen mit vorzüglicher Neigung, die mir 
in diesem Augenblick zunächst lagen. Den größten Theil 
meines Aufenthalts in Florenz verbrachte ich in den 
dortigen Lust- und Prachtgärten. Dort schrieb ich die 

20 Stellen, die mir noch jetzt jene Zeit, jene Gefühle un- 
mittelbar zurückrufen. Dem Zustand dieser Lage ist 
allerdings jene Ausführlichkeit zuzuschreiben, womit das 
Stück theilweis behandelt ist, und wodurch seine Er- 
scheinung auf dem Theater beinah unmöglich ward. 1 

25 Wie mit Ovid dem Local nach, so konnte ich mich 
mit Tasso dem Schicksale nach vergleichen. Der schmerz- 
liche Zug einer leidenschaftlichen Seele, die unwider- 
stehlich zu einer unwiderruflichen Verbannung hingezogen 
wird, geht durch das ganze Stück. 9 Diese Stimmung 

so verließ mich nicht auf der Heise trotz aller Zerstreuung 
und Ablenkung, und, sonderbar genug, als wenn har- 
monische Umgebungen mich immer begünstigen sollten, 
schloß sich nach meiner Rückkunft das Ganze bei einem 



1 Vgl 323. 16f. 327, 15f. 328, 16. 331, 9. 343, 2f. 357, 7—9. 343, 2f. 
86 * Vgl besonders Kuno Fischer an dem 302, 33 genannten Ort 
S. 600f. Anm. 1. 

Orftf, Goethe Aber s. Dichtungen T. n. B. 4. 22 



338 TORQUATO TASSO. 1817 

[Aoguit 81, Weimar.} [4270] 

zufälligen Auf enthalte zu Belvedere, 1 wo so viele Er- 
innerungen bedeutender Momente mich umschwebten. 
Ursprünglicher Schluß der Italienischen Reise, mit der 
ungenauen Überschrift: „1788. Der 24. Mai". — W. 32, 428 f. 

December 4, Jena. — s. 3, 573, 19. 4271 



Februar 13, 
Februar 16, 



1818. 

»Februar 13/ 

Jena. — s. Nr. 2280—2282 (3, 100f.). 4271a— o 

10 

Februar 21, j Weimar _ Nr 2233 ^^ (3 102) 42n± e 

Februar 27, J ' 

][October 13, Weimar.] — s. Nr. 1199 (2,248f.). 4271 f 

1819. 

][Februar 14, Weimar.] — s. 1, 147, 24—29. 148, 13—15. 4272 15 
März [Anfang], Weimar. — s. 1, 16, 17 f. 8 4273 

1820. 

März [gegen Ende], Weimar. 4 4274 

\ Hierauf forderte er meine [Eduard Genaste] Braut 

auf, ihm etwas zu recitiren. Bereitwillig declamirte sie 20 
ihm einige seiner Gedichte und die Rede der Prinzessin 
aus ,Tasso'. 6 Als sie geendet hatte, nickte er mit dem 
Kopfe und sagte: „Brav, mein Kind, sinnig und cha- 
rakteristisch vorgetragen; ich wünschte mir wohl das 

Vergnügen, Sie auf der Bühne zu sehen." 2* 

Mit Christine Böhler und Eduard Genast. — Gespräche 
4, 21 (Genast 2, 146). 

September 1, Jena. — s. Epos 1, 185, 15-25. 32—186, 26.' 4274a 

1 VgL 312, 26—313, 5. «14, 1. 

2 — Februar 11: s. 3, 99, 31—36. «0 

— Februar 12: VgL 3, 100, 28 f. 

3 »Tasso* ist in diesem chronologischen Verzeiohniß wohl nur ver- 
sehentlich nicht auch unter „1780—1786" genannt. 

— September 23: Lemm an Böttiger (GJ. 1, 342). 

4 Vgl. Tgb. 7, 152, 5. 15f. ** 
* Vers 995—1047 in Aufzug II Auftritt 1. 

6 VgL Drama 2, 268, 31—38. 



1820 TORQUATO TASSO. 339 

[September 16, Jena.] 1 4275 

Immer zutraulicher gemacht, fügte Loewe hinzu: Von 
Ihren dramatischen Werken halte ich den ,Tasso' für 
das beste. Ich lese ihn wiederholt und immer mit neuem 
6 Entzücken. 

„Das wußte ich, ehe Sie es sagten," erwiderte Goethe. 

Mit K. Loewe. — Chronik des WGV. 5, 43 (aus Loewes 
Selbstbiographie, hsg. von C. H. Bitter, Berlin 1870, S. 76; 
Gespräche 10, 99). 

io 1822. 

][März 11, Weimar, oder schon 1820 ?] — s. 1, 17, 23—26. 4275a 

][März zwischen 12 und 16, Weimar.] — 4276 

s. 1, 19, 18—20, 4. 18—20. 

1828. 

15 ] [Januar zwischen 9 und 23, Weimar.] 4277 

[Zu 1807.] Zu Ende des vorigen Jahrs 2 war das 
Theater schon wieder eröffnet, Balcon und Logen, Par- 
terre und Galerie bevölkerten sich gar bald wieder, als 
Wahrzeichen und Gleichniß, daß in Stadt und Staat 

20 alles die alte Richtung angenommen. 8 . . . 

Ich und meine Nächsten suchten also dem Theater 
seine alte Consistenz wieder zu geben, und es gelangte, 
zwar vorbereitet, aber doch zufällig zu einem neuen 
Glanz durch eine freundliche, den innigsten Frieden 

25 herstellende Kunsterscheinung. ,Tasso' ward aufgeführt, 
allerdings nicht erst unter solchen Stürmen, vielmehr 
längst im Stillen eingelernt: denn wie bei uns antretende 
jüngere Schauspieler sich in manchen Rollen übten, 
die sie nicht allsobald übernehmen sollten, so verfuhren 

so auch die älteren, indem sie manchmal ein Stück ein- 
zulernen unternahmen, das zur Aufführung nicht eben 



1 Vgl Tgb. 7, 223, 2. 

2 1806 December 26. 

3 Vgl 323, 6—14. 

22' 



340 TORQUATO TASSO. 1823 

] [Januar «wischen 9 und 28, Weimar.] (4277] 

gleich geeignet schien. 1 Hiernach hatten sie auch »Tasso' 
seit geraumer Zeit unter sich verabredet, vertheilt und 
einstudirt, auch wohl in meiner Gegenwart gelesen,* 
ohne daß ich jedoch, aus verzeihlichem Unglauben und 6 
daran geknüpftem Eigensinn, die Vorstellung hatte an- 
sagen und entscheiden wollen. Nun, da manches zu 
stocken schien, da sich zu anderem Neuen weder Ge- 
legenheit noch Muth fand, nothwendig zu feiernde Fest- 
tage sich drängten, 8 da regte sich die freundliche Zu- 10 
dringlichkeit meiner lieben Zöglinge, so daß ich zuletzt 
dasjenige halb unwillig zugestand, was ich eifrig hätte 
wünschen, befördern und mit Dank anerkennen sollen. 
Der Beifall, den das Stück genoß, war vollkommen der 
Reife gleich, die es durch ein liebevolles anhaltendes ift 
Studium gewonnen hatte, und ich ließ mich gern be- 
schämen, indem sie dasjenige als möglich zeigten, was 
ich hartnäckig als unmöglich abgewiesen hatte. 

Mit beharrlicher treuer Sorgfalt ward auch die nächsten 
Monate das Theater behandelt, . . . Aber eigentlich er- to 
holte sich das Weimarische Theater erst durch einen 
längeren Aufenthalt in Halle 4 und Lauchstadt, wo man 
vor einem gleichfalls gebildeten, zu höhern Forderungen 
berechtigten Publicum das Beste, was man liefern konnte, 
zu leisten genöthigt war. Das Repertorium dieser Sommer- » 
Vorstellungen ist vielleicht das bedeutendste, was die 
Weimarische Bühne, wie nicht leicht eine andere, in so 
kurzer Zeit gedrängt aufzuweisen hat. 

1 Darnach fielen die ersten geheimen Vorbereitungen nicht erst, 
wie nach 323, 6—14 anzunehmen, in die Zeit nach den Ootober- so 
Ereignissen 1806, sondern schon in frühere Zeit (vgL 323, 33). 

* Vgl. Nr. 4234. 

8 Die Geburtstage der Herzogin Luise (Januar 30), des Erbprinzen 
Karl Friedrich (Februar 2) und der Großfürstin Maria Paulowna 
(Februar 16). « 

4 Vielmehr in Leipzig (in Halle wurde erst von 1811 an gastirt). 

* In Lauchstadt wurden von Goethes Dichtungen aufgeführt: 



1823 TORQUATO TASSO. 341 

] [Januar zwischen 9 und 28, Weimar.] [4277] 

Oar bald nach Aufführung des ,Tasso', 1 einer so reinen 

Darstellung zarter, geist- und liebevoller Hof- und Welt- 

scenen, verließ Herzogin Amalie den für sie im tiefsten 

6 Grund erschütterten, ja zerstörten Vaterlandsboden, 2 . . 

Tag- und Jahree-Hefte, 1807. — W. 36, 3, 2—6. 4, 3—5, 5> 

17—6, 2. 

] [Januar zwischen 10 und 19, Weimar.] — 4277 a 

b. Nr. 100 (1, 66). 

o März 22, Weimar. 4278 

3 Abends Hofrath Meyer. Allein. Später Frau von 

Heygendorf, den Kranz aus der heutigen Vorstellung 



1. Tasso (Juli 5), 2. Stella (Juli 18), 3. Egmont (Juli 30), 
4. Jery und Bätely (August 1) ; die in Leipzig gegebenen Stüoke 

15 s. 1, 241, 35—39. 

* Vgl. Nr. 4236. 

* 1807 April 10. 

8 „Zur Feier von Goethes Genesung wurde heute [März 22] , Tasso* 
mit einem Prolog von Riemer, vorgetragen von der Jagemann, 
20 im Theater gegeben. Unter anhaltendem Beifall ward von ihr 
Goethes Büste mit einem Lorbeerkranze geschmüokt. Nach 
Schluß der Vorstellung begab sich die Jagemann im Costüm 
der Leonore [von Este; Soret schreibt irrig „Iphigenia"] zu 
Goethe und überreichte ihm den Kranz Tassos, mit dem Goethe 

16 die Büste der Großfürstin Alexandra schmückte" (Sorot S. 15). 

Die Bekränzung von Goethes Büste fand aber nioht, wie man 
nach Sorets Bericht annehmen müßte, während oder am Schluß 
von Riemers Prolog, d. h. vor Beginn des ,Tasso' Statt, sondern 
unglaublicher Weise im Stüok selbst; das beweist der Bericht 

80 im »Journal für Literatur, Kunst, Luxus und Mode', 1823 April, 
Nr. 34 S. 275 f.: „Am 22. März wurde . . Goethes ,Tasso' mit 
rauschendem Beifall wieder in die Scene gesetzt. In dem Auf- 
tritt, wo die Prinzessin die Büsten Virgih und Ariosts bekränzt, 
war noch eine dritte Büste sichtbar, nemlioh Goethes, und 

*ß auch ihr wurde ein Kranz aufs Haupt gesetzt. Die Künstlerin, 
welche die Rolle der Prinzessin übernommen hatte, sprach dazu 
folgende passende Worte: 

Die Zweige, die ich still und heiter flocht, 
Sie haben schon ein würdig Haupt gefunden: 
40 loh setze sie dem Dichter dankbar auf, 



342 TORQUATO TASSO. 1823 

[Mftrs 22, Weimar.] [4278] 

des ,Tasso' bringend. Dazu die Kinder. 1 Alle von der 
guten Darstellung des heutigen Abends rühmlich er- 
zählend. 8 

Tgb. 9, 27, 4-8. 6 

März 23, Weimar. 4279 

*„Leonore ist eben auch eine Tochter Evas, auf deren 

Erziehung ich viel Mühe verwendet habe. Da ich so 

viel in den ,Tasso< hineingelegt, so freut es mich, wenn 

es allmählich heraustritt. Alles geschieht darin nur 10 



Den rings die Welt mit hohem Ruhme nennt. 
Den längst Italien gastlich schon gekannt, 
Und den im neuen Leben wir begrüßen 
Mit leichter Brust, mit frohem Freundesblick. 

Willkommen Ihm ! ! 16 

Und wie der Lorbeer, mit beständ'gem Grün, 
In später Zukunft Ihm die Schläfe krönt, 
So blühe seinen reichen Lebens Fülle, 
Das mit dem neuen Frühling neu begann. 

Das volle Haus bezeigte seinen Beifall an dieser Ceremonie 20 
und seine Theilnahme an der Wiedergenesung des hochverehrten 
Mannes, . . durch anhaltendes, dreimal wiederholtes, allgemeines 
Händeklatschen. ..." Auch von Riemer selbst wird (in dem 
343, 32 genannten Briefe) der „gute Effect" bezeugt, den 
dieser starke Anachronismus auf das Weimarer Publioum machte; 25 
dieser hatte noch zur Folge, daß Alphonsens Worte Vers 466—471 
(wegen des „Was ehret ihr die Todten?") eine entsprechende 
Änderung und theilweise Streichung erleiden mußten. Die Be- 
setzung der Rollen s. 324, 27—31. (Nach Gotthardi 2, 160 wären 
nicht 3 Büsten, sondern statt der Büste Virgils die Goethes so 
aufgestellt gewesen.) 

Goethe wohnte der Aufführung, wie Nr. 4278 beweist, persön- 
lich nicht bei 

1 August und Ottilie. 

2 VgL Nr. 4279—4281, sowie Eckermann 3, 12 und die 343, 31 f. ss 
genannten Briefe. 

3 Das Gespräch ging jedenfalls von der 341, 12 genannten Auf- 
führung aus. 



1823 TORQUATO TASSO. 343 

[Min 28, Weimar.] [4270] 

innerlich; ich fürchtete daher immer, es werde äußer- 
lich nicht klar genug werden." 1 

Mit Fr. v. Müller (and Gräfin Caroline v. Egloffstein). — 
5 Gespräche 10, 117 (Müller S. 66). 

März 23, Weimar. 4280 

[Morgens] . . Regisseur Durand; Unterhaltung über 

die gestrige Aufführung des ,Tasso' . .* [Gegen Abend?] 

Canzler von Müller, 8 Gräfin Line Egloffstein, Hofrath 

10 Meyer, Dr Rehbein und Riemer und Oberbaudirector 

Coudray. Hauptsächlich die gestrige Vorstellung von 

,Tasso' recapitulirend und beurtheilend. 4 
Tgb. 9, 27, 14—16. 20—24. 

] [April Ende oder Mai Anfang, Weimar.] 4281 

15 [Zu 1823 März 22.] Und so sollte mir denn auch ein 
anderer gemüthlicher Kunstgenuß bereitet sein. Das 
hiesige Theater, welches unter einer neuen Regie sich 
einer neuen Epoche zu erfreuen hat, wollte diese Hoff- 
nungen sogleich beleben durch die Aufführung des ,Tasso', 
20 welche mit einem sinnig-herzlichen Bezug auf meine 
Zustände begann 5 und ganz wie in vorigen Zeiten 
glückte, 6 wobei sich denn das Publicum sowohl dem 
Verfasser als den Schauspielern günstig erweisen konnte. 
Die Anmeldung des wohlgelungenen Unternehmens 
26 unmittelbar nach der Aufführung war liebenswürdig 



1 Müller fügt hier noch die Bemerkung hinzu: „Wie allerliebst 
nahm sich der Lorbeerkranz auf der Großfürstin Alexandra 
Büste aus" (Müller S. 66); vgL 341,241 

* VgL Nr. 4278. 
so « VgL Nr. 4279. 

* — März 29: Riemer an Frommann (Riemer-Frommann S. 275). 

— April 2: Riemer an Knebel (Knebels Nachlaß II 2, 18öf.); 
vgL 342, 23—26. 

— April 14 und Mai 1: VgL 2,291, 16—28. 

85 * Durch Riemers Prolog und die in das Stück eingeschobene Be- 
kranzung von Goethes Büste (vgL 341, 26—342, 31). 

* VgL 329, 6—10. 



344 TORQUATO TASSO. 1823 

[April Ende oder Mal Anfang, Weimar.] [4281] 

überraschend und dem Wiedergenesenden die anmuthigste 
Erscheinung. 1 

Aufsatz: Dankbare Gegenwart — W. 36, 296, 16—28. 

Mai 17, Weimar. 4282 6 

Abends [im Theater] ,Tasso'. 2 
Tgb. 9, 60, 14. 

August zwisohen 11 und 21, Marienbad. — s. 1, 149, 23. 8 4283 

1825. 

Januar 10, Weimar. — s. Nr. 1275 (2, 301 f.).* 4284 10 

Januar 12. 13, Weimar. — s. 3, 109, 30.* 4285 

März [vor 27], Weimar. 4286 

Zur Nachricht. 
Bei Aufräumung des Theaterschuttes fanden sich 
unter den Trümmern der Bibliothek aus einem von mir 16 
noch selbst redigirten 7 Manuscript des ,Tasso' folgende 
Stellen, 8 die Blätter ringsum angebräunt: 



1 Vgl 341,11—342,4. 

2 Die Besetzung der Rollen wie März 22 (s. 324, 27—31). 

3 — 1824 Mai 5: Zelter an Goethe (Q. -Zelter 3, 432). 20 

* Zu 2, 302, 8—20 vgl unten 347, 11—14. 

5 — März 22: Das Hoftheater zu Weimar brannte in der Nacht 
vom 21. zum 22. ab; vgl Nr. 4286. 4288—4290. 4292. Ecker- 
mann sah dem Brande zu, ging im Laufe des Vormittags zu 
Goethe und von da wieder zur Brandstelle. „Man war noch 25 
fortwährend mit Löschen und Auseinanderzerren beschäftigt. 
Ich fand in der Nähe angebrannte Stüoke einer geschriebenen 
Rolle — es waren Stellen aus Goethes ,Tasso' " (Eckermann 3, 49). 
Da die erhaltenen Verse (s. Nr. 4286) theils der Rolle des An- 
tonio, theils der des Tasso angehören, waren es entweder Bruch- so 
stücke aus zwei Rollenheften oder, wahrscheinlicher, aus einem 
von Goethe mit Strichen und Bemerkungen versehenen Soufflir- 
Buoh (vgl. Goethes Bezeichnung Z. 15f.). VgL Nr. 4286. 
4288—4290. 4292. 

• VgL Z. 22—33. 85 

7 VgL Z. 29—33. 

8 Vers 3290—3293 (aus V, 5), 2251—2253 (aus IV, 2), 3448—3453 
(aus V f 5). 



1825 TORQUATO TASSO. 345 



[Min [vor 27], Weimar.] [4280] 

Weimar, Ende März 18215. 

Erstes Fragment. 
Wenn ganz was Unerwartetes begegnet» 
6 Wenn unser Blick was Ungeheures sieht» 

Steht unser Geist auf eine Weile still, 
Wir haben nichts, womit wir das vergleichen. 

Zweites Fragment. 
Und wenn das alles nun verloren wäre? 
10 Wenn einen Freund, den du einst reich geglaubt, 

Auf einmal du als einen Bettler fändest? 

Drittes Fragment. 

Zerbrochen ist das Steuer, und es kracht 
Das Schiff an allen Seiten. Beratend reißt 
15 Der Boden unter meinen Füßen sich auf! 

Ich fasse dich mit beiden Armen an! 
So klammert sich der Schiffer endlioh noch 
Am Felsen fest, indem [!] er scheitern sollte. 1 
An Zelter. — Br. 39, 157, 21—158, 16. 

20 März 27, Weimar. — s. Nr. 2621 (3, 236f.). 4287 

? [April 1 ? Weimar.] 4288 

Ich [Meyer] begreife nicht, warum Goethe sich so 

außerordentlich um das Theater betrübt. 8 . . . Ich habe 

das Hinwegsetzen über unabwendliche Ereignisse gerade 

ss in Goethes Schule gelernt, und nun wird er seiner Lehre 

selbst untreu. Was will er mit „traurigen Vorzeichen 

für das Jubeljahr"? 8 

Mit J. EL Meyer. — Gespräche 5, 158 (mündliehe Äußerung 
Meyers zum Kanzler Müller; Müller S. 128 Anm. 1). 



so i Eine Abschrift dieses Blattes „Zur Nachricht" legte Goethe 
auch seinem Briefchen an Boisseree April 7 bei (vgL Nr. 4290), 
ebenso, in wenig abweichendem Wortlaut, seinem Briefe an 
Schultz Mai 31 (vgl Nr. 4202). 
* VgL 344, 22f. 

35 » Im Herbst stand die Feier von des Großherzogs öOjähriger 
Regierung bevor und des Tages, an dem Goethe vor einem 
halben Jahrhundert nach Weimar gekommen war. Welohen 
Eindruck die wundersame Erhaltung der in Nr. 4286 mitgetheilten 
Verse aus der übrigens gänzlich verbrannten Tasso-Handschrift 



346 TORQUATO TABSO. 1825 

April 4, Weimar. 4288 a 

Einige Handschriften für die Pariser Freundin [Cuvier] 

erhalten Sie nächstens 1 und zwar mit einer Beilage. 2 
An S. Boisseree. — Br. 39, 170, 17 f. 

April 4, Weimar. 4289 5 

Er zeigte mir [Müller] Fragmente von ,Tasso c , die 
aus dem Theaterbrande herstammten, 8 und äußerte: 
„Ich bin fast nicht mehr cominunicabel nach außen, 

nur daß mein Inneres etwas werth ist, tröstet mich noch." 
Mit Fr. v. Müller. — Gespräche 5, 169 (Müller S. 129). 10 

April 7, Weimar. — s. Nr. 1315 (2, 312)> 4290 

?][Mai oder Juni, Weimar.] — s. Nr. 4544. 4290a 

][Mai 4 9 Weimar.] 4291 

[Zu 1811.] Von Knebels übersetzter ,Saul* Alfieris, 
die /Tochter Jephta', ,Tasso' wurden wiederholt, 6 . . 16 
Tag- und Jahres-Hefte, 1811. — W. 36, 63, 161 

Mai 7* I Weimar - ~ ». Nr. 244. 245 (1, 150). 4291a. b 



auf Goethe gemacht haben muß, geht schon daraus hervor, 
daß er die Verse mehr als einmal abschreiben laßt und an 20 
Freunde sendet (vgl Nr. 4286. 4290. 4292) ; es ist wohl möglich, 
daß er die „traurigen Vorzeiohen", mehr als in dem Theater- 
brand selbst, in der Erhaltung gerade dieser, seiner eigenen, 
bedeutungschweren Worte sah. 

1 VgL 2, 312, 13. 28—36 (die Stelle hatte schon zwischen Nr. 1313 25 
und 1314 (2, 312) eingereiht werden sollen). 

* d. h. Nr. 4286 ; vgl Z. 32—36. 

» Vgl. Nr. 4286. 4290. 

4 Unter dem „etwas mehr" ist die beigelegte Abschrift von 
Nr. 4286 zu verstehen (das irrige „indem" 345, 18 ist in „an so 
dem" berichtigt). 

— April 26, Boisseree an Goethe: „Die abgerissenen Verse 
aus Ihrem ,Tasso' [vgl Nr. 4286], wie sie auf den halbverbrannten 
Blättern der Handschrift unter dem Schutt des Theaterbrandes 
gefunden worden» erregen die Einbildungskraft gar wunderlioh, 86 
ja sie nehmen sich «sibyllinisoh* aus" (Boisseree 2,3831); vgl 
347, 3. 

5 Die Stelle liegt noch in zwei anderen Fassungen vor; in der 
einen heißt es: „. . ,Tasso' wiederholt . .", in der andern: 
„. . ,Tasso' ward wiederholt . ." VgL Nr. 4249. 4250. *o 



1825 TORQUATO TASSO. 347 

Mai 31, Weimar. 4292 

Beikommendes Blatt 1 ist merkwürdig genug. Der Zu- 
fall bat manchmal Lust, sich sibyllinisch 2 zu gebärden. 
An Schultz. — Br. 39, 206, 3—6. 

6 ][Mai oder Juni, Weimar.] — 8. Nr. 4451b. 8 4292a 

September 5, Weimar. 4293 

Goethe, . . hat . . mich [Grüner] . . aufmerksam ge- 
macht, daß heute »Torquato Tasso' gegeben werde, wo- 
rauf ich antwortete, daß es längst mein sehnlicher Wunsch 

10 gewesen, dieses Meisterstück aufführen zu sehen. 

Goethe antwortete: „Da Sie sich schon in höheren 
Cirkeln bewegt haben, was dieses Stück zur gründlichen 
Beurtheilung erfordert, so dürfte es bei Ihnen einen 
guten Eindruck hervorbringen." 4 

16 »Torquato Tasso* wurde vortrefflich gegeben, 6 und 
besonders zeichneten sich Durand und die Jagemann 
aus. Unter Goethes Werken war ,Tasso* stets mein 
Lieblingsstück. Durch Vortrag, Geberdespiel und Cha- 
rakterdarstellung wurde mir so Manches lebhaft vor- 

20 geführt, was man bei dem aufmerksamsten Lesen und 
Studiren sich nicht versinnlichen kann, und ich wurde 
wahrhaft begeistert. In dieser Stimmung trat ich nun 
gleich nach dem Theater in Goethes Zimmer ein. Er 
grüßte mich freundlich mit den Worten: „Wie haben 

25 Sie sich unterhalten?" Durch den Anblick des Schöpfers 
eines so großen Werkes noch mehr begeistert, zog es 
mich, ihm den höchsten Grad der Verehrung zu bezeigen; 
denn war er nicht ein Souverain im Reiche der Geister ? 



1 Abschrift von Nr. 4286 (mit folgenden geringen Abweichungen: 
so 344, 16 »»redigirten verbrannten Manuecript", 344, 17 „angebräunt 

nooh übrig", 346, 7 „nicht", 34ö, 18 „an dem er"); vgl. 346, 30f. 

2 VgL 346, 36. 

3 Nur die Worte „kaum war hiezu einige Einleitung getroffen, . . ." 
* VgL 2, 302, 8—20. 

85 * Die Besetzung der Rollen wahrscheinlich wie 1823 März 22 
(s. 324, 27—31 ; Theater-Zettel fehlt in der Sammlung der Groß- 
henogliohen Bibliothek zu Weimar). 



348 



TORQUATO TASSO. 



1825 



[September 5, Weimar.] [4203] 

Er aber gestattete es nicht, und ich konnte nur hervor- 
bringen: Ich danke Eurer Excellenz für den unaus- 
sprechlich hoheh Genuß, den mir dieses Meisterwerk be- 
reitet hat! Auf ferneres Befragen sagte ich: Es wurde & 
vortrefflich gegeben, es paßte Alles, das Costüm, die 
Decorationen zum Ganzen. Es gehört ein hoher Grad 
Von Bildung und Talent dazu, sich in die Charaktere 
so einzustudiren. Euer Excellenz mögen gewiß früher 
auf die Darstellung dieser Schauspieler Einfluß ge- 10 
nommen haben. 

„In früherer Zeit," antwortete Goethe, „als ich die 
Direction führte, hatte ich freilich viel mit diesen Leut- 
chen zu thun, Zeitaufwand, auch manchen Verdruß gehabt. 
Mich freut es, daß Sie sich so gut unterhalten haben/' iß 

Nachdem ich aus einander gesetzt, wie einzelne Scenen 

gegeben worden, sagte er: „Die Rollen waren gut ver- 

theilt. Die Direction soll gelobt werden." 

Mit Grüner. — Gespraohe 5, 227—229 (G. -Grüner S. 213f.). 

November 9, Weimar. — s. 2, 323, 22—24. 4294 20 



1826. 

Februar 1, Weimar. — s. 1, 30, 13. 
][Mai 8? Weimar.] — s. Nr. 40 (1, 32). 
Mai 12, 

JJ*! ^ Weimar. — s. Nr. 41—44 (1, 32t). 

Mai 29, , 

] [Zwischen Mai 31 und August 6, Weimar.] — 

s. Nr. 46 (1, 33). 

^. 3 2 1, | Weimar. — s. Nr. 46. 47 (1,43). 

] [Juni 2. 3. 4, Weimar.] — s. Epos 2, 682, 17—19. 

Juni 3, 

Juni 

Juni 10, \ Weimar. — s. Nr. 48—52 (1, 43f.). 

Juni 16, 

Juli 5, 

][Juli 18. 19, Weimar.] s. Nr. 53 (1, 44). 



<U1 A. U. "*, fTOUIMt 

13, ) 

i4, 

i 10, > Weimar. — 



25 



4295 
4295a 

4295 b— e 

4295f 

4295g. h 
4296 



4296 a— e 85 



so 



4296f 



1826 TORQUATO TASSO. 349 

Juli 18, " 

A^ ^'l Weimar - "" * Nr " <*— 57 (1,45). 4296g— k 

August 6, . 

5 1827. 

] [Januar 2. Hälfte, Weimar.] 1 . 4297 

Le Tasse, 
drame historique en cinq actes, 
par Monsieur Alexandre Duval. 
10 Ein auf dem Theatre francais, der ersten und eine 
entschiedene Oberherrschaft behauptenden Bühne, vor- 
gestelltes, mit Beifall erwidertes, neues Stück erregt 
die Aufmerksamkeit der ganzen Nation, und' die sämmt- 
lichen Journalisten verfehlen nicht, jeder in seiner Art, 
15 davon Rechenschaft zu geben. Man gesteht, daß diese 
Production eine Nachbildung des Goethischen ,Tasso' 
sei; nur über den Werth und das Verhältniß dieser 
beiden Bearbeitungen ist man nicht ganz einig. Das 
,Journal du Commerce' drückt sich darüber folgen- 
so der Maßen aus: 9 

„Das deutsche Stück ist kalt und ohne Interesse; es enthält 
eine Folge geistreicher Gespräche, in welchen die romanhaftesten 
Gesinnungen entwickelt und mit Kunst entfaltet sind, deren 
Eintönigkeit uns aber ganz unerträglich 8 scheint. Es ist eine 

25 sittlich-weinerliche Saalbaderei (du marivaudage en larmes); doch 
bemerkt man sehr gut gezeichnete Charaktere, wenn man den 
des Tasso ausnimmt, den der Verfasser als eine Art Besessenen 
(maniaque) vorgestellt hat. Die Soene, in welcher Tasso einen 
mißgünstigen Hofmann herausfordert, ist sehr schön, obgleich 

80 ein wenig zu lang. Die Liebeserklärung ist gleichfalls merkwürdig 
durch die Wärme der Empfindungen und den poetischen Aus- 
druck. Aber wir wiederholen: Tasso, als Held dieses Dramas, 

1 VgL Nr. 4208, und Januar 15: „An Sohuohardt dictirt bezüg- 
lich auf französische und Welt-Litteratur" (Tgb. 11, 8, 3 f.). — 

85 Duvals Stück war zum ersten Mal in Paris 1826 December 27 
im Theätre francais aufgeführt worden. 

2 In einer mit A. unterzeichneten Besprechung, die an einem 
der vier letzten Tage 1826 erschienen war; vgL W. 42 (1), 222. 

3 „ganz unerträglich", das Original hat nur „insupportable". 



360 TORQUATO TASSO. 1827 

] [Januar 2. Hälfte, Weimar.] [4297] 

ist völlig entstellt ; wir sehen nioht mehr den begeisterten Dichter, 
deasen Einbildungskraft die heroischen Gestalten Tanoreds und 
Rinaldos erschuf, ihn, der durch seinen Muth und die Schönheit 
seines Genies gleich bekannt war. Hier ist es ein verdrieß- 5 
licher, kranker Geist» der überall nur Feinde sieht, unfähig, sich 
zu betragen, das Spiehrerk eines Hofmanns, der ihn zugleich 
um die Gunst des Fürsten und die Theilnahme Eleonoren s zu 
bringen weiß, und den er doch zuletzt um Schutz und Freund- 
schaft anruft. Freilich erniedrigt sich Tasso auf diese Weise nur 10 
in augenblicklichem Wahnsinn, aber mit diesem Zug endigt der 
Deutsche sein Schauspiel. Kurz, es ist uns, wir bekennen, un- 
möglich gewesen, seinen Gedanken zu begreifen, noch weniger, 
hier eine Entwiokelung zu finden. 

Herr Duval ist viel besser begeistert und besonders viel 15 
kühner. Tasso wird von Eleonoren geliebt ; er hat zwei Rivale, 
einen Herzog von Mantua, der nioht erscheint, welchem aber 
die Prinzessin verlobt ist, und einen Prinzen Belmonte, doppelt 
eifersüchtig als Liebhaber und Hofmann; er überrascht den 
Tasso im Augenblick, als dieser nach einer der belebtesten 20 
Scenen die Hand der Prinzessin küßt. Sogleich ist der Herzog 
von der Verwegenheit des Dichters unterrichtet; dieser glaubt 
sich verloren, aber Eleonore wendet das Ungewitter ab. Die 
beiden Rivale begegnen sich bald. Tasso, von Belmonte be- 
leidigt, zieht den Degen, um sich zu rächen, als der Gouverneur 26 
des Palastes eintritt und ihn entwaffnen will Tasso verweigert's, 
bekennt seinen Fehler, in dem Schloßbezirk den Degen gezogen 
zu haben, aber nur Eleonoren will er ihn einhandigen. 

Man führt ihn in's Gefängniß; der Fehler, den er beging, ist 
nicht schwer ; aber eine Unklugheit wird zunächst größere Schuld so 
auf ihn häufen. Eleonore dringt in's Gefängniß, und da, von 
ihrer Leidenschaft mißgeleitet, verspricht sie ihrem Gehebten, 
mit ihm zu fliehen; sie empfängt seinen Ring als Zeichen der 
Treue. Belmonte überrascht sie noch einmal ; der Herzog selbst 
kommt dazu, und wüthend, wie man es denken kann, schwört 35 
er, den Dichter für die übrige Lebenszeit einzusperren, wenn 
Eleonore nioht verspricht, ihn zu vergessen und den Herzog 
von Mantua zu heirathen. Unter diesem letzten Unglück unter- 
hegt Tassos Vernunft; von gewaltsamem Wahnsinn ergriffen, 
irrt er im Palast umher, indeß man alles zur Verlobung der 40 
Prinzessin vorbereitet. Bald bricht seine Verzweiflung aus, bald 
wähnt er, diese Anstalten gelten seiner eignen Verheirathung, 
und er überläßt sich einer gränzenlosen Freude. In diesem 



1827 TORQUATO TASSO. 361 

] [Januar 2. Hilfte, Weimar.] [4207] 

Augenblick meldet man, daß der Papst ihm die Ehre des 
Triumphs der Dichterkrönung auf dem Capitol zugetheilt habe. 
So viel verschiedenen Aufregungen jedoch kann der Unglück- 
liche nicht widerstehen; er verscheidet, den Namen Eleonore 
auf den Lippen. 

Dieses Drama, in welohem einige glückliche Nachahmungen 
des deutschen Stückes bemerklich sind, hat sich eines glanzenden 
Beifalls erfreut" u. s. w. 



10 Im ,6 lobe* 1 behandelt der Referent dieses Stück sehr 
ausführlich, und indem er die in dem Gegenstand liegen- 
den Motive umständlich vorführt, behauptet er, der 
Autor hätte, da er doch einmal sein Stück ein histo- 
risches nenne, den vierten Act nach Salemo, den fünften 

15 nach Rom versetzen sollen. Nachdem er sich auf diese 

Weise als Gegner zwei unnützer Einheiten bekannt, 

fährt er folgender Maßen fort: 

„Aber zugegeben, daß unser Parterre die Theaterverwand- 
lungen ungern vermehrt sehen würde, zugegeben, daß es die 

20 Geschichte eines ganzen Lebens nicht verfolgen mag, daß es, 
wie Buonaparte sagt, nur Eine Krise haben will, 2 gut! so 
versteht denn auch, eine solche Krise zu wählen, zu entwickeln, 
zu malen, wie sie vorgegangen, versteht besonders, euch in ihrer 
Gränze zu halten, und so werdet ihr in den Motiven, 8 die sie 

26 euch anbietet, genügsame Mittel finden, ohne Fabeln drein zu 
mischen; und wenn ihr z. B. Tassos Liebe zu Eleonoren und 
seinen Aufenthalt in Ferrara schildern wolltet, so beschränkt 
euoh in diesen Rahmen. Die Aufgabe ist noch weit genug, noch 
reich genug an Situationen und Peripetien. Das Scheiden und 

so die Abreise nach Born sind eine schon hinlängliche dramatische 
Katastrophe. 

Dieß hat der deutsche Dichter empfunden, und ob er sich * 
gleich nicht aller Vortheile bedient hat, von denen wir einen 
Begriff zu geben versuchten, ob er sioh gleichsam willkürlich 4 



85 x ,Le Globe Journal philosophique et litteraire', Tome IV N. 63, 
1827 Janv. 6, S. 333—336, anonym. 
* Vgl Epos Nr. 1110 (2, 6841). 

3 „in den Motiven 4 ', Original: „dans les faits". 

4 ..willkürlich", Original: „a plaisir". 



352 TORQUATO TASSO. 1827 

3 [Januar 2. Hüfte, Weimar.] [4207] 

alle Schilderung äußerer Sitten untersagt hat, alle beiläufige 
Scenen, so hat ihm doch die Entwickelung des schwereinnigen 
Mißtrauns, * der einzige Contrast der dichterischen Einbildungs- 
kraft und des Hofgeistes zu fünf Acten hingereicht : fünf Acte 5 
freilich, welche nur für den Philosophen oder einen ausgesuchten 
Höraal 8 genügsame Fülle haben. Hier finden wir ein genaues 
und tiefes Studium, das vielleicht der Menge nicht bemerklich 
wäre, das aber unser franzosischer Dichter* gar leicht mit glän- 
zenden und volksmäßigen Stickereien hätte ausschmücken können, 10 
ohne der Geschichte die mindeste Gewalt anzuthun. 

Vielleicht hat man nicht genug zu schätzen gewußt, was an 
Poesie und Wahrheit in Goethes Drama sich findet; durch das 
Ganze athmet Tassos Geist, und von Zeit zu Zeit entwickeln 
sich Wohlgerüche Italiens, welche entzücken. Die erste Scene, 15 
wo die Prinzessin und ihre Freundin sich in den Gärten von 
Belriguardo unterhalten, ist von einer Melancholie 4 durchgossen 
wie vom Balsamhauoh der Blumen bei der ersten Frühlings- 
sonne. Diese Haine, diese Kränze, für Virgil und Ariost 
geflochten, die Vertraulichkeit zweier 5 junger Frauen über 20 
Studien, Geschmack und Neigungen, die poetische Erhebung beim 
Anblick der Natur, Tassos Name und Andenken, die sich überall 
einmischen, die neugierigen, aber zarten Forschungen, die eine 
jede in dem Herzen ihrer Freundin versucht: ist dieß nicht eine 
Scene aus der Natur, und wie schön 6 bereitet sie, was folgt, 26 
wie führt sie uns zugleich in die Ideenwelt, in welcher der 
wunderbare 7 Mann lebt, welcher die Hauptperson des Dramas 
werden sollt" 

Die Mittheilungen, die ich aus französischen Zeit- 
blattern gebe, 8 haben nicht etwa allein zur Absiebt, an so 



1 „des schwersinnigen Mißtrauns", Original: „des ombrageuses 
meüances du Tasse". 

2 „Hörsaal", Original : „salon". 

3 „unser französischer Dichter", Original: „le poete", d. h. also: 
Goethe, nicht Duval; durch Goethes seltsame, ungenaue Über- 85 
tragung wird der Sinn der Stelle ganz verschoben. 

4 „Melancholie", Original : „melancolie douce". 
* „zweier", Original: „des deux". 

6 „schön", Original: „admirablement". 

7 „wunderbare", Original : „singulier". * 40 

8 VgL Nr. 45 und 63 (1, 33—44). 



1827 TORQUATO TASSO. 353 

] [Januar 2. Hilft«, Weimar.] [4207] 

mich und meine Arbeiten zu erinnern; ich bezwecke 
ein Höheres, worauf ich vorläufig hindeuten will. Ueberall 
hört und liest man von dem Vorschreiten des Menschen- 
6 geschlechts, von den weiteren Aussichten der Welt- und 
Menschenverhältnisse. Wie es auch im Ganzen hiemit 
beschaffen sein mag, welches zu untersuchen und näher 
zu bestimmen nicht meines Amts ist, will ich doch von 
meiner Seite meine Freunde aufmerksam machen, daß 

10 ich überzeugt sei, es bilde sich eine allgemeine Welt- 
literatur, 1 worin uns Deutschen eine ehrenvolle Rolle 
vorbehalten ist. Alle Nationen schauen sich nach uns 
um, sie loben, sie tadeln, nehmen auf und verwerfen, 
ahmen nach und entstellen, verstehen oder mißverstehen 

15 uns, eröffnen oder verschließen ihre Herzen: dieß alles 
müssen wir gleichmüthig aufnehmen, indem uns das 
Ganze von großem Werth ist. 

Erfahren wir ja das Gleiche von unsern eignen Lands- 
leuten, und warum sollten die Nationen unter sich einig 

20 sein, wenn die Mitbürger nicht mit einander überein- 
zukommen verstehen ? Wir haben im litterarischen Sinne 
sehr viel vor andern Nationen voraus, sie werden uns 
immer mehr schätzen lernen, und wäre es auch nur, 
daß sie von uns borgten ohne Dank und uns benutzten 

25 ohne Anerkennung. 

Wie aber die militärisch-physische Kraft einer Nation 
aus ihrer innern Einheit sich entwickelt, so muß auch 
die sittlich-ästhetische aus einer ähnlichen Ueberein- 
stimmung nach und nach hervorgehen. Dieses kann 

so aber nur durch die Zeit bewirkt werden. Ich sehe so 
viel Jahre als ein Mitarbeitender zurück und beobachte, 
wie sich, wo nicht aus widerstreitenden, doch heterogenen 
Elementen eine deutsche Litteratur zusammenstellt, die 
eigentlich nur dadurch Eins wird, daß sie in Einer 

86 Sprache verfaßt ist, welche aus ganz verschiedenen An- 

1 VgL 360, 24t 

Gral. Goethe Aber a. Dichtungen T. II. B. 4. 23 



364 TORQUATO TASSO. 1827 

] [Januar 2. Hälfte, Weimar.] [4297] 

lagen und Talenten, Sinnen nnd Thun, Urtheilen und 
Beginnen nach und nach das Innere des Volks zu Tage 
fördert. 1 

Aufsatz mit der 349, 7 — 9 angegebenen Überschrift — W. & 
41 (2), 260—266. 

Januar 21, Weimar. 4298 

[Vormittags] Gräfin Eglofistein, . . Ich hatte früher 
einiges 2 zu ,Kunst und Alterthum' [Band 6 Heft 1] 
bezüglich auf den französischen ,Tasso' dictirt.* 10 

Tgb. 11, 10, 18. 20—22. 
Januar 27, } 

Februar 17,1 Weimar __ ^ Nr 247—260 (1, 151). 4298 a— d 

.Februar lo,l 

Februar 19J 15 

März 3, Weimar. 4299 

[Nachmittags] Der Abdruck der englischen Übersetzung 
des ,Tas8o' 4 war angekommen. Ich betrachtete die- 
selbige naher. Machte einige Bemerkungen dazu. Abends 
. . In der englischen Übersetzung und deren Beurtheilung 20 

fortgefahren. 

Tgb. 11,28,13—15. 17 f. 
März 4, Weimar. 4300 

[Nachmittags] Beschäftigung mit der englischen Über- 
setzung des ,Ta88o'. 5 25 
Tgb. 11, 28, 28—29, 1. 
März 5, Weimar. 4301 
[Nachmittags] Beschäftigte mich mit der Übersetzung 
von ,Tasso'. 6 

Tgb. 11,29, 121 30 



1 Wegen Duvals Dichtung vgl noch Nr. 4310. 4311 (Schluß) und 
4312. 

2 Hörfehler des Schreibers für „früh einiges" ? 
8 Nr. 4297. 

4 Von Des Voeux, der 356, 4. 359, 9 genannte Probe- Abdruck ; vgL 85 

Nr. 4300—4309. 4315—4317. 4321, sowie 2, 443, 10—37. 
* VgL Nr. 4299. 
6 VgL Nr. 4299. 



1827 TORQUATO TASSO. 355 



März 6, Weimar. 4302 

[Morgens] Einiges am ,Tasso* bedacht. 1 . . . [Nach- 
mittags] Fortgesetzte Betrachtung über die Bearbeitung 
des ,Tasso'. 
5 Tgb. 11, 29, 19f. 25f. 

März 7, Weimar. 4303 

Mittag Dr Eckermann. Es ward ihm die Übersetzung 
des ,Tasso' vorgelegt. 2 
Tgb. 11,30, 11 f. 

io März 9, Weimar. 4304 

[Morgens] Einiges am englischen ,Tasso'. 8 . . . Einiges 
am »Tasso'. 

Tgb. 11, 30, 26. 31, 1. 

März 12, Weimar. — s. Nr. 251 (1, 151). 4304a 

15 März 22, Weimar. 4305 

[Früh] Die englische Übersetzung des ,Tasso* vor- 
genommen. 4 

Tgb. 11, 35, 21. 

März 23, Weimar. 6 4306 

so Ein Englander, 6 der wie andere, um nicht Deutsch 
zu lernen, nach Deutschland gekommen war, verführt 
durch geistreich gesellige Unterhaltung und Anregung» 
machte den Versuch, meinen ,Tasso' in's Englische zu 
übersetzen. Die ersten Probestellen waren nicht zu ver- 
25 werfen, im Fortsetzen ward es immer besser, nicht ohne 
Eingreifen und Mitwirken meines häuslichen, wie eine 
Schraube ohne Ende sich umdrehenden Sprach- und 
Litteraturkreises. 7 



1 d. h. an der Übersetzung in's Englische von Des Voeux, vgl* 
80 Nr. 4299. 

2 Vgl. Nr. 4299. 

* VgL Nr. 4299. 

* Vgl. Nr. 4299. 

6 Abgesandt März 29 (and unter diesem Datum in Br. Band 42). 
35 — VgL zunächst das unmittelbar Vorhergehende 3, 244, 21 — 24* 

6 Des Voeux, vgL Nr. 4299. 

7 Gosthee Schwiegertochter nahm besonders lebhaften Antheil; 
vgl. Gustedt S. 159 f. und G.-Carlyle S. 44 Anm. 2. 

23* 



366 TORQUATO TASSO. 1827 

[März 28, Weimar.] [4806] 

Nun wünscht' er, daß ich das ganze Stück gern und 
mit Bequemlichkeit durchlesen möchte, deßhalb ließ ei 
sein Concept in groß Octav, mit neuen Lettern, sehr 
anständig abdrucken/ und ich ward dadurch freilich 5 
compromittirt, dieses wunderliche Werk, das ich, seit- 
dem es gedruckt ist, nie wieder durchgelesen, solches 
auch höchstens nur unvollständig vom Theater herab 
vernommen hatte, 9 mit Ernst und Sorgfalt durch- 
zugehen. 8 Da fand ich nun, zu meiner Verwunderung, 10 
mein damaliges Wollen und Vollbringen erst wieder am 
Tage und begriff, wie junge Leute Vergnügen und 
Trost finden können, in wohlgestellter Rede zu ver- 
nehmen, daß andere sich auch schon einmal so gequält 
haben, wie sie selbst jetzt gequält sind. Die Übersetzung is 
ist merkwürdig, das wenige Mißverstandene ist nach 
meiner Bemerkung abgeändert, der Ausdruck kommt 
nach und nach immer besser in Fluß, die letzten Acte 
und die passionirten Stellen sind vorzüglich gut. 

An Zelter. — Br. 42, 103, 4—104, 3. 20 

März 23, Weimar. 4307 

[Vor Mittag] Ich revidirte am englischen ,Tasso'. 4 
Tgb. 11,36, 11 f. 

März 24, Weimar. 4308 

[Morgens] Einiges am englischen ,Tasso'. 4 25 

Tgb. 11, 36, 18 f. 

März 26, Weimar. * 4309 

Um 12 Uhr Herr Des Voeux* 
Tgb. 11, 37, 8 f. 



1 Vgl Nr. 4316, sowie 360, 7. so 

2 VgL Nr. 4242. 

8 VgL Nr. 4299—4305. 
4 VgL Nr. 4299. 

6 Wahrscheinlich zur Besprechung über seine Arbeit; vgl Nr. 4299 
—4308. 86 

— März 29: VgL 355,34. 



1827 TORQUATO TASSO. 357 

April 4, Weimar. — s. Nr. 262 (1, 152).* 4309 a 

] [Zwischen April 22 und Mai 9, Weimar.] 4310 

En parlant de l'imitation francaise de quelques-uns 

de ses propres ouvrages, * il nous [Ampere und Stapfer] 

s a dit qu'il concevait peu comment Monsieur Duval avait 

pu mettre au theatre le drame du »Tasse'. 8 II nous a 

assuri qu'en 6crivant la piece allemande, il ne r avait 

pas destinöe k la rqpr^sentation, ne la jugeant pas 

susceptible d'un effet dramatique, 4 et que c'ätait par 

10 la faveur particuliöre qu'on attachait en Allemagne ä 

ses ouvrages, qu'on avait voulu representer celui-ci. 

Mit Ampere und S tapfer. — Gespräche 6, 1161 ([A. M. 

Ampere,] Journal d'un voyage de Paris a Vienne . . et de 

Vienne a Paris . . 1828: Nou volles annales des voyages, 

IS 2 (17. 18), 252 f. ; nicht verglichen.) 

] [Zwischen April 22 und Mai 9 V Weimar.] 4311 

A propos du »Tasse' il pritend avoir fait de grandes 
recherches et jlit que l'histoire se rapproche beaucoup 
de la maniäre dont il a traitä son sujet. 5 II soutient 
20 que la prison est une conte, ce qui vous fera plaisir; 
il croit k l'amour du Tasse et k celui de la princesse, 
mais toujours k distance, toujours romanesque, et sans 
ces plates et absurdes propositions A'&pouser, de Mon- 
sieur Alexandre Duval. 6 
25 Mit Ampere. — Gespräche 10, 148 (Ampere an Mme R6- 

camier, 1827 Mai 9; »Andre-Marie Ampere et Jean-Jacques 
Ampere Correspondance et Souvenirs (de 1805 a 1864) Reoueillis 
par Mme H. C.% Paris 1875, 1,447). 
April 28 oder 29, Weimar. 4312 

so 7 Ein guter Geist gab mir [Holtei] die Erinnerung ein, 
daß ich in Paris den Duvalschen ,Tasso' spielen sehen; 8 

1 — Aprü [14 oder 15]: Zelter an Goethe (G. -Zelter 4, 300). 

• VgL 2, 293, 9—16. 
» VgL Nr. 4297. 

86 * VgL 323, 16t 327, löf. 328, 16. 331, 9. 343, 2f. 

• VgL 302, 10—13. 358, 21. 

• Vgl. Nr. 4297. 4310. 4312. 

7 Holtei erzahlt von seinem ersten Besuch, bei dem Goethe an- 
fänglich eine steinerne Schweigsamkeit beobachtet habe. 
40 • VgL Nr. 4297. 



368 TORQUATO TASSO. 1827 

[April 28 oder 29, Weimar.] [4312] 

den macht 9 ich zu meinem Zauberstabe, — und, siehe 
da, der Fels gab Wasser. „Aus Paris kommen Sie? 
Und was machen unsre Freunde, die Globisten?" (Mit- 
arbeiter an dem Journal ,Le Glöbe'.) Auf diese Frage * 
wüßt* ich freilich verzweifelt wenig zu antworten, aber 
da sie andere Fragen erzeugte, in deren Beantwortung 
ich besser bestand, so kam doch bald einiges Leben in 
die einsame Stunde. . . . Einige Male that er, als ob 
er lachen wollte ; und als ich ihm erzählte, daß ein io 
französischer Kritiker nach Aufführung des Duvalschen 
,Tasso ( geschrieben hätte: Monsieur Alexandre Duval, 
en estrcypiant le ^Tasse* de Schiller, da lachte er wirklich. 
Mit K. y. Holtei. — Gespräche 6, 128 f. (Holtei 3, 398 f.) 

Mai 3, Weimar. 4313 15 

[Nr. 59 (l,45f.). — ] „Wie richtig hat er [AmpSre] 
bemerkt, daß ich in den ersten zehn Jahren meines 
Weimarschen Dienst- und Hoflebens so gut wie gar 
nichts gemacht, daß die Verzweiflung mich nach Italien 
getrieben, und daß ich dort, mit neuer Lust zum Schaffen, so 
die Geschichte des Tasso ergriffen, 1 um mich in Be- 
handlung dieses angemessenen Stoffes von demjenigen 
frei zu machen, was mir noch aus meinen Weimarschen 
Eindrücken und Erinnerungen Schmerzliches und Lästiges 
anklebte. Sehr treffend nennt er daher auch den ,Tasso' 26 

einen gesteigerten , Werther'.* '* 

Mit Eckermann. — Gespräche 6, 119 (Eckermann 3, 110). 

Mai 6, Weimar. — s. 2, 393, 2 f. 19—394, 11. 4314 

Mai 28, Weimar. 4315 

Nachrichten aus England, von . . Herrn Des Voeuz.* so 
Tgb. 11, 63, 14f. 



1 VgL 302, 10—14. 367, 17—19. 

8 Ampere : „ . . il me semble qne c'est lui qui parle par la bouche 
du Tasse; et dans cette poeeie si harmonieuse, si delicate, il 
y a du ,Werther'"; vgl Epos 2, 682, 17—19. 28—30. 684, 32—36. u 

1 Den Namen („Desveux") hat Goethe eigenhändig eingesetzt 
VgL Nr. 4299—4309. Vermutlich sandte Des Voeux jetzt das 



1827 TORQUATO TASSO. 369 

August 15, Weimar. — s. Nr. 2072 (2, 643). 4315 a 

August [31], ! Weimar. 4316 

Obgleich Goethe selbst mir [Gans] nicht uneingeschränkt 

eingenommen für die Engländer zu sein schien, so lobte 

s er doch die Zartheit ihrer Formen, namentlich in ihrem 

Umgange . . So habe zum Beispiel ein Engländer 2 seinen 

»Torquato Tasso' in's Englische übersetzt, und weil er 

ihm nicht zumuthen wollte, ein Manuscript durchzusehen, 

so habe er dasselbe in 8 Einem Exemplare drucken lassen 

10 und ihm, damit er seine Bemerkungen machen könne, 

überreicht. 

Mit E. Gans. — Gespräche 6, 196 (»Rückblicke auf Per- 
sonen und Zustande. Von Eduard Gans. Berlin: Verlag 
von Veit und Comp. 1836% S. 318). 

15 Ootober 26, Weimar. — s. Nr. 266 (1, 162).* 4316a 

Deoember 29, Weimar. — s. Nr. 618 (1, 274). 4316b 

1828. 

Januar 1, Weimar. 4317 

. . füge nur die Anfrage wegen eines einzigen Punctes, 

20 der mich besonders interessirt, hier bei; sie betrifft Herrn 



noch in Goethes Bibliothek befindliche Exemplar seiner Über- 
setzung .Torquato Tasso, A Dramatio Poem, from the German 
of Goethe: with other german poetry. Translated by Charles 
Des Voeux, Eeq. London: printed for Longman, Rees, Orme, 

25 Brown, and Green, . . M. DCCCXXVIT ; die dem Titelblatt 
folgende Widmung lautet: „To the illustrious author of Torquato 
Tasso, to whose approving kindneß and enoouragement the 
following Jranslations owe their oompletion, they are most grate - 
fully inscribed by one of his sincerest admirers"; S. 1 — 209 

30 enthalt die Übersetzung des ,Tasso' (ferner, in der Abtheilung 
„Misoellaneous poems", S. 293 — 295: der Anfangs-Monolog aus 
Jphigenie auf Tauris* und S. 296—302 : Theaterrede 12). 

— Juni 16: VgL G. -Zelter 4, 321. 

— [August 9fJ: Zelter an Goethe (G. -Zelter 4, 345). 
85 * VgL Tgb. 11, 103, 25 und Gespräche 6, 194 Anm. 

2 Des Voeux, vgL Nr. 4306, sowie 360, 7. 

* Statt „in" (wie W. v. Biedermann wohl mit Recht ändert) 

steht in der Quelle „zu". 
4 — November 10: Adele Schopenhauer an Goethe (GJ. 19, 61 f.). 



360 TORQUATO TASSO. 1828 

[Januar 1, Weimar.] [4817] 

Des Voeux, dessen Uebersetzung des ,Tasso' 1 nun auch 
wohl in Ihren Händen ist. Er verwendete seinen hiesigen 
Aufenthalt leidenschaftlich auf das Studium einer ihm 
vorerst nicht gelaufigen Sprache und auf ein sorgfaltiges s 
Uebertragen gedachten Dramas. Er machte mir durch 
eine gedruckte Copie seines Manuscriptes* die Bequem- 
lichkeit, seine vorrückende Arbeit nach und nach durch- 
zusehen, wobei ich freilich nichts wirken konnte, als 
zu beurtheilen, ob die Uebersetzung, in so fern ich 10 
englisch lese, mit dem Sinn, den ich in meine Zeilen 
zu legen gedachte, übereinstimmend zu finden wäre. 
Und da will ich gern gestehen, daß, nach einiger 
Uebereinkunft zu gewissen Abänderungen, ich nichts 
mehr zu erinnern wußte, was mir für das Verstand- 15 
niß meines Werkes in einer fremden Sprache war* 
hinderlich gewesen. Nun aber möcht' ich von Ihnen 
. wissen, in wie fern dieser ,Tasso' als Englisch gelten 
kann. Sie werden mich höchlich verbinden, wenn Sie 
mich hierüber aufklären und erleuchten ; denn eben 20 
diese Bezüge vom Originale zur Uebersetzung sind 
es ja, welche ' die Verhältnisse von Nation zu Nation 
am allerdeutlichsten aussprechen, und die man zu 
Förderung der vor- und obwaltenden allgemeinen 
Weltliteratur 8 vorzüglich zu kennen und zu beirr- u 
theilen hat. 4 

An Carlyle. — G. -Carlyle S. 21 f. 

März 24, Weimar. — s. Nr. 520 (1, 275).* 4317 a 



1 VgL Nr. 4299—4309. 4316. 4316. 4321. 

2 Vgl. 356, 4 f. und Nr. 4316. so 
8 VgL 353, 10—12. 

4 VgL den Z. 331 genannten Brief Carlyles. 

5 — April 18, Carlyle an Goethe : Verdammungs-Urtheil über die 
Übersetzung von Des Voeux (G.-Carlyle S. 44 f. 1901); vgL 
Nr. 4317, w 



1829 TORQUATO TASSO. 361 

1829. 

][1. Hälfte, Weimar.] — s. 3, 279, 8 f. 4318 

Januar 10, Weimar. 4319 

Behüte Gott, daß jemand sich den Zustand der da- 
5 maligen deutschen Litteratur, x deren Verdienste ich 
nicht verkennen will, wieder vergegenwärtige! thut es 
aber ein gewandter Geist, so wird er mir nicht ver- 
denken, daß ich hier kein Heil suchte. Ich hatte in 
meinen letzten Bänden bei Göschen [Schriften Band 5 — 8] 
10 das Möglichste gethan, zum Beispiel in meinem ,Tasso' 
des Herzensblutes vielleicht mehr, als billig ist, trans- 
fundirt, * und doch meldete mir dieser wackere Verleger, 
dessen Wort ich in Ehren halten muß, daß diese Aus- 
gabe keinen sonderlichen Abgang habe. 8 
15 An Schultz. — G. -Schultz S. 362. 

Februar 4, Weimar. — s. Nr. 2664 (3,2ölf.). 4320 

October 7, Weimar. 4321 

[Vor Mittag] Hr Des Voeux, Übersetzer des »Tasso*, 4 

gegenwärtig in Berlin bei der englischen Gesandt- 

20 schaft. 5 

Tgb. 12, 136, 18—20. 

1830. 

•März 14, Weimar. 4322 

[Nr. 2330a (3, 117f.). — ] 

26 Er freute sich, daß in Mitten einer gewissen Verderbt- 
heit des Bühnenrepertoires man hier und da versucht, 
regelmäßige Stücke zu bearbeiten und unter einer Fluth 



1 In dem Jahrzehnt von 1787 bis 1797. 

* VgL 2, 393, 29—32. 

so » — [Januar vor 16: J Zelter an Goethe (G. -Zelter 5, 165). 

* VgL Nr. 4299. 

* — December 11: Rochlitz an Goethe (G.-Rochlitz S. 357). 

* — März 4, Zelter an Goethe: berichtet von einer trefflichen 
Aufführung im Berliner Schauspielhaus März 3 (G.- Zelter 

85 5, 405. 407). 



302 TORQUATO TASSO. 1830 

[Min 14, Weimar.] [4822] 

von Melodramen regelrechte Dramen wieder einzuführen, 
wie in Berlin den /Tasso'. 1 [— Nr. 2721 (3,279f.).]* 
Mit Soret. — Sorot 99, 19—23 (fehlt in den , Gesprächen« ). 



* VgL 361, 33f. 5 

2 — März 15: Zelter an Goethe (Q. -Zelter 5,414). 

— Mai 9. 10: Charles Des Voeux in Weimar (vgL Tgb. 12, 
239, 27. 240, 6. 22) ; vgL Nr. 4299. 

— 1831 Aprü 6, Juli 7, October 30: Zelter an Goethe (G. -Zelter 

6, 169. 228. 331 f.). 10 




Tragödie aus der Zelt Karls des Großen. 

(,Eginhard'T) 



Dlo bta f n die neoeate Zelt begegnend™ TtW .r»oorip!al la der Cbrlitontaeit' 
und ,Tn«Mie ani der Christenheit' (» bei Blelscbomk)' 2, 322| kommen in 
5 den Quellen nirgend« vor; die von unn gewählte Bexelahnung , Tragödie um der 
Zelt Kuk d« GtoBea' beruht .ul 1, SO, 0— 81. S. 

Handschriften: 1. Schema, über 5 Aufzüge, von Goethes Hand, 
eilig mit Bleistif t hingeworfen, ohne Überschrift (auf Blatt 1 * 
mehrere Notizen, die nach Übertragung derselben in Goethes 

10 Tagebuch von 1807, und zwar auf dessen Durchschuß blatte r 

zwischen September 7 und 9, durchgestrichen wurden, vgl. 
Tgb. 3,419). Aufzug I hat S Soenen, II 4, III 3 (erat 4), 
IV 4, V 3; von diesen insgesammt 19 (20) Soenen sind nur 
6 schematisirt und zwar: I, 1. 2, H, 3, III, 1, IV, 1. 3, bei 

IG den übrigen 13 (14) Scenen sind nur die Personen angegeben. 

Von der Aueführung enthält die Handschrift nur folgende 

zwei, bisher ungedruckte Verse (auf Blatt 6»), ohne Angabe 

von Aufzug und Scene, für die sie bestimmt waren, von 

Goethes Hand mit Bleistift: 

!0 „Ist es nicht wunsohens wert aufzuerstehn 

Doch die des Lebens mitle [!] Pfade gehen." 

2. Schema über Aufzug I — TTT , von Goethes Hand, ohne 
Überschrift Aufzug I hat 6 Soenen, H 4, III 4; von diesen 
13 Soenen sind nur 6 schematisirt (zum Theil ausführlicher 

25 als in Handschrift 1) und zwar: I, 1—3. 5, III, 1. 2, bei 

den übrigen 7 Soenen sind nur die Personen angegeben. 
(Nach Zarnckes Vermuthung die 365, 7 f. genannte „weitere 
Ausführung'.) 

3. Schema über 5 Aufzüge, nebet Angaben über deren Deco- 
ao ration, von Riemer nach Dictat geschrieben (vgl. 360,241), 

ohne Überschrift; mit einer Federzeichnung Goethes (Tinte 
auf Bleistift) zur Veranschauliohung der Decoration zu Auf- 



364 TRAGÖDIE AUS DER ZEIT KARLS D. GROSSEN. 

[Handschriften. 8.] 

zug V (vgl W. 11, 343, 19—22. 447), und mit Verbesserungen 
Riemers für Druck 1. 

4. Bruchstücke der Ausführung, von Goethes Hand auf 
9 einzelne Blätter geschrieben, zusammen 133 Verse ; davon s 
. 126 Verse mit Tinte in lateinischer Schrift, 7 sehr flüchtig 
mit Bleistift in Fractur (von diesen 7 schwer lesbaren Versen 
hat Musculus eine Abschrift versucht, die beiliegt); ohne 
Überschrift ; Personenbezeichnung nur bei Vers 25. Nach 
den von Goethe beigeschriebenen Ziffern gehören zu I, 1: 10 
Vers 1 — 19 (Zählung des Druckes in der Weimarer Ausgabe), 
zu I, 2: Vers 20—58, zu I, 3: Vers 59—106, zu I (Soenen- 
Zabl fehlt): Vers 107—123, zu V (Soenen-Zahi fehlt): Vers 
124 — 126; bei den 7 mit Bleistift geschriebenen Versen fehlt 
die Angabe von Aufzug und Scene. 16 

— Auf einen (bei den Handschriften 1 — 4 befindlichen, 
wahrscheinlich für Handschrift 4 bestimmten) Umschlag hat 
Goethe an Stelle eines Titels das Wort Tragödie geschrieben. 

Erster Druck: 1837, Werke Q. 1 (2), 189—191: das 363, 29 f. ge- 
nannte Schema, nebst den Bemerkungen über die Decoration, 20 
und die Z. 11 — 14 genannten 126 Verse der Ausführung (Vers 
76—106 zwischen Vers 19 und 20), mit Ergänzung der Per- 
sonenbezeiohnung, unter dem Titel »Fragmente einer Tragödie*. 

Zweiter Druck: 1842, Werke N. 17,283—294; das Übrige wie in 
Druck 1. 26 

Weimarer Ausgabe: 1892, W. 11, 335—348 und 443—447: nur das 
in Druck 1 schon Veröffentlichte, nebst den Lesarten in 
Handschrift 3 und 4, unter dem Titel »Bruchstücke einer 
Tragödie. Aus dem Nachlaß 1 . Leider ist der Abdruck 
nicht nach der Handschrift erfolgt, sondern nach Druck 1 so 
oder 2; das beweisen zahlreiche Lesarten und die Inter- 
punction, die auf Riemer zurückgehen (Handschrift 4 hat 
zum Beispiel in Vers 27: „Was ich oft, kühn genug, in öder 
Stille", Vers 71 deutlich: „kömmt", Vers 74: „Unwill- 
komme", Vers 83: „zaudrest", Vers 93: „erwidren", Vers 99: 86 
„mit Geistes Augen", Vers 125: „Martyrthum") ; Hand- 
schrift 1 und 2, die selbst in den Lesarten nicht berück- 
sichtigt sind, hätten als Paratipomena einen vollständigen 
Abdruok verdient; ebenso vermißt man einen Abdruck der 
363, 16—21 genannten Verse (die in Druok 1 und 2 fehlen) 40 
und eine Wiedergabe der 363, 31 erwähnten, sehr charak- 
teristischen Federzeichnung Goethes. 



1807 TRAGÖDIE AUS DER ZEIT KARLS D. GROSSEN. 365 

1807. 

1 August 20, Karlsbad 4323 

Nachmittag Einfall und Vorsatz an einem dramatischen 
Stücke zu arbeiten. 9 
6 Tgb. 3, 262, 17 f. 

September 8, Hof. 4324 

[Abends] Schema zu einem Trauerspiel weiter aus- 
geführt. 8 

Tgb. 3.273,11t 

" 1810. 

* Juni 27, Karlsbad. — s. 1, 80, 9—81, 2.* 4326 

1881. 

Juni 7, Weimar. — s. Nr. 260 (1, 1561). 4325a 

1 — August 8 und 10, Karlsbad: Daß man die Vermerke Tgb. 

15 3, 255, 9. 256, 9 f. (s. Epos 2, 1078, 14 f. und Epos. 1,27, 18f.) 
nicht, wie von Otto Pniower (Cotta JA. 15, 370) und Friedrich 
Zarncke (W. 11, 444) geschieht, schon auf den Stoff der »Tragödie' 
beziehen dürfe, scheint mir der Ausdruck „Einfall" Z. 3 zu 
beweisen« 

20 f VgL Nr. 4324. 
8 Vgl. 363, 22—28. 

4 Riemer berichtet in seinen Mittheilungen 2,622: „Eginhard, 
muthmaßlicher Titel des altdeutschen [vgL dagegen das Sohema 
der „Decoration", W. 11, 343, 131] Trauerspiels, dessen Scenario 

26 mir Goethe diotirte [vgl 363, 291], das er schon früher con- 
oipirt hatte, und zu welchem er im Jahr 1810 noch besondere 
Studien machte, indem erEginhards Leben Karls des Großen 
und Tu rpin s Chronik fleißig las. Die Tragödie roulirt auf einem 
Motiv, das er bei anderer Gelegenheit [Br. 11, 249, 10—12] so 

so ausspricht: ,Ehe man sioh's versieht, neigt einmal ein Sohn 

oder eine Tochter zu unserm credo herüber.' Dieß war, so viel 

ich mich erinnere, in dieser Tragödie der Fall ..." 

VgL die Vermerke aus dem Jahre 1810 im Tgb. 4, 110, 131 

15. 181 221 25. 111, 13. 161 20: 

35 April 14, Jen*: „[Nachmittags] Eginhard« Leben Karls den Großen. . . . [Abends] 

Eginhard fortgesetzt." 
April 16, Jen«: „Nach Tische Eglnhards Leben Karls des Grofien." 
April 10, Jena: „[Vor Mittag] Eglnhards Leben Karls des Großen. . . . Abends 
Turpins Geschichte Karls des Großen. Gezeichnet. 4 * 
40 April 18, Jena: „Abends allein. Turpins Chronik." 

April 19, Jena: „Abends za Hanse. Turpins Chronik.* 4 
April 20, Jena: ,, [Nachmittags] Turpins Chronik." 

* — 1829 Februar 4: Vgl. 1, 69, 11—21. 34—38. 



-<ft>~c- 



Der Triumph der Empfindsamkeit. 

(Die Empfindsamen; Radekiki (7); Oronaro.) 

1. Erste Fassung: 1777. 
Handschriften: 1. Dm Ganze in 6 Acten (Aot IV: .Proserpina' 
in Prosa), unter dem Titel .Der Triumph der Empfindsam- & 
keif, Abschrift von Schreiberhand, mit einer Verbesserung 
F. H. Jacobis, von dem vielleicht auch einige der Unter- 
streichungen herrühren; Pappband, mit der Aufschrift „Ans 
dem Nachlasse Fr. H. Jacobi's. Vgl. Blätter für literarische 
Unterhaltung 1849 Nr. 23 f. H. Düntzer". Im Besitz der 10 
Großherzoglichen Bibliothek zu Weimar (aufbewahrt im 
Goethe- und Schiller- Archiv). 

2. Das Ganze in 6 Acten (Act IV : .Proaerpina' in Prosa), 
unter dem, von Goethe geschriebenen Titel .Der Triumph 
der Empfindsamkeit ein Festspiel mit Gesängen und Tänzen', ig 
Abschrift von Schreibern nnd, mit eigenhändigen Verbesse- 
rungen Goethes. Auf dem Umschlag die Reporterin m-Nummer 
59» nnd die Bemerkung: „Aelteres Manusoript, variirt mit 
den spätem." 
Er«ta- Druck: 18M, W. 17, 323—363, im Apparat, und zwar Aot I 20 
vollständig, Act II— VI in die Lesarten aufgelöst. 

— Wegen der ersten Drucke von .Proserpina' s. 84, 4 — 27. 

II. Zweite Fassunit: 1786. 
Handschriften: 1. Das Ganze in 6 Acten (Aot IV: .Pioserpina' 
in Versen), unter dem Titel ,Der Triumph der Empfindsam- *s 
keit eine Dramatische Grille', Abschrift von Sohrei berhand, 
mit Verbesserungen von der Hand Goethes und Herders. 
Auf dem Umschlag die Repcr fori um -Nummer 69 h nnd die 
Aufschrift „Der Triumph der Empfindsamkeit. Corrigirtes 
Manuscript." SO 

2. Das Ganze in 6 Acten (Act IV: .Proserpina' in 
Versen), Titel wie Z. 25f., Abschrift von Schrei berhand, mit 



1777 DER TRIUMPH DER EMPFINDSAMKEIT. 367 

[II. Zweite Fassung: 1786. Handschriften. 2.] 

Verbesserungen von der Hand Goethes und Herders, und 
mit einzelnen, auf den Satz von Druck 1, für den diese 
Handschrift als Vorlage diente, bezüglichen Bemerkungen 
6 von Göschens Hand, Es fehlen die letzten Worte Andrasons: 

,,[un] 8ers" bis „Göttern" und die Schluß-Bemerkung (W. 
17, 73, 21 — 28). Auf dem Umschlag die Repertorium- 
Nummer 59« und die Bemerkung: „Der Triumph der Emp- 
findsamkeit mscpt., Tfornach wahrscheinlich der erste Ab- 
10 druck besorgt wurde. Beim Schluß fehlen wenige Zeilen." 

Erster Druck: 1787, Schriften 4, 103—220, unter dem Titel ,Der 
Triumph der Empfindsamkeit. Eine dramatische Grille 1 ; 
das zwischen S. 192 und 193 eingeschaltete Kupfer, unterzeichnet 
„D. Ghodowieoki deL & sc.", stellt dar, wie die Puppe entleert 

15 wird und „der leinene Sack seine Geweide gibt her'' (Act V, 

W. 17, 55, 20—25). 

Der selbe Druck erschien auch selbstständig, ohne die 
Bogennorm „Goethe's W. 4. Bd. 4 ', unter dem Titel »Der 
Triumph der Empfindsamkeit. Eine dramatische Grille. Von 

20 Goethe. Ächte Ausgabe. Leipzig, bey Georg Joachim Göschen, 

1787'. 

Zweiter Druck: 1808, Werke Cotta 1 9, 137—213; Titel wie in 
Druck 1. 

Dritter Druck: 1817, Werke Cotta« 10, 1—77 ; Titel wie in Druck 1. 

26 Vierter Druck: 1828, Werke Cotta 8 14, 1—76; Titel wie in Druck 1. 

Weimarer Ausgabt: 1894, W. 17, 1—73 und 311—353; Titel wie 
in Druck 1, Stellung wie in Druok 4 (vgl. Tabelle 3). — VgL 
GJ. 16, 264f. 

Übersioht der Aufführungen 
80 im Herzoglichen Liebhaber-Theater: 

1. 1778 Januar 80. 

2. „ Februar 10. 

1T77. 

] September 12, Eisenach. 4326 

35 Eine Tollheit hab' ich erfunden, eine komische Oper 

,Die Empfindsamens so toll und grob als möglich. 

Wenn Seckendorff sie componiren will, 1 kann sie den 

1 VgL 369, 24. 



368 DER TRIUMPH DER EMPFINDSAMKEIT. 1777 

] [September 12, EtoenAch.] [4826] 

Winter gespielt werden; ich hab' angefangen, Philippen 
zu dictiren. 1 

. . . Den ganzen Nachmittag hab' ich mit tollen Ima- 
.ginationen ge wirtschaftet, . . 5 

An CharL v. Stein. — Br. 3, 174, 15—19. 23—25. 
? September 12, Eisenaoh. 4327 

Früh allein. Dictirt am ,Radekiki'. 2 
Tgb. 1, 47, 10. 

November 15, Weimar (Gartenhäusohen). 4328 10 

Abends allein gelesen ,Oronaro'.* 
Tgb. 1, 64, 7. 

1 Diese Niedersohrift von Philipp Seidels Hand ist nioht bekannt. 
— Ob das Folgende sich auch auf die „Tollheit" der neuen 
Erfindung bezieht, ist zweifelhaft (vgL Düntzer: Erläuterungen 15 
19/21, 211). 
8 VgL Nr. 4326 und folgende Verse vom selben Tage (W. 4, 164) : 

„Was ist der Himmel, was ist die Welt 

Als das, wofür eben einer sie halt? 

Was hilft euoh alle Herrlichkeit 20 

Ohne Seelen-Behaglichkeit, 

Und ohne des Leibes Liebesleben 

Was hilft euch alles Streiten und Streben? 

Von dieser großen Lehre durchdrungen 

Habt ihr ein Liedlein hier vorgesungen zs 

Vom Prinz, er heißt — ich weiß nicht wie, 

Mit dem Zunamen Radegiki" 
Diese Verse bezeichnet Albert Köeter (Cotta JA. 7, 377) wohl 
mit Recht als das „Fragment eines Prologs" (zu der komischen 
Oper ,Die Empfindsamen') ; Radegiki oder Radekiki wäre dann so 
der ursprüngliche Name des Prinzen Oronaro ; vgL auch Sohroer 
in WE. 6, 401 f. Die Ansioht, daß ,Radegiki* mit dem »Triumph 
d. E.' nichts zu thun habe, vertritt Düntzer (Goethes Tage- 
bücher S. 02, WK. 2, 1341, Erläuterungen 19/21, 211), auch 
Max Roediger scheint den Zusammenhang abzulehnen, da er 85 
(W. 17, 311) den Tagebuch vermerk von September 12 nioht an- 
führt; vgl auoh Julius Wähle in G. -Stein 1,510 Anm. 2 zu 
S. 88. — Der Ausdruok „(Dictirt) am" läßt übrigens darauf 
schließen, daß die Dichtung jetzt fortgesetzt, nicht erst be- 
gonnen wurde, was zu Nr. 4326 sehr gut paßt. 40 
3 Düntzer ergänzt die fehlende Interpunction (Goethes Tagebücher 



1777 



DER TRIUMPH DER EMPFINDSAMKEIT. 



369 



][December 27 ? Weimar, Gartenhauschen.] 4329 

Ich bleibe zu Haus, um mit dem sechsten Ad fertig 
zu werden und geh' nicht auf die Redoute. 
An Charl. v. Stein. — Br. 3, 203, 16 f. 

5 1778. 

1 Januar 12, [Weimar, G Artenhäuschen.] 4330 

Ist heute Tanz-Probe, 1 so komm' ich um Zehn. 
An CharL v. Stein. — Br. 3, 207, 3. 
Januar 12, Weimar (Gartenhäuschen). 4331 

io " [Vormittags] Probe des Ballets. 8 
Tgb. 1, 60, 17. 
Januar 17, Weimar (Gartenhäuschen). 4332 

[Abends] Zu Cr. [Corona Schröter] aus der Probe. 4 
Tgb. 1, 61, 6. 



30 



85 



40 



15 S. 100): „Abends allein. Gelesen. Oronaro"; darnach würde 
es sich Trohl um Arbeit an Act m handeln, in dem der Prinz 
Oronaro zuerst auftritt. 
1 — Januar 2: Goethes Mutter an Philipp Seidel (Briefe der 
FRGoethe 1,24). 
20 « Vgl Nr. 4331. 

» In Act HI und am Schluß von Aot VI ; vgl. Nr. 4330. 
* — 'Januar 18—29: s. Nr. 4333. 

— Januar 28: VgL 84, 9. 

— Januar 30: Erste Aufführung, mit Musik von Seckendorff 
26 (vgL 367, 37) und mit folgender Besetzung der Rollen: 



Personen. 


1778 Januar 80, Februar 10. 




Goethe. 


Dieselbe [als Proserplna] . . . 


Corona Schröter. 

Corona Schröter (vgl. aber 870, 22 f.). 

Frl. Neuhaus. 




Frl. y. Ilaschau (?). 




FrL v. Kalb (?). 




FrL y. Uten (?). 


Mela 


Frl. y. Lyncker (?). 




Seidler. 




Aulhorn. 


Askalaphus 
[Directeur de 


la nature . . • 


Schalling. 

Philipp Seidel; Tgl. Frau Bath S. 106.] 



Die Gesammtkosten betrugen 398 Thaler; Aulhorn hatte 83 
Tanz-Stunden, Zahn 66 Clavier-Stunden dafür abgehalten. VgL 
Grif, Goethe Ober s. Dichtungen T. n. B. 4. 24 



370 DER TRIUMPH DER EMPFINDSAMKEIT. 1778 

[Januar 31 ?]* Weimar (Gartenhauschen). 4333 

[Januar 18 — 29.] In stiller Trauer einige Tage be- 
schäftigt um die Scene des Tods,* nachher wieder ge- 
zwungen zu theatralischem Leichtsinn. Verschiedene 
Proben. fi 

Den 30. zur Herzogin Geburtstag das neue Stück.* 
Tgb. 1, 61, 13—16. 

Februar 10 9 Weimar (Gartenhäusohen). 4334 

[Abends] Die »Empfindsamen' wieder gegeben. 4 Das 
Publicum wieder in seinem schönen Licht gesehn. 10 
Dumme Auslegungen pp. 6 

Tgb. 1, 61, 26—62, 2. 
März 18, [Weimar, Gartenhäusohen.] 4335 

Beiliegend kriegst Du von der Mutter meine neuste 
Tollheit, daraus Du sehn wirst, daß der Teufel der 15 
Parodie mich noch reitet. Denk Dir nun dazu alle 
Acteurs« bis zur Caricatur physiognomisch. Von den 



Nr. 4334 und 4335, sowie Burkhardt in den »Grenzboten« 1873 
Nr. 27 S. 10 f. und Keil S. 140—144. (MiedingB Rechnung über 
neu angefertigte Requisiten jetzt auoh bei Wilhelm Bode: Der 20 
Musenhof der Herzogin Amalie, Berlin 1908, S. 164.) Nach Burk- 
hardt soll bei der 1. Aufführung Goethe „als Eremit gekleidet" 
die Worte der Proserpina gesprochen, aber, „namentlich weil er 
zu schnell sprach, und seine Bewegungen, wie überhaupt, eine ge- 
wisse Steifheit hatten, keinen günstigen Eindruck" gemacht haben; £5 
in Folge dessen habe bei der 2. Aufführung Corona Schröter 
die Worte der Proserpina gesprochen (die Quelle dieser kaum 
glaublichen Nachricht gibt Burkhardt nicht an). 

— Sachlich gehört hierher: 2,641,11 — 16. 

1 Vielleicht erst Anfang Februar nachgetragen. so 

2 An der Um, nicht weit von Goethes Gartenhäusohen, wo Januar 17 
die Leiche von Christiane v. Laßberg aus dem Fluß gezogen 
worden war. 

* Vgl 369, 24—370, 28. 

* Vgl. die Rollenbesetzung 369, 27—38. 86 
6 Wahrscheinlich in Bezug auf das Sohioksal der Proserpina und 

der Herzogin Luise. 

— Februar 16: Kranz an Goethes Mutter (Frau Rath S. 106). 

* Vgl 369, 27—38. 



1778 DER TRIUMPH DER EMPFINDSAMKEIT. 371 

[Man 18, Weimar, Gartenhaus chen.] [4886] 

Kleidern sieh ein Echantillon bei der Mutter auf einer 
Zeichnung von Kraus. 1 

M Merck. — Br. 3, 214, 16—20. 

6 1779. 

*?Marz 8, Buttstedt. — s. 3, 163,4-8.» 4335a 

1780. 

Mai 14, [Weimar]. — s. 1, 201, 14 f. 4335b 

1782. 

10 ] [Februar oder März 1. Hälfte, Weimar, Gartenhäusohen.] 4336 
Des Dichters Welt entstand auf sein Geheiß; 
Und, so verdient, gewährt die Muse nur 
Den Namen ihm — Director der Natur. 4 

[— 1,417, 14f.] 5 

15 Gedicht ,Auf Miedings Tod' .Vers 96—98. — W. 16, 136. 



1 Goethe in der Rolle des Königs Andrason ? Vgl Briefe der 
FRGoethe 1,40. (Goethe schreibt Z. 3 „Krause".) 

— März 20: Goethes Mutter an Lavater (Briefe der FRGoethe 
1. 26). 

20 * — Januar 4: Goethes Mutter an die Herzogin Anna Amalia 
(Briefe der FRGoethe 1, 40). 

* — September 24: Goethes Mutter an die Herzogin Anna Amalia 
(Briefe der FRGoethe 1, 62). 

4 Daß hierdurch auf die Worte Merkulos in Aot II angespielt 
25 wird: „Unser Hof -Etat ist mit einem sehr geschickten Manne 
vermehrt worden, dem wir den Titel als Naturmeister, 
Directeur de la nature, gegeben haben*' (W. 17, 20, 8 — 10), be- 
zeugt Goethe selbst in den Ausgaben seiner Werke durch eine 
Verweisungsnote an dieser Stelle des Gedichts auf den Tod 
so Miedings. VgL 369, 38. 

* — October 24: VgL 1, 205, 36—206, 21. 

— November 8: Herzogin Anna Amalia an Knebel (Knebels 
Nachlaß I 1, 192). 

— November 25: VgL 1, 205, 36—206, 21. 

24* 



372 DER TRIUMPH DER EMPFINDSAMKEIT. 1784 

1784. 

1 December 3, Weimar, 4337 

Deine Packete, . . gleichen immer den Schiffen aus 
Ophir, besonders dießmal, da Du mir meine eignen 
Affen zurücksendest. 2 Es freut mich, wenn sie Dich s 

durch ihre Gaukelpossen ergötzt haben. 8 
AnF. E JacobL — Br. 6, 402, 22—25. 

1786. 

Juni 15, [Ilmenau. ] 4338 

Ich hab' auch den ,Triumph der Empfindsamkeit* io 
bearbeitet 4 und frisch abschreiben lassen; 5 ich denke, 
er soll nun producibler geworden sein und eh' gewonnen 
als verloren haben. 

An CharL v. Stein. — Br. 7, 229, 13—16. 

Juni 16, Ilmenau. 4339 15 

Hier ist so weit alles in Richtigkeit, daß wir reisen 
können, ob ich gleich um der Sachen 7 Willen gern viel 
länger bliebe. ,Der Triumph der Empfindsamkeit' ist 
bis auf den ersten Act fertig, den ich zuletzt gelassen 
habe; 8 ich wünsche mir so viel Laune zu Durcharbeitung 20 



1 — October 13, F. H. Jaoobi (der im September Goethen in 
Weimar besucht und, wie es scheint, bei seiner Abreise eine 
Abeohrift mitgenommen hatte) an Goethe: „Ich las ihr [seiner 
Halbschwester Helene] . . ,die geflickte Braut' vor, und wir 
hatten große Lust" (G.-Jacobi S. 77) ; vgL Düntzer : Freundes- 26 
bilder S. 191 f. Im November sandte Jaoobi die Handschrift 
zurück, nachdem er sie für sich hatte abschreiben lassen (die 
366, 4—12 genannte Handschrift). 

2 Die Schiffe aus Ophir brachten Gold, Silber, Elfenbein, Affen 
und Pfauen (1. Buch der Könige 10, 22). so 

* Vgl. Z. 21—26. 

4 Die zweite Fassung, für die Veröffentlichung in den »Schriften 4 
(Druck 1). 

* VgL 373, 34—41. 

6 VgL Nr. 4339. 85 

7 d. h. seiner Dichtungen, die er in der Stille von Ilmenau un- 
gestört für den Druck in den »Schriften« hatte vorbereiten können. 

8 Vgl, Nr. 4338, 



t 



1786 DER TRIUMPH DER EMPFINDSAMKEIT. 373 

[Juni 16, Ilmenau.] [4839] 

der übrigen. 1 Das Stück hat eine Gestalt, und ich hoffe, 
es soll einen besondern Effect thun. 8 

[— Nr. 3896.] 

5 An CharL v. Stein. — Br. 7, 230, 20—231, 2. 

][Juni 28, Weimar.] — s. 1, 104, 6. 4340 

Juli 6, Weimar. — s. Nr. 146 (1, 104).» 4340a 

August 27, [Karlsbad.] — s. Nr. 277 (1, 166). 4340 b 

] August 30. [Karlsbad] — s. Nr. 278 (1, 166). 4340o 

10 September 1, [Karlsbad.] — s. Nr. 279 (1, 166). 4340 d 

September 2, j g^j^ _ ^ x 106 2—4. 22—26. 4340e. f 
September 2, J 

] [September 2, Karlsbad.] — s. Nr. 281 (1, 166f.). 4340g 

Deoember 2, Rom. — s. 3, 186, 2—6. 4340h 

16 Deoember 16, Rom. — s. Nr. 160 (1, 106). 4340 i 

1787. 

'Januar 13, Rom. — s. Nr. 2611 (3, 188).* 4340k 

Januar 26, Rom. — s. Nr. 284 (1, 166). 43401 

Februar 17, Rom. — s. 3, 191, 71 4340m 

20 ] Februar 17, [Rom.] — s. Nr. 287 (1, 166). 4340n 

Februar 20, Rom. — s. 1, 108, 19 f. 109, 12—26. 4340 o 

Februar 20 f Rom. — s. Nr. 289 (1, 167).« 4340p 

1 Zu ergänzen ist (aus 372, 17) „Sachen" (vgL dagegen E. v. d. 
Hellen in Br. 7, 330 f.). 

25 * Anspielung auf die Worte Merkulos in Aot II : „Ach 1 was das 
für einen besondern Effect auf mich macht! — Jeder, der 
dabeisteht, sieht auoh hin und stimmt in den besondern Effect 
mit ein; und dann ist's ausgemacht — daß die Sache einen 
besondern Effect macht" (W. 17, 23, 8—12). 

so * — Juli 14: s. Z. 36t 

* — Januar 5: s. 197, 34—36. 

* — Januar 18: s. 197, 37 f. 

— Januar 21: s. 197, 39f. 

* — Februar 20: Vogel bescheinigt den Empfang von 1 Thaler 
35 18 Groschen für Abschrift von: 

„d. 14. Juli 1. Der Triumph der Empfindsamkeit 

1786. 22 Bogen — 22 Groschen, — . 

2. Iphigenie 20 Boge n — 20 Groschen, — . 

1 Ttär. 18 Groschen, — ." 
40 Diese Abschrift des »Triumphs d. E.% vielleicht die 372, 11 
von Goethe erwähnte, ist nicht bekannt (vgL W. 17, 313). 



374 



DER TRIUMPH DER EMPFINDSAMKEIT. 



1787 



]Februar 24, [Rom.] — s. Nr. 290 (1, 167). 
März 16, Caserta. — s. 3, 194, 171 
Mai 25, Neapel — s. Nr. 291 (1, 168). 
Juli 14, Rom. — s. Nr. 292 (1, 168). 
August 14, Rom. — s. Nr. 3731. 
August 15, Rom. — s. Nr. 159 (1, Uli). 1 

SS2j2:}»«.-^«ML«»(i.i68t». 

September 28, FrascatL — s. Nr. 296 (1, 169). 
Ootober 1, FrascatL — s. Nr. 164 (1, 112). 
Oetober 5, Albano. — s. Nr. 165 (1, 112). 
Ootober 24, Rom. — s. Nr. 166 (1, 113). 
][Oetober 27, Rom.] — s. Nr. 297 (1, 169t). 
Ootober*27, 
Ootober [29 ?], 






s. Nr. 298. 299 (1, 170). 



Januar 25, Rom. 
Februar 9, Rom. 



1788. 

s. 1, 119, 8—10. 
s. 1, 121, 20—24. 



4340 q 

4340r 

4340s 

4340t 

4340a 6 

4340v 



4340w. 



4340y 
4340s 10 
4340a 
4340/? 
4340? 



4340*. t 



16 



4340t 
4340 17 



1789. 

Juni 22, Weimar. — s. 315, 20 f. 



43400*0 



1791. 

Juli 4, Weimar. — s. Nr. 201 (1, 130f.). 



4340« 



1797. 

August 21, Frankfurt — s. Nr. 206 (1, 133). 



4340* 



1805. 

Mai 1, Weimar. — s. 1, 63, 17. 



26 



4341 



1806. 




Februar 24, Weimar. — s. Nr. 543 (1, 288). 


4341a 


Ootober 26, Weimar. — s. 1, 138, 5. 


4342 


Ootober 27, 1 Weimar _ fc Nr- 218# 220 (1, 138f.). 
Deoember 8, J 


4342a, b 


Deoember 9, Weimar. — s. 1, 139, 28—140, 3. 


4342o 


1807. 




Januar 23, Weimar. — s. Nr. 223 (1, 140). 


4342d 



so 



1 —^n/u^ 31; Knebel an seine Schwester (Knebel-Henriette 8. 63 t). S6 



1808 



DER TRIUMPH DER EMPFINDSAMKEIT. 



375 



1808. 

August 7, Karlsbad. — s. Nr. 92 (1, 66). 

1809. 

][Naoh Ootober 10, ?] — b. 1, 244, 23 f. 

6 1812. 

November 12, Jena. — ß. 1, 10, 3. 

1813. 

] [November 29 oder Deeember 18, Weimar.] — 

s. Nr. 2012 (2, 622). 

io 1814. 

] [April 10, Weimar, oder Mai 14, Berka.] — 

s. 3, 214, 3f. 

1815. 

Februar 20, Weimar. — s. 1, 13, 11. 
16 ][April, oder 1816 Juli Mitte, Weimar.] — 

s. 1, 141, 32—142, 6. 

1816. 

?J*! * | Weimar. — & Nr. 17. 18 (1, 14). 

20 Juni 3, Weimar. — s. 2, 223, 6. 
Juni 10, Weimar. 

* »Triumph der Empfindsamkeit*. 1 
Agenda 1816 Juni 10. — Tgb. 5, 314, 10. 
Juni 26, Weimar. — s. Nr. 2383 (3, 141). 
26 Juli 4, Weimar. — s. Nr. 26 (1, 15). 
Juli 8, Weimar. — s. Nr. 2384 (3, 142). 
Juli 8, Weimar. — s. Nr. 27 (1, 15). 

1817. 

April 28, Jena. — s. Nr. 1189 (2, 241). 

so 1810. 

][Februar 14, Weimar.] — s. 2, 641, 11—16. 
März [Anfang], Weimar. — s. 1, 16, 13. 



4342e 



4343 



4344 



4344 a 



4344b 



4345 
4345a 



4345b. o 

4345 d 
4346 



4346a 
4346b 
4346o 
4346d 



4346 e 



4347 
4348 



1 Durchsicht für Druck 3. 



376 



DER TRIUMPH DER EMPFINDSAMKEIT. 



1828. 

] [Janaar zwischen 10 und 19, Weimar.] — 

s. Nr. 100 (1, 66). 

Februar [vor 17], Weimar. — s. Nr. 101 (1, 66). 

][Juli zwischen 19 und 22, Marienbad.] — 

b. Nr. 36 (1, 26).* 



1823 



4348a 

4348 b 
4348o 5 



1825. 

Januar 12. 13, Weimar. — s. 3, 110, 31. 
Mai 28, Weimar. — s. Nr. 38 (1, 29).* 

1826. 

Februar 1, Weimar. — s. 1, 31, 3f. 
][Mai 8? Weimar.] — s. Nr. 40 (1, 32). 
Mai 12, 1 

Mai 26 [ Weimar - — * Nr ' 41 ~ 44 t 1 »* 2 *). 

Mai 29, J 

][Mai 31— August 6, Weimar.] — s. 1,40,25t 41, 15. 

Mai 31, 1 
Juni 2, 
Juni 3, 
Juni 4, 
Juni 10, 
Juni 16, 
Juli 5, , 

][Juli 18. 19, Weimar.] — s. Nr. 53 (1,44). 

Juli 18, 1 

A^ l \'l [ Weimar - — 8 - Nr - 64 ~ 67 f 1 ' 46 *- 
August 6, J 



Weimar. — s. Nr. 46—52 (l,43f.). 



Februar 20/ 
Mai 3, 
Juni 6, 
Juni 30, 
Juli 3, 






1827. 



Weimar. — 8. Nr. 68—62 (1, 45—47). 



4349 j 


4349 a 


10 


4350 , 


4350 a 


4350 b— e 

15 



4351 



20 



4351a— g 



4351h 26 



4351 i—m 



so 



4351 n—r 



86 



1 — August zwischen 11 und 21: VgL 111, 351 

8 — Juni 12: Göttling an Goethe (W. 17, 315. 333. 340. 348. 351). 



1627 DER TRIUMPH DER EMPFINDSAMKEIT. 



September 17, ~j 

September 18, } Weimar. — a. Nr. 63—65 (1,47 f.). 

September 21, J 


IMUs— n 


1828. 

s Juni 28, 1 
October 20, | Weimar. — s. Nr. 66—68 (1, 48 f.). 
November 8, ) 


4361 v— x 


1829. 




Februar 8, Weimar. — a. Nr. 69 (1, 49). 
u Februar IT, Weimar. — a. Nr. 109 (1, 70). 


4351 y 
4351 e 



Der Tugendsplegel. 



Handschriften: Nur der Anfang des ersten Auftritte, eigenhändig, 
in Goethes Brief an Behriach von 1767 November 27. 

Erster Druck: 1886, GJ. 7, lOfifj 

Weimarer Ausgabt: 1887, Et. 1, 148—161, und 1896, W. 37, öö— 67 s 
(dam die Lesarten 1897, W. 38,2191). 



1767. 

November [21], Leipzig. 4362 

Ich habe ein neues Lustspiel angefangen, ,der Tugend- 
spiegel' betitelt, in Einem Act in Prosa. 1 i< 
An Behrisch. — Br. 1, 146, 22-24. 
November 27, Leipzig. 4353 
So viel ich jetzo wegen der morgenden Aufführung 
der .Minna' 1 zu thun habe, will ich doch ein Blatteten 
an Dich ausarbeiten. u 

Annette [Schönkopf] wird morgen bei der Vorstellung 
sein, . . die Obermann wird Hannoben und ich Micheln 8 
zum Nachspiele machen. . . . Um von was Andern, aber 



1 — Sachlich gehört in die Zeit der Entstehung: 3, 302, 30 
bis 303, 3. li 

* In der Aufführung von Leasings .Minna von Bsrnhelm' (No- 
vember 28 beim Kaufmann Obermann) spielte Goethe den 
Wachtmeister. 

* In Krügers Lustspiel .Herzog Michel'. 



1767 DER TÜGENDSPIEQEL. 379 

[November 27, Leipzig,] [4858] 

doch nicht ganz Unterschiednen zu reden, 1 schicke ich 
Dir eine Scene* aus dem ,Tugendspiegel'. 

8 

5 (Die Fortsetzung nächstens.) 

An Behrisch. — Br. 1, 148, 2—4. 10—17. 151, 9. 
Deoember 4, Leipzig. 4354 

Hören Sie nur, Mosier Behrisch, wenn Sie hinfüro 
mich so lange warten lassen und mir hernach so ein 

10 miserables Briefchen schicken, so werde ich mich re- 
vanchiren und meine sonnabendliche Postreuter . . spar- 
samer ausschicken. Ich schreibe da eine Scene (wenig- 
stens ein Stück davon) mit vieler Mühe ab, 4 und zu 
allem Danke vergleicht sie der Herr mit dem ,Medon'. 5 

is Nun wahrhaftig, Du sollst weder das Übrige von 
dieser Scene, noch das ganze Stück zu sehen kriegen, 
wenn's fertig ist. Hätte ich Kinder, und einer sagte 
mir: sie sehen diesem oder jenem ähnlich, ich setzte 
sie aus, wenn's wahr wäre, und wäre es nicht wahr, 

20 so sperrte ich sie ein; alle meine Scenen will ich ver- 
brennen, wenn sie dem ,Medon' ähnlich sehen. Hier- 
mit wär's also alle, und ich behalte meine Komödie 
für mich. 
Ehe ich aus Leipzig gehe, mache ich ein Legat, daß 

t6 ,Medon< alle Jahre auf meinen Geburtstag umsonst ge- 
spielt werden soll. 6 

An Behrisch. — Br. 1, 151, 11—152, 5. 



1 Vgl Weißenfels S. 437 Anm. 35. 

* Vgl Z. 12f. 

so * Hier folgt die 378, 21 genannte Abschrift. 

* Vgl. Z. 2—5. 

* Vgl 58, 25—27. 

6 Behrisch bat in seiner Antwort, die ein „vernünftiger Brief" 
war (vgl Br. 1, 154, 8 f.), wie nach Nr. 4355 zu schließen ist, 
86 um die Fortsetzung. 



380 DER TUGENDSPIEGEL. 1767 

Deoembor 15, Leipzig. 4365 

Den weiteren Verlauf der Scene sollst Da bald haben. 1 
An Behrisch. — Br. 1, 155, 4. 
Deoember [221], Leipzig. — h. Nr. 3200 (3,494). 436« 

1811. < 

}[ZwiBohen Februar Ende und 1812 Juni.] — 4356a 

a. 3, 302, 30—303, 3. 

1810. 

J [Februar 14, Weimar.] — e. 3, 307, 13—19. 4366b 



I 



1 VgL 370. 33—35 und Nr. 3209 (3, 494). 



Die ungleichen Hausgenossen. 

Band*efiriften: 1. Ein Sceuarium über das Ganze in 5 Acten, von 
Goethes Hand; bei Act II — V ist die Bezeichnung der ein- 
eeinen Gesangstüoke beigeeohrieben. 

S 2. Einzelne Bmchstücke aus Act I — V, von Goethes Hand, 

tarn Tbeil sehr flüchtig hingeworfen; anter den von Goethe 
benutzten Blättern auoh eine ..Passanten-Tabella" aus Jens, 
von 1785 December [nicht September] 13, vgl. Nr. 4360 
(Weimarer Ausgabe W). 

o 3. Erste Entwürfe zu Act IV. V und einzelne Bruchstücke 

ans Act I — III, von Goethes Hand, zur größeren Hälfte 
durchgestrichen (Weimarer Ausgabe H*). 

4. Zwei eigenhändige flüchtige Niederschriften : a, zu Act II 
die Arie der Baronesse „Aoh wer bringt die schönen Tage" 

5 und 6 anschließende Verse des Dialogs zwischen der Baronesse 

und dem Poeten (h. W. 12. 403 f.); b. zu Act IV das Reoitativ 
der Baronesse „Ich dachte sie nähmen eich zusammen", und 
die Arien Pumpen „Tönet ihr Posaunen" und des Poeten 
„In stilleren Chören" (s. W. 12,405t). — Ferner liegen bei: 

s. Von Goethes Hand der Anfang eines Scenars von Mozarts 

Oper .Die Hochzeit des Figaro' (erste Aufführung 1786 Mai 1 
in Wien) ; b. Abschrift eines Theils des Z. 16—19 Genannten, 
von Musculus geschrieben (Weimarer Ausgabe B 1 ). 

5. Act I, eigenhändige Niederschrift, mit zahlreichen Ande- 
s rangen; darauf folgen einige wenige Bruchstücke aus Act IV, 

von Goethes Hand, sehr flüchtig geschrieben; dann das 
W. 12, 243—246 gedruckte Bruchstück aus Act IV, eigen- 
bändige Abschrift mit einzelnen Verbesserungen und das 
W. 12, 247—261 gedruckte Bruchstück aus Act V, eigen- 
e händige Abschrift mit einzelnen Verbesserungen; endlieh am 

Schluß: einzelne Bruchstücke aus Act IV ganz flüchtig von 
Goethes Hand, Alles zusammen geheftet, mit der eigen- 



382 DIE UNGLEICHEN HAUSGENOSSEN. 1785 

[Handschriften. 6.] 

händigen Aufschrift »Die ungleichen Hausgenossen' und mit 
der Repertorium-Nummer 14 (Weimarer Ausgabe H * und H *). 

6. Act I Vers 1—201, noch ohne Vers 73—92 (vgl Z. 6), 
Reinschrift von Schreiberhand (Weimarer Ausgabe H 2 ). s 

7. Aot I Vers 73—92 (vgl. Z. 4), Reinschrift von Goethes 
Hand (Weimarer Ausgabe H 1 ). 

— Wegen der in Theil III unseres Werkes zu behandeln- 
den, von Goethe unter die Lyrika aufgenommenen Theile, 
die 1789 und 1796 zuerst gedruckt wurden, vgl 386, 24—38. 10 

Erster Druck: 1837, Werke Q 1 (2), 530—536, unter dem Titel 
,Die ungleichen Hausgenossen. Singspiel Fragmentarisch. 
1789* ; enthält : a. das 381, 2—4 genannte Scenarium, b. Act I 
(die freien Rhythmen der Recitative sind willkürlich als fort- 
laufende Prosa gedruckt) und Bruchstücke aus Act IV. V. lt 

Zweiter Druck: 1842, Werke N. 17, 219—252, unter dem Titel 
»Die ungleichen Hausgenossen. Singspiel. Fragmentarisch'; 
das Übrige wie in Druck 1. 

Weimarer Ausgabe: 1892, W. 12, 223—251 und 392—416 unter dem 
Titel ,Die ungleichen Hausgenossen'; wegen der Stellung vgl 20 
2, 609, 20—26. — Vgl GJ. 14, 313., 

Wegen der Anordnung der in der Weimarer Ausgabe zum 
ersten Mal vollständig gedruckten Paralipomena vgl den 
Aufsatz von Max Morris in der Chronik dWGV. 18, 43—48. 
19, 1—9. 25 



1785. 

1 November [6, Ilmenau.] 2 4357 

Ich habe unterwegs s . . auch eine alte Operette [,Die 

ungleichen Hausgenossen'] wieder vorgenommen und sie 

reicher ausgeführt. 4 so 

An CharL v. Stein. — Br. 7, 116, 19—22. 
November 28, Weimar. — s. 135, 16. 4358 



1 — 1781 — 1784: Wegen der in diese Jahre fallenden ersten An- 
fänge der ,U. H.' vgl. Nr. 3786, sowie Max Morris in der Chronik 
dWGV. 19, 8f. und Otto Pniower in Cotta JA. 8, 359 f. 85 

— 1785 September 13: Vgl dagegen 381, 8. 383, 34 f. 

* Zur Datirung vgL Epos 2, 726, 32—39. 

* Zwischen Weimar, Stadt- lim und Ilmenau (vgl 141, 8—10). 
4 — Sachlich gehört in die Zeit der Entstehung : Nr. 4375. 



1785 DIE UNGLEICHEN HAUSGENOSSEN. 383 

1 ]December 12, [Jena.] 4359 

[Epos 2, 729, 19f . — ] Dagegen aber habe ich im Herüber- 
reiten 8 fast die ganze neue Oper [,Die ungleichen Haus- 
genossen*] durchgedacht, auch viele Verse dazu gemacht, 

5 wenn ich sie nur aufgeschrieben hatte. 8 

An CharL v. Stein. — Br. 7, 139, 22—140, 3. 

][Deoember 13, Jena.] 4360 

Auch hab' ich viel an der neuen Operette [,Die un- 
gleichen Hausgenossen'] geschrieben und freue mich 
10 schon darauf, sie Euch 4 vorzulesen, da es mit , Wilhelm* 

[,Meisters Lehrjahren'] doch langsam geht. 5 
An CharL v. Stein. — Br. 7, 140, 21—23. 

December 23, Weimar. — s. 140, 27-141, 13. 4361 

]December 30, [Weimar.] 4362 

16 [Nr. 3807. — ] 

Ich habe wieder ein Singspiel [,Die ungleichen Haus- 
genossen'] angefangen, das aber leider auch nicht für 
München ist. 6 Mache mir doch einmal eine Beschreibung 
der singenden Schauspieler und ihrer Fähigkeiten. 
20 An EnebeL — Br. 7, 155, 1 — 4. 

1786. 

Januar 23, Weimar. — s. 145, 6—9. 28—30. 147, 12—21. 4363 
Januar 24, [Weimar.] 4364 

Wahrlich bin ich an der Operette [,Die ungleichen 

25 Hausgenossen*] krank, denn ich habe schon heute früh 

daran schreiben müssen. 

An Charl. v. Stein. — Br. 7, 170, 5f. 



1 — December 11—15: Goethe in Jena, vgl Nr. 4359. 4360. 

2 Von Weimar naoh Jena (vgl. 141, 8 — 10). 
so * Das geschah noch in Jena, vgl Nr. 4360. 

* Der Adressatin und Herders? (vgL 384, 30 f.). 

6 — December 14 oder 16, Jena: An einem dieser Tage benutzte 

Goethe wahrscheinlich die 381, 7 f. genannte „Passanten-Tabella" 

zur Niederschrift (vgl W. 12, 393 unter H 7 , wo statt „September" 

35 zu lesen ist „December"). Am 15. kehrte Goethe nach Weimar 

zurück. 

• VgL 143, 2—6. 



384 DIE UNGLEICHEN HAUSGENOSSEN. 1786 

Januar 26, Gotha. 4365 

Der Theater-Calender, * den ich gelesen, hat mich fast 
zur Verzweiflung gebracht; . . . 

. . . Mit der desolantesten Kälte und Redlichkeit ist 
hier ein Etat aufgestellt, woraus man deutlich sehen s 
kann, daß überall, besonders in dem Fache, das mich 
jetzt interessirt, überall nichts ist und nichts sein kann. 
Meine arme angefangne Operette [,Die ungleichen Haus- 
genossen'] dauert mich, wie man ein Kind bedauern 
kann, das von einem Negersweib in der Sklaverei ge- 10 
boren werden soll. Unter diesem ehrnen Himmel! den 
ich sonst nicht schelte, denn es muß ja keine Operetten 
geben. Hätte ich nur vor zwanzig Jahren gewußt, was 
ich weiß. Ich hätte mir wenigstens das Italienische so 
zugeeignet, daß ich für's Lyrische Theater hätte arbeiten is 
können, und ich hätte es gezwungen. Der gute Kayser 
dauert mich nur, daß er seine Musik an diese bar- 
barische Sprache verschwendet. 2 

An CharL v. Stein. — Br. 7, 170, 17 f. 171, 3—17. 

Februar 28, Weimar. — s. 149, 34—150, 3.* 4366 20 

März 14, [Weimar.] 4367 

Gestern Abend ist an der Operette [,Die ungleichen 
Hausgenossen'] geschrieben worden. 
An Charl. v. Stein. — Br. 7, 192, 11 f. 

März 21, [Weimar.] 4368 26 

Ich bleibe nur zu Hause, um Dir Freude zu machen. 
Die Operette [,Die ungleichen Hausgenossen'] und ,Wil- 
helm' [,Mei8ters Lehrjahre'] rucken zusammen. . . . nach 
Tafel besuche ich Dich, Abends schreibe ich wieder und 
hoffe Donnerstags [März 23] Dir und Herders etwas so 

zu lesen. 4 

An Charl. v. Stein. — Br. 7, 193, 7 f. 10—12. 



1 Für 1786, herausgegeben von H. A. O. Beiohard. 

* Vgl. 154, 7—10. 

» — März 13: VgL Nr. 4367. M 

* — März 23: Vorlesung ? vgL Z. 30. 



1786 DDE UNGLEICHEN HAUSGENOSSEN. 386 

? März 24, [Jena.] 4369 

Ich habe allerlei Gedanken und Erfindungen, die Dich 
zur rechten Zeit unterhalten sollen. 1 
An CharL v. Stein. — Br. 7, 194, 9—11. 

6 März 29, [Weimar.] 4370 

Heute hab' ich viel zu thun, gehe auch gegen Abend 
zur Herzogin Mutter. Dann seh 9 ich Dich wenigstens 
einen Augenblick, ich möchte gern an meinen Werk- 
chen 9 schreiben. 

10 An CJharL v. Stein. — Br. 7, 194, 16—19. 

April 13, [Weimar.] 4371 

Ich habe noch eine Arie zur Operette [,Die ungleichen 
Hausgenossen*] gemacht. 

An Charl. v. Stein. — Br. 7, 204, 17. 

15 Mai 5, Ilmenau. — 8. 153, 7—27. 4372 

? November 26, [Rom.] — s. Nr. 2343 (3, 127). 4372a 

1787. 

? Februar 3, [Rom.] — s. Nr. 2344 (3, 127). 4372 b 

? Februar 6, Rom. — s. Nr. 2345 (3, 127). 4372c 

20 1789. 

[Vor Juni 24, Weimar?] — s. 2, 48, 11.» 4373 

Juli 4, Weimar. — s. Nr. 883 (2,48). 4373 a 

Juli 5, [Weimar.] — b. 2, 48, 20—22. 4373 b 

1802. 

25 ][Januar 18 ? Jena.] — s. 1, 7, 7. 4 4374 



1 'Vielleicht auf »Wilhelm Meisters Lehrjahre 4 bezüglich. 

2 Die 384, 27 f. genannten Dichtungen. 

8 Ob Goethe 1789 an der Vollendung der ,U. EL' gearbeitet hat, 
wissen wir nicht ; er selbst scheint das später geglaubt zu haben, 
80 denn in den »Tag- und Jahres-Heften' bespricht er die Dichtung 
nicht unter 1786 zusammen mit »Scherz, List und Rache*, son- 
dern unter 1789 (s. Nr. 4375), wohin er sie auch in der „Sum- 
marischen Jahresfolge" setzt (s. 1, 16, 21 f.). 

* Daselbst ist statt „[1789]" zu lesen „[1785/6]". 
Grif, Goethe Aber b. Dichtungen T. II, B. 4. 25 



386 DIE UNGLEICHEN HAUSGENOSSEN. 1819 

1819. 

] [Februar 14, Weimar.] 4375 

[Zu 1785— 1796.] * Ein Singspiel: ,Die ungleichen 
Hausgenossen', war schon ziemlich weit gediehen. 
Sieben handelnde Personen, 9 die aus Familienverhältnis, 5 
Wahl, Zufall, Gewohnheit auf Einem Schloß zusammen 
verweilten oder von Zeit zu Zeit sich daselbst ver- 
sammelten, waren deßhalb dem Ganzen vortheilhaft, 
weil sie die verschiedensten Charaktere bildeten, in 
Wollen und Können, Thun und Lassen völlig einander 10 
entgegen standen, entgegen wirkten und doch einander 
nicht los werden konnten. Arien, Lieder, mehrstimmige 
Partien daraus vertheilte ich nachher in meine lyrischen 
Sammlungen und machte dadurch jede Wiederaufnahme 
der Arbeit ganz unmöglich. 8 is 

Tag- und Jahres-Hefte, 1789. — W. 35, 12, 1—14. 



1 Daß Goethe hier nicht nur von 1789 spricht, sondern auch von 
den Jahren 1785 — 1789, beweist das unmittelbar Vorhergehende, 
das, als hierher gehörig, 3, 143, 12 — 15 nachzulesen ist. 

* Vgl 140, 27 f. 141, 7 f. 20 

8 Statt der Worte „vertheilte ich" (Z. 13) bis „unmöglich" hat 
eine Handschrift: „worden hie und da untergesteokt, und 
jede Wiederaufnahme der Arbeit verkümmert" (W. 35,283). 
Unter seine Lyrika hatte Goethe aufgenommen: 

1. 1789 aus Act II die Arie der Baronesse „Ach, wer bringt 26 
die schönen Tage" (W. 12, 403), unter dem Titel »Erster Verlust' 
in die „Erste Sammlung" seiner „Vermischten Gedichte" 
(.Schriften* 8, 113; vgL W. 1,56). 

2. 1800 ans Aot IV fünf Strophen (W. 12, 4121), unter dem 
Titel »Antworten bei einem gesellschaftlichen Fragespiel' in die so 
Abtheilung „Lieder" seiner »Neuen Schriften' 7, 23 — 25 (vorher 
in Schillers Musen-Almanach für das Jahr 1796 S. 95 — 97; vgl 
W. 1, 37 f.). 

3. 1800 ans Act I Vers 1—10. 37—46. 192—201. 270—279 
(W. 12, 225 f. 233. 236), unter dem Titel »Verschiedene Emp- 35 
findungen an Einem Platze' in der Abtheilung „Lieder" seiner 
»Neuen Schriften' 7, 26—28 (vorher in Schillers Musen-Almanach 
für das Jahr 1796 S. 40—42; vgL W. 1, 39f.). 

Daß gewiß nicht, wie Goethe hier behauptet, die Ausführung 



1819 DIE UNGLEICHEN HAUSGENOSSEN. 387 

März [Anfang], Weimar. — s. 1, 16, 21 f.* 4376 

1831. 

Juni 7, Weimar. — s. Nr. 260 (1, 166t). 4376a 



des Singspiels dadaroh „ganz unmöglich" wurde, weil er ein 
5 paar Strophen aus ihm in seine lyrischen Samminngen auf- 
genommen hatte, sondern daß umgekehrt, weil die Vollendung 
de3 Singspiels (wahrscheinlich aus Mangel an einem geeigneten 
Componisten) unterblieb, Goethe einiges aus ihm in seine Lyrika 
einreihte, hat Theodor Matthias mit Recht betont (Goethes 
10 Werke, hsg. von Karl Heinemann, 20,209). 
* VgL 386, 32f . 




26* 



Das Unglück der Jaeobis. 



HandttchrijUn: sind nicht bekannt. 
Drucke: sind nicht vorhanden. 



1778. 

> October [10 oder 11], Frankfurt. — s. 3, 1, 31—2, 4. 4377 s 

1774. 

*[Mai Anfang, Prankfurt.] 4378 

[Nr. 2081 (3, 4—6).] 

Tante. Haben Sie, seit ich zu Düsseldorf war, 8 nicht 

1 — 1772 letztes Viertel: Zeit der Entstehung, vgl. 389, 2ö f . 36 und 10 
als sachlich dahin gehörig Nr. 343. 844. 848. 849 (1, 190—192. 
440. 442t), sowie 1, 146. 16—147, 12. 

* — März 6, 3. H. VoB an Brückner: „Hast Du seinen .Prolog' 
eu Bahrdte Übersetzung de« Neuen Testaments gelesen I Er 
hat noch welohe für Wieland [.Götter, Helden und Wieland'] is 
und Jacobi [,Das Unglück der Jaeobis'] liegen, die er auch bei 
Gelegenheit will drucken lausen" (VoB 1, 157). 

— Aprü 4,J.H. VoB an Miller ; „Klopetock will gern Goethens 
Prolog gegen Wieland [.Götter, Helden und Wieland'] undJacobi 
[,Das Unglück der Jaeobis'] sehen. Sie dürfen's ihm schreiben, 10 
Herr Boie, daß es Klopstock will" (,1m Neuen Reich' 1874, 
2, 341 1 der Anfang des Briefes, der die Überschrift trägt „An 
den Bund" steht in den Briefen von VoB 2, 8Sf.). Vgl. Nr. 3772. 

— ]Aprü 23, Höpfner an Raspe: „Als ich das letzte Mal bei 
dem Manne [Goethe] in Frankfurt logirte, . . las er mir ein » 
angefangenes exoellentes Ding vor, ,das Unglück der Jaeobis'. 
Wann es fertig ist, sollen Sie es auch haben. Die beiden Jacobi 
werden darin Wacker gepeitscht. Goethe und Merck speien vor 
den Kerls aus, so wie wir" (Weimarisches Jahrbuch 3, 68f.). 

' 1773 September bis 1774 März Ende oder April Anfang hatte M 
Johanna Fahimer in Düsseldorf bei Jaeobis gelebt. 



1774 DAS UNGLÜCK DER JACOBIS. 389 

[Mal Anfang, Frankfurt] [4878] 

sonst noch etwas Hübsches im Genre des Götter-Gesprächs 
[,Götter, Helden und Wieland'] componirt? 

Goethe. Nichts, liebe Tante. Den , Satyr os*. Nun, 
s der war schon vor Ihrer Abreise fertig. 

Tante. Gar nichts? Ein dergleichen freundschaftliches 
Drama (sie kuckte ihm gerade in die Augen). Sie sind 
aufrichtig, Goethe! Darum müssen Sie mir's gestehen. 

Goethe. Das will ich. Ja, liebe Tante; fragen Sie nur! 

10 Tante. ,Das Unglück der J***'? 

Goethe. Ja, das ist wahr. Aber schon lange, ehe 
ich sie 1 noch alle kannte; es war bloß auf Anekdoten, 
auf Wischwaschereien gebaut, alles von Hörensagen. 
Ihr alle seid lächerlich mitgespielt. Sie auch, Tante. 9 
16 Niemand als die L. R., 8 Merck und der Dechant [Dumeix] 
haben' s gelesen; und niemand mehr in der Welt soll 
es auch zu hören und zu sehen bekommen; 4 es soll 
nie wieder an das Licht riechen. — Es ist auch nicht 
einmal ausgemacht, — gilt nicht mehr. 

20 Tante. Aber ich doch muß es hören? 

Goethe. Liebe Tante, das kann unmöglich sein. Ver- 
langen Sie es nicht 

Nach Hin- und Wieder-Reden wurde es klar, wer der 

Held darin sei, 5 und was den Anlaß dazu gegeben hatte. 

25 Es wurde gleich nachher, als Goethe und Merck von 

Coblenz zurückkamen, 6 geschrieben Wir hatten 



1 d. h. die Jacobis, zu denen auch Johanna Fahimer gehörte (die 
Änderung in „Sie", Gespräche 1, 30 und W. 38, 421, scheint mir 
aber unnöthig). 

80 * Vgl 390, 16—22. 

8 W. y. Biedermann (Gespräche 1, 30) und Erich Schmidt (W. 38, 421) 
ergänzen „La- Roche", Düntzer (GJ. 3, 364) „Lisette Runkel". 

* Vgl Nr. 3772. 

* F. H. Jacobi, vgl 390, 13—16. 
8f • 1772 September 2. Hälfte. 



390 DAS UNGLÜCK DER JACOBI8. 1774 

[M*l Anfang, Frankfurt.] [4578] 

großen Spaß und Gelachter über das Ding, wie und 
wohin er mich schief und über Eck gestellt hatte 
u. dgl. 

Mit Johanna Fahimer. — Gespräche 1, 291 (Auszog aus 5 
einem Briefe Johanna Fahimers an F. H. Jacobi, von 
diesem brieflieh, 1774 Juni 8 (?), an Wieland mitgetheilt, 
GJ. 2, 382f.). 

?Mai 28, Frankfurt. — s. Nr. 3772. 4378a 

?] Juni 1, [Frankfurt.] — s. Nr. 3772 a. 4378 b 10 

Juni 4, [Frankfurt.] — s. 3, 8, 21— 24. 1 4379 

][Deeember 11. 12, Frankfurt, oder 13. 14, Mainz.] 4380 

Den ältesten Jacobi liebt er über alles. . . . Indessen 
hat er eine Schrift auf ihn gemacht, die er mir ver- 
sichert, daß es das Böste seie, was er in dieser Art is 
gemacht habe. Sogar ein Frauenzimmer in Frankfurt, 
das mit Jacobi liirt ist, 2 hat er hinein gebracht. 
Sie hat ihn bei allem beschworen, ihr die Schrift 
lesen zu lassen, und betheuert, daß sie nichts übel 
empfinden wolle. Er hat ihr aber geradezu versichert, so 
daß es unmöglich sei, daß irgend ein Frauenzimmer 
in der Welt die Stellen nicht übel empfinden sollte. 
Nun wartet er, bis Jacobi nach Frankfurt kommt; 
dem muß er es vorlesen, und dann will er es zer- 
reißen. 8 16 

Mit Knebel — Knebel an Bertueh, 1774 Deeember 23 
(Deutsche Rundschau 1877, 12, 519 und W. 38, 421 ; fehlt in 
den »Gesprächen 4 ). 

] [Deeember 13. 14, Mainz.] — s. Nr. 2088a (3, 10). 4381 



1 — ?][Juni 8?] 9 F. H. Jacobi an Wieland: „Nächsten Posttag so 
schreibe ich Ihnen mehr von Goethe, . . er ist und bleibt ein 
zügelloser unbändiger Mensch. Sie sollen das Pasquill, das er, 
unter dem Titul" (GJ. 2, 379) ; das Übrige des Satzes ist nicht 
bekannt (wegen des Datums vgL GJ. 5, 352). 

* Johanna Fahimer, vgl 389, 14. 35 

8 F. H. Jacobi besuchte im Januar 1775 Goethen in Frankfurt. 



1813 DAS UNGLÜCK DER JACOBIS. 391 

1813. 

] [April, Weimar, Mai, Juni, Teplitz.] — 4381 a 

s. Nr. 343 (1, 190-102). 

1816. 

6 ][Deoember 207 Weimar.] — g. Nr. 844 (1, 440). 4381b 

1819. . 

][Februar 14, Weimar.] — 8. 1, 146, 16—147, 12. 4381 o 

1881. 

September 16, Weimar. — s. Nr. 848 (1,442). 4381 d 

10 ][Naeh September 16, Weimar.] — s. Nr. 849 (l,442f.). 4381 e 




Die Vögel. 



Handschriften: Die zum größten Theil von Luise v. Göchhausen 
geschriebene Urhandsohrift (vgL 394, 9. 395, 12. 396, 2f . 14. 22. 
398, 19 f. 400, 12) ist nicht bekannt, sondern nur: 

1. Das Ganze, ohne Personen- Verzeichnis, Abschrift von 5 
Schreiberhand, mit eigenhändigen Verbesserungen, unter dem 
Titel ,Die Vögel. Erster Akt. 1780«. Von Goethe dem 
Prinzen August von Gotha geschenkt (vgl. Nr. 4407) ; im 
Besitz der Herzoglichen Bibliothek zu Gotha (Signatur : Chart. 
B. 1304). Der Nr. 4407 enthaltende Brief und noch ein 10 
anderer Brief Goethes an jden Prinzen August sind der 
Handschrift vorgebunden. 

2. Das Ganze, Abschrift von Schreiberhand, unter dem 
Titel »Die Vögel. Nach dem Aristophanes. Erster Act'; 
bildet einen Theil des Ersten Heftes von ,Goethens Un- 15 
gedruckten Schriften«, das die Herzogin Anna Amalia 1782 
October 24 von Goethe als Geschenk zu ihrem Geburtstag 
erhielt. Im Goethe- und Schiller-Archiv. 

3. Der Epilog, noch nicht in Verse abgetheilt, in dem von 
Philipp Seidel geschriebenen Original von Goethes Brief an 20 
Merck 1780 Juli 3 (s. Nr. 4393), mit eigenhändigen Ver- 
besserungen. Im Goethe- und Schiller-Archiv. 

Erster Druck: 1787, Schriften 4, 221—284, unter dem Titel ,Die 
Vögel Nach dem Aristophanes'. Es fehlen hier, ebenso in 
Druck 2 — 4, durch Versehen des Setzers und Correotors die 25 
Worte „Vierter Vogel" bis „was seht ihr?" (W. 17, 109, 
28—110,2). 

Der selbe Druck erschien gleichzeitig selbstständig, ohne 
die Bogennorm „Goethe's W. 4. Bd.", unter dem Titel »Die 
Vögel. Nach dem Aristophanes. Von Goethe. Achte Aus- so 
gäbe. Leipzig, bey Georg Joachim Göschen, 1787*. 

Nicht auf Druck 1, sondern auf Göschens unrechtmäßigem 



1778 DIE VÖGEL. 393 

[Enter Druck.] 

Nachdruck 1787, in der vierbändigen Ausgabe von ,Goethe's 
Schriften« 2, 439—484, beruht Druck 2. 
Zweiter Druck: 1808, Werke Cotta 1 9, 215—256; Titel wie in 

5 Druck 1. Vgl. 392, 24—27. 

Dritter Druck: 1817, Werke Cotta* 10, 79—120; Titel wie in 

Druck 1. VgL 392, 24—27. 
Vierter Druck: 1828, Werke Cotta» 14, 77—117; Titel wie in 
Druck 1. VgL 392, 24—27. 

10 1880 erschien ein genauer Abdruck der 392, 5 — 12 ge- 

nannten Handsohrift unter dem Titel »Die Vögel von Goethe. 
In der ursprünglichen Gestalt herausgegeben von Wilhelm 
Arndt. Leipzig, Verlag von Veit & Comp. 1886«. (Hier 
8. 43 zum ersten Mala die 392, 24 — 27 genannte Stelle.) 

iß Weimarer Ausgabe: 1894, W. 17,75—116 und 354—362; Titel wie 
in Druck 1, Stellung wie in Druck 4 (vgL Tabelle 3). — 
VgL GJ. 16, 267. 

Aufführung: 1780 August 18 in Ettenbnig (vgl. aber 400,29—85). 



1778. 

so ? Februar 15, Weimar (Gartenhäusohen). 4382 

Zu Hause früh Aristophanes studirt. 1 
Tgb. 1, 62, 15. 

? December 8, Weimar (Gartenhäusohen). 4383 

[Abends] Hatte Lust zu nichts. . . . Aristophanes; 

25 konnte mich des Schlafs nicht erwehren. 9 
Tgb. 1, 73, 1—3. 



1 Die , Vögel' ? Nach 394, 34 f. 395, 22 scheint es, ab habe Goethe 
sich schon geraume Zeit vor der Niederschrift seines eigenen 
Stückes mit einer Übersetzung und Bearbeitung von dem des 
so Aristophanes beschäftigt. VgL Nr. 4383 und den Z. 10 — 14 ge- 
nannten Druck S. Xlllf. 
* VgL Nr. 4382. 

— [1779] Juli 26, Luise v. Göchhausen an Merok, s. 1, 200, 
34 — 38; daß die Angabe über ,Die Vögel' nicht richtig sein 
85 kann, beweist 394, 9 — 13, es sei denn, daß darunter eine Über- 
setzung (etwa die Z. 29 f. vermuthete Bearbeitung Goethes) 
von des Aristophanes Dichtung -zu verstehen wäre, wozu der 
Ausdruck 394, 13 „ioh will ,die Vögel* nehmen, . ." auch ganz 
wohl passen würde. (Oder ist die Jahreszahl unrichtig ergänzt ?) 



394 DIE VOGEL. 1780 

1780. 

? April 3, Weimar. — s. Nr. 365 (1,201). 1 4383a 

Mai 14, [Weimar.] — s. 1, 201, 15—202, 3. 4383b 

]Juni 14, [Weimar, Gartenhäuschen.] 4384 

Oeser ist hier und gar gut, . . Er will in Ettersburg 5 
eine Decoration malen, und ich soll ein Stück machen. 
Diese Woche hab' ich noch zu thun; wenn es von Sonn- 
abend [Juni 17] über den Sonntag fertig werden kann, 
so mag's gehn, ich will's der Göchhausen dictiren,* und, 
wie ich' s im Kopf habe, soll's in zwölf Stunden inchi- 10 
sive Essen und Trinken fertig sein. Wenn's nur so 
geschwind gelernt und die Leute in's Leben gebracht 
wären; ich will ,die Vögel' nehmen, 8 eigentlich nur 
die obersten Spitzen oder den Rahm abschöpfen, denn 
es muß kurz sein. So kommt noch die Thorheit und is 
macht uns neu zu schaffen. Thut nichts, es bringt 
doch die Menschen zusammen, unterhalt den Prinzen 
[Constantin], dem eine große Rolle zugedacht ist/ und 
bringt ihn von Tiefurt weg. . . . 

. . . Wenn mein Stück fertig ist und ich kann's mög- 20 
lieh machen, lass' ich's abschreiben und schick's Ihnen. 5 
An CharL v. Stein. — Br. 4, 235, 18. 21—236, 10. 21—23. 



1 Vgl. 1, 201, 36—38. 

— April zwischen 4 und 15: Vgl 3, 268, 33—36 und Epos 
1, 286, 34—287, 19. 25 

» Vgl. 395, 12. 396, 2f. 14. 22. 398, 19 f. 400, 12. (Goethe schreibt 
„Jöohhausen", wie meist in diesen Jahren.) 

* Des Aristophanes; vgL Z. 34 f. 

4 Wahrscheinlich die Bolle des Hoffegut, den aber Einsiedel dar- 
stellte, vgl 398, 37 f. so 

6 — j un i 26, der Herzog Karl August an Knebel : „Er [Oeser] 
hat sich verbindlich gemacht, in dieser Zeit eine Decoration zu 
malen, und Goethe soll in eben dieser Zeit ein Stück dazu ver- 
fertigen ; er wird's thun und die angefangenen Aristophanischen 
»Vögel* dazu nehmen. Nichts wird diesem Stück vermuthlich 35 
fehlen als das AchevS. und Deine Person«' (Karl August-Knebel 
S. 14 f.) Da es nach Z. 9 und 13 so gut wie ausgeschlossen er- 



1780 DIE VÖGEL. 395 

Juni 22, Weimar (Gartenhäuschen). 4385 

[Vor Juni 22.] * ... ich fing an, die , Vögel' zu 
schreiben. . . . 
[Juni] 22. . . . Abends die , Vögel* in Ordnung gebracht. 
5 Tgb. 1, 119, 23f. 120, 17. 

]Juni [24 und] 26, [Weimar, Gartenhauschen.] 4386 

[24.] Oeser hat mancherlei Gutes in Bewegung gesetzt. 9 

Der erste Act der , Vögel* ist bald fertig. Ich wollte, 

Sie könnten an Platitüden so eine Freude haben wie 

10 ich, das Stück würde Sie herzlich zu lachen machen. 

26. . . Gestern [Juni 25] war ich in Ettersburg und 
dictirte der Göchhausen 8 mit dem lebhaftesten Muth- 
willen an unsern , Vögeln', die Nachricht von Feuer in 
Groß-Brembach jagte mich fort, . . 
16 An Chart v. Stein. — Br. 4, 238, 20—23. 239, 6—9. 

Juni 24, [Weimar, Gartenhauschen.] 4387 

Oeser ist hier und hat viel Gutes veranlaßt; 4 alle 
Künste, in denen wir sachte des Jahrs fortklempern, 
hat er wieder um einige Grade weiter gerückt. . . . Die 
20 Theater-Malerei hat er sehr verbessert, Farben und 
Methoden angegeben pp. Den ersten Act der ,Vögel', 
aber ganz neu, 6 werden wir eh'stens in Ettersburg geben. 
Sobald er fertig ist, schick' ich eine Abschrift an Dich, 
er ist voller Muthwillen, Ausgelassenheit und Thorheit. 

25 An Knebel. — Br. 4, 242, 3—14. 



scheint, daß Goethe etwa schon Juni 14 oder 15 mit der Nieder- 
schrift begonnen habe, also hierauf der Ausdruck des Herzogs 
„die angefangenen" sich Dicht beziehen kann, gewinnt die 
393,27 — 30 ausgesprochene Vermuthung an Wahrscheinlichkeit. 
80 — Juni zwischen 17 und 22: Vgl 394, 8. 

— Juni 18: Goethe dictirt dem FrL v. Göchhausen, vgl 396, 14. 
1 Vgl. 394, 8. 

* Vgl Z. 17—21. 

» VgL die Klammer 394, 26 f. 
85 * VgL Z. 7. 

* VgL 394, 34f. 397, 8f. 



396 DIE VOGEL. 1780 • 

Juni 25, Weimar (Gartenhäuschen). 4388 

[Vormittags] . . nach Ettersburg. . . . nach Tisch dic- 
tirte ich [dem Frl. von] .Göchhausen an den /Vögeln* 
sehr lebhaft 1 und sprach viel dazwischen über alle 
Kunst. Ward Feuer-Lärm, ritt nach Groß-Brembach . .• 6 
Tgb. 1, 120, 23. 26—121, 1. 

Juni 28, [Weimar, Gartenhäusehen.] 4389 

Unsre , Vögel* rücken vor. 

An CharL v. Stein. — Br. 4, 244, 4. 

Juni 30, Weimar (Gartenhäusohen). 4390 10 

An Masken zu den , Vögeln* arbeiten Schumann und 
Mieding mit aller Kunst. ... 

. . . Einige Vorfälle und die Lust mit den »Vögeln', 
die ich immer Sonntags der Göchhausen dictirt habe, 8 

sind gute Sterne in der Dämmrung geworden. 4 is 

An CharL v. Stein. — Br. 4, 245, 4—6. 28—246, 3. 

Juni 30 oder Juli 1, Weimar (Gartenhäusehen). 4391 

[Zwischen Juni 26 und Juli 1.] Wolf componirte das 

Chor zu den »Vögeln* p. 

Tgb. 1, 121, 16 t 20 

Juli 2, Weimar (Gartenhäuschen). 4392 

In Ettersburg, an den , Vögeln* dictirt, 6 . . 
Tgb. 1, 121, 20. 

Juli 3, [Weimar, Gartenhäusohen.] 4393 

In Ettersburg wird elektrisirt, und Anstalten zu neuen 26 
wunderseltsamen Schauspielen werden gemacht. 6 . . . 
Weil noch so viel Platz übrig ist, will ich Dir von 



* Vgl. 395, 11—14. 

» — Juni 26: s. 395, 11—14 (Nr. 4386 sollte nach Nr. 4388 stehen). 
8 Juni 18 und 25 (vgl Z. 2f. und 395, 2f. 11 f.); auoh Juli 2 und so 

23 waren wieder Sonntage, vgl Nr. 4392. 4396. 
4 In der Goethe während der Abwesenheit der Adressatin lebte 

(vgl. Nr. 4394). 
Zu dem Ausdruck „heim Lippen [Bookzipfel?] zu kriegen" 

(Br. 4, 244, 25) vgl den 393, 10—14 genannten Druck S. Vit 35 

* Dem FrL y. Goohhausen, vgl. Z. 14. 30 f. 

* Vgl Z. 11 f. 



1780 DIE VOGEL. 397 

[Jali 3, Weimar, GartenhAtucheii.] [4808] 

unsern neusten Theater-Nachrichten etwas Ausführlichere 
mittheilen. 

In etwa 14 Tagen 
5 wird auf dem Ettersburger Theater 

vorgestellet werden: 

der Vögel, 

eines Lustspiels nach dem Griechischen und 

nicht nach dem Griechischen, 

io Erster Act, 

welcher für sich ein angenehmes Ganze ausmachen 

soll. 
Hiernach wird ein Epilogus von M. Schröter gehalten 

werden, wie folgt: 
15 1 ,,Der erste, der den Inhalt dieses Stücks nach seiner 
Weise aufs Theater brachte, war Aristophanes, der 
Ungezogne. 9 Wenn unser Dichter, dem nichts angelegner 
ist, als euch ein Stündchen Lust und etwa auch Be- 
herzigimg nach seiner Weise zu verschaffen, in ein- 
20 und anderem gesündiget, so bittet er durch meinen 
Mund euch allerseits um Verzeihung. Denn, wie ihr 
billig seid, so werdet ihr erwägen, daß von Athen nach 
Ettersburg mit einem Salto mortale nur zu gelangen 
war. Auch ist er sich bewußt, mit so viel Gutmüthig- 
26 keit und Ehrbarkeit des alten declarirten Bösewichts 
verrufne Spaße hier eingeführt zu haben, daß er eures 
Beifalls sich schmeicheln darf. Auch bitten wir euch, 
zu bedenken, denn etwas Denken ist dem Menschen 
immer nütze, daß mit dem Scherz es wie mit Wunden 
so ist, die niemals nach so ganz gemessnem Maß und rein- 
lich abgezogenem Gewicht gegeben werden. Wir haben, 
nur gar kurz gefaßt, den Eingang dfes ganzen Werks 
zur Probe hier demüthig vorgestellt; sind aber auch 



i Wegen des hier folgenden, spater in Verse geschnittenen Epilogs 
86 vgl. 392, 19—22 und W. 17, 362. 

8 Spater: „der ungezogne | Liebling der Grazien". 



398 DIE VOGEL. 1780 

[Juli 8, Weimar, Gartenh&uschen.] [4898] 

erbötig, wenn es gef allen hat, den weiteren weitläufigen 
Erfolg von dieser wunderbaren, doch wahrhaften Ge- 
schichte nach unsrer besten Möge 1 vorzutragen." 

An Merck. — Br. 4, 248, 10 f. 19—249, 28. 5 

Juli 3, [Weimar.] 4394 

Der erste Act der »Vögel* ist nahe fertig, dazu hat 
Ihre Abwesenheit geholfen. Denn so lang Sie da sind, 
lass' ich mir' s in unbeschäftigten Stunden so wohl sein 
und erzähle Ihnen . . und wenn Sie nicht da sind, hab' 10 
ich niemand, dem ich so viel sagen kann, da muß es 

einen andren Ausweg suchen. 3 

An CharL v. Stein. — Br. 4, 260, 16—23. 

? Juli 5, Weimar (Gartenhäuschen). 4395 

Nachmittag sah ich der Ballet-Probe zu. 8 is 

Tgb. 1, 122, 2. 

][Juli 23, Ettersburg.] 4396 

Nun sind die Steine der Fräulein Thusnelde [v. Goch- 
hausen] in Ordnung gebracht, und es wird noch wenig 
dictirt werden, 4 . . Gestern Abend wurde noch Scapin 20 
und Fiarrot anprobirt, 6 und ich gefiel mir selbst sehr 
wohl, ob gleich von außen Einsiedel mehr Beifall er- 
hielt. Wir wollen sehn, ob wir die Leute betrügen 
können, daß sie glauben, als sah' es bei uns sca- 
pinisch aus. 25 

An CharL v. Stein. — Br. 4, 266, 21—267, 8. 



1 Später: „nach unsern besten Kräften". 
8 Vgl 396, 16. 32. 

* Tanz der auf Hoffegut und Treufreund eindringenden Vogel- 
sohaar? Vgl Goethes Tagebücher S. 201. so 

— Juli 6: die Herzogin Anna Amalia an Merck (Merck 1, 266). 

— Juli 14: Goethes Mutter an die Herzogin Anna Amalia 
(Briefe der FRGoethe 1, 82). 

— Juli 16: Vgl 400, 12. 42. 

— Juli 22: Vgl. Z. 20. 85 
4 An den »Vögeln«, vgl 400, 12. 42. 

6 Als Scapin trat Goethe in der Rolle Treufreunds auf, als Pierrot 
Einsiedel in der Rolle Hoffeguts. 



1780 DIE VOGEL. 399 

Juli 28, [Weimar, Gartenhäuschen.] 4397 

Der erste Act meiner , Vögel* ist fertig und wird 
nächstens aufgeführt. 1 

An Knebel — Br. 4, 262, 17 f. 
5 August 13, [Weimar, Gartenhäuschen.] 4398 

Deine glückliche Reise freut mich sehr; 9 . . . Ich bin 
der alte Hoffer 8 und hoffe immer, es soll auch mit 

Dir gut gehen heut werden meine , Vögel* pro- 

birt. Du findst sie in Frankfurt, 4 wo Du nun doch 
10 durch mußt. 

An KnebeL — Br. 4, 269, 3. 6—8. 16—18. 
August 14, [Weimar, Gartenhäuschen.] 4399 

Ich ersuche Sie um die , Vögel', die ich meiner Mutter 
schicken will. 6 
15 An Chart v. Stein. — Br. 4, 269, 20f. 

August 15, [Weimar, Gartenhäusehen.] 4400 

Der Herzog wünscht die , Vögel* zu Ende dieser Woche, 
da gibt's noch was zu treiben. 

An CharL v. Stein. — Br. 4, 270, 6—8. 
20 ] [August 17, Weimar, Gartenhäuschen.] 4401 

Ich . . hab' heute, da diesen Abend Hauptprobe ist, 6 
eine Menge zu schaffen; auch um 10 noch Privat-Probe 
mit den Misels, 7 . . 

An CharL v. Stein. — Br. 4, 270, 17—271, 2. 

25 * — Juli 30: Vgl 400, 12. 42. 

— ] [August 5f] Der Herzog Karl August an CharL v. Stein 
(G. -Stein 1, 244) ; darnaoh scheint Goethe am Abend dieses Tages 
dem Herzog, Frau v. Stein und Frl. v. Waldner im „Kloster 4 * 
im Weimarer Park das bis dahin Vollendete vorgelesen zu haben. 

80 * Auf dieser Reise machte Knebel bei F. H. Jacobi im September 
Mittheilungen über die ,V.% vgL den 401, 25 genannten Brief. 
Daß Knebel bei Jacobi Goethes ,Iphigenie', von der er eine 
Abschrift mit sich führte (vgl 3, 168, 12 f.), vorgelesen hat, wäre 
3, 168 zwischen Z. 32 und 33 zu erwähnen gewesen; vgL Jacobis 

86 Nachlaß 1, 40. 

* Anspielung auf Hoffegut? 

* Bei Goethes Mutter, vgL Nr. 4399. 4405. 
6 VgL Z. 9. 37 und Nr. 4405. 

* VgL 400, 3. 15. 

40 7 Jedenfalls jungen Mädchen, die im Chor der Vögel mitwirkten. 



400 DIE VÖGEL. 1780 

][Augußt 18, Weimar.] - 4402 

Noch einen Abschied von dem Theateistübchen aus. 

Es ist ganz gut gegangen, 1 und ich denke, es soll toll 

genug weiden; wenn nur die Hitze nicht wäre, die über 

den Spaß geht. s 

An Chart, v. Stein. — Br. 4, 272, 1—4. 

][August 18, Ettersburg.] 4403 

Ein Wort Gute Nacht in größter Eile . . Die Komödie 
ist gut gegangen. 8 

An CharL v. Stein. — Br. 4, 272, 7—9. io 

] [August zwischen 19 u. 23, Weimar; Gartenhäuschen.] 8 4404 

[Juli nach 14.] Schrieb ich Sonntags 4 an den , Vögeln* 

[August] 18. Die »Vögel* in Ettersburg gespielt. 5 
Tgb. 1,122, 23 f. 123,4. 



1 Bei der Hauptprobe, vgl. Nr. 4401 (das „Theaterstübchen" war is 
wohl eins der drei kleinen Zimmer in dem 1779 erbauten, An- 
fang 1780 eröffneten, neuen Redoutenhause, vgl. Pasquö 1, 32). 

9 Wegen der Besetzung der beiden Hauptrollen vgl 398, 37 f.; 
wer den Schuhu und den Papagei darstellte, wissen wir nicht, 
an den Prinzen Constantin (vgl. 394, 18. 29) ist wohl kaum zu 20 
denken. Den Epilog sprach Corona Schröter (vgl 397, 13), 
die vermuthlich auch den Gesang der Nachtigall und der Lerche 
hinter der Scene nachgeahmt haben wird. Die Darsteller des 
Vogel-Chors waren „in natürlichen Vogelfederschmuck gekleidet 
. . Die Köpfe konnten frei bewegt werden, ebenso geschah die 26 
Hebung der Flügel und der Schwänze. Der Schuhu und die 
Eule [Papagei?] konnten sogar die Augen rollen lassen. Die 
Stimmen waren deutlich vernehmbar" (A. Peuoer in Weimars 
Album S. 68). Vgl 401, 22, Nr. 4424 und Merck 1, 259. — Wie 
oft und wann die Aufführung wiederholt worden ist, wissen so 
wir nicht; daß Wiederholungen Statt gefunden haben, macht 
der Kosten-Aufwand und der große Beifall, den die Dichtung 
fand, wahrscheinlich, auch Goethes Ausdruck „oft zum Besten 
gehabt 4 ' (407, 2 f.) spricht dafür, wenn er auoh vielleicht nicht 
gerade wörtlich zu nehmen sein mag. 35 

8 Von Ettersburg kehrte Goethe August 19 Abends zurück (vgl. 
Br. 4, 272, 12 f. 273, 5 f.); die regelmäßigen Tagebuch-Vermerke 
beginnen erst am 23., an welchem Tage Goethe naoh traglich 
die Notizen über Juli 15 bis August 23 niedergeschrieben zu 
haben scheint (naoh Düntzer: Goethes Tagebücher S. 203 geschah 40 
der Nachtrag August 18). 

4 Das wäre Juli 16. 23 und 30, vgl 398, 19 f. (auch 396, 14. 30 f.). 

* Vgl. Nr. 4403. 



1780 DIE VÖGEL. 401 

October 11, Weimar (Gartenhäuschen). 4405 

. . besuche die Mutter einmal, sie hat etwas für Dich, 
das Du lesen sollst, wenn Du's nicht schon gesehen 
hast: die , Vögel'. 1 

5 An Merck. — Br. 4, 312, 24—26. 

Deoember 11, [Kötechau.] — s. 3, 169, 9. 4406 

1781. 

April 2, Weimar (Gartenhäuschen). 4407 

Hier folgen indeß die , Vögel*. * Es ist freilich nur 
10 der erste Act, und die übrigen sind noch in Petto; 
vielleicht lockt die nächste Jahrszeit des Gefieders auch 
diese merkwürdigen Geschichten hervor. 8 

An d. Prinzen August v. Gotha. — Br. 5, 103, 18—21. 

1782. 

16 ] [Februar oder März 1. Hälfte, Weimar.] — 8. 1, 417, 14 f. 4407 a 

Juli 16, Weimar. 4408 

Lieber Bruder, es geht mir wie dem Treufreund in 

meinen »Vögeln*, mir wird ein Stück des Reichs nach 

dem andern auf einem Spaziergang übertragen. * 

20 An Merck. — Br. 6, 7, lö — 17. 

? Juli 17, Weimar. — g. 2, 618, 2— 9.* 4409 



— August 26, Wieland an Merck: über die Aufführung 
(Merck 1, 259). 
1 Vgl 399, 9. 13 f. 
25 — October 24: F. H. Jaoobi an Heinse (Jaoobis Naohlaß 1, 40 f.) ; 

vgl 399, 30 f., sowie GJ. 4, 354, den 393, 10—14 genannten Druck 
S. XIV f. und besonders Morris 1, 292—309. 
8 Die 392, 5—12 genannte Handschrift 

* — Mai [1. Hälfte]: Tobler an Lavater (SdGG. 16, 356, 29f.). 
so — August 28: VgL 2, 36, 10—24. 

4 Im Juni war Goethen an Stelle des bisherigen Kammerpräsidenten 
J. A. A. v. Kalb die Leitung der Herzoglichen Kammer über- 
tragen worden (vgL Br. 6, 16, 3—20). 

* __ October 24: Vgl. 392, 16 f. 

36 — November 8: Die Herzogin Anna Amalia an Knebel (Knebels 
Naohlaß I 1, 192); vgl. 392, 13—18. 
Grit, Goethe über ■. Dichtungen T. II, B. 4. 26 



402 DIE VOGEL. 1786 

1786. 

Janaar 23, Weimar. — s. 1, 206, 15. 4410 

? Januar 26, Gotha. — s. Nr. 379 (1,207). 4410a 

][Juni 28, Weimar.] — s. 1, 104, 7. 4411 

Juli 6, Weimar. — s. Nr 146 (1, 104).* 4411a 6 

August 22, [Karlsbad] — s. 3, 177, 7f. 4412 

August 27, [Karlsbad.] — s. Nr. 277 (1, 165).* 4412a 

] August 30, [Karlsbad.] 4413 

Die Asseburg 8 hat im Namen der , Vögel*, als Papagei, 

eine recht artige Gratulation gemacht, die einen guten io 

Ton hat und überhaupt wohl gerathen ist. 4 

[— Nr. 278 (1,165).] 

An CharL v. Stein. — Br. 8, 9, 20—23. 
September 1, [Karlsbad.] — s. Nr. 279 (1, 166). 4413a 

September 2, j g^^ _ 8 j 105> g^ g^^ UIZK » 
September *,) 

] [September 2, Karlsbad.] — s. Nr. 281 (1, 166 f.). 6 4413d 

September 13, Maloesine. 4414 

Die Lust, Dir das Schloß zu zeichnen, . . hatte mir 

übel bekommen können. Die Einwohner fanden es ver- so 



— 17830ctober 9: Vogel bestätigt den Empfang von 22 Groschen 
6 Pfennigen für 15 Bogen Abschrift „Das Stück: Die Vögel*' 
(W. 21, 330). 

— 1784 zwischen Mai 27 und Juni 1: Während des Besuchs 
der Brüder Grafen zu Stolberg mit ihren Frauen in Weimar 25 
las Goethe die ,V.< vor, Tgl. F. L. zu Stolberg an Voß 1764 
Juni 2 (W. Herbst: J. H. Voß 2(1), 29). 

1 — Juli Ende — September, Karlsbad: Vgl. das sachlich hierher 
Gehörige 3, 214, 3—12. 

— August 21, Karlsbad: Goethe liest die ,V.' vor, vgl so 
3, 177, 71 

2 — August 28, Karlsbad: Vgl Nr. 4413, ferner das sachlich hier- 
her Gehörige 3, 214, 26—215, 2 und das „Collectiv8ohreiben M 
der Karlsbader Getreuen an den Herzog Karl August von Sep- 
tember 8 (SdGG. 2, 369). ss 

3 „Wahrscheinlich Henriette Johanna Sidonie v. d. Asseburg, geb. 
1757, oder Luise Sophie Helene, geb. 1759" (J. Wähle in G. -Stein 
2, 589 Anm. 4 zu S. 233). 

* Vgl 3, 214, 26—215, 2 und SdGG. 2, 369. 

* — September 8: Herder und Andere an den Herzog Karl August 40 
(SdGG. 2, 369). 



1786 DIB VÖGEL. 403 



[September 18, Haloesine.] [4414] 

dächtig, weil hier die Gränze ist und sich alles vorm 

Kaiser fürchtet. Sie thaten einen Anfall auf mich, ich 

habe aber den Treufreund köstlich gespielt, sie haran- 

5 guirt und sie bezaubert. Das Detail davon mündlich. 1 

Tagebuch für CharL v. Stein. — Tgb. 1, 186, 18—26. 

December 2, Rom. — b. 3, 185, 2—5. 4414 a 

December 16, Rom. — s. Nr. 150 (1, 106). 4414 b 

1787. 

io 2 Januar 13, Rom. — s. Nr. 2511 (3, 188).* 4414 c 

Januar 25, Rom. — s. Nr. 284 (1, 166). 4414 d 

Februar 17, Rom. — s. 3, 191, 7 f. 4414 e 

]Februar 17, [Rom.] — s. Nr. 287 (1, 166). 4414f 

Februar 20, Rom. — s. 1, 108, 19f. 109, 12—26. 4414g 



15 l Das „Detail" braohte Goethe in der »Italienischen Reise' unter 
September 14 (W. 30, 43—51); vgl. die sachlich hierher gehörige 
Nr. 4422. Noch an zwei Stellen der »Italienischen Reise' 
spielt Goethe auf das Ereigniß an, 1. unter September 16, Verona: 
„der gute Humor, womit ich meine Vögel abgefertigt hatte" 

so (W. 30,65, 2f.); 2. unter 1787 Mai 14, Seefahrt von Messina 
nach Neapel: „Ich trat vor sie hin und redete ihnen zu, mit 
ungefähr eben so viel Gemütharuhe als den Vögeln von Maloe- 
sine" (W. 31, 230, 1—3). 

— ] [September 18, Verona: ] VgL die Anspielung in Goethes 
25 Brief an den Herzog Karl August (Epos 1,58, 26— 31); wie 

Goethe hier „aves" statt „Publicum" sagt, so „Vögel" in folgen- 
den Stellen seines Reisetagebuchs für CharL v. Stein: 

— September 19, Vicenza: „. . wenn man die Vögel belügt, 
ihnen Mährchen erzahlt, ihnen vom Tag zum andren forthilft 

so etc., dann ist man ihr Mann" (Tgb. 1, 215, 2—5, vgl W. 30, 78, 
20—22), und: 

— September 20, Vicenza: „Wie sie [die erste Sängerin der 
Oper] auftritt, wird entsetzlich geklatscht, und die Vögel stellen 
sich oft für Freuden ganz ungebärdig, wenn sie etwas reoht gut 

85 macht, . . . 

. . . Ich spüre denn doch, daß ich zum Vogel verdorben bin" 
(Tgb. 1, 217, 3—11 ; vgL W. 30, 79, 23—80, 4). 
* — Januar 5: s. 197, 34—36. 
s — Januar 18: s. 197, 37 f. 
40 — Januar 21: s. 197, 39 f. 

26* 



404 



DIB VÖGEL. 



1787 



Februar 20, Rom. — s. Nr. 289 (1, 167). 
] Februar 24, [Rom.] — s. Nr. 290 (1, 167). 
März 16; Caserta. — - s. 3, 194, 17 f. 

April 13, Palermo. 



4414h 

44141 

4414k 

4415 



. . mein Geselle 1 ist ein excellenter Mensch, der wahre & 
Hoffegut, so wie ich redlich den Treufreund fortspiele. • 
Italienische Reise, Sicilien (unter obigem Datum). — W. 31, 

126, 8-10. 
Mai 25, Neapel. — s. Nr. 291 (1, 168).» 
Juli 14, Rom. — ß. Nr. 292 (1, 168). 
August 14, Rom. — s. Nr. 3731. 
August 15, Rom. — s. Nr. 159 (1, Ulf.). 4 
September 11, J _ Np 

September 22, J ' 

September 28, FrascatL — s. Nr. 296 (1, 169). 
Ootober 1, Frascati. — s. Nr. 164 (1,112). 
Ootober 5, Albano. — s. Nr. 165 (1, 112). 
Ootober 24, Rom. — s. Nr. 166 (1, 113). 
][Ootober 27, Rom.] — s. Nr. 297 (1, 169f.). 
Ootober 27, )„ . T -^ rt —^ „ _,_ Ä% 

October pi U } *»• ~ * Nr ' m *" (l ' 1TO) - 



Januar 25, Rom. 
Februar 9, Rom. 



1788. 

s. 1, 119, 8—10. 
s. 1, 121, 20—24. 



1789. 

Juni 22, Weimar. — s. 315, 20L 

1791. 

«Juli 4, Weimar. — s. Nr. 201 (1, 130f.). 

1797. 

Aumist 21, Frankfurt — s. Nr. 206 (1, 133). 



4415 a 
4415 b io 
4415o 
4415 d 

4415 e. f 

4415g 15 
4415h 

4415 i 
4415 k 

44151 

20 

4415m. n 



4415o 
4415 p 



26 



4415 q 



4415 r 



4415s 30 



i Goethes Reisegefährte Kniep. 
» VgL 403, 4f. 17—36. 

— Mai 14: VgL 403, 20—23. 

3 — Juni 20: Göschen an Bertuch (GJ. 2, 403). 

4 — August 31: Knebel an seine Schwester (Knebel-Henriette 35 
S. 63 f.). 

6 — März 6: Herder an Knebel (Knebels Nachlaß I 2, 263). 



1805 DIE VOGEL. 405 

1805. 

Mai 1, Weimar. — 8. 1, 63, 18. 4416 

1806. 

Februar 24, Weimar. — s. Nr. 543 (1, 288). 4416 a 

5 Ootober 26, Weimar. — s. 1, 138, 6. 4417 

Ootober 27, j Weimar _ B Nr 218 ^ (1 138f } 4417|L b 

Deoember 8, J 

Deoember 9, Weimar. — s. 1, 139, 28—140, 3. 4417 o 

1807. 

10 Januar 23, Weimar. — 8. Nr. 223 (1, 140). 4417 d 

1808. 

August 7, Karlsbad. — s. Nr. 92 (1, 65). 4417 e 

1810. 

August 26, Teplitz. 4418 

15 [Nachmittags] . . mit Frau von Grotthuß. Dann kam 

Graf Clary. Vorlesung von den , Vögeln', dem Pagen 1 pp. 

Tgb. 4, 149, 26f. 
August 28, Teplitz. 4419 

Abends Graf Clary, Gräfin, Herzogin 8 Acerenza. Lec- 

20 türe. Die ,VögeK 8 
Tgb. 4, 150, 6— 8. 

1812. 

November 12, Jena. — s. 1, 10, 4. 4420 

1818. 

25 ] [November 29 oder Deoember 18, Weimar.] — 4420 a 

s. Nr. 2012 (2, 622). 

1814. 

][April 10, Weimar, oder Mai 14, Berka.] — 4421 

s. 3, 214, 3—215, 2. 



so i Die Ballade .Wirkung in die Ferne' ? 
8 Die Handschrift hat „Herz.« 
8 Riemers Tagebuch vermerkt gleichzeitig: „Abends zu Frau 

von Eybenberg, wo Goethe. Las Goethe die »Vögel* vor" 

(Deutsche Revue 12 (4), 43). 



406 DIE VOGEL. 1814 

] [April 10, Weimar, oder Mai 14, Berka.] 4422 

[Zu 1786 September 13, Malcesine.] 1 Im Schloßhofe 
setzte ich mich dem alten, auf und in den Felsen ge- 
bauten Thurm gegenüber; hier hatte ich zum Zeichnen 
ein sehr bequemes Platzchen gefunden; neben einer drei, 5 
vier Stufen erhöhten verschlossenen Thüre, im Thür- 
gewände ein verziertes steinernes Sitzchen, wie wir sie 
wohl bei uns in alten Gebäuden auch noch antreffen. 
Ich saß nicht lange, so kamen verschiedene Menschen 
in den Hof herein, betrachteten mich und gingen hin 10 
und wider. Die Menge vermehrte sich, blieb endlich 
stehen, so daß sie mich zuletzt umgab. Ich bemerkte 
wohl, daß mein Zeichnen Aufsehen erregt hatte, ich 
ließ mich aber nicht stören und fuhr ganz gelassen 
fort. Endlich drängte sich ein Mann zu mir, nicht von is 
dem besten Ansehen, und fragte, was ich da mache? 
Ich erwiderte ihm, daß ich den alten Thurm abzeichne, 
um mir ein Andenken von Malcesine zu erhalten. Er 
sagte darauf: es sei dieß nicht erlaubt, und ich sollte 
es unterlassen. Da er dieses in gemeiner venezianischer 20 
Sprache sagte, so daß ich ihn wirklich kaum verstand, 
so erwiderte ich ihm, daß ich ihn nicht verstehe. Er 
ergriff darauf mit wahrer italienischer Gelassenheit mein 
Blatt, zerriß es, ließ es aber auf der Pappe liegen. 
Hierauf könnt' ich einen Ton der Unzufriedenheit unter 25 
den Umstehenden bemerken, besonders sagte eine ält- 
liche Frau, es sei nicht recht! man solle den Podesta 
rufen, welcher dergleichen Dinge zu beurtheilen wisse. 
Ich stand auf meinen Stufen, den Rücken gegen die 
Thüre gelehnt, und überschaute das immer sich ver- so 
mehrende Publicum. Die neugierigen starren Blicke, 
der gutmüthige Ausdruck in den meisten Gesichtern 
und was sonst noch alles eine fremde Volksmasse cha- 
rakterisiren mag, gab mir den lustigsten Eindruck. Ich 
glaubte das Chor der Vögel vor mir zu sehen, das ich « 

1 Wegen des Datums (13. statt 14.) vgL Nr. 4414. 



1814 DIE VOGEL. 407 

] [April 10, Weimar, oder Mai 14, Berk*.] [4422] 

ab Treufreund auf dem Ettersburger Theater oft zum 

Besten gehabt. 1 Dieß versetzte mich in die heiterste 

Stimmung, .... 
6 Italienische Reise, Vom Brenner bis Verona, unter Sep- 

tember 14. — W. 30, 43, 26—46, 8. 

1815. 

Februar 20, Weimar. — s. 1, 13, 12. 4423 

] [April, oder 1816 Juli Mitte, Weimar.] — 4423 a 

10 s. 1, 141, 32—142, 6. 

1816. 

jjjü 3 } Weimar. — b. Nr. 17. 18 (1, 14). 4423b. o 

Juni 3, Weimar. — s. 2, 223, 6. 4423 d 

15 Juni 26, Weimar. — 8. Nr. 2383 (3, 141). 4423 e 

Juli 4, Weimar. — s. Nr. 26 (1, 15). 4423 f 

JuU 8, Weimar. — s. Nr. 2384 (3, 142). 4423g 

Juli 8, Weimar. — s. Nr. 27 (1, 15). 4423 h 

1819. 

20 ] [Februar 14, Weimar.] 4424 

[Zu 1780 bis 1786.] ,Die Vögel* und andere, verloren 

gegangene, Festspiele für Ettersburg mögen hier noch 

genannt werden. 9 

Tag- und Jahree-Hefte, [1780] Bis 1786. — W. 35, 9, 22 f. 

25 März [Anfang], Weimar. — s. 1, 16, 15. 4425 

1828. 

] [Januar zwischen 10 und 19, Weimar.] — 4425a 

8. Nr. 100 (1, 66). 
][Juli zwischen 19 und 22, Marienbad.] — 4425 b 

so ß. Nr. 36 (1, 26). 

August zwischen 11 und 21, Marienbad. — s. 1, 149, 12 f. 4426 



1 VgL 400, 29—35. 

8 VgL 394, 51 33. Von den „andern" für Ettersburg bestimmten 
Festspielen Goethes sind nicht einmal die Namen bekannt 
85 (vielleicht denkt Goethe hier auch an die „improvi&irten" Auf- 
führungen, vgl 3,595,27—33). 



408 



DIB VÖGEL. 



1825 



1825. 

Januar 12. 13, Weimar. — s. 3, 110, 32. 
Mai 28, Weimar. — s. Nr. 38 (1, 29). 

1826. 

Februar 1, Weimar. — 8. 1, 31» 4. 



4427 
4427 a 



4428 5 



1827. 



Februar 20, 

Juni 6, 

Juni 30, 

Juli 3, 

September 17, 

September 18, 

September 21, Weimar. — 



Weimar. — b. Nr. 68. 60—64 (1,46-48). 4428 a— f 



s. Nr. 66 (1, 48). 1 



Juni 28, 
Ootober 20, 
November 8, 



1828. 

Weimar. — s. Nr. 66—68 (1, 48f.). 



1829. 

Februar 9, Weimar. — s. Nr. 69 (1, 49). 
Februar 17, Weimar. — b. Nr. 109 (1, 70). 



1 — September 26: Vgl 3, 596, 27—33. 



10 



4428g 



15 



4428h— k 



44281 
4428m 20 




Vorspiel 

zu Eröffnung des Weimarischen Theaters 

am 19. September 1807. 

Handschriften: Dm Ganze, Abschrift von Schreibe rhaud, mit dem 
5 von Riemer geschriebenen Titel .Vorspiel zu Eröffnung des 

Weimarischen Theaters am 19. September 1807 nach glück- 
licher Wiederveraammlnng der Herzoglichen Familie'; mit 
Verbesserungen der Interpunktion und einer nachträglich ein- 
geklebton Änderung einer scenischen Bemerkung von Riemers 
10 Hand. „Auf der leisten Seite ist ein Blatt aufgeklebt, das 

von Riemers Hand eine Abschrift der auf dieser Seite stehen 
den Verse 302 — 311 trägt, mit der ausführlichen scenischen 
Bemerkung nach [Vers] 303, die ursprünglich fehlte" (W. 
13 (2), 161). Auf dem Titelblatt steht noch von Eckormanns 
5 Hand die Bemerkung „bereite gedruckt". 

Erster Druck: 1807, im .Morgenblatt für gebildete Stände' Ootober 21, 
Nr. 252 S. 1006 f. nnd Ootober 22, Nr. 253 S. 1009—1011; 
Titel -wie Z. 5 — 7 (doch ohne die Jahreszahl) ; auf die Dich- 
tung folgt unter dem Titel „Nachschrift" die 414, 11 — 416, 10 
:o mitgetheilte Stelle ans Goethes Brief an Knebel, mit den 

daselbst angeführten geringen Änderungen. 
Zweiter Druck: 1816, Werke Cotta» 6,331— 344; Titel wie Z. 6— 7. 
Dritter Druck: 1828, Werke Cotta* 11,263—267; Titel wie Z. 5— 7. 
Weimarer Ausgabe: 1894, W. 13(1), 23— 36 und 1901, W. 13 (2), 
s 161—163, Titel wie Z. 6— 7; die Z. 19 genannte „Nach- 

schrift" W. 13 (2), 163. Wegen der Stellung vgl. 3, 23, 26— 30. 
— VgL GJ. 23, 260. 



410 VORSPIEL. 1807 

1807. 

1 September 12, Weimar. 4429 

[Vormittags] Überlegung wegen des , Vorspiels*. . . . 

Gleich nach Tisch strömte alles der Großfiirtin entgegen, 

die nach 3 Uhr ankam. 9 5 

Tgb. 3, 274, 27—275, 2. 

September 14, Weimar. 4430 

[Früh] Anfang des , Vorspiels*. Besorgung der nöthigen 

Zeichnungen und Anstalten dazu. 

Tgb. 3, 276, 9£. 10 

September 15, Weimar. 4431 

[Früh] Fortsetzung des »Vorspiels*. DUe Silie wegen 
des Anfangs ihrer Rolle. 8 . . . Bei Heidelofi wegen der 
Decoration. 

Tgb. 3, 275, 15—17. 16 

1 — September 11: Goethe kehrt von seinem Aufenthalt in Karls- 
bad naoh Weimar zurück, „wo die ganze Stadt mit den Anstalten 
zum Empfang der Erbprinzesain beschäftigt war. . . . Gegen 
Abend ein Gang durch die Stadt, um die Empfangsanstalten 
zu besehen" (Tgb. 3, 274, 21—26). Die Großfürstin Maria Pau- 20 
lowna hatte, wegen der Kriegsunruhen, 1806 Ootober 11 Weimar 
verlassen und kehrte erst 1807 September 12 dahin zurück 
(vgl Z. 4 f.), wo am selben Tage auoh der Herzog Karl August 
nach längerer Abwesenheit wieder eintraf (vgl Z. 36 f.). Die 
Herzogin Luise war mit der Prinzessin Caroline schon Sep- 25 
tember 7 nach Weimar zurückgekehrt. 

An einem der ersten Tage nach seiner Heimkehr muß Goethe 
die während seiner Abwesenheit eingetroffene Abhandlung F. H. 
Jaoobis „Über gelehrte Gesellschaften, ihren Geist und Zweck 4 ' 
(vorgelesen Juli 27 „bei der feierlichen Erneuung der Kgl. so 
Akademie der Wissenschaften zu München") gelesen haben ; über 
den Einfluß dieser Bede auf das ,V.< vgl 411, 26. 416, 28—32 und 
besonders Morris 2, 271— 273. —Sachlich gehört hierher Nr. 4451 b. 

2 Vgl G. -Voigt S. 011 und die »Zeitung für die elegante Welt* 
1807 September 21 Spalte 1205—1208. 36 

— September 13: „[Morgens] Bei Durchlaucht dem Herzog 
[Karl August], der gestern auoh angekommen war" (Tgb. 3, 
275, 4f.); vgl. Z. 20— 24. 
8 Wahrscheinlich spielte Friederike Silie die Flüchtende und den 
Frieden, Amalia Wolff die Kriegsgöttin und die Majestät (vgl. 40 
415,41). 



1807 VORSPIEL. 411 

? September 16, Weimar. 4432 

Von dem, was ich thue, ist nicht gut reden. Ich 

spinne meine alten Fäden langmüthig fort, 1 und hie 

und da wird ein neuer angeknüpft. Schenke dem, was 

6 etwa öffentlich davon erscheint, Deine Aufmerksamkeit. 9 
An F. H. Jacobi. — Br. 10, 410, 19—22. 

September 16, Weimar. 8 4433 

Möchten Sie uns auf den Sonnabend [September 19] 
zu Eröffnung des Theaters besuchen, zusammen 4 oder 
10 einzeln, so sollten Sie uns bestens willkommen sein. 
Wir wissen selbst aber noch nicht, womit wir auf- 
warten können. 5 Indessen wird ein seltsamer »Prolog* 

vorbereitet. ' 

An K. F. E. Frommann. — Br. 19,411,8—13. 

15 September 16, Weimar. 4434 

[Früh] Fortsetzung des »Vorspiels*. Um 11 Uhr DUe 

Silie wegen ihrer Rolle. 6 . . . [Nachmittags] Ging ich 

in's Theater, um die Vorbereitungen von Heidelofi 

zu sehen. 
20 Tgb. 3, 275, 22 f. 26—27. 



1 Farbenlehre und »Wilhelm Meisters Wanderjahre' ? 

* Hierbei mag Goethe allenfalls auch schon an das ,V.' denken, 
dessen Veröffentlichung im ,Morgenblatt ( wohl schon jetzt be- 
absichtigt war (vgl. 412, lOf.) und bald erfolgte. — Der Brief, 

25 dem das Obige entnommen ist, beschäftigt sich fast aus- 
schließlich mit der 410, 28 — 31 genannten Rede Jacobis, die Goethe 
am selben Tage nach Jena an Eiohstädt sandte (vgl Tgb. 3, 
276, 4f.). 

* Daß das in der Weimarer Ausgabe beibehaltene Datum der 
so Handschrift „18. September" falsch und statt dessen „16." zu 

setzen ist, beweist : 1. Tgb. 3, 276, 1 — 4, 2. Riemers Brief an 
Frommann vom 16. (Riemer-Frommann S. 99), 3. „Sonnabend" 
Z. 8, da Goethe am Freitag (18.) schwerlich so geschrieben 
haben würde. 
35 * Der Adressat mit seiner Frau und der Pflegetochter Wilhelmine 
Herzlieb, 
5 „weil einiges Personal fehlt" (Riemer-Frommann S. 99 Z. 2). 

* Vgl 410, 12 f. 39 f. 



412 VORSPIEL. 1807 

September 17, Weimar. 4435 

[Früh] Fortsetzung des »Vorspiels*. Um 11 Uhr Probe 

mit den Frauenzimmern. 1 Bestellung der Decorationen 

bei Meyer und Heidelofl. . . . Mittags die Wolffischen 

Eheleute und Silie zu Tische. 5 

Tgb. 3,276,14—16. 19 f. 

September 18, Weimar. 4436 

[Früh] Fortsetzung des »Vorspiels*. Um 11 Uhr Probe 

mit den Frauenzimmern. 8 . . . Abends Probe von dem 

»Vorspiel*. 8 10 

Tgb. 3, 276, 21 f. 24 f. 

September 10, Weimar. 4437 

Früh . . Abschluß des »Vorspiels*. Um 11 Uhr Probe 
desselben. . . . [Nachmittags] Bald auf das Theater der 
Arrangements wegen. Sodann Vorstellung des »Vor- 15 
spiels*. * Hernach »Scherz und Ernst* und »Das Geständ- 
niß* [oder »Die Beichte*, Lustspiel von Kotzebue]. 5 
Tgb. 3,277, 1 f. 4— 7. 
September 27, Weimar. 6 4438 

Im Ganzen habe ich . . » wie ich gern gestehen will» 20 
seit einiger Zeit wieder guten Muth. Es scheint» daß 
die menschliche Natur eine völlige Resignation nicht 



* Vgl 410, 39 f. 

2 VgL Z. 2f. 410, 39f. 

3 — September 18: Knebel an seine Schwester (Knebel-Henriette 25 
S. 300). 

* Wegen der Besetzung der vier Bollen vgl. 410, 39 f. Auf dem 
Theater-Zettel heißt es lakonisch und anonym: „Ein Prolog" 
(ebenso September 30). Statt des Z. 16 genannten Lustspiels 
»Scherz und Ernst' von Stoll folgte» wie der Theater-Zettel an- so 
kündigt, auf das ,V.' zunächst das Singspiel »Adolph und Clara 
oder die beiden Gefangenen* von Hiemer (nach Marsolier, Musik 
von d'Allayrac). — VgL Nr. 4442. 4444. 4447. 4448, sowie die 
sachlich hierher gehörige Stelle 238, 24—239, 3 und Nr. 4451 b. 

6 — September 19: Unter diesem Datum wird die Z. 22 — 413, 10 35 
mitgetheilte Stelle („die . . . habe") aus Goethes Brief an Rein- 
hard von Riemer, als Gespräohs-Äußerung Goethes angeführt 
(Briefe von und an Goethe S. 317 f., Gespräche 2, 1871). 

6 VgL Br. 19, 531. 



1807 VORSPIEL. 413 

[September 27, Weimar.] [4488] 

allzu lange ertragen kann. Die Hoffnung muß wieder 
eintreten, und dann kommt ja auch sogleich die Thätig- 
keit wieder, durch welche, wenn man es genau besieht, 
5 die Hoffnung in jedem Augenblick realisirt wird. 

In diesem Sinne habe ich ein , Vorspiel 4 zu Eröffnung 
unsres Theaters geschrieben, wo ich Gewalt und Ver- 
tilgung, Flucht und Verzweiflung, Macht und Schutz, 
Friede und wiederherstellende Freude lakonisch vor- 
10 geführt habe. 1 Vielleicht gebe ich es bald in's ,Morgen- 
blatt', da es Ihnen denn auch wohl zu Gesicht kommt. 9 
An K. F. v. Reinhard. — Br. 19, 420, 21—421, 6. 

September 29, Weimar. 4439 

[Vormittags] Goethe . . versprach der Princeß den 
15 Prolog [»Vorspiel*] und sagte, daß sie Dir [Knebel] ihn 
schicken möchte. 8 

Mit d. Princeesin Caroline. — Knebel-Henriette S. 304 
(Henriette v. Knebel an .ihren Bruder, September 30; fehlt 
in den »Gesprächen*). 

20 September 30, Weimar. 4440 

Abends der Prolog [, Vorspiel'] 4 und die , Jugend 

Heinrichs des V. <6 Ich war bei Durchlaucht dem 

Herzog, . . 6 

Tgb. 3, 280, 26 f. 



25 * Vgl 412, 36—37. 

* VgL Nr. 4443 und 416, 34. 

3 Henr. v. Knebel fügt noch die auffallende Bemerkung hinzu: 

„Er [der Prolog] wird heute wieder gegeben [vgL Nr. 4440], 

was etwas sonderbar ist, und da er Complimente für die Herr- 

so Schäften enthält, so werden wir nicht in's Theater gehen" 

(Knebel-Henriette S. 304 f.). 

* Wegen der Besetzung der Rollen vgl. 410, 39 f. 

5 »Heinrichs V. Jugendjahre', Lustspiel von Inland, nach DuvaL 

* — September 30: Riemer an Frommann (Riemer-Frommann 
85 S. 100), vgl 414, 27—31. 

— October 4: Vulpius an Nik. Meyer (GJ. 4, 332). 

— October 5, Knebel an Goethe: bittet um eine Absohrift 
(G.-Knebel 1, 312). 



414 VORSPIEL. 1807 

][October 6, Weimar.] 1 4441 

Hier, meine theure Freundin, das erste vollständige 
Exemplar des »Vorspiels'. 2 Bitte es nicht ans Händen 
zu geben und meiner dabei zu gedenken. 8 

An CharL v. Stein. — Br. 19, 424, 10—21. 5 

October 7, Weimar. 4442 

Den Prolog oder vielmehr das , Vorspiel' sende ich 

hierbei, und bitte nur, daß Du es nicht aus Händen 

gebest, 4 auch mir dasselbe Sonnabends [October 10] 

wieder zurücksendest. 10 

Leider erhältst Du nur den Theil, 5 der in Worten 
verfaßt ist und auf das Papier gebracht werden kann. 
Alles, was auf den sinnlichen Effect berechnet war, 
geht ab; und so bleibt es nur Stückwerk. Die thea- 
tralischen Contraste, die hier aufgestellt wurden, lassen is 
sich durch die Einbildungskraft nicht nachbringen. 9 
Der furchtbare, bis zum Gräßlichen gesteigerte erste 
Theil schloß sich, indem eine heitere Sternerscheinung 
jeden erfreulich erinnerte, was man unserer vortrefflichen 
Fürstin vorm Jahr schuldig geworden, 7 an die zweite 20 
glänzende und prächtige Hälfte durch einen sanften 
Übergang gefällig an; und die hülfreiche ordnende Er- 



1 Das fehlende Datum ist von der Empfängerin beigefügt. 

* Nach J. Wähle (G. -Stein 2, 636 Anm. 2 zu S. 380) soll unter 
diesem Exemplar Druck 1 zu verstehen sein ; daß es sich jedoch 85 
um eine Abschrift handelt» beweist : 1. die Bitte, „es nicht ans 
Händen zu geben" (ebenso Z. 8 — 10), 2. daß Riemer in dem 
413, 34 genannten Briefe sagt : Frommann werde in Kurzem 
das ,V.< erhalten können, wenn er [Riemer] für Goethe selbst, 
der das ,V.' „noch nicht einmal abgeschrieben besitzt", so 
eine Abschrift besorgt haben werde (Riemer-Frommann S. 100). 

» VgL Nr. 4447. 

* Also eine Abschrift, vgl. Z. 24—31. 

6 Druck 1 (vgl. 409, 18—21): „Leider erhalten Sie mir den Theil 
dieser dramatischen Dichtung" (W. 13 (2), 153). 35 

6 Druck 1: „lassen sich durch Einbildungskraft allein nicht vor 
die Seele bringen". 

7 VgL das 3, 314, 7—0 genannte Werk S. 285—287. 



1807 VORSPIEL. 415 



[October 7, Weimar.] # [4442] 

scheinung der Majestät war nicht ganz unerwartet. 1 
Der gefällige 8 Friede stellte sich dem Ernst 3 anmuthig 
entgegen; und dadurch daß die vier Personen 4 durch 

5 zwei Schauspielerinnen 5 vorgestellt wurden, welche nur 
die Kleidung und den Ausdruck ihres Vortrags geändert 
hatten, erhielt das Ganze für den äußern und innern 
Sinn eine erquickliche Einheit. Wie denn auch das 
Andenken an die Herzogin Mutter 6 am Schlüsse die 

10 treuen, Ihr ergebenen Herzen mit sanfter Rührung entließ. 
Ich freue mich, durch diese extemporirte Arbeit, denn 
ich habe sie in acht Tagen von Grund aus erfunden 
und verfertigt, 7 durchaus einen guten Eindruck hervor- 
gebracht zu haben. Ich wünsche, daß Du beim Lesen 

15 und Vorlesen etwas Ähnliches empfinden und erregen 
mögest. 8 

An Knebel — Br. 19, 425, 8—426, 14 
October 7, Weimar. 4443 

Sie erhalten, mein werthester Herr Cotta, das am 
20 19. September aufgeführte »Vorspiel', für das ,Morgen- 
blatt', mit einer Nachschrift, welche ich hinterdrein ab- 
zudrucken bitte. 9 

An Cotta. — Br. 10, 428, 1—4. 
October 7, Weimar. 4444 

25 Auch noch zuletzt sind, bei einem hier aufgeführten 
, Vorspiel 4 zur Eröffnung des Theaters, sehr große Kunst- 
stücke, in Recitation und Declamation eines schwierigen 

Textes, geleistet worden. 

An Nik. Meyer. — Br. 19, 431, 3—6. 

80 l Statt „nicht ganz unerwartet*' hat Druck 1 „vorbereitet". 
8 Druck 1: „bekränzte". 

* Druck 1 : „dem gekrönten Ernst", 
4 Druck 1: „Figuren". 

* VgL 410, 39 f. 

35 « Gestorben 1807 April 10; vgl 418, 12 f. 
7 September 12—19, vgL Nr. 4429—4437; 

• VgL 416, 25—32. 

• VgL 409, 18—21. 



416 VORSPIEL. 1807 

October 7, Weimar. 4445 

[Früh] Verschiedene Briefe. . . . An Hn Dr. Cotta 

nach Tübingen (mit dem »Vorspiel* für's ,Morgenblatt' 

[Nr. 4443]). An Hn Major von Knebel nach Jena 

(mit dem »Vorspiel* [Nr. 4442]). 1 s 

Tgb. 3, 282, 22. 25—28. 
October 9, [Weimar.] 4446 

Der Prolog [»Vorspiel'] soll auch bald aufwarten.* 

An CharL v. Schiller. — Br. 19, 432, 3 f. 
? November 7, [Weimar.] 3 4447 io 

Vielmals danke ich für die freundlichen Worte, sie 
sind mir sehr erheiternd und aufmunternd. Wenn der 
Totaleindruck günstig war, so macht es mich glücklich, 
im Einzelnen könnt' ich nicht alles gehörig aus einander 
setzen. Das Detail ist zu genau, und eine Intention 15 

drängt sich über die andre. 

An Cbarl. v. Stein. — Br. 19, 453, 11—16. 

1809. 

][Nach Ootober 10, ?] 4448 

[Zu 1807. — Im ältesten biographischen Schema heißt £o 
es unter] 

1807: . . . »Vorspiel* zur Ankunft der Hoheit. 4 
W. 26, 363, 27. 

1 — October 7: Vgl Z. 35—39. 

2 — October 9, Knebel an Goethe: „. . . Ich wüßte diesem kleinen 25 
Gedichte nichts gleich zu setzen an Geist, Kraft und Aas- 
sprache; ..." (G. -Knebel 1,316 f.); vgl. Z. 4f. und Nr. 4442. 

— October 13 9 Knebel an seine Schwester: „Diesen Morgen 
habe ich die Antrittsrede von Jacobi in München gelesen, die 
mir Goethe zugeschickt hat. ... Es ist viel Schönes darin, und so 
man merkt auch, daß einiges davon Goethen Anlaß zu manchen 
Stellen seines schönen »Vorspiels* gegeben hat" (Knebel-Henriette 
S. 306f.) ; vgL 410, 28—31. 411, 26. 

— October 14: Reinhard an Goethe (G. -Reinhard S. 19). 

8 Da Nr. 4447 wahrscheinlich die Antwort ist auf der Adressatin 35 
Dank für das in Nr. 4441 Genannte, möchten einige Forscher 
beide Briefe in einen und den selben Monat setzen (für October 7 
spricht scheinbar der G. -Stein 2, 637 Anm. 4 zu S. 389 an- 
geführte Grund). 

* Erbprinzessin Maria Paulowna (vgl 410, 20 — 22). Goethe wählt 40 



1813 



VORSPIEL. 



417 



1813. 

Harz 10, Weimar. — s. Nr. 11 (1, 11).» 

1814. 

Mai 4, [Weimar.] — 8. Nr. 2946 (3, 386 f.). 
5 Mai 8, Weimar. — 8. Nr. 3467 (3, 591). 
T Juli 18. Weimar. — s. 12, 16. 
T Juli 19, Weimar. — s. 12,19. 
TJuli 20, Weimar. — 8. 12,23. 
][Deoember 26 ? Weimar.] — s. 1, 8, 13. 



4448a 



4448b 
4448o 
4448 d 
4448 e 
4448 f 
4449 



10 



Februar 20, Weimar. — 
November 27, 
December 4, 
Deeember 6, 



1815. 

s. 1, 12, 6. 

Weimar. — s. Nr. 2062—2064 (2, 640). 



4449 a 
4449 b— d 



15 



Ootober 16, Weimar. — 
Ootober 22, Weimar. — 
November 14, Weimar. 



1816. 

8. Nr. 238 (1, 145). 
s. Nr. 2014 (2, 623). 
— s. Nr. 239 (1, 145). 



1818. 

20 Februar 3, Jena. — 8. Nr. 2953 (3, 394). 



4449 e 
4449 f 
4449g 



4449h 



1828. 

] [Januar zwischen 9 und 23, Weimar.] — ß. 238, 24—239, 3. 4450 



1825. 

Januar 12. 13, Weimar. — s. 3, 109, 18. 2 
26 April 23, Weimar. — s. Nr. 332 (1, 184). 



4451 
4451a 



den Ausdruck gewiß nur, weil der Großfürstin, als dem am 
längsten von Weimar entfernt gewesenen Mitglieds der „Her- 
zoglichen Familie", in erster Linie das ,V.' gewidmet war; daß 
der Titel der Dichtung ursprünglich »Vorspiel zur Ankunft der 
so Hoheit 4 lauten sollte, wie G. v. Loeper (WH. 11, 98 Anm. *) 
und A. Köeter (Cotta JA, 9, 409) wollen, darf man aus dieser 
Stelle schwerlich schließen. 

1 1, 11, 29 wäre auch das ,V.' zu nennen gewesen. 

* — März zwischen 22 und 21: VgL Müller S. 129 Anm. 1. 
Grit, Goethe über 8. Dichtungen T. II, B. 4. 27 



418 VORSPIEL. 1825 

][Mai oder Juni, Weimar.] 1 4451b 

*2. »Vorspiel zu Eröffnung des Weimarischen Theaters 
am 19. September 1807 nach glücklicher Wiederver- 
sammlung der Herzoglichen Familie.« 

Auch dieses kleine Stück erinnert an eine höchst be- s 
deutende frühere Epoche der Weimarischen Ereignisse. 
' Der 14. October 1806 hatte die gute Stadt schwer be- 
troffen; außer der verehrten Herzogin Luise war von 
den fürstlichen Personen niemand in ihrem Bezirk; 8 
auch in der nächsten Zeit dachte man kaum an irgend io 
einen Genuß, der den Geist erheitert hatte. Kaum war 
hiezu einige Einleitung getroffen, 4 als im April 1807 
schon Herzogin Amalie uns entrissen ward. 6 Indessen 
hatte alles doch wieder einige Gestalt gewonnen, daß 
in der Mitte des Septembers wir die Fürstliche Familie is 
wieder versammelt sahen 9 und auf Vergangenheit, Gegen- 
wart und Zukunft einige zutrauliche dichterische Blicke 
werfen konnten. 7 Mehr dürfte wohl nicht nöthig sein, 
um diese kurze Darstellung einzuleiten und verstand- 
lich zu machen. so 

Entwurf der »Aufklarenden Bemerkungen'. — W. 13(2), 
213, 1—16. 

1826. 

Februar 1, Weimar. — s. 1, 30, 6. 4462 



* VgL 277, 20—37. 25 

* Als Nr. 1 ist in den »Aufklarenden Bemerkungen* Maskenzug 14 
besprochen (s. Nr. 3203 (3. 480 f.)), auf den sich das „Auch 4 * 
(Z. 5) bezieht. 

» VgL 410, 20—26. 

4 Durch die erste Aufführung des ,Tasso' in Weimar, am Geburt»- so 
tag der Großfürstin Maria Paulowna, 1807 Februar 16? (vgl 
Nr. 4236). 

* 1807 April 10; vgl Vers 302—311 und oben 415, 91 

6 VgL die 410, 34 f. genannte Litteratur. 

7 VgL Nr. 4430—4437. 35 



1827 



VORSPIEL. 



419 



1827. 

Januar 27, 1 

Februar 17, | Weimar. — e. Nr. 247—249 (1, 161). 
Februar 18, j 
6 Februar 19, Weimar. — s. Nr. 3956. 

A^rü ^ , } Weünar - — * Nr - 2ÖL ^ (*• 161L )- 
September 18, Weimar. — s. 1, 47, 17—20. 48, 3—5. 



4452 a— o 

4452 d 

4452e. f 

4452g 



10 Juni 28, )-». 

October20,) We,mar - 

October 25, 

Ootober 25, 

November 1, 
16 November 8, 



1828. 

— s. Nr. 66. 67(1,48). 



4452h. i 



Weimar. — e. Nr. 2020—2023 (2, 625t). 4452k— n 




27" 



Was wir bringen. 



I. Vorspiel für I.auchstadt, 1802. 

(Der .Prolog bei Wiederholung de* Vorapleli lo Weimer* Ist unter den Theater- 
reden behandelt, t. Theetened* S.) 

Handschriften: 1. Dm Ganze, Abschrift von Schreiberhand, unter S 
dem Titel ,Was wir bringen. Vorspiel bey Eröffnung des 
neuen Schauspielhauses eu Lauohstädt', mit ganz wenigen 
eigenhändigen Verbesserungen und mit Regie-Bemerkungen 
und -Zeichen Ton fremder Hand. 

2. Eigenhändige Süchtige Entwürfe zn den metrischen 10 
Änderungen, die Goethe auf Göttlings Anrathen in Druck 3 
Cur Druck 4 vornahm, nach der Erledigung (vgl. Z. 14f.) 
durohgeetriohen. VgL 223, 2 — L 

3. Eigenhändige Verbesserungen in einem Exemplar von 
Druck 3, das als Vorlage für Druck 4 diente. VgL 223, 5— 7. iE 
Im Archiv der Cottasohen Verlags- Buchhandlung in Stattgart. 

Erster Druck: 1802, unter dem Titel ,Was wir bringen. Vorspiel, 
bey Eröffnung des neuen Schauspielhauses zu Lauohstädt. 
VonGötho. Tübingen, In der J. G. Cotta' sehen Buchhandlung. 
1802'; im Personen -Verzeichnis sind auch die Namen der £0 
Darsteller (mit Ausnahme von zweien) mit angegeben, weil 
alles auf „die Individualität des Personals berechnet" war 
(vgl. 429,20. 431, 12f.), ebenso in Druck 2— 4; am Schluß 
Theaterrede 8 (vgl Z. 3f.). 

— Die noch vor dem Erscheinen von Druck 1 in der SS 
.Zeitung für die elegante Welt' Nr. 84 und 86, 1802 Juli 16 
und 17, in dem anonymen Aufsatz „Eröffnung des neuen 
Schauspielhauses in Lauohstädt" , von dessen Verfasser 
[Reiohardtl vgL Br. 16,420 zu Brief 4663] offenbar nach 
dem Gedächtnis angeführten Stellen kommen für uns nicht so 
in Betracht. — Die selbe Zettung brachte in Nr. 102, 1602 
August 26, als MusikbW Nr. 8, den Text des in Auftritt 10 
von Pathos, Nymphe und Phone gesungenen Liedes „Warum 



WAS WIR BRINGEN. 421 

[I. Vorspiel für Lauchstödt, 1802. Erster Druck.] 

doch ersohaUen | Himmelwärts die Lieder? 'S von Reiohardt 
zweistimmig componirt, mit den Noten (auf der Rückseite 
des Blattes Goethes Ballade ,Der Fisoher', Composition von 
5 F. A. Kanne). Auf Spalte 820 der selben Nummer Reichardts 

Begleitschreiben an den Redaoteur der Zeitung, datirt 
August 16. 
Zweiter Druck: 1808, Werke Cotta 1 9, 321—373, Titel wie in Hand- 
schrift 1; im besondern Inhaltsverzeiohniß der Gruppe 
io „Gelegenheitsgedichte", S. 310, folgt nach „Lauchstadt" noch 

die Zeitangabe „im Juni 1802". Vgl 420, 20—23. 
Dritter Druck: 1816, Werke Cotta* 5, 346—397, Titel wie in Hand- 
schrift 1. Vgl 420, 20—23. 
Vierter Druck: 1828, Werke Cotta 8 11,269—321, Titel wie in 
15 Handschrift 1. VgL 420, 20—23. 

Weimarer Ausgabe: 1894, W. 13 (1), 37—88 und 1901, W. 13 (2), 
164 — 164, Titel wie in Handschrift 1 ; wegen der Stellung 
vgL 3, 23, 26— 30: — VgL GJ. 23, 260—262. 



Übersicht der Aufführungen 
20 unter Goethes Theater-Leitung: 



1. 1802 Juni 20 in Lauchst&dt. 

2. „ Juni 27 in LauchsUdt. 



8. [1802] September 26 in Weimar. 
4. „ October 2 in Weimar. 



II. Fortsetzung, Vorspiel für Halle, 1814. 

Handschriften: Das Ganze, Abschrift von Riemers Hand, mit der 
25 Aufschrift ,Was wir bringen, Zweytcr Theil. Nach Goethe's 

mündlicher Angabe von mir gefertigt im Frühjahr 1814% 
die scenischen Bemerkungen sind zum großen Theil nach- 
getragen; mit wenigen Verbesserungen von Goethes, zahl- 
reichen von Riemers Hand, 
so Erster Druck: 1814, unter dem Titel ,Was wir bringen. Fort- 
setzung. Vorepiel zu Eröffnung des Theaters in Halle. July 
1814. Von Goethe', im »Morgenblatt für gebildete Stände 4 , 
und zwar in 

Nr. 212, September 6: Auftritt 1. 2. 
85 Nr. 213, September 6 : Auftritt 3. 

Nr. 214, September 7 : Auftritt 4. 6. 
Nr. 216, September 8 : Auftritt 6—8. 

Zweiter Druck: 1816, Werke Cotta* 6,401—421, unter dem Titel 

,Was wir bringen. Fortsetzung. Vorspiel, zu Eröffnung des 

40 Theaters in Halle, im Juli 1814, von Goethe und Riemer', 



422 WAS WIR BRINGEN. 1802 

[II. Fortsetzung, Vorspiel für Halle, 1814.] 

Dritter Druck: 1817» Werke Cotta 1 (Ergänzungsband, vgL 1,4, 

17— 2ö) 14, 1—21, Titel wie in Druok 2. 
Vierter Druck: 1828, Werke Cotta» 11, 325— 347, Titel wie in 

Druok 2. 
Weimarer Ausgabe: 1894, W. 13(1), 93—114 und 1901, W. 13(2), 

167 — 177, Titel wie in Druck 2; wegen der Stellung vgl 

3, 23, 26—30. — VgL G J. 23, 2Ö0— 252. 



Übersicht der Aufführungen 
unter Goethes Theater-Leitung: 10 

1. 1814 Juni 17 in Halle. 

2. „ Juni 19 in Halle. 



1802. 

1 Juni 6, Jena. 4453 

Vorspiel, die Eröffnung des neuen Lauchstadter Theaters « 
betreffend, angefangen. 
Tgb. 3, 58,1 f. 

Juni 7, Jena. 4454 

Vorspiel zur Eröffnung des Lauchstadter Theaters. 
Tgb. 3, 58, 3. 20 

Juni 8, Jena. 4455 

. . melde mit wenig Worten, daß meine Arbeit 2 bis 
jetzt gut von Statten geht. Ich habe das ganze Opus 
von vorn bis hinten durch dictirt und bin nun daran, 
ihm mehr Gleichheit in der Ausführung zu geben. Ich 25 
muß mich durchaus an die Prosa halten, ob gleich der 
Gegenstand durch Abwechslung der prosaischen und 
metrischen Formen sehr gewinnen könnte, und ich hoffe 
mit meinem Packet Sonnabends [Juni 12] anzulangen 
und Sonntags Leseprobe zu halten. Auf alle Fälle wird so 
die Darstellung den Charakter des Inpramptu haben, 



1 — Juni 6: Goethe begibt sich nach Jena, um daselbst das 
Vorspiel für Lauohstadt zu dichten, dessen „Idee und Anlage" 
er bereits mit Schiller besprochen hatte (vgl 424, 11 f.). Vgl. 
das sachlich hierher Gehörige in Nr. 4527. *6 

» Vgl. Nr. 4453. 4454. 



1802 WAS WIR BRINGEN. 423 

[Juni 8, Jen*.] [4466] 

wobei sie nur gewinnen kann. Uebrigens verfluche und 
verwünsche ich das ganze Geschäft in allen seinen alten 
und neuen Theilen und Gliedern und werde mir's zur 
6 Ehre rechnen, wenn man meiner Arbeit den bewußten 
und beliebten Zorn nicht ansieht. 1 
An Schiller. — Br. 16, 90, 7—91, 2. 

Juni 8, Jena. 4456 

Ich sage nur so viel, daß es mir mit meiner Arbeit 

io recht gut geht, und daß ich zur rechten Zeit hoffe fertig 

zu werden. 2 

An s. Frau. — Br. 16, 91, 5—7. 

Juni 8, Jena. 4457 

Vorspiel [,Was wir bringen 1 I] fortgesetzt. 
15 Tgb. 3, 58, 5. 

Juni 9, Jena. 4458 

Vorspiel [,Was wir bringen' I] fortgesetzt. 8 
Tgb. 3, 58, 6. 

Juni 10, Jena. 4459 

20 Deßgleichen. 4 
Tgb. 3, 58, 7. 
Juni 11, Jena. 4460 

Meine Arbeit hat gut gefördert, 5 ob sie gleich viel 
weitläufiger geworden ist, als ich gedacht habe. 
25 Einige Motive gegen das Ende sind noch auszuführen, 
übrigens ist alles schon in's Reine und in die Rollen 
geschrieben. 

Sonntag [Juni 13] Abend hoffe ich es Ihnen vorzu- 
lesen, 9 versagen Sie sich nicht; denn Montags muß ich 

30 i Vgl Z. 32—35. 

• VgL Nr. 4455. 

8 — Juni 9, Schiller an Goethe : wünscht Glück zur „Entbindung 
des Werks", die zeige, wie vie die Notwendigkeit bei Goethe 
vermöge, empfiehlt, dieses Mittel auch bei andern Werken an- 
35 zuwenden (Schillers Br. 6,305); vgl. Nr. 4455. 

• Wie in Nr. 4458. 

6 VgL Nr. 4458. 4450. 4461. 

• VgL Nr. 4462. 



424 WAS WIR BRINGEN. 1802 

[Juni 11, Jena.] [4460] 

Leseprobe halten. Freilich wenn man die Arbeit könnte 
vierzehn Tage liegen lassen, so ließ' sich noch manches 
daran thun. Ich konnte freilich nicht alle Motive egal 
ausführen. 1 Ich werde über zwanzig Auftritte bekommen, 5 
worunter freilich sehr kleine sind, doch sieht man daraus 
wenigstens das mannichfaltige Hin- und Widerrennen 
der Personen und auch die Mannichfaltigkeit der Motive, 
da sie nicht ohne Noth kommen und gehen. Leben Sie 
recht wohl; ich kann wohl sagen, daß ich diese Arbeit 10 
mit desto freierm Muth unternommen habe, da Sie die 

Idee und Anlage zu billigen schienen. 
An Schiller. — Br. 16, 91, 16—92, 14. 
Juni 11, Jena. 4461 

Vorspiel [,Was wir bringen' I]. a is 

Tgb. 3, 58, 8. 
Juni 13, Weimar. 4462 

Abends Hr Hofrath Schiller. Vorlesung vom Vorspiel 
[,Was wir bringen' I]. 8 

Tgb. 3,68, 13 f. 20 

][Juni Mitte, Weimar.] 4463 

Ich gehe nun einigen theatralischen Abenteuern ent- 
gegen, indem das neue Schauspielhaus zu Lauchstädt 
eingeweiht werden soll. 4 

An Sartorius. — - Br. 16, 94, 17—19. 25 

Juni 26, Lauchstädt. 4464 

Goethe hatte seinen Platz auf dem Balcon genommen. 
Nach dem Vorspiel brachte das Publicum 5 Goethe ein 

1 Vgl 426, 11 f. 

8 — Juni 12: Schiller an Goethe (Schillers Br. 6, 395f.). — Goethe 80 
kehrt Abends von Jena nach Weimar zurück. 

3 — Juni 14: Leseprobe T Vgl 423, 29—424, 2. 

— Juni 15: Caroline Schlegel an Julie Gotter (Caroline 2, 220). 

4 — Juni 21: Goethe reist früh nach Lauchstädt ab, um „die 
letzte Hand anzulegen" und den Proben beizuwohnen (vgl 85 
Tgb. 3, 58, 15, wonach Genast 1, 128 zu verbessern ist) ; vgL 
das sachlich hierher Gehörige aus Nr. 4527. — Caroline Sohlegel 
an ihren Mann (Caroline 2, 222). 

6 Unter ihm befanden sich, außer Goethes Frau und Sohn, auch 



1802 WAS WIR BRINGEN. 425 

[Juni 26, Laochstidt.] [4464] 

dreimaliges Hoch, indem es sich erhob und seine Blicke 
nach ihm richtete. 1 Er trat vor und sprach: „Möge 
das, was wir bringen,* einem kunstliebenden Publicum 
6 stets genügen/' Nach diesen Worten zog er sich zurück 
und kam auf die Bühne, um dem Personale seine Zu- 
friedenheit mitzutheilen. 

Zum Theater- Publioum in Lauohstadt. — Gespräche 1, 236 
(Genast 1, 130). 

10 Juni 26, Lauohstadt. 4466 

Eröffnung des Theaters. ,Was wir bringen* [I] und 

,Titus* [Oper von Mozart]. 8 
Tgb. 3, 68, 16t 



J. H. Meyer, F. A. Wolf, A. W. Schlegel, Schelling, Hegel, 

15 J. F. Beichardt, Frommann, wohl auch Niemeyer (vgl 432, 33 f.). 

1 „. . wie das Vorspiel zu Ende war, so riefen die Studenten: 

,Es lebe der größte Meister der Kunst, Goethe !' Er hatte sich 

hinten hingesetzt, aber ich stand auf, und er mußte vor, um 

sich zu bedanken" (Goethes Frau an Nik. Meyer, etwa Juli 12, 

20 G.-Meyer S. 69). 

8 Vgl die beiden Schluß-Verse des Vorspiels selbst (Mercur): 
„Zu unsrer Pflicht könnt ihr uns liebreich zwingen, 
Wenn ihr genehmigt, was wir bringen." 
8 Die Rollen des Vorspiels waren besetzt, wie folgt: 



25 Vater Märten . . . 

Matter Marthe . . 

Nymphe 

Phone 

Pathos 

30 Beisender . . . . 

Zwei Knaben . . . 



< 



MaloolmL 

Beck. 

HaaO. 

Jagemann. 

Malcolm!. 

Becker. 

1. Sophie Teller. 

2. Adelheid Spltzeder. 



In Auftritt 7 sang Phone Goethes Lied ,Die Bekehrte 4 („Bei 
dem Glanz der Abendröthe"), nach der Melodie aus Cimarosas 

35 ,L'impresario in angustie' ; das Lied „Warum doch erschallen | 
Himmelwärts die Lieder ?" in Auftritt 10 wurde nach Beichardts 
Compositum gesungen (vgl 420, 32—421, 3); in Auftritt 21 trug Dlle 
Jagemann als Phone die große Arie aus Paers Oper .Camilla' 
vor. Im Übrigen vgl. 431, 38 f., sowie die sachlich hierher gehören - 

40 den Nr. 4477. 4494. 4627 (Schluß), den 420, 27 genannten Auf- 



426 WAS WIR BRINGEN. 1802 

Juni 27, Lauchstadt. 4466 

Vorspiel [,Was wir bringen' I] wiederholt 1 und die 
,Brüder c [nach Terentius, von Einsiedel]. 2 
Tgb. 3, 58, 18. 
Juni 28, Lauchstadt. 4467 5 

. . das Vorspiel hat Glück gemacht. 8 Der Schloß, 
ob er gleich besser sein könnte, ist mir doch verhalt- 
nißmäßig zu dem Drang der Umstände, in welchen ich 
fertig werden mußte, leidlich gelungen. Hätte ich alles 
voraussehen können, so hätte ich Ihnen keine Ruhe 10 
gelassen, bis Sie mir das letzte Motiv ausgearbeitet 

hätten. 4 Nun mag's denn so hingehen. 6 
An Schiller. — Br. 16, 95, 4—11. 
Juli 5, Lauchstädt. 4468 

Unsere Vorstellungen waren: is 

,Was wir bringen* [I] und ,Titus* . . . 672 Personen, 6 
„ „ „ und ,die Brüder* . . 467 — . 7 

An Schiller. — Br. 16, 97, 6—8. 



satz und Genast 1, 128 f. — Vermuthlich bat F. A. Wolf nach 
der Vorstellung Goethen um die Handschrift, die er auch, ent- so 
weder noch am selben Abend oder Juni 27 Morgens, erhielt 
(vgL Z. 24f.). 

1 Die Besetzung der Bollen s. 425, 25—32. 

2 — Juni 27, F. A. Wolf an Goethe: dankt für die Mittheilung 
der Handschrift (GJ. 27, 12); vgl. Z. 19—21. 25 

» Vgl. Nr. 4465. 4466 und 431, 36—39. 

* Vgl. 424, 4 f. ; unter dem „letzten Motiv" sind wohl mit 
G. v. Loeper die Verse des Pathos in Auftritt 22 zu verstehen 
(vgl WH. 11, 74 Anm. **). 

* — Juni 28: „Geist liquidirt für Abschrift ,Was wir bringen* so 
(für das Theater)" ( Burkhard t II S. 7). 

— [Juni Ende:] Caroline Schlegel an Cacilie Gotter (Caroline 
2,224). 

6 Vgl. Nr. 4466. 

7 VgL Nr. 4466. 35 

— [Juli etwa 12:] Goethes Frau an Nik. Meyer (G. -Meyer 
S. 69), vgl 425, 16—20. 

— [Juli Ende:] Goethe liest das Vorspiel in Weimar vor, 
wo er sich Juli 26 bis August 2 aufhielt; vielleicht Juli 90, 



1802 WAS WIR BRINGEN. m 

August 10, Jena. 4469 

Anfangs war ich, wie Sie wissen, nicht sehr geneigt, 
mein Vorspiel [,Was wir bringen' I] drucken zu lassen, 
gegenwärtig aber wollte ich Ihnen Folgendes vortragen 

5 und Ihre Gedanken darüber hören. 

Gar viele Personen verlangen es zu lesen, besonders 
seit dem Aufsatz in der eleganten Zeitung. 1 Nun bin 
ich auch bei der letzten Vorlesung 9 wieder zu einiger 
Ueberzeugung gelangt: daß doch noch manches von 

10 der wunderlichen Erscheinung auf dem Papiere steht. 
Und so wäre ich nicht abgeneigt, das Manuscript an 
Cotta zu schicken, der es denn, in klein Octav, eben 
wie »Mahomet' und ,Tancred', 8 drucken möchte. Zu 
einer größern Ausgabe mit Kupfern wäre ich nicht ge- 

15 neigt, weil es immer kostbar wird und mehr, als billig 
ist, zu thun macht, auch dadurch die Sachen in die 
Länge gezogen werden. Denn mir wäre vorzüglich 
darum zu thun, diesen Spaß los zu werden und an 
etwas Anders zu gehen. Was meinen Sie wegen des 

20 Honorars, und was könnte man mit Billigkeit fordern ? 4 

in Gegenwart der Herzogin Anna Amalia, vgl 427, 8, sowie 
Tgb. 3, 61, 11 und W. 13 (2), 154 Anm. 1. Vielleicht wohnte 
Schillers Frau dieser Vorlesung bei, sie spricht sich in einem 
undatirten Briefe (GJ. 8, 39 f., hier „Juli 1802" datirt) ausfuhr- 

25 lieh über den Eindruck aus, den die Dichtung auf sie gemacht 
habe und dankt Goethen für seine „Güte" ; wenn sie am Schluß 
des Briefes schreibt: „. . ich wünsche Ihnen recht heitre und 
glückliche Stunden", so scheint sich das auf Goethes bevor- 
stehenden längeren Aufenthalt in Jena zu beziehen (August 3 — 27)» 

so dann wäre der Brief wahrscheinlich August 1 oder 2 zu datiren. 

— August 5, Cotta an Schiller: fragt wegen des Verlags an 
(Schiller-Cotta S. 464); vgL Nr. 4469—4472. 

— August 9: Herzog Karl August an Goethe (G.-Karl August 
1, 283). 

35 * VgL 420, 25—31. 

* VgL 426, 38—427, 26. 

* Beide Dichtungen Voltaires, von Goethe übersetzt, wurden zur 
Zeit für Cottas Verlag gedruckt; vgL 432, 30—32. 

* Vgl. 428,20 f. 



428 WAS WIR BRINGEN. 1802 



[Anglist 10, Jena.] [4460] 

Haben Sie doch die Güte, die Sache mit Meyern zu 
besprechen und mir Ihre Gedanken zu sagen. 
An Schiller. — Br. 16, 111, 24—112, 20. 

August 10, Jena. 4470 6 

[Brief an] Hn Hofrath Schiller wegen dem Vor- 
spiel [,Was wir bringen' I, s. Nr. 4469]. x 
Tgb. 3, 62, 8 t 

August 13, Jena. 4471 

Da nach dem Vorspiele, zu Eröffnung des Lauch- 10 
stadter Schauspielhauses, zeither, sowohl von denen, 
die es gesehn, als von andern, die es nicht gesehn, 
vielfache Nachfrage gewesen,* so entschließe ich mich, 
es hierbei zu überschicken, damit es, je eher je lieber, 
gedruckt werde, wobei ich auf die Bemerkungen, welche 15 
ich beilege, 8 zu reflectiren bitte. 

Was das Honorar betrifft, so wird sich deßhalb schon 
eine Übereinkunft treffen lassen; und da es mir selbst 
schwer fällt, einen Preis zu bestimmen, so compromittire 
ich von meiner Seite gern auf Herrn Hofrath Schiller. 4 20 

Eine kurze Anzeige für die , Allgemeine Zeitung' [Nr. 4477] 
erhalten Sie nächstens. 

. . . Vom Empfang dieses erbitte mir baldige Nachricht. 
An Cotta. — Br. 16, 113, 1—14. 18f. 



1 — August 11 9 Schiller an Goethe : räth, die Handschrift sofort 26 
an Cotta zu senden und 50 Carolin Honorar zu fordern (Schillers 
Br. 6,4081); vgl Nr. 4469. 4471, sowie 430,20—22. 

2 Vgl 427, 6f. 

8 Nicht bekannt. 

4 Vgl Z. 25 f. Wegen des Ausdrucks „auf jemanden compro- 30 
mittiren" (ebenso 429, 10 f.) im Sinne von „jemanden als 
Schiedsrichter oder Vermittler bestellen" vgl das von Alexander 
Meyer GJ. 26,278 — 280 Beigebrachte, wozu erwähnt sei, daß 
Cotta, in seinem Briefe an Schiller September 21, das Fremd- 
wort vermeidend, in der selben Angelegenheit den Ausdruck S6 
»etwas auf jemanden aussetzen" gebraucht (Schiller-Cotta S. 470). 



»r 



1802 WAS WIR BRINGEN. ^9 

August 14, Jena. 4472 

Vorspiel [,Was wir bringen' I] an Hn Cotta ab- 
gesendet [s. Nr. 4471]. 1 
Tgb. 3, 62, 17. 

6 August 17, Jena. 4473 

Das Vorspiel [,Was wir bringen 4 I] habe ich noch- 
mals durchgesehen und es an Cotta abgeschickt. 2 Es 
mag nun auch in der weiten Welt grassiren. 

Wegen des Honorars habe ich es in Suspenso gelassen 

10 und nur geäußert: daß ich von meiner Seite auf Sie 

zu compromittiren 8 in jedem Falle gern gesinnt bin. 

Es kann ja ohnehin nur von etwas auf oder ab hier 

die Rede sein. 4 

An Schiller. — Br. 16, llö, 1—8. 

15 August 31, Weimar. 4474 

Das Vorspiel, das ich zu der Eröffnung des Lauch- 
städter Theaters gemacht habe, werden Sie bald gedruckt 
sehen. Anfangs hatte ich keine Neigung es heraus 
zu geben, 6 weil alles auf die Gelegenheit, den Moment, 

so die Individualität des Personals, 6 die Gewalt der Musik 
und der übrigen sinnlichen Darstellung berechnet war; 
nun mag denn aber, was auf dem Papiere stehen ge- 
blieben ist, auch in die Welt gehen und wirken, so gut 

es kann. 7 
25 An Zelter. — Br. 16, 118, 12—20. 

1 — August 15: Knebel an Böttiger (Knebels Nachlaß I 3, 52). 

» VgL Nr. 4471. 4472. 

» VgL 428, 19 f. 30—36. 

4 — August 23: Goethes Frau an Nik. Meyer (G. -Meyer S. 71) 
so — August 27: Goethe kehrt von Jena nach Weimar zurück 
zu seinem Aufenthalt in Jena ist noch zu erwähnen, daß Griee 
baoh, mit dem Goethe mehrfach zusammen gewesen war (jeden 
falls August 5 und 18, vgl Tgb. 3, 61, 25. 62, 27), die Hand 
schrift des Vorspiels vom Dichter geliehen haben muß, denn 
35 Abeken erzahlt in seinen Erinnerungen: er habe die Dichtung, 
die Goethe „seinen Freunden im Manusoript mittheilte, von 
Griesbach vorlesen hören" (Abeken S. 52). 

* VgL 427, 2f. 

• VgL 420, 20—23. 431, 12f. 

40 7 — September 10, Schiller an Cotta: „Goethe hat Ihnen sein 



430 WAS WIR BRINGEN. 1802 

September 24, Weimar. 4475 

Abends Probe im Theater. 1 
Tgb. 3, 64, 14f. 

September 25, Weimar. 4476 

Abends Eröffnung des Theaters. 3 s 

Tgb. 3, 64, 16. 

] [September vor 28, Weimar.] 4477 

"Weimar. Die hiesige Schauspielergesellschaft genoß 
in diesem Jahr zum zweiten Mal des Vortheils, in einem 
neuen Theatersaale zu spielen. In La^chstadt wurde, 10 
statt einer alten geringen Hütte, ein neues geräumiges 
Haus erbaut und zu Anfang des vergangenen Sommers 
eröffnet. Bei solchen Gelegenheiten ist die Aufmerk- 
samkeit gereizt, die Neugierde gespannt, und die Ge- 
legenheit recht geeignet, das Verhaltniß der Bühne und is 
des Publicums zur Sprache zu bringen. Man versäumte 
daher diese Epoche nicht und stellte in einem Vorspiel 



Drama angeboten, wie er mir sagt [vgl. dagegen 427, 31. 428, 131], 
und das Honorar Ihnen überlassen [vgl dagegen 428, 17 — 20]. 
Auf eine Anfrage, die er vorher bei mir gethan, was er ohn- 20 
gefähr dafür erwarten könne [s. 427, 191], habe ich ihm 
von 60 Carolin gesprochen [vgl. dagegen 428, 25 f.], und er 
scheint damit zufrieden. . . . Die Buchhändler aas Berlin und 
Leipzig haben sich, wie ich von guter Hand weiß, darum ge- 
rissen, . ." (SohiUers Br. 6, 417). S5 

— September 17: Goethes Frau an Nik. Meyer (6. -Meyer S. 72). 

— September 21, Cotta an Schiller: fragt an, ob er bei dem 
von ihm beabsichtigten Honorar von 70 Carolin bleiben oder, 
da der Druck nur 5 Bogen klein 8° gebe, die von Schiller vor- 
geschlagenen 60 Carolin zahlen solle (Schiller-Cotta S. 470). Daß so 
es bei letzterem Betrage blieb, beweist Cottas Honorar-Conto 
für Goethe vom selben Tage : „Vorspiel : Was wir bringen. . . . 

fl. 660" (Schiller-Cotta S. 691); vgl 3,531,29f. 

1 Von ,Was wir bringen 4 I mit Theaterrede 8 ; vgL Nr. 4476. 

2 Das Aufgeführte ist 223, 30—35 genannt; die Besetzung der Bollen tt 
wie Juni 26 (s. 425, 25 — 32), nur: Pathos — Miller. Übrigens vgL 
G. -Meyer S. 73. 

8 Folgende Anzeige erschien anonym in der »Allgemeinen Zeitung* 
1802 October 10, Nr. 283, Sp. 1140. VgL 428, 21 f. 



1802 WAS WIR BRINGEN. 431 

] [September vor 28, Weimar.] [4477] 

auf symbolische und allegorische Weise dasjenige vor, 
was in der letzten Zeit auf dem deutschen Theater 
überhaupt, besonders auf dem Weimarischen geschehen 

6 war. Das Possenspiel, das Familiendrama, die Oper, 
die Tragödie, das Naive, sowie das Maskenspiel, pro- 
ducirten sich nach und nach in ihren Eigenheiten, 
spielten und erklärten sich selbst oder wurden erklart, 
indem die Gestalt eines Mercurs das Ganze zusammen- 

10 knüpfte, auslegte, deutete. 1 Ob nun gleich dieses Drama 
eigens zu gedachter Gelegenheit bestimmt gewesen, auch 
einen großen Theil Beines Effects den individuellen Ta- 
lenten der Schauspieler zu danken hatte, 3 so glaubt 
man doch, daß es noch allgemeines Interesse genug 

16 für den Leser behalten dürfte, und wird es daher, unter 
dem Titel: Was wir bringen, ehestens in dem Gotta- 
schen Verlage herausgeben. 

Anzeige für die , Allgemeine Zeitung 4 . — W. 40, 249 f. 

September 28, Weimar. — s. Nr. 3961. 4478 

20 September 28, Weimar. — s. Nr. 3962. 4479 

Ootober 2, Weimar. 3 4480 

Abends im Schauspiel. 4 
Tgb. 3, 65, 4. 

1 Die Worte „ist" (430, 13) bis „deutete" nahm Goethe spater 
25 in die ,Tag- und Jahres-Hefte' auf (vgl. Nr. 4527). 

• Vgl 420, 20—23. 429, 20. 

* Der Vermerk steht im Tagebuch irrig unter Ootober 3 (vgl. 
Burkhardt I S. 45 Anm. ft)* 

4 Es wurde aufgeführt : 1. Bouillys Drama ,Der Taubstumme, 
so oder der Abbä de FlSpee', übersetzt von Kotzebue, 2. Harmonie- 
Musik, von Destouches, 3. ,Was wir bringen 4 I in der selben 
Rollenbesetzung wie September 25 (s. 430, 351). 

— October 2: Goethes Frau an Nik. Meyer (G.-Meyer S. 73). 

— October 8: Schiller an Cotta (Schillers Br. 6, 418). 

85 — October 29: Cotta an Schiller (Schiller-Cotta S. 474). — 
Schiller an Cotta : „Goethens kleines Stück wird in der Gegend 
von Halle die stärkste Nachfrage erregen, weil die dortige 
Universität, Studenten und Lehrer, eine große Freude an der 
Aufführung desselben gehabt" (Schillers Br. 6, 425) ; vgl. 426, 6. 



432 WAS WIR BRINGEN. 1802 

November 9, Weimar. 4481 

Wir senden . . einiges, sowohl leiblich als geistig Ge- 
nießbares, wie denn das Lauchstädter Vorspiel 1 hier 
beiliegt. » 

An Nik. Meyer. — Br. 16, 133, 12—15. 5 

November 10, Weimar. 4482 

[Sendung und Brief] An Hn Doctor Meyer, Bremen, 
Vorspiel [s. Nr. 4481]. 

Tgb. 3, 66, 24f. 

November 15, Weimar. 4483 10 

Sehr gern ergreif ich die Gelegenheit, welche mir 
beiliegendes Bändchen 2 anbietet, um E. W. an die 
Augenblicke zu erinnern, welche wir in Halle, Lauch- 
stadt 8 und Weimar dieses Jahr über genossen und die, 
wenigstens für mich, so manches Erfreuliche und Nütz- 16 
liehe erzeugten. Möchten Sie sich bei diesen drama- 
tischen Arbeiten, deren Zweck und Werth Sie mehr 
als andere zu beurtheilen wissen, jene Stunden wieder 
in's Gedächtniß rufen, in denen wir uns über das All- 
gemeine und Ausgebreitete besprochen, da diese kleinen 20 
Arbeiten freilich nur das Besondere und Beschrankte 
ausdrücken. 

An A. H. Niemeyer. — Br. 16, 137, 1—12. 



— November zwischen 4 und 9: Ankunft der Freiexemplare 
von »Was wir bringen' I, Druck 1 (vgl. 433, 16 f. ; wären sie *6 
November 3 schon in Weimar gewesen, so hätte Goethe seinem 
Brief an Zelter von diesem Tage gewiß ein Exemplar beigelegt). 
Vgl. Z. 3. 8. 12. 433, 2. 9. 26. 434, 10. 

1 Exemplar von Druck 1. 

8 Enthaltend Druck 1 des Lauchstädter Vorspiels, sowie die Über- so 
setzong von Voltaires »Mahomet' und »Tancred' (ebenso in 
Nr. 4484. 4485. 4488. 4489). 

8 Vgl. Tgb. 3, 60, 26f. Vermutlich war der Adressat auch bei 
einer der in Nr. 4465. 4466 genannten Vorstellungen gegenwärtig 
gewesen. 86 



1802 WAS WIR BRINGEN. 433 

November 15, Weimar. 4484 

Auf die inliegenden drei kleinen Hefte 1 habe ich ge- 
wartet, um Ihnen, werther Herr Professor, auch ein- 
mal wieder zu schreiben. 
6 An Sartorius. — Br. 16, 138, 16—18. 

November 15, Weimar. 4485 

Schon lange hatte ich ein Lebenszeichen von mir 
gegeben . ., wenn ich nicht auf den Druck beikommen- 
der Kleinigkeiten* gewartet hätte, die ich Ihnen, als 
10 Erinnerung angenehm zusammen vollbrachter Stunden, 8 
gegenwärtig übersende, und die vielleicht nur für den- 
jenigen einen Werth haben, der unser Theater und die 

Absichten kennt, die wir im Auge haben. 4 
An F. A. Wolf. — Br. 16, 141, 7—16. 
15 November 19, Weimar. 4486 

Die Exemplare des Vorspiels [,Was wir bringen' I] 
sind schon vor einiger Zeit angekommen, 6 wofür ich 

. . danke. 

An Cotta. — Br. 16, 142, 12—14. 
20 ] [November 19, Weimar.] 4487 

Was Format und Druck 6 betrifft, so dächte ich, man 
nähme etwa das Format der »Propyläen* und die 

Lettern von ,Was wir bringen* [I]. 7 
An Cotta. — Br. 16,438. 
25 November 28, Weimar. 4488 

Das beikommende Bändchen 8 mag zu einiger Ent- 
schuldigung dienen, daß ich so lange nicht geschrieben. 



i Vgl 432, 30f. 

* Wie 432, 30f. 

so * VgL 425, 14. 426, 19—21. 

* — November 15: Schiller an Körner: sendet ein Exemplar von 
Druck 1 (Schillers Br. 6, 428). 

* VgL 432, 24f. 

6 Von Goethes Übersetzung der ,Vita di Benvenuto Gellini'. 
36 7 — November 19: Körner an Schiller (Schiller-Körner 4, 237). 
— November 27: Schiller an Cotta (Schillers Br. 6, 431). 

* Den Inhalt s. 432, 30 f. (Der Vermerk im Tgb. nennt nur 
,Mahomet' und ,Tanored', ebenso der Vermerk im Tgb. über 
Nr. 4489.) 

Grit, Goethe Ober s. Dichtungen T. II, B. 4. 28 



434 WAS WIR BRINGEN. 1802 

[November 28, Weimar.] [4488] 

Ich wollte warten, bis es ganz zusammen wäre; jedoch 
da der Abdruck der einzelnen Stücke langsam ging, so 
hat es sich bis jetzt verspätet. 

Ich wünsche, daß Du an diesen Arbeiten einigen An- * 
theil nehmen und bei diesen langen Winterabenden einige 

Unterhaltung daran finden mögest. 1 
An Knebel — Br. 16, 145, 6—13. 
] [November 30, Weimar.] 4489 

Sie erhalten zugleich einige Arbeiten, * die gewisser" 
Maßen nur durch unmittelbare theatralische Zwecke 
entschuldigt werden können. Ich würde sie Ihnen nicht 
vorlegen, wenn ich nicht wünschte, Ihre Meinung über 
unsern zehen- und eilfsilbigen 8 Jambus näher zu ver- 
nehmen. 15 

Wenn ich das Vergnügen habe, Sie wieder zu sehen, 
so erlauben Sie mir wohl, über eines und das andere 
anzufragen und zu Erleichterung meiner Absicht einige 
Scenen gegenwärtiger Stücke mit Ihnen durchzugehen. 
So wie ich überhaupt noch einige andere dramatische *° 

Angelegenheiten an Sie zu bringen wünschte. 4 
An J. H. Voß. — Br. 16, 147, 9—21. 

1808. 

6 Februar 7, Weimar. 4490 

Die , Werbung* (ich würde lieber »Bewerbung* ö 
gesagt haben) ist eine recht artige Variation von ,Was 

1 — November 29: Schelling an A W. Schlegel (Cotta JA. 9, 415). 
8 Statt „einige Arbeiten" im Coneept ursprünglich „ein Bandohen, 

das einige Arbeiten enthält*' ; den Inhalt s. 492, 30 L 
8 Statt dessen im Coneept zuerst „sogenannten fünffüßigen thea- *o 

tralisohen". 

* Hier hat Goethe wohl hauptsächlich die »Natürliche Tochter 4 
im Sinne, vgl Nr. 3333. 3334 (3, 529). 

— December 22: Knebel an Goethe (G. -Knebel 1, 260) ; Tgl. 
Nr. 4488. » 

* Vgl 10, 26—39. 

— Januar 31: Bei der Redoute zur Feier des GeburtetagB 
der Herzogin Luise erschienen „drei sehr schöne Aufzüge, . . 



1803 WAS WIR BRINGEN. 436 

[Februar 7, Weimar.] [4400] 

wir bringen' [I] und, so viel ich beurtheilen kann, 
dem Local gut angepaßt. 1 

An Nik. Meyer. — Br. 16, 183, 14—18. 

6 [Februar vor 11, Weimar.] 8 4491 

Goethe klagt sehr über die Druckfehler im ,Was 

wir bringen* [I] und auch im ,Cellini' und will nichts 

mehr im Reich drucken lassen. 8 

Mit Schiller. — Schillers Br. 7, 12 (Schiller an Cotta, 
10 Februar 11; fehlt in den , Gesprächen'). 

Mai 15, Jena. — s. Nr. 3337 (3, 530). 4491a 

Mai 15, Jena. — s. 3, 530, 11—13. 18. 4492 

1805. 

Mai 1, Weimar. — s. 1, 63, 20. 4493 

15 1806. 

Februar 24, Weimar. — s. Nr. 543 (1, 288). 4493 a 

Ootober 24, Weimar. — s. 1, 136, 30—137, 3. 4493b 

Deoember 9, Weimar. — s. 1, 140, 2. 4493 o 



1807. 

20 März 
Mai 



^ 13, | Weimar. — s. Nr. 90. 91 (1, 64f.), 4493d. e 



der dritte repräsentirte das Personal aus dem Vorspiel »Was 

wir bringen 4 [I]. Tieek [der Bildhauer?], .. stellte den Merkur 

vor, . ." (Goethes Frau an Nik. Meyer, Februar 7, G. -Meyer S. 77.) 

25 * ,Die Werbung. Ein Vorspiel zum Neuenjahr 4 , Dichtung des 

Adressaten. — Im unmittelbar Folgenden räth Goethe davon 

ab, Verstandniß und Aufnahme „durch diffioile Sylbenmaße zu 

erschweren 4 '. 

— Februar 7: Goethes Frau an Nik. Meyer (G. -Meyer S. 77); 

so vgL Z. 25 f. 

* Datirt mit Rücksicht auf Br. 16, 182, 1—12. 25 und auf das 
Datum von Schillers Brief an Cotta; vielleicht ist aber „1802 
November zwischen 4 und 9" zu datiren (vgL 432, 24 f.). 
3 — Februar 11: Schiller an Cotta (Schillers Br. 7, 12), s. Nr. 4491. 
85 — März 5: Marianne v. Eybenberg an Goethe (SdGG. 18, 148 f. ; 
dieser Brief war auch 3, 390 naoh Z; 38 anzuführen, da in ihm 
Maskenzug 8 erwähnt wird). 

28* 



436 WAS WIR BRINGEN. 1808 

1808. 

August 7, Karlsbad — s. Nr. 92 (1, 65). 4493 f 

1809. 

][Nach Ootober 10, ?] 4494 

[Zu 1802. — Im ältesten biographischen Schema heißt 5 
es unter] 

1802: . . . ,Was wir bringen* [I] 26. Juni. 1 . . . 
W. 26, 362, 9. 

1814. 

Mai 4, [Weimar.] — s. Nr. 2946 (3, 386 f.). 4494a 10 

2 Mai 5, Weimar. 4496 

[Nachmittags] Vorarbeit für Halle. 8 
Tgb. 5, 105, 11. 
Mai 9, Weimar. 4496 

[Nachmittags] Parodie des Schlusses der »Entführung'. 4 is 
Tgb. 5, 106, 12f. 
Mai 11, Weimar. 4497 

Mittag Prof. Riemer. Bearbeitung des Vorspiels [,Was 

wir bringen* II]. 

Tgb. 5, 106, 23f. 20 



* VgL Nr. 4466. 

8 Wann der 438, 17, sowie 1, 299, 22 erwähnte Wunsch der 
Bade- Verwaltung zu Halle an Goethe gelangt ist, scheint nicht 
zu ermitteln, vermuthlich ge3chah es Ende April oder Anfang Mai. 

8 ,Was wir bringen' II; vgL das sachlich hierher Gehörige: 1,407, 25 
5 — 15. Zu erwähnen ist, daß Goethe mit den ersten Versen 
des Vorspiels für Halle unmittelbar an ,Was wir bringen* I an- 
knüpft (Mercur): 

„Das, was vor Jahren wir in Lauchstadt brachten, 

Das ist von euch noch manchem wohlbekannt. " 30 

4 Der Musik des finales Aufzug III von Mozarts Oper ,Die Ent- 
führung aus dem Serail* legte Goethe die Schluß- Verse (396—436) 
des Vorspiels für Halle unter; für das unmittelbar vorhergehende 
Chorlied (Vers 388—395) benutzte er in der selben Weise den 
Chor „Singt dem großen Bassa Lieder" aus Aufzug I Auftritt 9 35 
der selben Oper. Diese war kurz vorher, April 2 und 23, am 
Hoftheater in Weimar .aufgeführt worden (vgl auch Tgb. 5, 
102,3. 104, 8 f.). 



1814 WAS WIR BRINGEN. 437 

Mai 12, Weimar. 4498 

[Nachmittags] Hofrath Meyer, Abrede wegen des Vor- 
spiels [,Was wir bringen' II]. 1 Riemer, ähnliche Unter- 
haltung. Vorarbeiten aufs Nächste. 
5 Tgb. 5, 106, 26—28. 

Mai 13, Berka.* 4499 

Depesche von Weimar abgefertigt Halle betreffend. 3 
Tgb. 5, 107, 4f. 
Mai 16, Berka. 4500 

io [Nachmittags] Vorspiel für Halle. . . . Bibl. Reil. 4 
Tgb. ö, 107, 16. 18. 

Mai 17, Berka. 4501 

[Morgens] Vorspiel für Halle. 6 
Tgb. 5, 107, 20. 

15 Mai 18, Berka. 4502 

In Berka hier ist es so still und friedlich, als wenn 
seit hundert Jahren und hundert Meilen weit kein Kriegs- 
getümmel existirte. Der Tag ist so lang, daß er manch- 
mal langweilig wird, und (ließ, wissen Sie, ist der Er- 

20 * Vgl 438, 10 f. 

2 Goethe war Vormittags hier eingetroffen, um in Rahe zunächst 

das Vorspiel für Halle ausführen zu können. 
8 Der Vermerk ist eigenhändig nachgetragen und wohl so zu ver- 
stehen: daß Goethe, noch von Weimar aus, eine Depesche nach 

25 Halle gesandt hatte; diese bezog sich vermuthlioh auf die 438, 11. 

439, 11 genannte „Zeichnung'* (von Reils Garten). 

4 Der lakonische Vermerk „Bibl. Reil" macht Schwierigkeiten. 

Gegen die Deutung „Bibl. Beil, Halle ?" (Br. 24, 402), d. h. 

Brief oder Sendung an den Bibliothekar (?) Reil nach Halle, 

80 spricht entschieden, daß der Bestimmungsort „Halle" im Tgb. 
fehlt Mir scheint es das Nächstliegende, anzunehmen, daß es 
sich um eine briefliche Anfrage oder Sendung an die Herzog- 
liche Bibliothek zu Weimar handelt, ein Werk über Reil oder 
von Reil, vielleicht Reils Rede bei seinem Abschied von Halle 

85 im Jahre 1810 betreffend, aus der in der That mehrere Stellen 
fast wörtlich im Vorspiel für Halle benutzt sind (vgl WH. 11 (1), 
380—383 zu Vers 100—102. 135 f. 1511). Das Ausleihebuoh der 
Weimarer Bibliothek gibt, so viel ich sehe, nichts hierher Ge- 
höriges an. 

40 * VgL für diesen Tag noch Nr. 574. 575 (1,298 f.). 



438 WAS WIR BRINGEN. 1814 

[Mal 18, Berka.] [4502] 

findung sehr günstig. Und so bin ich denn auch mit 

dem Plan des kleinen Stücks [,Was wir bringen' II] 

bis in's Einzelne ziemlich zu Bande. Die Scene der 

Parzen 1 ist besser geworden, als ich sie mir Anfangs 5 

dachte. Den Mechanismus mit dem Weifen und Zwirnen 

habe ich aufgegeben und etwas ersonnen, das mehr Stil 

hat und die Sprechenden weniger irrt, ja vielmehr der 

Handlung günstig ist. 

Ist in den andern Dingen, über die wir Abrede ge- 10 

nommen, etwas vorgefallen ? Sobald die Zeichnung* von 

Halle kommt, werde ich Sie ersuchen, mit [Anton] 

Genast herauszufahren, damit wir gleich alles bereden 

und bestimmen. 8 

An J. IL Meyer. — Br. 24, 273, 2—18. 15 

Mai 18, Berka. 4503 

Den von E. W. geäußerten Wunsch 4 erfülle mit sehr 
vielem Vergnügen, da er mir Gelegenheit gibt, eine 
verjährte Schuld, die ich unserm trefflichen Beil, dem 
Arzt und Lehrer, rückständig bin, 5 einiger Maßen ab- 20 
zutragen, und zugleich darzuthun, wie gern ich Denen- 
selben etwas Gefälliges erzeigen möchte. Empfangen 
Sie unser Schauspiel mit dem gewöhnlichen Wohlwollen 
und lassen die Mitglieder desselben Theil nehmen an 
den glücklichen Tagen, welche Sie jetzo genießen, und ss 
die Ihnen noch bevorstehen. 

Ich sage nichts weiter, um die begonnene Arbeit, der 
ich Ihren Beifall wünsche, auch nicht einen Augenblick 
zu unterbrechen. 

An d. Badedireotion in Halle. — Br. 24, 276, 12—277, 1. so 

1 Auftritt 3; vgl. 440,4. 

8 Von Reib Garten, vgL 437, 25 f. und Nr. 4506. 

» Vgl. Nr. 4606. 

* VgL 1, 299, 22—300, 4. 

6 Seit 1805, wo Reil Goethen ärztlich „ohne großen medicinischen 85 
Aufwand" behandelt hatte und ihm „zugleich als Praktiker, 
als denkender, wohlgesinnter und anschauender Mann" bekannt 
geworden war (vgL Br. 19, 34, 13—19 und W. 35, 205, 3—11). 



1814 WAS WIR BRINGEN. 439 

Mai 18, Berka. — s. 1, 299, 17—900, 21. 4504 

Mai 18, Berka. — s. Nr. 577 (1, 301). 4504 a 

Mai 18, Berka. 4505 

[Früh] Beschäftigung wie gestern. 1 . . . [Nachmittags] 

5 Vorspiel. 9 

Tgb. 5, 107, 25. 108, 1. 

Mai 19, Berka. 4506 

[Anton] Genast fährt nächstens zu mir heraus, es 

wäre schön, wenn Sie ihn begleiten möchten; so läßt 

10 sich alles wegen des kleinen Stücks [,Was wir bringen* II] 

verabreden und abthun. 8 Die Zeichnung des Reilischen 

Gartens 4 ist sehr gut gerathen und zu unsern Zwecken 6 

vollkommen brauchbar. 

An J. H. Meyer. — Br. 24, 281, 20—25. 

15 Mai 19, Berka. — s. 1, 301, 24 f.« 4507 

] [Mai 23? Berka.] 7 4508 

Könnten wir heute Abend 

,Was wir bringen, Fortsetzung* 

zusammen durchgehen, wäre sehr gefördert. 
20 An Riemer. — Br. 24, 295, 7—9. 

Mai 23, Berka. 4509 

[Abends?] ,Was wir bringen' [II]. 8 
Tgb. 5, 109, 2. 

Mai 24, Berka. 4510 

25 [Früh Brief] An [Anton] Genast, mit der Partitur 

des Schlußchors zu ,Was wir bringen* [II]. 9 . . . [Nach- 



i VgL Nr. 4501. 

* Die Möglichkeit der Beziehung auf des »Epimenidee Erwachen* 
bleibt bestehen, vgl. Nr. 578 (1, 301). 

so 3 VgL Z. 33f und 438, 11—14. 

* VgL437,25f. 438, llf. 
5 VgL Auftritt 6. 

• — Mai 22: Goethe erhält Nachmittags Besuch von Anton und 
Eduard Genast, Moltke und J. H. Meyer (vgl Tgb. 5, 108, 22 f.); 

35 wegen des bei dieser Gelegenheit Besprochenen vgL Z. 8 — 11. 

7 Datirt im Hinblick auf Nr. 4509, wo allerdings Riemer nioht 
genannt ist. 

8 Durchsicht und Besprechung mit Riemer ? vgL Nr. 4508. 

• VgL 436, 15. 31—36; der Brief ist nicht bekannt 



440 WAS WIR BRINGEN. 1814 

[Mai 24, Berka.] [4510] 

mittags] Entschluß, die Vorspiele [,Was wir bringen* 
II und ,Des Epimenides Erwachen*] gemeinsam zu fer- 
tigen. 1 Die Parzen besprochen. 9 
Tgb. 6, 109, 9f. 12—14. 

Mai 29, Berka. — s. 1, 318, 11-13. 4511 

Juni 9, Berka. — s. 1, 319, 35—320, 3.* 4512 



1 d. h. mit Riemer zusammen (wegen des »Epimenides* vgl. 1, 318, 
28 — 30); daraufhin wurde ein großer Theil des Vorspiels für 
Halle von Riemer ausgeführt und bis etwa Juni 6 vollendet 10 
(vgL 1, 320, 25 f.). Riemer bemerkt: „Noch schlimmer [als dem 
Vorspiel ,Was wir bringen* I, bei dem Goethe aus Mangel an 
Muße und Sammlung auf die Ausarbeitung des letzten Motives 
hatte verziohten müssen, vgL 424, 4 f. 426, 11 f.] erging es der 
Fortsetzung jenes Vorspiels, die ihr eigentliches Thema [die 15 
Auferweokung von Philemon und Baucis, vgL Vers 59] verlaßt, ja 
gänzlich aufgibt, obgleich ein bedeutender Theil nach seiner 
Angabe von mir ausgearbeitet war, aus Furcht, in eine Parodie 
seines »Epimenides*, an dem er gleichzeitig arbeitete, zu ge- 
rathen oder doch den Gedanken daran zu erwecken" (Riemer 20 
1, 209). VgL 1,407, 14f., sowie WH. 11 (1), 379 Anm. * und 
Otto Pniower in Cotta JA. 9, 420 f. 

1 Auftritt 3; vgL 438, 4—9. 

» — Juni 10: „Rötsch liquidirt für Abschrift ,W. w. br.' [II]" 
(Burkhardt II S. 10.) 25 

— Juni 12: Kinns an Iffland (WH. 11 (1), 367). 

— Juni 17: Erste Aufführung von ,W. w. br.' II, mit folgen- 
der Besetzung der Rollen: 



Mercar ...... 

Klotho .... 

Lachesis .... 

Atropos 

Nymphe der Saale 
Schauspielkunst 

Bassa , 

Constanze . . . . 
Belmonte ... 
Pedrlllo .... 

Blonde 

Osmln 



Wolff. 

Lortzing. $0 

Luise Beck. 

Wolff. 

Lortzing. 

Wolff. 

Deny. $6 

Unzelmann. 

Moltke. 

Unselmann. 

Luise Beck. 

Genast d. j. 40 



Der Theater-Zettel kündigte an: »Was wir bringen.- Fort- 
setzung. Prolog von Goethe*. Auf das Vorspiel folgte Voltaires 



1814 WAS WIR BRINGEN. 441 

TJuli 18, Weimar. — s. 12, 16. 4512 a 

Juli 19 und 24, Weimar. 4513 

[Jtdi 19. Nr. 638 (1,343 f.). — ]. ... 
Das Vorspiel für Halle [,Was wir bringen* II] wird 
s soeben abgeschrieben und dem Gegenwärtigen bald 
nachfolgen. Können Sie es zum Schlüsse des Damen- 
calenders 1 brauchen, so steht es zu Diensten; für das 
,Morgenblatt< war' es zu lang, doch wird nichts da- 
gegen zu erinnern sein, wenn Sie die Scene der Parzen 
10 darin abdrucken wollen. 9 . . . 

[Juli 24.] Gegenwärtig kann das Vorspiel 8 mit- 
senden . . 

An Cotta. - Br. 24, 320, 20—26. 321, 19. 

Juli 25, Weimar. 4514 

15 [Brief] An Dr Cotta nach Stuttgart [s. Nr. 4513], 
mit ,Was wir bringen*, Fortsetzung. 
Tgb. 6, 120, 2 f. 

][Deoember 26? Weimar.] — s. 1, 9, 9f. 4515 

1815. 

20 Februar 20, Weimar. — s. 1, 12, 6. 4515 a 

Mai [4], Weimar. — s. Nr. 4639. 4516 

November 27, Weimar. 4517 

Cotta: 

*5. Band [der Werke Cotta*]. 
«6 *,Was wir bringen' II. 



»Tancred* in Goethes Übersetzung. VgL Gotthardi 1, 147 — 150. 

— Das Theater-Honorar für Goethe betrug 50 Thaler (vgl. 

Vierteljahrschrift für Literaturgeschichte 3, 483). 

— Juni 19: Zweite Aufführung von ,W. w. br.' II (die Be- 

80 fetzung der Rollen s. 440, 29 — 40), darauf GretrvB Oper »Richard 

Löwenherz'. 

1 Des bei Cotta erscheinenden »Taschenbuches für Damen auf 

das Jahr 1815*. 
* Das Ganze erschien im »Morgenblatt 4 , vgl. 421, 30 — 37. 
S6 * Abschrift von ,W. w. br.' II, Vorlage für Druck 1. 



442 WAS WEB BRINGEN. 1815 



Pronator 27, Wctaar.) [4517] 

*Interpunction. 1 



*,Was wir bringen* IL f 
Agenda 1815 November 27. — Tgb. 0,307,9—12. 19. 
Deeember 2, Weimar. 4518 s 

,Was wir bringen, Fortsetzung, Halle* kann ans 
dem jMorgenblatte* abgedruckt werden. 8 
An Cotta. — Br. 26, 388. 
Deeember 6, Weimar. 4519 

Von ,Was wir bringen. Fortsetzung Halle' folgt io 
eine reine Abschrift mit der nächsten Sendung . .* 

[— Nr. 16(l,13f.).] 

An Cotta. — Br. 26, 177, 4t 
Deeember 25, Weimar. — s. 1, 180, 3. 4520 

1816. is 

Januar 8, Weimar. — s. 1, 180, 13. 4521 

Januar 10, Weimar. — 8. 1, 180, 21—23. 4522 

Februar 13, Weimar. — 8,1, 180, 26—28.» 4523 

Oetober 15, Weimar. — s. Nr. 238 (1, 145). 4523a 

Ootober 22, Weimar. — s. Nr. 2014 (2, 623). 4523b so 

November 14, Weimar. — s. Nr. 239 (1, 145). 4523 o 

1817. 

April 17, Jena. — s. 3, 98, 14—16.« 4623 d 

Mai 20, Weimar. 4524 

Die Anfrage des Herrn Factors 7 beantworte folgender ts 
Maßen. Da das Vorspiel ,Was wir bringen', Fort- 

1 VgL W. 13(2), 117 und Br. 26, 388 zu Brief 7234. 

1 Zur Erledigung kam dieser Punct (<L h. die Frage: was als 

Vorlage für Druck 2 dienen sollte) erat durch 1,180,21—23; 

vgL Nr. 4518. 4519. so 

8 In Band 5 der Werke Cotta 1 ; vgL dagegen Nr. 4519. 

* Als Vorlage für Druck 2, vgL 1, 180, 21—23. 

* — Februar 22 und 26: VgL Nr. 321. 323 (1, 181). 

* — Aprü 29, Factor Reichel an Goethe: fragt wegen der in 
Nr. 4524 besprochenen Angelegenheit an (vgL Br. 28, 389 zu 35 
Brief 7749.) 

7 VgL Z. 34f. 



1817 WAS WIR BRINGEN. 443 

[Mai 20, Weimar.] [4624] 

Setzung, im Juli 1814, Halle, bei Gelegenheit der Er- 
öffnung des neuen Schauspielhauses gedichtet worden, 
so kann es gar wohl unter der Rubrik : Theatralische 

5 Gelegenheitsgedichte mit abgedruckt werden 1 und 
zwar als das erste derselben. 

Jenes erste ,Was wir bringen', von dem das zweite 
die Fortsetzung ist, wird nicht abgedruckt, da es in 
der alten Ausgabe steht. 9 

10 An Cotta, — Br. 28, 95, 21—96, 7. 

1819. 

März [Anfang], Weimar. — a 1, 16, 26. 36 f. 8 4525 

1828. 

] [Januar zwischen 10 und 19, Weimar.] — 4525a 

15 s. Nr. 100 (1, 66). 

][? ? ?] — b. Nr. 735 (1,407). 4526 

1824. 

][oder 1825.] 4527 

[Zu 1802.] Nun ist das Eröffnen, Einleiten, Einweihen 
20 solcher Anstalten 4 immer bedeutend. In solchem Falle 6 . . . 
Die Verwandlung eines schlechten Bauernwirthshauses 
in einen theatralischen Palast, wobei zugleich die meisten 
Personen in eine höhere Sphäre versetzt worden, be- 
förderte heiteres Nachdenken. 



25 2 In dem 1, 4, 7 — 25 genannten Ergänzungsband der Werke Cotta 1 ; 
vgL 3, 98, 16. 
» <L h. in den Werken Cotta 1 (vgl 421, 8—11). 

3 — Zu 1819 ist noch zu erwähnen : daß Goethe zwei Besuohern 
aus Jever, also Landsleuten Keils (der zu Rhaude ist Ostfries- 

30 land geboren war), Vers 98 — 104 aus ,W. w. br.' II als Andenken 
in ein Buch sehrieb (vgl W. 13 (2), 171). 

4 Wie das neue Theater in Lauohstadt. 

6 Das Folgende nahm Goethe aus seiner Anzeige für die »All- 
gemeine Zeitung, vom Jahre 1802 herüber, s. 430, 13 „ist" bis 
86 431, 10 „deutete". 



444 WAS WIR BRINGEN. 1824 

Uoder 1826.] [4627] 

Den 6. Juni 1 begab ich mich nach Jena und schrieb 
das Vorspiel [,Was wir bringen' I] ungefähr in acht 
Tagen; die letzte Hand war in Lauchstadt selbst an- 
gelegt, und bis zur letzten Stunde memorirt und geübt, s 
Es that eine liebliche Wirkung, 9 und lange Jahre er- 
innerte sich mancher Freund, 8 der uns dort besuchte, 
jener hochgesteigerten Kunstgenüsse. 

Tag- und Jahres-Hefte, 1802. — W. 35, 134, 22—136, 19. 

][£nde, Weimar.] 4528 10 

4 Dieser unbekannte Freund erhöht meinen Muth bei 
dem schwierigen Geschäft einer Redaction meines Brief- 
wechsels mit Schiller. Ich werde sie auch um seinet- 
willen beeilen, und ihm zu Liebe lass' ich meine Briefe 
von 1802 in diesem Hefte 5 abdrucken. Er wird sie nun i6 
mit den Schillerischen von diesem Jahre verschränken 
und sich in Gefühlen, Beobachtungen und Betrachtungen 
gar gestärkt finden. 

Zugleich ersuch' ich ihn, das Vorspiel ,Was wir 
bringen* [I] unmittelbar darauf zu lesen, und jene 20 
Zeit wird vor ihm lebendig aufgehen, besonders wenn 



1 VgL422,32f. 

* VgL 426, 6. 

8 So die 425, 14f. Genannten. 

4 B. R. Abeken hatte sich 1824 im ,Litterarisohen Conversations- 25 
blatt', Nr. 240, in einem anonymen Aufsatz, betitelt ,Über das 
neueste Heft von Goethes Kunst und Alterthum. Sohreiben an 
einen Freund 4 , über Band 5 Heft 1 von Goethes Zeitschrift aus- 
gesprochen, besonders über die daselbst veröffentlichten Briefe 
Schillers an Goethe aus dem Jahre 1802. Dieser Aufsatz war 30 
ganz nach Goethes Sinne gewesen ; als „gleichgestimmt mit dem 
Verfasser", spricht er im darauf folgenden Heft von Kunst und 
Alterthum einige Betrachtungen aus über den Werth von Brief* 
Veröffentlichungen, und schließt, wie folgt. 

* Kunst und Alterthum 5 (2). 35 



1824 WAS WIR BRINGEN. 446 

][Ende, Weimar.] [4528] 

er, was wohl möglich wäre, jener Vorstellung persön- 
lich beigewohnt hätte. 1 

Ans der Gruppe „Einzelnes" in Kunst und Alterthum 5 (2), 
5 179. — W. 41 (2), 166, 3—16. 

1825. 

Januar 12. 13, Weimar. — s. 3, 109, 19—21. 4629 

April 23, Weimar. — s. 1, 184, 14 f.* 4629a 

1826. 

io Februar 1, Weimar. — s. 1, 30, 61 4630 

1827. 

Januar 27, 

Februar 17, [Weimar. — s. Nr. 247—249 (1, 161). 4630a— o 

Februar 18, 
15 Februar 19, Weimar. — s. 216, 2 f. 4631 

A^rü 4L* I WeimÄr - ~~ a Nr ' 26L ** 2 (1 ' 1Ö1L )- 4531lk b 

September 18, Weimar. — s. Nr. 64 (1,47 f.). 4631 o 

1828. 

20 Februar 28, Weimar. — s. 2, 436, 21—24. 4631 d 

Maf^f 2 ' ) WeimÄr - — ß - 2 ' ^ 26i 464 » 16t 4531e ' f 

Ootolw' 20 } Weimar ' ~ 8 ' Nr ' ** 67 t 1 » 48 )' 4631 * h 

25 Ootober 26, ) 



Ootober 26, 
November 1, 
November 8,, 



Weimar. — s. Nr. 2020—2023 (2, 626f.). 4631 i—m 



1 Dieß war nioht der Fall gewesen. Übrigens vgL 429, 36 — 37 
so und Abeken S. 1701 

* — Mai 6: Göttling an Goethe (W. 13 (2), 158 f.). 

— /November zwischen 8 und 22:] Zelter an Goethe (G.- 
Zelter 4, 96). 



■°-^3^"*" 



Die Wette. 



Handschriften: Das Ganze, Niederschrift von Schreiberhand (nach 
Die tat), mit eigenhändigen Verbesserungen. Goethes; unter 
dem erat spater (theils von Eckennann, theils von einem 
Schreiber) hinzugefügten Titel .Die Wette. Lustspiel in J 
einem Acte. Toplitz'; auf dem Umsehlag die Aufschrift ,Die 
Wette. Ein Lustpiel' nebst Hinweis auf Druck 1 (von 
Krauten Hand). 

Erster Druek: 1837, Werke Q. 1 (2), 381—385, unter dem Titel 
.Die Wette. Lustspiel in einem Act, Teplitz, 1812'. w 

Zweiter Druek; 1842, Werke N. 17. 1- -23 (Werke CotU 1 Band 57); 
Titel wie in Druck 1. 

Weimarer Auegabe; 1891, W. 9, 147—168 und SOS— 610, Titel wie 
in Druok 1 („Einem" statt „einem"); wegen der Stellung 
vgL 3, 291, 15—17. — Vgl GJ. 13, 263. I* 



1812. 

Juli 28, Teplitz. 4S32 

Früh 8 Uhr nach Eichwald. Ihro Majestät [die 
Kaiserin von Oesterreich], Gräfin O'Donell. Dei Herzog 
[Karl August], Fürst Lichnowsky. Aufgabe, das Be- m 
tragen zweier durch eine Wette getrennter Liebender. 
Tgb. 4, 306, 9—12. 
Juli 29, Teplitz. 4531 

[Vormittags] Bei Ihro Majestät [der Kaiserin von 
Oesterreich]. Kleines Stück zur Auflösung der gestrigen « 
Aufgabe. 1 

Tgb. 4, 306, 201 

» Vgl. Z. 20f . 



1812 DIE WETTE. 447 

Juli 30, Teplitz. 4534 

[Früh] Das kleine Stück dictirt. ... Nach Tische 

fortgefahren. 

Tgb. 4, 306, 26t 

5 Juli 31, Teplitz. 4535 

[Früh] Vogel fing an die Rollen auszuschreiben. . . . 
[Nachmittags] Doms Rolle 1 von Vogel. 
Tgb. 4, 306, 28—307, 1. 6 f. 

Augast 1, Teplitz. 4536 

io Die Kaiserin . . hat ein klein Theaterstück in diesen 

Tagen geschrieben, 9 das ich ein wenig zurechtgerückt 

habe. Es soll gespielt werden die nächste Woche. Hie- 

von sagst Du niemanden. 8 

An Christiane. — Br. 23, 48, 4. 9—12. 

15 August 2, Teplitz. 4537 

Mit Gräfin O'Donell zu Clarys, Leseprobe. 
Tgb. 4, 307, 201 

August 3, Teplitz. 4538 

[Vormittags] Fürst Clary wegen der Decoration. 
20 Tgb. 4, 307, 26. 

August 4, Teplitz. 4539 

[Früh] Die Rolle. 4 . . . Probe im Schloß. 
Tgb. 4, 308, 6f. 

August 5, [Teplitz.] 4540 

26 In dem Stücke der Kaiserin 6 habe ich zuletzt noch 

die Hauptrolle 8 übernehmen müssen, wenn es zu Stande 

kommen sollte. Nun kannst Du wohl denken, daß es 

Zeit ist zu enden. Da es Ihr aber den größten Spaß 

macht, und Sie über alle Begriffe gut, klug und theil- 

30 nehmend ist, so thut jedermann das Letzte. 

An Christiane. — Br. 23, 62, 7—13. 



1 Diese hatte Goethe zu spielen übernommen; vgl Z. 22. 25 f. 

* Die selbe Ungenauigkeit Z. 25; vgl dagegen 448, 33 f. 
8 Goethes Frau befand sich in Karlsbad. 

85 * VgL Z. 7. 25f. 448, 2. 6. 

* VgL Z. lOf. 33. 

* VgL Z. 7. 22. 448, 2. 6. 



448 DIE WETTE. 1812 

August 5, Teplitz. 4541 

[Früh] Die Rolle 1 mit dem Souffleur durchgegangen. 
. . . Repetition. Probe. 
Tgb. 4,308,15 t 

August 6, Teplitz. 4542 6 

[Früh] Rolle. . . . Repetition. 9 
Tgb. 4, 308, 23 f. 

August 7, Teplitz. 4543 

Wegen des Stücks hat mir der Herzog [Karl August] 
Vorschläge gethan, die ich zu begünstigen bitte. 8 Warum 10 
wird man doch gerade in solchen Fällen erinnert, daß 
der gute Wille den Kräften so weit voreilt. Wenn nur 
Ihro Majestät [die Kaiserin von Oesterreich] auch auf 
diesen verunglückten Versuch in Gnaden herabsehen. 
Sie wissen, wie angelegen es mir war, dieses anmuthige is 
Stück 4 in' s theatralische Leben zu führen. 6 
An Josephine O'DonelL — Br. 23, 54, 13—20. 



* VgL Z. 6 und 447, 7. 22. 25 f. 

* Am Abend dieses Tages befiel Goethen eine Unpäßlichkeit. 

— August 7, Gräfin Josephine O'Donell an Goethe : fragt 20 
an, ob Goethe sich im Stande fühle, „in der Komödie zu 
spielen**, hofft, er werde seine Meinung „bestimmt und auf- 
richtig** sagen (SdGG. 17, 29, 7—23) ; vgL Nr. 4543. 

8 Ah. wegen der Aufführung, bei der Goethe in Folge seiner 
Erkrankung die übernommene Bolle (vgL 447, 7. 25 f.) nicht 25 
spielen konnte ; ob des Herzogs Vorschlage sich auf die schwie- 
rige Inscenirung bezogen (wie B. M. Werner vermuthet, G.- 
O'Donnell S. 54) oder auf eine zum Darsteller des alten Dorn 
geeignete Persönlichkeit, muß dahin gestellt bleiben; ebenso: 
ob eine Aufführung des Stückes überhaupt noch zu Stande ge- so 
kommen ist (vgL SdGG. 17, XIJITf.). VgL auch 449, 25 und 
Archiv f. L. 13, 400. 

4 „Goethe kann sein eigenes Stück anmuthig nennen, weil die 
Idee von der Kaiserin herrührt" (August Sauer, SdGG. 17, 320). 

* — August 10: Wenn die Grafin Josephine O'Donell sich in ihrem S6 
Briefe an Goethe von diesem Tage „Friederike" unterzeichnet 
(SdGG. 17, 31, 17), so ist das sehr wahrscheinlich eine Anspielung 
auf die, wo nicht von ihr gespielte, so doch für sie bestimmte 
Bolle in der , Wette', um so wahrscheinlicher, als auch die 



1825 DIE WETTE. 449 

1825. 

?][Mai oder Juni, Weimar.] 1 4544 

[Zu 1812.] Zum Schluß einer dramatischen Vorstellung 
in Teplitz, an Ihro Majestät die Kaiserin von Oester- 
reich, gesprochen von Gräfin O'Donell. 2 

»Aufklärende Bemerkungen 4 zu den .Inschriften, Denk- 
und Sende-Blättern' Nr. 11. — W. 4, 76, 11—13. 



449, 33. 36 angeführten Ausdrüoke auf diese Bolle zu beziehen 
sein durften. 
10 — August 15: Erbprinzessin Caroline von Mecklenburg- 
Schwerin an CharL Schiller (Charlotte Schiller 1, 637). 

— August 30, CharL Schiller an die Erbprinzessin Caroline 
von Mecklenburg -Seh wenn : „loh will Ihnen gleich Berioht er- 
statten von dem Stück, das der Meister duroh sein Spiel ver- 

15 herrlichen sollte ; . . nach der Aussage der Frau Geheimrath 
[Goethe], die es meiner Schwester [Caroline v. Wolzogen] an- 
vertraut hat, hat ein Gespräch die Veranlassung gegeben über 
die Materie, welches der beiden Geschlechter das Recht hätte, 
zuerst die Liebe zu gestehen. Man ist so weit gekommen, es 

20 auszumalen, und der Meister hat eine Gesohiohte darüber er- 
zählt. Die Kaiserin hat gemeint, man könnte sie dramatisch 
behandeln, und hat sich eine ganze Nacht hingesetzt und das 
Stück verfertigt, worin der Meister die Rolle eines alten Onkels 
machen sollte. Er hatte schon eine große AUongen-Perruque 

25 bestellt, als er krank wurde, und es unterblieb. So weit geht 
meine Kunde ; . . ." (Gespräche 10, 68 f. ; Charlotte Schiller 
1,6371) Zu diesem theilweise irrigen Bericht vgl. Düntzer: 
»Goethes Verehrung der Kaiserin von Oesterreioh Maria Ludovioa 
von Este 4 (Köln und Leipzig 1885), & 86 f. 

so — September 15: Erbprinzessin Caroline von Mecklenburg- 
Schwerin an CharL Schiller (Charlotte Schiller 1, 641). 

— November 24, Goethe an die Gräfin Josephine O'Donell: 
bezeichnet die Adressatin als „pfirsichblüthfarbene Soubrette 4 * 
(Br. 23, 168, 15 f.) ; vgL Z. 36 und 448, 35—39. 

85 — December 16, Gräfin Josephine O'Donell an Goethe: be- 
zeichnet sich als „rosenfarbe Soubrette*' (SdGG. 17,43,5); 
vgL Z. 33 und 448, 35—39. 

* VgL Epos 1, 69, 27—29. 

* Diese Bemerkung bezieht sich auf die — »Eleonore 4 betitelte — 
40 Strophe „Wenn's jemand ziemt zu sprechen mit Vertrauen 44 

(W. 4, 11); daß diese Strophe als eine Art „Epilog 44 zur , Wette 4 
Grif, Goethe aber s. Dichtungen T. II. B. 4. 29 



460 DIE WETTE. 1827 

1827. 

? August 15, Weimar. 4545 

*Wette. x 

Agenda von 1827 August 15. — Tgb. 13, 240, 17. 

1831. 5 

Juni 7, Weimar. — s. Nr. 260 (1, 156f.). 4545a 



gedichtet worden sei, wird mehrfach angenommen (vgL SdGG. 
17,320, G.-O'Donell S. 55 f., Cotta JA. 3,286), ich halte es je- 
doch schon deßhalb für ausgeschlossen, weil die Gräfin O'Donell 
nach 448, 35 f. 449, 33. 36 nicht die Rolle der Leonore, sondern die 10 
der Friederike gespielt hat, oder spielen sollte. Wegen der Mög- 
lichkeit einer Aufführung einzelner Scenen aus Goethes ,Tasso', 
an welche die genannte Strophe sich allerdings sehr passend 
angeschlossen haben würde, vgl 333, 22 — 32, sowie G. -O'Donell 
S. 55 Anm. 1, Düntzer: Erläuterungen 19/21, 389, und an dem 15 
449,27—29 genannten Ort S. 46. 871 
1 Beziehung ganz zweifelhaft. 




Tnkle und Jariko. 



Handschriften: sind nicht bekannt. 
Drucke: rind nicht vorhanden. 



1766. 

6 Ootober zwischen 13 und 18, Leipzig. 4616 

J'ai commcnce deformer 1 le Sujet d' Ynkle et d' Jariko s 

pom le Tueatre, mais j'y ai trouvö beaucoup plus de 

difficultes que je ne croioie, et je n'espete pas, d'en 

vcnir a bout. 8 

10 An b, Schwester. — Br. I, 79, 28—31. 



1 Erst hatte Gootho „traiter" geBchrieben. 

1 Das als poetische Erzählung vor Goethe von Geliert (,Inkle und 

Yariko', der zweite Name viersilbig] , Bodmer und Gefiner 

(.Inkel und Jariko') behandelt worden war; vgl Weißenfels 

1, 436 f., GJ. 7, 136. 
1 Ein Mensch enalter später ließ Goethe das Schauspiel des älteren 

George Colman ",Incle and Yariko', in der Bearbeitung F. L. 

Suhröders. am Weimarer Hoftheater aufführen (1795 April 21). 



Anhang I. 

Namenlose dramatische Pläne; Motive; 
Unbestimmtes; Allgemeines. 



Sachlich gehört zu den Jahren 

176*. 1767 : 469,9 t. 176fr-1760 : Kr. 4006. 

1766—1760: Nr. 4604. 1760: Nr. 4600. 

17W—1760: Nr. 4606. 1761 : 3, 208, 16. 18—80. 

1770 Frühjahr : 8, 806, 10—14. 



1771. 

? November 28, [Frankfurt.] — s. Nr. 3211 (3,495). 4646a 10 

1772. 

][Februar 3, Frankfurt] 4647 

Du hast noch meine Oper, den Mondo dlla riversa, 1 
gib sie dem Herrn Actuarius.* Er wird mir's schicken. 
An J. H. Jung. — Br. 2, 16, 141 15 

1778. 

?][September v Frankfurt] 9 4648 

Ich kann Ihnen das Mährchen nicht schaffen, und 
habe nichts als das Ding 4 da, das Sie vielleicht nicht 
interessirt. Unterdessen guckt man in einen Schöne- 20 
raritätenkasten, wenn man keine Oper haben kann. 

Geben Sie's der La-Roche . . 

An Elisabeth Jacobi — Br. 2, 118, 23-119, 3» 



1 VgL WH. 21, 396 Anm. 363. 

* Salzmann. 25 

' Zur Datirung vgL Herrmann S. 43 Anm. 3. 
* Etwas Dramatisches T (Die Bemerkung Epos 2, 1075, 181 ist 
falsch und zu streichen.) 



1773 ANHANG I. 453 



] September 15, [Frankfurt.] 4549 

Jetzt arbeit' ich einen Roman, 1 . . Und ein Drama 9 

für'8 Aufführen, damit die Kerls sehen, daß nur an 

mir liegt Regeln zu beobachten und Sittlichkeit, Emp- 

5 findsamkeit darzustellen. 

An J. C. Kestner. — Br. 2, 106, 5—9. 

1774. 

?Mai [?] 6, Frankfurt. 4550 

Vielleicht kommt noch auf die Ostermesse was von 
10 mir, ich weiß noch nicht, ob es einen Verleger finden 
wird, es ist ein Bißchen toll; kommt's heraus, so sollst 
Du's erfahren. 

An E. Th. Langer ? — Br. 2, 158, 16—19. 
] [August] 14, [Frankfurt.] 4551 

15 . . sie 8 sollen Dramas haben, Lieder, allerlei. 
An F. H. Jacobi. — Br. 2, 183, 14f. 
? [December] 28, Frankfurt. — s. Nr. 853 (2, 17). 4551 a 

1775. 

] [Februar zwischen 10 und 12, Frankfurt] — 4551b 

20 8. 1, 413, 8—11. 

][Oc tober 4 ? Frankfurt] 4552 

Dank Euch Ungeheuern für Eure Briefe, und so das 
Meerweib 4 nicht schreibt, so haut's, wenn es aus dem 
Bade steigt, mit Nesseln. Ich hab' Euch drei drama- 
25 tisirt: Graf Christian Truchseß, Graf Leopold 
und Junker Curt. 6 Wo Ihr auf dem großen Krönung- 
Saal zu Frankfurt in naturalibus hingestellt seid. 8 

An die Grafen zu Stolberg und v. Haugwitz. — Br. 2, 
298, 1—7. 

so 1 Vgl Epos 2, 498, 31—33. 

» „Ganz unbestimmbar" (Briefe vdH. 1, 145, 16); vgl 1, 169, 24—27. 

8 Die Halbschwestern des Adressaten und Helene Jacobi. 

4 Wahrscheinlich Spitzname für v. Haugwitz, der, wie Goethe in 

Dichtung und Wahrheit erzahlt, „allerlei Spottreden und Bo- 
ss namsungen erdulden" mußte (W. 29, 92, 22 f.), nicht aber Auguste 

zu Stolberg (vgl. Briefe vdH. 1, 223, 32). 
6 (Christian August Heinrich) Curt v. Haugwitz. 
6 d. h. nackt, wie sie auf der Reise in die Schweiz im Freien zu 

baden Hebten (vgl W. 29, 94, 6—21. 134, 11—136, 22)i 



454 ANHANG L 1775 

][Nach November 7 und später.] — s. 1,78, 3 f. 10—13. 4553 

1779. 

][Mai Anfang? Weimar, Gartenhäuschen.] 4554 

Hier . . ein Puppenspiel von mir. 

An Herder. — Br. 4, 35, 9 f. 5 

Juli 21, Weimar (Gartenhäuschen). 4555 

. . . bitte mich Dero Herrn Bruder 1 bestens zu empfehlen 
und für sein Zutrauen zu danken. Wäre ich in Mann- 
heim und kennte Truppe und Publicum, mit Vergnügen 
wollt 9 ich, was man verlangte, versuchen; aber ohne 10 
diese Data halt* ich für mein geringes Talent unmög- 
lich, etwas Treffendes hervorzubringen, wie ein Deco- 
rations-Maler schwerlich einen Platfond würde anzugeben 
wagen, wenn er nicht die Form des Gewölbes und die 
Weite des Standpunctes und andre locale Umstände u 
bestimmt wüßte und beherzigt hätte. 9 

An K. Th. v. Dalberg. — Br. 4, 47, 14—24. 

1780. 

Januar 3, Homburg. 4556 

So ziehen wir 8 an den Höfen herum, frieren und *o 
langeweilen, essen schlecht und trinken noch schlechter. 
Hier jammern einen die Leute, sie fühlen, wie es bei 
ihnen aussieht, und ein Fremder macht ihnen bang. 
Sie sind schlecht eingerichtet und haben meist Schöpse 
und Lumpen um sich. ... £s 

Den sogenannten Weltleuten such 9 ich nun abzupassen, 
worin es ihnen denn eigentlich sitzt? Was sie guten 
Ton heißen ? Worum sich ihre Ideen drehen, und was 
sie wollen? und wo ihr Kreischen sich zuschließt? 
Wenn ich sie einmal in der Tasche habe, werd' ich so 



1 Dem Intendanten des Mannheimer Theaters, W. H. v. Dalberg. 
1 Vgl 457, 15—18, sowie 3, 329, 19—24. 

* Der Herzog Karl August, Goethe und der Oberforstmeister 
v. WedeL 



1780 ANHANG L 456 



[Jaaoar 3, Homburg.] f455«] 

auch dieses als Drama verkehren. Interessante Personae 
dramatis wären 

Ein Erbprinz; 
5 Ein abgedankter Minister; 

Eine Hofdame; 

Ein apanagirter Prinz; 

Eine zu verheurathende Prinzeß; 

Eine reiche und schöne Dame; 
10 Eine dito häßlich und arm; 

Ein Hofcavalier, der nie etwas Anders als seine 
Besoldimg gehabt hat; 

Ein Cavalier auf seinen Gütern, der als Freund 
vom Haus bei Hofe tractirt wird; 
15 Ein Avanturier in französischen 1 Diensten, eigent- 

licher: in französischer 1 Uniform; 

Ein Charge <T affaires, bürgerlich; 

Ein Musicus, Virtuoso, Componist, beiher Poete; 

Ein alter Bedienter, der mehr zu sagen hat, als 
20 die meisten; 

Ein Leibmedicus; 

Einige Jäger, Lumpen, Kammerdiener und pp. 

Diese Nachricht bitte als ein Geheimniß zu verwahren, 

denn ob es gleich nicht viel gesagt ist, so könnte mir 

25 doch ein andrer den Braten vorm Maul wegnehmen. 

An Chart, v. Stein. — Br. 4, 169, 23—160, 1. lö— 161, 16. 

] [April Anfang, Weimar ?]* 4567 

Ich habe die Bolle mit meinem Stück und andern 
Papieren liegen lassen. Bitte drum. 
30 An Charl. v. Stein. — Br. 7,264, 11fr 

April zwischen 4 und 15, Weimar. — 8. Nr. 4107. 4667 a 

Mai 14, [Weimar, Gartenhäuschen.] — 4667 b 

s. 1, 201, 14—202, 2. 



1 Vgl 146, 36. 
85 2 Nach G. -Stein 1, 226 zwischen April 3 und 7. 



456 ANHANG I. 1780 

?]Juni 5, Gotha. 4568 

Drauf 1 unterhielt ich mich mit beiliegender Posse, . . 
An Chart v. Stein. — Br. 4, 231, 17. 

][Juli Ende, Weimar, Gartenhäuschen.] — 4558a 

s. Nr. 526 (1, 281). s 

September 11, Schmalkalden. — s. Nr. 4108. 4558 b 

1781. 

Deoember 17, [Weimar, Gartenhäuschen.] 4559 

Auch liegt eine Geschichte bei, die mir die Herzogin 
von Gotha* gegeben hat, ein Drama draus zu machen. 10 
Die gute Frau weiß nicht, wie nah mich die Situation 
berührt. 

An Charl. y. Stein. — Br. 5, 241, 6—0. 

1782. 

T Juli 29, Weimar. 4560 u 

Deinen »Pilatus 1 s hab' ich so gar zu parodiren an- 
gefangen, 4 ich habe Dich aber zu lieb, als daß mich's 
länger als eine Stunde hätte amüsiren sollen. 
An Lavater. — Br. 6, 20, 21—24. 

1785. 20 

März 3, [Weimar.] — s. 1, 206, 22—30.« 4561 

1786. 

Januar 23, Weimar. — s. Nr. 378 (1,206). 4561a 

Januar 23, Weimar. — 8. 145, 14—16. 4562 



1 Während eines Rittes nach Gotha, zwischen Weimar und Erfurt. 25 

2 Goethe war am 15. in Gotha gewesen (vgl Br. 5, 240, 151). 

» VgL Epos 2, 542, 33—38. 

4 Daß diese Parodie dramatische Form hatte, läßt die saohlioh 
hierher gehörige Nr. 4626 vermuthen. VgL Nr. 375 (1. 204). 

6 Vgl. Goethe an Chart y. Stein, 1781 Juni 1 : „In dieser Welt, so 
meine Beste, hat niemand eine reiohere Ernte als der dramatisohe 
Schriftsteller« (Br. 5, 132, 19 f.); vgL Epos 2, 710, 12—711, 32. 



1786 ANHANG L 457 



?] [Februar? zwischen 6 und 12? Weimar.] 1 4562a 

Es ist mir um so mehr leid, daß Du heute Abend 

nicht allein bist, da ich morgen Abend Probe 8 bei der 

Herzogin habe. 

5 An CharL v. Stein. — Br. 7, 286, 16—18. 

Februar 28, Weimar. — 8. 150, 3—12. 4563 

1787. 

?] September 22, [Rom.] 4564 

[Brief an die] Mutter [nach] Frankfurt, wegen der 
10 Manuscripte. 

Brieftabelle 1787. — Br. 8, 420, 32 f. 

1789. 

November 2, Weimar. 4565 

Zu einem deutschen Texte zu einer ernsthaft genannten 
15 Oper kann Bath werden, nur müßte ich vor allen Dingen 
näher von dem Bedürfniß Ihres Theaters, vom herr- 
schenden Geschmack, vom Möglichen auf Ihrer Bühne 
pp. unterrichtet sein. 8 Man kann, wie Sie wohl wissen, 
ein solches Werk auf mehr als Eine Weise anlegen und 
20 ausführen. Der beste Effect ist, wenn es den Schau- 
spielern recht auf den Leib gepaßt, und wenn dem 
Lieblings-Geschmack des Publicums geschmeichelt wird, 
ohne daß man ihnen das schon Gewohnte bringt. Also 
erwarte ich darüber mehr. Auch kann ich unter einem 
26 Jahre solch ein Opus nicht liefern. 4 

An J. F. Reichardt. — Br. 9, 159, 7—19. 
Deeember 10, Weimar. 4566 

Ich habe der Idee nachgedacht, die Helden Ossians 
aufs lyrische Theater zu bringen, es möchte gehn, wenn 

so * Auch das Jahr ist zweifelhaft. 

1 Beziehung ganz unbestimmt; J. Wähle denkt an Kaysers Musik 
zu ,Soherz, List und Rache 4 (G. -Stein 2,674 Anm. 2 zu S. 207), 
vgL dagegen E. v. d. Hellen in Br. 7, 345 zu Brief 2466. 
* Vgl. 454, 8—16, sowie 3, 329, 19—24. 
85 4 Reichardt kam noch im November nach Weimar und besprach 
bei dieser Gelegenheit den Plan jedenfalls mit Goethe. VgL 
Nr. 4566. 4568. 4570. 



458 ANHANG L 1789 

[December 10, Weimar.] [4566] 

man die übrige nordische Mythologie und Zaubersagen 
mit braucht, sonst möchten die Nebel auf Morven schwer- 
lich zu einer transparenten Decoration Gelegenheit geben. 
Ich habe schon einen Plan aasgedacht, den Sie hören 5 
sollen, wenn Sie mich besuchen. 1 

Schicken Sie mir indeß die Büchelchen der Opern, 
welche seit dem Begierungsantritt des Königs 2 gegeben 
worden, und notiren mit wenigem, was Effect gethan. 
Ich muß wissen, was schon da gewesen ist, damit ich 10 
suchen kann, etwas Neues zu geben und den Herrn 
Gollegen Moise 8 wo möglich zu übertreffen. 4 
An J. F. Reichardt. — Br. 9, 165, 1—14. 

1790. 

T Ootober 20, [Weimar.] 4667 is 

[Brief nach] Gotha [an die] Herzogin. Über die Oper 

Verkleidungen. 

Briefverzeichniß 1790. — Br. 9, 394, 29. 

Ootober 25, Weimar. 4568 

Ihr Brief, mein lieber Beichardt, trifft mich in einer 20 
sehr unpoetischen Lage. . . . 

Eine große Oper zu unternehmen 5 würde mich jetzt 
viel Resignation kosten, ich habe kein Gemüth zu allem 
diesen Wesen; wenn es aber der König 6 befehlen sollte, 
so will ich mit Vergnügen gehorchen, mich zusammen 25 
nehmen und nach bestem Vermögen arbeiten. 7 
An J. F. Reichardt. — Br. 9, 234, 19 f. 235, 4—8. 



1 „Im handschriftlichen Nachlaß befindet sich nichts Bezügliches" 
(Br. 9, 359). Vgl. Nr. 4570. 

2 Friedrich Wilhelms II von Preußen, König seit 1786. so 

3 Vgl. Düntzer : Freundeskreis S. 180 Anm. E. v. d. Hellen ver- 
muthet, Moise* sei ein „obscurer Librettist" (Briefe vdH. 3, 47, 15). 

* Vgl Nr. 4568. 

6 VgL Nr. 4565. 4566. 

• Vgl. Z. 8. 30. M 

7 VgL Nr. 4570. 



1790 ANHANG I. 469 



Ootober 25, [Weimar.] 4569 

[Brief nach] Berlin [an] Reichardt. Oper [s. Nr. 4568], 
Briefverzeichniß 1790. — Br. 9, 394, 36. 

November 8, Weimar. 4570 

5 Zur Oper bereite ich mich. Schon habe ich in Ge- 
danken Fingaln, Ossianen, Schwawen und einigen nor- 
dischen Heldinnen und Zauberinnen die Opern-Stelzen 
untergebunden und lasse sie vor mir auf- und ab- 
spazieren. 1 Um so etwas zu machen muß man alles 
10 poetische Gewissen, alle poetische Scham nach dem 
edlen Beispiel der Italiener ablegen. 

An J. F. Reichardt. — Br. 18, 41, 8—16. 

1791. 

?Mai 26, Weimar. 4570 a 

15 [Brief oder Sendung nach] Erfurt [an den] Coadjutor 
[v. Dalberg]. Schauspiel. 

Briefverzeichniß 1791. — Br. 9, 396, 17. 
7 Juli 4, Weimar. 4571 

Wahrscheinlich werd' ich in der Folge ebenso viel 
20 in der Naturlehre als in der Dichtkunst arbeiten, ich 
habe von beiderlei Manuscripten manches vorräthig, 
das aber erst ausgeführt und nur zur rechten Zeit aus- 
gegeben sein will. 

An Göschen. — Br. 9, 276, 14—18. 

25 1794. 

[September zwischen 14 und 27, Weimar.] 4572 

. . Goethe hofft, uns 9 im nächsten Jahre gleich etwas 

Dramatisches geben zu können. 

Mit Schiller. — Gespräche 1, 154 (Schiller an Cotta, 1794 
so Ootober 2, Schillers Br. 4, 32). 

September 15, Weimar. 4573 

Einige Opern 8 habe ich angefangen . . 
An J. H. Meyer. — Br. 10, 194, 2 f. 



1 VgL Nr. 4566. 4668. 
85 2 Für die ,Horen\ 

8 Welche ? (Oder ist zu lesen : Opera ?) 



460 ANHANG L 1795 

1795. 

[Zwischen Mai 31 und Juni 2, Jena.] 4574 

1 Auf die Komödie will er . . nicht entriren; denn er 

meint, daß wir kein gesellschaftliches Leben hatten. 

Mit Schüler. — Gespräche 1, 169 (Schiller an Körner, 1796 5 
Juni 2, Schillers Br. 4, 178). 

1791. 

TMarz 9, Jena. 4575 

[Nachmittags] . . zu Schiller, über dramatische Arbeiten, 
besonders über die Komödien. 10 

Tgb. 2, 59, 191 

September 15, Tübingen. 4576 

[Morgens] Überlegung, ob nicht die Lieder von der 

Müllerin 9 zu einer Operette Anlaß geben könnten. 8 

Tgb. 2, 132, 26—133, 1. 15 

1798. 

Januar 3, Weimar. 4577 

Wenn uns als Dichtern, wie den Taschenspielern, daran 
gelegen sein müßte, daß niemand die Art, wie ein Kunst- 
stückchen hervorgebracht wird, einsehen dürfte, so hätten 20 
wir freilich gewonnen Spiel; so wie jeder, der das Publi- 
cum zum Besten haben mag, indem er mit dem Strome 
schwimmt, auf Glück rechnen kann. In ,Herrmann und 
Dorothea 1 habe ich, was das Material betrifft, den 
Deutschen einmal ihren Willen gethan, und nun sind 25 
sie äußerst zufrieden. 4 Ich überlege jetzt, ob man nicht 
auf eben diesem Wege ein dramatisches Stück schreiben 
könnte ? das auf allen Theatern gespielt werden müßte, 



1 Körner an Schüler, 1795 Mai 22 : „Warum versucht Goethe 
nicht einmal seine ganze Kraft in einem Lustspiele ? Wir sind 80 
noch so arm an dieser Gattung" (Schiller-Körner 3, 186). 

1 Die vier Balladen Goethes von der Müllerin, die zum größten 
Theil während dieser Reise entstanden (vgl. Theil m). 

8 Einer Aufführung von Paesiellos Oper ,Die Müllerin 4 hatte 
Goethe kurz vorher, August 8, in Frankfurt beigewohnt. M 

4 Vgl Epos 1, 148, 19—38. 



1798 ANHANG L 461 

[Januar 8, Weimar.] [4577] 

und das jedermann für fürtrefflich erklärte, ohne daß 
es der Autor selbst dafür zu halten brauchte. 
Dieses und so vieles Andere muß bis zu unserer Zu- 
5 sammenkunft verschoben bleiben. 
An Schiller. — Br. 13, 5, 1—16. 
][Juli Ende, Weimar.] 4578 

. . * schon bei Ihrem ersten Briefe, ich will es auf- 
richtig gestehen, ob ich nicht etwas zu Ihren extempo- 
10 rirten Scherzen* beitragen könnte. Schreiben Sie mir 
nur, wenn Sie mir Ihren letzten Eannifas 8 überschicken, 
was für Bollen die Glieder der Gesellschaft am liebsten 
übernehmen. Es ist natürlich, daß man die Gegensätze 
wähle, doch wünsche ich darüber von Ihnen einige 
15 Auskunft. 

An d. Prinzen August von Gotha. — Br. 13, 236, 18—25. 
August 14, Jena. 4579 

Eine Art von Vorspiel und dialogirtem Prolog will 

ich wohl machen, 4 und dann dächte ich, nähme man 

20 ein anständiges, nicht gar zu langes, schon bekanntes 

Stück. 

An Kinns. — Br. 13, 250, 23—251, 2. 

? November 28, Jena. 4580 

Besonders will ich den Winter zu diesen Arbeiten 6 

26 anwenden und sehen, ob ich das Frühjahr nicht wieder 

etwas Poetisches hervorbringen kann; es liegt noch so 

manches Unvollendetes da, das ich seiner Erscheinung 

langsam entgegen schiebe. 

An Knebel. — Fr. 13, 322, 25—323, 4. 



so x Das hier Fehlende ist etwa zu ergänzen durch „loh erwog", 
oder ähnlich. 
» VgL Br. 13, 221, 10—15. 

* Canevas, canavaoeio, das Soenarium der Stegreifkomödie. 

4 Zur Eröffnung des umgebauten Hoftheaters zu Weimar im 
85 Ootober des Jahres. 

6 Goethes Absicht kam nicht zur Ausführung ; statt seiner dichtete 
Schiller einen »Prolog*, auf den ,Wallensteins Lager* und Kotze- 
bues Schauspiel ,Die Corsen* folgten (October 12). 

• Für seine Zeitschrift »Propyläen'. 



462 ANHANG L 179g 

1799. 

? Februar 16, Jena. 4581 

Mittags Hofrath Schiller. Gespräch über Maria Stuart 

und andere tragische Gegenstände. 

Tgb. 2, 236, 3— ö. t 

? Februar 18, Jena. 4582 

[Vormittags] Idee der glücklichen Bettler. 1 
Tgb. 2 f 235, 9 f. 
Ootober 2, Jena. 4583 

Abends bei Schiller. . . . Über das mögliche Tragische io 

Theater der Deutschen. 2 
Tgb. 2, 263, 2—4. 

Ootober 4, Jena. — s. Nr. 2868 (3, 345). 4583a 

Ootober 10, Jena. — s. 3, 346, 3 f. 4583 b 
7 November 10, Jena. 4584 IS 

Bei Hn Hofrath Schiller, wohin Prof. Niethammer 
und Justizrath Hufeland kamen. Die nächsten drama- 
tischen und physikalischen Angelegenheiten wurden 
durchgesprochen. 

Tgb. 2, 269, 3—6. so 

1800. 

Juli 20, Weimar. 4585 

Nachmittag Schiller, Abends über die Sammlung 

von Theater-Stücken. 8 

Tgb. 2,302,7t « 

1802. 

Februar zwisohen 24 und 28, Weimar. 4586 

Goethe und Schiller sollen sehr eingenommen von dem 

guten Zelter sein. 4 ... Sie wollen auch eine Oper für 

ihn machen. so 

Mit Zelter. — Caroline 2, 205 (Caroline an A. W. Sohlegel, 

1802 März 4). 

1 Eigener Plan ? oder ist Gozzis dramatische Dichtung »Die glück- 
lichen Bettler' gemeint ? (schon 1778 auf dem Liebhabertheater, 
dann von 1702 bis 1797 wiederholt im Hof theater zu Weimar 35 
gespielt). Vgl auch die sachlich zu 1799 gehörige Nr. 4611. 

* Vgl Nr. 4585, sowie Tag- und Jahres-Hefte 1799 (W. 35, 82, 
11—23). 

8 Vgl. Nr. 4583. 

* Vgl. 2, 114, 22 f. 40 



1802 ANHANG I. 463 

T] [Zwischen 1802 und 1810.] 4587 

Hätten wir doch auch die folgenden! 1 . . . Und ,Pan- 

dorens Wiederkehr' und die Fabel von Amor und Psyche, 

deren Sie einmal gegen mich [Seebeck] erwähnten,* und 

5 um wie viel hätten wir noch zu bitten . . 

Mit Seebeck. — G. -Seebeck S. 135 (Seebeck an Goethe» 
1819 December 11). 

1803. 

Juni 21, Weimar. 4588 

10 Jetzt arbeite ich an dem kleinen Stücke und will 

sehen, wie weit ich komme. 8 

An b. Frau. — Br. 16, 241, 15 f. 
TJuni 23, Weimar. 4589 

Hier das erste Concept. 4 Lassen Sie uns das Eisen, 
15 da es heiß ist, schmieden! Wenig wird zu brauchen 
sein. Zu mancherlei Betrachtungen gibt dieser erste 
Versuch Anlaß. 

Mündlich mehr. Mögen Sie wohl heute kommen und 

wann? 
20 An Schüler. — Br. 16, 242, 1—6. 

1 d. h. Acte von Goethes »Prometheus' ; vgl. 78, 39—79, 24. 
8 Während Seebeoks Aufenthalt in Jena 1802—1820. Gedachte 
Goethe den Stoff von Amor und Psyche dramatisch, episch 
oder lyrisoh zu behandeln? Riemer berichtet nur: „Goethe 
25 wollte diese wunderschöne Fabel, die er äußerst hoch schätzte, 
ebenfalls bearbeiten, kam jedoch, auch später noch erinnert 
[durch Seebeck ?], nicht dazu" (Riemer 2, 619) ; sollte das „eben- 
falls" sich auf die von Riemer unmittelbar vorher besprochene 
,AohilleIs' beziehen, dann möchte man auf epische Behandlung 
80 schließen. VgL übrigens die Lyrika »Ungleiche Heirath' und 
,Der neue Amor 4 (W. 2, 130. 135), sowie das Gedicht „Den 
Musen-Schwestern fiel es ein" in der zweiten Gruppe »Para- 
bolisch* Nr. 5 (W. 3, 175). 
3 Daß unter „Stück" etwas Dramatisches zu verstehen sei, scheint 
35 mir gewiß ; E. v. d. Hellen (Br. 16, 458) läßt die Frage offen 
und vermuthet Zusammenhang der Stelle mit Nr. 4589, die nur 
aus diesem Grunde hier aufgenommen ist. Nr. 4589 wird von 
Düntzer (Schiller und Goethe S. 261, Brief 906) auf die Farben- 
lehre gedeutet; ob mit Recht, scheint mir sehr fraglioh. 
*o * VgL Nr. 4588. 



464 ANHANG I 1803 

] [Herbst, oder in spaterer Zeit, T] 1 4590 

Klytämnestra, — „durch ein Irrthum* ermordet", 

— entweder als Motiv für eine moderne Bearbeitung, 

oder als Notiz, mußte ich [Riemer] ihm einst in sein 

Tagebuch anmerken. * 

Mit Riemer. — Riemer 2, 620. 

1804. 

[October 31 oder November 1, Weimar.] 4591 

Goethe und Schiller hatten nichts gethan, um die 
Groß-Fürstin im Theater gehörig zu empfangen. Neun 10 
Tage vorher disputirte ich [Kinns] dem Goethe alle 
Trug-Schlüsse weg, und so versprach er mir, wenn 
Schiller nicht wolle, daß er noch einen Prolog liefern 

wolle. 8 

Mit Kinns. — Kinns an Böttiger, 1804 November 19 15 
(Geiger S. 65). 

1806. 

Januaj 25, Weimar. — s. Nr. 2875 (3, 352). 4591a 

TDecember 25, Weimar. 4592 

Festspiel zu Augusts Geburtstag. 20 

Tgb. 3, 184, 2. 

1807. 

Januar 20, Weimar. 4593 

Nach Goethes Bemerkung gebe ein schmarotzender 
Tyrann oder tyrannischer Schmarotzer ein gutes Stück. 4 25 
Mit Riemer. — Gespräche 2, 159 (Riemers Tagebuch, 
Deutsche Revue 11 (1), 61). 

TMai 27, Franzensbad 4594 

Nach Tische Motive aufgeschrieben. 6 

Tgb. 3,215, 9f. so 

1 Wegen der Datirung vgL Epos 1, 263, 22 f. In Goethes Tage- 
buch (Z. 4 f.) vermag ich die Stelle nicht nachzuweisen. 

2 „ein" Druokfehler ? oder braucht Goethe auch sonst „Irrthum" 
gelegentlich sächlich? 

8 Statt dessen dichtete Schiller die .Huldigung der Künste*. 35 

4 VgL Nr. 2027. 2028 (2, 628 f.) und Riemer 1, 405. 

6 Daß in erster Linie Motive zu epischen Dichtungen gemeint 



1807 ANHANG L 466 



TJuli 2, Karlsbad. 4595 

Abends zu Hause. Mit verschiedenen Entwürfen be- 
schäftigt. 1 

Tgb. 3, 234, 0. 
5 August 1, Karlsbad. 4596 

[Vormittags ?] Fernow, der das Bouterwekische Buch 
über die französische Litteratur brachte. 9 Lustiger Vor- 
schlag dieses Kritikers, der eine Tragödie will aus- 
gearbeitet haben über das Sujet, daß man einer Dame 
io das Herz ihres Geliebten zu essen gibt. 8 
Tgb. 3, 251, 24—252, 3. 
August 2, Karlsbad. 4597 

Ueber Tische Bouterweks Vorschlag eines romantischen 
Trauerspiels, in welchem das Herz des Liebhabers ge- 

15 speist wird. 4 Scenario des Stücks entworfen. 6 
Tgb. 3, 252, 12—16. 

seien, ist naoh Epos 1,362, 17 f. zu vermuthen; doch beweist 
Tgb. 3,215, 15 f., daß auch solche zu dramatischen Dichtungen 
nicht ausgeschlossen sind. 

20 * Vgl. 464, 37—465, 19. 

2 Band 5 und 6 von Friedrich Bouterweks »Geschichte der Poesie 
und Beredsamkeit seit dem Ende des dreizehnten Jahrhunderts', 
Gottingen 1806 und 1807. 
8 Bei Gelegenheit seines Berichts über das Leben des altfran- 

25 zöeisohen Lyrikers Ghatelain de Coucy sagt Bouterwek in einer 
Anmerkung des Z. 21 — 23 genannten Werkes 5, 26 : „Die Er- 
zählung . . verdient um so bekannter zu werden, da sie für einen 
tragischen Dichter von richtigem, nioht neumodisch-phan- 
tastischem Gefühle für das Romantische einen vortrefflichen 

so Stoff zu einem Trauerspiele enthält, das ein romantisches Gegen- 
stück zu den dramatischen Bearbeitungen der griechischen Er- 
zählung von Atreus und Thyest werden könnte. Die Compo- 
sition könnte nicht wenig dadurch gehoben werden, daß Couoy 
zugleich als Dichter sich zeigte/ 4 

35 * Vgl Nr. 4596. 

6 Riemers Tagebuch gleichzeitig: „. . . Mittags nach Tische über 
Bouterweks Vorschlag uns lustig gemacht und das Trauerspiel 
schematisirt. Zu einer romantischen Tragödie, worin man das 
Herz eines Liebhabers der Geliebten zu essen gibt, entwarf 

40 Goethe das Scenario** (Gespräche 2, 179; Deutsche Revue 
11(1), 65). 
Grtf f Goethe Aber s. Dichtungen T. n. B. 4. 30 



466 ANHANG I. 1809 

1809. 

? Januar? Weimar? 4508 

Sujet. Drei Figuren. 

G. 

A. C. > Der duldende Ehemann naiv von Haus aus. 1 s 

S. 

Kalendernotiz. — Tgb. 4, 362. 

][Naoh Ootober 10, ?] 4699 

[Zu 1760. — Im ältesten biographischen Schema heißt 
es unter] io 

1760: Ich schrieb sogleich ein französisches Nach- 
spiel. Derones corrigirte es und versprach, es 
aufführen zu lassen. 9 . . . 

1761: . . . [s. 3,298, 15. 18—20.] 

W. 26,362, 10 f. 15 

1810. 

[März 29 ? Drakendorf .] 4600 

Herrliche Dinge sagte er uns 8 über den , Vierund- 
zwanzigsten Februar* und seine Entstehung; 4 er hat 
auch von Werner die Wirkung des Segens verlangt, *o 
aber sein Genie hat ihm bei dieser Aufgabe versagt. 
Goethe hat indeß selbst den Plan dazu gemacht, aber 
bloß zu seinem augenblicklichen Vergnügen, wie er meint. 6 

Mit Pauline Gotter und Anderen. — Gespräche 2, 307 
(Paul. Gotter an Sohelling, 1810 Mai 12, Sehelling 2, 208 f.),- 25 



1 Vielleicht sollte der Gegenstand nioht dramatisch, sondern episch 
behandelt werden. 

1 Vgl die Ausführung in Nr. 4605. 

8 Außer Pauline Gotter, Silvio v. Ziegesar und deren Angehörigen, 
v. Hendrioh und Riemer wahrscheinlich die in Tgb. 4, 106, 6 — 8 so 
Genannten: Frau v. Ziegesar, geb. v. Berg, und Stark. 

4 Zacharias Werners Tragödie (die Wirkung des Fluches dar- 
stellend) war 1810 Februar 24 zum ersten Mal in Weimar auf- 
geführt worden. 

6 Vgl. Nr. 4612, ferner Sehelling 2, 215, SdGG. 14, XXVm— XXX. u 
320 (zu Brief 8—10) und GJ. 1, 240—242. 



1810 ANHANG I. 467 

TMai 6, [Jena.] 4601 

Sie erhalten, liebste Silvie, endlich das kleine Stück, 
wünsche erfreulichen Gebrauch. 

An Silvie v. Ziegesar. — Br. 30, 144, 19 f. 

5 Juni 27, Karlsbad. — s. 1, 80, 6f. 4602 

1811. 

][Zwischen Februar Ende und 1812 Juni.] — 4603 

s. 3, 305, 10—14. 
] [Erste Hälfte des Jahres, ?] 4604 

io [Zu 1756 — 1760.] Man hielt uns Kinder mehr als 
bisher zu Hause 1 und suchte uns auf mancherlei Weise 
zu beschäftigen und zu unterhalten. Zu solchem Ende 
hatte man das von der Großmutter hinterlassend Puppen- 
spiel* wieder aufgestellt, und zwar dergestalt eingerichtet, 
15 daß die Zuschauer in meinem Giebelzimmer sitzen, die 
spielenden und dirigirenden Personen aber, so wie das 
Theater selbst vom Proscenium an, in einem Neben- 
zimmer Platz und Baum fanden. . . . Wir hatten das 
ursprüngliche Hauptdrama, worauf die Puppengesell- 
20 schaft eigentlich eingerichtet war, 8 auswendig gelernt 
und führten es Anfangs auch ausschließlich auf; allein 
dieß ermüdete uns bald, wir veränderten die Garderobe, 
die Decorationen, und wagten uns an verschiedene Stücke, 
die freilich für einen so kleinen Schauplatz zu weit- 
25 läufig waren. Ob wir uns nun gleich durch diese An- 
maßungen dasjenige, was wir wirklich hätten leisten 
können, verkümmerten und zuletzt gar zerstörten, so 
hat doch diese kindliche Unterhaltung und Beschäftigung 
auf sehr mannichf altige Weise bei mir das Erfindungs- 
so und Darstellungsvermögen, die Einbildungskraft und eine 
gewisse Technik geübt und befördert, wie es vielleicht 
auf keinem andern Wege, in so kurzer Zeit, in einem 



1 Seit Ausbruch des siebenjährigen Krieges. 
* Vgl Dichtung und Wahrheit Buch 1 (W. 26, 18, 21—10, 12); die 
85 Großmutter Cornelia Goethe war 1754 gestorben. 
8 Wahrscheinlich , Goliath und David*. 

30* 



468 ANHANG L 1811 

J [Brate Hftlfte des Jahree, ?] [4604] 

so engen Räume, mit so wenigem Aufwand hätte ge- 
schehen können. 

Dichtung und Wahrheit, Theü 1 Buch 2. — W. 26, 74, 
6—75, 10. 5 

][£rste Hälfte des Jahree, ?] 4605 

[Zu 1759. 1760.] Meine Leidenschaft zu dem franzö- 
sischen Theater wuchs mit jeder Vorstellung; ich ver- 
säumte keinen Abend, ob ich gleich jedesmal, wenn ich 
nach dem Schauspiel mich zur speisenden Familie an 10 
den Tisch setzte und mich gar oft nur mit einigen 
Besten begnügte, die steten Vorwürfe des Vaters zu 
dulden hatte: das Theater sei zu gar nichts nütze und 
könne zu gar nichts führen. Ich rief in solchem Falle 
gewöhnlich alle und jede Argumente hervor, welche den w 
Vertheidigern des Schauspiels zur Hand sind, wenn sie in 
eine gleiche Noth wie die meinige gerathen. Das Laster 
im Glück, die Tugend im Unglück wurden 1 zuletzt durch 
die poetische Gerechtigkeit wieder in's Gleichgewicht 
gebracht. Die schönen Beispiele von bestraften Ver- so 
gehungen, ,Miß Sara Sampson' und ,Der Kaufmann von 
London*, * wurden sehr lebhaft von mir hervorgehoben; 
aber ich zog dagegen öfters den Kürzern, wenn die 
Schelmstreiche Scapins 8 und dergleichen auf dem Zettel 
standen, und ich mir das Behagen mußte vorwerfen lassen, £5 
das man über die Betrügereien ränkevoller Knechte 
und über den guten Erfolg der Thorheiten ausgelassener 
Jünglinge im Publicum empfinde. Beide Parteien über- 
zeugten einander nicht; doch wurde mein Vater sehr 
bald mit der Bühne ausgesöhnt, als er sah, daß ich so 
mit unglaublicher Schnelligkeit in der französischen 
Sprache zunahm. 



1 Düntzer setzt hier „würden" ein (WK. 17, 135, 14). 

2 Im selben Jahre wie Lessings Trauerspiel, 1755, war eine deutsche 
Übersetzung von Liilos ,The London Merchant' erschienen. 35 

8 ,Les fourberies de Scapin' von Moliere. 



1811 ANHANG I. 469 

] [Erste H&lfte des Jahres, ?] [4005] 

Die Menschen sind nun einmal so, daß jeder, was 
er thun sieht, lieber selbst vornähme, er habe nun 
Geschick dazu oder nicht. Ich hatte nun bald den 
6 ganzen Gursus der französischen Bühne durchgemacht; 
mehrere Stücke kamen schon zum zweiten und dritten 
Mal; von der würdigsten Tragödie bis zum leicht- 
fertigsten Nachspiel war mir alles vor Augen und Geist 
vorbeigegangen; und wie ich als Kind den Terenz nach- 

io zuahmen wagte, 1 so verfehlte ich nunmehr nicht, als 
Knabe, bei einem viel lebhafter dringenden Anlaß, auch 
die französischen Formen nach meinem Vermögen und 
Unvermögen zu wiederholen. 9 Es wurden damals einige 
halb mythologische, halb allegorische Stücke im Geschmack 

l* des Piron gegeben; sie hatten etwas von der Parodie 
und gefielen sehr. Diese Vorstellungen zogen mich be- 
sonders an: die goldnen Flügelchen eines heitern Mercur, 
der Donnerkeil des verkappten Jupiter, eine galante 
Danae, oder wie eine von Göttern besuchte Schöne 

so heißen mochte, wenn es nicht gar eine Schäferin oder 
Jägerin war, zu der sie sich herunterließen. Und da 
mir dergleichen Elemente aus Ovids »Verwandlungen* 
und Pomeys ,Pantheon mythicum' sehr häufig im Kopfe 
herum summten, so hatte ich bald ein solches Stückchen 

26 in meiner Phantasie zusammengestellt, wovon ich nur 
so viel zu sagen weiß, daß die Scene ländlich war, daß 
es aber doch darin weder an Königstöchtern, noch 



1 Dieser Nachahmungen gedenkt Goethe sonst nirgends; vgl. 
übrigens W. 27, 39, 27 — 40, 1 und das Zahme Xenion »Anders 

80 lesen Knaben den Terenz* (W. 3, 292, Vers 895). 

* Vgl. Goethe zu dem Grafen Kozmian, 1830 [Mai 8]: ».Glauben 
Sie mir . . wünschen wir uns einen neuen Racine, selbst mit 
den Fehlern des alten! Die Meisterwerke der französischen 
Bühne bleiben Meisterwerke für immer. Ihre Darstellung hat 

86 mich selbst in jungen Jahren, noch in Frankfurt, höchst inter- 
essirt; damals faßte ich zuerst den Gedanken, Dramen zu 
schreiben« (Gespräche 7, 229; GJ. 7, 227). Vgl. auch 3, 208, 2—4. 



470 ANHANG L 1811 

][Ertte H4Ute des Jahres, ?] [4006] 

Prinzen, noch Gottern fehlte. Der Mercor besonders 
war mir dabei so lebhaft im Sinne, daß ich noch 
schwören wollte, ich hatte ihn mit Augen gesehen. 

Eine von mir selbst sehr reinlich gefertigte Abschrift s 
legte ich meinem Freund Derones vor, welcher sie mit 
ganz besonderm Anstand und einer wahrhaften Gönner- 
miene aufnahm, das Manuscript flüchtig durchsah, mir 
einige Sprachfehler nachwies, einige Beden zu lang fand 
und zuletzt versprach, das Werk bei gehöriger Muße 10 
näher zu betrachten und zu beurtheilen. Auf meine 
bescheidene Frage, ob das Stück wohl aufgeführt werden 
könne, versicherte er mir, daß es gar nicht unmöglich 
sei. Sehr vieles komme beim Theater auf Gunst an, 
und er beschütze mich von ganzem Herzen; nur müsse is 
man die Sache geheim halten; denn er habe selbst 
einmal mit einem von ihm verfertigten Stück die 
Direction überrascht, und es wäre gewiß aufgeführt 
worden, wenn man nicht zu früh entdeckt hätte, daß 
er der Verfasser sei. Ich versprach ihm alles mögliche 20 
Stillschweigen und sah schon im Geist den Titel meiner 
Pieoe an den Ecken der Straßen und Plätze mit großen 
Buchstaben angeschlagen. 

So leichtsinnig übrigens der Freund war, so schien 
ihm doch die Gelegenheit, den Meister zu spielen, allzu 25 
erwünscht. Er las das Stück mit Aufmerksamkeit durch, 
und indem er sich mit mir hinsetzte, um einige Kleinig- 
keiten zu ändern, kehrte er im Laufe der Unterhaltung 
das ganze Stück um und um, so daß auch kein Stein 
auf dem andern blieb. Er strich aus, setzte zu, nahm so 
eine Person weg, substituirte eine andere, genug, er 
verfuhr mit der tollsten Willkür von der Welt, daß mir 
die Haare zu Berge standen. Mein Vorurtheil, daß er 
es doch verstehen müsse, ließ ihn gewähren: denn er 
hatte mir schon öfters von den drei Einheiten des Ans- ss 
toteles, von der Regelmäßigkeit der französischen Bühne, 



1811 ANHANG I. 471 

] [Brate HUfte des Jahres, ?] [4605] 

von der Wahrscheinlichkeit, von der Harmonie der Verse 
und allem, was daran hängt, so viel vorerzählt, daß 
ich ihn nicht nur für unterrichtet, sondern auch für 

5 begründet halten mußte. Er schalt auf die Engländer 

und verachtete die Deutschen; genug, er trug mir die 

ganze dramaturgische Litanei vor, die ich in meinem 

Leben so oft mußte wiederholen hören. 

Ich nahm, wie der Knabe in der Fabel, 1 meine zer- 

10 fetzte Geburt mit nach Hause und suchte sie wieder 
herzustellen, aber vergebens. Weil ich sie jedoch nicht 
ganz aufgeben wollte, so ließ ich aus meinem ersten 
Manuscript, nach wenigen Veränderungen, eine saubere 
Abschrift durch unsern Schreibenden 9 anfertigen, die 

15 ich denn meinem Vater überreichte und dadurch so 

viel erlangte, daß er mich nach vollendetem Schauspiel 

meine Abendkost eine Zeit lang ruhig verzehren ließ. 

Dichtung und Wahrheit, Theil 1 Buch 3. — W. 26, 166, 
3—169, 23. 

20][? ? ?]* 4606 

[Zu 1759—1769.] Die Gesetze, wonach Theaterstücke 

zu schreiben und zu beurtheilen seien, glaubte ich mir 

ziemlich eigen gemacht zu haben, und durfte mir es 

bei der Bequemlichkeit wohl einbilden, womit ich jede 

26 kleinere und größere Begebenheit in einen theatralischen 

Plan zu verwandeln wußte. 

Biographische Einzelnheiten : Aus meinem Leben. Fragmen- 
tarisches, Jugend-Epoche. — W. 36, 224, 4 — 9. 

1812. 

80 Mai 14, Karlsbad. — s. Nr. 2832 r (3, 329). 4606 a 



1 d. h. in Goethes eigener Parabel »Dilettant und Kritiker' (W. 

2,205). 

* Gauer. 

* Auoh das Jahr ist ungewiß, frühere Niederschrift wohl möglich. 



472 ANHANG I. 1812 

*Mai 19, Karlsbad. 4607 

Zu dem »Simson* hätte ich im Augenblick kein Zu- 
trauen; die alte Mythe ist eine der ungeheuersten. Eine 
ganz bestialische Leidenschaft eines überkräftigen, gott- 
begabten Helden zu dem verfluchtesten Luder, das die s 
Erde trägt, diese rasende Begierde, die ihn immer wieder 
zu ihr führt, ob er gleich, bei wiederholtem Verrath, 
sich jedesmal in Gefahr weiß, diese Lüsternheit, die 
selbst aus der Gefahr entspringt, der mächtige Begriff, 
den man sich von der übermäßigen Prästanz dieses io 
riesenhaften Weibes machen muß, das im Stande ist, 
auf den Grad einen solchen Bullen zu fesseln. Sehen 
Sie das an, mein Freund, so wird Ihnen gleich offenbar 
sein, daß das alles vernichtet werden muß, um nur die 
Namen, nach den Convenienzen unserer Zeit und unseres is 
Theaters, zu produciren. Viel räthlicher wäre es, gleich 
einen Stoff von geringerer speciflscher Schwere zu wählen, 
wo nicht gar einen solchen, der auf dem Elemente des 
Tags von selber schwämme. Man sehe die »Schweizer- 
familie' 9 und solches Gelichter. 8 20 

Noch eines andern Bedenkens muß ich erwähnen. 
Die alttestamentlichen Gegenstände thun bei uns einen 
ganz wunderlichen Effect; ich konnte bei Roberts 
,Jephta' 4 und bei Alfieris ,Saul' 6 hierüber Betrach" 



1 — Mai 8, Zeltet an Goethe: sendet, angeregt durch Voltaires 25 
Oper »Samson* (oomponirt von Rameau), ein Schema zu einer 
dreiactigen Oper ,Simson', nebst Charakteristik der Personen, 
mit der Schlußbemerkung: „Ich daohte, Sie machten sich daran 
und rectificirten wenigstens diesen Plan, so lass' ich mir allen- 
falls die Verse hier machen" (G. -Zelter 2, 16—18). so 

9 Oper von Joseph Weigl, in Weimar zuerst 1810 April 14 auf- 
geführt. 

8 Dieser letzte Satz im Concept von Goethe eigenhändig hinzu- 
gefügt. 

4 »Die Tochter Jephtas*, fünfactiges Trauerspiel von Ludwig 35 
Robert, in Weimar zuerst 1811 September 21 aufgeführt (vgl 
Br. 21,434, 15 f. 436, 11). 

5 Übersetzt von Knebel, in Weimar zuerst 1811 April 6 aufgeführt. 



1812 ANHANG I. 473 

[M*i 10, Karlsbad.] [4607] 

fangen anstellen. Es ist kein Widerwille, der erregt 
wird, aber es ist gar kein Wille, keine Abneigung, 
aber eine Unneigung. Jene Mythen, wahrhaft groß, 

s stehen in einer ernsten Ferne respectabel da, und unsere 
Jugendandacht bleibt daran geknüpft. Wie aber jene 
Heroen in die Gegenwart treten, so fällt uns ein, daß 
es Juden sind, und wir fühlen einen Contrast zwischen 
den Ahnherren und den Enkeln, der uns irre macht und 

10 verstimmt. 1 So lege ich mir's in der Geschwindigkeit aus, 
indem ich der Wirkung jener beiden Stücke genau auf- 
gepaßt habe. Dieses letzte Bedenken würde beseitigt, 
wenn man die Fabel zu anderen Völkern versetzen 
wollte. Da entstehen aber wieder neue Schwierigkeiten. 

15 Ich denke weiter darüber. 9 

An Zelter. — Br. 23, 24, 12—26, 21. 

1813. 

November 16, Weimar. 4608 

Motiv, eine große rührende Nachricht durch eine 
20 schlechte unleserliche Hand zu retardiren. 

Agenda von diesem Tage. — Tgb. 5, 303, 23—25. 

1814. 

][Deoember 27, Weimar.] 4609 

Mit dem Theater ist's dieselbe Sache, 8 und ich habs 

25 große Lust, ein Gesprach im Reich der Todten zwischen 

dem Ganzler einer Akademie und einem Schauspiel- 



1 Die Worte „und" (Z. 8) bis „verstimmt" im Concept von 
Goethe eingesetzt für das ursprüngliche: „und wir können es 
nicht lassen, sie ein bißchen lächerlich, wo nicht abgeschmackt 

so zu finden" (Br. 23, 444). 

2 „Dieses" (Z. 12) bis „darüber" im Concept von Goethe eigen- 
händig hinzugefügt. 

— Mai 30, Zelter an Goethe: stimmt Goethen bei (G. -Zelter 
2, 22). Vgl auch G.-Zelter 5, 342. 353. 360. 362. 365. 

86 > Wie mit der Universität (Jena). 



474 ANHANG I. 1814 

] [Oecember 27, Weimar.] [4009] 

director zu verfassen, wo sie denn zuletzt bei Seelen- 
wandrung die Bollen tauschen. 1 

An d. Herzog Karl August — Br. 25, 116, 27—117, 3. 

1815. s 

?][Mai 8, Weimar.] 4609a 

Für Madame Deny habe sogleich einige neue Strophen 
eingeschaltet, welche ihr zugestellt werden sollen. 9 
An Kinns. — Br. 26, 317, 231 

1817. io 

? August 22, Weimar. 4610 

Früh war Oels da gewesen wegen dem Verlangen von 
Berlin: Manuscripte und Partituren communicirt zu 
erhalten. 8 

Tgb. 6, 97, 5—8. 15 

1821. 

Mai 13, Weimar. — s. 267, 23—31. 4610a 

1828. 

][Juni 30 oder Juli 1, Eger.] 4611 

[Zul799.] Kleinere Stücke schematisirte ich mit Schillern 20 
gemeinschaftlich, wovon noch einiges, von Schillern 

eigenhändig geschrieben, übrig ist. 4 

Tag- und Jahres-Hefte, 1799. — W. 35, 83, 9—11. 

1 Die Worte „wo" bis „tauschen" hat Goethe im Gonoept (nur 
das ist bekannt) eigenhändig hinzugefügt. — Vgl. Riemer 2, 630. 25 

* Um welche Dichtung es sich hier handelt, ob überhaupt um 
eine Goethes, steht dahin; an den Epilog cur , Glocke', der mit 
zwei neuen Strophen Mai 10 aufgeführt wurde, ist nicht zu 
denken, da er von Amalia Wolff gesprochen wurde (vgl. Nr. 3983), 
eben so wenig an das »Nachspiel zu Inlands Hagestolzen 4 , weü so 
Frau Deny in ihm gar nicht beschäftigt war (vgl. 491, 35—492, 23). 

8 Das Berliner Schauspielhaus war Juli 29 abgebrannt; ob unter 
den gewünschten Soufilirbüchern und Rollenheften auch Dramen 
Goethes waren, konnte ich nicht feststellen. 

— 1819 October 16: Charl. v. Stein an Knebel, a. 1, 177, S5 
33—178, 14. 

* Vgl 1, 62, 27—32. 69, 11—21, auch Nr. 4613 und Nr. 2028 (2, 628). 



J 



1823 ANHANG I. 475 

September 25, Weimar. 4612 

Er kam . . auf den einstigen Wettkampf mit Werner 
bei Gelegenheit des ,24. Februar', Fluch und Segen in 
zwei kleinen Dramas durchzuführen. 1 
5 Mit Fr. v. Müller. — Gespräche 4, 277 (Müller S. 75). 

1824. 

Man 30, Weimar. 4613 

Er erzahlte mir [Eckermann] darauf von einem Stück, 
welches er mit Schiller 9 als Fortsetzung der ,Hage- 
10 stolzen' gemacht, aber nicht geschrieben, sondern bloß 
gesprächsweise gemacht. Goethe entwickelte mir die 
Handlung Scene für Scene; es war sehr artig und heiter, 
und ich hatte daran große Freude. 8 

Mit Eokermann. — Gespräche 5, 58 f. (Eckermann 1, 98 f.) 

15 1825. 

Januar [10], Weimar. 4614 

Die Angelegenheit der neuen Bühne zu Aachen darf 
ich mir selbst nicht vorlegen, weil ich eine abschläg- 
liche Antwort fürchte. Der Muse jedoch will ich etwas 
20 davon merken lassen, und wenn sie noch zeitig genug 
ihre Geneigtheit spüren läßt, so soll es mir höchst an- 



* Vgl Nr. 4600. 

* VgL Nr. 4611. 

3 Vgl. Anhang II : 1. Iffland. 

25 — August 16. 23. 24; Unter diesen Daten waren, als un- 
bestimmbar, in diesen Anhang I eingeordnet die Stellen Tgb. 
9, 257, 13f. 260, 4f. und G. -Zelter 3,445f. (jetzt Br. 38, 228, 
22 — 229, 5) ; sie beziehen sich sämmtlich auf Maskenzug 14 und 
sind einzuordnen zwischen Nr. 3200b und 3200 o (3,488f.). 

30 — December 18, Ritz an Neos v. Esenbeok: das neu er- 
baute Theater zu Aachen solle um Pfingsten 1825 eröffnet 
werden; „Könnte man und wie den Hauptmann Vater Goethe 
aufregen, einen Prolog zu schenken?" (Naturw. Correspondenz 
2, 114). Vgl. Z. 35 f. und Nr. 4614. 

35 — December 25, Nees v. Esenbeck an Goethe: sendet den 
Z. 30—34 angeführten Brief und befürwortet den Wunsch (Naturw. 
Correspondenz 2, Uli). 



476 ANHANG L 1825 

[Januar [10], Weimar.] [4614] 

genehm sein, auch dadurch eine Communications-Linie bis 

in jene schönen merkwürdigen Gregenden gezogen zu sehen. 1 
An Nees v. Esenbeok. — Br. 39, 79, 3—10. 
März 24, Weimar. 4615 5 

Für Aachen hat noch nichts, selbst bei dem Anblick 

der anstandigen Facade,* hervortreten wollen. Der 

Fehler ist, daß ich auch nicht die mindeste Anschauung 

der dortigen Zustände besitze; mein guter Wille leuchtet 

aber daraus hervor, daß ich sogar die alten ,amuse- 10 

ments* des Aachner Gesundbrunnens zu diesem Zweck 

gelesen habe. 8 Und so mag denn das poetische Geschick 

fernerhin walten, wie es kann. 

An Nees v. Esenbeok. — Br. 39, 151, 20—152, 2. 

1826. 15 

Juni 25, Weimar. 4616 

[Früh] Gedanken an ein neugriechisches Trauerspiel. 
Tgb. 10, 208, 25. 

* Vgl. 475, 30—36 und Nr. 4615. 

— Februar 1, Nees v. Esenbeok an Goethe : habe Goethes 20 
Antwort (Nr. 4614) an Ritz übermittelt (Naturw. Correspondenz 

2, 121). 

— Februar 8: Goethe entleiht an diesem Tage, um sieh für 
den gewünschten »Prolog 4 in die „Zustande" von Aachen zu 
versetzen, aus der Großherzoglichen Bibliothek zu Weimar (s. das 25 
Ausleihebuch) : 1. (bis Juni 7) t Amusemens des Eaux <TAiz la 
Chapette, oder Zeitvertreib bey den Wassern zu Aachen 4 , aus 
dem Französischen (des Freiherrn K. L. v. Pöllnitz) übersetzt, 
Berlin 1737 (vgl Z. 10—12); 2. (bis März 1) Christian Quix: 
Aachen und seine Umgebungen, Frankfurt 1818; dem selben so 
Zwecke sollten vielleicht auch noch die beiden anderen, gleich- 
zeitig entliehenen Werke dienen: 3. (bis Februar 25) Ersch 
und Gruber, Encyklopädie, 1. Abtheilung; 4. (bis März 1) Äthan. 
Kircher: Mundus subterraneus, 2 VoL 

— Februar 23, Nees v. Esenbeck an Goethe: sendet einen 35 
ihm von Ritz geschickten Steindruck mit der Darstellung der 
Vorderseite des neuen Theaters zu Aachen (Naturw. Corre- 
spondenz 2, 122) ; vgl. Z. 7. 

2 Vgl Z. 35—37. 

* Im Tgb. ist die Leetüre nicht vermerkt, vgl. aber Z. 23 — 29. 40 



1827 ANHANG L 477 



1827. 

1 Januar 10, Weimar. 4617 

[Nachmittags] Schreiben von Hamburg wegen eines 
Prologs. 
5 Tgb. 11, 6, 1. 

Januar 12, Weimar. 4618 

[Früh] Gedanken zu dem Vorspiel für die Hamburger 

Bühne. 2 

Tgb. ll,6,14f. 

10 ][Januar 16, Weimar.] 4618a 

E. W. überzeugen sich, daß nur meine hohen Jahre 

und die vielfachen Geschäfte, zu denen ich zwischen 

hier und Ostern verpflichtet bin, mich abhalten können, 

Ihren Wünschen 8 zu genügen. Gern möchte ich den 

15 hochgebildeten Bewohnern einer so werthen und be- 
deutenden Stadt von der Bühne herunter manches An- 
genehme und Nützliche zusprechen und, was ich über 
die Leistung der Vergangenheit, die Bemühungen der 
Gegenwart, die Aussichten auf die Zukunft im Sinne 

20 habe, unbe wunden offenbaren; es schmerzt mich eine 
so schöne Gelegenheit versäumen zu müssen. 

Freilich würde bei einer solchen Arbeit für mich immer 
die große Schwierigkeit bleiben, daß ich Hamburg nie- 
mals gesehen und von dem eigentlichen Sinn und Be- 

25 streben, besonders der Glassen, die allenfalls das Theater 
besuchen, keineswegs unterrichtet bin; in solchen Fällen 
ist das Besondere das eigentlich Wirksame. Nehmen 
Sie meinen besten Dank für das mir geschenkte Ver- 

1 — Januar 6, Friedrieh Ludwig Schmidt, Theaterdireetor in 
so Hamburg, an Goethe: bittet um ein Vorspiel für die zu Ostern 

Statt findende Einweihung des neuen Stadttheaters zu Hamburg 
(vgL Br. 42, 290). Vgl Nr. 4617—4619. 

2 Vgl. Nr. 4617. Wahrscheinlich diotirte Goethe jetzt das, W. 
13 (2), 240 — 244 erstmals veröffentlichte, ausführliche »Schema 

35 zu einem Vorspiel bei Eröffnung des neuen Theaters' (von 
Schreiberhand, mit zahlreichen, eigenhändigen Verbesserungen). 
VgL 478, 11. 
» Vgl. Z. 29—31. 



478 ANHANG I. 1827 

[Januar 10, Weimar.] [4018a] 

trauen, empfehlen Sie mich den würdigen Männern, die 
sich zu diesem Geschäft verbunden haben, und gedenken 
mein zu guter Stunde. 

Nachschrift. s 

Indem ich ungern vorstehende ablehnende Antwort 
erlasse, geht mir bei, daß nach Ihren Andeutungen gar 
wohl ein erschöpfendes Vorspiel auszudenken sei. In- 
dem ich nun nochmals die Unmöglichkeit, solches aus- 
zuführen für entschieden halten muß, so gedenke ich io 
doch in kurzer Zeit einen Plan zu schicken, nach dessen 
Anleitung mit eignem Talent, Eenntniß und Geschmack 

gar wohl . . . l 

An F. L. Schmidt. — Br. 42, 12, 5—13, 14. 
Januar 16, Weimar. 4619 15 

[Brief an] Hn Director des Theaters Schmidt 

nach Hamburg [s. Nr. 4618 a]. 
Tgb. 11, 8, 22f. 

1828. 

? Juni 25, Weimar. 4620 20 

[Nachmittags] Landesdirections-Bath Töpfer, eines 
früheren allegorischen Vorspieles mit Enthusiasmus ge- 
denkend. 

Tgb. 11, 236, 11—13. 
Ootober 6, Weimar. 8 4621 25 

Das Theater kam zur Sprache, die letzte Oper, ,Moses' 
von Bossini, 8 ward viel beredet. Man 4 tadelte das Sujet, 
man lobte und tadelte die Musik; Goethe äußerte sich 
folgender Maßen. 

„Ich begreife Euch nicht, Ihr guten Kinder", sagte so 
er, „wie Ihr Sujet und Musik trennen und jedes für 

1 Bricht unvollendet ab. Vgl. Nr. 4618. 

* Von Eokermann irrthümlich unter October 7 gebracht (vgL 
Tgb. 11, 287, 7—13). 

» Ootober 4 in Weimar aufgeführt (vgL Tgb. 11, 286, 14f.). tt 

4 Außer Eokermann waren zugegen : Goethes Sohn und Schwieger- 
tochter Sorot, Schübler, v. Martius, vielleicht auch Riemer. 



1828 ANHANG I. 479 

[October 6, Weimar.] [4621] 

sich genießen könnt. Ihr sagt, das Sujet tauge nicht, 
aber Ihr hattet es ignorirt und Euch an der trefflichen 
Musik erfreuet. Ich bewundere wirklich die Einrichtung 

5 Eurer Natur, und wie Eure Ohren im Stande sind, an- 

muthigen Tönen zu lauschen, während der gewaltigste 

Sinn, das Auge, von den absurdesten Gegenständen 

geplagt wird. 

„Und daß Euer »Moses* doch wirklich gar zu absurd 

10 ist, werdet Ihr nicht läugnen. Sowie der Vorhang auf- 
geht, stehen die Leute da und beten ! — Dieß ist sehr 
unpassend. Wenn Du beten willst, steht geschrieben, 
so gehe in dein Kämmerlein und schleuß die Thür hinter 
dir zu. Aber auf dem Theater soll man nicht beten. 

15 „Ich hätte Euch einen ganz andern ,Moses' machen 
wollen und das Stück ganz anders anfangen lassen. 
Ich hätte Euch zuerst gezeigt, wie die Kinder Israel, 
bei schwerem Frohndienst, von der Tyrannei der ägyp- 
tischen Vögte zu leiden haben, damit es nachher desto 

20 anschaulicher würde, welche Verdienste sich Moses um 
sein Volk erworben, das er aus so schändlichem Druck 
zu befreien gewußt." 

Goethe fuhr fort mit großer Heiterkeit die ganze Oper 
Schritt vor Schritt durch alle Scenen und Acte auf- 

» zubauen, immer geistreich und voller Leben, im histo- 
rischen Sinne des Sujets und zum freudigen Erstaunen 
der ganzen Gesellschaft, die den unaufhaltsamen Fluß 
seiner Gedanken und den heiteren Reichthum seiner 
Erfindungen zu bewundern hatte. Es ging alles zu rasch 

so vorüber, um es aufzufassen, doch ist mir der Tanz der 
Ägyptier im Gedächtniß geblieben, den Goethe nach der 
überstandenen Finsterniß, als Freude über das wieder- 
gegebene Licht, eintreten ließ. 1 

Mit Eckermann und Andern. — Gespräche 6, 336 f. (Ecker- 

8* mann 2, 13 f.). 



Vgl Nr. 4622. 



480 ANHANG I. 1828 

October 9, Weimar. 4022 

Diesen Mittag bei Tisch war ich [Eckennann] mit 
Goethe und Frau von Goethe allein. Und wie ein Ge- 
spräch früherer Tage wohl wieder aufgenommen und 
fortgeführt wird, so geschah es auch heute. Der ,Moses' * 
von Rossini kam abermals zur Sprache, und wir er- 
innerten uns gerne Goethes heiterer Erfindung von vor- 
gestern. 1 

„Was ich in Scherz und guter Laune über den ,Moses' 
geäußert haben mag," sagte Goethe, „weiß ich nicht io 
mehr; denn so etwas geschieht ganz unbewußt. Aber 
so viel ist gewiß, daß ich eine Oper nur dann mit 
Freuden genießen kann, wenn das Sujet eben so voll- 
kommen ist wie die Musik, so daß beide mit einander 
gleichen Schritt gehen." it 

Mit Eckermann und Ottilie v. Goethe. — Gespräche 6, 340 
(Eckermann 2, 17). 

1820. 

Februar 4, Weimar. — s. Nr. 108 (1, 69).* 4623 

1830. 20 

[Mai 8,] Weimar. 4624 

„. . die Vergangenheit Polens ist reich an Poesie. 
Seine Geschichte enthält manche Ereignisse, manchen 
Charakter, wohl im Stande einen Dichter zu begeistern. 
So bin ich zum Beispiel erstaunt, daß noch keiner Ihrer » 
Dichter das Leben Kasimirs, „der Mönch" zubenannt, 3 
behandelt hat. Man könnte daraus eine Dichtung 4 oder 
ein historisches Drama voll ergreifender Gemälde bilden. 
Man muß sich nur diesen Jüngling vorstellen! Die 
nichtswürdige Mutter hat ihn aus dem Vaterlande ent- so 
führt, in ihm Haß gegen seine Landsleute und seine 



1 Vielmehr vom 6., vgl. Nr. 4621. 

2 Vgl. Nr. 4611. 

3 Auch mit dem Beinamen „der Friedfertige", 1015—1058. 

4 d. h. ein „Epos" (ebenso 481, 35). ss 



1890 ANHANG L 481 

[Mai 8, Weimar.] [4624] 

Heimath zu erwecken versucht; er, der Krone beraubt, 
tritt trotz königlichen Geblütes, trotz Jugendreiz und 
-kraft, auf Drängen eben jener Mutter, ohne Beruf in 

5 ein Kloster. Man muß sich seinen Seelenkampf vor- 
stellen, den Kampf religiöser Gefühle mit den sprossen- 
den Leidenschaften der Jugend; wie er diese überwindet 
und für immer von der Welt scheidet, unter den Ordens- 
brüdern von Clugny sich verliert, selbst den alten Namen 

10 ändert und ein Mönch des elften Jahrhunderts wird. 
Da widerhallt das Kloster von der Kunde, daß Boten 
eines fernen Volkes gekommen seien, welche ihren Fürsten 
suchen. Kasimir, in der klösterlichen Demuth ver- 
harrend, wollte sich noch verborgen halten. Die pol- 

15 nischen Abgesandten können ihn unter der zahlreichen 
Schaar der Mönche nicht erkennen; aber ihre Thränen, 
ihre Berichte von dem Unglück des Landes erwecken 
in dem jungen Fürsten neue Gefühle: eine Zähre er- 
glänzt im Auge eines der Mönche und verräth Kasimir. 

so Die Abgesandten erkennen ihn. Länger kann er sich 
nicht verbergen; er beugt das Haupt vor dem Willen 
Gottes, gibt seinen Namen kund und sieht zu seinen 
Füßen Krone und Scepter. Allein der Klosterabt weigert 
sich, ihn freizulassen. Es eilen also die Abgesandten 

26 nach Born, bringen vom heiligen Vater die mit be- 
deutenden Opfern erkaufte Lösung der Gelübde und 
geleiten den jungen Fürsten zum Throne seiner 
Väter. Sobald er im Lande erschienen, eilt das ge- 
meine Volk ihm entgegen. Väter, Mütter, Kinder um- 
so ringen, begrüßen ihn mit Jubel; und er, von höherer 
Macht unterstützt, schlichtet, kaum daß sein Fuß 
den Heimathboden berührt, die inneren Zwistig- 
keiten, zügelt die Feinde, straft die Aufrührer, be- 
festigt Frieden und Ordnung und eröffnet eine Reihe 

86 glorreicher Herrscher. Ist dieß für eine Dichtung 1 

1 Vgl 480, 27. 36. 
Gi&f, Goethe Ober b. Dichtungen T. II B. 4. 31 



J 



482 ANHANG I. 1830 

[Mai 8, Weimar.] [4624] 

oder für ein historisches Drama kein gar poesiereicher 
Stoff?" 

Ohne Zweifel, entgegnete ich [Kozmian], müßte er, 
so aufgefaßt und ausgeführt, zu einem schönen Werke s 
werden; allein um daran zu gehen bedürfte es der Kraft 
des Dichters des ,Götz von Berlichingen'. Vielleicht wäre 
dieser Gegenstand seiner Feder nicht unwürdig? 

„Eine neue, so großartige Arbeit," sagte Goethe, 
„könnte ich nicht unternehmen. Denn wo ist die Garantie, 10 
daß ich sie vollende ? Übrigens gehört dieser geschicht- 
liche Stoff von Rechts wegen einem polnischen Autor." 
Mit d. Grafen Kozmian. — Gespräche 7, 226—228 (GJ. 

7,224 — 226; nach dem 2,551, 7 f. genannten Aufsatz). 

Juni 30, Weimar. — s. Nr. 3725. 4625 15 

] [Zwischen 1830 November und 1831 März.] 4626 

[Zu 1775 Sommer bis 1782.] So hatten wir ihm 
[Lavatern] zum Beispiel mit unserm Dramatisiren 1 
den Kopf so warm gemacht, indem wir alles Vorkömm- 
liche nur unter dieser Form darstellten und keine andere 20 
wollten gelten lassen, daß er, hierdurch aufgeregt, in 
seinem ,Pontius Pilatus' 2 mit Heftigkeit zu zeigen be- 
müht ist: es gebe doch kein dramatischeres Werk als 
die Bibel; besonders aber die Leidensgeschichte Christi 
sei für das Drama aller Dramen zu erklären. 25 

Dichtung und Wahrheit Theil 4 Buch 19. — W. 29, 141, 
16-23. 



1 Vgl. 1,190,111 

2 Ä VgL Nr. 375 (1, 204) und Nr. 4560, sowie Epos 2, 542, 33—38. 




Anhang II. 

Fortsetzungen von und Antheil an dramatischen 

Dichtungen Anderer. 



Dem Grundsatze zu Folge, nach welchem Goethes Übersetzungen aus fremden 
5 Sprachen von unserm Werke ausgeschlossen sind (vgl. Spos 1, VII), werden 
hier auch Goethes Äußerungen ausgeschlossen über seine mannichfaltigen Be- 
mühungen um Ergänzung und selbststandige Bearbeitung dramatischer Dich- 
tungen anderer Völker, so der Griechen (Buripldes: Phafithon), der Römer 
(Terentius : Eunuchus), der Italiener (Anfossi : Clrce), der Franzosen (Racine : 
10 Athalie; d'Aucour de Saint- Just: Johann von Paris), der Engländer (Shake- 
speare : Romeo und Julia), und andere mehr. 

Von Werken deutscher Dichter kommen für diese Abtheilung in Betracht 
und sind ausführlich zu behandeln von 

1. Iffland: »Die Hagestolzen', 
16 2. Schikaneder (und Giesecke): ,Dle Zauberflöte', 

8. Schiller: ,Wallenstein', ,Demetrius'; 

ferner sind zu nennen 

Lavater: , Abraham und Isaak', 
Werner: ,Wanda'. 

20 Die spärlichen Zeugnisse über Goethes Verhältniß zu den beiden letzteren 

seien hier kurz angeführt. 

Lavater hatte sein „religiöses" Drama «Abraham und Isaak' Goethen in 
der Handschrift zugeschickt, mit der brieflichen Bitte vom 1. Juli 1775, die 
Dichtung „in einer guten lieben Bruderstunde durchzugehen und mit Geist, 

26 Glauben, Kraft zu würzen. Streiche durch, setze zu, ändere — wie und was 
Du willst. Ich opfere Ihn Dir auf. Mach's mit ihm, wie's Dir gefällt. Aber 
laß Dir*B, Bruder, sehr angelegen sein, Du verdienst das ewige Leben darmit. 
Frau Schaltheß bittet Dich auch in ihrem Namen ausdrücklich um diesen 
Brüder-Dienst. . . ." (SdGG. 16, 63, 8—11). Goethe erwidert : 

80 ][1775 September 8, Prankfurt.] 4627 

Deinen »Abraham' erwart' ich freundlich. Weiß zwar 

nicht ein Wort, wie ich ihn hätte dramatisiren dürfen; 

doch will ich Deiner Poesei förderlich und dienstlich sein. 

Deinen »Abraham* hab' ich. 

35 ... ich will thun dran, wie mir's um's Herz ist; bin 

ich doch just weder in Abrahams Fall, noch Isaaks. 

31* 



484 ANHANG IL 



][1775 September 8, Frankfurt.] [44127] 

Das Stück wird gute weite Wirkung thun. Will auch 

einen Würzruch drein dampfen hier und da meines 

Fäßleins, denk' ich. 

An Lavater. — Br. 2, 286, 15—18. 287» 23. 26—288, 4. * 

Irgend welche Sporen nachzuweisen davon, dafi Goethe seine Absieht aus- 
geführt habe, ist bis Jetzt nicht gelungen (vgl. W. 88, 412 und besonders Jakob 
Minor in der Chronik dWGV. 12, 25—29). 

— Zu Zacharias Werners ,Wanda, Königin der Sarmaten. Eine romantische 
Tragödie mit Gesang in fünf Acten', die Goethe, bei Anwesenheit des Dichters, 10 
1808 Januar 80 zum ersten Mal in Weimar auffuhren ließ, ist nur folgende 
SteQe aus Knebels Brief an seine Schwester anzuführen: 

[1807 Deoember 16, Jena.] 4628 

. . . Goethe versicherte mich [Knebeln], daß das zum 
nächsten Geburtstag unsrer Herzogin zu gebende Stück is 
des Herrn Werner [,Wanda<] gewiß keine drei Stunden 
spielen könne. Auch wird das Vorspiel, das er, wie es 
scheint, selbst dazu machen wollte, wegbleiben, da es 

nicht fertig wird. 

Mit KnebeL — Knebel-Henriette S. 319 f. (Knebel an s. 20 

Schwester 1807 December 17. — Fehlt in den »Gesprächen*.) 

(Man könnte allenfalls zweifeln, ob „dazu'- auf Werners Dichtung oder auf 
den Geburtstag der Herzogin Luise zu beziehen sei.) 

— Der Schluß-Monolog zu Dyks Trauerspiel ,Graf von Bssex' ist an anderer 
Stelle bereits behandelt worden (s. Nr. 4010 — 1082 dieses Bandes). 25 



1. Iffland, 

Nachspiel zu dem Lustspiel »Die Hagestolzen 4 . 

Handschriften: Abschrift der Vorlage für Druck 1, von Schreiber- 
hand, mit dem Datum: Weimar den 1. Mai 1815; in dem 
Fascikel »Mittheilungen in's Morgenblatt. Entwürfe und so 
Concepte 1815. 1816' ; mit eigenhändigen Änderungen Goethes, 
wahrscheinlich für einen späteren Druck in den Werken. 

— Eine, vermuthlich nach Goethes Tode angefertigte, Ab- 
schrift von Schreiberhand, mit Verbesserungen Eckermanns, 
kommt für uns nicht in Betracht. w 

Erster Druck; 1815, im Morgenblatt für gebildete Stande, Juni 26 
und 27, Nr. 151. 152, anonym, unter dem Titel ,Zu Schillers 
und Ifflands Andenken. Weimar, den 10. May 1815. Nebst 
dem Nachspiel zu den Hagestolzen*. 



1814 ANHANG IL — 1. IPFLAND. 485 



Zweiter Druck; 1833, Werke N. 5, 80—97, unter dem Titel ,Nach- 
spiel zu den Hagestolzen*. 

— Der von Peuoer 1834 in seinem Buche , Weimarische 
Blatter* S. 175—206 veranstaltete Druck kommt für uns nicht 
5 in Betracht. 

Weimarer Ausgabe: 1894, W. 13 (1), 136—152 und 1901, W. 13 (2) 
216—220, unter dem Titel «Nachspiel zu Ifflands Hagestolzen*. 



Aufführung unter Goethes Theaterleitung: 

1815 Mai 10 In Weimar. 



io 1814. 

November 12, Weimar. 4629 

1 Auf Ihre freundliche zutrauliche Sendung, meine 
Theure, antworte ich schnell, aber ungern, da ich Ihre 
Wünsche zu erfüllen nicht im Stande bin. Eine drei- 
16 monatliche Reise 2 hat mich in die sehr unbequeme 
Lage versetzt, daß ich weder rechts noch links sehen 
kann, wenn ich bis Ostern dasjenige leisten will, was 
man von mir fordert und erwartet. Gern möchte ich 
unserm verewigten Iffland auch auf meine Weise ein 



20 1 Die Adressatin „hatte um einen Prolog zu Inlands Andenken 
und um eine Feetvorstellung für ein Inland-Denkmal gebeten" 
(Br. 25, 359) ; der Brief seheint sioh nicht erhalten zu haben. 
In dem, vom 4. November 1814 datirten, Rundschreiben an 
alle Bühnen Deutschlands sagt Friederike Bethmann unter An- 

26 derem: „Mein Vorschlag würde folgender sein. Am 19. April 
künftigen Jahres (1815), als am Geburtstage des Verstorbenen, 
mochten alle deutsche Theater eine Vorstellung geben und die 
Einnahme, sei sie auch noch so geringe, zu diesem Zweck *[Iff- 
land-Denkmal] bestimmen. Aus seinen besseren Stücken die 

80 besten Scenen herausgenommen und damit den Abend ausgefüllt, 
würde wohl am zweckmäßigsten sein. Ich werde Sorge tragen, 
daß von einem unserer vorzüglichsten Dichter eine Bede oder 
Prolog angefertigt wird, die von den ausgezeichnetsten Künstlern 
vorgetragen werden muß. Ich werde sie an alle Theater schicken, 

86 damit uns Alle an demselben Abend Ein Geist belebt" (an dem 
2, 470, 4—6 genannten Ort S. 282). 
* Juli 26 bis October 27, nach Prankfurt, Wiesbaden, Rheingau. 



486 ANHANG IL — L IFFLAND. 1814 

[November 12, Weimar.] [4629] 

Denkmal stiften, und zu jenem beitragen, das eine so 
liebe Hand errichtet. Ich habe seine Verdienste gewiß 
rein empfunden und sehr oft darüber nachgedacht. 
Gelingt es mir jemals, etwas davon auszusprechen, so s 
hoffe ich es in der Form zu thun, die Ihrem Zwecke 
gemäß ist. 

Leider darf ich auch meinen Herrn Mitcommissarien 1 
beim Theater kaum von Ihrem zweiten Wunsche Kennt- 
niß geben. Wir haben so entschieden, auch bei dringend 10 
nahen Gelegenheiten, alles, was nur einer Benefizvorstellung 
ähnlich sieht, abgelehnt, daß wir nun bittere Vorwürfe 
erwarten müßten, wenn wir eine solche, selbst zu dem 
löblichsten Zwecke, ankündigen wollten. Gedenken Sie 
mein zu guter Stunde und verzeihen das doppelte Nein, u 
welches Sie doch aus meinem Briefe heraushören würden, 
wenn ich es auch mit noch so viel glatten Worten um- 
kleiden wollte. 9 

An Friederike Bethmann. — Br. 25, 77, 2—78, 1. 

1815. 20 

? Januar 11, Weimar. — s. 231, 5—9. 4630 

][März Ende oder April Anfang, Weimar.] 3 4631 

Goethe wünschte, ihm [Iffland] auf dem hiesigen Hof- 
theater, . . eine Gedachtnißfeier zu veranstalten, und 
wählte hierzu die beiden letzten Acte der ,Hagestolzen% « 



1 Kinns. 

2 Frau Bethmann wandte sich hierauf an Kotzebue, erhielt aber 
von diesem eine ablehnende Antwort; schließlich verfaßte Herklots 
den Prolog. 

— December 5; Kotzebue an Friederike Bethmann (an dem 80 
2, 470, 4—6 genannten Ort S. 284). 

3 Das Gespräch fand nach Peucer im „Aprü" Statt (vgL 487, 2); 
das Tgb. nennt Peucern vor April 12 (vgl. 487, 29 f.) nicht, 
wohl aber März 28: „Peucer mit Mad. Müller und Voigt bei 
meiner Frau** (Tgb. 5, 154, 6f.), Goethe war an diesem Tage s* 
bettlägerig. 



1815 ANHANG IL — 1. IFFLAND. 487 

][l£in Ende oder April Anfang, Weimar. J [4631] 

die für sich ein idyllisches Ganze bilden. Im April 1815 
bat er mich [Peucer], ein Nachspiel dazu zu dichten; 
wir wurden einig, daß darin die Hauptfiguren des Stücks, 

6 jedoch in poetischer Steigerung, fortspielen sollten: es 
mußte mithin in Versen geschrieben werden. Goethe 
übernahm, das Ganze zu ordnen und in die Scene zu 
setzen. Ich ging frisch an die Arbeit, . . .* 

Mit Peucer. — Fr. Peucer: Weimarische Blätter (Leipzig 

10 1834), S. 609 (fehlt in den »Gesprächen«). 

][April 27, Weimar.] 4632 

E.W. haben die Gefälligkeit, diese freundlichen Gruppen 

ferner zu sammeln und abzuschließen. So wird sich 

dann das Weitere bereden und die Darstellung anordnen 

15 lassen. Dankbar . . . 

An Peucer. — Br. 25, 287, 10—14. 

April 29, Weimar. 4633 

[Vormittags] Nachspiel zum , Hagestolzen*. 
Tgb. 5, 159, 3. 

20 April 30, Weimar. 4634 

[Früh] Nachspiel zu Irlands Andenken. 
Tgb. 6, 159, 6. 

] [April Ende oder Mai Anfang, Weimar.] — s. Nr. 3980. 4635 

2 ][Mai 1, Weimar.] 4636 

25 E. W. vermelde dankbarlichst, daß mich das Manu- 

script noch vor Schlafengehen erfreut hat. Die Zeit 

ist zu kurz, um darüber zu conferiren; Sie erlauben 

mir daher eine Redaction nach meinem poetischen Ge- 



1 — April 12, Peucer an Goethe: sendet den Anfang des Nach- 

30 spiele (vgl. Br. 25, 405 zu Brief 7085); „. . sendete ihm bald die 

ersten Gruppen zu, mir sein Urtheil darüber erbittend und 

nachfragend, ob ich so fortfahren sollte" (Peucer an dem Z. 9f. 

genannten Ort S. 609). 

— April zwischen 13 und 27; Peucer sendet die Fortsetzung 
35 an Goethe (vgL Nr. 4632). 

8 — Mai 1: Peucer sendet den Schluß des Nachspiels an Goethe 
(vgL an dem Z. 9f. genannten Ort S. 609). 



488 ANHANG IL — 1. IFPLAND. 1815 

3 [Mai 1, Weimar.] [46M] 

wissen. Enger muß ich das Ganze zusammendrangen* 
Nach der Aufführung kann dieß zur angenehmen Unter- 
haltung dienen. Die ersten Stanzen sind schon in 
Madame Lortzings Händen. Die Schlußrede erhalt sie & 
auch noch heute, und das Übrige wird sich anschließen. 
An Peucer. — Br. 25, 298, 1—10. 
Mai 1, Weimar. 4637 

[Früh] Nachspiel zu Ifflands Andenken. 1 Auf dem 
Theater. 10 

Tgb. 5, 159, 9. 
Mai 2, Weimar. 4638 

[Früh] Nachspiel zu Ifflands Andenken. 9 
Tgb. 5, 159, 15. 

Mai [4], Weimar. 3 . 4639 15 

Über die Entstehung des Festspiels 
zu Ifflands Andenken. 

Das festliche Nachspiel zu den ,Hagestolzen' Ifflands 
haben unsre Leser* selbst beurtheilt; über dessen Ent- 
stehung fügen wir noch einige Betrachtungen hinzu, so 
welche vielleicht nicht ohne Frucht bleiben werden. 

Es gehört nemlich dieses Stück nicht Einem Verfasser 
an, es ist vielmehr eine gesellige Arbeit, wie solche schon 
seit geraumer Zeit bei uns herkömmlich sind. Denn 
so ist z.B. die Fortsetzung des Vorspiels: Was wir» 
bringen, zum Andenken Reils in Halle aufgeführt, 4 
gleicherweise entstanden, nicht weniger jene Sammlung 

* Morgenblatt, Nr. 151 und 152. 1815. [VgL 484, 38 f.] 



1 Bearbeitung von Peucers Dichtung (mit Ausnahme dee Schlusses; 

vgl 487, 25 f. 36). so 

* Vgl. Nr. 4637. 
9 VgL Nr. 4640. Der Aufsatz erschien erst ein Jahr spater, 1816 

März 18, im Morgenblatt, Nr. 67 S. 266 f. 
4 VgL 440, 2 f. 9 f. In Druck 2 hat Eckermann hier die Anmerkung 

beigefügt; „Zumeist von Herrn Hofrath Riemer verfaßt, so 85 

wie das Nachspiel zu den »Hagestolzen 4 von Herrn Ober- 

consistorial-Director Peucer." 



1815 ANHANG IL — 1. IFFLAND. 489 

[Mai [4], Weimar.] [4630] 

kleiner Gedichte im August 1814, unserm gnädigsten, 
aus dem Felde zurückkehrenden Herrn als Willkommen 
dargebracht. 1 
s Solche geselligen Arbeiten sind der Stufe, worauf die 
Cultur unseres Vaterlandes steht, vollkommen angemessen, 
indem eine Fülle von Empfindungen, Begriffen und Über- 
zeugungen allgemein übereinstimmend verbreitet ist, so 
wie die Gabe, sich rhythmisch angenehm und schick - 

10 lieh auszudrücken. 

Vorzüglich aber findet bei Gelegenheitsgedichten ein 
gemeinsames Arbeiten sehr günstig Statt: denn indem 
der Gegenstand entschieden gegeben ist, und also über 
dasjenige, was man zu sagen hat, kein Zweifel bleiben 

is kann, so wird man sich über die Art und Weise, wie 
es zu sagen sei, gewiß leichter vereinigen, als wenn die 
Wahl des Stoffes willkürlich wäre, wobei sich das Inter- 
esse der Mitarbeitenden leichter entzweien könnte. 
Schließt sich nun, wie es hier geschehen, die neue 

20 Arbeit an eine ältere, schon vorhandene unmittelbar 
an, so wird man sich noch leichter über den Plan ver- 
einigen, ja sich in Scenen theilen, je nach dem sie 
dem einen oder dem andern zusagen. Hieraus entstehen 
ulizuberechnende Vortheile. 

26 Jeder Künstler bildet sich in sein Kunstwerk hinein, 
und so muß auf die Länge, (und wer wird sich nicht 
gern auf's längste seines Talentes erfreuen wollen), es 
muß zuletzt eine gewisse Eintönigkeit entstehen, weß- 
halb denn der Zuschauer und Zuhörer, wenn er sich 

so immer in allzu bekannter Gesellschaft findet, endlich 
ohne Theilnahme bleibt und wohl gar gegen das schönste 
Talent ungerecht wird. Verbinden sich aber mehrere, 
in demselben Sinn und Geist zu arbeiten, so entsteht 
unmittelbar eine größere Mannichfaltigkeit; denn die 

86 innigsten Freunde sind oft der Richtung und Liebhaberei 

1 Vgl ThriTm. 



490 ANHANG IL — 1. IFFLAND. 1815 

[Mai [4], Weimar.] [4680] 

nach ganz verschieden, sie leben in entgegengesetzten 
Wirkungs- und Lustkreisen, auf welche sich Begriffe, 
Gefühle, Anspielungen und Gleichnisse beziehen, woraus 
denn eine Fülle entspringen kann, die auf anderem s 
Wege nicht zu hoffen wäre. 

Freilich, aus oben schon angeführten Gründen, schickt 
sich zu Gelegenheitsgedichten diese Art zu arbeiten am 
allerbesten, vorzüglich auch, weil hier keine selbst- 
ständigen dauerhaften Meisterwerke gefordert werden, io 
sondern solche, die nur im Vorübergehen einen Augen- 
blick reizen und gefallen sollen. Aber auch dieses ist 
nicht so unbedeutend, wie es scheinen möchte, da auf 
dem deutschen Theater solche Gelegenheiten oft genug 
vorkommen, und aufgeweckte Geister, die sich einmal i* 
verbunden hätten, dergleichen Anlässe lebhaft ergreifen, 
ja wohl gar selbst erschaffen würden. 

Nach unserer Überzeugung gibt es kein größeres und 
wirksameres Mittel zu wechselseitiger Bildung als das 
Zusammenarbeiten überhaupt, besonders aber zu thea- 20 
tralischen Zwecken, wo, nachdem sich Freunde beredet, 
gestritten, vereinigt, gezweifelt, überlegt und ab- 
geschlossen, zuletzt bei öffentlicher Darstellung die Auf- 
nahme, welche das Publicum gewährt, den Ausschlag 
entscheidet und die Belehrung vollendet. ** 

W. 41(1), 90, 1-92, 27. 

Mai 4, Weimar. 4640 

[Früh] Karlen 1 dictirt, bezüglich aufs Nachspiel zu 

den ,Hagestolzen', für's ,Morgenblatt'. a Im Theater 

Mme Lortzing, Bolle Margrethe. 8 so 

Tgb. 5, 159, 23—26. 

1 Stadelmann (?). 

2 d. h. Nr. 4639. 
» VgL 492, 21. 



1815 ANHANG. IL — 1. IFFLAND. 491 

][Mai 5, Weimar.] 4641 

. . vermelde, daß unser Nachspiel im Gange ist, und 
daß Madame Lortzing Anfang und Ende gar artig spricht. 1 
Ob Sie alles billigen werden, was ich in der Mitte be- 
5 gönnen, will ich nicht voraus bejahen. Bis zur Vor- 
stellung bitte von der Sache keine weitere Eenntniß 
zu nehmen, sodann wird es gewiß zu angenehmer kri- 
tischer Unterhaltung dienen. Das Exemplar der ,Hage- 

stolzen' erbitte mir zurück. 8 
10 An Peuoer. — Br. 25, 314, 22—315, 8. 

Mai 9, Weimar. 4642 

[Morgens] Probe des Nachspiels der ,Hagestolzen'. 

Tgb. 5, 160, 13. 
Mai 10, Weimar. — s. Nr. 3983. 3 4643 



15 * Vgl. 490, 30. 

8 Peuoer erhielt seine an Goethe gesandte Reinschrift nicht zurück 
(vgl. das 487, 9f. genannte Buch S. 611); über Goethes Um- 
arbeitung bemerkt Peucer, er habe bei der Vorstellung wahr- 
genommen : „daß in der zweiten und dritten Gruppe [Vers 97 

20 bis 192] vieles von meiner Arbeit weggelassen und dagegen die 
vierte und fünfte Gruppe bis zum Epilog Margarethens [Vers 
193—269] . . von Goethe selbst hinzugethan war. Auch kamen 
hie und da Abkürzungen, Veränderungen, Hinzufügungen einzelner 
Verse vor. Das Ganze gestaltete sich jedoch, auch nach 

25 Goethes Umarbeitung, immerhin so, daß das Wesentliche und 
Meiste (namentlich die erste, zweite, dritte Gruppe und der 
Epilog), mehr als zwei Drittheile des Ganzen, von mir und 
etwa ein Drittheil von Goethe war 4 * (an dem 487, 9f. genannten 
Ort S. 610). 

so * Vgl 232,28—32, Nr. 3984 und Genast 1, 238. Der Theaterzettel 
kündigte an : „Zum Andenken Schillers und Inlands : Der Hage- 
stolzen vierter und fünfter Act, begleitet von einem Nachspiel 
in Versen"; die Besetzung war folgende: 



Personen. 



1815 Hai 10. 



35 Hofrath Bein hold 

Mlle Beinhold . . 

Valentin 

Sternberg . . . . 
Wachtel 



Gran*. 

Beck. 

Genast. 

Malcolmi. 

Lortzing. 



492 ANHANG IL — 1. IFFLAND. 1815 

][Mai zwischen 10 und 20, Weimar.] — s. Nr. 3984. 4644 

Juni 15, Wiesbaden. — s. 1, 391, 13—16. 4645 

Juni 16, Wiesbaden. — s. Nr. 3987. 4646 

][Juli 18, Wiesbaden.] 4647 

Unser dramatisches Werklein habe, wie Sie nun wohl s 
selbst gesehen, 1 mit einer Einleitung in's ,Morgenblatt' 
gegeben. Es könnte uns nicht unangenehm sein, wenn 
künftig andere Theater das Fest auf gleiche Weise 
feierten. Bei nächster Gelegenheit lassen Sie uns etwas 
Ähnliches versuchen! io 

An Peucer. — Br. 26, 45, 4—9. 

1816. 

Februar 26, Weimar. — s. 234, 25—28.* 4648 

1828. 

][Juli 17. 19, Marienbad.] — s. 111, 12—15. 4649 i* 

1824. 

März 30, Weimar. — s. Nr. 4613. 3 4650 



[Personen.] 



[1815 Mai 10.] 



Linde . . . 
Therese . . 
Margarethe 
Paul . . . 
B&rbchen . 



Deny. 

Engels. 20 

Lortzlng. 

Mariane Becker. 

Albertine Beck. 



1 Aus Druck 1. 

3 — Juli 2: Unter diesem Tage verzeichnet Cottas Honorar-Conto 25 

für Goethe': „Morgenblatt 1815, 43 Spalten 10 Linien 

Rth. 54. — " (Sohüler-Cotta S. 692) ; unter den durch dieses 
Honorar bezahlten Arbeiten Goethes befanden sich : der Aufsatz 
über ,Des Epimenides Erwachen 1 (Nr. 662, s. 1, 364), über ,Pro- 
serpina' (Nr. 3754) und die Aufsatze Nr. 3984. 4639. so 

3 Daß bei Gelegenheit dieses Gesprächs Goethe auch seines mit 
Peucer gemeinschaftlich gearbeiteten Nachspiels gedacht habe, 
ist sehr wahrscheinlich, obgleich Eckermann es nicht ausdrück- 
lich sagt. 



ANHANG IL — 2. SCHIKANEDER. 493 



2. Schikaneder (und Giesecke). 

Der Zauberflöte zweiter Thell. 

Handschriften: [Einzelne Bemerkungen, von Goethe „offenbar bei 
den Proben" der ,Zauberflöte* 1793 oder 1794 in ein Notiz - 
5 buch geschrieben; auf die Aufführung der »Zauberflöte' in 

Weimar bezüglich (Weimarer Ausgabe 27 2 , Paralipomenon 11).] 
1. Scenarien zu Act I, von Goethes Hand, und zu Aot II, 
von Schreiberhand (Weimarer Ausgabe unter H f Para- 
lipomenon 1). 
io 2. Die erste Fassung des Liedes der beiden Wächter (Vers 

712 — 746), von Goethes Hand, in einem Notizbuch (W. 1, 
381. 399 als H " bezeichnet), etwa aus dem Jahre 1795 
(Weimarer Ausgabe H 1 ). 

3. Bruchstücke zweier Lieder, den Rollen Papagenos und 
15 Papagenas angehörend, von Goethes Hand, in dem zu Hand- 
schrift 2 genannten Notizbuch (Weimarer Ausgabe unter H 1 t 
Paralipomena 9. 10). 

4. Das Bruchstück des Ganzen, von Schreiberhand, mit 
zahlreichen Änderungen und Zusätzen Goethes, mit dem 

20 Titel ,Zauberflöte. Zweiter Theil. 1798', darunter die Be- 

merkung „(Voran: Personen- Verzeichniß zum ersten Act und 
Scenarium zum zweiten Acte);" auf Blatt 5 der Titel ,Der 
Zauberflöte Zweiter TheiL Fragment 1 , von Goethe geändert 
aus ,Der Zauberflöte Zweiter Theil. Entwurf zu einem 

25 dramatischen Mährohen. Von Goethe. Erster Aufzug'. Ent- 

hält auch außer den unter Handschrift 1 genannten beiden 
Scenarien noch die Paralipomena 2 — 8 (Weimarer Ausgabe H). 
Erster Druck: 1802 (im Herbst 1801 erschienen), nur Vers 1—346, 
in dem »Taschenbuch auf das Jahr 1802. Der Liebe und 

so Freundschaft gewidmet. Bremen, bei Friedrich Wilmans', 

S. 15—36, als Nr. II des Taschenbuchs, unter dem Titel 
,Der Zauberflöte zweiter Theil. Von v. Göthe*; auf S. 17 über 
dem Text-Anfang der Titel ,Der Zauberflöte zweiter TheiL 
Entwurf zu einem dramatischen Mährohen. Erster Aufzug 4 . 

35 Das beigegebene Kupfer, unterzeichnet „J. Hein. Kamberg 

deL Hanover. Ridley sc. London", veranschaulicht die bei- 
gedruckten Worte Papagenas: „Was hast du denn, mein 
liebes Männchen ?" (Vers 214.) 
— Vers 566—605, das Duett Papagenos und Papagenas 

40 „Von allen schönen Waaren", war, unter dem Titel »Die 

Liebesgötter auf dem Markte' schon Ende 1795 erschienen 
im ,Musen-Almanach fürs Jahr 1796. Hsg. von Johann 



494 ANHANG IL — 2. SCHIKANEDER. 1796 

[2. Schikaneder (und Oiesecke). Erster Druck.] 

Heinrich Voß', S. 42, unterzeichnet „v. Gothe", ohne An- 
deutung, daß das Lied einer dramatischen Dichtung angehört ; 
dann 1800 in den »Neuen Schriften* 7, 29 — 31 wiederholt 
unter der veränderten Überschrift »Wer kauft Liebesgötter ?' s 
(VgL TheU HI.) 

Zweiter Druck: 1807, Werke Cotta 1 7, 313—353, alles, soweit aus- 
geführt, unter dem Titel »Der Zauberflöte Zweiter TheiL 
Fragment*. 

Dritter Druck: 1816, Werke Cotta 8 8,313—353; das Übrige wie 10 
in Druck 2. 

Vierter Druck: 1828, Werke Cotta 8 11, 191—234; das Übrige wie 
in Druck 2. 

Weimarer Ausgabe: 1892, W. 12, 181—221 und 379—391 ; wegen 
der Stellung vgL 2, 609, 20-26. — VgL GJ. 14, 312 f. 15 



Die Uraufführung von Schikaneder-Mozarts »Zauberflöte' 
fand 1791 September 30 zu Wien im Theater auf der Wieden 
Statt; in Weimar wurde die Oper mit der Textbearbeitung 
von Vulpius, nachdem sie schon für 1793 December 26 auf 
den Spielplan gesetzt worden war (vgL Tgb. 2, 32, 11), 1794 to 
Januar 16 zum 1. Mal aufgeführt, dann (mit Einschluß der 
Filial-Bühnen) 1794 noch 25, 1795 15 Mal gegeben. Wann 
Goethe in diesen beiden Jahren an die Dichtung eines Zweiten 
Theils ging, ist nicht näher festzustellen (vgL 499, 10 f.). 



1795. » 

][Ende, Weimar?] 1 4651 

Goethe hat nach einer reifen Überlegung, warum die 
,Zauberflöte< einen solchen unbegreiflichen Eindruck aufs 
deutsche Publicum macht, selbst einen Versuch gemacht, 
den zweiten Theil dazu im Text zu verfertigen, weiß so 
aber keinen Gompositeur dazu zu finden. Es ist nicht 
wie die ,Zaubercither* * und andere dergleichen Nach- 



1 Das Jahr ist zweifelhaft, ebenso : ob das Berichtete auf einem 

Gespräch beruht, das Böttiger selbst mit Goethe gehabt hat; 

jedenfalls aber geht das Mitgetheilte auf mündliohe Äußerungen 35 

Goethes zurück. 
8 Von Wenzel Müller ; sie wurde mit der Textbearbeitung von 

Vulpius in Weimar 1795 October 17 zum L Mal aufgeführt. 



1795 ANHANG IL — 2. SCHIKANEDER. 495 

] [Ende, Weimar?] [4651] 

äffungen und Wiederholungen, sondern Fortsetzung und 
Erhebung des Stücks, wobei doch alle die vorigen Per- 
sonen und Decorationen vorkommen, was also für die 
6 Directum sehr vorteilhaft sein müßte. 1 

Mit Bottiger ( T). — Böttiger 1, 49 (fehlt in den »Gesprächen*). 

1796. 

*][Januar 24, Weimar.] 4652 

Aus beiliegendem Aufsatz 8 werden Sie sehen, was von 

10 dem Texte der Oper, wonach Sie sich erkundigen, 4 
erwartet werden kann. Ich wünsche bald Nachricht 
von Ihnen zu hören, ob der Theaterdirection meine 
Bedingungen angenehm sind? Da ich denn bald An- 
stalt machen würde, meine Arbeit zu vollenden. Es 

15 sollte mir sehr angenehm sein, dadurch mit einem so 
geschickten Manne in Gonnexion zu kommen. Ich habe 
gesucht, für den Componisten das weiteste Feld zu er- 
öffnen und von der höchsten Empfindung bis zum 
leichtesten Scherz mich durch alle Dichtungsarten durch- 

20 zuwinden. . . . 

P. M . [Pro Memoria.] 
Der große Beifall, den die ,Zauberflöte< erhielt, und 
die Schwierigkeit, ein Stück zu schreiben, das mit ihr 



1 Vgl 496, 16—20. 

26 — November 28, Wranitzky an Goethe: bittet, da er von 
seinem Freunde Küstner in Frankfurt gehört habe, daß Goethe 
„ein Sujet zu einer Oper verfertiget", um das Textbuch und um 
Angabe der Bedingungen, falb Goethe den Text dem Hofopern- 
theater in Wien überlassen wolle, freut sieh darauf, „eine Oper 

80 eines so würdigen Mannes in Musik setzen zu können" (SdGG. 
18, 31). 

* — Januar 4: Dieses Datum tragt nach Br. 11,308 der Ab- 
schnitt Z. 16 („Ich") bis 20 im Concept am Schluß, von Goethes 
Hand; die „Postsendungen" verzeichnen den Brief unter 

36 Januar 25 (Br. 11, 345). 

* s. Z. 21—496, 25. 

* Vgl. Z. 25—30. 



496 ANHANG II. — 2. SCHIKANEDER. 1796 

] [Januar 24, Weimar.] [4662] 

wetteifern könnte, hat mich auf den Gedanken gebracht, 
aus ihr selbst die Motive zu einer neuen Arbeit zu 
nehmen, um sowohl dem Publico auf dem Wege seiner 
Liebhaberei zu begegnen, als auch den Schauspielern s 
und Theater-Directionen die Aufführung eines neuen 
und complicirten Stücks zu erleichtern. Ich glaubte 
meine Absicht am besten erreichen zu können, indem 
ich einen zweiten Theil der ,Zauberflöte< schriebe; die 
Personen sind alle bekannt, die Schauspieler auf diese io 
Charaktere geübt, und man kann ohne Übertreibung, 
da man das erste Stück schon vor sich hat, die Si- 
tuationen und Verhältnisse steigern und einem solchen 
Stücke viel Leben und Interesse geben. In wie fern ich 
meine Absicht erreicht habe, muß die Wirkung zeigen. is 

Damit dieses Stück sogleich durch ganz Deutschland 
ausgebreitet werden könnte, habe ich es so eingerichtet, 
daß die Decorationen und Kleider der ersten ,Zauber- 
flöte' beinahe hinreichen, um auch den zweiten Theil zu 
geben. 1 Wollte eine Direction mehr darauf verwenden 20 
und ganz neue dazu anschaffen, so würde der Effect 
noch größer sein, ob ich gleich wünsche, daß, selbst 
durch die Decorationen, die Erinnerung an die erste 
,Zauberflöte' immer angefesselt bliebe. 

J. W. v. Goethe. » 

2 Meine Bedingungen sind: Einhundert Ducaten und 
eine vollständige Partitur für das hiesige Theater, welche 
jedoch nicht weiter communicirt werden soll. Ich ver- 
spreche dagegen, den Text selbst binnen einigen Jahren 
nicht wieder abdrucken zu lassen, und wünschte bald *o 
zu erfahren, ob man das Stück unter diesen Bedingungen 
zu acquiriren denkt; ich würde alsdann sobald als mog- 



1 Vgl 495, 3—5. 

2 Von hier an nur im Concept bekannt, das 497, 6 am Ende 
einer Seite abbricht. M 



1796 ANHANG IL — 2. SCHIKANEDER. 497 

] [Januar 24, Weimar.] [4052] 

lieh die letzte Hand daran legen und die Zeit näher 

bestimmen, in welcher ich es übersenden kann. 

Sollten sich bei der Composition und Aufführung in 

6 einem oder dem andern Puncte Schwierigkeiten finden, 

so erbiete ich mich auf geschehene Anzeige die Stellen . . .* 
An P. Wranitzki. — Br. 11, 13, 6—15, 9. 

1798. 

[Zwischen April 24 und Mai 5, Weimar.] 8 4653 

10 Als ich [Iffland] in Weimar war, sagte Herr von Goethe, 
er habe eine Fortsetzung der ,Zauberflöte' fast vollendet 
und — war er es selbst oder ein Anderer — das weiß 
ich nicht mehr genau, doch meine ich, er war es selbst, der 
sagte, er würde dieses Werk für 100 Ducaten verkaufen. 8 
16 Mit Iffland. — GJ. 26, 63 (Inland an Kinns, 1810 Juni 3). 

Mai 5, Weimar. 4654 

4 , Zauberflöte* zweiter Theil arrangirt und zusammen- 
geschrieben. 6 

Tgb. 2, 206, 24i 

20 * — Februar 6: Wranitzky an Goethe : bedauert, daß der ge- 
wünschte Operntext gerade eine Fortsetzung der »Zauberflöte' 
sei; man könne sich nicht entschließen, mit Schikaneder-Mozart 
zu „rivali8iren" ; ersucht, „ob etwan nicht durch eine kleine 
Umänderung des Coetumes oder des Personale dem Buohe ein 

25 anderes Aussehen gegeben werden könnte", bietet für das so ver- 
änderte Textbuch 26 Ducaten, d. h. so viel wie Kotzebue und Iffland 
„für ihre große Schauspiele'* bekommen hätten (SdGG. 18, 6 — 8). 

— April 6: Aus Goethes Rechnungen geht hervor, daß er 
unter diesem Datum einen Brief an Wranitzky nach Wien 

so gesandt hat; dieser Brief, jedenfalls die Absage auf Z. 20 — 27 
enthaltend, ist nicht bekannt (Br. 11, 346). 

— September 11—13: Vgl. den in diesen Tagen entstandenen 
2. Gesang von «Hermann und Dorothea', Vers 221 — 244. 

* Vgl. Tgb. 2, 206, 6f. 24. 

85 * VgL die das Gespräch wesentlich ergänzende Nr. 4668; Wegen 
der „100 Ducaten" vgL 502, 25, im Übrigen vgl. Nr. 4676. 

* Iffland war an diesem Tage abgereist (vgL Tgb. 2, 206, 24), vgl. 
Nr. 4653. 4658. 

* VgL Victor Junk: Goethes Fortsetzung der Mozartsohen Zauber- 
Gr&f, Goethe über s. Dichtungen T. II B. 4. 32 



498 ANHANG IL — 2. SCHIKANEDER. 1798 

Mai 6, Weimar. 4655 

Dieselben Beschäftigungen. 1 
Tgb. 2, 207, 1. 
Mai 7, Weimar. 4656 

Am zweiten Theil von der »Zauberflöte' weiter fort- 6 

geschrieben. 

Tgb. 2, 207, 2t 

Mai 8, Weimar. 4657 

Früh an der ,Zauberflöte' fortgefahren. 

Tgb. 2, 207, 5. 10 

Mai 9, Weimar. 4658 

Lust zu einer Arbeit hat mir Iffland zurückgelassen. 1 
Er erfuhr, daß ich an einem zweiten Theil der ,Zauber- 
flöte' gearbeitet hatte, und bezeigte den Wunsch, das 
Stück für das Berliner Theater zu besitzen, mit einiger is 
Lebhaftigkeit, sowohl gegen mich als andere. Darüber 
ist mir der Gedanke wieder lebhaft geworden, ich habe 
die Acten wieder vorgenommen und einiges dran gethan. s 
Im Grunde ist schon so viel geschehen, daß es thörig 
wäre die Arbeit liegen zu lassen; und wäre es auch 20 
nur um des leidigen Vortheils Willen, so verdient doch 
auch der eine schuldige Beherzigung, um so mehr als 
eine so leichte Composition zu jeder Zeit und Stunde 
gearbeitet werden kann und doch noch überdieß eine 
Stimmung zu was Besserm vorbereitet. 4 25 

An Schüler. — Br. 13, 138, 18—139, 7. 

Mai 9, Weimar. 4659 

Früh ,Zauberflöte* fortgesetzt. 
Tgb. 2, 207, 7. 



flöte, Berlin 1900 (Forschungen zur neueren Iitteraturgeeehiehte. 30 
Hsg. von Dr. Franz Munoker, Xu), S. 4. 

1 VgL Nr. 4654. 

8 VgL Nr. 4653. 

8 VgL Nr. 4654—4657. 

4 Mit „was Besserm" soll Goethe nach Otto Pniowers glücklicher ss 
Vermuthung (vgl. Cotta JA. 8, 364) ,Faust' meinen und geheim- 
nißvoll auf den inneren Zusammenhang beider Dichtungen hin- 
deuten. 



1798 ANHANG H — 2. SCHIKANEDER. 499 

Mai 9, Weimar. 4660 

[Nach] Jena [an] Hofrath Schiller: Nachricht wegen 

Fortsetzung des 2. Theils der ,Zauberflöte' [s. Nr. 4658]. 
Briefverzeiohniß, 1798. — Br. 13, 432. 

( Mai 10, Weimar. 4661 

Früh ,Zauberflöte' fortgesetzt. 1 
Tgb. 2, 207, 9. 

Mai 12, Weimar. 4662 

Es war nicht uninteressant mich einige Tage mit der 

io »Zauberflöte' abzugeben 9 und die Arbeit, die ich vor 

drei Jahren 8 angefangen hatte, wieder aufzunehmen und 

durchzukneten. Da ich nur handelnd denken kann, so 

habe ich dabei wieder recht artige Erfahrungen gemacht, 

die sich sowohl auf mein Subject, als aufs Drama über- 

i& haupt, auf die Oper besonders und am besondersten 

auf das Stück beziehen. Es kann nicht schaden, es 

endlich auch in Zeiten mittlerer Stimmung durchzuführen. 

An Schiller. — Br. 13, 141, 26—142, 6. 

1700. 

20 4 Februar 13, Jena. — 8. 2, 628, 11. 4663 

1800. 

6 Mai 26, Weimar. 4664 

[Früh] Die Exposition der »Zauberflöte'. 6 
Tgb. 2, 297, 2. 



25 * — Mai 11, Schiller an Goethe : warnt vor der Arbeit, als leicht 
von der „Hauptsache" (»Faust* ?) ablenkend, auch bedenklich, 
falls Goethe „keinen recht geschickten und beliebten Componisten 
habe" (Schillers Br. 6, 380). 
« Vgl. Nr. 4664—4661. 

80 ' Also 1796; vgl. 494, 22—24. 

* — Ftbruar 6: „Vorstellung der »Zauberflöte 4 " (Tgb. 2, 232, 3) ; 
vielleicht wurde Goethe durch sie zu dem in Nr. 2028 (2, 628) 
genannten Gespräch mit Schiller veranlaßt. 

s __ Januar 30: Zelter an Goethe (s. 1, 193, 24—194, 27). 
85 — März 13, Wilmans an Goethe: bittet um einen Beitrag 
für sein »Taschenbuch auf das Jahr 1801*, vgL Nr. 4666. 4667, 

• Die erneute Beschäftigung mit der Fortsetzung der »Zauberflöte, 

32* 



500 ANHANG IL — 2. SCHIKANEDER. 1800 

Mai 26, Weimar. 4665 

[Früh] Exposition der »Zauberflöte*. 1 
Tgb. 2, 297, 6. 
Mai 30, Weimar. 4666 

Sie haben mich, . . durch Uebersendung eines Eist- * 
chens guter Weinsorten, auf eine verbindende Weise ein- 
geladen zu Ihrem dießjährigen Taschenbuch einigen 
Beitrag zu übersenden. 8 

Unter dem Wenigen, was ich zu einem solchen Zwecke 
mittheilen könnte, habe ich den Anfang einer Fort- 10 
Setzung der ,Zauberflöte' gewählt. Die Personen 
dieser mährchenhaften Oper sind jedermann bekannt, 
und ich sollte glauben, daß sich das Publicum auch 
für die ferneren Schicksale seiner bisherigen Lieblinge 
interessiren dürfte. Ich gebe die Exposition des neuen 15 
Stückes soweit, als es etwa nöthig ist, um Aufmerk- 
samkeit und Neugierde zu erregen. 8 

Übrigens sei Ihnen überlassen, diesen Beitrag nach 
dem Werthe zu honoriren, den er für Ihr Institut haben 
kann. 4 Wobei ich überzeugt bin, daß unser beider- *° 
seitiges Interesse auch künftig zusammen werde bestehen 

können. 

An F. Wilmans. — Br. 15, 71, 7—72, 2. 
Mai 30, Weimar. 4667 

[Früh] Exposition der ,Zauberflöte' geendigt. ... 25 
Abends . . An Herrn Wilmans nach Bremen, den zweiten 
Theil der ,Zauberflöte'. 6 
Tgb. 2, 297, 19. 22—24. 



war veranlaßt durch den 499, 35 f. genannten Antrag. Was 
unter „Exposition" hier und 600, 2. 25 zu verstehen ist, ergibt so 
sich aus 500, 15—17 und 493, 34. 

1 Vgl Z. 30f. 

2 Vgl. 499, 35f. 

8 Hier folgt im Conoept noch, durchgestrichen: „Das Übrige 

könnte künftig nachgebracht werden" (Br. 15, 318). ss 

* VgL Z. 38. 501, 19. 

6 Die Vorlage für Druck 1 (Vers 1—346), begleitet von Nr. 4666. 
— Juni 28: Wilmans „honorirt" Goethen durch eine Wein- 



1800 ANHANG IL — 2. SCHIKANEDER. 501 

][Juli oder August, Weimar oder Jena.] 4668 

— s. Nr. 346 (1, 193f.). 

1801. 

Mai 29, Weimar. — ß. Nr. 347 (1, 194 f.). 1 4669 

( 1803. 

August 4, Weimar. 4670 

Wie stellt es um die Musik des zweiten Theils der 

,Zauberflöte c ? * 

An Zelter. — Br. 16,266, 17 f. 

io 1805. 

Mai 1, Weimar. — s. 1, 63, 14 f. 4671 

1806. 

Februar 24, Weimar. — s. 1, 288, 11 f. 4671a 

Juni 20, Jena. — s. Nr. 209 (1, 134). 4671b 
15 TJuli 17, ) 

TJuli 29, [Karlsbad. — s. Nr. 210—212 (1, 134f). 4671 o—e 
TJuli 31, J 

August 18, Jena. — s. Nr. 213 (1, 135). 4671 f 



Sendung (vgL Br. 15, 318). Als »Taschenbuch auf das Jahr 1801* 
so ersohien übrigens, wegen mangelhaft eingelaufener Beitrage, nur 
eine Titel-Auflage des »Taschenbuchs auf das Jahr 1800* (vgL 
Goedeke 8, 52); erst der Jahrgang 1802 brachte Druck 1. 

* VgL Nr. 4670. 

— September 3, Böttiger an Rochlitz : „Componiren Sie doch 
25 den 2. Theil der »Zauberflöte', die jetzt Wilmans in seinem 

Taschenbuch von Goethe abgedruckt hat" (GJ. 4, 324 f.). 

— December 8(f), Knebel an Böttiger; „Goethe hat in seinem 
2. Theil der »Zauberflöte* feine und stechende Hieroglyphen 
gemalt" (Böttiger 2, 226) ; vgL Morris 1, 314—316 und das 497, 39 

so genannte Werk S. 571 

* VgL 1, 194, 15—21. 

— August 10, Zelter an Goethe: versteht und beantwortet 
Nr. 4670 so, als habe Goethe sich nach der Musik von Winter 
zu Schikaneders 2. Theil seiner .Zauberflöte 4 erkundigt, die, unter 

86 dem Titel »Das Labyrinth oder der Kampf der Elemente', zuerst 
1798 aufgeführt worden war (vgL das 497, 39 genannte Werk 
S. 40). — Vgl. Nr. 4678. 



502 ANHANG IL — 2. SCHIKANEDER. 1806 

August 19, Jena. — s. 1, 136, 15. 4072 

TSeptember 2, J Weimar _ ß Nr 21ß 216 (1 136f ± m ^ b 

Ootober 24, J ' 

October 24, Weimar. — s. 2, 621, 23. 4673 

Ootober 26, Weimar. — s. 1, 137, 29. 4674 s 

October 26, Weimar. — s. 1, 291, 20. 4675 

Ootober 27, 

October 28, 

Deoember 8, } Weimar. — s. Nr. 218—222 (1, 138 ff.). 4675 j 

December 8, * 10 

December 9, 

December 26, Weimar. — s. Nr. 561 (1, 292). 4675 f 



, *v viuihl< o. 

:| 

8. > Weimar. — 



1807. 

Januar 23, Weimar. — ß. Nr. 223 (1, 140). x 4675g 

August 30, Karlsbad. — s. Nr. 224 (1, 140). 4675h » 

1808. 

August 7, Karlsbad. — s. Nr. 92 (1, 65). 46751 

1810. 

2 Juni 27, Karlsbad. 4676 
Des Herrn Ifflands Anfragen beantworten sich sammt- so 

lieh durch das Fragment des zweiten Theils der ,Zauber- 



i — Mai 7: VgL 1, 293, 8—13. 

2 — Juni 3 9 Inland an Kinns : wünscht zu erfahren, ob Goethe 
bereit sei, seine Fortsetzung der ,Zauberfldte' 9 von der Goethe 
ihm 1798 erzählt hatte (s. Nr. 4653), für 100 Duoaten nach Berlin « 
zu verkaufen; B. A. Weber solle sie componiren. „Im Gefühl 
für den Dichter hatte Herr Weber mich gefragt, ob Herr von 
Goethe wohl seinen »Faust*, so viel das Theater gestattet, zur 
Oper zu bilden, geneigt sein würde. 

Es scheint mir, man dürfe diesen Antrag nicht wohl an ihn *> 
wagen ; so bin ich auf den ersten Gegenstand, der »Zauberflöte', 
gekommen. 

.... Wäre die Sache zu Stande zu bringen, so würde Herr 
Weber dann auf etliohe Tage nach Weimar kommen, um seine 
Ansicht und den Willen des Diohters in Verein zu bringen" tt 
(GJ. 26, 63 f.). Kinns theilte Goethen Inlands Brief oder doch 
dessen Inhalt in einem nicht bekannten Schreiben nach Karls- 
bad mit. 



1810 ANHANG IL — 2. SCHIKANEDER. 503 

[Juni 27, Karlsbad.] [4976] 

flöte*, das in meinen Werken [Cotta 1 ] und zwar in deren 
siebentem Band abgedruckt ist. Das Personal der ersten 
,Zauberflöte< mit geringer Vermehrung sollte hinreichen, 
5 auch diese Fortsetzung zu geben. Wie ich die Si- 
tuationen, Decorationen und dergleichen ähnlich zu er- 
halten und doch zu steigern dachte, sieht man gleich- 
falls daraus, so wie die Absicht, bloß für musicalischen 
und theatralischen Effect zu arbeiten. Der Plan, 1 so 
10 wie noch ein Theil der Ausarbeitung, 8 liegt unter meinen 
Papieren. [— Nr. 119 (l,80f.).] 
An Kirms. — Br. 21, 335, 17—28. 

1812. 

November 12, Jena. — 8. 1, 9, 8. 4677 

i5 1814. 

8 März 15, [Weimar.] 4678 

Gegen die ,Zauberflöte ( will ich meine Gedanken hin- 
wenden, vielleicht macht sieder Frühlingsäther wieder flott. 
An Zelter. — Br. 24, 199, 8—10. 

20 1815. 

Februar 20, Weimar. — s. 1, 12, 21. 4679 

1816. 

Februar 13, Weimar. — 8. 1, 180, 29. 4679 a 

März 11, 

Weimar. — s. Nr. 235—238 (1, 145). 4679b— e 



26 März 11, 
März 25, 
Ootober 15, 



1 VgL Handschrift 1. 

* VgL die Paralipomena. 
so * — Februar 22, Zelter an Goethe : habe von Zeit zu Zeit etwas 
an der Compositum gearbeitet (vgL Nr. 4670) und in den letzten 
Tagen die Symphonie, d. h. die Ouvertüre, „fast fertig be- 
kommen 44 ; man könne mit der Oper „den Frieden, wenn er da 
ist, feiern"; fordert zur Vollendung auf (G. -Zelter 2, 931). 



604 ANHANG IL — 2. SCHIKANEDER. 1816 



Ootober 22, Weimar. — ß. Nr. 2014 (2, 623). 
November 14, Weimar. — s. Nr. 239 (1, 146). 


4679 f 
4679g 


1828. 




] [Januar zwischen 10 und 19, Weimar.] 

— ß. Nr. 100 (1, 66). 

April 13, Weimar. 


4679h 

s 

4680 



Dann sprachen wir [Goethe und Soret] über die ,Zauber- 
flöte', zu der Goethe eine Fortsetzung geschrieben, 
aber noch nicht veröffentlicht hat, 1 weil er bisher keinen 
Gomponisten gefunden habe, der den Text nach seinem io 
Wunsche behandelt. Er findet den ersten Theil voll 
von Unwahrscheinlichkeiten und Albernheiten, aber reich 
an Contrastwirkungen und erkennt bei dem Verfasser 
ein großes Verständnis für die Herbeiführung thea- 
tralischer Effecte. is 

Mit Soret. — Soret S. 17 f. (vgL auch Gespräche 4, 226 und 
Eokermann 3, 13 f.). 

1825. 

Januar 12. 13, Weimar. — s. 3, 110, 10. 4681 

Mai 7 I Weünar - — 8 - Nr - 244 - 240 (1 ' 15 °)' 4681|L b *° 



1826. 

Februar 1, Weimar. — s. 1, 30, 19 f. 4682 

1827. 

Januar 27, 
Februar 17, 
Februar 18, 
Februar 19, 
März 12, 
April 4, 

September i8, Weimar. — s. Nr. 64 (1, 47 f.). 2 4682g 



26 



Weimar. — s. Nr. 247—262 (1, 151 f.). 4682a— f 



so 



1 Nioht wortlich zu nehmen (vgl. Druck 1 — 3) ; der Sinn ist wohl: 

noch nicht „vollendet" und so veröffentlicht 
8 — [Ootober Ende:] VgL Goethe an Zelter (G. -Zelter 4, 436). 



1828 ANHANG IL — 2. SCHIKANEDER. Ö06 

1828. 

^Ti 28, ™ 1 Weimar. — s. Nr. 66. 67 (1, 48). 4682h. i 

October 20, J x 

October 25, 1 



5 October 25, 
November 1, 
November 8, 



Weimar. — b. Nr. 2020—2023 (2, 625 f.). 4682k— n 



1820. 

April 5, Weimar. — s. 1, 154, 6—11. 4082 o 

io 1830. 

December 17, Weimar. — ß. Nr. 259 (1, 155). 4682p 



8. Schiller. 

A. Wallenstein: Prolog und Lager* 

Wir haben zu unterscheiden: 
15 a. Goethes Antheil am »Prolog* (vgl. Nr. 4685—4687). 

b. Goethes Antheil an ,Wallensteins Lager'. 

c. Die für eine besondere Gelegenheit 1813/14 gedichtete 
Scene. 

Handschriften zu b: Das Lied „O Magdeburg die Stadt" (vgL 508, 28), 
20 von Goethes Hand, mit Beistift geschrieben, im Goethe- und 

Schiller-Archiv. — Von einer nicht bekannten Handschrift 
berichtet Riemer 2, 438*. 

Das Anfangslied „Es leben die Soldaten" scheint sich hand- 
schriftlich nicht erhalten zu haben (vgl. ,Waüenstein von 
£6 Schiller. . . . Hsg. von Wendelin von Maltzahn', Stuttgart 

1861, S. 3). 

Zu c: 1. Die ganze Scene, von Goethes Hand mit la- 
teinischen Buchstaben geschrieben, unter dem Titel ,Zu 
Wallensteins Lager bey Gelegenheit des Ausmarsches der 
so Frevwilligen'. Im Kestner-Museum zu Hannover. 

2. Die ganze Scene, Abschrift von Eckermanns Hand, 
Vorlage für Druck 1. Im Goethe- und Schiller-Archiv. 

Erster Druck von b: 1836, Werke Q. 1 (1), 21 f„ das Lied „O Magde- 
burg die Stadt", unter dem Titel ,Die Zerstörung Magdeburgs'. 
ss 1839, das Anfangslied „Es leben die Soldaten", in den 

»Nachtragen zu Schillers sämmtlichen Werken', hsg< von 
Eduard Boas, 1,538 f. 



606 ANHANG IL — 3. SCHILLER. 1798 

[8. Schüler. A. Wallenttein. Kreter Druck.] 

Von c: [1814] Vers 17—28 („Ich will in's Feld, ich will 
dich meiden'*)» in »Acht Lieder mit Begleitung des Piano- 
forte oder der Quitarre in Musik gesetzt und der regierenden 
Frau Herzogin von Saohsen-Hildburghausen zugeeignet von 8 
C. Moltke', Heft 1 S. 4, unter dem Titel »Der freiwillige 
Krieger', unterzeichnet „von Goethe" (vgl Tgb. 6, 94, 5 und 
Carl Schüddekopf : Ein Goethisches Lied. Für den Biblio- 
philen-Tag in Weimar 11. October 1903 in Druck gegeben, 
S. 6—8). 10 

1827, Werke Cotta» 4, 216—219, die ganze Soene, unter 
dem Titel ,Zu Wallensteins Lager. Als die Weimarschen 
Freiwilligen ausmarschirten'. 

Weimarer Ausgabe: b. 1893, W. 5 (1), 41 f., das Lied „0 Magdeburg 
die Stadt", unter dem Titel ,Die Zerstörung Magdeburgs*. 18 
(Das Anfangslied „Es leben die Soldaten" wird W. 5 (2) 
bringen.) 

c. 1894, W. 13 (1), 132—135 und 1901, W. 13 (2), 210—212, 
die ganze Soene; Titel wie in Druck 1, wegen der Stellung 
vgL 3, 23, 26—30. 20 

Aufführungen von o. 
unter Goethes Theaterleitung: 

1. 1813 October 24 in Weimar (vgl. 511, 84—612, 86). 

2. 1814 Min 10 in Weimar. 

3. „ Juli 28 in HaUe. 28 



1708. 

1 September 29, [Jena.] 4683 

Durch gegenwärtigen Boten wünschte ich Ihre Ge- 
schichte des dreißigjährigen Kriegs zu erhalten, um sie, 
sowohl zum Anfangsliede, als sonst zu mancherlei nutzen so 
zu können. Heute Abend komme ich nicht, denn ich 



1 — September 21, Schiller an Goethe: „. . er [der »Prolog*, d. h. 
»Wallensteins Lager'] beginnt mit einem Lied und endigt mit 
einem" (Schillers Br. 5, 433). 

— September 22 — 28: Goethe reist am 22. nach Jena und 88 
muß an einem der nächsten Tage, jedenfalls vorm 29. Schillern 
versprochen haben, das Z. 30 genannte Anfangslied zu dichten 
und auoh wohl noch einiges Andere (die Capuzinerpredigt ? 
vgl 508, 2—7). 



1798 ANHANG IL — 3. SCHILLER. Ö07 

[September 29, Jena.] [4088] 

will noch, bis es dunkel wird, in Wallensteins Lager 

verweilen, . .* 

An Schüler. — Br. 13, 278, 11—16. 

5 Ootober 4, Weimar. 4684 

Die erste Leseprobe von , Wallensteins Lager', sowie 
Beschäftigung mit dem »Prolog* .* 
Tgb. 2,220,17 t 
Ootober 5, Weimar. 4686 

io Der ,Prolog' 8 ist gerathen, wie er angelegt war; ich 
habe eine sehr große Freude daran und danke Ihnen 
tausendmal. Ich habe ihn nur erst einigemal durch- 
gelesen, um mich von dem Ganzen recht zu penetriren, 
und noch kann ich nicht bestimmen, was vielleicht 
15 wegzulassen wäre, und ob ich nicht wegen des Theater- 
Effects noch hie und da einen kleinen Pinselstrich auf- 
höhen würde. 

Morgen Abend mit den Botenfrauen sollen Sie meine 

Edition erhalten, 4 können Sie den Druck 5 noch so lange 

20 aufschieben, so wird es gut sein, damit wir einerlei 

Leseart haben; Montag soll er gleich nach Stuttgart. 6 

Es thut mir nur leid, daß ich ihn nicht selbst sprechen 

kann; doch wenn sich Vohs hält wie unsere Andern 

beim Vorspiel, so können wir zufrieden sein. . . . 

25 Nach dieser guten Nachricht 7 muß ich aber leider 



1 — [September 29:] Schiller an Goethe (Schillers Br. 5, 435). 

* Schülers »Prolog. Gesprochen bei Wiedereröffnung der Schau- 
bühne in Weimar im Ootober 1798'; Goethe hatte die Hand- 
schrift des selben an diesem Tage erhalten (vgl. Sohillers Br. 

so 5, 440) ; vgL Nr. 4685. — Daß Goethe ursprünglich selbst einen 
Prolog für diesen Zweck hatte diohten wollen, beweist 461, 18 f. 

* Vgl. Z. 7. 27—31. 

* VgL Nr. 4686. 

* In Sohillers ,Musen-Almanach für 1799«. 

S5 • Zum Abdruck in der bei Cotta erscheinenden Zeitschrift Posselts 
Europäische Annalen*. 
7 Über die Leistungen der Schauspieler bei den Leseproben von 

»Wallensteins Lager*. 



608 ANHANG IL — 3. SCHILLER. 1798 

[October 5, Weimar.] [4A85J 

anzeigen: daß es mir unmöglich war, auch nur eine 
Zeile zu unserm Zwecke beizutragen; 1 deßwegen schicke 
ich einen Band des Pater Abraham, der Sie gewiß 
gleich zu der Gapuzinerpredigt begeistern wird. ... 5 

Das Anfangslied bring' ich auch nicht zu Stande, 4 
habe aber etwas Schickliches dafür zu substituiren. Das 
kann alles bei den folgenden Repräsentationen nach- 
gebracht werden; wie überhaupt das Stück fordert, daß 
immer etwas Neues und Veränderliches darin vorkommt, io 
damit bei folgenden Repräsentationen sich niemand 
orientiren könne. 8 

An Schüler. — Br. 13, 280, 15—281, 8. 14—18. 23—282, 1. 

October 6, Weimar. 4686 

Hier kommt der »Prolog* zurück; ich habe Ihre Aende- 15 
rungen mit Vergnügen aufgenommen, denn sie sind sehr 
zweckmäßig; dagegen wünschte ich, daß statt der 
Stelle, die ich ausgestrichen habe, die andere eingefügt 
werde, welche hier im Manuscript folgt. Meine Absicht 
war dabei 20 



1 VgL 606, 36—39. 

* VgL 606, 30. 36— 38. 

8 — October 6, Schiller an Goethe : „An die Capuziner-Predigt will 
ich mich also machen, . . . . 

Finde ich Stimmung und Zeit, so will ioh das Liedlein von 25 
Magdeburg noch machen, und nach einer alten Melodie, daß 
dadurch kein Aufenthalt entsteht. ..." (Schillers Br. 6,4421). 
Das „Liedlein von Magdeburg", das, wie die 606, 19 genannte 
Handschrift beweist, von Goethe, nicht von Schiller verfaßt 
ist, wurde, wie es scheint, bei den Aufführungen nicht 30 
benutzt, sondern durch den 610, 6f. 14 — 19 genannten Anfangs- 
ohor ersetzt. 

Schiller legte seinem Briefe einen Correcturabzug des »Prologs* 
bei, der gegen die 607, 28 f. genannte Handschrift einige Ände- 
rungen enthielt (vgl. Z. 16 — 17 und Wilhelm Fielitz: Goethestudien. 85 
Abhandlung zu dem Programm des Wittenberger Gymnasiums 
Ostern 1831, S. 9 f.), 



y* 



1798 ANHANG IL — 3. SCHILLER. 509 

[October 6, Weimar.] [4686] 

1. daß von unsern Schauspielern etwas mehr, 

2. von Iffland etwas weniger gesprochen würde; 

3. daß irgend eine Stelle auf Schrödern gedeutet 
6 werden könne. 1 

Haben Sie die Güte, daß ich einige gedruckte Exem- 
plare vom ,Prolog* Montags [October 8] bei Zeiten er- 
halte, so schicke ich gleich eins an Schrödern, mit einem 
artigen Wort, und eins nach Stuttgart. 

10 Allenfalls könnten Sie mir durch diesen Expressen 
den Correcturbogen, wenn Sie ihn weiter nicht brauchen, 
wieder herüberschicken und mir nur anzeigen: ob Sie 
meine Stelle aufnehmen wollen, so lasse ich die beiden 
Exemplare, die abgehen sollen, gleich schreiben. 9 

15 An Sohiller. — Br. 13, 282, 6—24. 

October 6, Weimar. 4687 

Von dem ,Prolog c lasse ich zwei Abschriften machen, 
gleichlautend mit Ihrem gedruckten. 8 Der von mir ver- 
änderte Periode, 4 den Sie aufgenommen haben, wird 
20 eingeschaltet. 

Für die Recitation hier habe ich eine andere Ausgabe 
veranstaltet, und die Mimen und Aeren bei Seite gebracht, 
dagegen den Wallenstein ein paar Mal genannt, damit 
man nur irgend ohngefähr verstehe, was wir wollen. 5 
25 Wie anders ist es, was man mit sich und unter Freunden 
in' 8 Zarteste und Besonderste arbeitet! und was der 



1 Wegen der von Goethe theils umgearbeiteten, theils neu ge- 
dichteten Verse 10—27 vgl die 508, 35 f. genannte Schrift S. 11—13, 
Schillere W. 4, 358, Ludwig Bellermann: Schillere Dramen. Bei- 

so träge zu ihrem Verstandniß 2, 149 f. 

2 — October 6, Schiller an Goethe: „Die Veränderungen im ,Prolog* 
nehme ich mit Vergnügen auf; gegen die drei angeführten 
Gründe ist nichts einzuwenden" (Sohillers Br. 5, 444). 

* Vgl. Z. 7—9. 13 f. 
86 * Vgl. Z. 27—32. 508, 17—19. 

6 Vgl Nr. 4689. Diese Fassung scheint sioh nioht erhalten zu 
haben; wegen. der „Mimen" und „Aeren" vgl. Vers 32. 50. 



510 ANHANG IL — 3. SCHILLER. 17» 

[Octobor «, Weimar .] [4S87] 

fremden Masse im Allgemeinsten vorgetragen werden 
soll! Sie werden darüber noch das Wunderbarste bei 
dieser Gelegenheit erleben und hören. 

Das Soldatenlied hegt bei, womit das Stack anfangen s 
soll. 1 Die Musik wird morgen früh in Ordnung kommen, 
und ich hoffe, bald soll alles wohl im Hause stehen. 9 
An Schiller. — Br. 13, 283, 14—284, 3. 17—20. 

[October zwischen 12 und 19, Weimar und Jena.]* 4668 

Nach geendigtem ,Prolog* gab eine heitere militärische 10 
Musik das Zeichen, was zu erwarten sein möchte, und 



* VgL Z. 14—19. Nach Genast 1, 102 soU Schiller Strophe 1. 2. 5. 6, 
Goethe Strophe 3. 4. 7 verfaßt haben (vgL auch Pasque 2, 50). 

* — October 8, Schiller an Goethe: „Haben Sie Dank für das 
Aiifangslied; ich finde es ganz zweckmäßig, vielleicht kann ich 15 
noch ein paar Strophen anflicken, denn es möchte um ein 
Weniges zu kurz sein*' (Schülers Br. 5, 446) ; vgL Z. 181 

— October 9, Schüler an Goethe: „Das Soldatenlied habe ich 
noch mit ein paar Venen vermehrt, die ich beilege. . . . 

Sie haben es mit den Veränderungen, die Sie in meinem Text 20 

[von ,WaUen0tein8 Lager'] vorgenommen, ganz gnädig gemacht " 

(Schillers Br. 5, 447.) 

Wegen eines Zusatzes, den Goethe für nöthig hielt (Vers 11. 12) 
vgl Nr. 4690. 4092. 

— October 11: In Schülers Gegenwart Hauptprobe von »Pro- ss 
log* und »Lager'. 

— October 12: Zur Eröffnung des umgebauten Hof-Theaters 
zu Weimar werden aufgeführt 1. Kotzebues Schauspiel »Die 
Corsen', 2. Schülers »Prolog', gesprochen von Vohs, 3. »Wallen- 
Steins Lager 4 . Das Anfangslied zum »Lager* wurde gesungen so 
nach Beichardts Melodie des Liedes „Mit Mädeln sich ver- 
tragen 4 * aus Goethes »Claudine von Villa Bella', Vers 383 — 402. 
Den Theater-Zettel s. bei Carl Schüddekopf : Waüensteins Lager 
vor hundert Jahren (Weimar, Panse'sohe Verlagahandlung 1898) 
S. 9f. Vgl. Nr. 4688, ferner Bottigers Bericht im »Journal des W 
Luxus und der Moden', 1798 S. 640—661, Weimars Album 
S. 139, Genast 1, 101—103, Pasque 2, 50. 

* Goethe hat den Aufsatz schon October 6 oder früher Schema- 
tisirt, aber erst am 18. oder 19. beendet (vgl. Br. 13,285, 3 f. 



1798 ANHANG IL — 3. SCHILLER. 511 

[October iwtechen 12 und 19 t Weimar und Jena.] [4688] 

noch ehe der Vorhang in die Höhe ging, hörte man 
ein wildes Lied singen. 1 Bald ward das Theater auf- 
gedeckt, und es erschien vor den Augen des Zuschauers 

t das bunte Gewimmel eines Lagers. . . . indessen das 
rohe Soldatenlied aus dem Zelte immer fort erscholl 
und die Stimmung dieser Gesellschaft vollkommen aus- 
drückte. 

Aufsatz: Eröffnung des Weimarißchen Theaters. (Aus 

10 einem Briefe.) — W. 40, 11, 10—15. 25—28. 

November 10, Weimar. 4689 

In der Audienzscene möchten einige historische Puncto 
deutlicher auszusprechen sein, so wie ich in meiner Aus- 
gabe des »Prologs' den Wallenstein zweimal genannt 
is habe. 2 Man glaubt nicht, was man deutlich zu sein 

Ursache hat. . . .* 

An Sohiller. — Br. 13, 307, 19—23. 

1800. 

[Zwischen Juni 28 und Juli 24, Weimar.] 4690 

20 „Das Symbolische ist oft repräsentativ, z. E. in ,Wallen- 
steins Lager' ist der Bauer mit den Würfeln eine sym- 
bolische Figur und zugleich eine repräsentative: denn 
er stellt die ganze Classe vor." 4 

Mit Riemer. — Gespräche 2, 270 (Riemer 2, 710). 



25 296, 16—297, 8) ; er erschien, vom 15. datirt, in der Beilage zur 
Allgemeinen Zeitung November 7. 

* Vgl. 510, 5f. 14—19. 

* Vgl. 509, 23 f. 

s _ 2805 December 1: Cotta an Charlotte Schiller (Schiller-Cotta 
80 S. 560). 

— 1806 Januar 10: Charlotte Schiller an Cotta (Schiller-Cotta 
S. 560). 

* Vgl 514, 10. 

— 1813 October 24: „Die Preußen und deren Verbündete 
8* waren am 22. October 1813 als Sieger in Weimar eingezogen, 

. . Zum Empfang . . wurde im Theater am 24. October „Wallen- 
Steins Lager* gegeben ; . . . Unser erster Tenor (Moltke), der den 



512 ANHANG IL — 3. SCHILLER. 1826 

1825. 

Januar 12. 13, Weimar. — s. 3, 109, 6. 1 4690a 

][Mai oder Juni, Weimar.] 8 4691 

4. Zu ,Wallensteins Lager*, eingeschaltet bei Gelegen- 
heit des Ausmarsches der Freiwilligen. 3 

Ward gut, als für den Moment passend, wohl auf- 
genommen; auch erhielt sich das Lied, wegen seiner 
wackern patriotischen Gesinnung, noch eine ganze Zeit 
in gesellschaftlichen Unterhaltungen, besonders da es 



Recruten spielte, hatte rasoh, auf Veranlassung Goethes, das 10 
Lied : „loh will in's Feld, ioh muß dich meiden** componirt und 
sang dasselbe zur Guitarre. Goethe hatte zwar dieß Intermezzo 
mit einigen Worten eingeleitet, aber es paßte doch in »Wallen- 
steins Lager* wie die Faust auf's Auge. Der allgemeine Freuden- 
taumel jedoch setzte sioh über das Drollige dieser Einlage hin- 15 
weg, . .** (Genast 1, 188 f.). Gegen diese Angabe spricht der 
Theaterzettel von Ootober 24, auf dem Moltke überhaupt nicht, 
als Darsteller des Recruten aber Uschmann genannt ist ; dagegen 
führt der Theaterzettel von 1814 März 10 auf: „Ein Italiener — 
Molke'* (und wieder „Recrut — Uschmann"). In der dazwischen 20 
liegenden Zeit ist »Wallenateins Lager* im Weimarer Hoftheater 
nicht aufgeführt worden. 

Der Ausmarsch der Freiwilligen von Weimar fand Statt 1814 
Januar 11 (vgl. Br. 24, 09, 1—8) und Januar 31 (vgl. »Erinne- 
rungen und Leben der Malerin Louise Seidler*, Berlin 1874, 26 
S. 138). Wann Goethes Scene in der uns überlieferten Fassung 
aufgeführt worden ist, wissen wir nicht, auch nicht wo (Otto 
Pniower vermuthet: 1814 Januar 30 im Schloß, wo Hofball zu 
Ehren der Kaiserin von Rußland Statt fand, vgl. Cotta JA. 9, 424). 

Nach Genast übrigens und auch nach dem in W. 13 (2), 210f. so 
mitgetheilten Bericht der »Zeitung für die elegante Welt* über 
eine Aufführung im Jahre 1820 müßte die Scene als „Inter- 
mezzo** eingefügt worden sein; dem widerspricht aber die uns 
überlieferte Fassung entschieden, indem die Verse 47. 48 des 
Schluß-Chores Schillers Reiterlied am Schluß von »WaUensteins 85 
Lager* als schon gesungen voraussetzen. 

— Sachlich gehört zu 1814 : Nr. 4691. 

1 Vgl. 277, 27 und Nr.4691. 

* Vgl. 277, 27. 

» Vgl. Z. 23f. 40 



1826 



ANHANG H. — 3. SCHILLER. 



613 



][M*i oder Juni, Weimar.] 

der Componist und Sänger, HerrMoltke, gar 

vortrug. 

Entwurf der »Aufklärenden Bemerkungen'. — 
5 214, 6—11. 

1826. 

Februar 1, Weimar. — 8. 1, 20, 30. 

Märe 4 } Weimar * "" 8 - Nr - 133ß - 1336 < 2 » 325 )- 
10 März 14, Weimar. — b. 2, 328, 4f. 
März 30, 1 
April 16, 
April 19, 

Mai 7, Weimar. — s. Nr. 3207 (3, 490 f.). 



[4«»1] 

glücklich 
W. 13 (2), 



Weimar. — s. Nr. 1343. 1366. 1368 

(2, 328—331). 



4691a 
4691b. o 

4691 d 
4691 e—g 

4691h 



i* 1827« 

März 29, Weimar. — s. 2, 388, 17 f. 
März 29, Weimar. — s. Nr. 3208 (3, 491). 
April 14, Weimar. — s. 2, 390, 29. 
April 22, Weimar. — s. Nr. 1478 (2, 391). 
20 Mai 19, Weimar. — b. Nr. 1484 (2, 396). 

Juni 16, | Weimar __ 8 Nr 1494 U9ß (2> 398) 

Juni lo, J 

August 16, Weimar. — b. Nr. 1613 (2, 408). 



4691 i 

4691k 

46911 

4691m 

4691 n 

4691 o. p 

4691 q 



30 



1831. 

26 Mai 26, Weimar. 4692 

Wir sprachen über ,WaIlensteins Lager*. Ich [Ecker- 
mann] hatte nemlich häufig erwähnen hören, daß Goethe 
an diesem Stücke Theil gehabt und daß besonders die 
Capuzinerpredigt von ihm herrühre. Ich fragte ihn deß- 
halb heute bei Tisch, und er gab mir folgende Antwort. 
„Im Grunde," sagte er, „ist alles Schillers eigene 
Arbeit. Da wir jedoch in so einem Verhältniß mit 
einander lebten und Schiller mir nicht allein den Plan 
mittheilte und mit mir durchsprach, sondern auch die 
Ausführung so, wie sie täglich heranwuchs, communi- 
cirte und meine Bemerkungen hörte und nutzte, so mag 
ich auch wohl daran einigen Theil haben. Zu der 

Grif, Goethe Aber e. Dichtungen T. II, B. 4. 33 



85 



514 ANHANG IL — 3. SCHILLER. 1831 

[Mal 26, Weimar.] [4602] 

Capuzinerpredigt schickte ich ihm die Beden des Abra- 
ham a Sancta Clara, woraus er denn sogleich jene Predigt 
mit großem Geiste zusammenstellte. 1 

Daß einzelne Stellen von mir herrühren, erinnere ich s 
mich kaum, außer jenen zwei Versen: 

Ein Hauptmann, den ein andrer erstach, 
Ließ mir ein paar glückliche Würfel nach. 1 

Denn da ich gerne motivirt wissen wollte, wie der 
Bauer zu den falschen Würfeln gekommen, so schrieb io 
ich diese Verse eigenhändig in das Manuscript hinein. 
Schiller hatte daran nicht gedacht, sondern in seiner 
kühnen Art dem Bauer geradezu die Würfel gegeben, 
ohne viel zu fragen, wie er dazu gekommen. Ein sorg- 
faltiges Motiviren war, wie ich schon gesagt, 8 nicht seine is 
Sache, woher denn auch die größere Theater- Wirkung 
seiner Stücke kommen mag." 4 

Mit Eckermann. — Gespräche 8, 88 f. (Eckermann 2, 233 f.) 



B. Demetrlus. 



5 1806. so 

7 Januar 27, Weimar. 4693 

Bei Frau von Wolzogen. Schillers litterarische Ver- 
lassenschaft. 

Tgb. 3, 116, 16 f. 



1 Vgl 608, 3—6. 25 

8 Vera 11 f.; vgl. Nr. 4690 und die Bemerkung von Fritz Jonas 
in Schillers Br. 5, 671. 

8 „schon" hier doch wohl so viel wie „soeben" (Dünteere Be- 
ziehung auf das Gespräch mit Eckermann 1826 Januar 18 ist 
zu weit hergeholt). so 

* Vgl. Nr. 3399. 

6 — 1805: Sachlich gehört in die Zeit unmittelbar nach Schillers 
Tod Nr. 4699. 

Das »Theater von Schiller', Band 1 (Tübingen 1806), brachte 
am Schloß der Vorrede des Verlegers Cotta folgende Aufforde- st 



1809 ANHANG IL — 3. SCHILLER. 615 

1809. 

März 10, Weimar. 4694 

Nachmittags Schillers »Demetrius'. 1 
Tgb. 4, 15, 20. 

5 März 13, Weimar. 4695 

Abends . . Ich blieb zu Haus und las Schillers Schema 
zum ,Demetrius'.* 
Tgb. 4, 16, 13—15. 

1810. 

10 [Juli zwischen 2 und 24, Karlsbad.] 4696 

. . zur Fortsetzung des ,Demetrius' schien er keine 
Lust zu haben. Es wären, meinte er, noch nicht zwei 
Acte fertig, also über die Hälfte noch zu machen. 

Mit C. G. Körner. — Gespräche 2, 319 (Körner an Chart 
16 Schiller, 1810 August 5). 

1818. 

][December 1, Berka.] — s. 3, 448, 28—449, 10.» 4697 

1821. 

September 7, Eger. 4698 

so . . es lohnt gewiß der Mühe, wenn auch das Resultat 
nicht ganz erfreulich sein sollte, die letzten Intentionen 
Schillers in den Fragmenten seines ,Demetrius' zu 
erforschen, sodann aber zu untersuchen, was unmittel- 
bar nach seinem Hintritt Werner, Müllner, Grillparzer, 
2s Raupach, Houwald unternommen und geleistet. 
An Zauper. — Br. 35, 75, 18—24. 



rang an Goethe: „Für den letzten Theil ist ,Demetrius' be- 
stimmt — ein Trauerspiel, das der unsterbliche Dichter dem 
Plane nach ganz entworfen, wovon er aber nur die beiden ersten 
80 Aufzüge vollendet hat. Möchte der Einzige, der das Fehlende 
in gleichem Geist vollenden könnte, seinem Freunde und dem 
Publicum diesen großen Dienst erweisen I* 4 
1 Vgl. Nr. 4696 ; erneuter Versuch zur Vollendung ? 
* Vgl Nr. 4694. 
86 * — December 4: Vgl. 3, 451, 9. 

33* 



516 ANHANG II. — 3. SCHILLER. 1825 



][Mai 21 7 Weimar.] 1 4699 

[Zu 1805.] Ab ich mich ermannt hatte,* blickt* ich 
nach einer entschiedenen großen Thatigkeit umher; mein 
erster Gedanke war, den »Demetrius* zu vollenden, s 
Von dem Vorsatz an bis in die letzte Zeit hatten wir 
den Plan öfters durchgesprochen: Schiller mochte gern 
unter dem Arbeiten mit sich selbst und andern für und 
wider fitreiten, wie es zu machen wäre; er ward eben 
so wenig müde fremde Meinungen zu vernehmen, wie 10 
seine eigenen hin und her zu wenden. Und so hatte 
ich alle seine Stücke, vom »Wallenstein' an, zur Seite 
begleitet, meistenteils friedlich und freundlich, ob ich 
gleich manchmal, zuletzt wenn es zur Aufführung kam, 
gewisse Dingfe mit Heftigkeit bestritt, wobei denn end- is 
lieh einer oder der andere nachzugeben für gut fand. 
So hatte sein aus- und aufstrebender Geist auch die 
Darstellung des ,Demetrius' in viel zu großer Breite 
gedacht ; ich war Zeuge, wie er die Exposition in einem Vor- 
spiel bald dem Wallensteinischen, bald dem Orleanischen 20 
ähnlich ausbilden wollte, 8 wie er nach und nach sich 
in'8 Engere zog, die Hauptmomente zusammenfaßte, 
und hie und da zu arbeiten anfing. Indem ihn ein 
Ereigniß vor dem andern anzog, hatte ich beiräthig 
und mitthatig eingewirkt, das Stück war mir so lebendig 25 
als ihm. Nun brannt' ich vor Begierde unsere Unter- 
haltung, dem Tode zu Trutz, fortzusetzen, seine Gedanken, 
Ansichten und Absichten bis in' 8 Einzelne zu bewahren, 
und ein herkömmliches Zusammenarbeiten bei Redaction 
eigener und fremder Stücke hier zum letzten Mal auf so 
seinem 4 höchsten Gipfel zu zeigen. Sein Verlust schien 

1 Auch das Jahr ist zweifelhaft (vielleicht schon 1817 ?). 

2 Nach Schulen Ted und eigener Krankheit. 
8 Vgl. dagegen Schillers W. 10, 299. 

4 Statt des allein richtigen, hier eingesetzten „seinem" (d. h. das 36 
„herkömmliche Zusammenarbeiten 44 ) haben Handschrift und 
Drucke „ihrem". 



1825 ANHANG IL — 3. SCHILLER. 517 

][M*i 21? Weimar.] [4699] 

mir ersetzt, indem ich sein Dasein fortsetzte. Unsere 
gemeinsamen Freunde hofft' ich zu verbinden; das 
deutsche Theater, für welches wir bisher gemeinschaft- 

5 lieh, er dichtend und bestimmend, ich belehrend, übend 
und ausführend gearbeitet hatten, sollte, bis zur Heran- 
kunft eines frischen ähnlichen Geistes, durch seinen Ab- 
schied nicht ganz verwais't sein. Genug, aller Enthusias- 
mus, den die Verzweiflung bei einem großen Verlust 

10 in uns aufregt, hatte mich ergriffen. Frei war ich von 
aller Arbeit, in wenigen Monaten hatte ich das Stück 
vollendet. Es auf allen Theatern zugleich gespielt zu 
sehen, wäre die herrlichste Todtenfeier gewesen, die er 
selbst sich und den Freunden bereitet hätte. Ich schien 

16 mir gesund, ich schien mir getröstet. Nim aber setzten 
sich der Ausführung mancherlei Hindernisse entgegen, 
mit einiger Besonnenheit und Klugheit vielleicht zu 
beseitigen, die ich aber durch leidenschaftlichen Sturm 
und Verworrenheit nur noch vermehrte; eigensinnig und 

20 übereilt gab ich den Vorsatz auf, und ich darf noch 
jetzt nicht an den Zustand denken, in welchen ich mich 
versetzt fühlte. Nun war mir Schiller eigentlich erst 
entrissen, sein Umgang erst versagt. Meiner künst- 
lerischen Einbildungskraft war verboten sich mit dem 

2s Katafalk zu beschäftigen, den ich ihm aufzurichten ge- 
dachte, der länger als jener zu Messina das Begräbniß 
überdauern sollte; sie wendete sich nun und folgte dem 
Leichnam in die Gruft, die ihn gepränglos eingeschlossen 
hatte. Nun fing er mir erst an zu verwesen; unleid- 

80 licher Schmerz ergriff mich, und da mich körperliche 
Leiden von jeglicher Gesellschaft trennten, so war ich 
in traurigster Einsamkeit befangen. Meine Tagebücher 
melden nichts von jener Zeit; die weißen Blätter deuten 
auf einen hohlen Zustand, und was sonst noch an Nach- 

26 richten sich findet, zeugt nur, daß ich den laufenden 
Geschäften ohne weitern Antheil zur Seite ging und 



61S ANHANG II. — 3. SCHILLER. 1826 

)[M*J «t Walmmc.l [MM] 

mich von ihnen leiten ließ, anstatt sie zu leiten. Wie oft 
maßt' ich nachher im Laufe der Zeit still bei mir lächeln, 
wenn theilnehmende Freunde Schillers Monument in 
Weimar vermißten; mich wollte fort und fort bedünken, 
als hätt* ich ihm und unserm Zusammensein das er- 
freulichste stiften können. 

Tag- und Jahres-Hefte, 1806. — W. 36, 190, 26- - 193, 13. 



TABELLE I. 



519 



Jahr der 

Ent- 
stehung. 



Übersicht der dramatischen Dichtungen 
nach den Jahren ihrer Entstehung. 



Jahr des 

ersten 
Druck«. 



1760/57. 

1757. 

1759/60. 

1760/65. 

1761. 

1761. 

vor 1766. 
vor 1765. 
▼orl766. 
vor 1766. 

1766. 

1765. 

1766. 
1766/67. 

1767/68. 
1767/70. 

1767. 

1767. 

1767. 

1768/60. 

1768/73. 

1769. 

1770/71. 

1771. 

1771. 

1772/73. 
1772/74. 

1772/73. 

1772 (?). 
1772/78(?). 
1773/75. 
1773/75. 

1773. 
1778. 
1773. 
1773 (?), 
1773/74. 
1774. 

1774. 

1774. 

1774. 

1774/75. 



5. 

6. 

7. 

8. 

0. 

10. 



13. 

14. 
15. 

16. 
17. 
18. 



1. Lustspiele in Nachahmung des Terentius ; verschollen. 

2. Dramatische Gespräche in den Labores juveniles . . 

3. MythoL-allegor. „Nachspiel", französisch; verloren . 

4. f La Sposa rapita', komische Oper, italienisch; ver- 
brannt 

Mehrere Stucke nach d. Muster Gorneüles u. Badnes; 

unbekannt 

Trauerspiel in Alexandrinern, französisch (III, 208, 18) ; 

nicht vollendet 

, Amine', Schaf erspiel ; nicht bekannt 

»Isabel*; verbrannt 

.Ruth' (dramatisch?); verbrannt 

,8elima'; verbrannt 

IIa. .Belsazar 4 , Trauerspiel (1. Fassung : Prosa); verbrannt. 

11 b. fBelsasar* (2. Fassung : in Versen); nicht vollendet . 

12. ,Ynkle und Jariko', Plan; nicht ausgeführt 

»Der Thronfolger Pharaos', Trauerspiel, Plan'; nicht 
ausgeführt 

,Die Laune des Verliebten', Schaf erspiel inAlexandrinera. 

Mehrere Schauspiele (im Charakter der .Mitschuldigen') ; 

nur entworfen ; unbekannt 

.Prolog 4 su ,Medon' von Clodius; verschollen .... 

,Romeo und Julie', Trauerspiel ; nicht ausgeführt . . 

,Der Tugendspiegel', Lustspiel ; nicht vollendet . . . 
10 a. ,Die Mitschuldigen', Lustspiel in Alexandrinern (in 

1 Aufzug) 

20a. »Faust' (Anfänge) 

10 b. ,Die Mitschuldigen* (in 3 Aufzügen) 

21. .Caesar', dramatisirte Geschichte (in Prosa), nicht 

vollendet 

22 a. .Geschichte Gottfriedens von Berlichingen' dramatisirte 

Geschichte (in Prosa) 

28. ,Sokrates', dramatisirte Geschichte (in Prosa) ; nicht 
ausgeführt 

22b. .Götz von Berlichingen', Schauspiel 

24. ,Das Unglück der Jacobis', Farce; nicht vollendet; 
unbekannt 

26 a. .Jahrmarktsfest zu Plundersweilern', Puppenspiel, in 
Knittelversen 

26. .Mahomet', Tragödie; nicht vollendet 

27. .Concerto dramatico', in Versen 

20b. ,Faust* („ürfaust") 

28. .Hanswursts Hochzeit', in Knittelversen; nicht 
vollendet 

20. .Prometheus' ; nicht vollendet 

30. ,Satvro8'; in Knittelversen 

81. , Götter, Helden und Wieland', Farce, in Prosa . . . 

32 a. , Erwin und Elmire' (1. Fassung: Schauspiel, in Prosa). 

83. .Fastnachtspiel vom Pater Brey', in Knittelversen . 
.Prolog zu den neusten Offenbarungen Gottes', in 
Knittelversen 

.Clavigo', Trauerspiel, in Prosa 

.Künstlers Erdewallen', Drama, in Knittelversen, . . 
.Künstlers Vergötterung', Drama, in Knittelversen . 
38a. ,Claudine von Villa Bella' (1. Fassung: Schauspiel, 
In Prosa) 



1888/46. 



1886. 



1806. 



84. 

85. 
36. 
87. 



1886. 
1801. 
1787. 
1846. 
1832. 

1773. 



1774.1842. 
1773.1846. 
1772/73 (?) 

1887. 

1836. 

1786. 1880. 
1817. 
1774. 
1775. 
1774. 

1774. 

1774. 
1774. 
1870. 

1776. 



520 



TABELLE I. 



Jahr der 

Ent- 
stehung. 



Übersicht der dramatischen Diohtungen 
nach, den Jahren ihrer Entstehung 1 . 



Jahr des 

ersten 
Druckes. 



1776. 80. f Anekdote in den Freuden des jungen Werthers', 

in Prosa 

1776. 40a. .Stella', Schauspiel, in Prosa 

1776. 41. ,Sie kommt nicht! 1 Verschollen 

1776. 42 a. ,Egmont', Trauerspiel, in Prosa (Anfange) 

1776. 48. ,Der Falke', Drama, in Prosa ; nicht vollendet . . . 
1770. 44. ,Die Geschwister', Schauspiel, in Prosa 

1776/77. 46a. ,Proßerpina', Monodrama, in Prosa 

1777. 46 a. ,Lila', Schauspiel (1. Fassung), in Prosa 

1777. 47a. ,Der Triumph der Empfindsamkeit', dramatische 

Grille, in Prosa (1. Fassung) 

1777. 48. ,Nero', Monodrama ; nicht ausgeführt 

1778. 48 b. ,Lila', Feenspiel (2. Fassung), in Prosa 

1778. 26 b. , Jahrmarktsfest zu Plundersweilern', Puppenspiel, in 

Knittelversen (umgearbeitet) 

1779. 40 a. ,Iphigenie auf Taurls', Schauspiel, in Prosa 

1770. 60. ,Jery und Bfttely', Singspiel, In Prosa 

1780/81. 61a. »Torquato Tasso', Schauspiel, in Prosa; unbekannt. 

1780. 62. ,Die Vögel', in Prosa 

1781. 68. Maskenzug 1 : ,Ein Zug Lappländer*, in Versen . . . 
1781. 64. Maskensug 2 : , Aufsog des Winters', in Versen . . . 

1781. 66. ,Dle Fischerin', Singspiel, in Prosa 

1781. 66. ,Blpenor', Trauerspiel, in Versen; nicht vollendet . . 

1781. 67. M askensug 8: .Der Geist der Jugend', Kinderballet . 

1781. 68. ,Das Neueste von Plunders weilern', in Knittelversen. 

1782. 60. Maskenzug 4 : ,Die weiblichen Tugenden', in Versen . 
1782. 60. Maskenzug 6 : »Aufzug der vier Weltalter*, in Versen. 
1784. 61. Maskensug 6 : ,Planetentans', in Versen 

1784/1803. 62. Kinder-Ballette (Programme), darunter: ,Die Weiber 

von Weinsberg', ,Der Battenf&nger von Hameln' ; ver- 
schollen 

1784. 68. ,Schera, List und Rache', Operette, in Versen . . . 

1786. 64. ,Die ungleichen Hausgenossen', Operette, in Versen; 

nicht vollendet 

1786. 46 b. ,Proserpina', Monodrama, in Versen 

1786. 47 b. .Der Triumph der Empfindsamkeit', dramatische Grille, 

in Prosa (umgearbeitet) 

1786. 40 b. »Iphlgenle auf Taurls', Schauspiel, in Versen .... 

1786. 66. ,Iphigenie in Delphi', Schauspiel-Plan, nicht ausgeführt. 
1786/87. 66. ,Nausikaa', Trauerspiel, in Versen ; nicht vollendet . 

1787. 42b. ,Egmont', Trauerspiel, in Prosa 

1787. 82b. , Erwin und Elmire' (2. Fassung: Singspiel, in Versen) 
1787/88. 88b. ,Clandine von Villa Bella' (2. Fassung: Singspiel, in 

Versen) 

1788. 20 c. ,Faust' („Plan", Soene »Hexenküche') 

1788. 67. »Künstlers Apotheose', Drama, in Versen 

1788/80. 61 b. .Torquato Tasso', Schauspiel, in Versen 

1780/00. 68. Plan su einer Oper (Ossians Helden) ; nicht ausgeführt. 

1700. 60 a. ,Der Groß-Cophta', 1. Fassung : Oper ; nicht vollendet. 

1701. 70. Theaterrede 1 : Prolog Mai 7 

1701. 60 b. ,Der Groß-Cophta', 2. Fassung : Lustspiel, in Prosa . 

1701. 71. Theaterrede 2 : Prolog Octoberl 

1701. 72. Theaterrede 8 : Epilog December 31 

1702. 78. Theaterrede 4 : Epilog Juni 11 

1708. 74. ,Der Bürgergeneral*, Lustspiel, in Prosa 



1862. 
1776. 



1807. 
1787. 
1778. 
1777. 

1804. 

1778. 

1780. 

1864. 

1780.1700. 

1787. 
1781. 
1781. 
1782. 
1806. 
1782.1843. 
1817. 
1782. 
1782. 
1784. 



1700. 

1887. 
1787. 

1787. 
1787. 

1827.1886. 
1788. 
1788. 

1788. 

1790. 
1780. 
1700. 

1702. 1804. 
1701. 
1792. 
1702. 
1702. 
1792. 
1793. 



TABELLE L 



521 



Jahr der 

Ent- 
stehung. 



Übersicht der dramatischen Dichtungen 
nach den Jahren ihrer Entstehung. 



Jahr des 

ersten 
Druckes. 



1793/94. 

1708. 
1794/1800. 

1794. 
1796/96. 

1796. 

1797. 

1797. 

1797/98. 

1797/1801. 
1796. 

1798. 

1799. 
1799/1808. 
1800. 

1800. 
1800. 
1800. 
1801. 
1802. 
1802. 

1802. 
1808/4. 
1804. 
1806. 
1806. 
1806. 
1806. 
1807. 
1807. 
1807. 

1807/8. 
1809. 
1809. 
1810. 
1810. 

1810. 

1810. 

1811. 
1812. 
1818. 
1818. 
1814. 
1814. 



76. ,Die Aufgeregten', polit. Drama, In Prosa; nicht 
vollendet 

76. Theaterrede 6 : Prolog Oetober 16 

77. ,Der Zauberflöte tweiter ThelT, Oper, In Versen; 
nicht vollendet 

78. Theaterrede 6 : Prolog Oetober 7 

79. ,Das Madchen von Oberkirch', Tranerspiel, nicht 
ausgeführt 

80. ,Die Befreiung des Prometheus', Drama, in Versen, 
nicht ausgeführt 

81. ,Die Danalden', tragische Oper; nicht ausgeführt . . 

20 d. .Faust': Zueignung 

20 e. .Faust' : Vorspiel auf dem Theater ; Prolog im Himmel; 

Walpurgisnachtstraum 

20 f. ,Faust': Theiin ActV (einzelne Scenen) 

82. Maskenzug 7 : zum 30. Januar 1798, in Versen . . . 

83. Antheil an Schülers .Wallenstein' (Prolog und Lager)/ 

84. ,Der gastfreie Schmarotzer 1 , Plan, nicht ausgeführt . 

86. .Die natürliche Tochter', Trauerspiel, in Versen . . . 

20g. , Paust': Abkündigung; Abschied; 8cene: .Studier- 
zimmer* 

20h. .Faust«: Helena (Anfange) 

86. »Paliophron und Neoterpe', Festspiel, in Versen . . 

87. Theaterrede 7 : Epilog Oetober 28 

20 i. .Faust' : 8oene : .Vor dem Thor* (?), Walpurgisnacht . 

88. Maskenzug 8 : zum 30. Januar, in Versen 

89. ,Was wir bringen' [I. Lauchstadt], Vorspiel, in Prosa 
und Versen 

90. Theaterrede 8 : Prolog September 26 

22 c .Götz von Berlichingen', 1. Bühnenbearbeitung . . . 
22 d. .Götz von Berlichingen', 2. Bühnenbearbeitung . . . 

91. Theaterrede 9 : Epilog zu Schillers .Glocke' 

92. Schillers Todtenfeier, in Versen; nicht ausgeführt . . 
40 b. .Stella 4 , mit tragischem Schluß 

93. Maskenzug 9 : zum 80. Januar, in Versen 

94. Theaterrede 10 : Prolog für Leipzig 

96 a. Tragödie aus der Zeit Karls des Großen (Anfinge) . 

96. .Vorspiel zu Eröffnung des Weimarischen Theaters', 
in Versen 

97. .Pandora', Festspiel, in Versen ; nicht vollendet . . . 

96. Maskenzug 10 : zum 30. Januar, in Versen 

22 c ,Götz von Berlichingen', 3. Bühnenbearbeitung . . . 
99. Maskenzug 11 : .Die Romantische Poesie', in Versen . 

100. Maskenzug 12 : , Maskenzug russischer Nationen' in 
Versen 

101. Maskenzug 13: zum 16. Februar, in Versen (mit 
Einsiedel) 

96b. Tragödie aus der Zelt Karls des Großen; nicht voll- 
endet 

102. Theaterrede 11 : Prolog für Halle 

108. ,Ple Wette', Lustspiel, In Prosa 

104. Theaterrede 12 : Epilog zu ,Essex' 

106 a. .Der Löwenstuhl', Oper, nicht vollendet 

106. .Des Epimenides Erwachen', Festspiel, in Versen . . 

107. .Was wir bringen' [II. Halle], Vorspiel, in Versen . . 



1817. 
1793. 

1802. 
1796. 

1896. 

1888. 

1808. 

1806. 
1832. 
1798. 
1798. 1836. 
1839. 

1803. 1836. 
1888.1808. 

1800. 
1801. 

1802. 

1802. 
1802. 
1832. 

1806. 
1871. 1894. 
1816. 
1806. 
1807. 

1807. 
1808. 1810. 
1800. 

1810. 

1810. 

1810. 

1837. 
1811. 
1837. 
1815. 
1892. 
1815. 
1814. 



522 



TABELLE I. 



Jahr der 

Ent- 
stehung. 



Übersicht der dramatischen Dichtungen 
nach den Jahren ihrer Entstehung». 



Jahr das 



1814. 
1815. 

1815. 
1815. 

1816. 
1818. 



1819. 

1821. 

1828. 

1825. 
1825/26. 
1826/28. 

1826. 

1826. 

1827. 

1828. 
1828. 
1829. 

1880. 
1881. 



106 b. »Der Löwenstuhl', Tragödie, nicht vollendet 

108. ,Bequiem dem frohsten Manne des Jahrhunderts', in 
Versen ; nicht vollendet 

109. »Feraddedin und Kolaila', Oper, nicht vollendet . . 

110. »Nachspiel zu Ifflands Hagestolsen' (mit Peucer), in 
Versen 

111. Cantate tum Beformationt-Jubilaum; nicht ausgeführt. 

112. Maskenzug 14: »Maskenzug bei Anwesenheit der 
Kaiserin-Mutter Maria Feodorowna in Weimar*, in 
Versen 

22 f. ,Gotz von Berlichingen', 4. Btthnenbearbeitiing . . . 

118. Theaterrede 18 : Prolog ffir Berlin 

114» »Der Mann von fünfzig Jahren', Plan, nicht ausgeführt. 

20k. »ffaast* ; Theil H Act V Schloß 

20 L ,Faost": Helaaa 

20 m., Faust': Theil II ActI Anfang 

115. Neugriechisches Tranerspiel, Plan, nicht aaagefSart . 
20 n. ,Fanst' : Theil n Act n elastische Walpurgisnacht, 

Entwurf 

116. Vorspiel für das Hamburger Theater, Plan, nicht 
ausgeführt 

117. Theaterrede 14 : Prolog zu ,Hans Sachs' 

20o. ,Paust' : Theil n Act n Anfang 

20p. , Faust': Schluß-Chor für die erste Aufführung in 

Weimar 

20 q. .Faust* : Theil n Act II elastische Walpurgisnacht . 
20r. .Faust' : Theil II Act IV, Act V Philemon und Bands. 



1892. 
1886. 



1815. 
1833.1894. 



1819. 

1823. 
1905. 
1832. 
1827. 
1828. 



1901. 
1828. 
1832. 

1904. 
1832. 
1832. 











TABELLE II. 








523 


TJebersicht der Vertheilung der dramatischen Dichtungen in Goethes 


SCMflflM 

(1787—1790.) 


■Ö 


Neuen 


■ö 


Werken 


«o 


Werken 


■o 


Welken 


3 


Schriften 

(1702—1800.) 


1 


Ceti* 1 

(1806—1810.) 


a 
& 


Cetta» 

(1816—1810.) 


3 


Cetta' 

(1827—1880.) 


— 


i 


Groß-Oophta. 
[Cagliostros 

Stammbaum.] 
[Rom. CarnevaL] 


I 
1 


— 


1 
1 

i 


— 


i 
1 


— 


Gftts v. BerL 


2 


_ 


2 


_ 


2 


_ 


2 


— 


FiMltechaldigen. 


















Iphigenie auf T. 


S 


— 


8 


— 


3 


— 


3 


— 


Clavigo. 


















Geschwister. 


















■ Stella. 


4 


— 


4 Laune d. V. 


4 


— 


4 


Maskenzug 14. 


, Triumph d. E. 






[Mitschuldigen. 


I 






[Inschrirten t D.iLS.] 


Vögel. 






Geschwister. 
I[ Mahomet.] 
[Tancred.] 








Dramatisches: 
Theaterrede 18. 
[Finale z. Jon. v.P.] 










Blpenor. 








Palaophron (neuer 


i 










t 






Schi.) 
Zu Wallensteins L. 
Zu Faust. 
Nausikaa. 
Helena. 


















[Zahme Keulen.] 


i Egmont. 


6 


— 


5 


Götx v. BerL 


5 


Laune d. V. 


6 


— 


Claodlne ▼. V. 








Egmont. 




Mitschuldigen. 






Erwin u. Bim. 








Stella. 




Geschwister. 






1 








Clavigo. 




[Mahomet.] 
[Tancred.] 
Palaophron u. N. 
Vorspiel 1807. 
















i 


















Was wir bringen (I). 


















Theaterrede 8. 


















Waswirbringen(II). 


















Theaterrede 1—6. 


















10-12. 






Torq. Tasso. 


6 


— 





Iphigenie auf T. 


6 


Götz v. BerL 


6 


— 


Lila, 








Torq. Tasso. 
Natürl. Tochter. 




Egmont. 

Stella. 

Clavigo. 






7 Faust (Fragment). 


7 


[Lyrik*.] 


7 


Claudine ▼. V. 


7 


Iphigenie auf T. 


7 


Laune <L V. 


Jery u. B. 
Sehen, L. u. B. 


— 


Theaterrede 1 — 0. 


i 


Erwin a. Elm. 
Jery u. B. 




Torq. Tasso. 
Natürl. Tochter. 




Mitschuldigen. 




Geschwister. 










Lila. 




Elpenor. 




[Mahomet.] 










Fischerin. 








[Tancred.] 










Scherz, L. u. R. 






i 












Zauberflöte 2. Th. 










8 Neaeröffn. Papp. 






8 Faust 1. Th. 


8 


Claudlne ▼. V. 


! 8 Götx ▼. Berl. 


( l.Prolog.2. Jahrm.) 








Neaeröffn. Papp. 




Erwin u. Elm. 




Egmont. 


Fastnachtspiel v. 








( 1. Prolog, 2Jahrm.) 




Jery u. B. 






P. B. 








Fastnachtspiel v. 




Lila. 






Prolog su Bahrdt. 








P. B. 




Fischerin. 






[Vena. Gedichte.] 








Prolog su Bahrdt. 




Scherz, L. u. R. 






Künstlers Erdew. 








[Lyrika.] 




Zauberflöte 2. Th. 






Künstlers Apoth. 








Künstlers Erdew. 




Maskensog 2—0. 






[Geheimnisse.] 








Künstlers Apoth. 
Theaterrede 0. 




11. 12. 
[Karlsb. Ged.] 


















[Geheimnisse.] 




Epimenldes. 












Groß-Cophta. 





Faust 1. Theil. 





Iphigenie auf T. 










Triumph d. E. 




Neueröffn. Pupp. 




Torq. Tasso. 










Vögel. 




(l.Prok>g,2.Jahrm., 




Natürl. Tochter. 










Bürgergeneral. 




3. Neueste v. PI.) 














Was wir bringen (I). 




Fastnaehtepiel v. 














Theaterrede 8. 




P. B. 














Maskenzug 3. 4. 




Satyros. 














6 0* 




Prolog su Bahrdt. 














Paliophron u. N. 




[Lyrika.] 














Theaterrede 1—6. 




Künstlers Erdew. 
Künstlers Apoth. 
















Theaterrede 0. \\ 














[Geheimnisse.] | 


1 





524 



TABELLE IL 



Uebersicht der Vertheilung der dramatischen Dichtungen in den 



i 



Schriften ||g| Neue Schriften ||g| Werken Ootta 1 |jg| Werken Cotte» ||g| Werken Ootta* 



"10 



11 



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13 



14 



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10 
17 
18 
10 
ßO 



Triumph d. E. 
VögeL 

GroB-Gophta, 
BurgergeneraL 
Aufgeregten. 
[Reineke Fuchs.] 
[Hermann u. Dor.J 
[Achllleia.] . 
Pandora. 



10 



11 



12 

fr» 



;i4 



15 



▼. V. 



Elpenor. 
Clavigo. 
8 teil*, 
CUudine 
Erwin o. 
Jery u. B. 
Lila. 

Fischerin. 
8cherz» L. n. K» 
Zauberflöte JLTn. 
Paliophnm. 
Vorspiel 1807. 
Was wir bclnsan (L . 
Theaterrede 8. 
Waflwirbri ng e nf Qi 
Theaterrede 1—4. 

10—12. 
Faust (1. TlwO.) 
Faust (2. Thail) 
(Anfang vooAetU 
Neueröffn. Popp, 
(l.Protog,2*Jahnu 

3. Neueste ▼. PI) 
Fastaaehtapial v. 

P. B. 
Satjroe. 

Prolog an BahrdL 
[Lyrik*,] 

Künstlers Brdew. 
Kunstlers Apoth. 
Theaterrede •. 
[Geheimnisse.] 



11. 12. 
[Karts bader Ged.] 
Bpimerddea. 
Triumph d. B. 
VögeL 
Groß-Cophta, 



Aufgeregten. 
[Unterhalt, d. A.] 
[Guten Weiber.] 
[NoTelle.] 



3 Rectnaionen.] 
| Prometheus. 

Götter, H. u. W. 
34 — 

«5, — 

86 — 

37 — 

88i — 

3dl — » 

40 [Beineke Pueha.? 

•[Hermann n. IX] 

![AchflleU.] 
Pandora. 



Register. 



B. 



>ei der Fülle des Stoffes erschien ee nothwendig, innerhalb der einzelnen 
Dichtungen, statt einer durchlaufend alphabetischen Anordnung, eine sachlich- 
chronologische su wählen. Dem entsprechend wurden, je nach der Anzahl der 
Aeufierungen, swei bis neun größere Abtheilungen gebildet : 

1. Quellen (im engeren Sinne). 

2. Orte. 

3. Briefe etc. 

4. Tagebücher. 
6. Gespräche. 



I. 

Quellen. 





' 6. Entstehung. 


II. 


7. Drucke. 


Geschichte. ' 


8. Wirkung. 




. 9. Einzelnheiten. 



Abtheilung 1—6 enthalten die Quellen, und zwar sind verzeichnet : 

unter 1. die Quellen im engeren Sinne, das heifit: Goethes Aeufierungen 
in seinen Werken, Briefen, Tagebüchern, Notizheften, Gesprächen, in alphabetischer 
Folge der Titel (Innerhalb der Gruppen „Briefe" und „Gespräche" alphabetisch 
nach den Personen). Auch die Aufsätze zur Kunst, Litteratur, Naturwissenschaft 
und die »Biographischen Einzelnheiten' sind unter ihren besonderen Titein auf- 
geführt. Kleinigkeiten ohne Titel (aus den ,Bücherveraehrung8listen', Vorarbeiten 
zu ,Dichtung und Wahrheit', und Anderes) sind unter den Rubriken „Biblio- 
graphisches", „Biographisches", „Chronologisches" vereinigt; 

unter 2. die Orte, von denen die unter 1. aufgeführten Quellen ausgegangen 
sind. Die Nützlichkeit dieser Abtheilung wird vielfach erst während des Gebrauchs 
einleuchten. 

unter 8., 4. und 5. die Quellen im weiteren Sinne : die Brief e der Corre- 
spondenten mit Goethe und Anderen, die Gespräche der Zeitgenossen mit dem 
Dichter und Anderen; beides in alphabetischer Folge der Personen. In den Ab- 
theilungen 3 und 6 sind unter dem Namen Goethe auch alle diejenigen Stellen aus 
Goethes Tagebuch verzeichnet, an denen sich Bemerkungen über abgesandte oder 
empfangene Briefe etc. und stattgehabte Gespräche finden. 

In Abtheilung 6. Entstehung ist alles vereinigt, was vor dem Druck und 
Erscheinen der Dichtung liegt, von den ersten Anlässen an bis zur Fertigstellung 
der Druckvorlage, in möglichst chronologischer Folge. 

Abtheilung 8. Wirkung verzeichnet die Stellen über die Aufnahme im 
Publicum, über die gesammte Bühnengeschichte, Uebersetzungen, Nachahmungen, 
Besprechungen und Aehnliches. 

Abtheilung 9. Einzelnheiten bringt alles, was sich unter die Rubriken 
1—8 nicht einordnen ließ. Besonders finden sich hier einzelne charakteristische 
Ausdrücke Goethes verzeichnet, die uns oft vorschweben, ohne daß wir uns der 
Quelle genau erinnern ; ferner sind hier alle Stellen über einzelne Aufzüge, Auf- 
tritte und Verse, über einzelne Personen der betreffenden Dichtung angeführt, 
über Vorlesungen, Bildliche Darstellungen, Compositionen und Anderes. 

Fürstlichkeiten sind unter dem Namen ihrer Länder eingeordnet (also : Herzog 
Karl August von Sachsen- Weimar unter Weimar). 



REGISTER. 



Erklärung der gebrauchten Zahlzeichen. 

unter dem Titel der betreffenden Dichtung folgt zunächst stets (in Klammem) 
die Angabe des Bandes und der Seiten, sowie der Nummern, welche die Dichtung 
einnimmt. 

Komische Zahlen bezeichnen den Band, große arabische die Seite, kleine 
arabische die Zelle. 

Die Bandzahl ist nur da angegeben, wo man zweifeln kann, welcher Band 
gemeint sei. — Wo mehrere B&nde in Betracht kommen, sind die Zahlengruppen 
eines Bandes durch * von dem folgenden getrennt. 



Amine. 

& 1—3 = Nr. 1— 2b.) 



I. Quellen. 

Biographisches Nr. 2 a. 

Briefe an G's Schwester Nr. 1. 2. 

Dichtung und Wahrheit Nr. 2 b. 

2. Orte. 

Jena Nr. 2 b. 
Karlsbad Nr. 2b. 



[2. Orte.] 

Leipzig Nr. 1. 2. 
Weimar Nr. 2b. 
? Nr. 2a. 



3. Einzeinheiten. 

Verbrennung (?) 53, 2. 54, n. 



Ahmt. 1782. — s. Maskenzug 3. 

An die Herzogin Amalla. 1800 — s. Theaterrede 7. 

Anekdote in den Freuden des ]. Werthen — s. Theil I Bd. 2. 



Die Aufgeregten. 

(I, 4—49 = Nr. 3—70.) 



I. Quellen. 

Agenda Nr. 24. 

Ampdre (Auszug aus) 40,15. 

Anzeige der Werke Cotta* 31, 5 f. ; 

Nr. 2310 [III]. 
.Aufgeregten' Nr. 19. 
Aufsatz über Stapfers Notioe 

Nr. 63. 
»Bedeutende Förderniß . . .' (Auf- 
satz) Nr. 33 [III Nr. 3393]. 
Bibliographisches Nr. 31. 
Briefe etc. an: 

Cotta Nr. 10. 15. 16. 2278 [III]. 

Goschen Nr. 5. 

Göttling Nr. 38. 68. 69. 

Jacobi Nr. 3. 

Nicolovius Nr. 13. 

Reichardt Nr. 4. 6. 

Reichel Nr. 64. 

Reinhard Nr. 32. 34. 41. 

Schelling Nr. 14. 






Campagne in Frankreich Nr. 

29. 30. 
Chronologisches Nr. 28. 
Einzelnheiten (zur französ. Litt.) 

Nr. 40. 
Gespräche mit: 

Eckermann Nr. 37. 59. 

Riemer Nr. 8. 9. 
Weimar. Theater (Aufsatz-Sche- 
ma) Nr. 7. 
Tagebuch Nr. 11. 12. 17. 18. 20 

—23. 25—27. 42—44. 46—52. 

54—58. 
Tag- u. Jahres-Hefte Nr. 35. 36. 

2. Orte. 

Eger Nr. 35. 

Jena Nr. 7—10. 2278 [HI]. 
Marienbad Nr. 36. 
Weimar Nr. 3—6. 11—32. 33 [Hl 
Nr.3393]. 34. 37-70. 2310[HI]. 



528 



REGISTER. 



[Die Aufgeregten.] 

3« Briefe etc. 

Goethe an: 

Cotta 16, 20. 

Göttling 48, 10. 

Reiohel 47, 12. 48, 0. 49, 18. 
Reiohel an G. 48, so. 

4. Gespräche. 

Goethe und 
Boisseree 33, 2. 12. 
Riemer 44,6. 10. * III, 342,3(7). 

5. Entstehung. 

Chronologisches 16,23. 
Ausführung 6, 21. 
Handschriften 4, 4. 15, 17. 
Durchsicht für d. Druok 10, 0. 

11, 3. 0. 14. 10. 13, 13 ; Nr. 17. 

18. 20—26. 36. 

6. Drucke. 

Erster (1817) 4, 14. 13, 13. 
Zweiter (1817) 4, 17. * III, 98, 2«. 



[0. Drucke.] 

Dritter (1828) 4, 20. 31, 5 t * m, 
110, 35. 

7. Einzelnheiten. 

„Nachbildung des Zeitsmnes" 

23,22. 

„Politisches Glaubensbekeont- 
niß" 27, 18. 

bildet mit vier andern Stücken 
G's eine „Suite" 7, 17. 

Lüoke, durch Erzählung aus- 
gefüllt Nr. 19. 

Aufzug III: Nr. 19; 27,28—86. 

Aufzug V: 15, 12. 15. 21. 

Titel: 
„Breme von Bremenfeld" 10,9. 

11,9. 
„Zeichen der Zeit'« 13, 18. * m, 
98,2«. 

Personen: die Gräfin 27, 20. 

Übersetzungen: französisch 24, 
11. 34. 25, 3. 26, 3. 32, 2. Nr. 41 
. 40, 15. Nr. 46—57. 59. 



Auteng der vier Weltalter — s. Maskenzug 5. 

Alltag des Winters — s. Maskenzug 2. 

Ans d. Maskennige 1800 — s. Maskenzug 10. 

Bahrtft — s. Prolog zu den neusten Offenbarungen Gottes. 

Bauet (Pantomim.) — s. Maskenzug 3. 

Befreite Prom et he us — s. Prometheus. 

Befreiung des Prome t he us — s. Prometheus. 

Bef Allerhöchster . . . 1818 — s. Maskenzug 14. 

Bei Oherretehung der ersten Erxeugnlsse . . — s. Theil EU. 



Belsazar. 

(I, 50—54 = Nr. 71—76.) 



I. Quellen. 

Biographisches Nr. 75. 
Briefe an : 

Goethes Schwester Nr. 72—74. 

Riese Nr. 71. 
Dichtung u. Wahrheit Nr. 76. 

2. Orte. 

Jena Nr. 76. 
Karlsbad Nr. 76. 



[2. Orte.) 

Leipzig Nr. 71 — 74. 
Weimar Nr. 76. 
? Nr. 75. 

3. Entstehung. 

Handschriften 50, 2. 
Ausführung beendet 50, 13. 

4. Einzelnheiten. 

Aufzug 1 : 51, 84. 52, 4. 



REGISTER. 



529 



[Bebazar. 4. Einzelnheiten.] 
Aufzug V: 60, 14. 61, 16. 
Fünffüßige Jamben 60, 15 f. 51, 18. 



Zwei Fassungen (1. Prosa, 2. 

Verse) 51,36. 
Verbrennung 53, 2. 54, n. 



Brey — s. Fastnaohtspiel. 
Brutus — s. Caesar. 



Der Bürgergeneral. 

(I, 55— 70. = Nr. 76a— 109.) 



I. Quellen. 

Ampere (Auszug aus) Nr. 103. 
Anzeige der Werke Cotta 8 Nr. 
102o. 2310 [III]. 

Aufsatz über Stapfers Notioe 
Nr. 103h. 

»Bedeutende Förderniß . . .' (Auf- 
satz) Nr. 101a [in Nr. 3393]. 

Bibliographisches Nr. 101. 

Biographisches Nr. 94. 

Briefe etc. an: 
Bertuoh Nr. 79. 
Cotta Nr. 89. 89 b. e. 95. 96. 
Göschen Nr. 76 o. 
GötÜingNr. 102b. 106 k. 108 a. 
Herder Nr. 81. 
Jaeobi Nr. 76 a. 77. 78. 80. 

82. 83. 
Reichardt Nr. 76 b. 
Reiohel Nr. 106. 107. 
Reinhard Nr. 102e. 
Schiller Nr. 85. 88. 
Unzelmann Nr. 86. 
Zelter Nr. 91. 

Campagne in Frankreich Nr. 98. 

99. 
Chronologisches Nr. 97. 
Einzelnheiten (zur französ. litt.) 

Nr. 102d. 
Gespräche mit: 

Eokermann Nr. 106a. 107. 108. 

Riemer Nr. 93. 

Tagebuch Nr. 84. 87. 89 a. 90. 

92. 96a— d. 102f— h. 103a— g. 

103i— 106. 106 b— e.g— i. 109. 
Tag- u. Jahres-Hefte Nr. 100. 

102. 102a. 

Weimar. Theater (Aufsatz-Sche- 
ma) Nr. 84 a. 

Grit, Goethe Aber s. Dichtungen T» 



2. Orte. 

Eger Nr. 102. 
Frankfurt Nr. 77. 78. 
Jena Nr. 84a. 93. 95. 
Karlsbad Nr. 92. 
Marienbad Nr. 102a. 
Marienborn Nr. 79 — 83. 
Weimar Nr. 76 a— o. 84. 85—91. 

96—101. 101 a. [HI Nr. 3393]. 

102b— 109. 2310 [in]. 
? Nr. 94. 

3. Briefe etc. 

Bansa an G. 59, 28. 
Gallitzin an G. 59, 83. 
Goethe an: 

Cotta 15,29. 

Göttling 48, 19. 

Reiohel 47, 12. 48, 9. 
Goethes Mutter an Willemer 

59,26. 

Gotha, Prinz August, an G. 

60,14. 
Herder, Carol., an G., 58, 85. 
Jaeobi an G. 57, 19. 82. 
Meyer an G. 59, 20. 
Schiller an G. 60, 37. 61, 29. 
Sohultheß an G. 60, 12. 
Unger an G's Mutter 59, 24. 

4. Gespräche. 

Goethe und 

Boisseree 33, 2. 12. 

Schiller 60, 8. 39. 
Stolberg u. Gallitzin 59, 85. 



5. Entstehung. 

Chronologisches 16, 23. 
Veranlassung 18, 20. 

n, b. 4. 34 



530 



REGISTER. 



[Der BflrgergeneraL. 6. Entstehung.] 

Zeitgeschichte 6, 15. 23, 22f. * m 

Nr. 3393. 
In wenigen Tagen entstanden 

58, 19. 69, 19. 
Handschriften 55, 2. 56, 14 f. 57» 

2. 59, 15. 83. so. 60, 88. 

6. Drucke. 

Enter (1793) 55, 4. 59, 28. 
12 Exemplare bei G's Matter 

59, 24. 
Geeohenkexemplare für: 
Franckenberg, Frau v. 60, 18. 
Gotha, Prinz August 60, 14. 
Jacobi 59, 6. 16. 
Sohultheß 60, 12. 
Zweiter (1808) 55, 8. 62, 16. 63, 19. 

66, 11 f. 136,80. 140,2. 
Dritter (1817) 10, 5. 13, 12. 55, 10. 
Vierter (1828) 31, 5. 55, 12. * in, 
110, 84. 

7. Wirkung. 

Aufnahme; 

beifällig 18, 81. 59, 84. 61, 86. 
68,5. 

übel 18, so. 23, u, 60, 19. 67, 4. 
Aufführungen in: 

Erfurt 55, 21. 

Lauchstadt 55, 18. 20. 21. 24. 

Rudolstadt 55, 19. 28. 

Weimar 18,27—80. 22,34. 55, 

18 — 25. 66, 17. 30. 57, 8. 23. 
58, 36. 59, 7. 11. 20. 60, 3. 8. 

61, 11. 25. 65, 26. 67, 3. 68, 11. 
„widerwärtigste Wirkung" 

23,14. 
Darateller : 
Beck 18, 22. 22, 27. 23, 12. 56, 26. 

66, 25. 
Becker 56, 24 f. 
Cordemann 56, 24. 
Demmer 56, 21. 
Haide 56, 22. 
Maaß 56, 21. 
Maloolmi 18, 24. 23, 9. 56, 23. 

67,2. 68,14. 



[Darsteller.] 

Miller 56, 21. 
Spitzeder 56, 26. 
Unzelmann 56, 22. 61, 2. 20. 
Vohß 56, 22. 
Weyrauch 56, 26. 

Übersetzung : französisch 24, 40. 
32, 2. Nr. 41—44. 40, 16. 22. 
Nr. 46—57. 59. 101. 

8. Einzelnheiten. 

Vorhergehende Stücke: 
,Die beiden Billets* 18, 22. 22, 

28. 57, 24. 61, 4. 66, 25. 

,Der Stammbaum* 18, 25. 22, 
33. 58, 3. 61, 5. 66, 25. 

„Närrischer Sohnaps" 23, 3 f. 
„Gefährliches Unternehmen" 

67,22. 

„Nachbildung des Zeitsinnes" 
23, 22 f. * III Nr. 3393. 

„Zeugniß ärgerlich guten Hu- 
mors" 22, 25. 

„Schiboleth" 57, 15. 

Bildet mit Tier andern Stücken 
G's eine „Suite" 7, i6f. 

G. als Verfasser nicht anerkannt 
23, 16 f. 

„Immanuel Kant als Verfasser" 
60,16. 

Auftritt6: 68,21. 

Personen: 

Edelmann 56» 24. 58, 9. 61,S2f. 

62,2. 
Görge 56, 22. 58, 2. 
Märten 56, 23. 58, 6. 68, 14. 22. 
Richter 56, 26. 58, 9. 
Rose 56, 21. 58, 2. 
Schnaps 22, 27. 56, 26. 58, 2. 

62, so. 68, 16. 

Mantelsäokchen (Felleisen) 18, 28. 

23, 7. 68, 21. 28. 
Schiller empfiehlt Änderungen 

61, 15. so. 62, 27. 65, 28. 
Schema in Schillers Nachlaß (7) 

62,29. 69, 15 f. 



REGISTER. 



531 



Caesar. 

(I, 71— 83.= Nr. 110—124.) 



I. Quellen. 

Briefe an: 

Boie Nr. 111. 

Fahimer Nr. 110. 

Kestner Nr. 112. 

Kinns Nr. 119. 

Schönborn Nr. 113. 
Gespräche mit: 

Bodmer 74, 32. 

Grüner Nr. 121. 

Lavater Nr. 114. 115. 

Meiningen, Prinz v. Nr. 116. 

Müller Nr. 120. 124. 

Napoleon Nr. 118. 122. 

Wieland Nr. 117. 
Unterredung mit Napoleon 

(Biogr. Einzelnh.) Nr. 123. 

2. Orte. 

Eger Nr. 121. 

Frankfurt Nr. 110—113. 116. 

120. 122—124. 
Karlsbad Nr. 119. 
Weimar Nr. 117. 118. 
Auf der Reise zwischen: 

Frankfurt u. WiesbadenNr. 1 14. 

Schwalbach u. Nassau Nr. 115. 

3. Briefe etc. 

Bodmer an Sohinz 74, 85. 
Boie an Bürger 72, 23. 
Schiller an G. 75, 34. 
Weimar, Karl August, an G. 
82, 6 (?). 

4. Gespräche. 

Goethe u. Napoleon 81, ist 82, 2. 
83, 8. 12. 



5. Einzelnheiten. 

Caaars Ermordung 74, 37. 77, 27. 

36. 78, 28. 79, 7. 
Brutus 74, 19. 36. 76, 36. 
Caasius 74, 36. 

Shakespeares »Julius Caesar* 76, 
34. 77, 12. 30. 

G's Verse für d. Poeten Cinna 
76, 18. 

G's Epilog 76, 18. 
Erster Plan 71, io. 20. 
Handschriften 71, 3. 
„Weitläufiges Drama" 73, 8. 
Lavaters Physiogn. Fragmente: 

Brutus u. Caesar 74, 19. 
, Julius Caesar* angekündigt in: 

Reichards Theater -Kalender 
75,4. 

Reichards Theater - Journal 
76,18. 

Theater - Kalender für 1796 

75,38. 

Merck über Meißners ,J. C 75, 20. 
G. improvisirt das Ganze (vor 

Wieland) 78, 5. 
Werk über „die zwölf ersten 

Caesars" 78, 36. 
Voltaires Tragödie 79, 8. so. 80, 

16. 24. 81, 22. 34. 82, 13. 83, 16. 

Napoleon fordert G. auf, einen 
»Brutus* zu dichten 79, 7. 80, 
15. 81, 13. 82, 4. 16. 83, s. 12. 
„Vorstudien** dazu 82, 17. 

„Schönste Aufgabe** 79, 8f. 

Gegenstand „zu heiklich" 82, 6. 

Titel: 
,Tod Julius Caesars* 74, 2. 

83, 13. 
,Brutus* 81, 13. 82, 3. 16. 83, 4. 



Cantate 

zum Jubiläum der Reformation 1817. 
(I, 84—96. = Nr. 125—134.) 



I. Quellen. 

Briefe an Zelter Nr. 128. 130. 
133. 



Tagebuch Nr. 125—127. 129. 
131. 132. 

Tag. u. Jahres-Hefte Nr. 134. 

34* 



632 



REGISTER. 



[Gantete.] 

2. Orte. 

Marienbad Nr. 134. 
Weimar Nr. 125—133. 

3. Briefe etc. 

Goethe an Zelter 84, 4. 86, 2 f. 

90, 15. 94, 25. 95, 2. 
Zelter an G. 85, 7. 86, 6. 90, 15. 

94, 80. 95, 6. 31. 84. 36. 

4. Gespräche. 

Zelter u. Schultz 85, 24. 

5. Entstehung. 

Reformations-Jubilaum 86, 7. 20. 

90,2. 
Luther -Denkmal geplant 85,8. 

86, 7. 90, 14. 
Zelten Plan einer Cantate 85, 

8. 10. 

Kotzebue als Dichter der C. (?) 

85,20. 
Handels, Messias* (Vorbild) 86, 21. 
Handels »Alexander-Fest* 91, u. 
Luthers Vorreden 85, 4. 89, nf. 

90,32. 95, 31 f. 
Handschriften 84,3. 
Schema 1: 84, 3. 7. 18. 86, n. so. 

88, 2 — 21. 90, 16. 38. 
Schema 2: 84, 3. o N 13. 21. 91, 2. 6. 

28 — 94, 22. 26. 30. 96, 6. 

Theil I: 88, 3—12. 23. 26. 91, 29 

—93, 14. 
Theil II: 88, 13— 21. 24. 30. 93, 15 

—94,22. 

Text (Bibelsprüche, Kirchen- 
lieder, Neugediohtetes) 89, 7f. 



Bruchstücke der Ausführung 
84, 15. 23. 92, 31. 33 f. 35. 96, 7. 

Gründe der Stockung 95, 9. 23. 
96,5. 

6. Einzelnheiten. 

Symphonie (Ouvertüre) 91, so. 

uO t 16. v4, 36. 

Sinai („Du sollst'*) 87, 31. 88, 26. 

91, 12. 31. 35. 95, 20 f. 
GhristiAuferstehung („Du wirst**) 

87, 32 f. 88, 21. 94, 16. 95, 20. 
Salomonis Tempel 88, 7. 20. 34. 

92,20. 
Gefangenschaft zu Babel 88, 11. 
Messias 88, 12. 17. 
Drei Könige 88, 16. 93, 24 — 33. 
Jerusalem 88, 10. 18. 27. 33. 94, 8. 
Olberg 88, 20. 
Personen: 

Chöre 91, 17. 32. 34. 92, 0. 17. 10. 
21. 25. 28. 93, 11 f. 94, 2. 17 — 20. 

95,25. 

im Sinne der Pandora-Ghöre 
92, of. 
Salomon 92, 16. 
Sulamith 92, 18. 
Sprecher (Beoitative) : 

1. Aaron 92, 2. 

2. Apostel (3) 94, 9. 

3. Christus 93, 34. 94,6. 11. 

4. Elias 92, 22. 

5. Evangelist 94, 14. 

6. Jesaias 93, 9. 

7. Johannes d. Täufer 88, 
14. 93, 21. 

8. Jonas 93, 2. 

9. Josua 92, 6. 
10. Samuel 92, 11. 



Claudine von Villa Bella. 

(I, 97— 167. = Nr. 135— 260a.) 



I. Quellen. 

Ankündigung der »Schriften* Nr. 
145. 154. 

Anzeige der Werke Cotta 8 Nr.246. 
2310 [HI]. 

Briefe etc. an: 
Boisseree Nr. 247. 



[Briefe etc. an] 
Cotta Nr. 208. 209. 213. 214. 

216—219. 222—224. 227. 

230. 232a, 235. 237. 
Eberwein Nr. 234. 
Fahimer Nr. 135. 
Goschen Nr. 148. 155. 159. 167. 

184. 189—191. 193. 201. 



REGISTER. 



533 



[Claudine. 1. Quellen. Briefe etc. an:] 

Göttling Nr. 244. 

Herder Nr. 137. 

Jaoobi Nr. 192. 

Kayser Nr. 143 [IV, 140, 22]. 
144. 151. 153. 162. 197. 

Kestner Nr. 166. 

Knebel Nr. 136. 138. 139. 

Latrobe Nr. 204. 

Oberkirch Nr. 140. 

Polzelli Nr. 228. 

Reiohardt Nr. 195. 196. 198 
—200. 202 [III, 134, 29]. 205. 

Schiller Nr. 203. 

Schnauß Nr. 164. 

Seidel Nr. 150a. 160. 168. 174. 
185. 188. 

Sommering Nr. 206. 

Stein, Charl. Nr. 142. 146. 150. 
152. 157. 176. 178. 

Voigt Nr. 182. 

Weimar, Karl August Nr. 147. 
149. 156. 158. 173. 177. 187. 
194. 

Willemer, Mar. Nr. 260. 

Zelter Nr. 225. 
Brieftabelle Nr. 161. 179. 186. 
Chronologisches Nr. 242. 243. 
Dichtung u. Wahrheit Nr. 226. 

232. 260a. ' 

Gespräche mit Eckermann Nr. 

257. 258. 
Italienische Reise Nr. 160 a. 163. 

165. 169. 170—172. 175. 180. 

181. 183. 227 a. [HI Nr. 2582]. 

231. 2582b [HI]. 2582c [HI]. 

3839—3841 [IV]. 
Tagebuch Nr. 92. 141. 208a. 210 

—212. 215. 220. 229. 233. 236. 

238—240. 245. 248—256. 259. 
Tag. u. Jahres-Hefte Nr. 241. 

242 a. 
Weimarisches Hoftheater (Auf- 
satz-Schema) Nr. 207. 

2. Orte. 

Albano Nr. 165. 

Berka Nr. 227 a. [HI Nr. 2582]. 

228. 229. 2582b [in]. 2582c 

[HI]. 3839—3841 [IV]. 
Dornburg Nr. 256. 
Emmendingen Nr. 138. 
Frankfurt Nr. 135—137. 139.206. 



Fraseati Nr. 164. 

Jena Nr. 207. 209. 213. 214. 225. 

227. 
Karlsbad Nr. 147. 148. 210—212. 

224. 225 a. 226. 
Marienbad Nr. 243. 
Neapel Nr. 156. 
Rom Nr. 149—155. 157—163. 

166—190. 
Weimar Nr. 140—146. 191—206. 

208. 208a. 215—223. 227a [DDE 

Nr. 2582]. 230. 231. 232a— 

242 a. 244—255. 267— 260a. 

2310 [HI]. 
? Nr. 232. 

3. Briefs etc. 

Bury an Goethe 126, 28. 
Byern an Knebel 100, 86. 
Göschen an Bertuch 123,35. 
Goethe an: 

Eberwein 144, 4. 

Herder 120, 2. 124, 2. 

Müller 152,6. 

Polzelli 141, 26. 

Reiohardt 128, 82. 

Schultheß 112, 8. 

Sommering 133, 16. 

Stein, Charl. 120, 3. 
Herder, CaroL, an ihren Mann 

127,24. 

Meyer an Hufeland 131, 24. 
Reichardt an Goethe 127, 9. 16. 
Schüler an: 

Goethe 131, 10. ' 

Lengefeld, Charl. 129,30. 
Seidel an Göschen 123, 25. 
Sommering an G's Mutter 133,21. 
Stein, Charl., an Lengefeld, CharL 

116,31. 

Veit an Levin, Rahel 132, 24. 
Zelter an Eberwein II, 224, 8. 

4. Gespräche. 

Byern und Stolbergs 100, 37. 
Gerning u. G. (?) 131, 19. 
Goethe und: 

Eberwein 141, 86. 144, 9. 

Fahimer 98, 34. 

Herder, CaroL 127, 27. 2« 

Kienlen 145, 38. 

Reichardt 127, 15. 21. 

Stolbergs 100, 35. 



534 



REGISTER. 



[Clandine von Villa Bella.] 

5. Entstehung. 

I. Schauspiel 

Chronologisches 16, of. 149, 6. 
„ausgegraben" 98, 35. 
Ausführung 99, 2. 12. 142, 23. 146, 

11. 173,23. 

Handschriften 97, 3. 9. 
Abschrift geschickt an: 

G's Schwester (?) 99, 23. 

Knebel 99, n. 100, 8. 

II. Singspiel 

Chronologisches 16, 18. 
Umarbeitung 101,23—102,10. 103, 
8 — 10. 106, 10. 18. 110, 21. 111, 16. 

113.9.21. 114,5.14.19.23. 116, 
11. 17. 117, 3. 26. 118, 8. 25.34. 

119.3.22. 120,8.19.81. 121,29. 

124, 7. 141, 13. 148, 10. 211, 17 f. 
212, 16. * III, 216, 5. 217, 9. 13. 

24. 218, 17. 219, 11. 23. * IV, 
164,21.30. 165,6.24. 

„alte Spreu herausgeschwungen" 

114,6. 

Kaysers Beirath 102, n. 112, 31. 
113,21. 117,5.16. 123,38. *III, 
217, 9. 

Aufzug I. II: 118, 18. 32. 119, 24. 
120, 2. 123, 26. 37. 

Aufzug III: 118,23. so. 120, 10. 

15. 31. 121, 25. 123, 13. 124, 2. 

Handschriften 98, 2. 7. 120, 2. 15. 

32. 121, 2. 25. 123, 12. 124, 2. 

Vorlage für Druck 1: 124,33. 

6. Drucke. 

I. Schauspiel. 

Erster (1776) 97, 12. 122. 6. 
gesendet anOberkirch 100,n. 
erbeten von Schultheß 112, 

8.30. 

Nachdruck (1776) 97, 15. 
Zweiter (1842) 31, 22—25. 97, 23. 
157, 20. 

II. Singspiel 

Erster (1788) 98, 15. 104, 8. 123, 7. 

Carton 125, 18. 32. 

Nachdruck (1791) 138,30. 
Zweiter (1808) 63, 9. 66, 11. 98, 

22. 136, 10. 137, 23. 



Dritter (1816) 9, 2. 12, 15. 98, 28. 
Vierter (1827) 30, 16. 98, 24. * m, 

110, 4. 
Textbuch der Gesänge: 

1795 (Weimar) 131, 37. 

1818 (Berlin) 146, 31. 

7. Wirkung. 

Bühnenwirksamkeit 154, 26. 
Dialog -Verse in Prosa umge- 
schrieben (Vulpius) 131, 16. 

132, 30. 
Decorations-Entwürfe von 

Goethe-Kraus 128, 15. 
Insoenirung 128, 8. 10. 15. 
Musik von: 

Beecke 101, 33. 

Eberwein 144, 5. 9. 34. * Et, 
224,9. 

Kienlen 145, 28. 33. 146, 25. 

Polzelli 141, u. 34. 

Reichardt 115, 16. 127, 10. 26. 
128, 24. 129, 6. 12. 130, 3. 7. 
25. 131,28. 132,2.15. 155,9. 

* m, 134,29. * IV,510,3if. 
Aufführungen in: 
Berlin 127, 17. 129, 20. 146, 80. 
Potsdam 146, 29. 
Rudolstadt 144, 35. 
Weimar 98, so. 101, 15 (7). 129, 

28. 130, 34. 131, 11. 14. 132, 

15.25. 

Wien 101, 31. 
Darsteller: 
Benda 131, 38. 132, 12. 
Gatto 131, 35. 

— (Kind) 131, 86. 
Maloolmi 131, so. 
* Maticek 131, 31. 

Weyrauch (Herr) 131,34. 
— (Frau) 131,82. 

8. Einzelnheiten. 

Stellung in G's dichter. Ent- 
wiokelung 7, *• 142, 23. 146, n. 

173,28. 

Gegensatz zu den „Handwerks- 
Opern" 142, 23. 143, i8f. 

Aufzug I: 128,5.9. 
— DDE: 132,9. 

Personen: 
Alonzo (Gonzalo) 101, 24. 131, 
30. 155, 4. 



REGISTER. 



535 



[Claudio« von VilU Bell*.] 
[8. Blnxelnheiten. Personen.] 

Basoo 100, 22. 102, 2. 131, 35. 

154,83. 

Camilla 102, 4. 

Claudine 102, 4. 128, 7. 131, 81. 

155,4. 
Lucinde 128, o. 131, 32. 155, 3. 
Pedro 97, 19. 102, 4. 16. 125, n. 

16. 17. 131, 33. 154, 30. 

Rugantino (Crugantino) 100, 

20. 22. 101, 15. 102, 3. 126, 30. 
128, 6. 131, 34. 132, 28. 33. 

153, so. 154, 20. 
Sebastian 102, 10. 125, 15. 
Sibylla 102, 4. 
Vagabunden 102, 6. 126, 38. 
Lieder u. einzelne Stellen: 154, 

7. 155, 20. 
„Cupido, loser" 121,32. 153, 15. 

33. 154, 12. 155,14. 156,8. 218,2. 



[Lieder o. einzelne Stellen.] 



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t» j 



>»• 



»» J 



Es erhebt sieh" 156, o. 
In dem stillen Monden- 
scheine" 156, 10. 
Lebet wohl, geliebte Baume" 
156, n. 
„Liebe schwärmt" 116, 80. 
Liebliches Kind" 128,24 (?). S5. 
Mit Mädchen sich" 156,12. 
* IV, 510, 31 f. 
„Wer dichtet nicht" 132, 82. 
„Farfarellen" 126, so. 
„fette Oper" (Seidel) 124, 28. 
Vorlesungen (des Schauspiels): 
Goethe vor: 
Merck 99, 38 (?). 
Stein, CharL 101, 10 (?). 
Knebel vor Weimar, Karl 
August 99, 10. 20. 100, 2. 
Bildliche Darstellung 97, 17. 
Leetüre (1828) 153, 8. 



Clavigo. 

(1, 158—188. = Nr. 261—340.) 



I. Quellen. 

Agenda Nr. 314. 315. 

Ampere (Auszug aus) Nr. 334. 

Ankündigung der »Schriften* 

Nr. 276. 
Anzeige der Werke Cotta 8 Nr. 

333. 2310 [HI]. 
Bibliographisches Nr. 328. 
Briefe etc. an: 

Boie Nr. 263. 

Boisseree Nr. 335 c. 

Cotta Nr. 303. 303 b. 303 f. 304. 
304 b. 305— 305 b. 305 e—g. 
310. 313. 319. 320. 323. 

Fahimer Nr. 270. 

Göschen Nr. 280. 288. 293. 297. 
300—302. 

Göttling Nr. 332. 

Herder Nr. 284. 287. 

Jacobi Nr. 266. 269. 271. 

Kayser Nr. 283 [UI Nr. 2511]. 
285 [in Nr. 2518]. 292. 294. 

Kestner Nr. 296 c. 

Klopstook Nr. 261. 

La-Roche Nr. 268. 

Lavater Nr. 267. 



[Briefe etc. an:] 

Sohnauß Nr. 296 a. 

Schönborn Nr. 262. 

Seidel Nr. 281. 289. 298. 

Stein, Charl. Nr. 274. 275. 
276 a. 277—279. 286 [IH Nr. 
2519]. 291. 

— , Fritz Nr. 282. 

Weimar, Karl August Nr. 273. 
279a. 292a. 296. 299a. 

Zelter Nr. 305h. 324. 
Brieftabelle Nr. 290. 
Chronologisches Nr. 327. 329. 
Dichtung u. Wahrheit Nr. 308. 

309. 311. 
Einzeinheiten (Aufsatz) Nr. 333a. 
Gespräche mit: 

Eckermann Nr. 335. 335 i. 336. 
338. 

Iffland Nr. 272. 

Lavater Nr. 264. 265. 

Müller Nr. 330. 

Napoleon Nr. 331. 

Soret Nr. 339 a [II, 535, 21]. 
Italienische Reise Nr. 295. 296b. 

299. 312. 313 a. 



536 



REGISTER. 



[CUvigo. 1. Quallen.] 

Stapfen Notice (Aufsatz) Nr. 

334h. 
Tagebuch Nr. 303 a. 303 c— e. 

304a. 305o. d. 306—307. 316 

—318. 321. 322. 324a— 326. 

333 c— e. 334 a— g. 334 i. k. 

336a. b. 33öd— h. 336k. L 337. 

339. 340. 
Tag- u. Jahres-Hefte Nr. 326. 

328 a. 

2. Orte. 

Albano Nr. 296 b. 

Berka Nr. 312. 

Ems Nr. 266. 

Frankfurt Nr. 261—263. 266 

—271. 
Frascati Nr. 296. 296a. 
Jena Nr. 303b. 303 f. 304. 305h. 

310. 
Karlsbad Nr. 277—282. 303 o— «. 

305g. 306a. 308. 
Mannheim Nr. 272. 
Marienbad Nr. 329. 
Neapel Nr. 291. 
Rom Nr. 283—290. 292—295. 

296o— 300. 
Weimar Nr. 273— 276 a. 301— 

303 a. 304 a— 305 f. 306. 307. 

311— 328 a. 330—340. 2310 

[III]. 
Wiesbaden Nr. 264. 
? Nr. 309. 

3. Briefe etc. 

Conta an 6. 182, so. 
Goethe an: 

Kestner 159, 25. 

Stein, Charl. 164,31. 
Goethes Mutter an G. 171,33. 
Iffland an s. Bruder Nr. 272. 
Jacobi an G. 160,30. 
Rochlitz an Kinns 241, 41. 
Schweitzer an Bertuch 163,33. 
Stein, Charl., an Knebel 177, 

33(?). 

Zelter an G. 181, 20. 

4. Gespräche. 
Goethe und 

Jaoobi 162, so. 



[Goethe und] 

Merck 178, 7. 
Münch 175, 9. 178, 3. 
Riemer (?) 187,20. 
Herder, CaroL, u. Moritz 225, 12. 

5. Entstehung. 

Chronologisches 16, 8. 149, 4. 
Beaumarchais' Memoire 161, 2. 
13. 20. 31. 162, 17. 28. 176, 4. 

176, 8. 9. 20. 

G. liest es vor u. wird auf- 
gefordert, d. Stoff ine. Schau- 
spiel zu verwandeln 175, 
e. 11. 

Ausführung in etwa „acht Tagen" 
175, 15. 177, 28. 183, u. 185, 
27. 186, 18. 
G. übersetzt aus d. Memoire 

161,8.30.38. 176,21.22.187,17. 

entlehnt d.Schluß einer Ballade 
176, 23. 
Handschriften 158, 2. 160, 12. 

20. 39. 

Vorlesung aus d. Handschrift 
177, 2. 178, 2. 15. 

6. Drucke. 

Erster (1774) 168, 8. 159, 18. 160, 

20. 24. 

Exemplar an: 
Cannabioh 162, 22. 
Fahimer 162, 18. 20. 
Hohenfeld 160, 10. 
Jacobi 160, 32. 
Jung 160, 9. 162, 11. 
Werthern, Gräfin 163. 

24(?). 

Zweiter (1787) 104, 3. 158, 12. 

Nachdruck 138, 27. 
Dritter (1807) 63, 5. 66, 11. 136, 0. 

137, 19. 158, 13. 
Vierter (1816) 8, 18. 12, 10. 158, 

14. 180, 8. 
Fünfter (1827) 30, 11. 168, 15. 

* HI, 109, 27. 

7. Wirkung. 

Zweifel, ob G. der Verfasser 162,11. 
Aufführungen in: 

Berlin 181, 22. 20. 

Dresden 185, 89. 

Frankfurt 171, 32. 



REGISTER. 



537 



[Clavigo. 7. Wirkung. Aufführungen in] 

Gotha 163,30. 

Lauchstadt 158, 27. 

Mannheim 163, 5. 

Rudolstadt 158, 28. 

Weimar 158, 19. 24. 164, 9. 171, 
28. 172, 3. 8. 17. 182, 19. 188, 9. 

Wien 182, so. 
Darsteller: 

Agrioola 183, 33. 

Amor 172, 27. 

Beck 171, 28. 

Becker 172, 20. 25. 

Benda 172, 2«. 

Deny 172, 25. 183, 2«. 

Domaratius 172, 21. 

Durand 183, 27. 32. 

Ekhof 163, 31. 

Engels 172, 23. 183, 29. 

Engst 183, 31. 

Franke 183, 32. 

Gatto 172, 23. 

Genast 183, 28. 

Götze 183, 33. 

Haide 172, 21. 183, 27. 

Holdermann 183, 31. 

Iffland 163, 17. 

Julius 181, 27. 

Krüger 172, 20. 

Kunst 164, 36. 

Liner 172, 19. 

Lortzing, Beate 183, 28. 
Friedr. 183, so. 

Maleolmi 172, 24. 

Mattstedt 172, 22. 

Nitzsehke 183, 34. 

Oels 183, 26. so. 

Seidel 183, 29. 

Seydelmann 183, 2«. 188, 5. 9. 

Silie 172, 22. 

Unzelmann 172, 26. 

Winterberger 183, 25. 

Wolff, Amal. 172, 22. 
„ , P. A. 172, 19. 
Übersetzungen: französisch 24, 

27. 35, 13. 164, 3. 25. 183, 6. 
Besprechungen von: 

Ampere 35, 13. 23. 

Tieok 185, 38. 

7 161,29. 



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»t 



<< 



8. Einzelnheiten. 

Geschieh tl. Persönlichkeiten: 
Beaumarchais 161, 2. 187, 22. 
Clavigo 161, so. 175, 5. 

wahre Geschichte" 160, 4. 
moderne Anekdote dramatisirt 

159, 9. 
G. fordert d. „kritischste Messer" 

auf, die bloß übersetztenS teilen 

abzutrennen 161, 8. 

„poetische Beichte" 161, 5. 

173, 28. 

Verwandtschaft mit »Götz v. B.' 

159, 11. 174, 3. 
Stellung in G's dichterischer 

Entwicklung 146, 10. 173, 22. 
„an den gewöhnlichen Sinn" sich 

anschließend 179, 4. 
„nacktes u. herkömmliches 

Stück" 182, 3. 
„ein Dutzend Stücke der Art" 

hatte G. schreiben können 

179, 5. 185, 25. 

Personen: 

Beaumarchais 161, 10. 171, 85. 

172, 21. 177, 20. 181, 28. 182, 

26f. 183, 27. 
Bediente 172,27. 183, 33 f. 
Buenoo 172, 25. 35. 183, 31. 
Carlos 161, 10. 163, 17. 19. 171, 

29. 172, 20. 176, 16. 178, 38. 

182, 26 f. 183, 26. 188, 9. 225, 

13 f. 

Clavigo 159, 10. 161, 9. 171, 36. 

172, 19. 174, 4. 177, 19. 21. 

182, 25. 183, 25. 225, n. 
„Pendant zum Weißlingen" 

159, 11. 174, 4. 
Guilbert 172, 24. 34. 183, 30. 
Marie 159,35. 172,22. 174,3. 

177, 20. 182, 25. 183, 28. 
Friederike Brion 173, 28. 
Saint George 163, 81. 172, 26. 

35. 183,32. 

Sophie 172, 23. 183, 29. 

Mercks Urtheil („Quark") 178, 9. 
Moritz über d. „Mittelpunot" 

225,12. 
Vorlesung Tiecks 186, 22. 34. 



OemMt-Balltt 1782 — s. Maskenzug 3. 



538 



REGISTER. 



Concerto dramatieo. 

(I, 189— 192. = Nr. 341— 343d.) 



I. Quellen. 

Brief an Kestner Nr. 342. 
Dichtung und Wahrheit Nr. 343. 

343a. 343c. 343 d. 
Tag- und Jahres -Hefte Nr. 343 b. 
Vorbemerkung Nr. 341. 

2. Orte. 

Frankfurt Nr. 341. 342. 

Teplüz Nr. 343. 

Weimar Nr. 343. 343 a— d. 



3- Briefe etc. 

Goethe an Kestner 190, 25. 



4. Entstehung. 

„Darmstadter Gemeinschaft dar 
Heiligen«« (für sie bestimmt) 
189, 18. 2«. 

Handschriften 189, 2. 

5. Drucke. 

Erster (1772/3) 189, 10. 190, 3 (?). 
Exemplar für: 

Kestner 190, s. 

Kielmannsegge 190, 3 L 

Sehneider 190, 4. 
Faesimile 189, 5. 



6. EinzeJnhetten. 

G. glaubt d. Dichtung verloren 
gegangen 146, 15. 192, 4. 
I „belebtes Sinngedicht'« 191,24. 



C ep fcU — s. Groß-Cophta. 



Die DanaideiL 

(I, 193—195. = Nr. 344—348.) 



I. Quellen. 

Briefe an Zelter Nr. 346. 347. 
Gesprach mit Riemer Nr. 348. 
Tagebuch Nr. 344. 345. 

2. Orte. 

Jena Nr. 344—346. 348. 
Weimar Nr. 346. 347. 

3. Briefe etc. 
Zelter an G. 193, 24. 



4. Einzelnheiten. 

Aeschyras ,Die Flehenden« (Leo- 
türe) 193, e. 9. 

Fortsetzung geplant 193, »f. 

195,12.32. 

musikalisches Drama*« 193, 14. 
194, 21 f. 

Chor Hauptgegenstand«« 194, 28. 

Entwurf niedergeschrieben 194, 

2 f. 24. 32. 



n 



»> 



EgMari — s. Tragödie aus der Zeit Karls des Großen. 



Egmont 

(I, 196— 279. = Nr. 348a— 525.) 



I. Quellen. 
Agenda Nr. 493. 497 a. b. 
Ampere (Auszug aus) Nr. 516. 



,An Amalia Wolff« (Gedicht) 
Nr. 484. 

Ankundig, d. Schriften' Nr. 380. 



REGISTER. 



539 



[Egmont. 1. Quellen.] 

Anzeige der Werke Ootta* Nr. 515. 

2303 pH]. 2310 [HTJ. 
Bibliographisches Nr. 506 a. 
Briefe etc. an: 
Beethoven Nr. 473. 
Boie Nr. 348b. 351. 
Boisseree Nr. 497. 516n. 
Bürger Nr. 352. 
Cotta Nr. 442. 448. 449 d. 450. 
450b— 451b. 452c. 454a. 
459a. 483. 496. 498c. d. g. 
Fahimer Nr. 348a. 
Göschen Nr. 380 c. 387. 398. 
406. 423a. 424a. 425a. 428. 
431. 432. 
Goethe, Christiane Nr. 464. 466. 
Göttling Nr. 513 a. 518. 
Grotthuß Nr. 482. 
Herder Nr. 381 [HI, 185, «]. 

386. 
Iffland Nr. 435. 479. 
Jacobi Nr. 425. 
Kalb, CharL Nr. 439. 
Kayser Nr. 383 a. 386 b. 390. 

397. 403. 
Kestner Nr. 349. 366. 405 b. 
Klein Nr. 430. 
Knebel Nr. 405. 424. 
Merck Nr. 365. 
Meyer Nr. 436. 
Müller, Adam Nr. 459. 

— Joh. Gtfr. Nr. 377. 
Reinhard Nr. 475. 515 b. 
Rochlitz Nr. 460. 
Schiller Nr. 437. 
Schlosser Nr. 490. 
Schmidt Nr. 455-456. 
Schnauß Nr. 404 a. 
Schönborn Nr. 350. 
Seidel Nr. 383. 399. 407. 414. 
Sömmering Nr. 439 a. 
Stein, CharL Nr. 353. 355. 359. 
361. 362. 367—376. 378. 379. 
380a. 382. 385. 386a. 387b. 
394. 
— , Fritz Nr. 422. 429. 
Unzelmann, Fried. Nr. 441. 
Voigt Nr. 416. 419a. 
Voigts, Jenny Nr. 376. 
Weimar, Karl August Nr. 380b. 
380<L 384. 387 a, 396. 411. 
413. 419. 421. 423. 427. 
Zelter Nr. 463 a. 



Brieftabelle Nr. 404. 418. 
Campagne in Frankreich Nr. 505. 

506. 
Chronologisches Nr. 502. 508. 
Dichtung u. Wahrheit Nr. 467. 

469. 481. 485. 524. 525. 
Einzelnheiten (Aufsatz) Nr. 515a. 
Erklärung an d. Publicum wegen 

der »Schriften* Nr. 386 c. 

Gespräche mit: 
Eckermann Nr. 510. 512. 513. 

514. 517. 517 f. 521. 
Falk Nr. 477. 
Förster Nr. 504 a, 
Fouque Nr. 487. 489. 
Genast u. Andern Nr. 434. 
Graff u. Andern Nr. 445. 
Holte! Nr. 519. 
Hutton Nr. 512. 
Müller Nr. 492. 499. 
Riemer Nr. 471. 
Schiller Nr. 433. 
Schmidt Nr. 453. 454. 
Schütze Nr. 452. 
? Nr. 426. 

ItaL Reise Nr. 388. 389. 391. 

392. 393. 395. 400—402. 405 a. 

408—410. 412. 415. 417. 417 a. 

419b. 420. 491a. 496a. 2582b 

[IH]. 2582c [HI]. 3839—3841 

[IV]. 
Stapfers Notice (Aufsatz) Nr. 

516h. 
Tagebuch Nr. 354. 356—358. 

360; 363. 364. 438. 440. 443. 

444. 446. 447. 449. 449 a— c. 

450a. 462a. b. 457. 458. 461 

—463. 463b. 465. 468. 470. 

472. 474. 476. 478. 480. 486. 

488. 491. 494. 498. 498a. b. 

498e. f. 498h. i. 503. 515c— e. 

516a— g. 516i— m. 517a— e. 

517 g. h. 520.522. 523. 
Tag- u. Jahres-Hefte Nr. 500. 

501. 504. 606b. 507. 509. 511. 
Über das deutsche Theater (Auf- 
satz) Nr. 495. 

2. Orte. 

Albano Nr. 405 a. __ 

Berka Nr. 491 a. 492. 2582b [HI]. 
2582 c [IH]. 3839—3841 [IV J. 
ButtBtadt Nr. 372. 



540 



REGISTER. 



Egmont. 2. Orte.] 

Dornburg Nr. 369. 370. 

Frankfurt Nr. 348 a— 362. 439 a. 

Frascati Nr. 404 a. 405. 

Gerstungen Nr. 374. 

Gotha Nr. 379. 

Jena Nr. 429. 440. 441. 448. 449 d. 

450. 463 a. 466. 483. 
Kalberied Nr. 373. 
Karlsbad Nr. 380 b. c. 449— 449c. 

459. 459 a. 463 b. 469. 473. 478 

—482. 
Leukerbad Nr. 363. 
Mailand Nr. 424. 
Marienbad Nr. 508. 
Neapel Nr. 387 a. * 
Rom Nr. 380d— 387. 387 b— 404. 

405 b— 423 a. 
Tiefenort Nr. 375. 
Weimar Nr. 353. 354. 356—362. 

364—366. 368. 371. 376—378. 

380. 380 a. 424 a— 428. 430— 

439. 442—447. 450 a— 458. 460 

—463. 464. 465. 468. 470—472. 

474—477. 484—491. 493—507. 

510. 512—525. 2303 [HI]. 2310 

Wilhelmsthal Nr. 367. 
Wörlitz Nr. 355. 
? Nr. 467. 609. 511. 

3. Briefe etc. 

Beethoven an: 

Breitkopf u. Härtel 247, 31. 

Brentano, Bett. 246, 35. 

Goethe 246, 40. 
Boie an Bürger 72, 23. 
Boisseree an G. 266, 20. 
Bury an G. 126, 28. 
Eckermann an Kladzig 277, 34. 
Eybenberg an G. 231, 23. 
Göchhausen an Merok 200, 34. 
Göschen an Bertuch 213, 39 f. 
Goethe an: 

Eybenberg 231, 22. 

Goethe, August 250, «. 

Herder 212, 25. 

Inland 251, u. 

Stein, Charl. 219, 7. 

Unzelmann, Fried. 231, o. 36. 
Goethes Sohn an d. Vater III, 

99,31. 
Grotthuß an G. 251, 36. 



Herder, Carol., an ihren Mann 

224,21. 
Inland an: 

Goethe 227, 24. 

Schiller 226, 31. 
Kalb, Chart, an G. 230, 35. 231, 12. 
Rochlitz an G. 242, 25. 29. 
Schiller an: 

Bertuch 224, 15. 

Beulwitz, Carol. 225, 32. 

Goethe 229, 14. 

Körner 223, 25. 30. 35. 228, 40. 

Reinwald 205, 15 (?). 
Schlegel, A. W., an G. 232, 29. 
Seidel an Göschen 222, 87. 
Soret an G. 277, 17. * II, 482, l«. 
Stein, Charl., an: 

Goethe 218, 5. 19. 29. 

Lengefeld, Charl. 214, 34. 

Schardt, Soph. 214, 29. 
Tobler an Lavater 202, 33. 
Unzelmann, Fried., an G. 231, 

33.38. 232, 2 f. 

Weimar, Karl August, an G. 

221, 13. 
Werner an G. 244, 35. 

4. Tagebücher. 

Knebel 221, 29. 

5. Gespräche. 

Falk u. Saint- Aignan 249, 18. 
Goethe und: 

Berg, Frau v. 245, 13. 

Bibra 204, 32 (?). 

Boyneburg 248, 17. 

Brockhaus 249, 19. 

Eckermann 277, 2. 

Eglofistein, Carol. 268, 19. 27. so. 

Förster 277, 39. 

Goethe, Aug. u. Ottil. 268, 18. 27. 
— , Wolf 277, 2. 

Kauffmann, Ang. 219,2a 

Merck 200, 33. 

Moritz 225, 12. 22. 

Müller 261, « (?). 268, 18. 27. 

Napoleon EU, 209, 89. 

Riemer 245, 24. 246, 8. 29. 

Saint- Aisnan 249, 18 ( ?). 

Schopenhauer, Joh. 261, 6 (?). 

Stael 248, 13. 

Stein, Charl. 200, 25. 

Wolff, P. A. 245, 24. 



REGISTER. 



541 



[Egmont. 5. Gespräche.] 

Herder, CaroL, u. Moritz 224, 84. 
Kalb, Charl., u. Inland 231, 18. 

6. Entstehung. 

Chronologisches 16, 17. 149, 22. 

244, 20. 245, 6. 267, 24. 270, so. 

271,2. 
Quellenstudien (Strada): 203,7. 

24. 80. 204, 6. 206, 4. 253, n. 

268, 9. 271, s. 278, 4. * HI, 

122,4. 
Egmont (Verhältniß zu cL ge- 

schiohtl. Persönlichkeit) 253, 

16. 271, 20. 273, n. 
Ausfuhrung 71, 29. 72, 6. 10. 13. 

114, 22. 198, 4. 9. 199, 8. 15. 
18. 200, 8. 7. 10. 20. 201, 3. 6. 
202, 9. 19. 28. 208. 17. 28. 209, 
2. 6. 14. 210, 3. 7. 213, 4. 220, 

2&. 257, 14. 28. 258, 10. 17. 276, 
io. 278, 20. 279, 7. * II, 14, 5. 

* HI, 216, 20. 217, 3. 4. 218, 
22. 219, 6. * IV, 165, 12—16. 

„gleich die Hauptsoenen an- 
gegriffen" 278, 28. 

G's Vater treibt zur Arbeit 
257, 16. 278, 10. 279, 8. 

Aufzug I: 208, 22. 

Aufzug IV („fatal"): 199, 16 (?). 
18. 21. 202, 10. 209, 6. 15. 25. 

* HI, 216, 24. 219, 5. 
gehindert durch Zerstreuung 

105, 4. 201, 16. 204, 11. 205, s. 
208,20. 

Handschriften 196, 2. 212, 2. 22. 
36. 232, 3. 14. 28. 240, 10. 14. 
250,11.251,7.18. * 111,217,3. 
Sendung von H. an: 

Kauffmann, Ang. 212, 38. 

213, 29. 219, 21. 
Kayser (nicht erfolgt) 210, 

18, 211, 12. 212, 21. 
Stein, Charl. 200, 14. 202, 

15. 206, 15. 
Voigts, Jenny 205, 2. 
Vorlesungen aus H. : 

Gochhausen vor Weimar, Anna 

Amalia 200, 37. 
Goethe vor: 
G's Vater 257, isf. 
Gotha, a. Hof 206, 87. 207,2.4. 
Stein, Charl. 198,35. 



[Vorlesungen ans H.:] 

Knebel vor Weimar, Karl 
August 221, 37. 
G. wünscht ,E. ' nicht unvollendet 

zu veröffentlichen 104,22. 106, 

2. 11. 18. 107, 5. 108, 6. 28. 109, 4. 

142, 9. 207, 23. 28. 208, 2. 6. * 

III, 185, 21. 
Herders Hülfe 196, 8 f. 
„fertig !" 110, 18. 111, 16. 210, 7. 

211, 17. 22. 33 f. 
Absendung der Handschrift an 

Herder 212, 10. 21. 25. 27. 36. 213, 

5. 214, 2. 6. 9. 28. * IV, 164, 22 f. 

7. Drucke. 

Erster (1788) 104, 13. 196, 13. 22. 

213, 11. 32. 222, 19. 34. 
Nachdruck 138, 30. 196, 27. 
Zweiter (1807) 63, 3. 66, 11. 136, 

4. 137, 17. 196, 31. 197, 1. 

235,3. 
Dritter (1816) 8, 16. 12, 8. 197, 2. 

267,2. 
Vierter (1827) 30, 10. 197, 3. * HI, 

109,25. 

8. Wirkung. 

Wirkung der Leotüre bei: 
den Freunden in Weimar 214, 

15. 215, 28. 216, 9. 217, 23. 
218, 5. 19. 221, 13. * III, 217, 

16. 218, 18. * IV, 166, 21—25. 

Haupttadel 219, 3. * IV, 
165, 27f. 
Jaoobi 223, 7. 
Stein, Fritz 224, 11. 
Weimar, Karl August 221, 14. 
G. glaubt, ,E.' werde nach Er- 
scheinen „gleioh gespielt" wer- 
den 211, 10. 
Bühnenbearbeitung von: 
Riemer und Wolff 245, 21. 246, 

8. 29. 262, 37. 268, 22. 
Schiller 226, 7. 227, 15. 228, 4. 

9. 19. 34. 229, 8. 9. 231, 9. 34. 

232, 8. 24. 236, 11. 237, 3. 19. 
238, 9. 246, 20. 28. 254, 32. 
261, 19. 263, 20. 22. 264, 2. 
270, 16. 271, 19. 274, 29. 275, 
8. 276, 15. 277, 13. 20. 
Veröffentliohg. in Werke Cotta 3 
geplant III, 106, 22f. 35f. 



642 



REGISTER. 



[Egmont. 8. Wirkung.] 

Inland als Vennittler mit andern 
Bühnen 260, 11. 261, 19. 

Aufführungen in: 
Berlin 230, 27. 232, so. * IV, 

331, 12. 84. 

Frankfurt 243, 10. 
Halle 197, is. 14. 17. 
Lauchstädt 197, 11. 12. 13. 17. * 

IV, 340, 37. 341, 13. 
Leipzig 197, 14. 241, 21. 35. 242, 

17.88. 

Mannheim 228, 86. 
München 260, 12. 
Weimar 197, 7. 10 — 20. 226, 14. 
227, 16. 228, u. 10. 38. 229, 12. 

18. 42. 230, 2. 17. 29. 232, 21. 24. 

234, 19. 22. 236, 11. 38. 237, 4. 
239, 20. 243, 2. 244, 8. 6. 27. 30. 
246, 2. 12. 247, 5. 40. 269, 23. 
260, 4. 13. 261, 21. 26. 262, 10. 
13. 25. 85. 263, 15. 268, 18. 269, 
17. 24 f. 32. 276, 7. 277. 3.20. 
Wien 239, 14. 240, 2. 10. 14. 19. 
* HI, 66, 16. 

Darsteller: 
Agricola 234, 39. 
Beck, Herr 229, 41. 234, 45. 

— , Frau 227, 5. 229, 33. 
Becker, Christ, (geb. Neu- 
mann) 227, 2. 229, 40. 231, 29. 
243, 15. 

— , Heinrich 229, 32. 234, 
37. 244, 31. 

Benda 229, 89. 
Deny 234, 35. 36. 
Dirzka 234, 42. 
Durand 234, 32. 276, 84. 
Eilenstein 229, 84. 234, 39. 
* Frey 246, 20. 
Gatto 229, 85. 

Genast, Anton 227, 7. 229, 8 . 
233, 3. 234, 38. 

— , Eduard 263, 38. 
Graff 229, 27. 234, 2. 31. 237, 27. 

238, 3. 243, 21. 
Haide 229, 36. 233, 22. 38. 234, 

29. 80. 40. 243, 17. 

Hess 243, 32. 

Holdermann, K. W. 234, 38. 

— , Frau 234, 45. 
Hunnius 234, 37. 
Iffland* 226, u. 227, 8. 22. 228, 



[Darsteller:] 

8. 229, 25. 231, 13. 232, 4. so. 

236, 12. 85. 237, 14. 26. 238, 4. 

262, 19. 263, 19. 270, 11. w. 

Böttigers Bericht über Tb 
Gastspiel 229, 42. 237, 8. 
Jagemann, Carol. 234,44. 
Leißring 229, 28. 
Lenke 234, 43. 
Lortzing, Carol. 276, 85. 

— , Friedrich 234, 3t. 83. 

41. 243, 22. 
Malcolmi 229, 26. 234, 30. 42. 

243, 19. 
Mayer 234, 43. 
Moltke 234, 84. 244, 32. 
Morhardt 234, 34. 
Oels 227, 10. 233, 21. 38. 234, s. 

29.86.243,16. * II, 482, 25. 28. 

Pißtor 234, 35. 

Reinhold 234, 40. 

Röpke 234, 42. 246, 19. 

Rötsch 234, 43. 

Schall 229, so. 

Schnitze 234, 42. 

Seidel 276, 36. 

Strobe 234, 88. 34. 41. 243, 88. 

Ströber 234, 88. 

Stromeyer 234, 88. 243, 82. 

Triebler 234, 40. 

üblich 263, 33. 

Unzelmann234, 34. 87. 41. 244,31. 

Uschmann 234, 40. 263, 83. 

Veitheim 229, 29. 

Vohs 227, 2. 229, 31. 

Werner 234, 40. 

Weyrauch 229, 37. 

Wizel 234, 33. 

Wolff, Amal. 234, 44. 243, 14. 

262, 6. 38. 260, 15. 261, 12. 
— , P. A. 234, 32. 36. 242, 88. 

Übersetzung : französisch 24,11.32. 

Besprechungen von und in: 
Allg. Litt. • Zeitung — s. 

Schüler. 
Ampere 38, 8. 42, 15. 
Bibliothek der red. u. bild. 

Künste 242, 18. 82. 
Müller, Adam 240, 24. 241, 

25.29. 

Schiller 223, 13. 224, 2. 16.2s. 236, 
22. 266, 31. 32. 273, 30. 276, 33. 
Stael 248, 7. 23. 29L 263, 2. 



REGISTER. 



543 



»» 



»9 



»> 



ff 



M 



« 



[Egmont.] 

9. Einzelnheiten. 

Stellung in G's dichter. Ent- 
Wickelung 17, 21. 19, 15. 146, & 
173, 20. 252, 13. 277, n. 

„Dämonisches" 245, 6 — 8. 253, 4. 
so. 255, 2. 259, 18. 

Shakespeare (Verhältnis zu) 272, 

8. 273, 23. 25. 

lang vertrödeltes Stück* 4 202, 12. 
wunderbares Stück*' 203, 14. 
allzu aufgeknöpfte, studenten- 
hafte Manier" 203, 17. 
unsäglich schwere Aufgabe** 
(die Vollendung) 214, 21. 222,2. 
„kein Stück mit mehr Freiheit 
des Gemüths u. mit mehr Ge- 
wissenhaftigkeit vollbracht 
215, 29. 
„langst Verzicht darauf gethan 

227, 18. 
Polit -social Bekenntniß 28, 7. 

36. 267, 24. 
Zeitereignisse 117, n. 148, 2. 208, 
29. 271, 5. * m 216, 22f. 
219, 3 f. 
atate 198, 18. 272, 32. 
Titel: 

Befreiung von Holland** 
202,33. 

Vogelwiese" 199, 25. 
Aufzug I: 221, 24. 36. 222, 21. 233, 
5. 19. 25. 264, 10. 278, 23. 279, 19. 
Aufzug II: 259, 28. 264, 25. 
Aufzug III: 222, 22. 250, 27. 29. 

264, 82. * II, 304, 22. 
Aufzug IV: 28, 35. 199, 33. 202, 
10. 265, 8. * III, 216, 24. 219, 5. 
Aufzug V: 202, 32. 34. 236, 16. 
237, 5. 21. 238, 11. 265, 20. 
Schluß 235, 18 f. 236, 8. 250, 35. 
261, 14. 26. 265, so. 271, 19. 
* II, 278, 13 f. 

Personen: 212,2. 
Alba 28, 35. 199, 18. 21. 35. 36. 
226, 35. 229, 27. 234, 2. 10. 31. 
236, 16. 237, 7. 21. 238, 3. 243, 
21. 254, 4. 261, 27. 264, so. 
266, 9. 271,20. 275,83. 277, 

28. 278, 30. 

Brackenburg 227, 3. 229, 31. 
233, 23. 234, 36. 242, 38. 243, 
16. 265, 4. 15. 21. 275, 35. 



»»j 



>» 



[Personen:] 

Buyck 229, 34. 234, 88. 
darchen 196, 16. iof. 215, 2. 

219, 5. 26 f. so. 220, 6. 9. 224, 
85. 227, 3. 229, 40. 231, 29. 36. 
234, 44. 235, 19. 243, 14. 246, 2. 
249, 15. 250, 28. 30 f. 252, 6. 33. 
254, 2f. 260, Uf. 261, 7 f. 265, 
2. 16. 21. 266, 12. 26. 269, 29. 
273, 17. 28. 275, 22. 36. 276, 4. 

* n, 304,23. 

„Nuance zwischen Dirne u. 

Göttin** 215, 4. 
Erscheinung am Schluß 235, 

18 f. 236, 8. 33. 250, 35. 261, 

14. 265, 27. so. 266, 17. * II, 

278, 14. 
Vertreterin des griech. Chors 

(mit Ferdinand) 245, 16. 

Egmont 28, 34. 196, 16. 19. 204, 
17. 215, 6. 219, 5. 11. 224, 35. 
227, 5 f. 229, 25. 232, sof. 233, 
21. 40. 234, 3. 10. 29. 235, 10. 
236, 13. 237, 8. 238, 4. 243, 16. 
250, 27. 29. 86. 252, 7. 259, 6. 

28. 261, 28. 264. 12. 22. 26. 34. 
265, 8. 11. 22. 266, 11. 26. 36. 

273, 11. 28. 275, 20. 33. 278, 29. 

* EL, 278, 18. 25. 279, 14. 
304,22. 

„attrattiva" 253, 29. 

Ferdinand 199, 18. 34. 219, 5f. 

220, 9. 229, 2& 234, 32. 236, 
16. 238, 27. 243, 22. 246, 2 f. 
254, 4. 265, 10. 26. 
Vertreter des griech. Chors 

(mit Clärchen) 245, 16. 

Gomez 199, 34. 229, 29. 234, 34. 
244, 32 f. 

Jetter 199, 33. 229, 37. 234, 41. 
243, 83. 246, 23. 

Macchiavell 198, so. 221, 26f. 

34 f. 222, 21. 24. 29. 266, 36. 

276, 17. 

Margarethe von Parma 198, 

17 f. 31. 246, 32. 254, 2. 264, s. 

266, 36. 269, 3. 275, 12. 276, 

6. 277, 28. 279, 21. 
Mutter Clärchens 229, 41. 

234, 45. 
Oranien 229, 26. 232, 31. 234, so. 

243, 19. 254,3. 264,28. 275,33. 



544 



REGISTER. 



[Egmont. 9. Einxelnheiten. Personen:] 

Richard 229,82. 234,83. 243,32. 
259, 29, 263, 32. 264, 26. 

Ruysum 229, 35. 234, 39. 

Seifensieder 229, 39. 233, 12. 
234, 43. 246, 24. 263, 33. 

Silva 199, 34. 229, so. 234, 35. 
238,26. 

Soest 199, 83. 229, 36. 234, 40. 
243, 32. 246, 23. 263, 33. 264, 12. 

Vansen 199, 33 f. 227,5. 229,33. 
233, 14. 234, 37. 244, 31. 264, 

20. 23. 33 f. 275,86. 

Volk 246, 4. 20. 

Zimmermann 199, 83. 229, 38. 
234, 42. 245, 19. 246, 23. 

Die von Schiller eingefügten 
Typen: 

Bäcker ] 
Barbier \ 246, 24. 
Fabrikant J 
Fischweiber] 
Lastträger [246,25. 
Metzger J 

Lieder 210, 21. 221, 9. 247, 37. 
269, 29. 



Musik von: 
Beethoven 246, 13. 247, 25 f. 41. 

248, 3. 249, 2. 254, 34. 260, 24. 

36. 262, 32 f. 263, 12. 28. 276, 

39. * it 278, 13. 279, 16. 
Kayser 210, 20. 33. 211, 25. 216, 

17. 26. 34. 217, 18. 220, 31. 221, 

9. 230, 24. * IV, 165, 4f. 29f. 
Reichardt 230, 26. 232, 31. 
Bildliche Darstellungen von: 
Geyser (nach Oeser) 196, 18. 
Jury (nach Naeke) 250, 27. 35. 
Kauffmann, Ang. 111, 31. 112, 

25. 196, 15. 213, 18. 215, 21. 

218, 15. 220, 20. 221, 2. 432, 6. 

* HI, 217, 5. 219, 8. 
Lips 196, 16. 213, 20. 39. 215, 22. 

218, 15. 220,20. 221,3. 432,6. 
Naeke 249, 6. 24. 250, 25. 
Oeser 196, 18. 
Schwerdgeburth (nach Naeke) 

250,29. 
Vorlesungen: 
von Holtei 274, 38. 275, 27. 
bei Goethes Kindern 277, 7. 31. 
Scott benutzt e. Scene (Kenil- 

worth) II, 304, 13. 
Maskenzug (1818 Febr. 16) III, 
99, 35. 100, 14 f. 101, 21. 102, 2. 

7. 24. 



Elpenor. 

(I, 280—295. = Nr. 526—573.) 



I. Quellen. 

Ankündigung der »Schriften* 

Nr. 638. 
Anzeige der Werke Cotta s Nr. 

572. 2310 [in]. 
Briefe etc. an: 

Boisseree Nr. 572 a. 

CottaNr.541.542.[HNr.l046]. 
545 a. 546. 547. 554. 555. 557. 
558 a. 560. 562. 566. 567. 
567 a. 

Göschen Nr. 538 c. 

Göttling Nr. 571a. 

Knebel Nr. 535. 

Merck Nr. 532. 

Riemer Nr. 552. 

Schiller Nr. 539. 540. 



[Briefe etc. an:] 

Stein, Charl. Nr. 526. 528. 530. 
531. 533. 534. 536. 537. 538 a. 
538 e. 

Weimar, Karl August Nr. 633b. 
538 d. 

Zelter Nr. 561. 565. 
Chronologisches Nr. 570. 571. 
Erklärung an d. Publicum wegen 

d. »Schriften* Nr. 538 f. 
Gespräche mit: 

Maltitz Nr. 573. 

Riemer Nr. 545. 563. 
Tagebuch Nr. 527. 529. 543. 544. 

545b— d. 548—551 a. 553. 556. 

558. 559. 564. 568. 568 a— d. 

571b. 572 b— g. 



REGISTER. 



545 



[Elpenor. 1. Quellen.] 

Tag- u. Jahres-Hefte Nr. 569. 
570 a. 

2. Orte. 

Jena Nr. 545a. 546—551. 552. 
553.566. 

Karlsbad Nr. 538 b. o. 545 b— d. 

Marienbad Nr. 571. 

Rom Nr. 538 d— f. 

Weimar Nr. 626— 538 a. 539— 
545. 551a. 554—565. 567— 
570a. 571a— 573. 2310 [HI]. 



3. Briefe etc. 

Goethes Mutter an Weimar, Anna 

Amalia 284, 24. 
Schelling, CaroL, an? 293,31. 
Schiller an G. 286, 23. 288, 15. 26. 
Tobler an Lavater 282, 23. 
Zelter an G. 293, 19. 23. 

4. Tagebücher. 

Knebel 285, 29. 36. 

5. Gespräche. 

Goethe u, Sohiller 288, 30. 35. 

6. Entstehung. 

Chronologisches 16, 15. 149, 11. 
287, 6. 294, 11 f. 

Erste Fassung (Prosa). 

Ausführung 281, 13. 18. 23. 282, 2. 
283, 6. 284, 2. 5. 10. 285, 6. * 
IV, 297, 13. 28. 
Aufzug I Auftritt 2: 281, 24. 
Aufzug I. II: 284,18. 

Handschriften 280, 8. 

Aufnahme in die »Schriften' ge- 
plant 104, 14. 

Vollendung für die »Schriften 1 
beabsichtigt 106, 3. 13 f. 107, 5. 
108, 6. 109, 4. 

Herders Durchsicht 280, 6. 

Zweite Fasssung (Verse). 

Riemers Durchsicht (Eintheilung 
in Verse) 280, 10. 22 f. 27. 289, 

9. 12—19. 83. 290, 28f. 

Handschriften 280, 21. 285, 27. 
286, 5. 287, 13 f. 26. 288, 34. 290, 
27. 291, 31. 



Durchsicht für Druck 1: 136, 
22 (?). 290, 4. 19. 22. 27. 28. 291, 

6. 15. 19. 

7. Drucke. 

Erste Fassung (Prosa). 
Erster (1892) 280, 18. 

Zweite Fassung (Verse). 

Erster (1806) 62, 25. 66, 11. 135, 
28. 136, 26. 137, 13. 288, 13. 289, 

8. 291, 10. 25. 29. 

Zweiter (1816) 8, 9. 12, 14. 281, 1. 
294,4, 

Dritter (1827) 30, 14. 281,3. * HI, 

109,32. 

8. Einzelnheiten. 

Beziehungen zu Herzogin Luise 
282, 26. 283, 29. 284, 11. 27 f. so. 

mit in der Geburt erstickt" 
(Tobler) 282, 34. 

der alte Plan fehlerhaft 4 * 284, 
12 f. 34. 

Aversion" dagegen 286, 6 f. 287, 
7. 288, 2f. 289, 12. 290, 31. 293. 11. 
unglaubliches Vergreifen im 
Stoff" 286, 6 f. 
„unglückliches Product" 286, 9. 
„kann ,E.' selbst nicht mehr 
beurtheilen" 293, 7 f. 
Vorliebe" dafür 295, 5 f. 
dilettantisches Product" (Schil- 
ler) 286, 26 f. 

Weiblichkeit der Empfindung" 
(Schiller) 286, 31. 
Aufzug I: 283, 21. 
Aufzug H Auftritt 3 (Polymetis* 

Monolog) 286, 35. 
Aufführung geplant (?) 282,29. 

Personen: 
Antiope 283, 12. 
Elpenor 293, 35. 
Polymetis 286, 35. 

Vorlesungen Goethes vor: 
Weimar (Anna Amalia),Knebel 

u. Wieland 285, so (?). 
Knebel, Herder, Stein (Charl.) 
285,36 (?). 

Besprechung von Schlegel, Fr. 
293,26. 



>> 



tt 



» 



»> 



» 



» 



>> 



Grftf, Goethe aber b. Dichtungen T. n, B. 4. 



35 



546 



REGISTER. 



[Blpenor. 8. Einzelnheiten.] 
Vergleichung mit »Iphigenie' 
293, 30. 84. 



Citat (Vers 747 f.) 282, of. 
Ergänzung W. v. Biede 
281,7. 



E»pflMlsani«il (Die) — s. Triumph der Empfindsamkeit. 
Epilog» — ß. Theaterrede 3. 4. 7. 9. 12. 



Des Epimenides Erwachen. 

(I, 296—408. = Nr. 574—740.) 



I. Quellen. 

Anzeigeder WerkeCotta 8 Nr. 738. 

2310 [IH]. 
Bemerkung wegen der Rollen- 
besetzung Nr. 614. 
Bemerkungen Nr. 607. 618. 
Briefe etc. an: 

Boisseree Nr. 719. 739 a. 

Brühl Nr. 661. 686. 688. 720. 

Cotta Nr. 638. 646. 651. 690. 
703 a. 722. 729 a. 2278 [ULI 

Duncker Nr. 625. 626. 635. 
656. 673. 

Duncker u. Humblot Nr. 701. 

Eberwein Nr. 727. 

Eichstadt Nr. 679. 

Fritsch Nr. 728. 

Genast Nr. 692. 699. 

Goethes Frau Nr. 657. 660. 

Göttling Nr. 737 a, 739k. 739L 

Grotthuß Nr. 628. 

Hof theater - Commission Nr. 
726. 

Inland Nr. 588. 606. 

Kinns Nr. 576. 58a 649. 658. 
697. 706. 

Knebel Nr. 577. 586. 631. 667. 
680. 684. 712. 

Leonhard Nr. 624. 

Levezow Nr. 675. 694. 

Liebich Nr. 627. 

Meyer Nr. 592. 602. 

Müller Nr. 698. 

Nicolovius Nr. 648 a. 

Preen Nr. 695. 

Reichel Nr. 739g. 

Reinhard Nr. 739. 

Riemer Nr. 601. 611. 639. 

Schelling Nr. 648 b. 

Schlosser Nr. 610. 



[Briefe etc. an:] 

Trebra Nr. 682. 

Voigt Nr. 584. 

Weber Nr. 636. 645. 65a 672. 
696. 700. 

Weimar, Karl August Nr. 706. 
— , Luise Nr. 670. 

Zelter Nr. 641. 642. 647. 677 
687. 691. 730. 
Chronologisches Nr. 734. 737. 
,Des Epimenides Erwachen^ Auf- 
satz) Nr. 662. 
Geschiohtserzahlung Nr. 653. 
Gespräche mit: 

Kinns Nr. 574. 

Müller Nr. 591. 

Schauspielern Nr. 708. 

Weber Nr. 615. 617. 620. 
Programm Nr. 583. 
Stanzen (Vorspruoh) Nr. 724. 
Tagebuch Nr. 575. 578. 679. 581. 

582. 586. 587. 589. 590. 593 

—600. 603—606. 608. 609. 612. 

613. 616. 619. 621—623. 629. 

630. 632—634. 637. 643. 644 

648. 662. 664. 656. 659. 663 

—666. 668. 669. 671. 674. 676. 

678. 681. 683. 686. 689. 693. 

702. 703. 704. 707. 709—711. 

713—718. 721. 723. 726. 729. 

730 a— 733 a. 737 b. 739 b— t 

739 h. i. 740. 
Tag- u. Jahres-Hefte Nr. 736. 

736 [IV Nr. 3764]. 
Zahme Xenien Nr. 640. 

2. Orte. 

Berka Nr. 574—621. 

Jena Nr. 643. 644. 2278 [UL\. 



REGISTER. 



547 



[Dee Eplmenidee Erwachen. 2. Orte.] 

Marienbad Nr. 736. 737. 
Weimar Nr. 022—638. 641. 642. 

645—688. 694—734. 737 a— 

740. 2310 [III]. 
Wiesbaden Nr. 639. 689—693. 
? Nr. 640. 736. 

3. Briefe etc. 

Berliner Theater-Commission an 

Q. 344, 17. 37. 366, 19. 
Brühl an G. 360,7.33. 361,20. 

387, 31. 33. 

Duncker an G. 328, 34. 361, 29 f. 
363, 10. 366, 32. 366, 27. 368, 16. 
22 f. 363, 17. 374, 2. 376, n. 
378, 29. 
Goethe an: 
Brühl 360, 36. 367, 24 f. 368, 14. 

372, 16. 384, 26. 388, 29. 
Cotta 372, 20. 
Duncker u. Humblot 342, 10. 

343, 27. 368, 19. 34. 360, 13. 29. 

376, 29. 
Eichstadt 386, 23. 
Genast 394, 7. 
Grotthaß 342, 13. 
Inland 318, 2. 
Kinns 301, 24. so. 33. 302, 13. 

362, 9. 17. 
Knebel 373, 26. 386, 24. 408, 29. 
Levezow 379, 17. 
Liebich 341, 18. 342, 11. 33 f. 343, 

17. 30. 35 f. 364, 29. 
Meyer, Ernst 408, 23. 

— , J. H. 319, 13 f. 
Riemer 321, 15. 334, 17. 21. 
Schadow 396, 28. 
Trebra 386, 13. 
Weber 343, 12. 28 f. 366, 4. 367, 

17 f. 26. 368,8. 375,29. 
Weimar, Luise 374, 19. 39. 
Zelter 384, 27. 394, 34. 
Goethe* Sohn an d. Vater III, 

99,31. 
Göttling an G. 407, 32. 
Gries an Abeken 402, 41. 
Grotthuß an G. 340, 35. 341, 13. 

22.32. 

Inland an: 

Goethe 322, 27. 323, 18. 25. 327, 
29. 332, 22. 348, 16. 363, 3. 22. 
Kinns 298, 28. 302, 24. 361, 20. 
362, 28 f. 373, 33. 



Kinns an: 

Goethe 3S8, 21. 

Inland 299, 9 (?). 302, 24. 
Knebel an: 

Böse 347, 36. 

Goethe 386, 28. 

Schiller, Charl. 402, 28. 
Levezow an G. 378, 6. 28. 387, 9. 

394, 29. 401, 23. 
Liebich an G. 340, 31. 341, 14. 24. 

343, 16. 29. 35. 364, 26. 
Riemer an Weber 357, isf. 
Schiller, Charl., an Knebel 386, 

33. 402, 26. 
Uhden an G. (?) 363, 20. 

Weber an: 
Esperstedt 336, 4. 28 f. 34. 337, 

18. 24. 

Goethe 339, 32. 347, u. 348, 32. 
349, 15. 31. 366, so. 366, 15. 
367, 10. 15. 19. 374, 3. 375, 2. 
396, 35. 
Inland 335, 29. 
Riemer (?) 344, 38. 
Weimar, Luise, an G. 374, 6. 
Zelter an G. 346, 18. 379, 22. 31. 
384, 32. 391, 19. 27. 393. 36. 

4. Gespräche. 

Brühl u. Preußen, Kronprinz 

von 387, 33. 
Goethe und: 
Beuther 398, 16. 
Coudray 406, 21. 
Duncker 334, so. 335, 8. 337, 3. 

338, 2. 353, 23. 363, 15. 
Genast 398, 12. 406, 24. 
Kestner, Charl. 406, 20 f. 
Kinns 299, 11. 35. 
Meyer 332, 32. 
Riemer 332, 32. 337, 7. 357, 6. 

406,2. 
Schadow 400, 16. 
Ulrich 302, 18. 

Weber 336, 7. 337, 2. 338, 2. 6. 
9. 344, 6. 353, 23. 354, 10. 
362, 9. 400, 15. 19. 401, 2. 5. 20. 
407,16. 
Wolf, F. A. 321, 4. 
Zelter 335, 7. 337, 2. 
Goethes Sohn u. Weber 338, 25 f. 

354, 8. 
Inland u. Duncker 328, 33. 

35* 



548 



REGISTER. 



[DetBpimenides Erwachen. 4. Gespräche,] 

Knebel u. Frommann (?) 402, 40. 

— u. Griee (?) 402,40. 
Weber, B. A., u. Weber, K. M. v. 

341, 29 f. 345, 12. 
Zelter u. Inlands Wittwe 346, 20. 

— u. Weber 346, 26f . 

5. Entstehung. 

Chronologisches 16, 36 f. 160, 11. 

351, 0. 353, 13. 
Ifflands Antrag 298, 27. 36. 299, 

11 f. 16. 301,26. 316,14. 317,12. 

340.7. 351,10. 364, 13 f. 373,16. 
376, 2. 407, 13. 

„nicht ausführbar" wegen Kürze 
der Zeit 300,9. 352, 3 f. 

G. erbietet sich zu e. ähnlichen 
Arbeit für spater 300, 29. 352, 4. 

„Programm" (Nr. 583) 302, 7. 19. 
303, 2. 26. 317, 7. 14. 318, 8. 322, 

28. 323, 9. 326, 11 f. 330, isf. 24. 

331. 8. 333, 2. 7. 352, 22. 353, 2. 
Ausführung 301, 21 (?). 24. 302, 

22. 316, 21. 318, 8. 319, 10. 13. 

17. 20. 23. 26. 29. 32. 321, 19. 

322, 2. 332, 11. 334, 17. * IV, 

111, 12. 30. 

Aufzug II : 320, 10. 321, 16. 
Förderung durch Clavierspiel 

322,6. 
Riemers Mitarbeit 318, 4 f. 28. 

319, 35. 320, 10. 321, 15. 35. 

332, 19. 334, 21. 337, 26. 342, 

17. 343, 6. 25. 344, 10. 
Meyers Antheil 304,28.35. 305, 

27. 306, 32. 318, 4 f. 19 f. 29. 
331,35. 

Handschriften 296, 2. 320, 10. 18. 

29f. 330, 33. 332, 8. 20. 333, 31. 

334, 21. 338, 22. 339, 10. 342, 10. 

30. 343, 10. 27. 346, 32. 347, 29. 

355, 5. 358, 27. 31. 34. 360, 19. 29. 
Rollen-Hefte: 

Muse 296, 16. 

Einigkeit 296, 16. 
„Bemerkungen" (Nr. 607) 332, 

29. 353, 17. 

6. Drucke. 

Erster (1815) 296, 26. 328, 4. 338, 
17. 32. 34. 341, 4. 353, 10. 354, 

23. 359, 4. 14. 360, 20. 363, 



[Bnter (1815).] 

13. 375, 22. 386, 29. 398, 3. 

401,29. 

Plan einer Ausgabe in 4° mit 
Costüm-Kupfern 328, 10. 

Vorwort von Levezow 297, 4. 
376, 16. 376, 22. 387, 7. 

Aushängebogen 359, 22. 372, 

24. 28. 31. 36. 375, 13. 

Frei-Exemplare 359,20. 372.32. 

373, 19. 374, 2. 22. 375, 14. 

384, 25. 386, 20. 26. 
Geschenk-Exemplare für: 

Eiohstädt 384, 30. 385, 23. 

Knebel 385, 15. 24. 

Luck 390, 14. 

Schiller, Charl. 386, 32. 

Trebra 385, 28. 386, 13. 

Voigt 374, 20. 

Weimar, Luise 374, 7. 19. 
Honorar 339, 12. 359, 7. 
Titelkupfer 339, 24. 35. 
Zweiter (1816) 8, 11. 12, 24. 181, 2. 

S817: 111,98, 20.] 297,23. 
citter (1828) 30,21. 298,7. * III, 
110, 13. 

7. Wirkung. 

Musik von Weber 296, 29. 297, 
31. 37. 340, 29. 344, 13. 346, 15. 
22. 347, 15. 349, 15. sa 365, 4. 
375, 8. 380, 11. 87. 391, 80. 
392, 4. 402, so. 45. 403, 38. 
405,8. 
Webers Arbeit in Berka u. 
Weimar 332,22. 334, sa 335, 
7. 11. 336, 26. 337, 2. 6. 338, 
2. 6. 9. 344, 6. 347, 18. 353, 23. 
354, 4. 12. 356, 11. 395, 4. 

407. 16. 

Weber zur Aufführung in 
Weimar 399, 5. 400, 15. 19. 24. 
401, 2. 5. 20. 25. 402, 45. 403, 
6. 10. 

Partitur 296, 7. 360,28. 393,2a 

395. 17. 396, 7. 22. 35 f. 397. 2 
13. 80. 400, 34. 

Einrichtung für Conoert 297. 41. 
Deoorationen 302, 8. 303, 9. 308, 

11. 309, 81. 313, 29. 315, 26. 

318, 20. 357, 2. 
Brandenburger Thor 314, st 

356, sa 33f. 381, 84. 



REGISTER. 



549 



[Des Epimenides Erwachen. 7. Wirkung.] 

Decorateur Beather 297, 33. 353, 

7. 32. 360, 25. 393, 21. 
Decorationsmaler Winkler 323, 

29. 353, 7. so. 
Costüme 302, 8. 304, 19. 21. 306, 4. 
Verzögerung der Aufführung in 
Berlin 344, 16. 345, 2. 13. 26. 
346, 12. 22. 349, 16. 26. 350, 
8. 19. 34. 355, 15. 356, 21. 358, 
25. 361, 4. 376, 4. 
Cabineteordre gegen Auffüh- 
rung von „Zeitspielen" 350, 
6. 23. 357, 30. 
„Pro-Memoria" (Geschichteer- 
zählung) an die Berliner In- 
tendanz (Nr. 653) 350, 36. 351, 
24 f. 358, 14. 

Aufführungen in: 
Berlin 297,34. 323,26. 341,4. 
346, 12. 351, 28. 353, 6. 360, 
8. 85. 363, 9. 373, 2. 374, 23. 
375, 2. 12. 376, 15. 378, 7. 379, 
31. 380, 31. 387, 84. 389, 5. 
391, 8. 27. 402, 2. * m, 111, 
12.83. 

G. eingeladen dazu 359,31. 

361, 16. 29. 

Honorar 346, 25. 351, 16. 388, 

23. 389, 31. 390, 4. 

Für d. Aufführung dichtet 
Levezow einige Verse hinzu 
378, 18. 82. 

Leipzig 297, 38. 

Weimar 144, 14. 296, 21. 297, 

24. 35. 298, 20. 393, 16. 33. 395, 
13. 396, n. 16. 397, 31. 399, 3. 
400, 27. 401, 21. 25. 402, 42. 
403, 2. 18. 29. 405, 31. 406, 8. 

20. * III, 111, 12. 88. 

G's Änderungen dafür 396, 26. 
397, 6. 398, 13. 
Proben 399, 9. 14. 400, 10. 14. 

20. 25. 401, 6. 9. 12. 16. 406, 17. 

Darsteller: 297,20.334,25.27. 

363, 6. 372, 35. 373, 14. 
Beck 402, 23. 

Beschort 362, 31. 391, 35. 402, 6. 
Bethmann 402, 16. 
Blume 337, 87. 381, 88. 392, io. 

402,8. 
Deny 402, 9. 
Düring 402, 23. 403, 33. 



[Danteller:] 

Durand 402, 8. 
Eberwein 399, 17. 402, 16. 
Engels 402, 4. io. 
Eunike 402, 17. 
Fischer 392, 12. 402, 13. 
Genast, Ant. (Regie) 297,30. 

— , Ed. 398, 24. 
Gern 336, 6. 337, 36. 362, 10. 31. 

402,22. 
Graff 393, 34. 402, 5. 
Haide 402, 6. 
Jagemann (Heygendorf) 397, 

20. 35. 402, 18. 
Leist 402, 24. 
Lemm 402, 22. 
Lortzing, Herr 402, 11. 
— , Frau 402, 20. 
Maas 393, 30. 402, 4. 20. 
Mattausch 391, 37 f. 402, 6. 
Moltke 402, 14. 
Oels 327, 25. 399, 19. 402, 7. 
Bebenstein 336, 6. 337, 38. 
Riemann 402, 24. 
Schmalz 336, 3. 6. 348, 2. 357. 

17. 381, 17. 402, 19. 
Schröck 337, 37. 402, 18. 
Stromeyer 402, 13. 
Stümer 402, 14. 
Unzelmann, Herr 398, 21. 

402,12. 
— , Frau 399, 17. 402, 17. 
Wolff, Amalia 397, 34. 402, 4. 18. 
— , P. A. 399, 18. 402, 8. 

8. Einzelnheiten. 

Epimenides-Sage 303,4. 324,24. 
365, 9. 385, 18. 408, 22. 

G. vergleicht sich mit Epime- 
nides 361, 9. 407, 28. 408, 26. 31. 

Arbeit „allzu kühn unter- 
nommen" 332,15. 

„ungeheure Last" 319, 6. 

„Festspiel" (Titel) 349, 8. 

„Achse" der Dichtung (Hoffnung) 
382, 29. 31. 384, 10. 

G. wünscht, daß ,E.« als Fest- 
spiel („Säcularstück") daure 
340, 18. 341, 6. 349, 10. 

Liebichs Antrag 340, 2. 31. 341, 
14. 33. 345, 11. 

Dedain du succis 345, 154 



550 



REGISTER. 



[Des 

[8- 



] 



] 



Personen: 
Beharrlichkeit 336, 5. so. 348, 

31. 402,10. 
(Vorder Frauen 312, 34. 313, c 

316, 4. 370, 32. 401, 12. 
Chor der Landbewohner 370, 

32l 401, 12. 
Chor (unsichtbarer) 311» lil 

14. 370, 6l 392, 23. 383, c 
401,12. 

Dämon des Kriegs 304, 17. 305, 
16. te. 307, 4. o. 308, 3 f. 328, 
25. 329, 13. 331, o. is. 333, 18. 
366. 17. 22. 391, 37. 392, 7. 
402, c. * III, 101, 4. so. 

Dämon der List 306, 2. 10. 307, 

4. 12. 29. 308, 2. 12. 309, 12.21. 

326, 27. 327, 25. 328, 25. 329, 
n. 16. 331, o. 333, 18. 2i. 337, 
37. 366, 10. 20. 367, 20. 381, 8. 

38. 392,7.0. * III, 101,4.80. 

Sein Gefolge 306, 3. 6. 318, 24. 

319, 14. 326,25.27. 366,20.20. 

367, 2. 401, 33. 402, 7—12. 
Dämon der Unterdrückung 
(Sklaverei) 309, 13. 32. 328, 25. 
329, 14. 16. 331, 0. 333, 18. 367, 
15. 25. 368, 5. 369, 2, 380, 20. 
392,7.12.402,13. * EU, 101, 

4. 30. 

Einigkeit 296, 17. 371, 24. 393, 

20. 402,20. 
Epimenidee 303, 15. 304, 32. 

311, 15. 31. 313, 22. 314, iL 18. 

30. 315, 28, 320, 4. 322, zu 

324.13. 329,7. 331,12. 333, 

12. 336, 31. 337, 36. 345, 25. 

362, 8. 365, 28. 370, 7, 371, 10. 

372,4. 374,10. 381,35. 391, 

34. 392, 23. 393, 34. 402, 5. 
Genien (Knaben) 303, 18. 311, 

2. 13. 22. 28. 313, 22. 314, 11. 

331, 0. 13. 365, 17. 82. 369, 7. 

10. 370, 8. 380. 18. 391, 82. 

402,23. 
Glaube 310, n. 311, 6. 312, 34. 

314, o. 333, 20. 368, 10. 369, 

6. 370,2. 371, 18. 380, 22. 384, 

15. 392, 16. 402, 16. 
Heereszag 304, ic 305, 22. 26. 

317, 18. 331, 18. 366, 13. 392, 6. 
401,12. 





Heer des Jugeodfürsten 312, c 
316,4. 370,24. 381,14. 387,35. 
392,30.399,27.401.12.402,33. 

Hoffnung 310,241 311,5. 312,«, 
314,24.329,8.333,20.336, 
14. 337, 36. 368, 28. 369, c 
370, 23. 371, 18. 380, 23. 
382,20. 392,ic 397,331 
402,18. 

die „Achse" des Stackes 
382, 20. 31. 384, ia 

Königin Laise 310,28. 327, 

15.30. 

JagendfarBt 336, sol 337, 38. 

370, a f. 402, 14. 
liebe 310. 11. 311, 5. 312, sc 

314,23. 333,20. 367.34. 368,2. 

369, 6. 271, 18. 380, 21. 381, 

37. 384, 15. 392, ic 402, 17. 
Mose 296, 1«. 329, 7. 365, ic 28. 

380, 12. 397, 33. 402, 4. 
Priester (Akolathen) 314, 15I • 

10. 362, 12. 371, 14. 372, 4. 

398,26.35. 402,22. 

Gestalten der Gegenwart (u. An- 
spielungen auf sie): 

Blücher 399, 27. 

Engländer 315, 18. 323, sl 328^. 
399,30. 

Frauen-Verein 315, 12. 

Freiwillige 315, 12. 

Oesterreich, Kaiser Franz 299, 

24. 314,23. 315,16. 371,101 

Oesterreicher 312, 13. 399, 20. 

Polen 312, 20. 322, 40I 328, 2. 

Preußen, König Friedrich Wil- 
helm LDL: 299, sc 314, 24. 
315, ic 322, 31. 324, 13. 348, 
12. 17. 371, 10I 381, 28. 

Preußen, Königin Luise 310, 28. 
327, ic so. 

Preußen 312, 28. 327, 20. 399, 27I 

Russen 312, 11. 399, 20. 

Rußland, Kaiser Alexander 
298, 40. 314, 21 1 315, ic 
371, 10I % 

Schwarzenberg 399, 28. 

Schweden, Kronprinz von 299, 

27. 314, 31. 

Schweden 312, 2C 323,231 328, 

27.30. 

Ungarn 312, 14. 10. 



REGISTER. 



551 



n 



[Dee Eplmenldes Erwachen. 8. Bauein- 
heiten. Gestalten der Gegenwart:] 

Wellington 399, so. 
Wittgenstein 399, 20. 
Aufzug I Auftritt 5: 381, 5. 391, 

36. 392, 4. 
„ II „ 5: 392, 20. 
„II „ 6:392,31. 
„ II „ 7:392,38. 
Vers 1—8: 365, 20. 
„ 33—40:365,25. 
„ 71—74:366,3. 
„ 1 18—133 (Chor des Heeres- 
zuges) 304, 16. 305, 22. 
317, 18. 
,Pandora< 305, 23. 36. 317, 19. 
„ 210—217:296,18. 
„ 220—287:296,21. 
224: 374, 27. 
238—250: 366, 26. 
251—270: 366,33. 
301 : 408, 36. 
315. 316: 367, u. 
349—367: 367,22. 
366—380: 367, 28. 
396—399: 368,3. 
400—403: 368,6. 
463: 407, 34. 

503—513: 329, 21. 368, 26. 
550 (davor 4 Verse ge- 
strichen): 369, s. 
550—559: 329, 23. 336, n. 
560: 329, 26. 
601—608: 369,11. 
618—625: 369. 18. 
642—649: 369,26. 
666—682: 369, 31. 
745—752: 392, 23. 393, 6. 
745: 374, 32. 
753: 374, 33. 
757—772: 370, 18. 
773—820 (Chor„ Vorwärts" ) 
296,23 t 298,13. 317,18. 
336, 19. 346, so. 347, 2. 
370, 29. 

Zelters Composition 296, 
23 f. 346,30. 347, 2. 32. 
Blücher hört Zelters 
Musik 346, 36. 



n 



n 



n 



Vers 821—834: 371, 8. 

w 843—854: 296, 19. 371, 6. 

„ 855—872: 371, 16. 

„ 863—872: 398, 26. 36. 

„ 901 (danach einzuschieben- 
de 37 Verse) 336, 2. 339, 
16 (?). 31. 348, 2. 357, 17. 
358, 28. 381, 18. 

„ 911—931:371,26. 

„ 947—954: 362, n. 32. 

„ 947—986: 372, 6. 

„ 955—986 (Schluß - Chor) 
298, 18. 315, 6. 317, 18. 
336, 16. 22. 348, 25. 350, 
n f. 32. 357, 20. 26. 358, 28. 
361, 3. 26. 362, 13.27. 401,31. 

Couplets 315, 9f. 

Ballet 371, 34. 402, 46. 

G's Aufsatz im Morgenblatt 
(Nr. 662) 298, 17. 303, 36. 364, 
33. 372, 15. 20. 373, 29f. 389, 19. 

390, 18. 23. 30. 

Stanzen (als Vorspruch) 297, 25 f. 

404, 2. 20. 31. 
Vorlesungen: 
Goethe vor: 
Knebel 347, 7. 10. 35. 385, 

16. 82. 

Kuhn, Meyer, Riemer, Sar- 

torius 342, 18 f. 
Niebecker 349, 21. 
Sartorius 343, 2. 

? 319,32. 

• Zelter vor Schultz 347, 29. 
Besprechungen in: 

Berliner Zeitungen 372,24. 375, 
16. 387, 4. 

? 406. 2. 27. 
Motive G's benutzt vor der Auf- 

ruhrung (Herklots, Kotzebue) 

356. 24. 29. 33. 

»Des Epimenides Urtheil' (Fort- 
setzung von Levezow) 394, 14. 
27. 35. 395, 26. 400, 37. 403, 15. 

Calembour „I wie meenen Sie 
deß? u 384,21.35. 

Maskenzug (1818 Febr. 16) m, 

99,34. 100, 14 f. 101,4.21. 102, 
2.7.24. 



Erste ErzMfnlss* *r O totttmlisi m tr 8aflM — vgl. m, 354,2—5. 
Erste WaJpwrgfsaftCfat — vgL I, X. 



552 



REGISTER. 



Erwin und Elmire. 

(I, 409—423. = Nr. 741— 797c.) 



I. Quellen. 

Ankündigung der »Schriften* 

Nr. 767. 
Anzeige der Werke Cotta* Nr. 

795. 2310 pH]. 
Auf Medings Tod Nr. 764. 

Briefe etc. an: 

Boisseree Nr. 795 a. 

Bürger Nr. 749. 

Cotta Nr. 785. 785 b. f. 786. 

786b. 787— 787b. 787e— g. 

789. 790. 791a. 
Fahlmer Nr. 747. 748. 751 

—754. 
Goschen Nr. 767 c. L p. 770. 

776. 777 a— c. 780 a. 
GötÜing Nr. 794a. 
Jacobi, Elis., Nr. 741. 743. 

— , F. H. Nr. 750. 777 b. 
Kayser Nr. 765 [IV, 140, 22]. 

766. 767 g. i. 
Kestner Nr. 742. 769 a. 
Knebel Nr. 745a [II Nr. 854]. 
Lavater Nr. 744 a. 
Reichardt Nr. 778—780. 781 

[m, 134, 28f.]. 782. 
Schnauß Nr. 768 a. 
Seidel Nr. 767 f. q. 770 a. g. 

775c. 
Sömmering Nr. 783 a« 
Stein, Charl. Nr. 758. 761. 

767 a. e. h. n. 774. 
Stolberg, Aug. Nr. 747 a [IV 

Nr. 3876]. 749a[IVNr. 3879]. 
Voigt Nr. 775 a. 783. 
Weimar, Karl August Nr. 767b. 

d. m. o. 770 f. 773. 777. 
Willemer, Mar. Nr. 797 b. 
Zelter Nr. 787 h. 

Brieftabelle Nr. 772. 
Chronologisches Nr. 793. 794. 
Dichtung und Wahrheit Nr. 788. 

791. 797. 797 c. 
Erklärung an d. Publicum wegen 

d. »Schriften« Nr. 767k. 
Gespräche mit: 

Eckermann Nr. 796a. 

Lavater Nr. 744. 



[Gespriche mit:] 

Meiningen, Prinz Karl August 
Nr. 746. 

Italienische Reise Nr. 767 r. 768. 
769. 770b— e. 771. 775. 775b. 
789 a [HI Nr. 2582]. 790a. 
2582 b [m]. 2582c [III]. 3839 
—3841 [IV]. 

Tagebuch Nr. 755—757. 759. 
760. 762. 763. 785 a. c— «. 786a, 
787 c. d. i. 791 b— e. 794 b. 795 b 
—796. 797 a. 

Tag- u. Jahree-Hefte Nr. 792. 
793 a. 

Weimarisches Hoftheater (Auf- 
satz-Schema) Nr. 784. 

Widmungs- Verse („Den kleinen 
Strauß a ) Nr. 746. 

2. Orte. 

Berka Nr. 789a. 2582b [III]. 
2582 c [HL]. 3839—3841 [IV]. 

Castel Gandolfo Nr. 769. 
Dornburg Nr. 796. 
Emmendingen Nr. 754. 
Frankfurt Nr. 741—743. 744 a 

—749. 760. 751. 783 a. 
Frasoati Nr. 768 a. 
Jena Nr. 784. 785b. f. 786. 787h. 

789. 
Karlsbad Nr. 767 b.c. 785c— e. 

787 g. i. 788. 
Mannheim Nr. 752. 
Marienbad Nr. 794. 
Neapel Nr. 767 m. 
Offenbach Nr. 749 a. 
Rom Nr. 767 d—L n— 768. 769 a 

—777 a. 
Straßburg Nr. 753. 
Weimar Nr. 75&— 767 a. 777 b— 

783. 785. 785a. 786a— 7871 

789 a. 790. 791a— 793 a. 794 a 

—795h. 796a. 2310 pH]. 

? Nr. 791. 

Auf der Reise zwischen Ander- 
nach u. Bonn Nr. 744. 



REGISTER. 



563 



[Erwin n. Elmlre.] 

3. Briefe etc. 

Bottiger an Wieland 421, 27. 
B1117 an G. 126, 28. 
Goethe an Fahimer 411, 20. 36. 
Heinse an Jaeobi 413, 32. 
Jaoobi an Wieland 413, 22. 
Seidel an Lenz II, 633, 15. 
Wieland an Böttiger 421, 31. 

4. Tagebücher. 

Knebel 419, 36. 
Lavater 412, 13. so f. 

5. Gespräche. 

Goethe u. Musaus 416, 15. 37. 

6. Entstehung. 

I. SohauspieL 

Chronologisches 149, 7. 
Goldsmiths Romanze dramatisirt 

143, 5. 27. 423, 21. 
Ausführung 74, 3. 411, iL 412, 27. 

413, 16. * IV, 190, 83. 191, 21. 
Handschriften 160, 12 (?). 409,3. 

412,4.30.34. 413, 5. * II, 17,9(?). 

EL Singspiel. 

Chronologisches 16, 19 f. 

Umarbeitung 110, 21 f. 1 14, 14. 19. 
116,11.17. 119,3. 121,28. 148, 
11 f. 211, 17—19. 212, 16. 213, 12. 

* m, 141, 2 f. 217,7.21. 219, 
9. 21. * IV, 164, 22. 30. 166, 17f. 

Kaysers Beirath 113,21. 117,5. 

16. 418, 8f. 
Handschriften 113,9. 116,21. 117, 

24. 220, 19. 410, 18. 420, 26. 27. 

* IV, 166, 6. 

7. Drucke. 

I. Schauspiel. 
Erster (1776, Iris) 143, 4. 15. 409, 

14. 17. 413, 18. 414, 12. 15. 33. 

. Heinse liest Correctur 413, 32. 

Zweiter (1776) 409, 21. 

„Arien und Gesänge" (1776) 

410,1. 415,39. 416,6(7). 28. 
Dritter (1842) 31,22. 166,3. 167, 

21. 410, 13. 



IL Singspiel. 

Erster (1788) 104, 9. 123, 8. 130, 

17. 410, 23. 31. 
Nachdruck 138. 30. 
Zweiter (1808) 63, 10. 66, 11 f. 

136, 11. 137, 24. 410, 37. 
Dritter (1816) 9, 3. 12, 16. 410, 38 
Vierter (1827) 30, ief. 410, 89. 

* in, 110, 5. 

8. Wirkung. 

Musik von: 
Andre 142, 22. 143, 25. 410, 10. 
Kayser 148, 12. 418, 35. 
Reichardt 129 12. 130, 7. 24. 32. 

420, 10. 17. 421, 3; 23. * IH, 

134, 28 f. 
Weimar, Anna Amalia 409, 3. 

11. 415, 40. 416, 8. 30. 

Aufführungen in: 
Berlin 421, 25 f. 
Frankfurt 413, 40. 414, 18. 23. 27. 

415, 3. 12. 21. 
Weimar 411, 1. 415, 7. 10. 36. 38. 

416, 2. 11. 15. 83. 38. 417, 2. 6. 
10. 31. 420, 19. 33. 421, 10. 28. 

33. * II, 632, 41. 633, 14. 

Darsteller: 
Brochard 415, 33. 
Huck 415, 34. 
Marchand 415, 38 f. 
Schröter, Corona 41 6, 37. 417,32. 
Seidler 416, 22. 
Steinhart 416, 21. 
Urban 415, 33. 
Wolf 416, 21. 
Wolfskeel 421, 29. 

9. Einzelnheiten. 

Stellung in G's dichter. Ent- 
wickelung 7, 5. 142, 28. 143, 3. 
13. 146, 10. 173, 23. 442, 6 f. 

„Platter Dialog" 417, 18. 418, 29f. 

„Schülerarbeit a 418,30. 

„Sudelei" 418, 31. 

Muß sich auch «.lesen" lassen 

118,8. 119,28. 120,24. 

Bezeichnung als: 
Schauspiel mit Gesang 409, 18. 
Singspiel 410,34. 
Lustspiel 410, 18. 
Oper 409, 3. 



1 



554 



REGISTER. 



[Erwin u. Blmire. 0. Einzelnheiten.J 
Operette 116, 23. 410, 8. 412, 12. 

32 f. 413, ft. 35 415, 25. 

Komische Oper 442, a 
Für die Marcnandsche Truppe 

geschrieben 411, 19 f. 
Widmungs- Verse an Lili 400, 19. 

412, 17. 8«. 
Aufzug II: 417. 2. 419. 18. 
Lieder u. Arien : 122, 7. 146, 12. 

154, 7. 155, 26. 409, 8. 31. 414, 

12 (?). 416, 29. 418, 8. 31. 
„Auf dem Dorf . ." 411, 28. 
„Ein Schauspiel für Götter u 

156, 14. 413, 27. 
„Höret alle mich, . ." 156,15. 
r Hörst du, er hat u 156,16. 
„Ihr verblühet, süße Rosen" 

143, 3. 13. 25. 156, 17. 423, 32. 
„Mit vollen Athemzügen" 

156,18. 
„Nein, nein, ich glaube nicht" 

156, 19. 



[Lieder u, Arien:] 

„Sieh mich, Heil'ger" 156, 21. 
„Sie liebt mich" 156, 20. 
„Welch ein lispeln" 156,23. 
„Wie schon und wie herrlich" 
156, 25. 

Trochäen 419, 18. 

Personen: 
Bernardo 415, 33. 416,21. 418, 4. 
Elmire 415, 33. 416, 21. 3a ssf. 

417, 82. 
Erwin 415, 34. 416, 21. 421, 3a 
Olympia 415, 32 f. 416, 20. sa 

418, 3. 
Rosa 418, 4. 
Valerio 418, 4. 

Vorlesungen: 

Goethe vor Lavater u. Schmoll 

412, 11. 
Knebel (?) bei Stein, Charl. 
419,3a 
Leetüre (1828) 153, 3 f. 



EngMlIt — 8. Natürliche Tochter. 



Der Falke. 

(I, 424. 425. = Nr. 798—802.) 



I. Quellen. 

Briefe an Stein, Charl. Nr. 798. 
801. 

Tagebuch Nr. 799. 800. 802. 

2. Orte. 

Ilmenau Nr. 798—802. 



3. Briefe etc. 

Qoethe an Stein, Charl. 425, 28. 
Stein, Charl., an G. 425, 31. 



4. Gespräche. 

Goethe und Einsiedel 425, 9. 
— und Stein, CharL 425, «7. 

5. Entstehung. 

Quelle (Boccaccio) 424, 17. 
Ausführung 424, 0. 425, 12. ia so. 
Handschriften 424, 2. 

6. Einzelnheiten. 

Personen: 
Federigo 424, 2 f. 
Giovanna 424, of. 
Horatio 424, 3. 



REGISTER. 




655 



Fastnachtspiel vom Pater Brey 

(I, 426-443. =, Nr. 802a-849.) 



'• Quellen. 

Ankündigung der ,Schriften< 
Nr. 805. 

Anzeige der Werke Cotta» Nr 

847. 2310 [inj. 
Briefe etc. an: 

Bertuoh Nr 807. 

Boisseree Nr. 847 a. 

Ootta Nr. 828c. 829 [H Nr 
1046J. 832-837a. 838. m 

o41. 

Fahimer Nr. 803. 
G^chen Nr. 805c. 806b. 808. 
809. 811. 815-817. 819— 

sisb. 828 * [IV Nr ' 42111 

GöttJing Nr. 846o. 847k. L 
Herder Nr. 812. 814. 822. 827 
Jaoobi, Elisab. Nr. 802a b " 

- , F. H. Nr. 824. ' 
Aayser Nr. 805d. f. 
Kestner Nr. 8051. 
Knebel Nr. 818. 
Meyer Nr. 823. 
Reichel Nr. 847 g. 
Schnauß Nr. 805 k. 

St |Jo ° harL Nr ' 806a " e * h - 

Stojbe'rg, F. L. Nr. 825. 
Weimar, Anna Amalia Nr, 813, 

cuo, 

"". » KarlAll «o»tNr.805b. 
g. i. 806. 

Zelter Nr. 837 b. 
Chronologisches Nr. 846. 

839 a. 844. 848. 849. 
Gespräche mit: 
Herders Frau Nr. 826. 
Lavater Nr. 804. 

It ^ e ^! che ***** Nr. 806 a rn 
^.875]. 839b. [HI Nr. 2582]. 

Tagebuch Nr. 829 a— 831. 837 c 
842. 843. 847b-f. h. i. ^ 

T< ?; Ä U# v Jahre8 - Heffce Nr. 845. 

o4öa. D. 



2. Orte. 

Berka Nr. 839 b. 
Jrankfurt Nr. 802a— 804 
Frascati Nr. 80ök. 

v n ?? r J^ 33 - 834 - 837b -838. 
£fW N r.8Mt c. 837a. 837c. 
Marienbad Nr. 846 b 
Neapel Nr. 805g. 

^o? r * 805d "~ £ ^ L L ** 

Töplitz Nr. 839— 839a. 
S^JF" ^ ^^ 809-832. 

3. Briefe etc. 

Herder an s. Frau 435, 40. 
Herders Frau an ihren Mann 

435, 28. 35. —tut 



4. Gespräche. 

Goethe u. Riemer 187, 26 f. 

5. Entstehung. 

Chronologisches 16, 10. 

Motive u. Zeitelemente Nr 34* 

839. 849. 3 * 

Ausführung 411, n (?). 427, 8 . 
Handschriften 426, 2. 427 m 

429,23.431,7.19.34. ' 16 * 



6. Drucke. 

Erster (1774) I, 426, 3. * in, 
577, 4. 

Zweiter (1789) 104, 17. 130, 17. 

426, 18. 430, 30. 431, 4. 433, 

2. 12. 27. 435, 27. 

Wielands Durchsicht 430, 13. 

Nachdruck 138, 33. 139, 6. 

Dritter (1808) 63,24. 66, 11. 136, 

18- 137, so. 426, 25. 
Vierter (1817) 9, 15. 12, 27. 426, 

2«. 440,10.13.17. 

Fünfter (1828) 26, 26. 29, 20. 30, 
2*- 426, 81. * in, 110, 18. 



566 



REGISTER. 



[Faatnachtepiel vom Pater Brey.] 

7. Einzelnheiten. 

Stellung in G's dichter. Ent- 

wiekelong 147, 3 f. 
Zu den „Holzschnittartigen 

Spaßen" gehörig II, 117, sf, 
Bestandteil des Neueröün. . • 

Pappenspiels 426, 7. 15 f. 



Gruppe: Pater Brey n. Satyros 

426, 27. 439, 24—20. 88. 

Personen: Leonore 436, 3. 

Vortrag (aus d. Gedachtniß) vor 
Lavater 427, m£. (?). 

Klingers Vorlesung in Gießen 
III, 580, 35. 



Faust. 

(II, 1—608. == Nr. 850—1981.) 



I. Quellen. 

Abkommen zwischen G. u. Ecker- 
mann Nr. 2341 [mj. 
Abkündigung Nr. 958. 
Abschied Nr. 958. 
Agenda Nr. 882. 1166. 1513. 
Ampere (Auszug aus) Nr. 1380. 
Ankündigung der »Helena* Nr. 

1387. 1434. 1461. 
Ankündigung der »Schriften* 

Nr. 863. 
Anzeige der Werke Cotta 8 Nr. 

1333. 2310 [III]. 
,Au8 dem Französischen des 

Globe* (Aufsatz) Nr. 1431. 
»Bemerkung des Übersetzers* 

(Globe) Nr. 1431. 
Bibliographisches Nr. 1247. 

1251 a. 1264. 1324. 
Biographisches Nr. 1098. 

Briefe etc. an: 

Berg Nr. 1391. 
Bertuoh Nr. 878. 
BoissereeNr. 1130. 1196. 1215a. 

1261. 1315. 1407. 1409. 1418. 

1420, 1422. 1425. 1428. 1433. 

1447. 1454. 1460. 1463. 1478. 

1541. 1552. 1621. 1944. 1951. 

1954. 1959. 
Borchardt Nr. 1624. 
Brühl, Graf Nr. 1159. 1205. 

— , Gräfin Christine Nr.862. 
Bürger Nr. 854 b. 
Carlyle Nr. 1633. 
Carus Nr. 1232. 1236. 1238. 

1251. 
Cornelius Nr. 1123. 



[Briefe etc. an:] 

Cotta Nr. 946. 952. 982. 1001. 
1045—1048. 1061a. 1063. 
1064. 106fr— 1068. 1069 b. 
1094. 1109. 1138. 1148. 1156. 
1167. 1169. 1170. 1172. 1178. 
1458. 1526. 1856. 

Eckermann Nr. 1859. 1862. 
Eybenberg Nr. 1090. 
Fahimer Nr. 850a. 852. 
Göschen Nr. 863 c. 865 d. 869. 

869d [IV, 158, •]. 873. 876a. 

878a. 879a. 881. 884a [HI, 

318, u f.]. 884b [III, 318,27]. 

895. 900 a. 

Goethe, August Nr. 1854. 
— , Ottilie Nr. 1328. 
Göttling Nr. 1326a. 1335. 1415. 

1494. 1655 a. 1695 a. 
Grotthuß Nr. 1037. 
Grüner Nr. 1245. 
Hegel Nr. 1482. 
Herder Nr. 880 a. 
Hinrichs Nr. 1244. 
Hirt Nr. 924. 

Hüttner Nr. 1216. 1221. 1223. 
Humboldt, W. v. Nr. 981. 

1419. 1961. 1981. 
Iken Nr. 1531. 
Jacobi Nr. 880. 896. 954. 
Kayser Nr. 864 o. 865b. 884c 

[IV, 162, 19]. 
Kestner Nr. 850. 850b. 860a. 

869 c. 900. 
Knebel Nr. 853. 854. 883. 899. 

925. 994. 1076. 1137. 1144. 

1194. 1502. 1503. 1555. 



REGISTER. 



667 



[Faust. 1. Quellen. Briefe etc. an:] 

Kräuter Nr. 1189. 1190. 
Merck Nr. 869. 
Meyer Nr. 919. 1941. 
Müller, Adam Nr. 1069 & 
Naowerok Nr. 1110. 1126. 1136. 
Nees v. Eeenbeck Nr. 1489. 
Nehrlich Nr. 1963. 1968. 
Paar Nr. 1199. 
Radziwill Nr. 1163. 
Reiehardt Nr. 886. 888. 894. 

1007. 
Reichel Nr. 1468. 1627. 1674. 

1690. 1604. 1609. 1616. 
Reinhard Nr. 1080. 1124. 

1140a. 1243. 1370a. 1412. 

1466. 1696. 1960. 
Riemer Nr. 1301. 1306. 1311. 

1364. 1436. 1673. 1762. 
Roehlitz Nr. 1041. 1099. 1191. 

1728. 1733. 
Schiller, Charl. Nr. 933. 936. 

939. 1090 a. 

— , Fr. Nr. 902. 903. 906. 
911. 914. 917. 918. 920—923. 
926. 927. 931. 941. 942. 948. 
966. 962. 973. 977. 983. 986. 
990—992. 1003. 1010. 1031. 
1034—1036. 1038. 4668 [IV]. 

Schlegel Nr. 966. 
Schlosser Nr. 1132. 1140. 
Sohnauß Nr. 869 a. 
Schönborn Nr. 861. 
Schöne Nr. 1229. 
SchubarthNr. 1219. 1860. 1980. 
Schnitz Nr. 1269. 1414. 
Schwerin, Erbprinz. Caroline 

von Meckl.- Nr. 1134. 
Seidel Nr. 864b. 
Stapfer Nr. 1474. 
Stein, Charl. Nr. 861. 863 a. 

864a. 866. 865 a. f. 866 (?); 

1113. 
Sternberg Nr. 1411. 1607. 1632. 
Stiefflitz Nr. 1102. 
Stolberg, Auguste Nr. 864 a 

[IV Nr. 3876]. 866 [IV Nr. 

3879]. 866. 

Tieck Nr. 1731. 
Unger Nr. 963. 
Weimar, Anna Amalia Nr. 889. 

— , Karl August Nr. 863b. 
864. 865 e. 867. 871. 872a. 



[Briefe etc. an Weimar, Karl August:] 

874. 876. 877. 884. 886. 887. 
893. 898. 916. 
Willemer, J. J. Nr. 1181. 1184. 

— , Mar. Nr. 1916 a. 
Wolzogen, CaroL Nr. 1471. 
Zahn Nr. 1667. 
Zelter Nr. 1042. 1069. 1072a. 
1074. 1076. 1104. 1112. 1116. 
1171. 1173. 1183. 1212. 1213. 
1227. 1246. 1381. 1470. 1487. 
1496. 1634. 1660. 1669. 1664. 
1692. 1606. 1623. 1629. 1638. 
1677. 1686. 1699. 1703. 1706 
—1708. 1739. 1764. 1819. 
1877. 1879. 1891. 1910. 1917. 
1918. 1930. 1949. 
Ziegesar, Silvio Nr. 1088. 
? Nr. 1396. 1621. 
Briefverzeichniß (u. Postsen- 
dungen) Nr. 860. 891. 892. 
897.907. 
Chronologisches Nr. 1204. 1269. 
„Dem Dummen wird . ." (In- 

vective) Nr. 1249. 
Dichtung u. Wahrheit Nr. 1116. 
1118. 1142. 1143. 1161. 1151a, 
1186. 1187. 1861. 
Einzelnheiten (zur franzos. litt.) 

Nr. 1366a. 
Erklärung an d. Publicum wegen 

d. »Schriften* Nr. 866o. 
Faust» trad. par Stapfer (Auf- 
satz) Nr. 1627. 

Gespräche mit: 
Boguslawska Nr. 1267. 
BoissereeNr. 1120. 1122. 1126. 

1127. 1161—1163. 
Brockhaus Nr. 1139. 
Brun Nr. 2644 [IV]. 
Cousin Nr. 1320. 
David Nr. 1722 a. 
Eberwein Nr. 1157. 1165. 1709. 

1723 (?). 

Eckermann Nr. 1260 a [IV 
Nr. 3664]. 1266. 1276. 1276. 
1318. 1334. 1337. 1338. 1423. 
1432. 1452. 1466. 1469. 1476. 
1480. 1481. 1498. 1532. 1536. 
1610. 1668. 1669. 1691. 1696 
—1698. 1700. 1704. 1744. 
1756. 1757. 1759. 1764. 1768. 
1776. 1785. 1799. 1803. 1808. 



558 



REGISTER. 



[Faust. 1. Quellen. Gespräche mit 
Bekennann:] 

1812. 1817. 1826. 1832. 1834. 

1838. 1881. 1883. 1885. 1888. 

1890. 1892. 1900. 1914. 1947. 
Falk Nr. 1026. 1174. 1188. 
Förster, Ernst Nr. 1331. 

— , Friedrich Nr. 1226. 
1563. 1617—1619. 1948 

Gagern Nr. 1705. 
Goethe, August Nr. 1476. 1630. 
1634. 

— , Ottilie Nr. 1663. 
Gotter Nr. 1114. 
Heine Nr. 1271. 
Holtei Nr. 1599. 1726. 
Knebel Nr. 1128. 1131. 1195. 
Kozmian Nr. 1846. 
Krankling Nr. 1639. 
Lavater Nr. 851a. 

Low von u. zu Steinfurt Nr. 

1734. 
Luden Nr. 1065. 
Lyser (?) Nr. 1897. 
Matthisson Nr. 1158. 1266. 

1341a. 
Mendelssohn Nr. 1848. 
Miokiewicz Nr. 1724. 
Moser Nr. 1155. 
Müller, Fr. v. Nr. 1095. 1153 a. 

1224. 1225. 1273. 1499. 1500. 

1518. 1523. 1660. 1732. 1850. 

1855. 1878. 
Odyniec Nr. 1724. 
Pappenheim Nr. 1625. 
Pavie Nr. 1722 a. 
Pückler Nr. 1410. 
Richter (Jean Paul) Nr. 945. 
Riemer Nr. 1077. 1079. 1108. 

1962. 
Robinson Nr. 1711. 1718. 1719. 

1721. 
Rochlitz Nr. 1913. 
Rühle v. Lilienstern Nr. 1100. 
S., Graf Nr. 1963. 
Schiller, Charl. Nr. 1097. 1133. 

1176. 

— , Fr. Nr. 901. 972. 
Schlegel, Fr. Nr. 1000. 
Schmied Nr. 1896. 
Schopenhauer, Adele Nr. 1689. 
Soret Nr. 1254. 1789. 1824. 
Stieler Nr. 1631. 

Voß Nr. 1044. 



[Gespräche mit:] * 

Zimmermann Nr. 857. 858. 

? Nr. 1062. 1062 a. 1723. 1869. 
Globe (Aus d. Französischen des) 

Nr. 1431. 
Helena (Ankündigung der) Nr. 

1387. 1434. 1461. 
Helena in Edinburgh, Paris u. 

Moskau (Aufsatz) Nr. 1628. 
Herr Schöne (Invective) Nr. 1249. 
Hinrichs (Besprechung eines 

Werkes von) Nr. 1467. 
„Ingoldnen Frühlings . ." (ParaL 

20) Nr. 943. 
Inhaltskizze von Theil II Act 

1_4 (Paral. 63) Nr. 1185. 
Invective (,Herr Schöne 4 ) Nr. 

1249. 
Italienische Reise Nr. 86a 869 b. 

870. 870a. 872. 875. 1152a 

[HI Nr. 2582]. 1157a. 2582b 

[HI]. 2582c [mj. 3841 [IV]. 
Karl Lehmanns Buchbinder- 

arbeiten (Aufsatz). Nr. 1620. 
Kunst u. Alterthum am Rhein 

u. Main Nr. 1164. 
Maskenzug von 1818: Nr. 1201. 
Nauwerck, Bilder (Aufsatz) Nr. 

1636. 
Nehrlich, Bilder (Aufsatz) Nr. 

1967. 
Notizenheftohen Nr. 879. 

Paralipomenon Nr.: 

1 (Schema) Nr. 949. 
20 („In goldnen . .") Nr. 943. 
63 (Inhalt von II, 1—4) Nr. 

1185. 
97—98 (Abkündigung, Ab- 
schied) Nr. 958. 
123 (Ankündigung der .He- 
lena') Nr. 1387. 1434. 

Repertorium Nr. 1241. 

Schema (Paral. 1) Nr. 949. 

Schema zur Ausgabe LH. Nr. 1239. 

Schema über G's litt. Bezieh- 
ungen zu England Nr. 1367. 

„Seid ihr verrückt ?" (Zahmes 
Xenion) Nr. 1325. 

Stapfers Notice (Aufsatz) Nr. 
1399 a. 

Tagebuch Nr. 890. 905. 908. 912. 
913. 915. 928—930. 932. 934. 
935. 937. 938. 940. 944. 947. 



REGISTER. 



559 



[Fanft. 1. Quellen. Tagebach.] 

950. 951. 957. 959—961. 963 
—971. 974—976. 978—980. 
984. 986—989. 993. 995—999. 
1002. 1004—1006. 1008. 1009. 
1011—1025. 1027—1030. 1032. 
1033. 1039. 1040. 1043. 1048 a 
—1061. 1070—1072. 1073. 
1078. 1081. 1083—1087. 1089. 
1089a. 1091—1093. 1096. 1101. 
1103. 1105—1107. 1111. 1117. 
1119. 1121. 1129. 1136. 1141. 
1145. 1149. 1150. 1152. 1164. 
1160. 1171a. 1171b. 1175. 1177. 
1179. 1180. 1182. 1186. 1192. 
1197. 1198. 1200. 1202. 1206 
—1209. 1211. 1214. 1215.1217. 
1218. 1220. 1228. 1230. 1231. 
1233—1235. 1237. 1240. 1242. 
1248. 1252. 1253. 1256. 1257. 
1260. 1263. 1268. 1270. 1272. 
1277—1300. 1302—1304. 1306 
—1310. 1312—1314. 1316. 
1317. 1323. 1326. 1327. 1329. 
1330. 1332. 1336. 1339—1341. 
1342—1363. 1365. 1366. 1368 
—1370. 1371— 1379a. 1380a. b. 
1381 a— 1386. 1388—1390 a. 
1392—1394. 1395 a— 1399. 
1399b— 1406. 1408. 1413. 1416. 
1417. 1421. 1424. 1426. 1429. 
1430. 1436—1446. 1448—1451 
1453. 1455. 1457. 1459. 1462. 
1463 a— 1465. 1466 a. 1472. 
1473. 1474 a. 1475. 1477. 1479. 
1483—1486. 1488. 1490—1493. 
1495. 1497. 1501. 1504—1512. 
1514—1517. 1519. 1520. 1622. 
1524 1525. 1628—1530. 1533. 
1535. 1537—1540. 1542—1549. 
1551. 1553. 1554. 1556—1558. 
1560—1562. 1665—1572. 1576 
—1589. 1591. 1593. 1594. 1596 
—1698. 1600—1603. 1606. 
1608. 1611— 1615 a. 1622. 1626. 
1635. 1635a. 1637. 1640—1655. 
1656—1659. 1661. 1662. 1664 
—1666. 1670—1676. 1678— 
1685. 1687. 1688. 1690. 1692 
—1695. 1701. 1702. 1710. 1712 
—1717. 1720. 1722. 1725. 1727. 
1729. 1730. 1736—1738. 1740 
—1743. 1745—1753. 1756. 
1758. 1760. 1761. 1763. 1765 



—1767. 1769—1775. 1777— 
1784. 1786—1788. 1790—1798. 
1800—1802. 1804—1807. 1809 
—1811. 1813—1816. 1818. 1820 
—1823. 1825. 1827—1831. 
1833. 1835—1837. 1839—1845. 
1847. 1849. 1851—1853. 1857. 
1858. 1863—1868. 1870—1876. 
1880. 1882. 1884. 1886. 1887. 
1889. 1893—1895. 1898. 1899. 
1901—1909. 1911. 1912. 1915. 
1916. 1919—1929. 1931—1940. 
1942. 1943. 1945. 1946. 1952. 
1955. 1956. 1960. 1964—1972. 
1974—1979. 

Tag- u. Jahres-Hefte Nr. 1203. 

1210. 1250. 1258. 1258 a. 1262. 

1274. 1319. 1321. 1322. 
Testament G's (Nachtrag) Nr. 

2338 b [IU]. — Vgl auch 

Nr. 2341 [in]. 
Vorspiel auf d. Theater Nr. 910. 
Widmung für Küstner Nr. 1255. 
Xenien Nr. 904. 
Zahme Xenien Nr. 1168. 1325. 

1973. 
Zueignung Nr. 909. 
Zur Farbenlehre Nr. 1222. 
Zur Naturwissenschaft Nr. 1193. 

2. Orte. 

Albano Nr. 869 b. 

Berka Nr. 1152 a. 1153 a. 1201. 

1532. 2582 b [HI]. 2582 o [III]. 
Dornburg Nr. 1638. 1639. 
Eger Nr. 1245. 
Prankfurt Nr. 850—851. 852— 

854b. 857—859. 920. 921. 1164. 
Frascati Nr. 869 a. 
Heidelberg Nr.* 1155. 
Hof Nr. 1078. 1079. 
Jena Nr. 905. 928. 944. 950—952. 

973—992. 1000—1006. 1047. 

1062 a— 1065. 1072— 1073. 

1128. 1131. 1132. 1143. 1147. 

1148. 1189. 1190. 1192. 1195 

—1 197. 1209. 1213-1219. 1227. 
Karlsbad Nr. 863 b— c. 1062. 

1069 a. b. 1080— 1090 a. 1104 

—1106. 1129. 1130. 1142. 1198. 

1212. 2544 [IV]. 
Marienbad Nr. 1258—1259. 
Neapel Nr. 865 e. 



560 



REGISTER. 



[Faust. 2. Orte.] 

Nürnberg Nr. 879. 

Ober-Roßla Nr. 1038—1040. 

Offenbach Nr. 856. 856. 

Rom Nr. 864— 865 d. f— 869. 
869 o— 878 a. 

Teplitz Nr. 1161. 

Tonndorf Nr. 1532. 

Weimar Nr. 860— 863 a. 879 a 
—903. 906—919. 922—927. 
929—943. 945—949.963—972. 
993—999. 1007—1037. 1041 
—1046. 1048— 1061a. 1066— 
1069. 1070. 1071. 1074—1077. 
1091—1097. 1099. 1101—1103. 
1107—1127. 1133—1141. 1143 
—1146. 1149—1153. 1154. 1156 
—1160. 1165—1187. 1191. 
1194. 1199—1211. 1220—1226. 
1228—1244. 1246—1248. 1250 
—1257. 1260. 1261. 1263